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Andere interessante Themen => Gender => Thema gestartet von: MAS am 04.06.2026 15:30

Titel: Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 04.06.2026 15:30
Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI (https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI)

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 04.06.2026 18:51
@MAS:
Hast du den Bericht selbst komplett angesehen und auch zugehört?
Es ist von genau einem Mann, der Gewalt gegen Demonstranten angewendet hat, die Rede. Gewalt ist verwerflich und darf gegen niemand angewendet werden, egal, woran er glaubt. In dem Punkt werden wir uns alle einig sein.

Die anderen Bilder zeigen Gegendemonstrationen. Ob echt oder gestellt, keine Ahnung, ich kenne solche Leute oder Gruppen nicht. Aber alle ohne Gewalt. Und dass eine Gegen-Demo laut ist, liegt in der Natur der Sache. Sie muss genauso laut sein wie die eigentliche Veranstaltung, damit sie gehört wird. Dieser Teil wirkt so, als ob man ein Feindbild aufbauen will mit unterschwelliger Angst, obwohl es keine Beweise dafür gibt. Sonst hätte man sie genannt. Streng genommen weiß man noch nicht einmal, ob die Bilder zum Text passen oder aus dem Archiv von irgendwoher stammen. Auch das gab es oft. Nehmen wir an, sie sind echt, Ausschreitungen zeigen sie nicht.

In dem berichteten Fall der Hausdurchsuchung gab es keine Festnahmen und keine Beschlagnahmungen.  Dann hat diese Gruppe wohl auch nichts Verbotenes gemacht. Egal wie man zu der Gruppierung stehen mag, im Zweifel für den Angeklagten. Ohne Beweis keine Strafe.

Der Reporter kann nicht einmal mit dem Taschenrechner umgehen oder sagt bewusst die Unwahrheit. Anfangs sind 58% der Straftaten als rechtsextrem eingestuft, am Ende nur noch 38% Der Anteil ist also zurückgegangen und nicht, wie behauptet, gestiegen. Das Verhältnis hat sich also umgedreht und man muss nunmehr fragen, wer heuer für die 62% verantwortlich ist, die nicht näher benannt werden.

Bei diesem Sender bin ich schon seit der Kindheit misstrauisch über die einseitige Positionierung und auch zuletzt gab es da einige Fettnäpfchen, in die man sich zielstrebig positioniert hat. So wurde beim Framing gegen eine C-Maßnahmen-kritische Demo von einem freien Reporter ein Mitarbeiter des Funkhauses gefilmt, als er gerade eine neue Fahne in schwarz-weiß-rot auspackte. Das lässt mich manchmal an der Echtheit der Bilder und der Aufrichtigkeit der Sprecher zweifeln.

Mit solchen reißerischen Berichten macht sich der Sender keine Freunde. Das Framen, Spalten und Hetzen ist durchschaubar und sogar vorhersehbar. Man weiß praktisch beim Titel schon, was folgt. Leider schadet dieses flache Niveau auch den Leuten, über die man eigentlich positiv berichten wollte.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 09.06.2026 07:55
Klar, Doppelrock, dass Du Partei für die Gegenseite einnimmst. Du hast hier im Forum ja oft auch genug gegen die freie Selbstbestimmung von Menschen bzgl. ihrer Genderidentität demonstriert.
Und klar, dass Du so einen Bericht minutiös auf Fehler oder Widersprüche untersuchst, da er ja gegen Dein Weltbild opponiert.
Und dass sexistische Morddrohungen und Hassdemos in keinem Zusammenhang stehen, glaubst Du wohl auch. Was ist friedlich an einer Demo, die anderen Menschen ihre Selbstverwirklichung nicht gönnt, solange diese Selbstverwirklichung niemandem schadet? Du bist doch sonst so für die Freiheit vom Zwang.


Gruß, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 09.06.2026 11:04
Der Reporter kann nicht einmal mit dem Taschenrechner umgehen oder sagt bewusst die Unwahrheit. Anfangs sind 58% der Straftaten als rechtsextrem eingestuft, am Ende nur noch 38% Der Anteil ist also zurückgegangen und nicht, wie behauptet, gestiegen. Das Verhältnis hat sich also umgedreht und man muss nunmehr fragen, wer heuer für die 62% verantwortlich ist, die nicht näher benannt werden.

Aufgrund Deiner Zahlen habe ich mir dahingehend noch einmal den Beitrag angeschaut, und ich muss sagen, damit hast Du einen Punkt. Es ist tatsächlich sehr unscharf und somit missverständlich, wie der gesprochene Text die gezeigte Statistik kommentiert. "...und immer häufiger kommen die Straftaten aus dem Phänomenbereich rechts", so der Kommentar. Das lässt einen Zuhörer in der Tat interpretieren, dass deren Anteil an den queerfeindlichen Straftaten gestiegen sei. Die Statistik aber weist, wie Du richtig analysiert hast, aus, dass der Anteil gesunken ist. Dennoch darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Straftaten 'aus dem Phänomenbereich rechts' im betrachteten Zeitraum dennoch erheblich gestiegen ist, nämlich versechsfacht. Dass die Gesamtzahl der erfassten Straftaten auch gestiegen ist, und zwar noch stärker (fast verzehnfacht) ist richtig und bedauerlich, ist aber kein angenehmer Grund, den Anstieg aus dem rechten Umfeld zu beschönigen.

Ich halte die Einstufung von Straftaten zu einem gewissen politischen Milieu ohnehin für schwierig. Die Zuordnung wird nur ähnlich unscharf sein wie der begleitende Kommentar des Berichtsautors. Vermutlich werden nur solche Straftaten einem politischen Lager zugeordnet, wenn genügend Hinweise dafür vorhanden sind. Bei vielen werden diese Hinweise aber nicht in ausreichendem Maße vorliegen und bleiben also deshalb auch unklassifiziert.

Fakt ist, dass politisch rechts angehauchte Gedanken inzwischen straßentauglicher geworden sind und Polemik bis Hass- und Hetztiraden gesellschaftsfähiger geworden sind, gerade seit rund 10 Jahren durch verschiedene Ereignisse der Weltgeschichte. Das lädt auch Menschen ein, sich weniger zurückzuhalten, die sich sonst eher nicht zu radikaleren Einstellungen zurechnen würden. Ich bin mir recht sicher, dass das den starken Anstieg der unklassifizierten Straftaten mit erklärt.

Straftat bleibt Straftat - auch wenn Straftaten durchaus auch aus politischem Interesse als solche gewertet werden könnten, unsere deutsche Geschichte hat das ja gezeigt, aber auch überall andernorts auf der Welt gibt es genügend Beispiele. Dennoch: jede Straftat ist eine zuviel, das möchte ich festhalten. Dass die Zahl der registrierten Straftaten seit 10 Jahren ansteigt, hat freilich noch weitere Hintergründe, denn erst seit jüngeren Jahren ist der - ich benutze bewusst die selbe Wortführung, aber möglichst neutral gemeint - denn erst seit jüngeren Jahren ist der 'Phänomenbereich queer' sichtbar geworden. Und zudem trauen auch sich erst nach und nach die Betroffenen, solche Vergehen anzuzeigen. Diese Zusammenhänge sollen allerdings nicht dazu dienen, diese Straftaten zu beschwichtigen.

Es stellt sich doch generell die Frage, warum sich jemand so schwer damit tut, einen Menschen, der sich anders ausdrücken oder fühlen möchte als gesellschaftlich vorgegeben, zu tolerieren. Mit welchem Ziel muss solch ein Mensch vehement ausgegrenzt werden oder attackiert werden? Was fällt denn so schwer daran, jeden nach seiner eigenen Façon glücklich werden zu lassen. Welche Freiheiten anderer Menschen werden dadurch beschränkt, dass ein Peter nun lieber eine Petra sein will?

Was hat man denn davon, gegen andere Menschen Hass und Hetze zu schüren? Ist nicht ein unaufgeregtes Zusammenleben für alle letztendlich angenehmer?
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 09.06.2026 19:21
Hallo skirtedman,

was ist den "eine rechts angehauchte" Straftat? Oder eine links angehauchte? Was ist überhaupt "rechts angehaucht".  Kennst du überhaupt den Unterschied zwischen rechts, rechtsextrem und rechtsradikal? Oder gleichermaßen links, linksextrem und linksradikal? Oder ist das auch alles eins?

Auch dich frage ich, ob du denkst, dass Mitglieder einer Partei bekennend lesbisch ist, Hass auf Menschen mit dieser Neigung hätten? Ich gehe entgegen der wiederholten Falschaussage von MAS weder zur Partei noch zu deren Wählern, aber aus irgendeinem Mangel heraus behauptet er das immer wieder und steckt zusätzlich alle, die nicht 100% seiner Richtung entsprechen, in den Topf mit seinen Feindbildern.

Zu den Straftaten: Selbst wenn die regierungstreue Anti Fa Hakenkreuze ans blaue Parteibüro schmiert, gilt die Tat als "rechtsextrem", weil das Symbol so eingestuft wird. Religiöse Motive werden zum Teil geleugnet, so ist die offizielle Statistik mit Vorsicht zu genießen. Und es bleibt dem Durchschnittsleser unklar, welcher -ismus wirklich gefährlich ist.

Ist scheint Untertanen oder Gutmenschen inzwischen fest eingepflanzt zu sein, dass "alles RRRÄÄchz" ist, was nicht linksextrem ist. Und wenn ein paar Ideoten auf der Straße feindliche Parolen grölen, sind natürlich alle so. Da will man dann verallgemeinern dürfen. Sogar Wagenknecht und Putin gelten ja mittlerweile als "rechtsextrem". 

Das ist genauso peinlicher Unfug wie "Fascho" sei "rechts". Das plappern nur Ahnungslose ohne Argumente nach, die dann eben die Person angreifen. Auf Italienisch heißt fascio Bündel und meint, dass die Gewaltenteilung und Gewaltentrennung aufgehoben ist bzw. Staat und Privatwirtschaft Bündnisse eingehen, gleich ob Industrie direkt oder NGOs, ein solches Bündel entsteht auch bei Bildung einer Blockpartei, die ihre Macht erhält, Opposition ausgrenzt und Wahl überflüssig macht, weil immer das selbe herauskommt. Wenn Medien nicht mehr die 4. Macht im Staat sind zur Kontrolle der Politik, sondern nur noch deren Reden veröffentlichen, kann man den Begriff ebenfalls anwenden.

Im aktuellen Fall sind die "Faschos" also eher grünrot-rosa-schwarze Parteien, Staatsfunk und von Steuern bezahlte private Organisationen, die die Kontrolle übernehmen.

Solche einfachen Zusammenhänge sehen und kennen setze ich schon voraus, wenn man lautstark mitreden will und dabei ständig Kampfbegriffe gegen die anderen verwendet.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 09.06.2026 20:13
N'Abend zusammen!

Ich habe mir den Bericht auch nochmal angesehen.

Doppelrock:

Wo ist denn davon die Rede, dass nur ein Mann Gewalt gegen Demonstranten angewandt habe? Zu Beginn ist von fast täglichen Bedrohungen Im Briefkasten von Anne Selmer die Rede. Die werden wohl kaum von dem einen Mann kommen, der in Soest CSD-Teilnehmende angegriffen hat.

"Ob echt oder gestellt, keine Ahnung!" Diese Deine Formulierung impliziert eine Unterstellung, der WDR könnte evtl. eine Demo zusammenstellen, um dann diese Bilder aufzunehmen. Solche Formulierungen untergraben das Vertrauen dafür empfänglicher Menschen in die Arbeit des Senders - was sie wohl auch sollen. Da hilft auch kein "keine Ahnung", womit Du Dich dann ggf. herausreden könntest. Es wurde auch immer der Kontext der Bilder genannt. Das in anderen Fällen auch Bilder aus anderen Kontexten gezeigt wurden, so bei Bildern von jubelnden Kindern in Palästina nach dem 11.9.2001, wobei die Kinder nicht wegen der Terroranschläge, sondern wegen Bonbons gejubelt haben, ist klar. muss man jetzt aber nicht voraussetzen, dass das jetzt auch so sein könnte. Es sei denn, man will das Vertrauen in die journalistische Arbeit untergraben. Wenn die Bilder aus dem Archiv kommen, wird das normalerweise auch gesagt.

Die queerfeindlichen Straftaten sind laut dem Diagramm von 29 im Jahr 2018 auf 284 im Jahr 2025 gestiegen, die der politisch von "rechts" kommenden im gleichen Zeitraum 17 auf 110. Relativ nahmen die queerfeindlichen Straftaten stärker zu als die "aus dem Phänomenbereich rechts", aber absolut sind beide gestiegen. Und das ist die Hauptaussage. Also weder ein falsches Rechnen und auch keine Lüge, nur eine stärkere Betonung der absoluten Zahlen statt der relativen.

Dass es keine Festnahmen gab, heißt noch nicht, dass nichts vorgefallen ist. Man kann auch Verwarnungen aussprechen, ohne jemanden festzunehmen. Und es gibt auch Vorfällte unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, die dennoch gefährlich sind. So manches ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, was jedoch verbale Gewalt ist. Da fehlt es vielleicht noch an Law & Order. Von Beschlagnahmungen ist übrigens gar nicht die Rede, weder, dass es sie gab, noch dass es sie nicht gab.

"Einseitige Positionierung" des Senders schreibst Du: Ja klar, für ein friedliches Miteinander der Menschen und gegen Hass  und Hetze. Diese Einseitigkeit lobe ich mir. Ich will nicht, dass hier Menschenhass als freie Meinungsäußerung gleichbehandelt wird mit einer Demo für ein friedliches Miteinanderleben in Vielfalt. Wenn Dir das ein Dorn in Auge ist, spricht das sehr gegen Dich.

Stell Dir vor, wie würden eine Demo für die Kleidungsfreiheit aller Menschen machen, inklusive für die Männer, die freiwillig am liebsten immer nur Hosen tragen. Und dann kämen hosentragende Männer, würden uns beschimpfen und beleidigen und gegen die Kleidungsfreiheit demonstrieren und fordern, Männer müssten auf jeden Fall immer nur Hosen tragen. Und Du und ich würden Drohbriefe im Briefkasten vorfinden. Wie würdest Du Dir die Berichterstattung wünschen?

Oder wir würden für die Religions- und Weltanschauungsfreiheit demonstrieren, und da kämen welche, die dagegen wären und ein rein christliches oder ein rein atheistisches oder ein rein islamisches Land fordern in dem alle anderen Religionen und Weltanschauungen verboten wären. Wie würdest Du Dich da fühlen?

Warum muss man gegen das friedliche Miteinander in Vielfalt demonstrieren und statt dessen eine alleinige Macht der eigenen Sicht auf Geschlecht, auf Kleidung, auf Religion und Weltanschauung fordern? Wieso tolerieren diese Gegendemonstrierenden nicht einfach, dass jeder Jeck anders ist? Das ist ja auch Wolfgangs große Frage.

Aber einen Fehler in dem Bericht fand ich doch: Auf dem Drohbrief am Anfang ist kein Maschinengeweht, sondern ein Sturmgewehr abgebildet.

Mit friedlichem Gruß,
Micha






   

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 10.06.2026 03:13
Hallo MAS,
leider zeigt auch deine neueste Antwort, dass du manches nicht verstanden hast. Nicht meine Aussagen untergraben das Vertrauen in die Arbeit des Senders, sondern sämtliche belegte Betrugsfälle des ÖRR tun das. Nicht wer das fehlverhalten ausspricht, ist das Problem, sondern wer es begeht.
"keine Ahnung" heißt, dass ich anhand der Bilder nicht erkennen kann, ob die Bilder die im Text beschriebene Demo zeigen oder Archivbilder, die beim Fernsehen durchaus gern verwendet werden. Auch in Nachrichten von Bränden, Kriegen usw. Erfahrungsgemäß werden Archivbilder nicht immer gekennzeichnet. Aufnahmen von russischen Panzern von 2013 im Mänöver innerhalb Russlands wurden uns als Ukraine-Krieg 2022 verkauft. Ebenso Sequenzen aus Computerspielen. Wer untergräbt da Vertrauen?

Eigentlich macht es keinen Sinn, dir mit Fakten zu kontern, denn du verteidigst ohne eigene Kenntnisse eine Einrichtung, deren fehler längst nachgewiesen und dokumentiert sind.

Gern darfst du glauben, dass der WDR immer und überall die Wahrheit verkündet, wundere dich aber nicht, wenn du selbst Meldungen entdeckst, wo das Gegenteil der Fall ist. Sofern du es entdecken willst.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: ChrisBB am 11.06.2026 12:09
Hallo,
die Gerichtsbarkeit wendet sich eindeutig gegen solche Angriffe. Hier zu lesen:

Zitat
Urteil: Prediger hetzte gegen queere Personen
Weil er queere Menschen beschimpfte, wird ein Laienprediger aus Österreich zu einer Geldstrafe verurteilt.

KarlsruheWeil er in einer Predigt in Baden-Württemberg queere Menschen beschimpfte, muss ein Laienprediger aus Österreich eine Geldstrafe zahlen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigte ein entsprechendes Urteil des Landgerichts.

Die Predigt war 2024 in der Baptistenkirche Zuverlässiges Wort in Pforzheim gehalten worden, die vom Landesverfassungsschutz beobachtet wird, und ein Ableger einer US-Kirche ist, der nicht dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland angehört. Sie ist auch unter „Seelengewinnen“ bekannt. Dem baden-württembergischen Verfassungsschutzbericht 2024 zufolge wird in vielen Predigten Gewalt befürwortet – sie richteten sich hauptsächlich gegen die Menschenwürde. So werde immer wieder die Todesstrafe für homosexuelle Menschen gefordert.

Im Juni 2024 sprach der 34-Jährige, gegen den nun eine Geldstrafe verhängt wurde, laut Gericht, vor maximal 15 Menschen. Seine Predigt „Gott hasst Menschen“ sei auch im Internet übertragen worden und dort noch etwa zwei Monate abrufbar gewesen. Das Pforzheimer Amtsgericht verurteilte den Österreicher Ende 2024 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 40 Euro. Dagegen zog er vor das Landgericht Karlsruhe, das seine Berufung ablehnte und die Geldstrafe auf 45 Euro pro Tagessatz erhöhte, insgesamt 6750 Euro.

Das Landgericht stellte fest, dass er queere Menschen beschimpft, böswillig verächtlich gemacht und sie in ihrer Menschenwürde angegriffen habe. Das sei auf eine Art geschehen, die den öffentlichen Frieden stören könne. Unter anderem habe der 34-Jährige queere Menschen mit Müll verglichen, der in die „Müllverbrennung“ gehöre.

Das Landgericht sah den Straftatbestand der Volksverhetzung als erfüllt an. AFP
Kreiszeitung Böblinger Bote am 11.06.2026 Seite 5.

Gruß,
ChrisBB
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 11.06.2026 12:52
Recht geschieht ihm.

Sowas geht gar nicht, was er gemacht hat (auch wenn ich "sowas geht gar nicht" als Formulierung zutiefst ablehne).

Man kann ja Schwierigkeiten haben, Queerness zu verstehen, aber so dagegen zu hetzen, ist ein Unding, das zum Schutze aller Menschen gemaßregelt gehört.

Dabei fällt aber auf, dass verächtliche Statements zu Menschen, deren Lebensweise oder politische Tendenz jemand ablehnt, inzwischen deutlich straßentauglicher geworden sind. Dabei schwingt immer ein nicht zu überhörender Unterton mit, dass man selbst ja der bessere Mensch sei, mit mehr Wissen und der besseren Gesinnung. Schade, dass dabei die Erkenntnis verhindert wird, dass jeder Mensch, gleich welchen Wissens, welcher Lebensart oder Gesinnung grundsätzlich genauso wertvoll ist wie jeder andere.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: ChrisBB am 11.06.2026 13:00
Hallo,
es ist wesentlich einfacher, nur rumzuschimpfen und sich vrächtlich zu äußern, als sich mit der Lebenswelt des bisher unbekannten Gegenübers zu befassen oder sogar in sie einzutauchen. Aber eines kann ich sagen: Wenn man letzteres tut, wird es im Allgemeinen gut belohnt.
Gruß,
ChrisBB
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 11.06.2026 18:00
Es ist furchtbar, was da abgeht. In Belfast tobt der Mob gegen Ausländer, weil ein Mann einen anderen mit dem Messer verletzt hat. Aufgestachelt durch die sozialen Medien, u.a. durch Elon Musk, dem Europa eh ein Dorn im Auge ist, so dass es ihm recht ist, wenn hier die Massen gegen "das System" opponieren. Auch wenn das UK derzeit gar nicht in der EU ist.

Und in Tschechien wettert der neue Premierminister Andrej Babiš gegen die Geisteswissenschaften und behauptet, sie seien eine Gefahr für die Demokratie, weil sie sich mit Diversität und Queerness beschäftigen. So wird der Begriff "Demokratie" ganz neu definiert, ganz im Sinne von George Orwell, also so wie er es für einen totalitären Staat beschrieben hat in "1984".
Derweil schreibt ein Geisteswissenschaftler aus Polen dem lieben Konstantin, die EU wolle uns alle schwul machen, aber der liebe Gott und die Mutter Gottes werde uns vor der EU schützen. Ja, auch Geisteswissenschaftler können irrsinnig sein, aber die meint Babiš sicher nicht als gefährlich für die Demokratie.

Ich habe derzeit ganz große Angst vor dem Wahnsinn, der da um sich greift!

Und wer lacht sich dann ins Fäustchen? Nein, nicht unsere AfD-Wähler:innen, denn die sind genau so betrogen, sondern die Musks dieser Welt sind es, die da ihren Profit draus schlagen und die Putins, Xis und Trumps, denen es darum geht, einen Konkurrenten auszuschalten, die EU nämlich.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 11.06.2026 19:14
Lieber MAS,

die Gewalt in Irland, die ich zu tiefst verachte, wendet sich nicht gegen Ausländer allgemein, sondern GEGEN DIE POLITIK, die unbegrenzte Einwanderung auch von brutalen Straftätern betreibt und fördert.
Sprich mal mit Ausländern, die lange im Land sind, arbeiten, integriert sind, was sie von Grooming Gangs, Gruppenvergewaltigungen, Drogen, Raubzügen halten.
Hast du vom Enthauptungsversuch in Belfast gelesen? Oder von der wahren Todesursache des Henry Nowak?

Leider lässt du dich wieder von irgendwelchen Anführern zu solch irrigen Annahmen aufhetzen.
Mir wäre es lieber, die Einheimischen hätten eine friedliche Chance bekommen, sich gegen die importierte Gewalt zu wehren, aber es ist wohl so politisch gewollt. Schließlich kann man so Überwachung und Zensur leichter umsetzen.

Zu den Geisteswissenschaften ist es ein riesiger Unterschied, ob sie sich nur mit Genderideologie beschäftigen und diese wissenschaftlich betrachten oder bewerten oder ob eine "gender science", was keine Wissenschaft, sondern bestenfalls die Religion einer Sekte ist, propagieren. Natürlich, vernünftig, traditionell ist nunmal die Familie als Lebensform und nicht das Verkünden von 72 oder 97 sexuellen Präferenzen wie pet play oder ähnliches, um es dann "Geschlechtsidentität" zu nennen. Meinetwegen können die Menschen ihre Sache ausleben, solange sie keine Kinder anfassen und andere in Ruhe lassen Denn das Gute daran ist, dass alles, was sich nicht fortpflanzt, von allein ausstirbt. Dass ganz normales Leben erst eine Schublade braucht wie "trad wife", zeigt, wieweit sich der irrige Zeitgeist von der Vernunft und von der Natur entfernt hat.

Es kann einfach nicht gutgehen, wenn man mit Gewalt eine Ideologie vorantreibt und dann Gegengewalt erzeugt. Sobald diese entsteht, inszeniert man sich dann als Opfer. Erbärmlich und durchschaubar. Schnell noch gegen die Person vorgehen, die das entdeckt und stumpf weitermachen.

Schöne woke neue Welt...

Gruß
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 11.06.2026 21:16
Ganz richtig analysiert.

Aber Angst muß es Dir nicht machen; wachsam sein und selbstbewusst gegenhalten ist der bessere Ratschlag. Aber ja, wenn man nicht aufpasst, dann wird selbst der CSD oder sonstwas extrem zur Nebensache, denn dann sind auf einmal auch all diejenigen betroffen, die heute Queerness oder CSDs verdammen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 11.06.2026 22:15
Nun ja! Wenn man der Berufsgruppe angehört, bei der zuerst der Rotstift angesetzt wird, wenn diese Leute erstmal mal an der Macht sind, kann man schon Angst haben. Es gibt auch derzeit schon mehr als genug Sparmaßnahmen - "Konsolidierung" genannt - die schon Vertragsabschlüsse behindern. Und wenn dann noch ein politischer Wille der Vernichtung kritischen Denkens dazu kommt ...
Und Konstantin könnte aus Tschechien noch ganz anderes erzählen.

Leute in technischen Berufen sind sicher weniger gefährdet, ihre Jobs zu verlieren.

LG, Micha 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 02:12
Ganz richtig analysiert.

Aber Angst muß es Dir nicht machen; wachsam sein und selbstbewusst gegenhalten ist der bessere Ratschlag. Aber ja, wenn man nicht aufpasst, dann wird selbst der CSD oder sonstwas extrem zur Nebensache, denn dann sind auf einmal auch all diejenigen betroffen, die heute Queerness oder CSDs verdammen.

"Ganz richtig analysiert" bezog sich auf den langen Beitrag von MAS zuvor. Der Beitrag von Doppelrock war zu diesem Zeitpunkt noch nicht sichtbar (war noch nicht freigeschaltet von den Foren-Admins; war vermutlich auch noch nicht sichtbar, als MAS gerade im Beitrag jetzt zuvor mir kurz geantwortet hat).

In Doppelrocks Beitrag nämlich ist nicht alles richtig analysiert.

Nur kurz: zum Beispiel ist es NICHT, wie Doppelrock vermutet, "wohl politisch so gewollt", dass sich die nordirischen "Einheimischen der importierten Gewalt nicht zur Wehr setzen können". Nordirland mag den jüngeren Festland-Europäern zwar nicht mehr als ein Konfliktfeld vorkommen, dennoch ist dieser Landstrich ein Pulverfass. Liebend gerne hätte das Vereinigte Königreich, das (zumindest) Nordirland beansprucht, beim Brexit die einzige Landgrenze (neben dem Tunnel) zur EU zwischen Nordirland und Restirland abgeschottet, aber der Friedensvertrag mit Irland verhindert Grenzkontrollen.

"Importierte Gewalt" ist durchaus ein Phänomen, über das nachzudenken ist und inzwischen auch versucht wird, einiges zu erschweren. Aber im angesprochenen Fall sind die Verhältnisse weit komplizierter als Doppelrocks Analyse und Schlussfolgerung reicht. Zudem wird mit bestimmten Eigeninteressen oder von Menschen, die im Eigeninteresse bestimmter Meinungsführer nicht selten unbemerkt zu deren Steigbügelhaltern werden, immer gerne gesehen, wenn Gewalttaten auf einen Zusammenhang mit Migration gebracht werden können. Dass brutale Messerstechereien schon immer auch ohne "Migration" quasi zur Tagesordnung gehörten, gerät da gerne leicht oder tatsächlich gewollt aus dem Blick.

Oder andere Stelle: Wer das Gesamtkonzept von den "trad wives" einer Offenheit gegenüber Queerness vorzieht, der verkennt, dass "trad wives" mit röcketragenden Männern genausowenig anfangen können wie manche mit Queerness.

Ich halte es immer für ratsam zu überlegen, wie schnell man selbst im Fokus stehen könnte von Leuten, die einen selbst wegen irgendetwas ablehnen könnten, was ihnen aus irgendeinem Grund nicht passt, bevor man selbst Stimmung macht gegen andere Leute, die einem selbst nicht so recht passen.

"Leben und leben lassen" ist immer noch das auskömmlichere Konzept für ALLE Beteiligte.

Denk mal drüber nach.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 08:09
Ich habe derzeit ganz große Angst vor dem Wahnsinn, der da um sich greift!

Und wer lacht sich dann ins Fäustchen? Nein, nicht unsere AfD-Wähler:innen, denn die sind genau so betrogen, sondern die Musks dieser Welt sind es, die da ihren Profit draus schlagen und die Putins, Xis und Trumps, denen es darum geht, einen Konkurrenten auszuschalten, die EU nämlich.

LG, Micha

Ich fürchte auch jemand hat großes Interesse an diesen ganzen Zwistigkeiten.

Ich habe vor längerer Zeit schon festgestellt, das die ÖRR Medien nicht mehr neutral berichten. Man bemerkt es, dass Dinge fehlen oder einseitig dargestellt werden.

Nehme ich z, B. Interviews mit Politikern. So schlüpft man bei aller Kritikwürdigkeit einem Politiker der CDU, SPD, Grüne nahezu unter die Jacke. Man führt quasi Gefälligkeits Interviews. Waährend wenn man einen AfD Politiker interviewt den Ton eines Staatsanwaltes annimmt der einem Verbrecher ins Verhör nimmt.

Das fällt auf, weswegen ich immer weniger ÖRR Nachrichten sehe und mir lieber Nachrichtensendungen  von WELT bsp ansehe.

Bei Kriminalitätsstatisken bin vorsichtig geworden was ich noch glauben soll.
Es ist von linker und rechter Gewalt gegen Queer Menschen die Rede. Wobei ich mich frage, was ist mit migrantischer Gewalt?
Ich glaube es war Manuel Ostermann der es sagte, dass Gewalttaten von Migranten moslemischer Herkunft gegen Queer Menschen automatisch dem rechten Spektrum zugeordnet werden.
Ich weiß nicht ob das stimmt.
Aber es wird darüber geschwiegen. Das Thema wird einfach ausgelassen, wahrscheinlich werden nirgends Statisken dazu erhoben.

Ich weiß von einer guten Freundin die an einem Amtsgericht in Bayern arbeitet, das 70% aller Straftaten Männern mit islamischen Namen begangen werden. Und sie halte ich für eine verlässliche Quelle.

Damit will ich nicht allgemein gegen den Islam in Deutschland wettern. (Gerade in den letzten Tagen wurde ich im Krankenhaus von vielen Männern mit islamischen Namen behandelt und versorgt, dafür bin ich auch sehr dankbar ) Aber es steht ein Elefant im Raum und man tut, als wäre er nicht da. Warum spricht man nicht offen über die Probleme und überlegt wie man sie beheben kann?
Anstatt dessen versucht man diese Probleme unter den Teppich zu kehren oder ungeliebten Parteien in die Schuhe zu schieben.
dass es auch echte üble rechtsextreme gibt, das will ich gar nicht bestreiten, aber nur weil es diese gibt, darf man die Taten aller andern nicht verharmlosen oder umdeklarieren.

Ich bin auch der Meinung, dass jeder Mensch sich frei und ungezwungen entwickeln sollte.
Ich möchte das ja auch.
Aber das Problem das Peter lieber Petra sein möchte, ensteht, dann wenn Menschen die sich in ihrer Geschlechtidentität unicher fühlen von Wokisten dazu getrieben werden, Hormone  und weitere nicht mehr rückgängig zu machende Veränderungen an iheren Körpern vornehmen zu lassen, die ihre Probleme nicht lösen.
Und hinterher stehen diese Leute da und keiner interessiert sich mehr für ihre Probleme. Da hört und sieht  man sehr wenig in den Medien.

Und auch hier gibt es sicher viele sehr traurige Schicksale.

Wäre es nicht besser wenn man sich auch als Mann im Kleid oder Rock, trotzdem genau so männlich fühlen könnte wie im Holzfällerhemd und Jeans?
Fühlt sich eine Frau in Jeans und Holzfällerhemd weniger weiblich als im Kleid?

War das nicht einmal das Ziel dieses Forums?

Ich hab meinen eigenen Kopf auf und mache mir meine eigenen Gedanken.



Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 08:56
Gude zusammen,

es ist immer wieder sehr aufschlussreich, wie Doppelrock einerseits Gewalt zutiefst verachtet, und dann doch wieder Sympathien zeigt, wenn sie sich gegen die Politik richtet. "Nicht gegen Ausländer" allgemein. Sicher nur gegen Ausländer, die neu als Migranten oder Asylbewerber ins Land gekommen sind. Wer hier schon lange etabliert ist, sich angepasst hat und brav die Arbeiten macht, für die wir ansonsten nicht mehr genug Menschen haben, gegen den ist es nicht gerichtet. So meinst Du das wohl, Doppelrock?

Nun ist es aber so, dass so ein Hass gegen eine bestimmte Menschengruppe - die formal gegen Straftäter gerichtet ist - oft überschwappt auf andere Landleute dieser Täter und plötzlich dem Gemüsehändler, der aus demselben Land kommt, die Kundschaft wegbleibt. So nach den Silvesterübergriffen in Köln durch Nordafrikaner vor ein paar Jahren. Man verallgemeinert sehr schnell und erfindet Wörter wie "Nafri".

Und Doppelrock: "'gender science', was keine Wissenschaft, sondern bestenfalls die Religion einer Sekte ist". das ist genau diese Sprache die ich meine. Da erdreistest Du Dich, einer Wissenschaft die Wissenschaftlichkeit abzusprechen, und genau das tun Trump, Babiš usw., weil es nicht in ihr Weltbild passt, dass es gesellschaftliche Geschlechtskonsttukte (gender) gibt, die das Leben von Menschen bestimmen. Zudem heißt es "gender studies" und nicht "science". Und was soll "die Religion einer Sekte" sein? Das Wort Sekte ist eh meistens ein pejoratives Schlagwort, das wir in der Religionswissenschaft - die wahrscheinlich in Deinen Augen auch keine Wissenschaft ist - mit sehr großer Vorsicht verwenden. Das Wort hat verschiedene Bedeutungen, aber die meisten Menschen verwenden es sehr einseitig im Sinne einer gefährlichen Gruppe.

"Natürlich, vernünftig, traditionell ist nunmal die Familie als Lebensform." Das ist keine wissenschaftliche, sondern eine weltanschauliche Aussage. Die drei Adjektive am Satzbeginn bedeuten sehr unterschiedliches, und sind keineswegs einfach so miteinander in Einklang zu bringen. Dein Satz beinhaltet dass Menschen, die anders sind, nicht natürlich seien, also gegen die menschliche Natur lebten. Damit werden sie schnell zu Lebewesen ohne Lebensrecht, zu lebensunwertem Leben. Der Schritt geht schnell und ist den Hassbriefen im Briefkasten der CSD-Aktivistin in dem Video am Anfang dieses Threads zum Ausdruck gekommen. Diese Hassbotschaften hast Du aber anscheinend gar nicht wahrgenommen, denn Du schriebst, es sei ja nur ein Gewalttäter in dem Video erwähnt. Auf meine Korrektur bist Du auch noch nicht eingegangen.

Zudem verwechselst Du Genderidentitäten mit sexuellen Präferenzen. Ich habe den Eindruck, mit Absicht, weil man damit dann sehr schön polemisieren kann. Es ist wirklich eine Argumentationsweise unterster Schublade, Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, zu Päderasten abzustempeln.

Aber das passt ja zusammen, Transmenschen als Päderasten und Migranten als Gewaltmenschen hinzustellen, um sie dann allesamt abschieben oder sonst wie vernichten zu können.

"Es kann einfach nicht gutgehen, wenn man mit Gewalt eine Ideologie vorantreibt und dann Gegengewalt erzeugt. Sobald diese entsteht, inszeniert man sich dann als Opfer. Erbärmlich und durchschaubar. Schnell noch gegen die Person vorgehen, die das entdeckt und stumpf weitermachen."
Ja, das triff ja nun genau auf Dich zu. Erbärmlich und durchschaubar.

Gruß,
Micha

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 09:48
Lieber Zwurg,

es ist ja eine gute Möglichkeit, sich Nachrichten verschiedener Sender anzusehen. Indes empfinde ich es nicht so, dass die Politiker:innen der demokratischen Parteien unkritisch befragt würden. Die Gespräche sind höflich, aber doch kritisch. Dass AfD-Politiker:innen noch kritischer befragt werden, liegt vielleicht auch daran, dass diese Partei den ÖRR  abschaffen möchte, weil er ihnen unbequem ist. Sie wollen lieber eine Presse und einen Rundfunk, über die sie die Kontrolle haben.

Und bitte: "Wokisten" sind (ursprünglich) Schwarze, die für ihre Rechte kämpfen. Und auch Weiße, die für die Gleichbehandlung der Menschen gleich welcher Hautfarbe kämpfen. Was haben die mit Hormonen zu tun. So viel ich weiß, ist die Verunglimpfung des Wortes "woke" inzwischen so weit getrieben, dass die Menschen, die von ihren Gegnern damit bezeichnet werden, sich selbst kaum noch so bezeichnen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 09:53
Es ist wirklich eine Argumentationsweise unterster Schublade, Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, zu Päderasten abzustempeln.

Lieber Micha,
ich glaube, mit der Verwendung des P-Wortes bist Du mit Deiner Interpretation etwas über das Ziel hinausgeschossen. Was nun stattdessen dort stehen müsste, kann ich auf Anhieb nicht in ein passendes Wort fassen, aber eine Formulierung wie "Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, als unwürdige Menschen abzustempeln" würde es besser treffen.

Ansonsten stimme ich Deinem Beitrag voll zu.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 10:42
Es ist wirklich eine Argumentationsweise unterster Schublade, Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, zu Päderasten abzustempeln.

Lieber Micha,
ich glaube, mit der Verwendung des P-Wortes bist Du mit Deiner Interpretation etwas über das Ziel hinausgeschossen. Was nun stattdessen dort stehen müsste, kann ich auf Anhieb nicht in ein passendes Wort fassen, aber eine Formulierung wie "Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, als unwürdige Menschen abzustempeln" würde es besser treffen.

Ansonsten stimme ich Deinem Beitrag voll zu.

Lieber Wolfgang,

danke für den Hinweis.

Ich bezog mich auf den Teilsatz: "solange sie keine Kinder anfassen". Dieser Teilsatz unterstellt den Menschen, die mi ihrer biologischen Geschlechtsidentität nicht zufrieden sind, dass sie wohlmöglich "Kinder anfassen", obwohl diese beiden Themen nicht miteinander zu tun haben. Das ist so, als wenn wir sagen würden, "solange sie keine Autos stehlen, dürfen Polen nach Deutschland kommen".
Und Leute, die "Kinder anfassen" nennt man doch "Päderasten", oder nicht?  Oder doch eher "Pädophilie". Dann eben dieses Wort. Oder meinst Du mit Deiner Kritik noch anderes?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 11:02
Ich schrieb oben über meine Angst um Arbeitsplätze in den Geisteswissenschaften, u.a. meinen, sollte die AfD an die Macht kommen.

Ich bin aber auch selbst Arbeitgeber bzw. Vorstandsmitglied eines Vereins, der Arbeitgeber ist, nämlich des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen BIM e.V. (https://migrapolis.de/bim-e-v/ (https://migrapolis.de/bim-e-v/)). Wir haben 26 Angestellte, deren Stellen sehr von der jeweiligen politischen Richtung abhängen. Die Gelder sind oft Projektgelder wie für das House of Resources (https://migrapolis.de/house-of-resources/ (https://migrapolis.de/house-of-resources/)), aber auch von Daueraufträgen, wie vor allem die interkulturelle Jugend- und Familienhilfe. Die Fachkräfte helfen Jugendlichen und Familien bei allerhand Dingen, mit denen sie in Deutschland nicht klar kommen. Wenn die Gelder gestrichen werden, verlieren die Fachkräfte ihre Jobs und die Jugendlichen und Familien bekommen keine Hilfe mehr.

Eine solche Jugend- und Familienhilfe ist aber zugleich eine Integrationsarbeit. Und als solche auch ein Teil Gewaltprävention, denn Integration oder besser Inklusion in die Gesellschaft fördert die Identifikation mit dieser. Und wer sich mit einer Gesellschaft identifiziert, gerät weniger Leicht in die Fänge von Gruppen, die gegen die Gesellschaft sind, wie manche islamistischen Gruppen. Wer Ausbildung und Arbeit bekommt, gerät weniger leicht auf kriminelle Abwege.

Das sind alles Dinge, die durch rechtsnationalistische Parteien in Gefahr sind. Diese wollen ja nicht inkludieren, sondern abschieben. Oder vielleicht assimilieren, d.h. aufnehmen in die Gesellschaft unter der Bedingung der Aufgabe der Herkunftsidentität.

Diese eine Demonstrantin in dem Video, die laut "weiß, normal, hetero" skandiert, bringt es ja auch den Punkt. Wer nicht weiß, nicht hetero und nicht normal - was immer das sein soll, wohl, wer nicht ihrer Norm entspricht - ist, hat hier nichts zu suchen. Sie wollen also für alle bestimmen, was normal ist und wer nicht "normal" ist, hat kein Existenzrecht in diesem Land. Sie können nicht ertragen, dass Menschen anders sind als sie. Dass Menschen schwarz oder braun sind, dass Menschen transgender sind oder homosexuell (was sie nicht auseinanderhalten, so wie Doppelrock hier ebenfalls nicht). Und so mancher kann nicht aushalten, dass Menschen mit anderen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen oder Zugehörigkeiten mit ihnen im selben Haus oder derselben Stadt leben. Manche fühlen sich schon gestört, wenn sie nur jemanden  sehen, der anders ist als sie selbst.

Die rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien nutzen diese xenophoben Grundausrichtungen von Menschen aus, und heizen sie an, um gewählt zu werden und die Macht zu übernehmen und dann alles gleichzuschalten.

Und oft tun sie so, als sei das dann Demokratie. Bis sie die Katze aus dem Sack lassen.

Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 11:24
(leider mit Vollzitat, um den Zusammenhang überschaubar zu lassen)

Es ist wirklich eine Argumentationsweise unterster Schublade, Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, zu Päderasten abzustempeln.

Lieber Micha,
ich glaube, mit der Verwendung des P-Wortes bist Du mit Deiner Interpretation etwas über das Ziel hinausgeschossen. Was nun stattdessen dort stehen müsste, kann ich auf Anhieb nicht in ein passendes Wort fassen, aber eine Formulierung wie "Menschen, die Deinem Weltbild nicht entsprechen, als unwürdige Menschen abzustempeln" würde es besser treffen.

Ansonsten stimme ich Deinem Beitrag voll zu.

Lieber Wolfgang,

danke für den Hinweis.

Ich bezog mich auf den Teilsatz: "solange sie keine Kinder anfassen". Dieser Teilsatz unterstellt den Menschen, die mi ihrer biologischen Geschlechtsidentität nicht zufrieden sind, dass sie wohlmöglich "Kinder anfassen", obwohl diese beiden Themen nicht miteinander zu tun haben. Das ist so, als wenn wir sagen würden, "solange sie keine Autos stehlen, dürfen Polen nach Deutschland kommen".
Und Leute, die "Kinder anfassen" nennt man doch "Päderasten", oder nicht?  Oder doch eher "Pädophilie". Dann eben dieses Wort. Oder meinst Du mit Deiner Kritik noch anderes?

LG, Micha

Danke für die Info, Micha. Aber beide P-Worte halte ich als nicht zutreffend in diesem Zusammenhang. Es ist ein überspitzter, unfairer Vorwurf. Auch wenn eine fairere Formulierung den Zusammenhang nicht besser macht.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 11:27
Danke für die Info, Micha. Aber beide P-Worte halte ich als nicht zutreffend in diesem Zusammenhang. Es ist ein überspitzter, unfairer Vorwurf. Auch wenn eine fairere Formulierung den Zusammenhang nicht besser macht.

Lieber Wolfgang,

ich nehme es eigentlich nur als offizielle Begriffe, wobei letzterer da korrekter zu sein scheint, als ersterer.
Jedenfalls sollte man Transgendern auch nicht unter der Hand unterstellen "Kinder anzufassen". Mit "Kinder anfassen"  sind doch sexuelle Übergriffe an Kindern gemeint. Oder wie verstehst Du das?

Und meinst Du, ich sei Doppelrock gegenüber unfair, wenn ich seine Unterstellung so verstehe?


LG, Micha


Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 12.06.2026 11:28
Lieber MAS,

anscheinend hast du die Unterschiede immer noch nicht verstanden. Deshalb erkläre ich nochmal ausführlich:
Ich habe nichts dagegen, dass ein Opfer von Gewalt seine Erfahrungen im WDR beschreibt. Da ich die Person nicht kenne und nicht mit ihr gesprochen habe, gehe ich davon aus, dass die Aussagen ehrlich und authentisch sind.
Meine Kritik liegt beim Sender und seiner Art, mit dem Thema umzugehen.
Da die Bedrohungen anonym waren, weiß niemand, von wem sie kommen. Es gibt keine Beweise für linke oder rechte oder neutral-bürgerliche Gewalt und auch keine Beweise für oder gegen religiöse Ursachen. Mangels gefasstem oder beobachtetem Täter weiß man einfach NICHTS.
Und da ist es miese Meinungsmache, irgendwelchen Feindbildern die Tat zu unterstellen, weil es ins Bild oder Vorurteil passt, um dann gleich ein Framing zu schaffen, gegen alle, die auch nur etwas weniger links sind als der WDR.
Wenn es wirklich um das Opfer ginge und nicht darum, es für Ideologie zu instrumentalisieren, würde man mit dem Thema anders umgehen. Wenn man dem Sprecher genau zuhört, gibt es eben die erwähnte Diskrepanz zwischen Bildern und Text, obendrein die Falschaussagen zur Graphik.
Das ist einfach unseriös.

Glaubst du wirklich, eine Partei mit einer lesbischen Chefin, die hohes Ansehen genießt, würde gegen Trans und Homo vorgehen? Denk mal ganz gründlich nach, ob das sinnvoll ist oder aus kognitiver Dissonanz entsteht.

Dass du glaubst, der ÖRR sei kritisch gegenüber der Regierung ist nicht nachvollziehbar. Es wird vieles weggelassen, was für uns wichtig wär und die sogenannten kritischen Fragen sind  nur Stichwort-Vorlagen, damit die Politiker ihre eigenen Texte aufsagen dürfen.
Die Opposition lässt man nicht gleichermaßen reden, man empfängt sie mit sehr negativen Unterstellungen und fällt ihnen ins Wort. Die Redezeiten sind kürzer als es der Anteil an Wählerstimmen gebieten müsste. Es gab sogar schon im Hintergrund der Runde Akteure mit Bewegungen und Grimassen, um subtil einen negativen Eindruck zu hinterlassen, wenn die Opposition spricht. Das ist alles per Aufzeichnung und Auswertung bewiesen.
Nebenbei ist der gebührenfinanzierte Funk besonders verpflichtet, neutral zu berichten. Dagegen verstößt er regelmäßig.

Beispiele: Statt uns über Wirtschaft und Politik sachlich zu informieren, werden wir 7 Minuten am Stück mit dem Leid eines sterbenden Wales abgelenkt. Statt über De-Banking von EU und Regierung zu informieren, werden entscheidende Details weggelassen. Es gibt in einem bekannten Fall gegen einen Deutschen sogar Sippenhaft, aber keinen Rechtsweg, keinen Prozess und kein anfechtbares Urteil Einfach nur willkürlich Anordnung der Kontosperrung und sonst nichts. Mit dem Risiko, die Menschen per Hunger in den Tod zu schicken, denn wer spendet oder hilft, macht sich strafbar und erhält die gleichen Maßnahmen. Das wäre mal eine Sondersendung wert, wie es manche freie Medien vorbildlicherweise getan haben.

Auch durch ständige Wiederholungen werden deine Falschbehauptungen nicht richtig. Die Opposition will nicht den Staatsfunk abschaffen, sondern die Gebührenpflicht. Die völlig überzogenen Zwangsabgaben mit Inkasso ohne einen Gegenwert oder Informationsgehalt. Dafür gespickt mit Ideologie und Beeinflussung.

Weiterhin falsch ist deine Behauptung, ich hätte etwas gegen Trans-Menschen. Ich habe etwas gegen NGOs, die, diese Menschen für unlautere eigennützige Zwecke missbrauchen anstatt sie einfach in Ruhe Teil der Gesellschaft sein zu lassen. So wie sie es bis vor ein paar Jahren waren.

Falsch ist auch deine Aussage, ich würde der Oppositionspartei in irgendeiner Form nahestehen. Meine Ansichten zu Parteien generell habe ich mehrfach geäußert, sie wurden aus ideologischen Feindbildgründen ignoriert.

Auch ich bin gegen die Abschaffung des "Rundfunkbeitrags", egal, wer noch dafür oder dagegen ist. Sollen sie meinetwegen mit Werbung für Pharma und Alkohol ihr Programm finanzieren. Hauptsache ich werde weder direkt über Beitrag noch indirekt über Steuern daran beteiligt.

Da du ja immer meinungsstark, aber ohne Belege auftrittst, und bisher auch nie Fragen zu deinen Behauptungen beantwortet hast, sondern ausgewichen bist oder nachgelegt hast, erkläre doch mal bitte diesen drolligen Begriff und wer deiner Auffassung nach dahinter steckt:
 Die "rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien"

Ich lerne ja gern dazu.

Danke
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 11:34
Die rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien nutzen diese xenophoben Grundausrichtungen von Menschen aus, und heizen sie an, um gewählt zu werden und die Macht zu übernehmen und dann alles gleichzuschalten.

Und oft tun sie so, als sei das dann Demokratie. Bis sie die Katze aus dem Sack lassen.

Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha

Ja, die Demokratie, die versucht, möglichst allen ein auskömmliches Zusammenleben zu ermöglichen (eine gewaltige Aufgabe, die freilich längst nicht immer gelingt), steht vor einer sehr starken Belastungsprobe. Man kann aber nicht 30 oder gar 40 Prozent der Bevölkerung, die mit Veränderungen sympathisieren, hinter einer angeblich demokratischen Brandmauer verstecken. Das hat man zu lange versucht, statt konstruktiv mit den Sorgen und Ängsten in der Bevölkerung umzugehen. Die Brandmauer ist gescheitert. Jetzt geht es darum, zusammen Lösungen zu finden, um ein gemeinsames auskömmliches Zusammenleben zurück zu gewinnen. Das ist die Belastungsrobe jener Demokratie, wie wir sie kennen. An diesem Stresstest muss sie sich messen lassen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 11:36
Lieber Zwurg, der folgende Beitrag ist meine Antwort auf Deinen Beitrag (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10394.msg208588#msg208588).

Es ist nicht so, dass jedem Glatzkopf kein einziges Haar mehr auf der Kopfhaut wächst. Glatzkopf zu tragen, ist allermeist ein Ausdruck modischer Freiheit.

Dass Frauen statistisch gesehen längere Haare tragen als Männer, ist Ausdruck modischer Vorlieben. Es gibt aber bestimmt auch Frauen, die lange Haare deswegen tragen, weil das gerne so gesehen wird, also ein Verhalten aufgrund eines gewissen gesellschaftlichen Drucks. Auch fahren Frauen seltener einen Sportwagen, weil sie daran einfach weniger Interesse haben. Es wird aber auch Männer geben, die nur deshalb einen Sportwagen fahren, weil dies als Ausdruck besonderer Männlichkeit gilt.

So sind wir alle irgndwie gefangen in Vorstellungen, was man als Frau oder Mann eben eher so macht und was nicht. Dass Männer nur Hosen tragen, liegt weniger am mangelnden Interesse, sondern vor allem daran, weil man es eben nicht macht.

Und dabei halte ich dieses bedingungslose Hosentragen von Männern als das offensichtlichste Produkt sexueller Ungleichbehandlung - einer Ungleichbehandlung lediglich basierend aufgrund des Geschlechts. Frauen haben jegliche Formen einer so ausgreifenden Ungleichbehandlung mühsam, aber letztlich tiefgreifend erfolgreich überwunden. Am Ende sind es sogar die Männer selbst, die sich gegenseitig den gesellschaftlichen Druck auferlegen, die eine Überwindung der Hosennummer absolut erschwert. Die "Hosennummer" ist Ausdruck einer eigentlich längst überkommenen, verkrusteten Männlichkeit.

Dass solch eine verkrustete Männlichkeit einige Angehörige des männlichen Geschlechts in eine Situation hineintreibt, diese Männlichkeit abzulehnen und aufgrund des gesellschaftlichen Drucks nach Lösungen suchen, diesem Druck zu entkommen, sehe ich ähnlich wie wohl Zwurg. Da sind dann Konzepte, die einen Geschlechtswechsel oder Zwischenstufen zwischen 'Mann' und 'Frau' anbieten, Angebote, die bei einem gewissen Leidensdruck schnell attraktiv werden können. Dass der "Wokismus" Menschen nun in eine Lebensentscheidung hineintreibt, sehe ich nicht, denn jeder kann selbst für sich entscheiden, was er möchte oder was nicht. Dass Konzepte, die artikuliert werden (oder auch in Gesetze gegossen werden) als attraktive Angebote zur Auswahl stehen, sehe ich hingegen ziemlich genauso wie Du, lieber Zwurg. Und ja, ich vermute auch, das verkrustete Männlichkeitsbild treibt auch einige Kandidaten in diese Angebote. Auch ich glaube, einige queere Menschen oder trans-irgendwas Menschen würden diesen Weg nicht gehen, wenn das Männlichkeitsbild nicht so verkrustet wäre - auch was Kleidung betrifft.

Dass man nicht jede Lebensentscheidung auch im Nachhinein als die richtige Entscheidung bewertet, liegt in der Natur der Sache. Manche trämten von einem Wohnmobil und einer damit erträumten großen Freiheit, nach der Anschaffung aber merken sie, dass das doch gar nicht so ihr Ding ist und machen irgendwann ihre Urlaube dann doch lieber auf den Kreuzfahrtschiffen. Manchmal klammert man seine Hoffnungen an Dinge, die diese Träume am Ende gar nicht erfüllen können. Und so mag es auch Lebensentscheidungen geben, die Menschen zu angleichenden Operationen führen, die später die darein gesetzten Träume nicht erfüllen können.

Dass solche Fälle "in den Medien", wie Du sagst, "nicht vorkommen", liegt vielleicht auch daran, dass sie in Wirklichkeit zwar vorkommen, aber längst nicht so oft, wie andere glauben, dass sie in der Realität vorkämen. Aber von solchen Fällen habe ich dennoch in den Medien, und zwar sogar in den ÖR schon mitbekommen.

Dennoch bin ich mit Dir sehr ähnlicher Meinung, dass körperverändernde Operationen ohne medizinische Notwendigkeit sehr fragwürdig sind und eigentlich zu vermeiden sind. Drum gibt es aber auch große Hürden, 'geschlechtsangleichende' Maßnahmen durchzuführen. Meines Wissens sind da etliche Stufen von Beratungen nötig sowie psychologische Gutachten - Gutachten von Menschen, die sich mit dem Seelenleben besser auskennen als der durchschnittliche Mensch auf der Straße. Diese Hürden wurden meines Wissens gesetzlich etwas abgebaut - verkürzt gesagt - durch den Einfluß des "Wokismus". Die ursprünglichen Hürden galten als zu hoch und als zu persönlichkeitsverletzend. Doch jeder Betroffene entscheidet selbst, ob er diesen Schritt nun gehen möchte oder nicht. Es ist keine 'fremde Macht', die Betroffene dazu treibt.

Dass die Hürden bei minderjährigen Betroffenen auch reduziert wurden, gehört zu der Wahrheit ebenso. Dies ist natürlich nicht unumstritten, denn Minderjährigen billigt man noch nicht eine völlige Selbstbestimmtheit zu. Andererseits gibt es gute Argumente, genau geschlechtsverändernde Schritte einzuleiten, bevor die Pubertät körperliche Merkmale setzt, die vom Geist im eigenen Körper abgelehnt werden. Der lebenslange Leidensdruck, mit diesen sichtbaren Körpermerkmalen leben zu müssen, die nicht der eigenen empfundenen Identität entsprechen, kann durch frühzeitiges Eingreifen verhindert werden. Das ist ein gewichtiges Argument, geschlechtsverändernde Maßnahmen auch schon bei minderjährigen Personen zuzulassen. Auch hier werden vielfache Gutachten erstellt, die versuchen, den tatsächlichen und künftigen Leidensdruck zu erkennen, von Fachleuten, die sich eben mit seelischen Zuständen besser auskennen als der durchschnittliche Mensch auf der Straße.

Ja, man kann dies alles hinterfragen, oder nicht gutheißen. Da ich persönlich davon nicht betroffen bin, kann ich eine Meinung dazu haben, aber lässt mich nicht allgemein am Zustand der Gesellschaft zweifeln. Wenn es für manche Menschen als der beste Weg erscheint, diesen zu gehen, dann sollen sie ihn gehen. Ich muss ihn nicht gehen. Und Lieschen Müller auch nicht, wenn sie nicht möchte.

Themenwechsel. Dass Journalisten in den ÖRs fast in die Jacke von - ich nenne es mal - Mainstream-Politikern schlüpfen - schönes Bild, Zwurg, das mit dem Jackeschlüpfen! - und Politikern der extremen Parteien quasi einem Verhör ausgesetzt würden, sehe ich keineswegs. Ich sehe in den ÖRs (Öffentlich-Rechtlichen) sehr, sehr häufig, wo Journalisten regelrecht nachbohren bei Politikern gleich welchen Spektrums. Letztlich ist das ja auch die Aufgabe der Medien, zu hinterfragen, ja aufzudecken, und politische Absichten transparenter werden zu lassen. Das kann Qualitätsjournalismus. Und den kann man sicherlich auch außerhalb der ÖRAs (Öffentlich-Rechtlichen Anstalten) finden, zum Beispiel im Printbereich bei den Zeitungen, aber bestimmt auch bisweilen beim Fernsehprogramm namens 'Welt'. Man sollte generell nicht jede einzelne Information, die man irgendwo aufschnappt, auch nicht bei den ÖRAs, unhinterfragt in sich aufsaugen. Man sollte immer eine gewisse Distanz halten zu der Information - und dazu, was will der von mir, was er will er mit mir erreichen, dass er mir diese Information gibt. Informationen lassen sich schnell verändern - gerade, weil man sie alle selbst nicht miterleben konnte und sich ein ungetrübtes eigenes Bild davon machen konnte. Darum ist es wichtig, nicht nur die Information zu hinterfragen, sondern warum diese Information so wie sie formuliert ist mir gegeben wird und mit welcher Absicht. Und es ist tatsächlich so, dass in den ÖRAs diese Absichten breiter gestreut und mit Abstand weniger festgelegt sind als in jeglichen anderen Medien. In anderen Medien stecken schnell unverrückbare Absichten dahinter. Und dort verliert eine Information schnell den Informationsgehalt, sondern der Meinungsgehalt steigt stark an. Es ist letztlich eine freie Entscheidung von jedem, ob man sich lieber von fakten-orientierten Informationen oder meinungs-orientierten Informationen leiten lässt. Unterschiedliche Meinungen einzuholen, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, sondern wahrscheinlich der beste Weg, sich ein eigenes Bild davon zu machen.

Ich habe derzeit ganz große Angst vor dem Wahnsinn, der da um sich greift!

Und wer lacht sich dann ins Fäustchen? Nein, nicht unsere AfD-Wähler:innen, denn die sind genau so betrogen, sondern die Musks dieser Welt sind es, die da ihren Profit draus schlagen und die Putins, Xis und Trumps, denen es darum geht, einen Konkurrenten auszuschalten, die EU nämlich.

LG, Micha

Ich fürchte auch jemand hat großes Interesse an diesen ganzen Zwistigkeiten.

Ja, gut beobachtet. Und Micha hat es schön aufgelistet. Und diese Reihe ließe sich noch weiter fortsetzen, auch mit den Steigbügelhaltern bei uns und um uns herum, die für diese Ziele herhalten müssen.

Jedenfalls schön, Zwurg, dass Du Dir wieder Gedanken zu Gott und der Welt machen kannst. Das ist doch eine schöne Erkenntnis auf dem Weg zur Gesundung!
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 11:46
Die rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien nutzen diese xenophoben Grundausrichtungen von Menschen aus, und heizen sie an, um gewählt zu werden und die Macht zu übernehmen und dann alles gleichzuschalten.

Und oft tun sie so, als sei das dann Demokratie. Bis sie die Katze aus dem Sack lassen.

Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha

Ja, die Demokratie, die versucht, möglichst allen ein auskömmliches Zusammenleben zu ermöglichen (eine gewaltige Aufgabe, die freilich längst nicht immer gelingt), steht vor einer sehr starken Belastungsprobe. Man kann aber nicht 30 oder gar 40 Prozent der Bevölkerung, die mit Veränderungen sympathisieren, hinter einer angeblich demokratischen Brandmauer verstecken. Das hat man zu lange versucht, statt konstruktiv mit den Sorgen und Ängsten in der Bevölkerung umzugehen. Die Brandmauer ist gescheitert. Jetzt geht es darum, zusammen Lösungen zu finden, um ein gemeinsames auskömmliches Zusammenleben zurück zu gewinnen. Das ist die Belastungsrobe jener Demokratie, wie wir sie kennen. An diesem Stresstest muss sie sich messen lassen.

Teils richtig, lieber Wolfgang, also was die Menschen angeht. Was die Partei angeht, so muss man sicherstellen, dass sie auch wieder abgewählt werden kann. In Ungarn hat das jetzt funktioniert, in Polen vorher auch, aber in der Türkei funktioniert das schon nicht mehr so gut. Und ob das in den USA funktionieren wird, weiß man nicht.

Die Frage ist halt, wie man die Menschen abholt. Indem man Xenophobie goutiert? Indem man den Klimaschutz zu den Akten legt? Wie bringt man die Unternehmer dazu, mehr an die Menschen als ans Geld zu denken? Kann man sich Politiker:innen vorstellen, die nicht an ihrer eigenen Macht hängen? Ja, die gibt es, aber selten an den ganz wichtigen Stellen. Die Regierungsmacht auf ein Gremium übertragen statt auf eine Person und ihre Partei, das wäre auch was, wie in der Schweiz. Das heißt dann aber nicht, dass dieses Gremium alles richtig macht.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 11:52
Lieber Zwurg,

es ist ja eine gute Möglichkeit, sich Nachrichten verschiedener Sender anzusehen. Indes empfinde ich es nicht so, dass die Politiker:innen der demokratischen Parteien unkritisch befragt würden. Die Gespräche sind höflich, aber doch kritisch. Dass AfD-Politiker:innen noch kritischer befragt werden, liegt vielleicht auch daran, dass diese Partei den ÖRR  abschaffen möchte, weil er ihnen unbequem ist. Sie wollen lieber eine Presse und einen Rundfunk, über die sie die Kontrolle haben.

Man könnte auch Gegenargumetieren, dass die derzeitigen Regierungen eine Kontrolle über den ÖRR ausüben. Da wir beide unterschiedliche Köpfe aufhaben kommen wir auch zu unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Aber ein neutraler Beobachter könnte schon zu dem Schluss kommen dass hier mit zweierlei Mass gemessen und zweierlei Umgang stattfindet. unter einem Journalismus verstehe ich auch, dass man vor allem die Mächtigen Regierenden aufs Korn nimmt und nicht nur die ohnmächtige Oppostion.
Das findet für mich kaum statt.

Manchmal finde ich den ÖRR recht gut. Im Angebot für mich auch oft überteuert. Und ich wünschte mir ich könnte frei entscheiden ob ich das haben möchte oder nicht.
Wenn es ein Wahlangebot wäre, wäre glaube ich auch die AfD kaum dagegen.

Zitat
Und bitte: "Wokisten" sind (ursprünglich) Schwarze, die für ihre Rechte kämpfen. Und auch Weiße, die für die Gleichbehandlung der Menschen gleich welcher Hautfarbe kämpfen. Was haben die mit Hormonen zu tun. So viel ich weiß, ist die Verunglimpfung des Wortes "woke" inzwischen so weit getrieben, dass die Menschen, die von ihren Gegnern damit bezeichnet werden, sich selbst kaum noch so bezeichnen.

LG, Micha

Woke kommt doch aus dem englischen und bedeutet so viel wie aufgewacht. Vor allem von den Schwarzen in Amerika wurde er geprägt. In Amerika haben die Schwarzen aber allen Grund sich zu beschweren.

Allerdings wurde dieser Begriff eins zu eins bei uns importiert und dann auch für alle anderen Themen in denen (vermeintlich?) Benachteiligungen stattfinden verwendet.

Dabei ist die Situation in Deutschland eine ganz andere, wie in den USA.  In vielen alten Sachbüchern, Lexikas wurde das deutsche N Wort verwendet. Mit dem Aufkommen des Wokeismus wurde es mit dem amerikanischen N Wort gleichgesetzt und geächtet.
das deutsche N Wort wurde noch bis weit in die 2000er in Bayern für recht beliebtes Mixgetränk verwendet, das man überall bestellen konnte. Heute geächtet, obwohl es mit Menschen nichts zu tun hat.

Irgendjemand erklärt deutsche Wörter zu Beleidigungen und verdrängt sie aus dem Sprachgebrauch, Buchpublikationen über Winnetou werden vernichtet, sogar Konzertveranstaltungen von Reggae-Musik, werden abgesagt, weil hellheutige Musiker sie interpretieren.

Das hat alle mit der Bekämpfung von Rassismus nicht mehr zu tun.

Und natürlich auch im Qeer-Bereich.

Da wird das Trans Sein gefeiert, die körperliche Angleichung gehypt, physische Männer zu Frauen erklärt, usw.

Das alles wird allgemein unter Wokeismus eingeordnet, so verstehe ich es zumindest. Und das ist nicht postiv zu bewerten.

Das sind Schattenseiten, unter denen auch viele Menschen zu leiden haben.

Man kann seinen biologischen Körper (noch) nicht ablegen wie eine Jacke die einem nicht mehr gefällt.
Ein erwachsener Mann wird auch nach einer Umwandlung einen männlichen Körper behalten. Das Skelett, die Muskeln, die Organe, bleiben erhalten. Man bekommt auch keine weiblichen Organe und kann Kinder zeugen. Und wenn man es sich hinterher anders überlegt, ist man verstümmelt.
Und bei Jugendlichen die Pubertätsblocker nehmen, verschiebt sich nicht die Zeit es sich zu Überlegen, sie werden niemals erwachsen und müssen mit diesen körperlichen Schäden dann leben.

Und diese ganzen Schattenseiten werden selten beleuchtet.

Warum fördert man nicht die persönliche Freiheit, die Freiheit sich geben und kleiden zu können als das was man ist? Warum leugnet man die Realitäten und erklärt die offensichtlichen Unwahrheiten zu neuen Wahrheiten?
Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, das man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?

Das Ganze läuft für mich einen vollkommen falschen Weg.

Ich denke das ist der Grund warum wir eine solche Spaltung der Gesellschaft haben.



Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 11:52
Ohne Zitat:

Wolfgang, ich bewundere Deine Fähigkeit, in kurzer Zeit prägnante, sachliche Texte zu schreiben!
Bei mir würde das viel länger dauern, wozu mir dann die Zeit oder besser Muße fehlt.
Deswegen halte ich mich meistens kürzer, werde aber manchmal auch ungeduldig emotional.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 12:04
Lieber Zwurg,

frag mal Herrn Merz, ob die Regierung nicht von Journalisten des ÖRRs kritisch hinterfragt wird. Oder Herrn Söder. Gut, an dem prallt alles ab und wenn der merkt, dass er mit seiner Meinung nicht so gut ankommt, ändert er sie eben. Das ist übrigens eine kritische Betrachtung, die mir durch ARD und ZDF nahegelegt wurden.

Ja, der Woke-Begriff hat sich verändert und ist dabei vor allem zu einem polemischen Gegenbegriff geworden, den die benutzen, die gegen das sind, was sie "Wokeness" kennen. Ich verwende den Begriff für mich z.B. gar nicht, sehe mich aber immer wieder in diese Schublade gesteckt.

Und dass man bei manchen Kritiken an Wörtern zu sehr das Kinde mit dem Bade ausschüttet, sehe ich auch so. Zumal, wer rassistisch denkt, nimmt dann einfach neue Wörter, um seiner Verachtung Ausdruck zu verleihen. Achtsame Rede sollte zwar vermeiden, Menschen zu beleidigen oder zu verletzten, aber durch einfach Wortvermeidungen erreicht man das noch nicht. Indes werde ich durch solche Diskussionen um Wörter auch sensibler. Und wenn man das bei allen Menschen erreichen würde, wäre es doch gut.

Wolfgang hat es ja sehr schön geschrieben, dass eine überzogene Vorstellung von "richtiger Männlichkeit" die Sehnsucht mancher Männer, eben keine sein zu wollen, anheizt. Gäbe es gesellschaftlich anerkannt mehr Möglichkeiten des Mannseins, gäbe es weniger Unzufriedenheit damit.
Es gibt übrigens auch Transfrauen, die sich körperlich nicht angleichen lassen, eben wegen der damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren.

LG, Micha







Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 12:26
Ich schrieb oben über meine Angst um Arbeitsplätze in den Geisteswissenschaften, u.a. meinen, sollte die AfD an die Macht kommen.
...
Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha
Diese Angst geht bei uns in der Arbeit auch um, dass wenn die AfD an die Regierug kommt, es im Sozialbereich zu Kürzungen kommt. Und das wir unsere Arbeit mit den Behinderten nicht mehr machen können, und gar einige ihre Jobs verlieren würden.

Aber jetzt mal der umgekehrte Fall:  Die Regierungen der letzten Jahre bleiben uns erhalten. Werden sie nicht kürzen, werden sie nicht die Demokratie einschränken?

Deutschland steht vor dem finanziellen Kollaps, durch die desaströse Politik der letzten 25 Jahre.
Es ist anscheinend alles wichtiger als die Menschen in diesem Land. Und dafür gibt es keine Grenzen. Da werden unbezahlbare Finanzielle Zusagen gemacht, gleichzeitig sagt man uns wir sind faul und wir müssen länger und härter arbeiten.
Und es kann jeder der schon etwas älter ist den Verfall der Kaufkraft in Relation zu den Löhnen beobachten.
Vor 30 Jahren kostete fast alles in Relation zum Lohn, die Hälfte. Wir waren damals also echt reich.  Und ich hab mir vieles einfach geleistet, weil es leicht drin war, während ich heute beim Essen gehen oder manchen Anschaffungen 3 mal überlege.
BeidenRentenn , das Gleiche, es war einfach sicher, kaum einer Htte Angst vor der Rente.

Und viele Menschen wünschen sich eine Rückkehr zur Sicherheit und dem sorgsamen Umgang mit dem Geld der Steuerzahler.
Die regierenden Partien haben icn den letzten Jahren Zug um Zug ihr Vertrauen verspielt. Sie machen nicht Politik für das Volk, sondern gegen das Volk. Sie haben sich verselbstständigt.

Und wenn immer mehr die alten Parteien abwählen, die alten Instutionen trotzdem an der Macht bleiben, kann es sich schwerlich noch Demokartie nennen.
Ich meine die jetzige Regierung ist wirklich nicht mehr ernstzunehmen.

Mir macht alles Angst, die AfD, aber auch die Anderen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 12:31
Ja, das nennt man Inflation.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 12:58
Ja, das nennt man Inflation.

LG, Micha
Früher wurde die Inflation aber immer durch Lohnsteigerungen ausgeglichen. Man verkaufte es als Lohnerhöhung, aber in Wahrheit hat es nur die Inflation ausgeglichen.

Aber die Kaufkraft blieb über lange Zeit relativ konstant, erst in den letzen 10 -15 Jahren nimmt sie stetig zu. Ich kenne natürlich auch die Gründe. Es sind einfach die überzogenen Gesetze und Finanzzusagen der Regierungen.

Die Inflation scheint sich aber soweit zu beschleunigen, dass viele Menschen ihr Leben nicht mehr bestreiten können, und dann Abstriche bei wirklich wichtigen Dingen machen.
Es erinnet ein wenig an die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Einerseits eine Zeit voller neuer Inovationen, andererseits auch eine Zeit großer Armut, und politischer Umbrüche. Politikversgaen und das Erstarken der radikalen Kräfte von den linken und rechten Rändern.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 13:41
Und natürlich auch im Qeer-Bereich.

Da wird das Trans Sein gefeiert, die körperliche Angleichung gehypt, physische Männer zu Frauen erklärt, usw.

Das alles wird allgemein unter Wokeismus eingeordnet, so verstehe ich es zumindest. Und das ist nicht postiv zu bewerten.

Das sind Schattenseiten, unter denen auch viele Menschen zu leiden haben.

Man kann seinen biologischen Körper (noch) nicht ablegen wie eine Jacke die einem nicht mehr gefällt.
Ein erwachsener Mann wird auch nach einer Umwandlung einen männlichen Körper behalten. Das Skelett, die Muskeln, die Organe, bleiben erhalten. Man bekommt auch keine weiblichen Organe und kann Kinder zeugen. Und wenn man es sich hinterher anders überlegt, ist man verstümmelt.
Und bei Jugendlichen die Pubertätsblocker nehmen, verschiebt sich nicht die Zeit es sich zu Überlegen, sie werden niemals erwachsen und müssen mit diesen körperlichen Schäden dann leben.

Und diese ganzen Schattenseiten werden selten beleuchtet.

Warum sind Dir, Zwurg, diese Schattenseiten so wichtig?

Wir reden nicht von einem Massenphänomen, von dem 20 Prozent der Bevölkerung oder der jungen Menschen betroffen wären. Es sind ein paar Hundert, Tausend unter Millionen. Was hat an dieser Thematik soviel Gewicht, dass es Dir so nahe geht?

Eine kleine Teilantwort habe ich bereits parat. Ich denke, den meisten, die das bekümmert, fühlen sich deswegen dadurch beeinträchtigt, weil mit den Diskussionen um Unisex-Toiletten oder Pronomen die Thematik in ihren alltäglichen Lebensbereich hineingreifen.

Da ist ganz sicherlich einiges über ein maßvolles Ziel hinausgeschossen. Und somit trifft es auch ganz gut, wie Wiktionary das Wort "Wokismus" erklärt:

Zitat
Bedeutung:
- meist abwertend: starke (auch übertriebene) Aufmerksamkeit betreffend Diskriminierung und entsprechender politischer Einsatz

Synonym:
- Wokeness
Quelle: Wiktionary (https://de.wiktionary.org/wiki/Wokismus#:~:text=Bedeutungen%3A,%5B1%5D%20Wokeness)

Da gibt es Gruppen, die sich für die Belange diskriminierter Menschen einsetzen, und die diese Belange benennen, und manchmal für wichtiger halten als andere Probleme in der Gesellschaft und deswegen der Eindruck entsteht - je nach Sichtweise ggf. auch berechtigt -, dass sie über das Ziel hinausschießen.

Ja, es ist schwierig, sich als offenherziger Mensch für die Belange benachteiligter Gruppen einzusetzen und dabei die Belange anderer Mitmenschen noch immer gleichermaßen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Immerhin ist es nicht völlig verkehrt, auf Benachteiligungen zu achten und diese zu benennen. Wir wären froh, wenn man das mal für uns rocktragende Männer machen würde, die wir nix anderes tun und fühlen wollen, als einfach nur Röcke zu tragen.

Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, dass man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?

Das Ganze läuft für mich einen vollkommen falschen Weg.

Ich denke das ist der Grund warum wir eine solche Spaltung der Gesellschaft haben.

Das genau ist der Punkt. Warum fällt das so schwer zu fördern: Es ist okay, wie Du bist! ?

Doch, das wird gefördert z.B. bei den Kindergartenkindern, sofern sie Mädchen sind. Oder jungen Frauen wird das vermittelt.

Das Problem ist die verkrustete Männlichkeit, die immer noch ein Soll von Männern abfordert. Wenn sie das nicht erfüllen, werden sie nicht als volle Männer gewertet und fliehen aus der Männlichkeit. Oder verharren in ihr, aber depressiv, weil sie nicht ermuntert werden, dass sie auch jenseits der verkrusteten Männlichkeit vollwertige Menschen sein dürfen.

Schaut Euch um, die ganze Führungs- und Machtelite in unserem Bruderland USA besteht aus einflussreichen Männern. Wo sind da Frauen an ähnlichen Stellen? Durch solche Vorbilder bleiben verkrustete Männlichkeitsbilder in ihrer Kruste stecken und haben keine Chance, mit der Botschaft bereichert zu werden: "Mann, es ist okay, wie Du bist. Entfalte Dich, entdecke Deine Potenziale!"

Stattdessen wird von Männern erwartet, sich armeeartig den Altvorderen unterzuordnen, die eingetretenen Pfade schön brav nicht zu verlassen, und wer es doch tut, wird nicht für voll genommen. Das ist die Botschaft, die die ganzen Musks, Trumps, Putins und Gefolgsleute aussenden.

Die Männlichkeit steckt fest in einer Sackgasse. Und wenn niemand dagegen hält, zementiert sich das noch mehr.

Dass Männer in einer Männlichkeitsfalle stecken, ist eine erste, zaghaft formulierte Erkenntnis u.a. der "Gender Studies". Aber das will ja keiner wahrhaben. Stattdessen tappen die angeblich privilegierten Männer weiter auf den eingetretenen Pfaden und fühlen sich noch nicht einmal benachteiligt. Sie opfern ihre Freiheiten zugunsten eines versprochenen Anerkanntwerdens durch Einhaltung der Symbole von Männlichkeit. Oder sie fliehen aus dem Mannsein.

"Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, dass man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?"

Das alleine wird den Phänomenbereich "queer" oder "trans" nicht beseitigen. Aber den Groll darüber könnte es reduzieren.

Und dass "queer" oder "trans" unsere Gesellschaft spaltet, ist zu weit hergeholt. Sich darüber aufzuregen, spaltet die Gesellschaft schon eher. Aber warum? Es ist ein kleiner Anteil der Bevölkerung, den das persönlich betrifft.

Das Machtstreben einzelner Interessen aber spaltet die Bevölkerung. Und das sind weniger die Politiker, jedenfalls hierzulande die meisten nicht. Es sind die Meinungsmacher, die dadurch ihre Interessen wahren und Profite vermehren. Und die meisten davon sitzen außerhalb Europas.

Wir alle, die wir hier im kleinen Kreise mitdiskutieren, sind ein kleines Beispiel davon, dem macht-geleiteten Männlichkeitsbild eine weitere Note zu verleihen. Wir sollten uns nicht hinter Mauern zurückziehen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 15:04
Auch wenn ich gerade ein trübes Bild gezeichnet habe, weshalb sich am eingefahrenen Männlichkeitsbild so schwer was verändern lässt, so bin ich zuversichtlich, dass es sich allmählich ändert. Schon alleine wir sollten nicht daran kapitulieren. So zeigt es sich ja doch, dass es nicht unrüttelbar ist und sich manches anders gestalten lässt trotz gesellschaftlichen Erwartungsdrucks. Wir sollten unbeirrt weiter machen. Und vielfach ist es ja nur hauptsächlich die Kleidung, die uns am meisten dran stört am Männlichkeitsbild. Wir sind Mosaiksteinchen davon.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 16:22
 Am Männlichkeitsbild hat sich in meinen Augen die letzten 30 Jahre wenig geändert.

Ich hab mal Ende der 90iger Anfang der 2000er eine Aufbruchstimmung wahrgenommen.
Das Entstehen des KTV Forums und dieses hier. Da ging es um Rock und alternative Kleidung für den Mann.
Ich erinnere mich an Stammtische und Treffen im Monatlichen teilweise im 14 täglichen Rythmus in München.
Ich erinnere mich an Medienberichte über die Männerstrumpfhose und den Männerrock. Berichte im TV über Männer im Rock auf der Wiesn, Ferdi bei bei Jürgen von der Lippe.
Bei H&M war der Männerrock im Schaufenster.

Ende der 2000er zerfaserte alles in dem zunehmenden Trans, Homo, was weiß ich - Thema.

Bis heute werde ich immer wieder gefragt, ob ich eine Frau sein möchte oder ich Homosexuell bin.

Nein, es hat mit Klamotten zu tun.

Und in der Realität der Menschen in Deutschland ist das bis heute nicht angekommen. zumindest nicht bei denen denen ich begegne.

Schau dich mal um in irgendeiner Fussgängerzone am Samstag Vormittag. Die Frauen in Hosen sind vielleicht mehr geworden. Abe sonst?

Kein Mensch spricht heute (ausser hier) über andere Männerbilder über einen Männerrock oder eine Männerstrumfhose.

Wenn dann gehts um Trans, oder Divers oder Homosexalität. Und alles was irgendwie dazu zu passen scheint das wird einfach in den gleichen Topf gehauen.

Ein anderes Thema existiert in den Köpfen nicht, weil das andere Thema so laut und ständig in den Medien präsentiert wird.

So zumindest meine Wahrnehmung.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 16:32
Ja, das nennt man Inflation.

LG, Micha
Früher wurde die Inflation aber immer durch Lohnsteigerungen ausgeglichen. Man verkaufte es als Lohnerhöhung, aber in Wahrheit hat es nur die Inflation ausgeglichen.

Aber die Kaufkraft blieb über lange Zeit relativ konstant, erst in den letzen 10 -15 Jahren nimmt sie stetig zu. Ich kenne natürlich auch die Gründe. Es sind einfach die überzogenen Gesetze und Finanzzusagen der Regierungen.

Die Inflation scheint sich aber soweit zu beschleunigen, dass viele Menschen ihr Leben nicht mehr bestreiten können, und dann Abstriche bei wirklich wichtigen Dingen machen.
Es erinnet ein wenig an die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Einerseits eine Zeit voller neuer Inovationen, andererseits auch eine Zeit großer Armut, und politischer Umbrüche. Politikversgaen und das Erstarken der radikalen Kräfte von den linken und rechten Rändern.

Ich bin kein Wirtschaftsexperte. Meiner bescheidenen Meinung nach bewirkt der ständige Wechsel von Preissteigerungen und Lohnanhebungen die Inflation zumindest mit.

Es kommt derzeit aber auch eine Verteuerung der Energie hinzu. Die ist aber auch zu erwarten, denn die fossilen Brennstoffe werden immer teurer, da sie zu Ende gehen, und die erneuerbaren Energiequellen sind noch nicht ausgebaut genug, dass sie alles abdecken könnten. Zudem braucht man auch für diese Kraftwerke Rohstoffe, die nicht erneuerbar sind. Und unser Energiebedarf ist gestiegen, statt zu sinken.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 16:49


Ich bin kein Wirtschaftsexperte. Meiner bescheidenen Meinung nach bewirkt der ständige Wechsel von Preissteigerungen und Lohnanhebungen die Inflation zumindest mit.

Es kommt derzeit aber auch eine Verteuerung der Energie hinzu. Die ist aber auch zu erwarten, denn die fossilen Brennstoffe werden immer teurer, da sie zu Ende gehen, und die erneuerbaren Energiequellen sind noch nicht ausgebaut genug, dass sie alles abdecken könnten. Zudem braucht man auch für diese Kraftwerke Rohstoffe, die nicht erneuerbar sind. Und unser Energiebedarf ist gestiegen, statt zu sinken.

LG, Micha

Ich bin auch kein Wirtschaftsexperte. ich seh die CO² Steuern als Hauptpreistreiber.
Bereits als ich 2024 das letzte Mal Heizöl getankt habe, waren schon 30% CO² Steuern auf dem Heizölpreis integriert. Witzigerweise musste ich darauf noch 19% Mehrwertsteuer bezahlen.  Und in allem was transportiert und hergestellt wird steckt auch die CO² Steuer drin.
Da kein Hersteller oder Transporteur auf diesen Kosten sitzen bleiben will,  enden diese Kosten eim Verbraucher.

Viele Hersteller haben unser Land schon verlassen, weil die Energiekosten unrentabel geworden sind.
Dann werden diese Dinge eben in China und Indien hergestellt, weit günstiger und  dann mit Frachtern die Rohöl verbrennen zu uns gebracht. Da jubeln die Grünen, weil in Deutschland der CO² Austoß gesunken ist, alledings der CO² Austoß der Welt steigt, ebenso wie unsere Kosten.
Leider wird mit den Steuern nicht wirklich etwas sinnvolles gemacht. Wind und Solar Energie werden weit über den Bedarf ausgebaut. Was dann dazu führt, das wir entweder eine Über oder Unterproduktion von Strom haben, dass dn auf dem europäischen Strommarkt ausgeglichen werden muss, aber die Kosten für den Strom in die Höhe treibt.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 16:54
Ich meine auch, dass das Gender-Thema überbewertet wird bzw. ein kleiner Teil davon. Großenteils geht es in den Gender-Studies um die beiden biologischen Geschlechter und wie sie sich gesellschaftlich zeigen und behandelt werden. Es geht um Genderrollen von Männern und Frauen, um Gender(un)gerechtigkeit, um Machtverhältnisse, um Einkommensunterschiede usw. Queere Genderkonstrukte sind auch Thema, aber nicht so zentral, wie die, die das Wort "Gender" als Feindbild vor sich hertragen.
Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies (https://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies) 

Dass genderqueere Menschen es schwer in vielen Gesellschaften haben, ist klar. Man denke nur an den § 175 im deutschen StGB. Dass die Probleme, die wir Männer mit der Akzeptanz unseres Rocktragens haben, auch von dort her kommen, ist auch klar. Insofern sind wir in den Augen vieler Menschen auch genderqueer, insofern als wir kleidungsmäßige Gendernormen missachten. Wenn wir eine solche Zuordnung als Problem betrachten, ist das auch eine Folge der langen Diskriminierung von Menschen, die nicht männlich oder nicht binär sind. Diese Diskriminierung und die Angst, diskriminiert zu werden, steckt uns in den Nerven. Deshalb distanzieren wir uns gerne davon, und wollen weder als weiblich, noch als nichtbinär gelesen werden.

Dass nun aber ein Großteil der Menschen inzwischen gelernt hat, Frauen und Genderqueere zu respektieren und als Teil der Gesellschaft zu akzeptieren und uns rocktragende Männer deshalb auch respektiert und akzeptiert, empfinde ich als angenehm. Du Zwurg empfindest es als unangenehm, zusammen mit Frauen und Genderqueeren  akzeptiert zu werden. Oder?

Und ich empfinde jeden Angriff auf Frauen und Genderqueere aus der Motivation, sich eine männliche und binäre Oberhoheit über die, die nicht männlich und die, nicht nicht binär sind, zu wünschen, als Angriff auf mich selbst, auch wenn ich männlich und binär bin. Denn die Gesellschaft von Menschen, die mich als genderqueer ansehen und akzeptieren ist mir lieber als die von Menschen, die mir ihr Männlichkeitsbild aufzwingen wollen und mich ansonsten nicht akzeptieren und respektieren, ja noch nicht mal tolerieren.

Davon abgesehen treffe ich auch immer wieder Menschen, die mich als rocktragenden Mann respektieren und akzeptieren, ohne mich als genderqueer anzusehen. Eigentlich ist das wohl auch die Mehrheit. Nee, die eigentliche Mehrheit sind die, die mich einfach so nehmen wie ich bin, ohne das zu thematisieren, dass ich Röcke trage.

LG, Micha

 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 17:04


Ich bin kein Wirtschaftsexperte. Meiner bescheidenen Meinung nach bewirkt der ständige Wechsel von Preissteigerungen und Lohnanhebungen die Inflation zumindest mit.

Es kommt derzeit aber auch eine Verteuerung der Energie hinzu. Die ist aber auch zu erwarten, denn die fossilen Brennstoffe werden immer teurer, da sie zu Ende gehen, und die erneuerbaren Energiequellen sind noch nicht ausgebaut genug, dass sie alles abdecken könnten. Zudem braucht man auch für diese Kraftwerke Rohstoffe, die nicht erneuerbar sind. Und unser Energiebedarf ist gestiegen, statt zu sinken.

LG, Micha

Ich bin auch kein Wirtschaftsexperte. ich seh die CO² Steuern als Hauptpreistreiber.
Bereits als ich 2024 das letzte Mal Heizöl getankt habe, waren schon 30% CO² Steuern auf dem Heizölpreis integriert. Witzigerweise musste ich darauf noch 19% Mehrwertsteuer bezahlen.  Und in allem was transportiert und hergestellt wird steckt auch die CO² Steuer drin.
Da kein Hersteller oder Transporteur auf diesen Kosten sitzen bleiben will,  enden diese Kosten eim Verbraucher.

Viele Hersteller haben unser Land schon verlassen, weil die Energiekosten unrentabel geworden sind.
Dann werden diese Dinge eben in China und Indien hergestellt, weit günstiger und  dann mit Frachtern die Rohöl verbrennen zu uns gebracht. Da jubeln die Grünen, weil in Deutschland der CO² Austoß gesunken ist, alledings der CO² Austoß der Welt steigt, ebenso wie unsere Kosten.
Leider wird mit den Steuern nicht wirklich etwas sinnvolles gemacht. Wind und Solar Energie werden weit über den Bedarf ausgebaut. Was dann dazu führt, das wir entweder eine Über oder Unterproduktion von Strom haben, dass dn auf dem europäischen Strommarkt ausgeglichen werden muss, aber die Kosten für den Strom in die Höhe treibt.

Tja, dann sollten wir weniger CO2 produzieren, dann bräuchten wir dafür auch keine Steuern zu zahlen.

Bsp.: Wir haben hier in Bonn derzeit eine stillgelegte Autobrücke. Da habt Ihr sicher alle von gehört. 100.000 Autos, die meisten davon Privat-PKW, fahren da sonst täglich (!) drüber. Jetzt müssen die über andere Brücken und Fähren ausweichen. Großes Drama! Mich tangiert das recht peripher, da ich kein Auto habe. Ich fahre mit Bussen und Bahnen. Auch da gibt es Streckenstilllegungen wegen Baustellen. Und Busse und Stadtbahnen stehen manchmal in dem durch PKW verursachten Stau.

In diesbezüglichen Nachrichten im ÖRR ist fast nie davon die Rede, dass die Ursache der Staus und des großen Dramas der Brückensperrung vor allem an einem Zuviel von Autos liegt. Da habe ich dann auch mal was zu meckern am ÖRR.

In Bonn war ja lange eine grüne OB, die jetzt abgewählt wurde, weil die grüne Politik den Autofahrern nicht gefallen hat. Ja, die Tschechen haben ihre Motoristen-Partei. So was brauchen wir gar nicht. Der Deutsche an sich sieht die Fortbewegung im eigenen PKW als Menschenrecht an, egal, welche Schäden dieser massenhaft sorglose Umgang mit dem Auto mit sich bringt.

Wir könnten so viel CO2 einsparen, indem wir weniger Auto führen und auch indem wir langsamer führen. Aber selbst ein Tempolimit auf den Autobahnen scheitert an der o.g. Vorstellung des Autofahrens als Menschenrecht.

Oh Mann, jetzt bin ich aber vom Threadthema ein wenig weit abgeschwiffen oder abgeschweift. Sorry!

Aber es hängen so viele Themen miteinander zusammen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.06.2026 17:42
Bis heute werde ich immer wieder gefragt, ob ich eine Frau sein möchte oder ich Homosexuell bin.

Nein, es hat mit Klamotten zu tun.

Und in der Realität der Menschen in Deutschland ist das bis heute nicht angekommen. zumindest nicht bei denen denen ich begegne.

...

Kein Mensch spricht heute (ausser hier) über andere Männerbilder über einen Männerrock oder eine Männerstrumfhose.

Wenn dann gehts um Trans, oder Divers oder Homosexalität. Und alles was irgendwie dazu zu passen scheint das wird einfach in den gleichen Topf gehauen.

Ein anderes Thema existiert in den Köpfen nicht, weil das andere Thema so laut und ständig in den Medien präsentiert wird.

So zumindest meine Wahrnehmung.

Ja, ich weiß, das kann nerven.

Aber vor den 2000ern wurde ich das auch schon gefragt (lieber Frau werden oder schwul) und das ganz häufig und offensiv, mit Vorwürfen und laut, quer über die Straße hinweg und quer durch die Fußgängerzone. Das gibt es heute so nicht mehr. Da bin ich sehr froh darüber.

Die Gesellschaft ist insgesamt toleranter geworden. Das war früher viel verschrobener.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 17:51

Tja, dann sollten wir weniger CO2 produzieren, dann bräuchten wir dafür auch keine Steuern zu zahlen.

Bsp.: Wir haben hier in Bonn derzeit eine stillgelegte Autobrücke. Da habt Ihr sicher alle von gehört. 100.000 Autos, die meisten davon Privat-PKW, fahren da sonst täglich (!) drüber. Jetzt müssen die über andere Brücken und Fähren ausweichen. Großes Drama! Mich tangiert das recht peripher, da ich kein Auto habe. Ich fahre mit Bussen und Bahnen. Auch da gibt es Streckenstilllegungen wegen Baustellen. Und Busse und Stadtbahnen stehen manchmal in dem durch PKW verursachten Stau.

In diesbezüglichen Nachrichten im ÖRR ist fast nie davon die Rede, dass die Ursache der Staus und des großen Dramas der Brückensperrung vor allem an einem Zuviel von Autos liegt. Da habe ich dann auch mal was zu meckern am ÖRR.

In Bonn war ja lange eine grüne OB, die jetzt abgewählt wurde, weil die grüne Politik den Autofahrern nicht gefallen hat. Ja, die Tschechen haben ihre Motoristen-Partei. So was brauchen wir gar nicht. Der Deutsche an sich sieht die Fortbewegung im eigenen PKW als Menschenrecht an, egal, welche Schäden dieser massenhaft sorglose Umgang mit dem Auto mit sich bringt.

Wir könnten so viel CO2 einsparen, indem wir weniger Auto führen und auch indem wir langsamer führen. Aber selbst ein Tempolimit auf den Autobahnen scheitert an der o.g. Vorstellung des Autofahrens als Menschenrecht.

Oh Mann, jetzt bin ich aber vom Threadthema ein wenig weit abgeschwiffen oder abgeschweift. Sorry!

Aber es hängen so viele Themen miteinander zusammen.

LG, Micha

Ich bin in diesem Punkt ganz grundsätzlich anderer Meinung als du.
Sehr viele Menschen sind auf ihren PKW täglich angewiesen. Meist handelt es sich um ältere Benziner wie in meinem Fall.
Ich kann öffentlich vielleicht mit dem Zug nach München oder Mühldorf fahren, wasich früher auch gemacht, habe, wenn mich der Weg täglich dort hin geführt hat. Überall anders kommst du nirgends öffentlich hin, bzw. mit extremen Mehr an Zeitaufwand. Bsp habe ich lange in Waldkraiburg gearbeitet. Nur 20 km von mir daheim entfernt. Würde ich dort öffentlich hinwollen, bräuchte ich 1,5 Stunden und wäre dann an einem Bahnhof 3km von meinem Arbeitsplatz entfernt.
Was du sagst funktioniert nur für Menschen wie dich in der Großstadt. Und all die anderen?
Ich fahre im Sommer oft mit dem E-Rad zur Arbeit, aber nicht wenn es regnet und auch nicht im Winter. Öffentliche Verkehrsmittel dorthin gibt es überhaupt nicht. Also bin ich schon auf ein KFZ angewiesen.
Und überall woanders, wo ich gerne hinmöchte, bsp. um Freunden zu begegnen fährt auch kein öffentliches Verkehrsmittel, oder ich müßte ein Vielfaches mehr Zeit einplanen und mich an einem Bahnhof abholen lassen. Wozu der andere wieder ein KFZ bräuchte.
Und so geht es vielen die an der Peripherie wohnen und in die Städte müssen um dort zu arbeiten. Sie können sich die Mieten in den Innenstädten oft auch nicht leisten.
So finde ich es eine ziemliche Dreistigkeit von dir so daher zu reden.
Glaubst du die Leute fahren alle zum Spaß mit ihren Autos durch die Gegend?
Und wenn du mir jetzt mit der Alternative E-Auto kommst, dann muss ich dir aus meiner Sicht als Elektrofachman sagen, dass es auf Jahrzente nicht möglich sein wird das alle E-Autos fahren können und sich sogar noch ein Wärmepumpe einbauen.
Das Netz existiert nicht und wird es zu unseren Lebzeiten wahrscheinlich niemals geben. Das würde mindestens eine Verdoppelung wenn nicht gar eine Verdreifachung des Netzes bedeuten, in der Infrastruktur und in der Stromerzeugung,
Und dass sind so exorbitante Kosten, wo soll das Geld dafür herkommen?
Genau diese Phantasterien von technischen und wirtschaftlichen Idioten ruinieren uns alle, treiben die Menschen in die Armut und die Wähler in die Arme von Parteien wie der AfD.
 Da streite ich mit einem Grünen Parteimitglied und lieben Freund von mir auch immer wieder.
Ein lieber Mensch, sehr engagiert, aber von Technik so viel Ahnung wie eine Kuh vom Fahrradfahren.
Für den sind Habeck und Baerbock Lichtgestalten. Für mich sind solche Menschen der Untergang Deutschlands.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: high4all am 12.06.2026 22:18
Für mich sind solche Menschen der Untergang Deutschlands.
Geht´s nicht ein paar Nummern kleiner? Ohne maßlose Übertreibung?

Mit ein wenig mehr Selbstverantwortung für das eigene Leben.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 22:22
Lieber Zwurg,

ich glaube gar nicht, dass wir so sehr verschiedener Meinung sind.

1. Sprach ich von dem Ballungsgebiet, in dem ich wohne, mit einem zwar nicht erstklassigen, aber doch guten ÖPNV-Angebot. Ich meine nicht ländliche Gebiete, die ich sehr wohl kenne, wo dreimal am Tag ein Bus durchs Dorf fährt.

2. Halte ich unser ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum für suboptimal. Aber der Einsatz von Bussen muss sich auch für die Unternehmer lohnen. Wenn die Menschen lieber voll flexibel im eigenen Auto fahren, fahren die Busse leer durch die Gegend. Das ist wie mit Lebensmittelläden in den Dörfern, die es kaum gibt, weil die Leute lieber mit ihrem PKW zum km entfernten billigeren Supermarkt fahren, wo sie evtl. auch auf dem Weg von der Arbeit eh vorbei kommen. In Ägypten, so habe ich es erlebt, kommt man mit Minibussen in jedes Dorf. Aber man muss auch Zeit mitbringen, vor allem, weil die erst losfahren, wenn der Wagen voll ist.

3. Von Elektroautos habe ich nicht geschrieben. Die sind zwar ein kleines Übel, zumindest für mich als Anwohner einer Hauptverkehrsstraße, aber verbrauchen auch seltene Rohstoffe und produzieren genau so viel Reifenabrieb-Mikroplastik wie die Verbrenner. Davon spricht fast nie jemand. Aber was macht schon die Plastikvergiftung von Boden, Luft, Wasser und Organismen (inkl. der, die wir essen und dadurch unserer eigenen Körper) gegen das Menschenrecht, im eigenen Auto zu fahren?

Ich glaube, wenn das Angebot vom ÖPNV so wäre, dass Du damit vielleicht etwas langsamer, aber dennoch grundsätzlich Deine täglichen Fahrten unternehmen könntest, würdest Du ihn auch wählen und Dein Auto zu Hause lassen oder abschaffen. Allerdings glaube ich auch, dass viele - viel zu viele - es nicht freiwillig machen würden.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 23:29
Lieber Zwurg,

ich glaube gar nicht, dass wir so sehr verschiedener Meinung sind.

1. Sprach ich von dem Ballungsgebiet, in dem ich wohne, mit einem zwar nicht erstklassigen, aber doch guten ÖPNV-Angebot. Ich meine nicht ländliche Gebiete, die ich sehr wohl kenne, wo dreimal am Tag ein Bus durchs Dorf fährt.
Ich kenne zwar Bonn nicht, aber ich bin mir sicher, dass es auch dort Gebiete ausserhalb der Stadt mit weniger öffentlicher Verkehrsanbindung gibt. Menschen haben einen Grund ein Auto zu besitzen und damit zu fahren. Ich bin in meinem Leben sehr viel mit dem Auto gefahren 80 % davon zur Arbeit und 20% zu privaten Zwecken. Und oft mit den Firmen Autos nach München, diese waren nicht immer als Firmenautos erkennbar. Und ich hab mich auch immer gewundert wohin die Autos alle wollten., wenn sich der Verkehr in die Stadt hinein staute. Ähnlich wie ich kamen sie aus den Randgebieten und wollten zum Arbeiten in die Stadt.

Zitat

2. Halte ich unser ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum für suboptimal. Aber der Einsatz von Bussen muss sich auch für die Unternehmer lohnen. Wenn die Menschen lieber voll flexibel im eigenen Auto fahren, fahren die Busse leer durch die Gegend. Das ist wie mit Lebensmittelläden in den Dörfern, die es kaum gibt, weil die Leute lieber mit ihrem PKW zum km entfernten billigeren Supermarkt fahren, wo sie evtl. auch auf dem Weg von der Arbeit eh vorbei kommen. In Ägypten, so habe ich es erlebt, kommt man mit Minibussen in jedes Dorf. Aber man muss auch Zeit mitbringen, vor allem, weil die erst losfahren, wenn der Wagen voll ist.
Ich weiß nicht wie das funktionieren soll, wenn ich auf den Kleinbus aus der Nachbarschaft warten soll, wenn ich irgendwo hin muss, die Zeit hat in unserem Deutschland niemand, in fast jedem betreib musst du nach der Stempeluhr und nach Terminen arbeiten. Bist du zum Termin nicht da gibts Ärger.
Ich kann mir also einen solchen ÖNPV Verkehr nicht vorstellen, wie du ihn beschreibst.
Zitat
3. Von Elektroautos habe ich nicht geschrieben. Die sind zwar ein kleines Übel, zumindest für mich als Anwohner einer Hauptverkehrsstraße, aber verbrauchen auch seltene Rohstoffe und produzieren genau so viel Reifenabrieb-Mikroplastik wie die Verbrenner. Davon spricht fast nie jemand. Aber was macht schon die Plastikvergiftung von Boden, Luft, Wasser und Organismen (inkl. der, die wir essen und dadurch unserer eigenen Körper) gegen das Menschenrecht, im eigenen Auto zu fahren?
Das stimmt natürlich, das hab ich geschrieben.
Es geht nicht um ein Menschenrecht Auto fahren zu dürfen, es geht um Zeit und Effektivität, das ein Mensch zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wenn die Bürger keine Autos mehr haben, wird all dass, das die Autofahrer in den letzten 7 Jahrzehnten geschaffen haben vergehen. Dann müssen wir wieder leben wie vor 100 Jahren. Wer will das wirklich? ich nicht.
Zu meiner Elektriker und Bauleiter Zeit bin ich exterm viel gefahren zu den Baustellen, meist im Ballungsraum München. Mein Vater hat für eine Rohrleitungsbaufirma gearbeitet und ist jeden Tag durch halb Bayern mit seinem Auto zu den Baustellen gefahren, wo die Gasleitungen verlegt wurden.
Das sind all die kleinen Tätigkeiten von kleinen Menschen die das Deutschand schufen in dem wir heute leben. Ohne Gas keine Industrie, keine Arbeitsplätze, ohne Strom wärs kalt und finster und die Segungen der modernen Welt wären nutzlos. und so gibts weitere viele Dinge die notwendig sind, wo die Menschen gebraucht werden und von zu Hause mit ihren Autos hinfahren.
Zitat
Ich glaube, wenn das Angebot vom ÖPNV so wäre, dass Du damit vielleicht etwas langsamer, aber dennoch grundsätzlich Deine täglichen Fahrten unternehmen könntest, würdest Du ihn auch wählen und Dein Auto zu Hause lassen oder abschaffen. Allerdings glaube ich auch, dass viele - viel zu viele - es nicht freiwillig machen würden.

LG, Micha

wenn ich langsamer aber sicher zu meinen Zielen gelangen könnte, würde ich es vielleicht als Rentner in Anspruch nehmen, wo ich mehr Zeit habe. Aber wie gesagt, glaube ich nicht, dass es zu meinen Lebzeiten ein solches Angebot geben wird. Vielleicht gibt es einmal Robotertaxis die zu einem annehmbaren Preis ein Auto ersetzen können. Das wäre ein Grund mein Auto aufzugeben.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 12.06.2026 23:38
Für mich sind solche Menschen der Untergang Deutschlands.
Geht´s nicht ein paar Nummern kleiner? Ohne maßlose Übertreibung?

Mit ein wenig mehr Selbstverantwortung für das eigene Leben.
Reine Ideologen ohne Bildung oder Erfahrung in den Dingen die sie entscheiden, sind immer eine Katastrophe. Sie kümmern sich nicht um die Kosten und Folgen ihrer Entscheidungen. Sie verschenkten bedenkenlos deutsches Steuergeld in alle Welt, ohne an die Menschen zu denken, die es mit ihrem Schweiß erarbeiten mussten. Sie stellten Weichen, die tausende von Arbeitsplätzen kosteten.
Das finde ich ist keine maßlose Übertreibung.

Die Selbstverantwortung für mein Leben und die Tätigkeiten musste ich immer übernehmen. Ich musste alles selbst erarbeiten und Verantwortung für meine Mitarbeiterund meine Aufgabenfelder übernehmen, dafür habe ich mich ständig fortgebildet.
Ich hab mir niemals angemaßt klüger zu sein, als andere in ihren Fachbereichen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.06.2026 23:59
Natürlich, lieber Zwurg, müssen wir das Tempo herausnehmen aus unserer Gesellschaft. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten zunehmend abhängig gemacht von der Möglichkeit, in diesem hohen Tempo zu leben.
Natürlich kann man sagen, das wolle man nicht, man wolle weiterhin so leben, das man in seine 80 Lebensjahre so viel wie möglich hineinpacken kann. Oder man kann unter dem Druck leben, da mithalten zu müssen, um nicht abgehängt zu werden.
Man kann weiterhin so tun, als habe die Erde unendliche Ressourcen für dieses Leben.

Du sprichst vom Untergang Deutschlands durch zwei einzelne Politiker. Ich rede vom Untergang der Menschheit durch Milliarden von Menschen, die grenzenlos Ressourcen verbrauchen wollen.

Willst Du wirklich nicht so leben, dass auch noch viele Generationen nach uns auf diesem Planeten gut leben können?

Mein Bruder ist 1979 in ein Dorf gezogen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass er ohne Auto dort aufgeschmissen ist. Er hatte nur ca. 15 km zur Arbeit, und da fährt sogar ein Bus alle zwei Stunden oder so. Aber das passte natürlich nicht in den Rhythmus, der ihm vorgegeben war. Und er dachte auch nie darüber nach, dass es so sein könnte.
Und ich lebe an einer Straße, über die 20-30.000 Autos pro Tag direkt vor unserer Haustüre vorbei fahren. Unsere vor etwas über 10 Jahren neu gestrichene Hauswand sieht fast aus, als sei ein Vulkan in der Nähe ausgebrochen, vor lauter Feinstaub. Wir haben Risse im Haus wegen der LKW.
Bei meinem Bruder fahren in der Woche, ja im Monat weniger Autos durch die Straße, in der er wohnt, als bei uns am Tag.
Einer wie ich fährt nicht vor seiner Haustür her. Tausende wie er fahren vor unserer Haustür her.
Als das Haus, in dem ich wohne, gebaut wurde, waren die Menschen auf der Straße noch zu Fuß unterwegs oder in Kutschen oder auf Pferden. Um den Dreh rum fuhr Karl Benz in seinem Motorwagen seine ersten Strecken.

Wenn all die Menschen, von denen Du sprichst, so ungerne Auto fahren, warum tun sie nichts dafür, dass dieser Zwang aufhört? Wo sind die Demonstrationen gegen den Autofahrzwang?

Eine Freundin sagte zu mir, wir Menschen seien ein Kollateralschaden der Natur und wir bauten gerade am neuen Turm zu Babel. Ich widerspreche ihr gerne, wenn wir diskutieren, aber da fiel mir kein Gegenargument ein.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 13.06.2026 05:52
Ich versteh nicht ganz von welchem Tempo du sprichst.
Natürlich hätte ich Zeit meines Lebens auch gerne andere Dinge getan, ich hätte gerne schon früher so einen Job gehabt wie ich ihn jetzt habe. ich hab den Job angenommen, weil ich da mit dem Fahrrad hinfahren kann, weil der Druck dort weniger hoch ist als in der freien Wirtschaft. Wei es einfach nett ist mit den anthroposophischen Kollegenund unseren Betreuten.
Die Dinge die ich gearbeitet habe oder die mein Vater getan hat, waren sehr nützlich für unsere Gesellschaft.
Auch wenn wir unseren Preis dafür bezahlt haben mit allerlei gesundheitlichen Problemen.
Es gäbe das Haus nicht in dem ich jetzt lebe, wenn mein Vater es nicht gebaut hätte, ich könnte später nicht von meiner Rente leben, hätte ich nicht gespart.
Die meisten meiner Freunde leben zur Miete, da bleibt am Ende nicht viel übrig. Die rackern täglich um im Monat über die Runden zu kommen. und natürlich fahren sie mit dem Auto zur Arbeit, was sollten sie sonst tun? Mit dem Fahhrrad würdenn sie den Weg nicht schaffen und öffentlich würden sie nicht dort hinkommen.
Und wir leben nicht alle sehr viel luxuriöser als unsere Eltern. Das meiste geht doch für Wohnen, heizen und Wasser drauf. 21° im Wohnzimmer da bestehe ich im Winter drauf. Niedriger darf es nicht werden.
und ab und zu mal zum Essenfahren oder Sonntag mal einen Ausflug.
Ich bräuchte kein Flugzeug, hab nicht viele Flugreisen gemacht. Ich fahre lieber im Sommer an einen See, mit dem Auto, weil er fast 40 km entfernt liegt.
Ich könnte auch gut ohne die vielen technischen Gadgets leben. Gute einige Dinge sind ganz annehmlich, andere nerven eigentlich nur. Mit dem Stand der Technik der 80iger wäre ich auch zufrieden.

Ich meinte nicht das Deutschland nur wegen zweier Politiker untergeht. Die beiden sind nur symptomatisch für die Entwicklung der letzten Jahre. Aber gerade die zwei sind eben ein besonders rotes Tuch für mich. Auch wenn sie bei den Grünen hoch verehrt werden.
Andernorts bezeichnet man das auch als Spätrömische Dekadenz. Ausserhalb Europas macht das niemand.

Ich und ich glaube auch die meisten anderen Menschen möchten nur in Frieden und Freiheit leben. Und die Freiheit hängt auch am Geld.

Ich mag mich ungerne belehren lassen, wenn ich arbeiten und bezahlen muss möchte ich meine eigenen Entscheidungen treffen.

Ich fürchte die Zukunft, vor allem fürchte ich eine Verarmung im Alter, eine Vereinsamung falls ich mir kein Auto mehr leisten könnte.


Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.06.2026 08:39
Lieber Zwurg,

mit Tempo meine ich eben die Gewohnheit, in 15 Minuten an der Arbeitsstelle zu sein, statt in 30 oder 60. Beispielsweise bräuchte ich mit dem Auto ca. 2 Std. bis Bielefeld - wenn kein Stau oder anderes kommt - mit dem Zug 2 1/2 - 3 1/2 Stunden, je nach Zugtyp. Aber ein Auto wäre eben sehr viel schmutziger und obendrein teurer, wenn man nicht nur das Benzin, sondern alles zählt, vom Kauf über Versicherung bis zur Wartung. Ich kann aber sicher nicht meine Arbeitsbedingungen auf andere übertragen. Ich habe Glück gehabt, was das angeht.

Klar kann sich der Einzelne seine Lebensumstände nicht zu 100% aussuchen. Ich stelle hier auch die Systemfrage.

Ich weiß nicht, was daran spätrömisch-dekadent sein soll, Verantwortung für die Mitwelt zu übernehmen. Wenn das woanders niemand macht, besiegelt das den Untergang der Menschheit und vorher vieler anderer Arten. Stichwort: Kollateralschaden.

Luxuriöser als meine Eltern lebe ich insofern, als ich nicht meine Gesundheit auf der Arbeit ruinieren muss. Mein Vater hatte sich beim Abspringen auf den Schotter beim Rangieren bei der Eisenbahn die Knöchel kaputt gemacht.

Wir beide werden das Problem jetzt nicht lösen. Aber es ist wertvoll, darüber zu reden bzw. zu schreiben.

LG, Micha




Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 13.06.2026 09:11
Ich weiß nicht, was daran spätrömisch-dekadent sein soll, Verantwortung für die Mitwelt zu übernehmen. Wenn das woanders niemand macht, besiegelt das den Untergang der Menschheit und vorher vieler anderer Arten. Stichwort: Kollateralschaden.

LG, Micha
Dekadent nenne ich es zu beschließen, eine bestehende, funktionierende Infrastruktur zu zerstören, und sie durch eine weder technisch noch wirtschaftlich funktionierende Infrastruktur zu ersetzen. Die Hamburger haben es für 2035 beschlossen, der Rest der Bundesrepublik bis 2045. Und funktioniern soll das nur mit Wind und Sonne. Wobei jedes Kind weiß dass nicht immer die Sonne scheint und nicht immer der Wind weht. Speicher gibt es keine und wird es auch in 20 Jahren nicht geben, das man damit die Wintermonate überbrücken könnte. Aber es gibt Politiker die Versprechen es zum Preis einer Kugel Eis. Und ich wage zu behaupten, soviel Eis kann kein Mensch essen, was das kosten wird.

Es muss also ein 3. Energieform vorhanden sein, Atomkraft darf es nicht sein, Kohle (die wir noch hätten) darf es nicht sein, Fusionsenergie existiert noch nicht, also was soll es sein?

Für mich liegt die Lösung in einer weltweiten Methanolwirtschaft.Erzeugt mit Solarkraftwerken in den Wüsten der Äquatorzonen dieses Planeten. Man braucht dazu keine seltenen Erden, mann muss nicht die Landschaften auf Jahrhunderte zerstören um Lithium, Kupfer und Bauxit zu fördern, man braucht kein Erdöl um Kabelisolierung herzustellen.
Nur den Stoff ersetzten, er funktioniert in jedem Benzin Auto, man kann den Stoff in beliebiger Menge dem Benzin zumischen, was den Übergang erleichtern würde. Es gäbe keine Tankerkatastrophen mehr, wenn ein Schiff sinkt. Keine giftigen Abgase.  Man kann Methanol sogar in Brennstoffzellen verwenden um leisere Fahrzeuge zu produzieren. Es entsteht kein CO2 bei der Verbrennung das nicht bei der Herstellung bereits gebunden worden wäre. Und es käme die Welt wahrscheinlich weitaus günstiger als der E-Quatsch.

Aber es wird nicht gemacht, weil die großen Kapitalgeber sich bereits auf Batterie und Ladetechnik festgelegt haben. Und weil man die Welt nicht auf deutschem Boden gerettet wird. Erst wenn alles alte zerstört ist, kehrt man vielleicht wieder zurück, um erneut den Reibach zu machen.

Wenn die Welt bei all dem Kriegsgeschrei nicht vorher in Scherben geht.



Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 13.06.2026 09:18
Jetzt sind wir weit vom Thema abgeschweift und wieder einmal stellen wir fest, das wir uns gegenseitig nicht überzeugen können.
Wir beide werden auch nichts ändern.
Und ich glaube ich mag zu dem Thema nicht weiterdiskutieren.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.06.2026 09:54
Jetzt sind wir weit vom Thema abgeschweift und wieder einmal stellen wir fest, das wir uns gegenseitig nicht überzeugen können.
Wir beide werden auch nichts ändern.
Und ich glaube ich mag zu dem Thema nicht weiterdiskutieren.

Das brauchen wir auch nicht, lieber Zwurg. Ich empfinde Dich jedenfalls als respektablen Gesprächspartner. Du erzählst von Deiner Lebenssituation und wie Du von daher zu Deinen Überzeugungen kommst. Das macht es autentisch.

Meine Lebensgeschichte ist recht verschieden von Deiner. Ich bin von klein auf mit Gedanken des Umwelt- und Naturschutzes groß geworden, auch durch den ÖRR mit Sendungen von Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, Horst Stern usw.  Die haben mich gelehrt, die Gesellschaft und unser menschliches Leben kritisch zu betrachten, was den Umgang mit anderen Lebewesen und überhaupt der Natur angeht. Da bin ich schon ganz anders aufgewachsen als meine älteren Geschwister.

LG, Micha

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 13.06.2026 12:34
Grizmek hab ich als Kind natürlich auch gesehen, als Jugendlicher bin ich mit der Landjugend aufgewachsen. Da war der Umweltgedanke natürlich auch sehr present. Vor allem der Protest gegen die Atomkraft. ich erinnere mich an den saueren Regen und die Zerstörung der Oinschicht, an Poster, wie die Welt im Jahr 2000 aussehe würde. Man hat immer sinnvolle Lösungen gefunden und ich kann zumindest in meiner Heimat keinen Unterschied zu den 80er Jahren feststellen.
Ich habe eine Lehre als Elektriker gemacht, mit 20 war ich schon Montageleiter von kleinen Baustellen. Später habe ich bei einem kleinen EVU gearbeitet, der über den Baustrom für das gesamte MUC II Baustellen Gelände, ständig größere Aufträge bekam und sich heute zu einer der größeten Elektrofirmen von Deutschland entwickelt hat. Dort hab ich bis in die 2000er hinein dann Großbaustellen geleitet. Später habe ich Blockheizkraftwerke gebaut und mit geplant. Und wieder später fast ein Jahrzehnt Technical Support in einem Kabelhandelshaus. Und ich habe gelernt wie man Kabel berechnet, wie man Kabel konzipiert, was machbar ist, was nicht und zwangsläufig darüber hinaus, woher der Strom kommt. Ich habe meine Vorgesetzten und Kunden beraten und auf Nachfrage meine Berechnungen belegt.  Über 40 Jahre Jahre hab ich mich befasst was es für Alternativen zur Stromerzeugung gibt.
Und heute kenne ich mich in dem Gebiet relativ gut aus. Auch wenn ich mich nun von der Arbeit her von dem Thema entfernt habe.
Die Sicherheit der Stromversorgung war immer erstes Ziel. Und dieses Ziel sehe ich zu Gunsten anderer Ziele gefährdet. Und das macht mich eben besorgt. Ich kann nicht verstehen, wie man nur so leichtfertig sein kann.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 14.06.2026 00:34
Lieber Zwurg,

möchtest Du jetzt doch weiter diskutieren?

Über Elektrotechnik kann ich indes nicht diskutieren, da ich mich damit nicht auskenne. Ebenso wenig über Methantechnik.

Wie auch immer: Wichtig ist, dass wir einen Umgang mit der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom und anderer Energie finden, der klimaneutral ist. Alles andere ist letztlich zweitrangig.

Und wichtig ist, dass wir einen Umgang miteinander finden, der verschiedene Lebensstile, sofern diese nicht gemeinschaftsschädlich sind, zulässt und nicht die einen den anderen vorschreiben wollen, wie sie sich zu konstruieren haben.

LG, Micha

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 14.06.2026 07:06
Lieber nicht weiter diskutieren.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 14.06.2026 09:41
Einverstanden, lieber Zwurg. Manchmal muss man einfach mal was stehen lassen.


@ alle:

Aber gibt es zum ursprünglichen Threadthema noch was zu sagen?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 15.06.2026 13:05
Ja, Eure Diskussion, Zwurg und MAS, führte weit am Thread-Thema vorbei.
Und doch machte sie ziemlich deutlich, dass da viel Unzufriedenheit mit der Gesellschaft, dem Zeitgeist, dem Wandel und mit der allgemeinen Situation vorhanden ist. Es gibt viele Herausforderungen, die zu bewältigen wären, gesellschaftlich wie politisch.

Vieles in der Welt wäre vielleicht leichter, wenn allgemein mehr Frauen in die wirklichen Entscheidungspositionen kämen. Vielleicht könnte das eine wirkliche Bereicherung sein.

Andererseits ist aber auch ein Mosaikstein der Wirklichkeit, dass der Feminismus ebenso einen gewissen Anteil an den Entwicklungen hat. Also zumindest jene gewissen Stimmen im Feminismus, die darauf abzielen, dass der Phänotyp weiblich in der Gattung Mensch nicht nur auf die Funktion der Gebärmaschine reduziert gesehen werden soll. Feminismus also, der sagt: "Es ist okay, wenn Du, Frau, Dich auf Karriere, Selbstverwirklichung konzentrierst, wenn Du Dich gegen Familie entscheidest".

Neben der Babypille war auch der Weg der Frau weg von Kindern und Küche mit ein Grund, weshalb in den Staaten der "ersten" und "zweiten" Welt, also auch hier in Deutschland, die Geburtenrate stark eingebrochen ist. Feminismus als "Mitschuld" sei hier also durchaus zu nennen. Daneben aber gibt es weltweit auch die Entwicklung - quasi wie ein Automatismus - dass mit Erstarken der Wirtschaftskraft (Wirtschaftswachstum) ein Rückgang der Geburtenraten einher gehen.

Ich hatte gerade auf diesen Effekt im Thread "...soooo cool... (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10397.msg208669)" näher hingewiesen. Zu spüren bekommen wir dies ja im Moment in Deutschland ganz deutlich mit Blick auf die aktuellen Probleme rund um die Sicherung der Renten, Lebensarbeitszeiten und Fachkräftemangel. Diese Probleme reichen ja bis hin zu den Themenfeldern Globalisierung und Migration.

Es ist alles so verdammt eng verzahnt. Und als eine durchaus ernstzunehmende, und schwer überwindbare Quelle von Vorbehalten gegenüber Homosexualität und Transgender (MAS sei Dank für die griffigen Worte für einen weiterreichenden Themenkomplex) ist eben, wie dort im andern Thread festgestellt, quasi notwendigerweise die Kernzelle Familie.

Das mag auf die Gesamtgesellschaft abfärben, und der gesamtgesellschaftliche Druck strahlt auch wieder erneut und weiterhin zurück auf die Kernzelle Familie.



Es gibt aber auch noch ein anderes Dilemma-Feld, aus dem Vorbehalte bis hin zu Hass gegen Homosexualität und Transgender entspringen. Die zweite Quelle lässt sich kurz schematisch zusammengefasst auf nationaler Ebene ansiedeln.

Es geht um die Selbstverteidigung eines Staates, quasi sich selbst zu behaupten im Umfeld der Nachbarstaaten, der politischen Blöcke und im gesamten globalen Kontext: Wirtschaft und Militär!

Schaut Euch um, die ganze Führungs- und Machtelite in unserem Bruderland USA besteht aus einflussreichen Männern. Wo sind da Frauen an ähnlichen Stellen? Durch solche Vorbilder bleiben verkrustete Männlichkeitsbilder in ihrer Kruste stecken und haben keine Chance, mit der Botschaft bereichert zu werden: "Mann, es ist okay, wie Du bist. Entfalte Dich, entdecke Deine Potenziale!"

Stattdessen wird von Männern erwartet, sich armeeartig den Altvorderen unterzuordnen, die eingetretenen Pfade schön brav nicht zu verlassen, und wer es doch tut, wird nicht für voll genommen. Das ist die Botschaft, die die ganzen Musks, Trumps, Putins und Gefolgsleute aussenden.

Die Männlichkeit steckt fest in einer Sackgasse. Und wenn niemand dagegen hält, zementiert sich das noch mehr.

Eingangs hier im Beitrag, an dem ich nun grade schreibe, erwähnte ich den Feminismus als eine Chance, aber auch als Teilhabe an etlichen heutigen Problemfeldern. Hier gehe ich nun auf das ein, was ich - wie eben zitiert - als "verkrustete Männlichkeit" beschrieben habe. Das ist eine große Zwangsjacke, in der wir Männer feststecken.

"Frauen und Kinder zuerst!", dieser Befehl ging mir nicht ganz so einfach in mein Hirn zu akzeptieren, warum diese Bevorzugung. Natürlich mag es ein soziales Anliegen sein, Frauen und Kindern eine Bevorzugung zu gewähren, weil sie als besonders hilfsbedürftig gelten. Zudem gelten Frauen und Kinder eher als die, die nicht mit anpacken können, um eventuell größeres Unheil zu verhindern (auf einem sinkenden Schiff zum Beispiel). Zudem ist es sinnvoll, wenn die Mütter sich um ihre Kinder kümmern, denn Kinder ohne Mütter sind in solchen Gefahrensituationen noch mehr Belastungen ausgesetzt. Alles Punkte, die einem verständlich erscheinen. Den Sinn dahinter muss man aber als Mann erst einmal verstehen - vor allem, wenn man mal selbst in solch eine Situation geraten würde.

"Frauen und Kinder zuerst!" hat aber noch einen anderen Hintergrund. Denn Kinder sind diejenigen, die nach ein paar Jahren selbst wieder entweder als Mütter fungieren können, oder als Anpacker. Ausserdem können gerettete Frauen auch jetzt sofort schon als neue Mütter fungieren. "Frauen und Kinder zuerst" hat also auch noch einen strategischen Hintergrund.

Wenn also die Männer draufgehen bei Krieg oder Katastrophen, dann bleibt wenigstens der Nachwuchs und die potentiell noch werdenden Mütter der Gesellschaft erhalten, um perspektivisch die Wehrkraft und die Wirtschaftskraft zu gewährleisten.

Folglich sind Frauen und Kinder wertvoller für die Langfrist. Für die Kurzfrist müssen Männer sich eben opfern, um diese Langfrist zu sichern.

Und da ist alles, was Wehrkraft und Wirtschaftskraft zersetzen kann, nicht willkommen.

Zum Beispiel Homosexualität im Militär galt als wehrkraft-zersetzend. Dem Schutz von Frauen im Sinne von "Frauen und Kinder zuerst!" war u.a. auch geschuldet, weshalb Frauen lange Zeit nicht ins Militär einziehen durften. Zudem galt die Präsenz von Frauen im Dienst an der Waffe ebenso als wehrkraft-zersetzend. Verteidigung soll sich aufs Verteidigen konzentrieren und nicht mit Liebesgedöns vom Verteidigen ablenken.

Homosexualität und Transgender gelten wegen ihrer programmierten Kinderlosigkeit in Langfrist-Perspektive als wehr- und wirtschafts-zersetzend. Dies gilt es, sich einmal bewusst zu machen. Vielleicht mag dies fast mit biologischer Herleitung unter einer radikal-anmutenden Sichtweise aber dennoch tief verwurzelt in den Gesellschaften stecken, wogegen Homosexualität und Transgender aber immer noch zu kämpfen haben.

Kurzum: Wirtschaft und Militär sind ebenso eine (zwei) Kernzelle(n) für anhaltende Homosexuellen- und Transgender-Feindlichkeit. Dies wirkt sich auf allen Ebenen unseres Zusammenlebens aus.

Deshalb haben Staaten mit starker Fokussierung aufs Militär und/oder starker Fokussierung auf nationalem Protektionismus auch die deutlich rigideren Mittel, Homosexualität und Transgender zu unterbinden.

Geht es militärisch oder wirtschaftlich nicht gut, wachsen auch die Animositäten und die politischen Vorgaben gegen Homosexuelle und Transgender.

Wir hier, die wir als Männer vielfach einfach nur Röcke statt Hosen tragen wollen, sind davon insofern davon betroffen, weil unsere treulose Unartigkeit, Hosen nicht selbstverständlich gefolgsartig zu tragen, mit Homosexualität und Transgender in Verbindung gebracht wird. Und darum reihen sich die Männer ganz unhinterfragt ein in diese Vorgaben, gesellschaftlich am Wehr- und Wirtschaftsvermögen teilhaben zu können, ohne Zweifel an ihrer 'gesellschaftlichen Tauglichkeit' aufkommen zu lassen.

Darum streben alle Männer, die mehr von ihrer Karriere sich erhoffen, nach dem Erscheinungsbild der Altvorderen. Allzuviel Mode, Verspieltheit, Flattern und Bling-Bling, ja und Farbe ist da fehl am Platz. In Wirtschaft und Verwaltung bleibt mit zunehmender Position das Erscheinungsbild des Mannes so ziemlich auf einer Stelle stehen. In Deutschland ist es noch immer der preußisch-militärische Drill, der in die Führungsriegen hineinstrahlt. Aber in anderen Ländern ist das kaum anders. Im Militär sind es die Armeeuniformen. In der Zivilgesellschaft sind es zivile Kopien der Armeeuniformen, in die sich der Mann selbstredend begibt, will er was erreichen.

Der Mann opfert so seine Individualität.

Vielleicht wäre bei all den gesellschaftlichen wie politischen Herausforderungen ein wenig geholfen, wenn
- mehr Frauen in den hierarchischen Strukturen sich befänden
- der Mann mehr Individualität sich trauen würde  zu zeigen

(Nochmals der Link zu dem anderen Quell der Vorbehalte, nämlich der Kernzelle Familie: da (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10397.msg208669) bzw. einige Beiträge schon vorher)
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.06.2026 11:38
Ich danke Dir, lieber Wolfgang, für Deine Ausführungen in diesem und dem "soooo cool"-Thread.

Das ist viel Plausibles ausgesagt. Menschen als Teile von Systemen, denen es um den kollektiven Selbsterhalt in Konkurrenz zu anderen System geht, also Familien, Staaten, Firmen usw., müssen eine Ethik entwickeln, die die eigene Stärke in diesem Konkurrenzkampf fördert und alles bekämpft, was dieser  - real oder vermeintlich - entgegenwirkt. Und insofern es um militärische und wirtschaftliche Konkurrenz geht, handelt es sich um militärische und wirtschaftliche Tugenden, die gefördert und gefordert werden und in diesem Sinne Untugenden, die bekämpft werden.

Durchsetzungsfähigkeit - gegenüber der Konkurrenz, aber auch gegenüber den eigenen, davon abweichenden Intentionen -  und Reproduktion sind dabei wichtige Parameter. In meinem Essay "Mundus bracatus? Nein danke! Plädoyer wider den Hosenzwang" habe ich den Siegeszug der Hose als Männerkleidung eng mit einer Kriegerethik in Verbindung gesetzt  (vgl. https://dress2kilt.eu/s0123.htm (https://dress2kilt.eu/s0123.htm)).

Eine wirtschaftliche Kriegerethik wird auch im ÖRR wie eine Selbstverständlichkeit thematisiert. Die Staaten werden immer wieder als miteinander konkurrierende Wirtschaftsstandorte dargestellt. Und jetzt in Folge des Russland-Ukraine-Krieges kommt auch verstärkt eine militärische Kriegerethik wieder zur Sprache. Die Führer der großen und mächtigen Staaten wie USA, VRC und Russland predigen diese Kriegerethik und setzen sie in ihrem jeweiligen Volk mit Brachialgewalt durch. Die predigen also Homo- und Transphobie und treffen dabei bei Menschen, die diese Ethik von klein auf verinnerlicht habe, auf offene Ohren und Herzen.

Obwohl man natürlich nicht monokausal begründen sollte, hast Du einen wichtigen Grund für die Homo- und Transphobie aufgezeigt, Wolfgang.

Ich ziehe daraus den Schluss, dass wir dringend eine neue Ethik brauchen, eine die nicht den Konkurrenzkampf, sondern die Kooperation zum höheren Wert erklärt und anstrebt. Wenn man bedenkt, dass Nationalismus Regionen miteinander verbunden hat, die vorher oft Kriege gegeneinander führten, dann kann man ihn doch weiterdenken in Richtung einer Menschheit, die die verschiedenen Nationen so miteinander vereint, wie vorher verschiedene Regionen zu Nationen vereint wurden. Zu dieser Ethik gehört es aber auch, dass nicht die uniforme Ein- oder Unterordnung in oder unter ein kriegerisches Kollektiv und eine Reproduktion innerhalb dieses Kollektivs das Ziel sein sollte, sondern eine vielfältige Verwirklichung von menschlichem Potential, damit man auch voneinander lernen kann. Die Biologie zeigt vielfach, dass Monokulturen anfälliger für Krankheiten sind. Multikulturen sind da resilienter. Die Weltgemeinschaft muss also eine in sich vielfältige sein, wobei nationale oder ethnisch Unterschiede da mit von der Partie sind, aber auch individuelle Unterschiede. Wichtig dabei ist, dass nicht der Egoismus diese Individuen gegeneinander aufhetzt, sondern dass sie Rücksicht aufeinander nehmen und sich als Gemeinschaft im Blick haben, eine vielfältige, bunte Gemeinschaft, keine uniforme, aber eben kein Nebeneinander von Individuen und Kleinkollektiven, sondern ein Miteinander und Füreinander.

Das ist keine neue Idee, die ich da aufbringe. Menschen haben ihre Ethiken immer wieder neuen Herausforderungen angepasst und weiter entwickelt. Die universalen Ethiken der Universalreligionen sind solche Produkte, als Antwort auf sich verändernde Lebensbedingungen zur Zeit ihrer Entstehung. Und es gab immer wieder Rückentwicklungen.

Jedenfalls ins diese beiden Entwicklungsrichtungen, also die zu einem Miteinander und Füreinander aller Menschen und die zu einem Gegeneinander der Nationen, Firmen, Familien, im Wettstreit miteinander. Ich weiß, welcher Entwicklung ich den Sieg wünsche. Mein Rocktragen mag als Symbol für eine friedliche Welt gesehen werden.

LG, Micha     
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 16.06.2026 12:13
So langsam nähern wir uns dem eigentlichen Thema, dem WDR-Bericht.
Es sind aber nicht nur USA, China und Russland mit der Kriegsrhetorik, sondern ganz ausgeprägt die EU, die ein zusätzliches, eigenes Kriegsheer gründen will und die hiesige Politik, die "Unserland" kriegstüchtig machen will. In diesem Thema wie auch im Startthema gibt es berechtigte Kritik an den Beiträgen des ÖRR.
Wie schon gesagt, werden im Bericht ohne Beweise Zusammenhänge dargestellt, um Zuseher in Angst zu versetzen und zu spalten. Die Methode ist ähnlich wie in der C-Zeit, wo die Schuld an den rein politisch entschiedenen Maßnahmen den Kritikern der Maßnahmen in die Schuhe geschoben wurde.
Genauso muss man sich von den Sendern als böse beschimpfen lassen, wenn man für frieden und Verständigung eintritt und propagierte Hass und Hetze nicht mitmacht.
Es kommt von manchen dann ein Abwehrreflex "die anderen Medien...".  Sie ignorieren nur einen feinen Unterschied: Der ÖRR hat besonders strenge Auflagen zu erfüllen an Ausgewogenheit und Richtigkeit der Beiträge, die sie aber oft nicht erfüllen. Sie sind im gegensatz zu freien Redaktionen zentral gesteuert, so dass nicht einfach ein Redakteur irgendwas sagen kann, was nicht abgestimmt ist. Sogar eingespielte Wortbeiträgevon Zuhörern sind oft aufgezeichnet und zensiert/gefiltert.
"Die Freien" haben als einzige Gemeinsamkeit, dass sie keine Zwangsgebühren erheben. 1000 Redaktionen mit 1000 Ideen und Teams kann man nicht gleichmacherisch in einen Topf werfen. Auch da gibt es Gute und weniger Gute. Manche folgen der Staatsräson, mache sind nur Gate Keeper, manche sind wirklich neutral und bieten zu allem einen link und weitere Infos. Das macht tagesschau.de etwa grundsätzlich nicht.

Zu diesem Beitrag des WDR habe ich ja schon meine Einschätzung abgegeben und die darf auch gern gelesen werden. Denn es geht nicht gegen Homo oder Vielfalt, sondern gegen die Art der Berichterstattung, die sogar dem präsentierten Opfer schadet.

Gerade kommt die Info, dass Elon Musk das ZDF verklagt wegen der Falschmeldung "Aufruf zu Gewalt". Bleibt spannend.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 16.06.2026 13:59
Danke, Micha, für Deinen inspirierenden Beitrag.

Fast könnte man ihn schon als Grundsatzpapier für eine neue Ethikbewegung verwenden.

Du sagtest, ich hätte monokausal begründet.
Nun, ich habe es auf zwei Ebenen, oder wie ich es ausdrückte, zwei Kernzellen bezogen.
Also die nahezu unlösbaren Quellorte der Ablehnung von Homosexualität und Transgender. Quellorte, die so schnell nicht versiegen werden. Homosexuelle und Transgender haben da einen enormen Widerstand, gegen den sie anschwimmen müssen.

Kernzelle 1: Armee und Wirtschaft auf nationaler Ebene, beide systematisch recht gleich strukturiert.
Kernzelle 2: Familie, und hier mit besonderem Blick (weil hier diese Quelle am meisten heraussprudelt) auf:
                      - die Eltern
                      - die Partnerin (in unserem Rockmännerfall reicht der verkürzte Blick auf die Partnerin,
                                                 in anderen Fällen könnte dies natürlich auch der Partner sein)

Insofern habe ich nicht monokausal argumentiert. Natürlich ist das alles sehr komplex und es gäbe noch eine Reihe anderer Quellen von Abneigung gegenüber Homosexualität oder Transgender, insofern habe ich das nicht vollumfänglich abgearbeitet. Aber es war ja auch genau das Ziel, die wichtigsten Quellen sozusagen dauerhafter Ablehnung aufzuzeigen und die Ursache hierfür zu beschreiben. Darum nannte ich diese Quellorte auch "Kernzellen", was besagt, dass es auch noch andere, allerdings mehr beiläufige Quellen gibt, die den Fluss der Ablehnung zwar anschwellen lassen, aber sich durchaus auch mitunter von den 'Kernquellen' speisen, sozusagen als Nebenläufe der Hauptquellen.

Richtig ist, Micha, dass Du diese Kernquellen quasi zu einem systemischen Grundschema zusammengefasst hast: das Schema des kollektiven Selbsterhalts, auch über Lebenszeit-Spannen hinausgedacht. Und dieser Selbsterhalt auch im Spannungsfeld der Konkurrenz mit anderen ähnlich gelagerten Einheiten. Sowohl block-bildend in engen Staatenbünden, als auch national, als auch in kleineren Gruppen wie Dorfgemeinschaften, Sippen, Familie, Partnerschaft. Ja, im Grunde ist dieser Drang zum Selbsterhalt eines jeden wie auch immer abgrenzbaren Systems schematisch sehr, sehr ähnlich gelagert, fast schon wie eine Art Naturgesetz.

Auf diese Weise schematisch den Blick darauf reduziert, mag meine Darstellung der Quellorte ("Kernzellen") trotz der unterschiedlichen Quellorte monokausal sein.

Ähnlich lässt sich das Schema eines jeden Lebewesens, eines jeden Menschens, ja auch verallgemeinern: Denn jedes Individuum hat mit nur wenigen Ausnahmen den Drang, sich als Individuum selbst zu erhalten, am Leben zu erhalten. Das bedingt auch die einfachsten Triebe wie (schematisch ausgedrückt) 'Essen', 'Trinken', und/oder eine gewisse sonstige Energiezufuhr. Dieser Drang zur Selbsterhaltung brachte in der Evolution ja auch Sensoren hervor, die Umwelt irgendwie wahrzunehmen und Fähigkeiten, auf diese Umwelt irgendwie begünstigend zu reagieren (z.B. Geißelhärchen oder Beine, um aus dieser Umwelt fliehen zu können, wenn die ungut ist).

Ja, interessant ist, dass in vielen Phänomenen eine durchaus vergleichbare Systematik grundlegend innewohnt.

Insofern finde ich Deinen Vergleich, Micha, von Menschengemeinschaften, z.B. Firmen, Nationen etc., mit der biologischen Artenvielfalt von Flora oder Fauna sehr interessant. Denn diese vielleicht verwunderliche thematische Abweichung birgt vermutlich doch sehr große Parallelen zu unseren besprochenen Gruppen: Monokulturen sind anfälliger. Polykulturen, durchmischte Kulturen also mit einer bunten Artenvielfalt sind gegenüber Monokulturen deutlich resilienter / resistenter.

Und deswegen stimme ich voll Deinem Plädoyer zu, mehr Vielfalt zuzulassen.

Was hilft das den betroffenen Homosexuellen und Transgendern? Sie können nur durch ihre Vielfalt dazu aufrufen, dem Miteinander mehr Wert beizumessen als dem vermuteten, scheinbaren Schaden. Die Quellen der Ablehnung werden sie nicht alleine zum versiegen bringen. Da hilft nur, dass Wirtschaft und Familie den Mehrwert der Vielfalt erkennen. Und ja, auch dass nationale Strukturen wie - ich nannte: - Armee und daran und an Wirtschaft gekoppelt auch die Politik im Innen und auch im Außen ebenfalls ein Miteinander in Vielfalt höher schätzen als eine Klüngelbildung "wir gegen die anderen".

Wie Du, Micha, schön mit Blick von außen ohne emotionale Eigeninteressen formuliert hast:
Das Miteinander steht im Widerstreit mit dem Gegeneinander.

Leider wird sich das Gegeneinander in vielen Generationen nach uns auch noch nicht besiegen lassen. Aber jede kleine Vielfalt mehr ist eine Bereicherung auf dem Weg zu einem Miteinander.

Viele Ansätze zu einem Miteinander auf internationaler Ebene gab es ja schon. Mir fällt der gut gemeinte, leider zu gut gemeinte "Wandel durch Handel" ein, der ja in den letzten 10 Jahren sich als gescheitert erwies. Der grundsätzliche Fehler dabei war, einen gutgemeinten Wandel in Ländern herbeizuführen, in der Hoffnung, dieser politische Wandel ginge in die herbeigesehnte Richtung. Der Fehler also war, man hatte sich selbst als das bessere, höherwertige System empfunden. Das sollte auf die Zielländer abfärben. Das Problem war also, dass dies keine Begegnung auf Augenhöhe war, sondern letztlich eine erzieherische Maßnahme war.

Und genau das sollte im Miteinander eigentlich nicht geschehen. Zwar denke ich immer noch, dass die Demokratie, so wie in Deutschland unsere Gründerväter mit der Verfassung sie z.B. gedacht haben, eine der besten Möglichkeiten ist, ein Miteinander zu ermöglichen. Auch wenn es hier freilich noch immer genügend Unzulänglichkeiten gibt. Ich kenne bislang noch kein System, das eine bessere Grundlage für ein Miteinander bilden könnte. Allerdings birgt sie auch die Gefahr, von Demokratiefeinden wegen Eigeninteressen unterminiert zu werden.

Dem gegen zu halten ist ein Kraftakt. Vermutlich gelingt das nur, wenn viele im Kleinen bereits anfangen, für ein Miteinander einzutreten. Wir Männer im Rock sind da vielleicht ein kleines, vielleicht gar nicht zu unwichtiges Bausteinchen.

Und wir dürfen auch die Gesellschaft bereichern wie z.B. auch Homosexuelle oder Transgender, für die wir ja auch noch immer manchmal gehalten werden. Oder manche von uns vielleicht auch sind. Vielfalt eben. Miteinander. Jeder, was er kann. Und fühlt er sich wohl, kann er mehr. Wachstum der vielfältigen Fähigkeiten. In Polykultur. Gemeinsam. Miteinander.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.06.2026 20:30
Lieber Wolfgang,

ich wollte gar nicht kritisieren, dass Du monokausal argumentierst, sondern nur darauf hinweisen, dass es nicht genügen würde, wenn wir es täten. Einen Strang zu verfolgen und andere vorübergehend beiseite zu lassen, ist selbst noch nicht monokausal. Das wäre es erst, wenn wir meinten, mit einer Begründung alles erfasst und erklärt zu haben, was zu erfassen und zu erklären ist.

Was die Augenhöhe angeht (wobei ich lieber von gleicher Augenhöhe rede, denn Augenhöhen verschieden großer Personen sind sehr ungleich), so meine ich schon, dass es einen Unterschied macht, ob ich auf internationaler Ebene mit Vertreter:innen eines anderen demokratischen Landes rede oder mit Vetreter:innen einer Diktatur. Bei aller Unvollkommenheit unserer Demokratie, so gilt es hier doch, Standards zu verteidigen, wie z.B., dass wir in Deutschland und in der EU keine Straflager für politische Gegner haben, dass wir keine Genozide durchführen, dass wir die Würde des Menschen hochachten und die Verantwortung für den Planeten als wichtige Agenda haben. Das könnte alles noch besser sein. Da einfach ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe zu führen mit Vertreter:innen von Staaten, in denen diese Standards nicht gelten, ist schwierig. Man muss auch unterscheiden zwischen unterschiedlichen kulturellen Mentalitäten und grundsätzlich unterschiedlichen politischen Systemen. Kulturell mental unterschiedlich zu uns ist z.B. Taiwan und ist Japan, aber die VRC bildet zudem ein grundverschiedenes politisches System. Kulturell mental unterschiedlich zu Westeuropa ist auch  die Ukraine, aber die Russische Föderation ist zudem ein grundverschiedenes politisches System. Auch die USA sind kulturell mental unterschiedlich zur EU, aber bilden (noch) ein ähnliches politisches System, das aber gerade droht, zu kippen. Auch in der EU gibt es Staaten, die gerade in Gefahr laufen, ins Undemokratische zu kippen wie Tschechien aktuell. Und das obwohl die kulturelle Mentalität nicht so sehr anders ist als die anderer EU-Staaten.

Aber es ist nichts fest, sondern alles im Fluss.

Du hast recht damit, dass wir mit der Mentalität des Gegeneinander von Familien, Firmen, Staaten und damit auch der Feindschaft gegenüber Menschen, die für die Selbsterhaltung der jeweiligen Gruppe unnütz oder gar schädlich zu sein scheinen, noch eine Weile leben müssen. Dir von mir angesprochene universalreligiöse Ethik hat sich auch nach 2000 und mehr Jahren noch nicht überall durchgesetzt, auch nicht in den Kulturen, in denen die betreffenden Religionen kulturprägend sind. Das Kleingruppendenken hat sich ja auch in Jahrhunderttausenden vorher gebildet und in Teilen auch bewährt, da kommen neue ethische Konzepte nicht so gut gegen an.

Ich habe aber Hoffnung, dass diese Konzepte weiter reifen und immer mehr Menschen überzeugen werden. Erfindungen wie die UNO und die EU weisen in die richtige Richtung. Sie stehen für Menschenrechte und für Mitweltverantwortung. Auch sie sind nicht fehlerfrei. Wären sie das, wären sie nicht menschlich.

Und da wir davon ausgehen müssen, dass es immer wieder Angriffe auf die UNO und die EU und ähnliche Entwicklungen geben wird - wirtschaftliche, militärische, politische, auch von innen - müssen wir auch verteidigungsbereit und -fähig sein. Wir kommen im Inneren ja leider auch nicht ohne Polizei aus. Allerdings sollten wir auch aufhören, auf wirtschaftlicher Ebene andere Weltgegenden und die Menschen dort auszubeuten, indem wir sie unterbezahlen und sonst wie übervorteilen. Solches wirtschaftliches Handeln unterminiert die ethische Glaubwürdigkeit der EU. Und sie bewirkt - bitte auch nicht monokausal verstehen - dass viele Menschen ihr Glück darin versuchen, aus armen und instabilen Ländern in den friedlichen und reichen EU-Bereich einzuwandern. Ginge es ihnen zu Hause gut kämen sie nicht auf diese Idee.

Frieden hat so viele Facetten. Wir sollten uns vor allem den armen Ländern gegenüber friedlich verhalten und ihnen helfen, sich gegen eine Bevormundung durch Länder wir die VRC zu behaupten. Oder gegen jedes Land mit einer Regierung, die eine My-country-first-Politik praktiziert. Statt dessen sollte es heißen "Our planet first" und "Humanity first".

Und dann haben auch Homosexuelle und Transgender ihren respektierten Platz in der Gesellschaft. Und wir Freund:innen der Kleidungsfreiheit auch, ganz unabhängig von unserer sexuellen Orientierung und Genderidentität.

LG, Micha     
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 16.06.2026 21:06
Diesem ist soweit kaum noch was hinzuzufügen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 18.06.2026 00:57
Und hier habe ich noch was zu Tschechien: https://prag-aktuell.cz/blog/protest-gegen-kritischen-gesetzesentwurf-zum-transrecht-17062026-24116 (https://prag-aktuell.cz/blog/protest-gegen-kritischen-gesetzesentwurf-zum-transrecht-17062026-24116)
Ich sagte ja, die kippen gerade weg.

Dabei ist es so was von erbärmlich, sich so auf die Schwächsten in der Gesellschaft zu stürzen, auf eine so kleine Minderheit, an denen man ein Exempel statuieren kann, wie man mit Abweichlern vom "Normalen und Gesunden" umgeht und zugleich die primitivsten Abwehrinstinkte der Menschen bedient, um diese sich vor den eigenen Karren zu spannen!

Achtet aber auch auf das Update am Ende:
Zitat
Update 18.06.2026, 00:00 Uhr
Wie Denik N meldet, wurde der Gesetzesentwurf noch gestern Abend in der ersten Runde abgelehnt. Tschechische Transsexuelle können aufatmen.

Noch besteht also Hoffnung, das das Wegkippen noch etwas abgemildert wird.

LG, Micha

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 18.06.2026 08:46
Lieber MAS,
um gegenteiligen Behauptungen zu widersprechen.
Ich finde es richtig, dass ein Opfer von Gewalt zu Wort kommt und gehört wird.
Problematisch ist nur der Bericht, der daraus auf unzulässige Weise eine story strickt, die einfach nicht zusammenpasst.
Wenn es dir wirklich um Opferschutz geht, müsstest du korrekterweise auch über sexuelle Übergriffe, Grooming Gangs und ähnliche Themenbereiche sprechen und dabei die Täter klar nennen, soweit bekannt.
Ist das ein Thema für dich oder kommt das in deiner Wahrnehmung eher nicht vor?
Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 20.06.2026 09:17
Lieber MAS, in deinem link wird folgender Text übersetzt:

"Einige Punkte wurden aus dem Entwurf für diesen Beitrag ins Deutsche übersetzt.

Gerichtliche Entscheidung: Die Änderung des Geschlechts soll künftig nur durch ein Gericht erfolgen.
Mindestalter 18 Jahre für die rechtliche Geschlechtsänderung.
Sexologische Diagnose: Ein Sexologe muss eine „Störung der sexuellen Identifikation“ eindeutig feststellen.
Ein Jahr Beratung: Die Person soll mindestens ein Jahr fachliche Beratung absolvieren, ausdrücklich mit dem Ziel, den empfundenen Widerspruch zum körperlichen Geschlecht zu „beseitigen“.
Zwei Jahre Alltagstest: Die Person muss mindestens zwei Jahre mit neutralem Namen und als Person des anderen Geschlechts gelebt haben.
Schwangere Frauen sollen keine rechtliche Geschlechtsänderung durchführen können.
Sport und geschlechtergetrennte Räume: Für Sport, Toiletten, Umkleiden oder andere nach Geschlecht getrennte Räume muss die rechtliche Geschlechtsänderung nicht berücksichtigt werden.
Detransition: Eine gerichtliche Rücknahme der Geschlechtsänderung soll möglich werden.
Operationen erst ab 21: Chirurgische Eingriffe zur Geschlechtsänderung sollen erst ab 21 Jahren möglich sein.
Gefängnis/V Untersuchungshaft: Personen mit geänderter Geschlechtsangabe sollen gesondert behandelt bzw. getrennt untergebracht werden können."

Welcher der Punkte schränkt nach deiner Ansicht die Gleichberechtigung von Transmenschen gegenüber anderen ein?
Und was spricht dagegen, einem Mann, der behauptet, sich als Frau zu fühlen, den Weg in Frauen-Sauna und Frauen-Umkleiden zu verwehren, um die Frauen zu schützen?

Ich habe immer wieder den Eindruck, dass du vor lauter Empörung deine verlinkten Texte garnicht selbst liest. dagegen scheinen manche Richter im Land wieder zur Vernunft zurückzukehren. Denn nach einem aktuellen urteil ist es wieder erlaubt, Wahrheiten auszusprechen. Hier konkret: Man darf einen Mann, der sich als Frau fühlt, definiert, interpretiert und als "Transfrau" bezeichnet, straffrei als Mann bezeichnen. Es brauchte also einen Richterspruch, um nunmehr sagen zu dürfen, was ist. Da brauchen sich die Gender-Ideologen nicht wundern, warum sie auf Widerstand stoßen, wenn sie allesn nach ihrer Sicht der Dinge umdefinieren und umerziehen wollen.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 26.06.2026 00:52
Von Schweden hört man ja auch nicht so viel in den Medien. Ich war heute auf einem Vortrag über eine Fahrradtour über den Kattegattsleden. Dabei wurde gesagt, dass auf Initiative der Schwedendemokraten - also sozusagen "der schwedischen AfD" - Naturschutzprojekte zurückgeschraubt würden - so die Entwidmung eines Drittels eines Naturschutzgebietes bei Göteborg, um dort ein Atomkraftwerk zu bauen, obwohl durch das Kühlwasser das Meer vor der Küste aufgewärmt würde, so die Entwidmung eines Naturschutzgebietes auf Gotland, um dort Kalk abbauen zu können, obwohl dadurch die Trinkwasserversorgung der Insel gefährdet würde. Zudem würde den Sami die Namen von Orten usw. auf Samisch wieder weggenommen, weil sie gefälligst Schwedisch zu sprechen hätten. Wie weit diese Vorhaben schon umgesetzt wurden oder nur geplant und gefordert sind, weiß ich jetzt nicht. Das erinnert jedenfalls sehr an Trumps Politik gegenüber dem Schutz der Natur und der indigenen Völker.

Mal sehen, was die Reichstagswahl im September bringt. Bei der letzten Europawahl hätten die Schweden überraschend oft grün gewählt. So hieß es im Gespräch nach dem Vortrag.

Tja, Natur, Indigene, Queere, Migranten ... Rote Tücher für Nationalegoisten, wie es scheint, egal in welchem Land.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 26.06.2026 00:57
Lieber MAS,
um gegenteiligen Behauptungen zu widersprechen.
Ich finde es richtig, dass ein Opfer von Gewalt zu Wort kommt und gehört wird.
Problematisch ist nur der Bericht, der daraus auf unzulässige Weise eine story strickt, die einfach nicht zusammenpasst.
Wenn es dir wirklich um Opferschutz geht, müsstest du korrekterweise auch über sexuelle Übergriffe, Grooming Gangs und ähnliche Themenbereiche sprechen und dabei die Täter klar nennen, soweit bekannt.
Ist das ein Thema für dich oder kommt das in deiner Wahrnehmung eher nicht vor?
Gruß
doppelrock

Ich musste tatsächlich nachgucken, was grooming gangs sind: https://www.ecosia.org/search?q=Grooming+Gangs&method=ecosiabrowsertopbar (https://www.ecosia.org/search?q=Grooming+Gangs&method=ecosiabrowsertopbar)
Ja, das ist mindestens genau so schlimm. Es gibt viele schlimme Dinge unter uns Menschen. Aber man kann ja nicht über alle gleichzeitig sprechen. Das scheint mir eher ein Ablenkungsmanöver von Dir zu sein, Doppelrock.

Davon abgesehen, weiß ich immer noch nicht, wer Du bist. Demzufolge verschiebe ich einen weiteren Austausch mit Dir über politische Themen, bis Du Dich mir mal ordentlich vorstellst, wie sich das gehört.

Gruß, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: DesigualHarry am 29.06.2026 18:06
Hallo!

Weil es gerade zum vorherigen Thread passt:

https://apollo-news.net/gruene-heuchelei-wenn-windkraft-die-existenzgrundlage-von-ureinwohnern-zerstoert/

Lg Harry
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: cephalus am 29.06.2026 19:53
Lieber Doppelrock,
was Du hier in Übersetzung eingestellt hast, entspricht weitgehend dem Stand in Deutschland vor der letzten grundlegenden Gesetzesänderung.
Ich kenne den aktuellen Stand in Tschechien nicht, aber der alte Deutsche Stand hat im Wesentlichen zu langen Prozessen, entwürdigenden Befragungen und Begutachtungen geführt ohne ersichtliche Vorteile gegenüber der heutigen Gesetzeslage.
Menschen, die diesen Schritt gehen machen das grundsätzlich sehr bedacht, jetzt wie früher und Fälle, in denen der Schritt bereut wurde haben sich prozentual nicht verändert.
Was sich verändert hat ist die Dauer des Leidensdrucks der Verwaltungsaufwand und die Kosten.

Je nachdem von welcher Basis man beginnt, kann ich Aufregung verstehen.
Am Rande habe ich mich mit dem Themenbereich beschäftigt, da ich in meinem weiteren Bekanntenkreis sowohl einen Transmann als auch eine Transfrau habe.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.06.2026 22:09
Hallo!

Weil es gerade zum vorherigen Thread passt:

https://apollo-news.net/gruene-heuchelei-wenn-windkraft-die-existenzgrundlage-von-ureinwohnern-zerstoert/

Lg Harry

Lieber Harry,

sei bitte vorsichtig:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_News (https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_News)

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.06.2026 22:10
Aus versehen doppelt gepostet und daher hier der Inhalt gelöscht.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 30.06.2026 14:07
Wir entfernen uns thematisch von der CSD-Feindlichkeit. Aber dennoch, Harry, Danke für das Teilen dieses Artikels. Dieser dargestellte Sachverhalt ist an mir bisher vorübergegangen. Ja, es ist halt alles sehr zweischneidig und verzwickt.

Der verlinkte Artikel kommt eigentlich recht gut recherchiert rüber. Als Rubrik "Analyse" ist er etwa gleichbedeutend einzuordnen wie in der Presse "Kommentar" oder "Meinung" beim öffentlich-rechtlichen Radio / Fernsehen. Klar, dass da eben auch eine bestimmte Meinung oder Sichtweise vertreten wird. Und wer eine so breit begründete Meinung veröffentlicht, sollte sicherlich auch die dazugehörigen Fakten recht gut kennen und diese vielleicht auch journalistisch und somit möglichst unvoreingenommen die Fakten recherchiert haben. Und wenn dem alles so stimmt, dann kann ich mich der dort geäußerten Meinung in Bezug auf die geschilderte Sachlage anschließen.

Leider fehlt mir zumindest die Zeit, anhand eigener Recherchen zu dieser Sachlage ein eigenes Bild mir zu verschaffen. Das wird vielen von Euch auch so gehen. Insofern mache ich mir die dort geäußerte Meinung nur soweit zu eigen, als dass ich sie nicht selbst widerlegen kann. Und Vorbehalte schwingen da mit, da - wie Micha schon versuchte, darauf hinzuweisen - die Quelle dieser Meinung durchaus aufgefallen ist, bestimmte Sichtweisen zu kultivieren und wohl auch immer wieder gezielt mit Desinformation arbeitet, also mit sehr einseitiger Bewertung von Fakten, mit Faktenverschweigung, Faktenverdrehung oder Falschdarstellungen.

Inwieweit das nun den vorliegenden Artikel mit der darin meinungsbasierten Analyse betrifft - ich kann und werde es wohl nicht überprüfen. Darum ist das ein wunderschönes Beispiel, dass alles einfach sehr zweischneidig ist im Leben:

Die einen sagen so, die anderen so. Die einen meinen so, die anderen so. Man ist nicht fähig, alles zu überprüfen.
Drum muss man manchmal einfach misstrauen oder vertrauen, auch wenn man damit eventuell gezielt manipuliert werden sollte.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 30.06.2026 15:57
Ob wikipedia eine ausreichend seriöse Quelle ist, um Qualität und Inhalt anderer Nachrichten oder Redaktionen zu beaurteilen, muss doch sehr bezweifelt werden.

Wer mehr über wikipedia und psiram erfahren will, kann sich die gut gemachten Recherchen von Markus Fiedler und Dirk Pohlmann unter wikihausen.de ansehen. Dort beschreiben sie sehr sachlich und mit viel Hintergrundinformation, wie die Seite wirklich funktioniert. Es gibt auch sehr viele Beispiele dazu.

Wikipedia ist zusammengefasst noch tendenziöser als der WDR, um den es im 1. Beitrag ging.

@cephalus: Dass die Entscheidung zur Geschlechtsentfernung überlegt stattfindet und dass nur wenige ihren Schritt bereuen, kann ich nicht bestätigen. Durch Frühsexualisierung, neue Gesetze und Umerziehung schon im Kindergarten steigen die Zahlen und somit auch automatisch die Zahl der Bereuenden, wenn die Gesamtzahl steigt, aber die Quote gleich bleibt.. Durch den Regenbogen-Hype wird es zukünftig noch viel mehr Menschen geben, die für eine Ideologie ihr natürliches Geschlecht geopfert haben, zurück wollen, aber nicht können.

Nach meiner Einschätzung wären die Menschen ein Leben lang glücklicher, wenn sie nicht mehr ideologisch verwirrt oder aufgehetzt würden, sondern lernen, glücklich zu sein, mit dem was und wie sie von Natur aus sind.  Das würde allerdings bedeuten, dass diese starken und selbstbewussten Menschen nicht mehr steuer- und beeinflussbar sind für die Interessen anderer.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: DesigualHarry am 01.07.2026 18:14
Hallo!

Nur beiläufig: Windkraft wird massiv mit Steuergeld Subventioniert. Das ist inzwischen für viele daran beteiligte ein Art Goldesel geworden. Ohne diese Subventionen würden sie sich nicht lohnen, weil die sogenannten "erneuerbaren Energien" zeitweise einen derart hohen Minus Preis haben, in der Zeit wo zuviel von diesem Strom produziert wird, dieser aber nicht gebraucht wird. Ihr, also Deutschland muss diesen zu vielen Strom aber irgendwie wegbekommen, sonst hat Mitteleuropa ein großes Problem, deswegen müsst ihr für diesen Strom hoch bezahlen, damit euch das Ausland diesen Strom abnimmt.
Wir, also Österreich z.b. kann damit nicht nur gratis, sondern bekommen noch Geld dafür, das Wasser in Stauseen wieder in höhere gelegene Stauseen pumpen.

Und ausserdem ist Windkraft die schädlichste aller Kraftwerke, da sie Mensch,Tier und Natur im laufenden Betrieb bereits schädigt, nicht erst bei einer Katastrophe.

Lg Harry
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 01.07.2026 18:44
Hallo!

Nur beiläufig: Windkraft wird massiv mit Steuergeld Subventioniert. Das ist inzwischen für viele daran beteiligte ein Art Goldesel geworden. Ohne diese Subventionen würden sie sich nicht lohnen, weil die sogenannten "erneuerbaren Energien" zeitweise einen derart hohen Minus Preis haben, in der Zeit wo zuviel von diesem Strom produziert wird, dieser aber nicht gebraucht wird. Ihr, also Deutschland muss diesen zu vielen Strom aber irgendwie wegbekommen, sonst hat Mitteleuropa ein großes Problem, deswegen müsst ihr für diesen Strom hoch bezahlen, damit euch das Ausland diesen Strom abnimmt.
Wir, also Österreich z.b. kann damit nicht nur gratis, sondern bekommen noch Geld dafür, das Wasser in Stauseen wieder in höhere gelegene Stauseen pumpen.

Und ausserdem ist Windkraft die schädlichste aller Kraftwerke, da sie Mensch,Tier und Natur im laufenden Betrieb bereits schädigt, nicht erst bei einer Katastrophe.

Lg Harry

Falle doch nicht auf jede Propaganda herein, lieber Harry.

Windkraft ist erstens kein Kraftwerk, sondern etwas, das wir jeden Tag spüren, es sei denn, es herrscht gerade Windstille.
Windkraftwerke wiederum nutzen diese zunächst einmal kostenlose Energiequelle. Dazu muss man keine Kohle abbauen, kein Öl fördert, kein Gas hochpumpen und nicht von all dem verbrennen und kein CO2 feizusetzen.  Wind wird noch wehen, wenn es sich längst nicht mehr lohnt, die letzte Kubikmeter fossiler Brennstoffe zu fördern. Auch Uran braucht man nicht und man produziert keine Radioaktivität.

Nachteile haben diese Kraftwerke auch: Sie brauchen seltene Erden und töten ab und zu auch Vögel. Offshore-Windkraftanlagen irritieren auch Seevögel. Nur wenn Du die Schädlichkeit der oben genannten Energiequellen mit denen der Windkraftanalagen miteinander vergleichst, kannst Du nicht ernsthaft behaupten, Windkraftanalgen seien die schädlichsten.

Was Menschen angeht, die sich eine goldene Nase damit verdienen, so gilt das für die anderen Energiequellen und ihre Vermarktung erst recht.

Aber es wird von einigen Leuten so viel Propaganda gegen die Energiewende gemacht, weil es ihnen politisch einfach nicht passt, dass wir Menschen Rücksicht auf die Natur nehmen müssen, um selbst überleben zu können. Sie wollen nichts an Bequemlichkeit aufgeben und einige an Profit. Und so mancher glaubt diesem Blödsinn, weil es so schön einfach und vordergründig erklärt wird. Trump ist z.B. so ein Propagandist, dem die Menschen nachlaufen wie die Lemminge.

LG, Micha 
 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 01.07.2026 21:13

"Falle doch nicht auf jede Propaganda herein, lieber" ...MAS

Auch Windkraftanlagen haben ernstzunehmende Nachteile, über die man sprechen muss.
Zuerst der nachgewiesen schädliche Infraschall und hörbare Lärm im betrieb.
Der Abrieb der Flügel, der giftige Chemikalien und Glasfasern in lungengängiger Größe freisetzt sowie sich auf dem Boden anreichert.
Die Wetterabhängigkeit, bei wochenlanger Flaute oder zu starkem Wind keine Energie
Große Anlagen müssen motorisch angetrieben werden, weil bei langem Stillstand die Lager beschädigt würden.
Der Aufwand zur Herstellung ist enorm, der Sondermüll nach Nutzung ebenfalls.
Der riesige Betonklotz im Boden entzieht dem umliegenden Boden Wasser
Wenn die Rotoren sich einiger maßen regelmäßig drehen trocknet der Boden aus, weil sich kein Tau niederschlägt.

Das alles kann man im Teletubby-Land ignorieren, in der Wirklichkeit, wenn man Naturschutz und Gesundheit ernst nimmt, nicht.

Irgendwie magst du nicht zum eigentlichen Thema, der WDR-Berichterstattung zu Trans-Feindlichkeit, zurückfinden. Wenn dir Werbung für Windkraftanlagen ohne Wissen um Nutzen und Risiken im selben Strang wichtiger ist, macht das den Eindruck, dass dir die Rechte von Trans-Menschen vergleichsweise unwichtig sind.

Gruß
doppelrock.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 02.07.2026 01:06
Doppelrock,

Du kannst schreiben, was Du willst. Solange Du Dich mir gegenüber nicht mal ordentlich vorgestellt hast, wie sich das gehört, lese ich das nicht mehr.

Diesen Deinen jetzigen Text habe ich also auch nicht gelesen und werde es auch nicht tun bis Du mir verraten hast, wer Du bist.

Gruß,
Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 02.07.2026 09:26
Lieber @MAS,

erinnere dich einfach mal an die PN, die wir uns geschrieben haben, als mir das noch möglich war. Da habe ich dir ausreichend Privates verraten.

Dein Ausweichen vor der Sachebene ist einfach nur noch peinlich. Du stellst irgendwelche Thesen über "Gut und Böse" in den Raum und wenn die erwartbaren Antworten kommen, die Belege für die Unwahrheit deiner Aussagen enthalten, versteckst du dich hinter der Gardine.

Vielleicht bin ich zu pingelig, wenn ich für andere die selben Maßstäbe wie für mich anwende. Aber jemand, der mit religiösem Eifer politische, kulturelle, geschichtliche Aussagen macht, sollte zumindest auf Nachfrage Belege oder Links zeigen können. Und wer eine Studie oder These  zitiert, sollte sie auch gelesen und verstanden haben und auch die Datenbasis betrachtet haben.
Gerade bei der Klima-Diskussion ist es entscheidend, die Datenbasis und deren Veränderung über die Zeit zu erkennen. Allein durch die Lage der Messpunkte kann man so eine Aufzeichnung ideologisch nutzbar, aber wissenschaftlich unbrauchbar machen.
Genauso hätte man dem Schmu beim großen C schon zu Beginn auf die Schliche kommen können, wenn man auf manche Biologen, Chemiker, Ärzte gehört hätte, die sehr anschaulich Fachwissen dazu bereitstellten. Dass viele sich im 6. Jahr des Geschehens immer noch nicht mit den Grundlagen beschäftigen und an widerlegten Narrativen festhalten, obwohl nahezu alles offengelegt und nachgewiesen ist, finde ich erschreckend bis ernüchternd.

Meinetwegen kann jeder in seiner kleinen Welt leben, kritisch sehe ich es, wenn Denkfaulheit und Moralismus mit inszenierten Feindbildern das Sozialverhalten und Nachdenken verdrängen.

Auch wenn meine Kritik an diesem WDR-Bericht nicht verstanden wird (werden will), halte ich daran fest und kann sie gern erneut begründen. Aber im grunde genommen ist dazu alles gesagt.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 03.07.2026 11:28
Nach meiner Einschätzung wären die Menschen ein Leben lang glücklicher, wenn sie nicht mehr ideologisch verwirrt oder aufgehetzt würden, sondern lernen, glücklich zu sein, mit dem was und wie sie von Natur aus sind.  Das würde allerdings bedeuten, dass diese starken und selbstbewussten Menschen nicht mehr steuer- und beeinflussbar sind für die Interessen anderer.

Da mag was dran sein. Auch das Hinterherrennen nach irgendeiner Art von "Glück" ist eine Verblendung, die suggeriert, man könne nicht glücklich sein, mit dem, was man bereits hat.

Ich bin oft zufrieden mit dem, was ich habe. Nicht immer, aber meistens doch. Ein alter Halbchef von mir hatte mal mir attestiert, ich sei "nicht ehrgeizig" genug. Hab erst nicht ganz begriffen, was er nun an mir vermisst. Aber mittlerweile lasse ich mich auf diese Einordnung ein. Ich muss nicht auf Teufel komm raus irgendwas oder irgendwem hinterher rennen, nur um durch irgendwas Anerkennung zu bekommen.

Und so habe ich mich auch schon in meiner Pubertät entschieden, dass ich nichts anderes bin als ein Junge, bald Mann. Und dass ich damit zufrieden sein werde. Zufrieden war ich nur nicht mit den auf meinen Leib diktierten Hosen. Drum habe ich versucht, daran etwas zu ändern. Zäh, sehr zäh. Aber irgendwann wurde ich zu einem Mann, der tagein tagaus keine Hosen trägt. Und damit bin ich zufrieden.

Natürlich hätte ich mir auch einreden lassen können, dass sowas ja nur geht, wenn man Frau ist. Und ergo, lässt man es bleiben oder versucht, eine Frau zu werden. Nö, hab ich gesagt. Ich bin glücklich mit dem, was ich bin. Nur nicht mit dem, was Ihr an mir haben wollt. Und das habe ich eben geändert.

Ich spreche hier nur für mich. Bei anderen mag das alles ganz anders sein. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Weiss ich nicht.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 03.07.2026 12:04
Ob wikipedia eine ausreichend seriöse Quelle ist, ...

Sicherlich ist Wikipedia keine absolut seriöse Quelle, zumal sie sehr leicht zu manipulieren ist. Es ist u.U. ein sehr langsamer Prozess, um solche zielgerichteten Sabotagen zu erkennen und zu beseitigen.

Immerhin hat Wikipedia es geschafft, eine große Sammlung von Wissen anzulegen, das bisher noch keine andere, relativ selbstlose Plattform hinbekommen hat. Mehrere Autoren schauen drauf und ringen im Hintergrund zu einer gemeinsam akzeptablen Lösung, um ein ständiges Ping-Pong zwischen gefühlten Fakten 1 und gefühlten Fakten 2 zu vermeiden.

Interessant ist es eben auch, zu jedem Artikel die betreffenden Diskussionen zwischen den Autoren oder die Versionsgeschichte sich anzuschauen.

Hier ein Beispiel - die Versionsgeschichte der Artikelseite, bei der Wikipedia sich selbst mit der Kritik an Wikipedia beschäftigt:
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Kritik_an_Wikipedia&action=history
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: DesigualHarry am 11.07.2026 16:21
Hallo

Leider sieht die Realität anders aus:

https://www.wattenrat.de/2026/04/29/windkraftschrott-iilegale-entsorgung-unternehmer-sitzt-in-u-haft/

https://oberpfalzecho.de/blaulicht/muellskandal-groesser-als-gedacht-gefaehrliche-koerperverletzung-an-neun-mitarbeitern-angeklagt

Lg Harry
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 11.07.2026 21:11
Hallo

Leider sieht die Realität anders aus:

https://www.wattenrat.de/2026/04/29/windkraftschrott-iilegale-entsorgung-unternehmer-sitzt-in-u-haft/

https://oberpfalzecho.de/blaulicht/muellskandal-groesser-als-gedacht-gefaehrliche-koerperverletzung-an-neun-mitarbeitern-angeklagt

Lg Harry

Tja, lieber Harry, das geht um illegale Müllentsorgung, nicht um den legalen Betrieb.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 11.07.2026 21:20
Lieber @MAS,

erinnere dich einfach mal an die PN, die wir uns geschrieben haben, als mir das noch möglich war. Da habe ich dir ausreichend Privates verraten.

Ich erinnere mich daran, dass Du einen Dialog mit mir führen wolltest und ich sagte, dass dazu Transparenz gehört und Dich nach Deinem realen Namen gefragt habe, den Du mir aber nicht genannt hast.

Du kannst mir gerne eine E-Mail schicken und Dich mir vorstellen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 12.07.2026 01:06
Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI (https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI)

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha

Was für ein tendentiös-schlechter Bericht - "das Problem ist immer rechts" !
Das ist zu billig und zu undifferenziert!
Aber es passt ins Bild. Ich sage nur "Queer for Palestine".

Queerfeindlichkeit hat viele Täter (und Ursachen) - nicht nur aus dem politisch-rechten Milieu.
Beispiel: Queerfeindlichkeit im Islamismus.
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/queerfeindlichkeit-im-islamismus.html

Darüber möchte aber niemand öffentlich reden - könnte ja als "islamfeindlich" gecancelt werden. Oh man!


Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 12.07.2026 08:51
Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI (https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI)

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha

Was für ein tendentiös-schlechter Bericht - "das Problem ist immer rechts" !
Das ist zu billig und zu undifferenziert!
Aber es passt ins Bild. Ich sage nur "Queer for Palestine".

Queerfeindlichkeit hat viele Täter (und Ursachen) - nicht nur aus dem politisch-rechten Milieu.
Beispiel: Queerfeindlichkeit im Islamismus.
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/queerfeindlichkeit-im-islamismus.html

Darüber möchte aber niemand öffentlich reden - könnte ja als "islamfeindlich" gecancelt werden. Oh man!

Danke BlueBayou,
damit hast du in der Gesellschaft, aber auch bei einigen Leuten hier einen sehr wunden Punkt getroffen.
Es kann sein, dass notorische Denkverweigerer jetzt empört nach Luft schnappen.
Aber da müssen sie einfach mal durch.

Gruß und schönen Sonntag.
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: ChrisBB am 12.07.2026 09:42
Hallo,

ich habe das vielleicht hier auch schon mal geschrieben.
Wenn jemand etwas ablehnen will oder muss, dann ist ihm das zuzugestehen.
Was aber nicht geht, ist, wenn der/die abgelehnte Mensch herabwürdigend behandelt wird dabei, oder sogar menschenfeindlich.
Gott liebt ALLE Menschen, egal welcher Ausrichtung! Und das sollten wir uns Menschen nicht drüber wegsetzen. Das kommt am Ende nicht gut.

Sonntäglichen Gruß,
ChrisBB
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.07.2026 11:34
Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI (https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI)

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha

Was für ein tendentiös-schlechter Bericht - "das Problem ist immer rechts" !
Das ist zu billig und zu undifferenziert!
Aber es passt ins Bild. Ich sage nur "Queer for Palestine".

Queerfeindlichkeit hat viele Täter (und Ursachen) - nicht nur aus dem politisch-rechten Milieu.
Beispiel: Queerfeindlichkeit im Islamismus.
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/queerfeindlichkeit-im-islamismus.html

Darüber möchte aber niemand öffentlich reden - könnte ja als "islamfeindlich" gecancelt werden. Oh man!

Lieber BlueBayou,

klar gibt es noch mehr queerfeindliche Menschen und Milieus. Islamismus allerdings ist grundsätzlich das gleiche wie Nationalismus (also das politisch rechte Milieu), nur wird da nicht eine Nation, sondern eine Religion zur großen Wir-Gruppe, die man über alle anderen stellt. In der Türkei hat man sogar beides eng miteinander verzahnt.

Wenn man Islamismus kritisiert ist man nicht islamfeindlich, sonst wären viele Muslime islamfeindlich, die eine andere Art von Islam praktizieren, sei er traditionell, sei er liberal.
So ist man auch nicht deutschfeindlich wenn man deutschen Nationalismus kritisieret. Vielmehr geht es darum, Deutschland vor dem Nationalismus zu verteidigen, der ein enges Deutschlandbild zum Maß aller Dinge macht, so wie Islamisten ein enges Islambild zum Maß aller Dinge machen. (Entsprechendes gilt für andere Nationalismen und Religionismen.)

Aber Du hast insofern Recht, als es auch politisch linke Queerfeindlichkeit gibt. Manche Islamisten rechnen sich auch eher zu den Linken, insofern sie eher international ausgerichtet sind. Aber eben nicht interreligiös. Darauf kommt es beim Religionismus eben an, dass er strickte Grenzen zwischen den Religionen zieht, so wie der Nationalismus zwischen den Nationen.

Aber auch Internationalismus und Interreligionismus können übertrieben werden und fanatisch praktiziert werden.

Derzeit geht aber eben die schärfste ideologische Propaganda gegen Queerness von nationalistischen und religionistischen Gruppen aus. So wie sie zwischen den Nationen bzw. Religionen starre Grenzen lieben, so auch zwischen den Geschlechtern. Schön ordentlich in Kästchen gepresste Menschengruppen meinen sie eher beherrschen zu können. Menschen mit uneindeutiger nationaler, religiöser oder geschlechtlicher Identität sind ihnen nicht geheuer. Die sind für sie noch schlimmer also die, die eindeutig einer anderen Nation, Religion oder einem anderen (bzw. DEM anderen) Geschlecht angehören. Im Fluss befindliche, bewegliche Identitäten sind ihnen ein Gräuel.

LG, Micha
 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.07.2026 11:34
Hallo,

ich habe das vielleicht hier auch schon mal geschrieben.
Wenn jemand etwas ablehnen will oder muss, dann ist ihm das zuzugestehen.
Was aber nicht geht, ist, wenn der/die abgelehnte Mensch herabwürdigend behandelt wird dabei, oder sogar menschenfeindlich.
Gott liebt ALLE Menschen, egal welcher Ausrichtung! Und das sollten wir uns Menschen nicht drüber wegsetzen. Das kommt am Ende nicht gut.

Sonntäglichen Gruß,
ChrisBB

 :)
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.07.2026 14:18
Ja, sehr schön geschrieben, Micha. Und Du kleidest das, was ich eigentlich schreiben wollte, gut in andere Worte.

BlueBayou, Danke für Deinen Beitrag und Danke, dass Du Dich meldest.

Ich habe in Deinen Link hineingeklickt und ein bisschen darin gestöbert. Dort wird u.a. auch geschrieben, dass seit in Medien und Politik die Rechte von queeren Leuten (ich fasse es mal so zusammen) stärker berücksichtigt werden, der Widerstand dagegen auch gewachsen ist.

Das ist eine ganz natürliche Sache. Denn, wenn irgendetwas geschieht oder beschlossen wird, gibt es Menschen, denen das nicht gefällt. Letztlich ist das auch ihr gutes Recht, etwas abzulehnen, was sie nicht mögen.

Ich z.B. kann mich mit diesen E-Rollern aus verschiedenen Gründen nicht anfreunden, ja ich finde diese Fortbewegungsart sogar eher ziemlich bescheuert. Meine Meinung. Und doch muss ich damit leben, dass andere das anders sehen. Und andere es eben gerne nutzen. Ich schlage nun nicht mit dem Kochlöffel auf die E-Roller-Fahrer ein oder beschimpfe sie. Mich stören sie, aber ich muss eben lernen damit umzugehen. Andere Menschen stehen eben anders dazu als ich.

Weshalb Queerfeindlichkeit besteht, haben wir (vor allem wohl ich?) hier im Thread oder woanders hier im Forum schon mehrfach beleuchtet. Ja, es reicht ja auch bis in die innerfamiliären Strukturen hinein, die auch auf uns abfärbt, die wir eigentlich nur einen Rock tragen wollen anstatt einer Hose. Das kommt also auch aus der Mitte der Gesellschaft. Nicht jede Mutter wird ihrer sich als queer geouteten Tochter um den Hals fallen und sagen, "toll, dass Du auf Frauen stehst". Nicht jede Ehefrau wird ihrem Mann um den Hals fallen, der sagt, ich habe heute keine Lust auf Hose.

Und die Quelle queerfeindlicher Strömungen, die Du erwähnt hast, entstammen ja auch einer Tradition, deren Angehörige da nicht einfach ausbrechen können. Freilich wird da Religion sehr politisiert und Religion verwendet, um Machtansprüche zu untermauern. Falls solche Strömungen mehr Einfluss auf unsere heimische Politik haben werden, fänden viele von uns das sicherlich nicht toll. Oder weitergedacht, wie es bestimmt manchen der extremistischen Agitatoren vorschwebt, gar eine extremistische Staatsform in unserem Land - ich glaube, die meisten von uns hier im Forum wollten in solch einem Staat nicht gerne leben.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 12.07.2026 14:46
Gestern wurde in Cottbus der CSD gefeiert.

Ich war nicht dort. Ich habe auch nix darüber gelesen, davon gesehen, nix dazu recherchiert.

Ich habe es aber gestern morgen in den Nachrichten des DLF gehört, dass er unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen gefeiert wird. "Die Veranstalter des CSD haben die Teilnehmer dazu aufgerufen, sich möglichst in Gruppen zu organisieren und bei der Anreise keine auffällige Kleidung zu tragen.", so der Wortlaut der Nachrichten.

Quelle:
https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/11/nachrichten_dlf_20260711_0800_a2c2e461.mp3
Ab Minute 05:11.

Ja, während ich vor paar Stunden noch in einem Beitrag hier fürs Forum von einer wachsenden Zahl von Menschen (also auch Männern) gejubelt habe, die sich ihre Kleidungsfreiheit gönnen, so spricht dieser Aufruf ja doch eine etwas andere Sprache.

Gut, viele von uns, denen nur der Rock als Männerkleidung bisher fehlte, betrifft die Queerness ja eigentlich nicht. Allerdings mag es Menschen geben, die nicht auf Anhieb erkennen, dass wir nur gleiches Recht wie Frauen haben wollen. Und andererseits, wenn wir schon Freiheit für uns proklamieren, dann sollte uns aus Mitgefühl auch die Freiheit von Menschen mit anderen Lebensentwürfen unter die Haut gehen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: high4all am 12.07.2026 17:17
Ja, während ich vor paar Stunden noch in einem Beitrag hier fürs Forum von einer wachsenden Zahl von Menschen (also auch Männern) gejubelt habe, die sich ihre Kleidungsfreiheit gönnen, so spricht dieser Aufruf ja doch eine etwas andere Sprache.

Gut, viele von uns, denen nur der Rock als Männerkleidung bisher fehlte, betrifft die Queerness ja eigentlich nicht. Allerdings mag es Menschen geben, die nicht auf Anhieb erkennen, dass wir nur gleiches Recht wie Frauen haben wollen.
Es könnte passieren, dass wir uns in unserer gewohnten Kleidung (sei es Rock oder Kleid) auf einmal "zur falschen Zeit am falschen Ort" sind und angegriffen werden, bevor wir die Erklärung angeben können. dass wir gar nicht "queer" sind. Falls das überhaupt etwas nützt. :P

Denn Menschen, die sich auf Freiheiten berufen, sind in den Augen vieler "XYZ-isten" nicht besonders gut angesehen. Einfach, weil sie Ideologien in Frage stellen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.07.2026 17:33
Denn Menschen, die sich auf Freiheiten berufen, sind in den Augen vieler "XYZ-isten" nicht besonders gut angesehen. Einfach, weil sie Ideologien in Frage stellen.

Den Satz verstehe ich nicht ganz, lieber Hajo. Meinst Du, dass die Menschen, die uns evtl. angreifen könnten, uns nicht als Mitmenschen sehen, die man fragen könnte, sondern als Träger einer Ideologie, die sie aus ihrer Ideologie heraus ablehnen und die man bekämpfen muss?

Und welches wäre denn unsere Ideologie? Die Ideologie individueller Freiheit? Meines Wissens kritisiert James David Vence genau diese, weil er ihr anlastet, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu unterminieren. Das nennt er dann "Postliberalismus". Meinst Du, Hajo, die Postliberalen sind die, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen?

Ich finde indes Postliberalismus eine interessante Ideologie, um sich mit ihr auseinanderzusetzen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: high4all am 12.07.2026 18:10
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.07.2026 18:23
Da ist wohl was Wahres dran, lieber Hajo. Das Widersprüchliche an solchen Menschen - wie man ja auch hier im Form bei dem einen oder anderen sehen kann - ist, dass sie sich oft darüber beschweren, man wolle ihnen etwas verbieten oder vorschreiben, gleichzeitig aber anderen Menschen und ihrer Selbstbestimmung mit Intoleranz begegnen und ihnen vorschreiben wollen, wir sie zu leben haben.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 12.07.2026 18:46
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

da stimme ich dir zu.
Interessanterweise ist gerade "die Linke" gegen Individualismus und für Kollektivismus.. Heute nicht so sehr im Sinne von gleicher Wertschätzung im positiven Sinne, sondern eher Gleichsetzung und Gleichmacherei, wobei an der oberen Skala herausragende, egal ob intelligent oder fleißig, auf das untere Maß zurechtgestutzt werden. Bitte passiv einem Messias folgen, bitte nicht aktiv werden, bitte nicht denken. Nach dem Motto: Das darf niemals hinterfragt werden. Früher war "links" für Nationalstaat und einheitliche sprache, heute ist man eher dagegen.
Ob andere besser sind, lasse ich mal dahingestellt, zumindest zu Beginn, also um 1800 saßen rechts im französischen Parlament die Leute, die kleine Fürstentümer gegenüber Nationalstaat und Lokalkolorit gegenüber Nationalstaat  bevorzugten.

Heute finde ich diese Aufteilung kaum noch passend, passender wäre eine Einteilung in "tatsächlich tolerant und rücksichtsvoll" sowie " autoritär-unterdrückend" Die Eigenschaften finde ich wesentlich wichtiger als sich an einer Sitzordnung ab etwa 1789 zu orientieren.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 12.07.2026 20:33
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Zum Beispiel, wenn selbst der ÖRR der Islamismus-Propaganda mehr und mehr auf den Leim geht und wie zuletzt beim BR geschehen -
züchtige Kleidung im Sinnes des Islams als "Modest Fashion" verkauft und nicht einmal hinterfragt:
https://www.fr.de/panorama/ard-beitrag-entfacht-islam-debatte-modest-fashion-schon-radikal-94358246.html

Oder wenn im KIKA (Kinderkanal des ÖRR) Christentum und Islam gegenübergestellt werden und dabei Zuckerfest und Religiosität auf der einen Seite als überaus toll dargestellt werden,
und auf der anderen Seite Ablasshandel und Pädophilie herausgestellt werden:
https://www.merkur.de/deutschland/islam-gelobt-christentum-demontiert-zdf-erntet-kritik-fuer-logo-sendung-zr-94236832.html

Das ist schon etwas mehr als bedenklich!
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 12.07.2026 23:03
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Zum Beispiel, wenn selbst der ÖRR der Islamismus-Propaganda mehr und mehr auf den Leim geht und wie zuletzt beim BR geschehen -
züchtige Kleidung im Sinnes des Islams als "Modest Fashion" verkauft und nicht einmal hinterfragt:
https://www.fr.de/panorama/ard-beitrag-entfacht-islam-debatte-modest-fashion-schon-radikal-94358246.html

Oder wenn im KIKA (Kinderkanal des ÖRR) Christentum und Islam gegenübergestellt werden und dabei Zuckerfest und Religiosität auf der einen Seite als überaus toll dargestellt werden,
und auf der anderen Seite Ablasshandel und Pädophilie herausgestellt werden:
https://www.merkur.de/deutschland/islam-gelobt-christentum-demontiert-zdf-erntet-kritik-fuer-logo-sendung-zr-94236832.html

Das ist schon etwas mehr als bedenklich!

Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft. Da ist auch nicht alles super toll, aber man lernt eine neutrale Sicht auf die Religionen. Menscheln tut es überall, im Guten wie im Schlechten.

Mir ist es wichtig, die Gut-Schlecht-(oder Bös-)Grenzen nicht zwischen den Religionen zu ziehen, sondern zwischen unterschiedlichen Interpretationen der Religionen. Religionismus gibt es überall, liberale Religiosität auch.  Sich damit zu beschäftigen, ändert die Sichtweise.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: cephalus am 12.07.2026 23:07
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt.


Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Was Deinen (von mir eingefügten) ersten Absatz betrifft gebe ich dir absolut Recht.

Der zweite Teil stellt sich für mich, verfolge ich soziale wie öffentliche Medien, auch so dar, was aber meinem persönlichen Erleben widerspricht.
Als einzige Person in meinem Umfeld vertritt meine Schwiegermutter unreflektiert und unwillig zur Diskussion rechtes Gedankengut Parolen, was für sie zu einem fast kompletten Verlust sozialer Kontakte geführt hat.

Also mein Umfeld ist geblieben wo es immer war: konservativ-liberal.
Jedefalls nicht weiter rechts.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.07.2026 00:18
So ist es bei mir eigentlich auch, Cephalus, nur nicht in Bezug auf meine Schwiegermutter, die nichts gegen mein Rocktragen hatte (sie weilt nicht mehr unter uns). Rechte Parolen treffe ich eigentlich nur in diesen Forum von einigen Personen und von der Cousine meiner Liebsten in Utah, die Trump "so amazing" findet, und sich selbst sicher gar nicht bewusst ist, dass Trump irgendwie "rechts" ist. In meinem alltäglichen Umfeld, so könnte man auch sagen, befinde ich mich völlig in einer "Mitte-links-Blase". Und vielleicht aber sehr undeutlich von einem Nachbarn oder von zweien.

LG, Micha 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 13.07.2026 09:48
Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft.

Wenn man offenen Auges durch die Welt geht, braucht man das nicht.
Einfach mal das "Stadtbild" anschauen. Soviele Frauen mit Koptüchern gab es vor zehn, zwanzig Jahren nicht!
Das ist zum einen der politische Islam, wie von den Erdogan-Treuen (oft mit deutschem Pass) vorangetrieben wird,
als auch von den vielen Neubürgern (die gemäß Ayslrecht/ Dublin-Abkommen, usw. eigentlich gar nicht hier sein dürften),
die mit unseren Werten nichts anfangen können und wollen.

Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
Da gab es auch keine Hundertschaften vor Kirchen und Synagogen - oder bei einfachen Festivitäten;
geschweige denn Betonblöcke vor Weihnachtsmärkten.
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Aber die Perversion des Ganzen ist dann der Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, wie er in Berlin dieses Jahr erstmals umgesetzt wurde.
Komisch. Vor Moscheen habe ich noch nie Polizeifahrzeuge und Sperren gesehen.

Es ist in linken Milieus leider verbreitet und Usus, die Menschen des nahen Ostens zu hofieren und zu feiern,
weil sie ja angeblich Opfer sind und Unterdrückte des "Kolonialismus des weißen Mannes".
Das gipfelt dann in solchen Idotien wie "Queers for Palestine" - weil diese Anhänger nicht einmal wissen,
wie mit queeren Menschen im nahen Osten, insbesondere Palästina umgegangen wird.

Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.07.2026 10:41
Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft.

Wenn man offenen Auges durch die Welt geht, braucht man das nicht.
Einfach mal das "Stadtbild" anschauen. Soviele Frauen mit Koptüchern gab es vor zehn, zwanzig Jahren nicht!
Das ist zum einen der politische Islam, wie von den Erdogan-Treuen (oft mit deutschem Pass) vorangetrieben wird,
als auch von den vielen Neubürgern (die gemäß Ayslrecht/ Dublin-Abkommen, usw. eigentlich gar nicht hier sein dürften),
die mit unseren Werten nichts anfangen können und wollen.

Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
Da gab es auch keine Hundertschaften vor Kirchen und Synagogen - oder bei einfachen Festivitäten;
geschweige denn Betonblöcke vor Weihnachtsmärkten.
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Aber die Perversion des Ganzen ist dann der Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, wie er in Berlin dieses Jahr erstmals umgesetzt wurde.
Komisch. Vor Moscheen habe ich noch nie Polizeifahrzeuge und Sperren gesehen.

Es ist in linken Milieus leider verbreitet und Usus, die Menschen des nahen Ostens zu hofieren und zu feiern,
weil sie ja angeblich Opfer sind und Unterdrückte des "Kolonialismus des weißen Mannes".
Das gipfelt dann in solchen Idotien wie "Queers for Palestine" - weil diese Anhänger nicht einmal wissen,
wie mit queeren Menschen im nahen Osten, insbesondere Palästina umgegangen wird.

Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Wissenschaft ist freilich machtlos, wenn Menschen lieber ihrem oberflächlichen Augenschein vertrauen und das was sie sehen mit Stereotypen interpretieren.
Ich bezweifle, dass Du offene Augen hast. Sonst würdest Du mehr Differenzen wahrnehmen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 13.07.2026 11:26
Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Bei diesem Zitat klingt es mir in den Ohren:

"Wir werden sie jagen!"

Auch ein Ausdruck, der nicht uneingeschränkt Menschenfreundlichkeit verspricht.

Aber gut, die Phase Gauland ist beendet. Vielleicht tragen aber seine Gefolgsleute diese Worte auch noch immer zwischen ihren Ohren.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.07.2026 11:48
Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Bei diesem Zitat klingt es mir in den Ohren:

"Wir werden sie jagen!"

Auch ein Ausdruck, der nicht uneingeschränkt Menschenfreundlichkeit verspricht.

Aber gut, die Phase Gauland ist beendet. Vielleicht tragen aber seine Gefolgsleute diese Worte auch noch immer zwischen ihren Ohren.

Ich musste erstmal nachgucken, wer Göring-Eckhardt überhaupt ist. Aber in welchen Kontext sagte Kathrin Göring-Eckhardt das? Das wäre schon wichtig zu wissen, ob zu verstehen, was sie damals vor elf Jahren damit meinte.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 13.07.2026 12:03
Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
...
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Nun, diese Angst zu schüren, spielt ja denen in die Hände, die "bunte Fummel" als Bedrohung der Gesellschaft ansehen.

Ich empfinde diese Furcht in meinem vielleicht gelobten Land Rhein-Main und Pfalz und drumherum gar nicht so präsent. Gut, ich bin nicht queer. Aber zumindest die Leute, denen ich das erste Mal begegne, werden das nicht alle auf Anhieb spüren.

Ich habe eine Bekannte, die glühende Anhängerin der AfD-Agitation ist, die wiederum kein Problem mit mir hat. Im Gegenteil, ich ernte gerade von ihr sehr häufig Sternchen (also Likes) in meinem WA-Status, wo ich für 24 Stunden manchmal meine Outfit-Selfies wie hier im Forum zeige. Meine Schwestern gaben mir bislang dafür noch keine Sternchen. Und die 'glühende' Bekannte hat auch kein Problem damit, sich mit mir im Stadtbild zu zeigen oder sich mit mir von ihren Gesinnungsgenossen sehen zu lassen.

Ich weiß natürlich nicht, wie das wäre, würde ich vehement für queere Rechte eintreten. Vielleicht sähe das anders aus. Aber so, wie sie mich kennt, findet sie mich voll cool - auch wenn unsere Gesinnungen auseinander gehen.

Auch habe ich einen Bekannten, der früher Röcke und Kleider getragen hat. Er ist beruflich praktizierend im spirituellen Yoga. Seit einigen Jahren lebt er mit einem Transmann zusammen. Für ihn ist klar, er wählt die AfD.

Den rechten Narrativen angelehnte Aussagen hört man viel im "Stadtbild", manchmal recht vorsichtig ausgedrückt, weil man sich über diese Partei nicht so ganz im Klaren ist. Aber letztlich landet das Kreuzchen doch in derem Kreis. Irgendwoher müssen ja die Stimmen kommen, wenn in meinem Landstrich mehr als jeder fünfte dorthin sympathisiert, woanders deutlich mehr noch. Öffentlich unter mehreren Leuten sich gegen die AfD-Gesinnung auszusprechen, wird immer häufiger jemanden treffen, der eben doch sich von deren Versprechungen angezogen fühlt.

Leider schafft auch unsere gegenwärtige Regierung noch viel zu wenig, die Sorgen und Bedenken der Leute aufzufangen. Immerhin hatte dieser Tage unser Bundeskanzler irgendwo gesagt, dass Demokratie darin besteht, sich in allen Fragen um Interessensausgleich zu bemühen - freilich, keine leichte Aufgabe, aber eigentlich liegt genau darin der wirkliche Wert der Demokratie. Und wenn man genau hinschaut, so sind ja die Institutionen, z.B. das Rechtssystem ziemlich getrennt von den politischen Befindlichkeiten. Hier wird ja - oftmals vielleicht noch immer unzureichend, aber immerhin - darum gerungen, einen möglichst unabhängigen Ausgleich zu schaffen und Gerechtigkeit walten zu lassen. Das sieht nur der kleine Mann auf der Straße oftmals nicht. Aufgabe der Politik ist es, auch das zu vermitteln. Das wird viel zu wenig gemacht. Und wenn einem eine Entscheidung mal gegen den Strich geht und jemand anderes davon profitiert, so gibt es andere Momente, wo es dem anderen gegen den Strich geht und ich profitiere. Ausgleich eben. Kompromisse eingehen tut manchmal weh, nützt aber manchmal auch.

Und Demokratiefeinde sind diese Unabhängigkeiten und das Ringen um Interessensausgleiche ein Dorn im Auge. Sie behaupten, das sei so gar nicht der Fall, um dann, wenn sie an die Macht kommen, da kräftig mit reinzumischen, um mit langer Hand mal ordentlich durchzuregieren. In anderen Ländern gibt es ja schon erste oder fortgeschrittenere Beispiele. Ausserdem gibt es dazu eine Blaupause von vor bald 100 Jahren hier in unserem Land. Ich glaube, in solch einem Land, in dem mit langer Hand bis in die Wohnzimmer hinein regiert wird, wollen die meisten von uns nicht leben, auch viele nicht, die ihr Kreuzchen jetzt am liebsten bei der AfD setzen würden.

Und wir tun gut daran, uns nicht von der Angst vereinnahmen zu lassen. Prügeleien, Messerstechereien gab es schon immer und wird es weiterhin geben. Sowas wird sich nicht verhindern lassen, selbst nicht in einem strikten Polizeistaat. Das Leben ist gefährlich, wenn man vor die Tür geht. Das Leben ist aber auch erst lebenswert, wenn man vor die Tür geht.

Und in den meisten Fällen ist es doch egal, ob jemand glaubt, wir wären queer oder trans oder sonstwas. Natürlich kann man auch stolz sein, wenn man das nicht ist, aber trotzdem gerne Röcke oder Kleider trägt. Oder "bunte Fummel". Natürlich kann man auch dafür eintreten, dass ganz "normale" Männer auch mal was anderes tragen möchten als nur immer die Hosen.

Und drum sollten wir das tun. Wenn wir das nicht tun, helfen wir nur denen, die bis in unser Wohnzimmer hinein regieren wollen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 13.07.2026 15:24
Lieber @MAS, du weißt erschreckend wenig über dein Land, seine Kultur und seine Politiker.
Die Aussage von Frau Göring Eckardt bezieht sich auf den Wunsch, durch unbegrenzte Zuwanderung eine neue Vielfalt zu schaffen. Dabei hätte ihr bewusst sein müssen, dass unkontrollierte Zuwanderung, die auch Fanatiker und straftäter enthält, große Risiken birgt. Die Folgen sind mittlerweile deutlich sichtbar und neben den Einheimischen leiden auch die gut integrierten Ausländer darunter., genauso die aus echter Not geflüchteten Menschen.

An der stelle kann ich nur wiederholen, dass du dich doch bitte mehr über zahlreiche Themen informierst. In früheren Beiträgen konntest du Partei, regierung, Staat, Demokratie, Land usw. nicht unterscheiden, eine Gegenüberstellung der Risiken und Nutzen verschiedener Energieformen ist scheinbar spurlos vorübergegangen, auch wie ein Staatshaushalt funktioniert mit Einnahmen und Ausgaben. Geld ist nicht einfach unbegrenzt so da und wird einfach vom Kanzler gedruckt. Es kann nur umverteilt werden, was auch da ist. Alles andere nennt man Schulden.

Bitte suche dir ein gutes Lexikon deiner Wahl und informier dich!

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.07.2026 16:33
Mal wieder ein guter Text, lieber Wolfgang! :)

Nur hier fehlt ein Dativ-n:
"Und Demokratiefeinde sind diese Unabhängigkeiten und das Ringen um Interessensausgleiche ein Dorn im Auge."
Also korrekt:
"Und Demokratiefeinden sind diese Unabhängigkeiten und das Ringen um Interessensausgleiche ein Dorn im Auge."
Nur damit man den Satz auch versteht.

Ich meine zusätzlich zu dem Ausgleich der Interessen, die auch mich mit meinen Interessen mal berücksichtigt, sollte man als echter Demokrat auch nicht nur die eigenen egoistischen Interessen im Sinn haben, sondern auch das Gemeinwohl, und zwar auch langfristig und nachhaltig.

Und man sollte andere Menschen nicht nur dem Augenschein nach be- oder gar verurteilen, sondern auch daran interessiert sein, was sich dahinter befindet, z.B. was das denn nun wirklich für ein Mensch unter dem Kopftuch oder in dem Rock ist.
Das kann man natürlich nicht immer recherchieren. Man immer auch getäuscht werden. Deswegen aber eine Kopftuch- oder Rockphobie entwickeln und alle Kopftuchträgerinnen oder Rockträger verdächtigen, nicht gut für unsere Gesellschaft zu sein, ist nicht gut. Sicher gibt es in beiden Gruppen Menschen, die es tatsächlich nicht sind. Die gibt es aber auch unter den Menschen, die noch ganz anders gekleidet sind.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 13.07.2026 17:58

Ich meine zusätzlich zu dem Ausgleich der Interessen, die auch mich mit meinen Interessen mal berücksichtigt, sollte man als echter Demokrat auch nicht nur die eigenen egoistischen Interessen im Sinn haben, sondern auch das Gemeinwohl, und zwar auch langfristig und nachhaltig.


Ja, es geht ja darum, für ein auskömmliches Zusammenleben zu sorgen. Dass jeder mit irgendwie jedem auskommt. Das ist nicht nur Sache der Politik. Das ist Sache von jedem einzelnen. Und die meisten wollen doch eigentlich nur dasselbe: In Frieden leben nach seiner Façon.

Und Deinen Satz kann man auch auf ein wesentliches zurückführen, was uns Rockträger betrifft:

Ich nehme mir meine Freiheit, dann gestatte ich anderen auch ihre Freiheiten.
Kommt einem anderen was zugute, dann kommt auch mir irgendwann wieder mal was zugute.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.07.2026 19:31
Genau! :D

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 14.07.2026 23:43
Schon praktisch, wenn man sich in einer Echokammer befindet.
Da braucht es kaum Input von außen, um sich "gut" zu unterhalten...  ::)
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 15.07.2026 10:01
Schon praktisch, wenn man sich in einer Echokammer befindet.
Da braucht es kaum Input von außen, um sich "gut" zu unterhalten...  ::)

Ja, das merke ich, dass Dir das praktisch vorkommt, BlueBayou. Aber komm ruhig mal heraus und öffne Dich der vielfältigen Wirklichkeit. Das ist vielleicht verwirrend, aber man kann sich daran gewöhnen und eines Tages souverän damit umgehen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 15.07.2026 19:57
Schon praktisch, wenn man sich in einer Echokammer befindet.
Da braucht es kaum Input von außen, um sich "gut" zu unterhalten...  ::)

Ja, das merke ich, dass Dir das praktisch vorkommt, BlueBayou. Aber komm ruhig mal heraus und öffne Dich der vielfältigen Wirklichkeit. Das ist vielleicht verwirrend, aber man kann sich daran gewöhnen und eines Tages souverän damit umgehen.

LG, Micha

Lieber @MAS,

wo bietest du denn die versprochene Vielfalt? Wie oben schon beschrieben, ist es nicht die Vielfalt des Wissens und des Denkens. Auch demokratische Vielfalt scheint dir fremd, denn auf alles, was nicht deinem Standpunkt entspricht, reagierst du sehr abweisend. Eine Vielfalt an aktiv genutzten Informations- und Bildungsquellen erkenne ich nicht. Das schon stark gestresste Wort "Toleranz" scheint eher eine Forderung für die eigene Meinung zu sein, nicht aber für andere.

Eine gewisse Vielfalt sehe ich allenfalls an Methoden, ein Thema ins OT zu bringen oder kritischen Fragen auszuweichen. Hier ging es ja mal um einen WDR-Bericht über Queerfeindlichkeit. Siehe Startbeitrag.

Wenn ich was übersehe, sag es mir bitte.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 15.07.2026 23:17
Schon praktisch, wenn man sich in einer Echokammer befindet.
Da braucht es kaum Input von außen, um sich "gut" zu unterhalten...  ::)

Ja, das merke ich, dass Dir das praktisch vorkommt, BlueBayou.

Ich sprach nicht von mir, sondern von Euch zweien - Skirtedman und Dir.
Ihr scheint hier zu jedem Thema ellenlange Statements abgeben zu müssen.
Das finde ich ein wenig seltsam und auch erdrückend. Da bleibt kaum Platz für andere Stimmen.
Ich habe auch nicht die Zeit, mich seitenlange Antworten durchzuwühlen, um dann mitreden zu dürfen.
Aber ich will das mal probieren.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.07.2026 00:48
Schon praktisch, wenn man sich in einer Echokammer befindet.
Da braucht es kaum Input von außen, um sich "gut" zu unterhalten...  ::)

Ja, das merke ich, dass Dir das praktisch vorkommt, BlueBayou.

Ich sprach nicht von mir, sondern von Euch zweien - Skirtedman und Dir.
Ihr scheint hier zu jedem Thema ellenlange Statements abgeben zu müssen.
Das finde ich ein wenig seltsam und auch erdrückend. Da bleibt kaum Platz für andere Stimmen.
Ich habe auch nicht die Zeit, mich seitenlange Antworten durchzuwühlen, um dann mitreden zu dürfen.
Aber ich will das mal probieren.

Das war mir schon klar, dass Du uns beide meinst, lieber Bluebayou. Ich wollte Dich nur etwas auf den Arm nehmen bzw. Dir den Spiegel vorhalten.

Ich meine, wenn Du der Meinung bist, ein oberflächlicher Blick auf kopftuchtragende Frauen genüge Dir, zu erkennen, dass es zwei Möglichkeiten gibt, diese einzuordnen, während Menschen, die sich besser damit auskennen, viel mehr Möglichkeiten kennen, dass bist es doch wohl Du, der sich in seiner eigenen Echokammer befindet und nicht hören will, was andere Menschen - zudem noch Menschen, die sich intensiver damit beschäftigt haben als Du . dazu zu sagen haben.

Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Ja, die liebe Zeit. Also wenn mich etwas wirklich interessiert, lese ich auch gerne längere Texte hier im Forum oder auch Bücher zu einem Thema. Wenn es mich nicht so interessiert, überfliege ich die Texte eher. Ich vermute mal, das wird bei Dir ähnlich sein.

LG, Micha 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.07.2026 00:50
Wenn ich was übersehe, sag es mir bitte.

Gruß
doppelrock

Du übersiehst es geflissentlich, dass ich wissen möchte, mit wem ich die Ehre habe. Meine E-Mail-Adresse steht hier im Forum in der Mitgliederliste.

Gruß, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 16.07.2026 01:46
Micha,

Du diskutierst doch auch gerne mit anderen Usern intensiv, tiefgründig, auch über politische Aspekte, ohne dass Du deren reale Identität und Absichten kennst.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 16.07.2026 08:19
Wenn ich was übersehe, sag es mir bitte.

Gruß
doppelrock

Du übersiehst es geflissentlich, dass ich wissen möchte, mit wem ich die Ehre habe. Meine E-Mail-Adresse steht hier im Forum in der Mitgliederliste.

Gruß, Micha

(wenn auch nicht an mich gerichtet)

OMG! Wieso sollte man sich in einem Forum mit Nickname anmelden und
a) seine komplette Identität offenbaren
b) seine Email-Adresse veröffentlichen und
c) außerhalb des Forums weiterdiskutieren.
???

Das führt das Ganze ja ad absurdum!
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.07.2026 08:40
Wenn ich was übersehe, sag es mir bitte.

Gruß
doppelrock

Du übersiehst es geflissentlich, dass ich wissen möchte, mit wem ich die Ehre habe. Meine E-Mail-Adresse steht hier im Forum in der Mitgliederliste.

Gruß, Micha

(wenn auch nicht an mich gerichtet)

OMG! Wieso sollte man sich in einem Forum mit Nickname anmelden und
a) seine komplette Identität offenbaren
b) seine Email-Adresse veröffentlichen und
c) außerhalb des Forums weiterdiskutieren.
???

Das führt das Ganze ja ad absurdum!

An Dich ist es nicht gerichtet, BlueBayou. Es geht auch bei Doppelrock nicht um die öffentliche Offenlegung seiner Identität, sondern nur mir gegenüber, da er meine Identität kennt, seine aber verschweigt und unter diesen Bedingungen kein Dialog, also kein transparentes Gespräch, das er sich wünscht (oder zumindest mal wünschte), möglich ist. Die Themen mit ihm sind mit zu persönlich geworden, um sie in einseitiger Anonymität behandeln zu können.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 16.07.2026 08:42
Micha,

Du diskutierst doch auch gerne mit anderen Usern intensiv, tiefgründig, auch über politische Aspekte, ohne dass Du deren reale Identität und Absichten kennst.

Nee, da ist ein Qualitätsunterschied was die Intimität der Themen angeht.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 17.07.2026 07:49
Lieber @MAS,

wieder einmal muss ich dir widersprechen.
Zur Anonymität: Die Gründe sind mehrfach und ausführlich dargestellt. Im Wesentlichen geht es mir darum, mich vor der Übergriffigkeit von dummen und boshaften Menschen zu schützen, die meine Meinungsfreiheit mit gefühlten Straftaten verwechseln und mich liebend gern "verpetzen" würden. Immerhin hat mir hier im Forum schon einmal jemand den Tod gewünscht., weil er die Zusammenhänge nicht verstanden hat.

Diskussion: Wenn ich dich in höflicher Form darauf hinweise, dass du etwas völlig Falsches sagst, was offensichtlich nicht so stehen bleiben kann, ist die Absicht nicht, dass du reflexartig relativierst oder beginnst, zu diskutieren. Wunsch ist, dass du dich noch einmal bei einer Primärquelle deiner Wahl informierst, um Wissen zu erarbeiten und den selben Fehler nicht zu wiederholen. Dabei ist vollkommen egal, ob der Anstoß von Paul, Peter oder Fritz kommt.

OT: Es ist sehr anstrengend für alle hier, wenn du wortreich jedes Thema ins Off Topic schiebst, sogar deine eigenen, wie dieses, wo es um einen WDR-Bericht über Queerfeindlichkeit geht. Solches Verhalten lässt an einem ernsthaften Interesse für das eigentliche Thema zweifeln. Eigene Präsenz und Zahl der Wörter scheinen dann wichtiger als wirkliches Nachdenken über das Thema. Ist hier mein Eindruck.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirt-Man am 19.07.2026 14:17
Als ich mir das Anfangsvideo  angeschaut habe, bin ich auf ein anderes Video gestoßen. Welches dazu passen könnte?
https://www.youtube.com/watch?v=4pdd6oAZCQs

Es wird dort mal etwas beleuchtet, was hier schon angesprochen wurde und zwar auch von Personen, die es betrifft.

Viele die noch näher an LGB.... sind, haben auch keinen Bock mehr auf das politisieren und den Hype. Sondern wollen einfach nur in Ruhe Leben.
Das betrifft auch Freunde in meinem Umfeld.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Bernd am 19.07.2026 15:32
Als ich mir das Anfangsvideo  angeschaut habe, bin ich auf ein anderes Video gestoßen. Welches dazu passen könnte?
https://www.youtube.com/watch?v=4pdd6oAZCQs

Es wird dort mal etwas beleuchtet, was hier schon angesprochen wurde und zwar auch von Personen, die es betrifft.

Viele die noch näher an LGB.... sind, haben auch keinen Bock mehr auf das politisieren und den Hype. Sondern wollen einfach nur in Ruhe Leben.
Das betrifft auch Freunde in meinem Umfeld.

Ich habe mir dieses Video gerade angeschaut. Eine interessante Diskussion, die verschiedene Perspektiven beleuchtet und insbesondere klar macht, dass nicht alle von dieser Thematik Betroffenen gleich darüber denken.

Aber ich glaube, die Transfrau im Video hat innerhalb von transidenten Personen eher eine Außenseiterposition, wenn sie sich in der aktuellen Position für weniger Sichtbarkeit von Queerness und mehr Toleranz gegenüber queerfeindlichen Leuten ausspricht. Als Transfrau identifiziert sie sich nicht mit ihrem Geburtsgeschlecht, hat aber ihrerseits Schwierigkeiten, Geschlechteridentitäen jenseits der männlich-weiblichen Binarität anzuerkennen. Das heißt, mit dem was sie als Transfrau an Rechten hat, möchte sie sich in Ruhe zufrieden geben und sich nicht für queere Identitäten einsetzen, die über ihre eigene hinausgehen. Im Gegensatz dazu ist eine wichtige Forderung der queeren Community, dass eben alle Identitäten anerkannt werden, also z.B. schwule Männer sich auch für lebische Frauen mit einsetzen, homosexuelle cis-Personen sich für die Rechte von transidenten Personen stark machen usw.

Ich bin gerade mit einer Gruppe dabei, den queeren ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt des diesjährigen CSD in Aachen vorzubereiten. In dieser Vorbereitungsgruppe bezeichnet sich mindestens ein Drittel der Leute als nicht-binär und nutzt für sich keine Personalpronomen. Das ist auch für mich noch ungewohnt. Aber ich übe mich da in wertschätzendem Umgang und finde das wichtig.

So mag für manche Leute, die von Rechten für Homosexuelle oder Transpersonen profitieren, die aktuelle Situation genügen, und sie möchten am liebsten in Ruhe und ohne öffentliche Sichtbarkeit leben. Aber auch sie - wie wir alle - müssen zur Kenntnis nehmen, dass für andere queere Personen öffentliche Sichtbarkeit und Einsatz für diese Themen sehr wichtig sind, gerade damit alle sich im Privaten entfalten und in Ruhe leben können.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirt-Man am 19.07.2026 16:06
Ich fand das Video auch interessant und bestätigte mir, was meine Bekannten schon sagten.

Finde es aber gerade wegen diesem aufdringlichen Getue etwas Gefährlich.
Eigentlich soll die Öffentlichkeit desensibilisiert werden, damit es für Betroffene einfacher ist sich zu Outen.
Durch diesen Druck könnten sich aber nur noch mehr Personen gegen diese vermeintliche Indoktrination wehren.
Dadurch wird es schwerer sich zu Outen.
Siehe nur das auftreten in der Öffentlichkeit.

Auch wenn einige von uns sich nicht zugehörig fühlen, sind wir doch von der ganzen Sache indirekt oder direkt mit betroffen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 24.07.2026 11:18
ich bin immer gespalten beidem Thema: Einerseits bin ich ja durchaus der Meinung, es sollte jeder nach seiner Art glücklich leben dürfen.
Andererseits halte ich vieles in dem Themenkreis viel zu übertrieben, und den missionarischen Eifer teilweise stark übertrieben, vor allem wenn er anderer Leute Geld kostet und neue Leiden auslöst.

Ich persönlich betrachte mich durchaus als Binär. Und ausschließlich männlich. Ich habe keine Probleme mit meinem männlichen Körper und meiner männlichen Identität.
Natürlich könnte ich einen perfekteren, jüngeren Körper haben. Aber würde man mich vor die Wahl stellen, meinen heutigen Körper, mit dem meines 25 jährigen Ichs, mit dem des 25 jährigen Brad Pitt, oder dem der 25 jährigen Sharon Stone zu tauschen, ich würde mich wahrscheinlich am Ende wieder für meinen eigenen Körper entscheiden.

Allerdings kann ich meinen Körper nicht tauschen und nicht ohne größere Probleme ändern.

Alles was mir also fehlt ist die Auswahl an Klamotten.
Idealerweise gäbe es alle Klamotten die ich mir wünsche für kleines Geld in meiner Passform zu kaufen und es gäbe keine sozialen, persönlichen Hemmnisse, so dass ich jeden Morgen entscheiden könnte, ich kleide mich, worauf ich gerade Lust habe.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 24.07.2026 11:38
Allerdings kann ich meinen Körper nicht tauschen und nicht ohne größere Probleme ändern.

Das ist eine Kontingenz, über die viele Menschen nicht nachdenken. Kommt man ins Nachdenken, braucht man eine Bewältigungsstrategie. Die kann eben verschieden ausfallen. Einige werden mit ihrem Körper so unzufrieden, dass sie sehr darunter leiden. Einige davon, versuchen ihn zu ändern. Einigen davon gelingt es zufriedenstellend, anderen nicht.

Alles was mir also fehlt ist die Auswahl an Klamotten.

Das Problem ist leichter zu lösen. Es ist somit keine Kontingenz, zumindest keine, die eine bleiben muss.

In beiden Fällen ist es leichter, wenn man die Ansprüche nicht zu hoch setzt.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 25.07.2026 19:49
https://www.berliner-zeitung.de/article/lesbische-modegeschichte-10223520
Titel: Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 26.07.2026 10:35
Leider gibt es einen traurigen Anlass, erneut zum Thema zu schreiben.
Was bei vielen als Denkverbot gilt, schreibt auch die Tagesschau zur Herkunft des Täters
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/csd-berlin-verletzte-100.html
Das dürfte eine plausible Erklärung sein für den "nicht-rechtsextremen" Anstieg der queerfeindlichen Straftaten. In freien Medien wird durchaus neutral und sachlich darüber berichtet. nach meinem Empfinden wirkt der WDR-Bericht im Startbeitrag wie eine bewusst gezündete Nebelkerze zur Ablenkung von einer wichtigen Tätergruppe und zur Schaffung von Feindbildern.

Deshalb wiederhole ich meinen Appell: Nicht die einen gegen die anderen aufrechnen, sondern erwischte, rechtskräftig verurteilte Täter nach den Buchstaben des Gesetzes behandeln ohna Ausnahmen und Ausflüchte. Die aktuellen Gesetze sind eindeutig genug und bieten auch die notwendige Strenge, damit die Täter oder Nachahmer nicht erneut handeln. Sofern die Gesetze korrekt angewendet werden.

Noch was zur Geschichte; Wer gern die "Fascho"-Keule schwingt, ohne zu wissen, was dahinter steht, beschäftige sich bitte mal mit Herrn Mussolini in der Zeit 1915-20 und der Bedeutung des Rutenbündels. Der Zusammenhang ist noch interessanter als die Sitzordnung in der ersten französischen Republik. Hat aber den Nachteil, dass man die geliebten Vorurteile überdenken muss.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 26.07.2026 18:35
Ich will ja nicht sagen, "ich hab´s ja gesagt!" - aber ich habe es gesagt:

Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI (https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI)

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha

Was für ein tendentiös-schlechter Bericht - "das Problem ist immer rechts" !
Das ist zu billig und zu undifferenziert!
Aber es passt ins Bild. Ich sage nur "Queer for Palestine".

Queerfeindlichkeit hat viele Täter (und Ursachen) - nicht nur aus dem politisch-rechten Milieu.
Beispiel: Queerfeindlichkeit im Islamismus.
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/queerfeindlichkeit-im-islamismus.html

Darüber möchte aber niemand öffentlich reden - könnte ja als "islamfeindlich" gecancelt werden. Oh man!

Allen Opfern und deren Angehörigen des Anschlags auf den Berliner CSD 2026 (https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_den_Berliner_Christopher_Street_Day_2026) mein herzliches Beileid und viel Kraft!
Ebenso den Verletzten eine schnelle Genesung und den Mut, sich davon nicht abschrecken zu lassen!
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 26.07.2026 21:32
Geliefert wie bestellt….

Mutti sagte wir schaffen das…

Mit anderen Worten importierter Terrorismus.
Wie sagte die Küchenhilfe, Deutschland wird bunt und sie freut sich…
Ich möchte nicht wissen was die Angehörigen der Toten jetzt denken.
Sicher war der Täter von zu viel nackter Haut beim CSD traumatisiert. 🤔
Mittlerweile hat sich das dank eines guten Schützen bei der Polizei erledigt was dem Steuerzahler viele Kosten erspart.
Bin gespannt ob der milde Kuschelkurs der Justiz bei kriminellen Ausländern , Islamisten ein Ende hat.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 26.07.2026 23:21
Danke, dass jemand das hier thematisiert hat. Mir lag es heute Morgen auch schon auf der Zunge, um es hier quasi für das Protokoll zu erwähnen. Mir reichte jedoch heute Morgen die Zeit dazu nicht mehr.

Bin zwar aktuell informatorisch noch immer auf demselben Stand von heute früh, vielleicht sind inzwischen mehr Einzelheiten bekannt. Aber auf dem Stand, auf dem ich noch bin, fällt mir dazu ein (außer, dass die Tat natürlich verwerflich ist), dass es eben noch immer Leute gibt, denen zuviel Freiheit zuwider ist. Solchen Menschen würde ich generell raten, sich ein anderes Land zum Leben auszusuchen, das ihren Vorstellungen besser gerecht wird.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 26.07.2026 23:35
...und den Mut, sich davon nicht abschrecken zu lassen!

Das gilt auch für alle hier im Forum, egal inwieweit man sich mit dem CSD identifiziert oder nicht.

Von einigen Unwissenden werden auch die, die sich männlich fühlen und Rock tragen, zu der CSD-affinen Gruppe zugerechnet. Auch diejenigen von uns, die sich also mit dem CSD primär nicht identifizieren, trifft also der Unmut, gegen den solche Veranstaltungen wie der CSD eben symbolträchtig ankämpfen. Wichtig also auch für die 'hartgesottenen' Männer mit lediglichem Rockwunsch, sich weiterhin nicht abschrecken zu lassen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 27.07.2026 05:57
Danke, dass jemand das hier thematisiert hat. Mir lag es heute Morgen auch schon auf der Zunge, um es hier quasi für das Protokoll zu erwähnen. Mir reichte jedoch heute Morgen die Zeit dazu nicht mehr.

Bin zwar aktuell informatorisch noch immer auf demselben Stand von heute früh, vielleicht sind inzwischen mehr Einzelheiten bekannt. Aber auf dem Stand, auf dem ich noch bin, fällt mir dazu ein (außer, dass die Tat natürlich verwerflich ist), dass es eben noch immer Leute gibt, denen zuviel Freiheit zuwider ist. Solchen Menschen würde ich generell raten, sich ein anderes Land zum Leben auszusuchen, das ihren Vorstellungen besser gerecht wird.

Der Wunsch, dass diese Menschen dorthin gehen, wo es ihnen "besser gefällt", wird nicht erfüllt.
Grund:
Sie haben die Mission, ihre Sichtweise in "ungläubigen" oder "unwürdigen" Ländern zu verbreiten und weil sie es für das einzig Wahre halten, auch mit Gewalt.
Bremsen könnte man das nur, wenn hiesige Menschen die eigene Kultur wertschätzen und vertreten sowie die geltenden Gesetze durchsetzen würden.. Da hier aber medial Leute medial im Vordergrund stehen, die sich selbst und als Projektion Land und Gesellschaft hassen, haben solche Gewalttäter nicht nur leichtes Spiel, sondern im Wortsinne Schützenhilfe. Ein Land, das oft seine eigene Flagge verbietet, ist eine leichte Beute für solche Extremisten.
Und Sekten wie "Queer for (arabisches Land)" zeigen den Irrsinn in seiner ganzen Größe.

Viele neu Niedergelassene sagen, dass ihr Glauben über dem Grundgesetz steht und dieses folglich nicht für sie gilt. Und offensichtlich wird dies geduldet, so dass eine Zweiklassengesellschaft eingeführt wird, statt Verstöße zu bestrafen. Man sieht ja die Urteile nach Taten, auf Tätergruppen aufgeteilt. Da sind klare Tendenzen sichtbar

Zu den Zusammenhängen ist schon oft vieles gesagt, aber es kommt nicht bei den Leuten an, die mit den Schaden verursachen, sondern lieber mit dem Finger auf andere zeigen und Dinge zur Ablenkung bewusst vermischen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 27.07.2026 06:57
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mutmasslicher-csd-taeter-abdul-ballout-was-ueber-ihn-bekannt-ist-accg-201066981.html?premium=0x7abc1ea0bf24f9cd136e6cc176e330aed5d5b336b5204cbe98b11a88a50a95d6 
Davon laufen noch ganz viele herum….

Was ich vorsichtig gesagt irritierend finde ist das es keine Grossdemos von zb den Omas gibt. Lediglich Demos aus der LGBT Szene.
Wäre das ein Anschlag von rechts gewesen würde Deutschland Kopf stehen mit eine Woche Generalstreik.
Liegt wohl daran das es ein armer mit schwerer Jugend in Deutschland geplagter Moslem war der aus linker Sicht eher Opfer einer schrecklich diskriminierenden Gesellschaft als Mörder, Krimineller und Islamist war und somit unter das Islam  Welpenschutzprogramm fällt.
Somit erspart man sich den Gang zum Amt zur Anmeldung eines Demogeneralstreiks.


Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 27.07.2026 08:37
Ja, Fanatismus, egal welcher Religion oder Weltanschauung, ist übel. Dass dieser Fanatismus sich gegen queere Menschen richtet, ist leider weit verbreitet. Menschen kommen nicht damit zurecht, dass es außer heterosexuellen und cisgender Männern und Frauen auch noch andere Menschen gibt mit einer anderen sexuellen Orientierung oder Gender-Identität.

Wenn wir eine offene Gesellschaft sein wollen, müssen wir diese auch verteidigen. Wie diese Verteidigung allerdings aussehen soll, ist nicht so einfach zu entscheiden. Feinde dieser offenen Gesellschaft gibt es ja nicht nur unter Islamist:innen.

Wir sollten eh besser aufhören, Menschen nach Religions- oder Staatsangehörigkeit in gut und böse zu unterteilen, sondern zwischen Fanatikern und friedlichen Menschen unterscheiden.

Aber auch die Unfriedlichkeit eines Menschen ist nicht immer so leicht zu erkennen, wie mir scheint.


Jedenfalls trauere ich mir den Angehörigen der ermordeten Frau um diese und hoffe, dass die Verletzten es ohne bleibenden Schaden überleben!


LG, Micha

PS: Ich habe eben mal nach "Queerfeindlichkeit Statistik" gesucht und stieß dabei u.a. auf diese Statistik:
https://www.lsvd.de/de/ct/2445-Queerfeindliche-Gewalt#wer-sind-taeter (https://www.lsvd.de/de/ct/2445-Queerfeindliche-Gewalt#wer-sind-taeter)
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 27.07.2026 09:48
Solche Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen.
Besonders wenn man nicht die Kriterien kennt, nach denen eingeteilt wird und der Ersteller nicht neutral wie eine Behörde ist, sondern Bezug zum Thema hat.
Sicher scheint nur, dass die Zahl der als "queerfeindlich" eingestuften Straftaten zunimmt und dass gegen die echten Ursachen gekämpft werden muss ohne Ausweichen und weitere Nebelkerzen.
Misstrauisch bin ich etwa wegen Aussagen eines Herrn Pantisano, Queerbeauftragter der Linken Partei. Er bringt im Interview den Täter vom CSD in Berlin aufgrund des religiösen Bezugs seiner Tat mit "Konservativ", also "rechts" in Verbindung und unterstellt letztlich der AFD die Schuld an der Tat und nicht dem Täter mit seinem Fanatismus. Was aber auch dem tolerantesten Menschen zumindest komisch vorkommen dürfte. Ähnliches Framing betreibt (wieder) Frau Hayali.
Beide tun damit der queeren Community keinen Gefallen, sondern verursachen bei bisher neutral eingestellten Menschen Abneigung gegen Queer. Wenn Spaltung deren Ziel ist, damit die Mächtigen an der Macht bleiben oder im Hintergrund der Ablenkung weiter Gesetze gegen die Bürger durchsetzen, sollte ihnen jemand sanft aber nachdrücklich auf die Finger klopfen oder ihnen eine Tätigkeit vermitteln, wo sie keinen Schaden anrichten.

Ohne Leitmedien und Politik gäbe es keine Spaltung, sondern ein friedliches Volk. Das ist spätestens seit 2020 sicher.

Es darf überhaupt keine Gewalt geduldet werden. Egal ob gegen hetero oder homo, Mann oder Frau oder "Zufallsopfer". Es gab Zeiten ohne diese Gewalt und die Ursachen für die Zunahme der Gewalttaten muss zuverlässig benannt und abgestellt werden.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 27.07.2026 21:58
Die Abneigung gegen Queer wird nicht mehr wachsen als sie ggf vorhanden ist. Eher wird die Abneigung gegen Moslems wachsen was mehr als nachvollziehbar ist.
Hier zeigt sich das es ein Kulturkreis ist der nur eingeschränkt kompatibel zu unserer Staatsform ist.
Es heißt immer Einzelfall. Mehrere Einzelfälle ergeben aber eine Serie , ein Muster. Generalverdacht dürfte zu viel sein aber ein gewisses Misstrauen gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe ist nicht verkehrt.

Stichwort Kulturkreis- ich frage mich gerade wie viele Terroranschläge von Personen aus Lateinamerika, Asien, Südostasien, Afrika verübt worden sind. Tendenz null!
Liegt wohl doch am kaum kompatiblen islamischen Kulturkreis.


Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 27.07.2026 23:17
Afrika?

Der arabische Kulturkreis erstreckt sich auch über große Gebiete von Afrika. Und auch aus solchen Herkunftsländern wurden schon Menschen zu Terrortaten in Europa mobilisiert.

Mir scheint, Euer Blick, Timper und doppelrock, ist stellenweise zu sehr schablonisiert.

Beispiel:

Ohne Leitmedien und Politik gäbe es keine Spaltung, sondern ein friedliches Volk. Das ist spätestens seit 2020 sicher.

Solch eine Aussage schürt geradezu die Spaltung. Wie sähe ein Leben ohne "Politik" und ohne "Leitmedien" aus? Ohne Politik wäre Anarchie à la Wildwest. Und was mit "Leitmedien" gemeint ist, wäre es ohne das bestimmt nicht besser.

Diese zitierte Aussage halte ich für eklatant unreflektiert. Wie soll man sich über Vorgänge informieren ohne einigermaßen unabhängige Medien? Das, was als "Leitmedien" bezeichnet wird, war mal als "vierte Staatsgewalt" stolz geschaffen worden, unabhängig von den anderen drei Staatsgewalten, nämlich Gesetzgebung, Ausführung und Rechtsprechung. Das mag alles ziemlich schwierig zu verstehen sein, wenn man sich damit noch nicht beschäftigt hat, aber die Gewaltenteilung hat ganz praktische und letztlich doch leicht zu verstehende Vorteile:

Warum ist die Trennung wichtig? Machtschutz: Die Aufteilung auf drei verschiedene Gruppen verhindert, dass eine einzelne Person oder Stelle die gesamte Macht allein besitzt. Gegenseitige Kontrolle: Die drei Bereiche passen aufeinander auf und bremsen sich bei Bedarf gegenseitig aus, damit es nicht zu Willkür kommt.

Und die vierte Gewalt, der möglichst unabhängigen und möglichst vielfältigen Presse, erfüllt eben auch solch eine Kontrollfunktion über die anderen drei Gewalten.

Willst Du wirklich auf die Gewaltenteilungen verzichten? Lebst Du glücklicher, wenn alles aus einer Hand kommt und niemand sich mehr traut zu sagen: "Moment einmal!"?

Denkt mal eine Zeitlang drüber nach.

Link, um sich in dieses Thema zu vertiefen:
https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/s/staatsgewalt.html (https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/s/staatsgewalt.html#:~:text=Buchstaben%20ein%2D/%20ausblenden-,STAATSGEWALT,-von%20Christiane%20Toyka)

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 27.07.2026 23:25
Zurück zum Thema!

...und den Mut, sich davon nicht abschrecken zu lassen!

Das gilt auch für alle hier im Forum, egal inwieweit man sich mit dem CSD identifiziert oder nicht.

Von einigen Unwissenden werden auch die, die sich männlich fühlen und Rock tragen, zu der CSD-affinen Gruppe zugerechnet. ... ... ...

# "...sich nicht abschrecken zu lassen!"

Der Vollständigkeit halber möchte ich auf einen interessanten Aspekt hierzu und einigen folgenden Antworten drauf verlinken an einer anderen Stelle hier im Forum, nämlich da: "Rocker gesichtet (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4304.msg209450#msg209450)"
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 27.07.2026 23:41
Afrika?

Der arabische Kulturkreis erstreckt sich auch über große Gebiete von Afrika. Und auch aus solchen Herkunftsländern wurden schon Menschen zu Terrortaten in Europa mobilisiert.

Mir scheint, Euer Blick, Timper und doppelrock, ist stellenweise zu sehr schablonisiert.

Beispiel:

Ohne Leitmedien und Politik gäbe es keine Spaltung, sondern ein friedliches Volk. Das ist spätestens seit 2020 sicher.

Solch eine Aussage schürt geradezu die Spaltung. Wie sähe ein Leben ohne "Politik" und ohne "Leitmedien" aus? Ohne Politik wäre Anarchie à la Wildwest. Und was mit "Leitmedien" gemeint ist, wäre es ohne das bestimmt nicht besser.

Diese zitierte Aussage halte ich für eklatant unreflektiert. Wie soll man sich über Vorgänge informieren ohne einigermaßen unabhängige Medien? Das, was als "Leitmedien" bezeichnet wird, war mal als "vierte Staatsgewalt" stolz geschaffen worden, unabhängig von den anderen drei Staatsgewalten, nämlich Gesetzgebung, Ausführung und Rechtsprechung. Das mag alles ziemlich schwierig zu verstehen sein, wenn man sich damit noch nicht beschäftigt hat, aber die Gewaltenteilung hat ganz praktische und letztlich doch leicht zu verstehende Vorteile:

Warum ist die Trennung wichtig? Machtschutz: Die Aufteilung auf drei verschiedene Gruppen verhindert, dass eine einzelne Person oder Stelle die gesamte Macht allein besitzt. Gegenseitige Kontrolle: Die drei Bereiche passen aufeinander auf und bremsen sich bei Bedarf gegenseitig aus, damit es nicht zu Willkür kommt.

Und die vierte Gewalt, der möglichst unabhängigen, und möglichst vielfältigen Presse, erfüllt eben auch solch eine Kontrollfunktion der anderen Gewalten.

Willst Du wirklich auf die Gewaltenteilungen verzichten? Lebst Du glücklicher, wenn alles aus einer Hand kommt und niemand sich mehr traut zu sagen: "Moment einmal!"?

Denkt mal eine Zeitlang drüber nach.

Ohne Deine Antwort, lieber Wolfgang, hätte ich gar nicht gewusst, was die beiden geschrieben haben. Ich hatte nur irgendwo was gegen importierten Terror und Islamismus gelesen, was ich ja noch nachvollziehen kann, nun aber gegen Moslems im Allgemeinen - ich war neugierig und habe es doch mal überflogen -  das ist doch selbst so eine Hassrede gegen 4 Millionen Menschen in Deutschland und ca. 1/4 der Menschheit. Nee, so was geht gar nicht, das ist Terrorismus mit Worten!

Hier zwei Radiobeiträge, die von ganz anderen Moslems berichten, wie sie bei den islamfeindlichen Äußerungen leider immer wieder unter den Tisch fallen:
https://www.deutschlandfunk.de/wir-sind-alles-frankfurter-juedisch-muslimischische-freundschaft-in-hessen-100.html (https://www.deutschlandfunk.de/wir-sind-alles-frankfurter-juedisch-muslimischische-freundschaft-in-hessen-100.html)
https://www.deutschlandfunk.de/selbstbewusste-helferinnen-frauen-in-muslimischen-gemeinden-100.html (https://www.deutschlandfunk.de/selbstbewusste-helferinnen-frauen-in-muslimischen-gemeinden-100.html)

Das sind zwei Beiträge aus dem "Leitmedium" Radio, von denen ich wirklich nicht sehen kann, wo sie die Spaltung der Gesellschaft fördern. Im Gegenteil! Sie sind Beiträge für das Miteinander von Menschen, egal, welcher Religion sie angehören und ob überhaupt! Von wegen "nicht kompatibel mit unserm Kulturkreis"!

Islamismus ist was anderes, das ist so wie Nationalismus auf islamisch. Islamismus ist islamisch, so wie deutscher Nationalismus deutsch ist. Beide sprechen nicht für die Mehrheit der Menschen, für die sie gerne sprechen würden. Statt also für solche Terrorakte die Muslimen im Allgemeinen verantwortlich zu machen, sollten wir genauer Ross und Reiter benennen. Wir machen ja für die Reden von rechten Rassisten auch nicht alle Deutschen verantwortlich.

Und daran, dass es Islamismus gibt, ist "der Westen" ja nicht ganz unschuldig. Leseempfehlung: https://www.fischerverlage.de/buch/christopher-de-bellaigue-die-islamische-aufklaerung-9783103973549 (https://www.fischerverlage.de/buch/christopher-de-bellaigue-die-islamische-aufklaerung-9783103973549)

LG, Micha

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 28.07.2026 01:19

Und daran, dass es Islamismus gibt, ist "der Westen" ja nicht ganz unschuldig.

Ja, daran musste ich vorhin auch denken.

Freilich kann keiner von uns etwas dazu - also Timper nicht, doppelrock nicht, Du nicht, ich nicht -, dass es so geschehen ist, drum werden solche Zusammenhänge gerne unter den Tisch fallen lassen, weil man dafür ja nicht verantwortlich ist. Dennoch kann man das Geschehene nicht rückgängig machen und muss berücksichtigen, weshalb heute etwas so ist, wie es eben ist. Da ist ein reines Deuten auf "die da!" nicht ausreichend, sondern man muss es in Zusammenhängen betrachten.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 28.07.2026 04:22
Afrika?

Der arabische Kulturkreis erstreckt sich auch über große Gebiete von Afrika. Und auch aus solchen Herkunftsländern wurden schon Menschen zu Terrortaten in Europa mobilisiert.

Mir scheint, Euer Blick, Timper und doppelrock, ist stellenweise zu sehr schablonisiert.

Beispiel:

Ohne Leitmedien und Politik gäbe es keine Spaltung, sondern ein friedliches Volk. Das ist spätestens seit 2020 sicher.

Solch eine Aussage schürt geradezu die Spaltung. Wie sähe ein Leben ohne "Politik" und ohne "Leitmedien" aus? Ohne Politik wäre Anarchie à la Wildwest. Und was mit "Leitmedien" gemeint ist, wäre es ohne das bestimmt nicht besser.

Diese zitierte Aussage halte ich für eklatant unreflektiert. Wie soll man sich über Vorgänge informieren ohne einigermaßen unabhängige Medien? Das, was als "Leitmedien" bezeichnet wird, war mal als "vierte Staatsgewalt" stolz geschaffen worden, unabhängig von den anderen drei Staatsgewalten, nämlich Gesetzgebung, Ausführung und Rechtsprechung. Das mag alles ziemlich schwierig zu verstehen sein, wenn man sich damit noch nicht beschäftigt hat, aber die Gewaltenteilung hat ganz praktische und letztlich doch leicht zu verstehende Vorteile:

Warum ist die Trennung wichtig? Machtschutz: Die Aufteilung auf drei verschiedene Gruppen verhindert, dass eine einzelne Person oder Stelle die gesamte Macht allein besitzt. Gegenseitige Kontrolle: Die drei Bereiche passen aufeinander auf und bremsen sich bei Bedarf gegenseitig aus, damit es nicht zu Willkür kommt.

Und die vierte Gewalt, der möglichst unabhängigen und möglichst vielfältigen Presse, erfüllt eben auch solch eine Kontrollfunktion über die anderen drei Gewalten.

Willst Du wirklich auf die Gewaltenteilungen verzichten? Lebst Du glücklicher, wenn alles aus einer Hand kommt und niemand sich mehr traut zu sagen: "Moment einmal!"?

Denkt mal eine Zeitlang drüber nach.

Link, um sich in dieses Thema zu vertiefen:
https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/s/staatsgewalt.html (https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/s/staatsgewalt.html#:~:text=Buchstaben%20ein%2D/%20ausblenden-,STAATSGEWALT,-von%20Christiane%20Toyka)

Dein Blick, lieber Skirtedman scheint mir zu stark schablonisiert. Du teilst strikt in schwarz-weiß ein. Ich sage nirgends, dass man Leitmedien und Politik abschaffen soll, wie du irrtümlicherweise unterstellst, sondern, dass sie mit ihrem Verhalten für Spaltung sorgen. Und nicht ich spalte dadurch, dass ich dieses Verhalten benenne. Für die Medien gibt es klare Regeln wie Medien-Staatsvertrag und Journalismus-regeln, die Politik hat sich FÜR das GANZE Volk einzusetzen statt es gegeneinander aufzuhetzen, um von den eigenen Taten abzulenken.

Ich finde es billig, Leute der Spaltung zu bezichtigen, die Dinge, die schief laufen, aussprechen.

Meinetwegen können die Leitmedien weitermachen, aber ohne Subvention für Zeitungen und ohne Zwangsgebühr für Sender, die gegen genannte Regeln verstoßen. Sie dürfen gern am Markt aus eigener Kraft bestehen müssen.

Timper und doppelrock sind 2 verschiedene Personen mit verschiedenen Ansichten, die man nicht einfach in einen Topf mit der Aufschrift "Feindbild" werfen sollte, sondern besser die Argumente beider anhört. So wie ein MAS, ein Skirtedman und andere auch einzeln angehört werden.

Aber das ist ja bequemer und fühlt sich moralischer an als sich mit den Ursachen für Übergriffe, Morde, Straftaten, Spaltung zu beschäftigen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 28.07.2026 04:30
@MAS: "Das sind 2 Beiträge..."
Meinst du das jetzt ernst oder machst du Satire?
Glaubst du selbst tatsächlich, dass eine Sendeanstalt keine Spaltung betreibt, weil 2 zufällig von dir herausgesuchte Beiträge für dich den Eindruck erwecken, sie würden keine Spaltung betreiben.
Das ist etwa so, als wenn du ein Pferd unter der Lupe betrachtest, den Huf aus Horn erkennst und daraus schließt, dass das ganze Pferd aus Horn bestehen muss.
Seit 2015 gibt es tausende Beiträge, die die Absicht zur Spaltung der Menschen beweisen. Egal ob es um Teddybärenwerfen, großes C, Krieg und Frieden, Renten oder sonstwas geht. Praktisch in allen Themen ist die Absicht sichtbar.

Ein wichtiger Punkt im Leben ist, Demut zu lernen. Einen Schritt zurücktreten, über sich selbst lachen können, von anderen lernen wollen statt immer nur Multiplikator für als "gut" empfundene Anführer zu spielen, wonach man sich moralisch gern gut fühlt. Ist vielleicht eines der schwersten Dinge überhaupt.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 28.07.2026 07:56
Guten Morgen, lieber Wolfgang und alle anderen!

Hier noch eine Leseempfehlung: https://www.suhrkamp.de/buch/thomas-bauer-die-kultur-der-ambiguitaet-t-9783458710332?utm_source=google.com&utm_medium=ad&utm_campaign=pmax&gad_source=5&gad_campaignid=20199555726&gclid=EAIaIQobChMIwZ_d0db0lQMVrpSDBx0XYSEVEAAYASAAEgLOA_D_BwE (https://www.suhrkamp.de/buch/thomas-bauer-die-kultur-der-ambiguitaet-t-9783458710332?utm_source=google.com&utm_medium=ad&utm_campaign=pmax&gad_source=5&gad_campaignid=20199555726&gclid=EAIaIQobChMIwZ_d0db0lQMVrpSDBx0XYSEVEAAYASAAEgLOA_D_BwE)
Darin steht auch, dass Muslime gegenüber queeren Menschen und Lebensweisen in früheren Jahrhunderten viel toleranter waren als heute. Homophobie war in "unserem Kulturkreis" viel mehr verabscheut und gar bestraft als in "deren Kulturkreis". Und "wir" beeinflussten "sie" darin, das Gut-Böse-Denken zu übernehmen.

Ja, natürlich können wir hier und heute nichts für die Vergangenheit, aber wir können kritisch und auch selbstkritisch damit umgehen oder die Schattenseiten unserer Vorfahren negieren und ihre Heldentaten verherrlichen, so wie es einem gewissen Geschichtslehrer in einer alternativen Partei ja vorschwebt. Nur das Heute zu sehen, ohne sich über das Gestern Gedanken zu machen, ist Geschichtsvergessenheit. Und tatsächlich weiß ja kaum jemand über die Geschichte des Verhältnisses zwischen Islam und "Westen" gut Bescheid. Da können die beiden genannten Bücher exzellent aushelfen.

Ich muss zum Zug.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 28.07.2026 08:38
Lieber MAS,
deine Aussagen über "die Muslime" wirken sehr pauschal. Hast du schon einmal mit Menschen im Iran oder in der Türkei  über deren Weltbild und dem derer zugehört, die in den letzten Jahren hierher kamen und kommen? In vielen Fällen wirst du bestätigt bekommen, dass Menschen mitLebensmittelpunkt im eigenen Lang viel toleranter, weltoffener und gebildeter sind als Ausgereiste. Hier bestätigt sich leider der Zusammenhang von wenig Empathie und Intelligenz (nicht verwechseln mit Menge an Schulwissen) und Intensität der Religionsausübung. Die Auslandstürken wählen im Normalfall auch anders als die im Inland.
Das alles kann man im wirklichen Leben und in Nachrichten aufschnappen. Deine Aussage, dass "wir", also Menschen in Deutschland oder Europa, Muslime zu Homophobie verführen, halte ich doch für etwas hanebüchen.Wie sieht es z.B. in den Golfstaaten oder in Afghanistan mit der Akzeptanz aus? Was sagen Palästinenser in Palästina zu "Queer for Palestine"-Bewegten?

Traust du dir zu, einem Schwulen mit türkischen Vorfahren zuzuhören, der sagt, dass die LGBTxxx-Organisation die Schwulen-Szene vereinnahmt und instrumentalisiert hat, wogegen sich diese nun wehren und eigene Verbände gründen. Der Mann heißt Ali Utlu und aus meiner Sicht hat er Interessantes zu berichten, vor allem für alle, die sich "links" nennen, das aber nicht sind. Dass sie sich nunmehr selbst organisieren, finde ich richtig, um sich von Leuten unterm Regenbogen zu distanzieren, die sich an Kindern vergehen, fetisch in der Öffentlichkeit zelebrieren oder einfach das Familienleben ausrotten wollen. Durch die Abgrenzung können sie wieder so akzeptiert werden wie bis vor etwa 10 Jahren, vor auftreten der NGOs.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 28.07.2026 09:04
Für mich ist das lächerlich zu behaupten wir sind Mitschuld an dem islamischen Terror.
Ein Großteil ist religiös im Mittelalter hängen geblieben. Religiös verstrahlt.
Offensichtlich wirkt der Islam oder Religion allgemein wie eine Droge. Sie vernebelt das Gehirn und verhindert selbstständiges Denken.
Mitschuld… typisch linkes Geschwafel, das grenzt schon an Täter - Opfer Umkehr. Der Typ hier ist in Deutschland aufgewachsen und zu 100%  verstrahlt worden.
Ach nee, sorry, er hatte eine schwere Kindheit und ging in die falsche Moschee. Das geht als Entschuldigung immer.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 28.07.2026 10:09
Ja, das Jetzt kann man nur mit dem Vorher verstehen.

Wir alle kommen aus unserer eigenen Vergangenheit, aber auch aus der Vergangenheit, die wir weder miterlebt noch mitgestaltet haben. Das haben viele, viele Menschen eben gemacht, die vor uns da waren und mitgestaltet haben.

Natürlich gibt es auch beim Blick zurück nicht die einzige Wahrheit, zumindest verschiedene Erzählweisen und Interpretationen, die aus bestem Wissen und Gewissen geschehen, zum Teil aber auch mit bestimmten Absichten und Zielen so erfolgen.

Danke für die Buchtipps. Das Medium Buch ist freilich gut geeignet, ein Thema sehr umfassend darzustellen. Es ist sowas wie ein sehr, sehr, sehr sehr sehr langer Forumsbeitrag. Zwar möchte ich jetzt nicht vom Forum reden, aber von Büchern, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich für den Erwerb von Wissen aus Büchern praktisch überhaupt keine Lebenszeit mehr einräume.

Und ich schließe von mich auf viele andere, dass das Lesen von Büchern für die meisten keine passende Option ist in unserer schnelllebigen, auf minimalgroße Häppchen portionierte Zeit. Sich also ohne Not tiefer mit Einzelaspekten zu beschäftigen, geschieht auf breiter Basis nicht mehr. Und wenn dann zudem noch die Gefahr besteht, dass ein Buch als tendenziöses Sprachrohr einer womöglich mir nicht geheuren Gesinnung verdächtigt zu werden, dann sinkt noch mal mehr die Bereitschaft, sich inhaltlich und mit investierter Zeit damit auseinander zu setzen. Deshalb befürchte ich, dass solche Werke (Bücher) kaum andere Personenkreise erreichen als diejenigen, die diesem Thema schon zuvor aufgeschlossen waren.

Sicherlich wird es zu fast jedem solcher Bücher irgendwelche Sendungen, Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel geben, die aber auch eher nur die geneigten Interessenten erreichen werden. Es ist schade, dass solche Arbeiten (Werke; Bücher) im allgemeinen Rauschen verpuffen und zumeist nur als Argumentationshilfen für diejenigen dienen, die ohnehin schon mit der Materie vertrauter waren als die ganz große Mehrheit der anderen.





Mir kommt gerade der Gedanke in den Sinn, dass in Schule, aber auch in Erwachsenenbildung (dazu zählen für mich auch die Medien, egal welche, vor allem aber die schnelllebigen) mehr für das Aufarbeiten von Verständnis getan werden müsste. Verständnis, warum es Personenkreise gibt, die diese oder jene, auch extreme, Sichtweisen und politischen Orientierungen haben. Das Niedermachen von einer mir abweichenden Gesinnung kann ja nicht die Lösung sein. Es braucht Verständnis, weshalb jemand etwas anders sieht als ich. Es braucht Verständnis, warum ich etwas anders sehe als jemand anders. Es braucht Einsicht, dass meine Sichtweise nicht die einzige nachvollziehbare und richtige ist. Dass andere mit anderen Sichtweisen auch ihre eigenen Nachvollziehbarkeiten und Geschichten haben, und nicht deswegen falsch und unberechtigt sein müssen, nur weil ich meine Sichtweise auf etwas anderes fokussiere.

Ich glaube, wenn dieses Verständnis in der Gesellschaft verbreiteter wäre, dann wäre ein wesentlicher Schritt gegangen hin zu einer solidarischen Gesellschaft trotz unterschiedlicher Ansichten. Dann wäre die diagnostizierte Spaltung der Gesellschaft, wie doppelrock sie anspricht, kein absoluter Riss mehr durch das Miteinander - eigentlich etwas, das doppelrock in seinen Worten sich wünscht, und nicht nur er, sondern viele andere. Dann wäre eine Unterscheidung z.B. in Geimpfte und Ungeimpfte ziemlich überflüssig.

Und natürlich - um abschließend wieder auf die Bücher zu kommen - ist es hilfreich, auch die Sichtweisen derjenigen zu kennen, die eine andere Ansicht haben als ich. Erst wenn ich diese ausreichend kenne, kann ich mir eigentlich ein ausreichend eigenes Bild über Einzelthemen machen, ohne einer einzelnen, vielleicht interessengeleiteten Darstellung hinterherzulaufen.

Das Problem ist eben die Zeit, die nun mal endlich ist. Für das meiste im Leben fehlt einfach die Zeit, sich intensiv mit Einzelaspekten auseinander zu setzen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 28.07.2026 14:45
Verständnis? Für abweichende Sichtweisen die Mörder , Terroristen, Islamisten haben und mit Messer und Autos Menschen töten für ihre rückständige, verblendete Ideologie? Haarsträubend!
Nein. Habe ich nicht, interessiert mich nicht. Die Personen müssen überwacht oder besser gar nicht ins Land gelassen werden.
Niemand kann eine Begründung aus 1000 und ein Nacht herleiten um hier Menschen umzufahren.
Das ist fast eine Täter Opfer Umkehr.
Der Typ ist hier mit allen westlichen Annehmlichkeiten aufgewachsen.
Wenn diese Leute mit unserer Gesellschaft Probleme haben ( zb dem CSD) dann sollten sie besser schnell ausreisen.
Zb nach Afghanistan oder Syrien . Es zwingt sie niemand hier zu bleiben!
Es wird sie auch niemand vermissen.
Außer vielleicht die grüne Küchenhilfe.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 28.07.2026 14:50
Lieber Wolfgang,

Du bist ein kluger Kopf bzw, hast einen solchen.

Das ist vollkommen richtig, dass es verschiedene Perspektiven, Narrative usw. gibt. Man kann die auch nicht alle kennen. Umso mehr kann man sich auch darin trainieren, mit der eigenen Perspektive, dem eigenen Narrativ usw. bescheiden umzugehen und sie bzw. es nicht einfach mal eben so für unfehlbar und absolut richtig zu halten.

Offenheit für andere Sichtweisen kann bedeuten, sich für sie zu interessieren und sich aktiv mit ihnen zu beschäftigen. Aber auch etwas weniger engagiert, anderen Menschen zuzugestehen, diese Sichtweisen zu haben. Man kann sie einfach tolerieren, auch wenn man sie nicht versteht. Man muss nicht alles für sich akzeptieren, aber dulden, dass andere Menschen sie haben und berücksichtigen, welche Interessen diese anderen Menschen in gemeinsame Entscheidungsfindungen einbringen, das kann man üben.

Ich kenne auch Menschen, die keine oder kaum Bücher lesen, und die dennoch sehr kluge Gedanken haben. Bücher sind keine exklusiven Allheilmittel.

Wenn ich mich aber sehr für ein Thema interessiere - was ich voraussetze, wenn jemand eine Meinung zu diesem Thema öffentlich verkündet - können sie sehr hilfreich sein. Was mich angeht, so haben die genannten zwei Bücher meinen Horizont erweitert. Dass ich als Religionswissenschaftler da mehr Interesse dran habe, Zeit mit dem Lesen solcher Bücher zu verbringen, als Menschen mit anderen Berufen, ist klar. Aber auch ich schaffe es nicht, alles zu lesen, was ich lesen wollte oder sollte. Auf Thomas Bauer wurde ich denn auch durch "Tag für Tag" im Deutschlandfunk aufmerksam, auf Christopher de Bellaigue durch eine Buchwerbung in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. 

Der Deutschlandfunk hat derzeit übrigens einiges über den Anschlag auf den CSD auf seiner Startseite; https://www.deutschlandfunk.de/ (https://www.deutschlandfunk.de/)

Zu Thomas Bauer und Ambiguität findet man da auch einiges;
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Ambiguit%C3%A4t%20Thomas%20Bauer&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8 (https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Ambiguit%C3%A4t%20Thomas%20Bauer&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8)

Zu Christopher de Bellaigue auch:
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch%3AsearchText=Christopher%20de%20Bellaigue&drsearch%3Astations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0 (https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch%3AsearchText=Christopher%20de%20Bellaigue&drsearch%3Astations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0)

Und sogar zu mir:
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Michael%20A.%20Schmiedel&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8 (https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Michael%20A.%20Schmiedel&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8)

Aber klar, machen wir uns nichts vor: Die allermeisten Informationen gehen an uns vorbei, ohne dass wir sie bemerken. Die wenigsten Leute erreichen wir mit Büchern, Radiosendungen, Fernsehsendungen usw. Kurze Nachrichten in den sozialen Medien und überhaupt Internet erreichen mehr Menschen.

Meines Wissens gibt es Studien, die zeigen, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen, die diese schnellen Medien viel nutzen, geringer ist als es sie war, bevor es diese Medien gab. Unsere Studierenden haben Probleme damit, Texte von z.B. 40-60 Seiten zu lesen. Sie lassen sie sich inzwischen von der KI zusammenfassen. Das ist ein legitimes Mittel, wenn man dadurch Zeit spart, ersetzt aber nicht die eigene Lektüre der Texte. Sich die Zeit zu nehmen, sich detailliert ein paar Stunden lang mit einem Thema zu beschäftigen, statt in derselben Zeit viele Themen oberflächlich zu streifen, erfordert unter Umständen Disziplin.

Nochmal zum Anfang: Ja, es gibt verschiedene Sichtweisen. Nun sind die aber dennoch nicht alle gleichwertig. Ich würde mal so sagen: Je bescheidener sie vertreten werden, je differenzierter sie dargelegt werden, je respektvoller sie mit Menschen umgehen, desto wertvoller sind sie.

Manchmal muss man aber auch mal auf den Putz hauen, wenn einem dieselben Stereotypen immer und immer wieder um die Ohren gehauen werden. Man darf auch mal hart diskutieren, wenn man meint, dass jemand ungerecht wird in seiner Argumentation. Dann kann man auch mal fordern, der Andere möge sich mal weiterbilden. Ob mit Büchern oder anderen Medien oder mit Menschen, über die er gerade so pauschal seine Meinung ausgegossen hat, im direkten Austausch, darüber kann man sich dann in Ruhe mal unterhalten, wenn generell die Bereitschaft dazu da ist.   

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 28.07.2026 21:38
Ich habe mir neulich Demolitian Man wieder einmal angesehen. Ein SF Film mit Sylvester Stallone, Wesley Snipe und Sandra Bullock. Kurz zum Inhalt: Ein harter Cop und eine Terrorist werden in den 90igern eingefroren und 2032 wier aufgetaut. Und beide müssen sich in einer komplett anderen Welt wieder zurechtfinden. besonders die Figur von Stallone tut sich sehr schwer damit.

Manchmal komme ich mir heute auch vor als würde ich heute in einer komplett anderen Welt leben als vor 25- 30 Jahren.

Was war das doch damals gut. Alle Preise waren im Verhältnis zum Lohn die Hälfte. Wir waren damals richtig reich. es gab keine Sicherheitsvorkehrungen bei irgendwelchen Festen, egal ob Faschingszug, Weihnachtmarkt, CSD, es gab keine Sprechverbote.  Die quere Szene wr damals noch nicht so sozialistisch aufgeladen, man konnte über alles reden und diskutieren. Die Renten, die Wirtschaft, die Friedenskultur... alles war noch sicher.

Erstmals richtig erschüttert wurde das alles mit dem Anschlag auf die Twin Towers. Ich hab mir damals ein Buch gekauft das den Islam genauer erklärte. Ich war entsetzt. Denn ich erfuhr, das Mohmad der Gründer des Islams alles andere als ein heiliger Mann des Friedens war. Er war Feldherr, weltlicher Herrscher und hat zeitlebens alles getan um seinen persönlichen Reichtum, seine Macht und seinen Sex zu mehren. Er hat töten lassen, Menschen von ihrem Land vertrieben, Menschen versklavt. In seinem Namen wird der Glaube mit Waffengewalt, Angst und Unterdrückung verbreitet. Die Sunniten, die größte Glaubensfraktion nimmt sich sein  Leben zum Beispiel. Damit kann sich jeder moderne Moslem bei jeder Gewalttatt direkt auf Mohamed berufen. Und deshalb wird es niemals eine friedliche Koexistenz mit anderen Religionen geben.

Ich hab sehr gastfreundliche Türken kennengelernt, aber die Tradition, das Frauen sich in der Öffentlichkeit verhüllen müssen, ist für mich eine Zeichen für eine radikale Auslegung der Religion. Das macht mir persönlich Angst. Vor 30 jahren glaubten wir,das machen nur die Alten, weil sie es vondaheim so gewohnt sind. Heute werden es immer mehr, selbt bei mir auf dem Dorf und ich sehe es bei sehr jungen Frauen.

In weniger als 25 Jahren werden Muslime die Mehrheit in diesem Land bilden,  Wie sieht es dann aus? Werden wir noch Weihnachten, Fasching und Ostern feiern können? Werden wir noch öffentlich als Männer Röcke tragen können? Wird es noch CSD s geben? Oder werden noch so viele Anschläge kommen und so viele Opfer zu beklagen sein, dass sich niemand mehr traut? Ich weiß das sogar in der nächsten Stadt hier im Landkreis der große Faschingsumzug abgesagt wurde, weil er nicht richtig abzusichern war?

Alle paar Wochen gibtes eine neue schreckliche Gewalttat und spätestes nach 2 Wochen geht alles wieder resigniert zur Tagesordnung über, weil niemand weiß wie man Einhalt gebieten könnte.

Derweil ist auch nichts anderes mehr sicher: keine Rente, keine Kultur des Friedens, unser Sozialsystem, die Wirtschaft, unser Geld....
Denn Deutschland ist pleite....

Mir machen diese Entwicklungen Angst.
Heute mehr denn jeh.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 28.07.2026 22:54
Ich habe mir neulich Demolitian Man wieder einmal angesehen. Ein SF Film mit Sylvester Stallone, Wesley Snipe und Sandra Bullock. Kurz zum Inhalt: Ein harter Cop und eine Terrorist werden in den 90igern eingefroren und 2032 wier aufgetaut. Und beide müssen sich in einer komplett anderen Welt wieder zurechtfinden. besonders die Figur von Stallone tut sich sehr schwer damit.
Ja, - "sanfte Grüße" - toller Film!


Zitat
Erstmals richtig erschüttert wurde das alles mit dem Anschlag auf die Twin Towers. Ich hab mir damals ein Buch gekauft das den Islam genauer erklärte. Ich war entsetzt. Denn ich erfuhr, das Mohmad der Gründer des Islams alles andere als ein heiliger Mann des Friedens war. Er war Feldherr, weltlicher Herrscher und hat zeitlebens alles getan um seinen persönlichen Reichtum, seine Macht und seinen Sex zu mehren. Er hat töten lassen, Menschen von ihrem Land vertrieben, Menschen versklavt. In seinem Namen wird der Glaube mit Waffengewalt, Angst und Unterdrückung verbreitet. Die Sunniten, die größte Glaubensfraktion nimmt sich sein  Leben zum Beispiel. Damit kann sich jeder moderne Moslem bei jeder Gewalttatt direkt auf Mohamed berufen. Und deshalb wird es niemals eine friedliche Koexistenz mit anderen Religionen geben.
Eben.

Erstens: der Islamismus hat eben sehr wohl mit dem Islam zu tun.
Wenn sich ein "Gotteskrieger" auf irgendwelche alten Paragraphen beruft, so kann ihm keiner seiner Glaubensbrüder ans Bein flicken - eben weil es aus der heiligen Schrift stammt, die von Gott persönlich(!) diktiert wurde. Der Dschihadist macht also genau das, was angeblich seine Aufgabe ist.

Zweites Problem: es gibt keine Reformation, keine große Kraft (wie bspw. der Papst bei den Katholiken), wonach man sagen könnte "Passage 11, 18 und 23, sowei 47 setzen wir mal außer Kraft/ hat für uns im 21. Jahrhundert keine Bedeutung mehr" Oder gar: wir müssen den Koran neu schreiben und all die menschenfeindlichen Passagen überarbeiten oder streichen.

Drittes Problem: die Opfer-Inszenierung. Auch das wurde über die letzten Jahrzehnte eingepflanzt und etabliert, Parteien, Entscheidungsträger, usw. unterwandert. Jegliche Kritik am Islam und Forderungen nach einer Achtung westlicher Werte und Gesetze werden gerne als "islamfeindlich" geframet. In Berlin gibt es mittlerweile sogar einen Gedenktag gegen "antimuslismischen Rassismus". Ausgerechnet von den Muselmännern mit den langen Nachthemden und zotteligen Bärten, die unverhohlen ihren Antisemitismus ausleben.

Der Islam ist mittlerweile keine Bereicherung mehr, sondern eine Bedrohung.

Umso peinlicher, dass viele Linke noch immer nicht begriffen haben, dass der Islam auf Dauer nicht deren Freund und Partner sein kann, sondern der viel gefährlichere Gegner.
DIE LINKE: ruft dazu auf, das Thema nicht rassistisch und populistisch auszuschlachten
SPD: möchte Antidiskriminierung von sexueller Vielfalt gerne im Grundgesetz verankern
GRÜNE: möchten einen Fond einrichten, um Geld für Schutzmaßnahmen bei künftigen Veranstaltungen zu haben
Und einige Politiker entblöden sich nicht, den Isalmismus mit "die Gefahr ist rechts" in einen Topf zu werfen.


Zitat
In weniger als 25 Jahren werden Muslime die Mehrheit in diesem Land bilden,  Wie sieht es dann aus? Werden wir noch Weihnachten, Fasching und Ostern feiern können? Werden wir noch öffentlich als Männer Röcke tragen können? Wird es noch CSD s geben? Oder werden noch so viele Anschläge kommen und so viele Opfer zu beklagen sein, dass sich niemand mehr traut? Ich weiß das sogar in der nächsten Stadt hier im Landkreis der große Faschingsumzug abgesagt wurde, weil er nicht richtig abzusichern war?
Mir wird übel, wenn ich daran denke!

Zitat
Alle paar Wochen gibtes eine neue schreckliche Gewalttat und spätestes nach 2 Wochen geht alles wieder resigniert zur Tagesordnung über, weil niemand weiß wie man Einhalt gebieten könnte.
Hauptsache die Brandmauer, bzw. der Antiterroristische Schutzwall steht...
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 28.07.2026 22:59
Vor 40 Jahren hatte wir noch ein klares Feindbild, lieber Zwurg bzw. zwei davon: Im Westen war es der Kommunismus, im Osten der Kapitalismus.

Schon damals - ich war gerade bei der Bundeswehr - las ich ein Buch mit dem Titel "Feindbild Islam". Der Autor beobachte, wie "der Westen" sich im Zuge der Entspannungspolitik im Ost-West-Verhältnis, ein neues Feindbild aufbaute: den Islam.

So neu ist das indes nicht, sondern Jahrhunderte alt, auch wenn man im 13. Jh. nicht von Muslimen, sondern von Sarazenen sprach und im 17. Jh. von Türcken. Alles Mögliche Schlimme hat man ihnen angedichtet an Grausamkeiten. Sicher gab es Fälle von Grausamkeit, das allerdings überall. Man denke an die Eroberung des christlichen Konstantinopel durch Kreuzritter oder an den Pogrom an an Juden in Worms durch Kreuzritter, die es nicht bis ins Heilige Land schafften. Oder denken wir an den Sklavenhandel, der Millionen von Menschen aus Afrika nach Amerika verschiffte, an dem Christen und Muslime gut verdienten. Und all die Genozide in der Kolonialzeit seit dem 16. Jh. bis ins 20. Alles fabriziert von Christen aus "unserem Kulturkreis". Aber nein, das war ja alles Zivilisation, währen die "Türcken" und andere Wilde grausam, ungerecht, Götzendiener und was weiß ich noch waren.

Heute haben wir das Wissen, damit differenzierter umzugehen. Wir müssen es aber auch anwenden und erstmal verbreiten.

Und ja, auch irrgeleitete Muslime müssen umdenken. Sie müssen ihre Identität nicht mit Terror verteidigen und auch nicht mit einem radikalen Konservativismus. Je mehr sie aber "vom Westen" angefeindet werden, desto mehr werden sie sich in den Fanatismus flüchten. Fanatismus auf der einen Seite schürt den auf der anderen.

Die Anschläge am 11.9.2001 waren ja nicht der Anfang. Sie waren eine fanatische Reaktion auf Jahrhunderte des Fanatismus von "westlicher" Seite.

Dass Muslime auch ganz anders können, erlebe ich immer wieder an realen Menschen, ohne Medien zwischen ihnen und mir. Genau wie Menschen aller anderen Religionen und Kulturen auch anders können, als fanatisch sein.

Welches Buch über Muhammad hast Du denn damals gelesen, lieber Zwurg. Weißt Du noch Titel und Autor:in?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 28.07.2026 23:01
Also Dir, lieber BlueBayou, der Du ja so wunderbar Bescheid zu wissen meinst, empfehle ich wirklich dringend, die beiden von mit genannten Bücher zu lesen. Oder zuerst meinen Beitrag direkt unter Deinem bzw. hier oben drüber.

Was man auch nicht vergessen darf: Es waren Menschen aus "unserem Kulturkreis", die zwei Weltkriege vom Zaune brachen. Und der jetzige Klimawandel geht auch zum großen Teil auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen aus "unserem Kulturkreis" zurück.

Ich finde, wir sollten mal ganz bescheiden auftreten, statt mir dem Finger auf "andere Kulturkreise" zu zeigen.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 29.07.2026 00:25
Vor 40 Jahren hatte wir noch ein klares Feindbild, lieber Zwurg bzw. zwei davon: Im Westen war es der Kommunismus, im Osten der Kapitalismus.
Ich kenne noch den "kalten Krieg" ich war 1989 bei der Bundeswehr und saß im Herbst auf einem gepackten Seesack, berei in den Bereitschaftsraum auszurücken, falls der 3. Weltkrieg beginnt.
Zitat
So neu ist das indes nicht, sondern Jahrhunderte alt, auch wenn man im 13. Jh. nicht von Muslimen, sondern von Sarazenen sprach und im 17. Jh. von Türcken. Alles Mögliche Schlimme hat man ihnen angedichtet an Grausamkeiten. Sicher gab es Fälle von Grausamkeit, das allerdings überall. Man denke an die Eroberung des christlichen Konstantinopel durch Kreuzritter oder an den Pogrom an an Juden in Worms durch Kreuzritter, die es nicht bis ins Heilige Land schafften. Oder denken wir an den Sklavenhandel, der Millionen von Menschen aus Afrika nach Amerika verschiffte, an dem Christen und Muslime gut verdienten.
Ich kenne einen Teil der Geschichte der Moslemischen Berber Piraten, die am Ende des 18. Jahrhunderts europäische und amerikanische Schiffe im Mittelmeer und Atlantik überfallen haben und die weißen Passagiere udn Besatzungen in die Sklaverei verkauften. Die junge USA zahlte einige Jahre Schutzgeld an die Berber. Bis man die Constitution Klasse schuf. Mehrere schwer bewaffnete Kriegsschiffe, die die Übermacht der Berber Piraten brachen. Die Constitution wurde bis heute als Museumsschiff ehalten.
Zitat
Und all die Genozide in der Kolonialzeit seit dem 16. Jh. bis ins 20. Alles fabriziert von Christen aus "unserem Kulturkreis". Aber nein, das war ja alles Zivilisation, währen die "Türcken" und andere Wilde grausam, ungerecht, Götzendiener und was weiß ich noch waren.
Es stimmt natürlich das christliche Nationen und Geschäftsmänner an vielen Greueltaten und vor allem an der Sklaverei beteiligt waren, das christliche Krezritter uns später christliche Missionare viele Greueltaten begingen. Allerdings war dies niemals die Botschaft von Jesus Christus. Christus war kein weltlicher Herrscher, kein Feldherr., kein Gewaltätäter und hat niemals zu Gewalt und Sklaverei aufgerufen. Das ist der Unterschied zum Islam.
Zitat
Heute haben wir das Wissen, damit differenzierter umzugehen. Wir müssen es aber auch anwenden und erstmal verbreiten.

Und ja, auch irrgeleitete Muslime müssen umdenken. Sie müssen ihre Identität nicht mit Terror verteidigen und auch nicht mit einem radikalen Konservativismus. Je mehr sie aber "vom Westen" angefeindet werden, desto mehr werden sie sich in den Fanatismus flüchten. Fanatismus auf der einen Seite schürt den auf der anderen.

Die Anschläge am 11.9.2001 waren ja nicht der Anfang. Sie waren eine fanatische Reaktion auf Jahrhunderte des Fanatismus von "westlicher" Seite.

Dass Muslime auch ganz anders können, erlebe ich immer wieder an realen Menschen, ohne Medien zwischen ihnen und mir. Genau wie Menschen aller anderen Religionen und Kulturen auch anders können, als fanatisch sein.

Welches Buch über Muhammad hast Du denn damals gelesen, lieber Zwurg. Weißt Du noch Titel und Autor:in?

LG, Micha

Ich hab das Buch im Bücherregal gefunden. Stichwort Islam vom Heyne Verlag Autor: Stefan Braun, Copyright 1992

Natürlich könnten die Mulime anders. Ich habe lange geglaubt, durch die Zuwanderung vieler Muslime in das säkuläre Europa, könnte sich ein säkulärer Isalm bilden. Sie würden sich integrieren und assimilieren, so wie alle anderen Zuwanderer, aus Ländern, wie Polen, Russland, Italien, Griechenland, China, Vietnam, usw. Bald schon haben sie ihren Kindern deutsche Namen gegeben, deutsche Männer oder Frauen geheiratet. Nur die Muslime bildeten Paralellgeselllschaften und es wird vn Jahr zu Jahr nicht besser, sondern schlimmer. Viele integrieren sich nicht. Sie lernen die deutsche Sparche nicht, bleiben deshalb in der Schule  und Berufsausbildung zurück. Die Radikalen werden mehr und die Anschläge häufiger.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 29.07.2026 00:42
Zitat
Nur die Muslime bildeten Paralellgeselllschaften und es wird von Jahr zu Jahr nicht besser, sondern schlimmer. Viele integrieren sich nicht. Sie lernen die deutsche Sparche nicht, bleiben deshalb in der Schule  und Berufsausbildung zurück. Die Radikalen werden mehr und die Anschläge häufiger.

Diese Beobachtung ist sicher nicht von der Hand zu weisen.
Und ja, ein durchaus zutreffender Erklärungsversuch, Radikalisierung zu verstehen.

Andererseits darf man nicht verkennen, dass die meisten der Zuwanderer, egal welchen Glaubens, hoch anständige Leute sind und motiviert sind, ihr Glück in unserer Leistungsgesellschaft zu finden.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 29.07.2026 00:44
Ich habe Michas Bücher nicht gelesen, auch nix über die RAF, auch nicht den Kinofilm gesehen,
aber dennoch habe ich eine Meinung aus dem, was man so im Alltag bei offenen Augen mitkriegt,
und dazu stehe ich und vertrete sie, wenn es mir wert ist.

Und einige Politiker entblöden sich nicht, den Islamismus mit "die Gefahr ist rechts" in einen Topf zu werfen.

Also aus meiner ungebildeten Blödheit heraus empfinde ich Islamismus als eine Form von "rechtem Extremismus". Da gibt es durchaus Parallelen.

Linker Extremismus (um nicht sogleich von Terror zu sprechen) richtet sich nach meiner Kenntnis gegen angebliche Unterdrückung und gegen angebliche Ausbeutung und gegen das "Establishment". Und mit "Establishment" wird in erster Linie die Wirtschaft gemeint (und deren Verantwortlichen), die Regierung und die Rechtsprechung.

Gegen die Regierung und staatliche Institutionen, also durchaus auch gegen vieles in der Rechtsprechung, richtet sich ebenso der Rechtsextremismus. Gegen die Regierung, egal wer dran ist, und gegen die staatlichen Institutionen und anderen Systemen, die eigentlich nicht staatlich sind, wird der Vorwurf erhoben, unter einer Decke zu stecken und einen diffusen geheimen Plan zu verfolgen. Darum sei das alles zu bekämpfen oder auszutauschen. Hintergrund rechten Extremismus ist, falls an den entscheidenden Stellen im Staatsgefüge angekommen, genau solch einen Plan zu etablieren. Und dann geht es gegen alle anderen, die im Wege stehen. Die dazugehörigen Feindbilder werden ja schon aufgebaut: politische Gegner werden diffamiert, Minderheiten marginalisiert, und alle, die nicht ins eigene Bild passen, bekämpft und allzu viel Bildung, gar die Wissenschaften abgelehnt.

Und spätestens in den Feindbildern sind die Parallelen zwischen rechtem Extremismus und Islamismus offensichtlich. Alles, was anders ist, wird bekämpft. Gewaltenteilung fehl am Platz. Kontrolle ist alles. Da sind sich die Ziele von rechtem Extremismus und Islamismus ziemlich identisch. Und ich glaube, die wenigsten von uns hätten wirklich Lust, in einem der beiden Systeme zu leben.

Und in linker Anarchie übrigens auch nicht.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 29.07.2026 07:17
Lieber MAS,
es scheint, als unterscheidest du nicht zwischen Islam als allgemeine Glaubensrichtung und dem extremen Islamismus, der mit Gewalt Herrschaft anstrebt.
Solange du den Unterschied nicht siehst, wirdt du immer zum relativieren, Abwiegeln und Schönreden neigen und dich wundern, warum deinen standpunkt kaum jemand teilt.
Extremismus und Gewalt muss klar genannt werden, schon um die gewaltfreien Menschen aus der Sippenhaft herauszunehmen. Und es müssen endlich die Grabenkämpfe untereinander aufhören, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf die Leute, die unsere Spaltung zu ihrem Machterhalt benutzen..

Lenke mal deinen Blick auf die Gemeinsamkeiten der Menschen: statt ständig auszugrenzen und Vorurteile zu pflegen
Frieden
Gesundheit
Naturschutz
Sicherheit ohne Bevormundung und Zensur
echte Eigenverantwortung
Unbeschränkter Zugang zu Wissen und Bildung
echte Eigenverantwortung
Individualität statt Kollektivismus und Gleichmacherei
reale Wertesysteme statt Moralismus und ideologische Dogmen
Wohlstand, der keine ständige Existenzangst aufkommen lässt
Leben und Leben lassen

sicher gibt es noch ein paar mehr, aber fang ruhig mal mit diesen paar an.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 29.07.2026 07:57
da ich in den letzte Wochen etwas mehr Zeit hatte, habe ich mir etwas mehr Interviews auf Youtube angesehen.
Vor allem Jasmin Kosubek und Ben ungeskripted.

Beide interviewen Personen sowohl vom linken als auch vom rechten Spektrum oder einfach interessante Leute. Ich hab dazu verschiedene Gedanken.

Dabei ist mir aufgefallen, das Personen vom linken Spektrum viele Forderungen haben, die immenses Geld kosten. Geld das jemand erarbeiten muss. Auch wenn es schöne Forderungen sind, aber aus meiner Sicht eben utopisch und naiv.

Während die Interview Partner vom rechten Spektrum, das Geld lieber im Land behalten wollen, und sich bewußt sind, das die Utopien nicht bezahlbar sind. Sie wollen die Kultur und Gesellschaft der 50iger und 60iger Jahre wieder herbeiführen.

Die islamischen Radikalen wollen eine islamische Kultur mit strengen religösen Regeln bei uns einführen. Unsere christlichen hohen Feste, unsere Traditionen wie der Fasching, unsere Gleichstellung der Frauen, sind ihnen ein Dorn im Auge.
Die islamischen Länder liegen Wirtschaftlich hinter den christlichen Ländern weit zurück, weil sich nach Islamischen Recht keine großen Firmen gründen und erhalten lassen. Das erweckt Neid. Die isalmischen Radikalen sind bereit Gewalt in jeder Form auszuüben.

Ich sehe keine Paralellen zwischen Rechten und Islamisten und kann nicht verstehen, weshalb man die in einen Topf wirft.

Daher reift in mir die Erkenntnis, das ich den Weg der Linken ablehnen muss, wenn er zuviel Geld kostet. Ich will nicht länger härter und dann in Armut leben, weil die Regierungen nicht mitGeld umgehen können. Privat muss ich auch mein Geld zusammen halten, damit ich die Infrastruktur meines Hauses oder meiner Mobilität erhalten kann.
Ganz sicher will ich nicht nach strengen religösen Regeln leben, deshalb untertsütze ich eher Positionen die diese Tendenzen zurückdrängen.
Ich möchte auch weiter in Freiheit leben, und nicht in einem rechts totalitären Staat, aber auch nicht in einem links totalitären Staat der sich immer mehr abzeichnet.
Und nach all den Interviews, die ich gesehen habe finde ich im Moment viele rechte Positionen nicht falsch.
Grundsätzlich muss es eine politische Kurskorrektur in Europa geben, und wenn die etablierten Parteien dazu nicht bereit sind, werden die Rechten das Ruder alleine übernehmen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 29.07.2026 08:07
Also Dir, lieber BlueBayou, der Du ja so wunderbar Bescheid zu wissen meinst, empfehle ich wirklich dringend, die beiden von mit genannten Bücher zu lesen. Oder zuerst meinen Beitrag direkt unter Deinem bzw. hier oben drüber.

Was man auch nicht vergessen darf: Es waren Menschen aus "unserem Kulturkreis", die zwei Weltkriege vom Zaune brachen. Und der jetzige Klimawandel geht auch zum großen Teil auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen aus "unserem Kulturkreis" zurück.

Ich finde, wir sollten mal ganz bescheiden auftreten, statt mir dem Finger auf "andere Kulturkreise" zu zeigen.

LG, Micha
Immer wieder deine klassischen Ablenkungsmanöver um sich selbst die Schuld an allem zu geben. Diesen Mist nimmt dir längst fast keiner mehr ab. Am Ende waren die Opfer der Terroristen noch selbst schuld.
Mir wird übel!
Links verstrahlter Unsinn.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 29.07.2026 08:08
https://www.berliner-zeitung.de/article/islamismus-netzwerke-deutschland-10238526

Merkels Fachkräfte…🙈😡

Nur begrenzt kompatibel zu einer freiheitlichen, demokratischen, säkularisierten Gesellschaft.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 09:30
Lieber Zwurg,

die USS Constitution habe ich 1987 sogar mal besichtigt:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.


Dieser Krieg gegen die Berber fand 1801-1815 statt: https://en.wikipedia.org/wiki/First_Barbary_War (https://en.wikipedia.org/wiki/First_Barbary_War)
Aber wie stand es zur selben Zeit um die Sklaverei in den USA?
Ich glaube, man nennt das "Doppelmoral", sich über die Versklavung von Weißen zu echauffieren, aber die Versklavung von Schwarzen als gottgewollt darzustellen.

Zu Jesus: Wie schon mal geschrieben, wurde er mir 30 Jahren hingerichtet. Wäre Muhammad in Mekka schon getötet worden, wäre er nie Politiker und Krieger geworden. Man trachtete ihm ja nach dem Leben, wodurch er und seine Leute sich durch die Flucht nach Yathrib (Medina) entzogen. Ja, dann herrschte ein achtjähriger Krieg gegen Mekka, den die Muslime gewannen. Es folgte die Islamisierung und damit Einigung der Araber. Gefolgt von einer Ausbreitung des arabischen Reiches. Hauptgegner waren das Römische (Byzantinische) und das Persische Reich, die beide in keiner Weise friedlicher waren. 800 Jahre später eroberten die Osmanen Konstantinopel.

Ich denke mal, das Recht, sich auf Jesus als Pazifisten zu berufen, hat, wer sich davon inspiriert selbst pazifistisch verhält. Und genau das vermisse ich bei den selbsternannten Verteidigern des christlichen Abendlandes.   

Islamismus und andere Spielarten religiös-politischen Fundamentalismusses haben sehr wohl viel mit Nationalismus gemeinsam, insofern sie ein klares Freund-Feind-Bild haben, die eigene Gruppe als gut und andere als schlecht behandeln, scharfe Grenzen zwischen der eigenen Religion oder Nation und anderen ziehen, und gegenüber anderen Religionen bzw. Nationen einen Überlegenheitsanspruch haben. Beide sind klar gegen pluralistische, multikulturelle und -religiöse Gesellschaften ausgerichtet. Wenn ich ein Feindbild habe, dann dieses.

"Unsere" Nationalegoisten haben einen uniformen, völkisch reinen Staat zum Ziel, überwacht mit KI. Man kann es an den USA sehen. Trump und seine Gefolgsleute zeigen ganz deutlich, was uns blüht, wenn die "Rechten" an die Macht kommen. Das Geld wird dann auch nicht im Lande bleiben, sondern die Kassen der Tech-Giganten füllen. (Sicher gibt es Abstufungen von nationalistischem Fanatismus, aber der Hass auf alles Anderskulturelle, egal ob ethnisch, religiös, gender oder wie auch immer, ist allen gemeinsam.)
In der Türkei haben sich Islamismus und Nationalismus zu einer Einheit verschmolzen.

Zwurg, was Dir anscheinend vorschwebt in Bezug auf Eindeutschung von Migrant:innen nennt man "Assimilation". Oder?

Danke aber für die Nennung des Buchtitels! Ich kenne das Buch oder den Autor nicht, was nicht viel heißen will.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 29.07.2026 10:36
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
Da Deutschland eine Wechselvolle Gescihte in der Mitte Europas hat, trägt wahrscheinlich ein jeder von uns verschiedene Gene von Einwanderern in sich.
Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 29.07.2026 11:42
[...]
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.

Wie schon Helmut Schmidt sagte:
https://youtube.com/shorts/VhQviSKxoq8
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 29.07.2026 12:19
Stimmt zum großen Teil.
Was man noch dazusagen muss ist das es nur wenige Probleme mit Zuwanderer aus zb Vietnam, Korea , also Südostasien gibt. Wenn es Stress gibt sind immer der Nahe und Mittlere Osten ganz vorne dabei.
Mir kann keiner erzählen das da der Islam bzw die Auslegung in dieser Region keine Rolle spielt.
Es einfach die aggressive, offensive, sendende Auslegung die den Ärger verursacht. Eine Droge.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: high4all am 29.07.2026 12:21
Aus der Ausstellung "Je suis Charlie"
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 12:35
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
Da Deutschland eine Wechselvolle Gescihte in der Mitte Europas hat, trägt wahrscheinlich ein jeder von uns verschiedene Gene von Einwanderern in sich.
Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.

Assimilation in diesem Kontext bedeutet ja, dass man die eigene kulturelle Identität aufgeben und durch eine neue austauschen muss. Das bedeutet z.B. Aufgabe der eigenen Sprache, der ethnischen Zugehörigkeit usw. Es bedeutet nicht nur, dass man den Gesetzen des neuen Heimatlandes gehorchen muss, sondern viel mehr.

Ist es das, was Du wirklich willst, Zwurg?

Und bist Du auch für die Abschaffung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit? Möchtest Du den Islam in all seinen Spielarten in Deutschland verbieten?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 29.07.2026 12:45
Ich hab vor ein paar Jahren einmal eine Interview mit Cem Özdemir gesehen. Der Interviewer fragte Özdemir nach seinem Standpunkt als "People of Color". Anstatt diese Frage zurückzuweisen, stieg Özdemir vollends in die Rassismus Debattte ein, welcher Rasssismus ihm als Türke entgegenschlage usw.
Dabei sieht Özdemir und auch die meisten anderen Türken oder Muslime nicht anders aus als jeder andere schwarzhaarige urdeutsche Bayer oder Schwabe.
Mein eigener Vater hatte schwarze Haare, braune Augen und einen dunkleren Teint.
War der etwa auch eine andere Rasse? (jedenfalls nicht nach der Ahnenforschung, die mein Bruder betrieben hat)

Würde Özdemir stattdessen Alois Hinterhuber heißen, würde sich die Frage nach einer anderen Rasse nicht stellen.

Özdemir und andere Muslime machen sich selbst zu Opfern, weil sie auch in der dritten und vierten Generation nicht integriert haben und immer noch voller Stolz als Türken (oder wo immer sie her stammen) bezeichnen. Ich kenne viele solche Türken, die Ehefrauen haben sie sich aus der Türkei kommen lassen. Die Ehefrauen sprechen nicht oder kaum deutsch, weil zu Hause nur türkisch gesprochen wird. Wenn Kinder geboren werden, hören diese zum ersten Mal deutsche Wörter, wenn überhaupt, denn in vielen Städten sind deutschsprachige Kinder bereits in der Minderheit. Eine Integration kann so also gar nicht stattfinden. Später widerholt sich das Spiel an den Schulen, dort kann kein wirklicher Unterricht mehr stattfinden, weil die Kinder den Lehrer nicht verstehen. Und wenn die Berufsausbildung folgen soll, funktioniert das ebenfalls nicht mehr. Die Kinder wachsen dann zu Erwachsenen ohne Beruf heran, können höchstens Hilfsarbeiten ausführen und fühlen sich dann benachteiligt oder rassistisch ausgegrenzt, obwohl der Rassismus bei ihren Eltern begründet liegt und nicht bei der deutschen Gesellschaft.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 29.07.2026 13:07
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
Da Deutschland eine Wechselvolle Gescihte in der Mitte Europas hat, trägt wahrscheinlich ein jeder von uns verschiedene Gene von Einwanderern in sich.
Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.

Assimilation in diesem Kontext bedeutet ja, dass man die eigene kulturelle Identität aufgeben und durch eine neue austauschen muss. Das bedeutet z.B. Aufgabe der eigenen Sprache, der ethnischen Zugehörigkeit usw. Es bedeutet nicht nur, dass man den Gesetzen des neuen Heimatlandes gehorchen muss, sondern viel mehr.

Ist es das, was Du wirklich willst, Zwurg?

Und bist Du auch für die Abschaffung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit? Möchtest Du den Islam in all seinen Spielarten in Deutschland verbieten?

LG, Micha
Man kann gläubig sein ohne die Kultur der religösen Herkunft hochzuhalten. Und des geht nicht um den Glauben an Gott oder an den Propheten Mohamed.
Es geht um die (mittelalterlichen) Gebote der jeweiligen muslimischen Glaubensgemeinschaften (Kirchen).
Ich bin selbst Nichiren Buddhist ohne andere japanische Traditionen zu pflegen. Ich war auch Jahrzehnte lang Christ ohne mich an alle Gebote der Kirche zu halten. Und auch heute noch feiere ich noch Weihnachten Ostern usw. Frauen hatten im Mittelalter in der katholischen Kirche noch eine andere Stellung, und es gab noch andere schreckliche Kirchengebote, wie die Inqusition, Hexenverfolgung, oder die Missionierung fremder Völker. Oder die Glaubenskriege in Europa, es sei da nur einmal der 30 jährige Krieg erwähnt. Im Januar habe ich Altötting besucht. Dort liegen in einer Gruft unter der Kirche die sterblichen Überreste eines General Tilly, auf dem Platz vor der Kirche steht ein Reiterstandbild von ihm. Erst daheim habe ich im Internet mit Entsetzen nachgelesen, was dieser Mann vor 400 Jahren im Namen der katholischen Kirche angestellt hat.
Da wollen wir wirklich nicht zurück!
Wir haben diese Dinge überwunden.
Wer bei uns leben will, muss unsere Entwicklung verstehen, und sich daran halten, ansonsten muss ich sagen, er kann nicht bei uns leben.
Und es heißt für mich: Glauben ja, Kultur, soweit sie unseren Regeln widerspricht, nein.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 15:04
Lieber Zwurg,

vor Jahren gab ich mal Hausaufgabenhilfe. Die Schüler:innen hatten fast alle Migrationshintergrund. Viele waren muslimisch.

Ein Mädchen hieß Karimah. Karimahs Eltern kamen aus Marokko. Sie selbst bezeichnete sich immer gerne als Araberin. Sie war 12-14 Jahre alt, als ich dort arbeitet.
Einmal musste sie einen Aufsatz schreiben: "Was wäre Deutschland ohne die Araber?" Ich fragte: "Was wäre Marokko ohne die Araber?" Sie: "Wir sind Araber!" Ich: "Seit wann?" Sie: "Schon immer!" Ich: "Nein, erst seit ca. 1100 Jahren. Da haben die Araber Marokko erobert." Sie: "Und wer war vorher da?" Ich: "Die Berber z.B." Da meldete sich ihre Freundin mit den Worten: "Ich bin Berberin. Müssen wir jetzt Feinde sein?" Sie kamen aber schnell darauf, dass sie Freudinnen sind und keine Feinde.

Karimah sagte auch immer wieder gerne: "Wir Araber" und "Ihr Deutsche." Ich fragte sie: "Wo bist Du geboren?" Sie: "In Deutschland!" Ich: "Welche Sprache sprichst Du besser, deutsch oder arabisch?" Sie: "Deutsch!" Ich: "Was für einen Ausweis hast Du?" Sie: "Einen deutschen." Ich: "Siehst Du, dann bist Du Deutsche!" Sie schaute mich mit großen Augen an. Ich hatte den Eindruck, der erste zu sein, der sie eine Deutsche genannt hat. Ich setzte hinzu: "Und Marokkanerin bist Du auch, von Deinen Eltern her. Mach das beste draus!"

Als sie 14 wurde, schenkten eine Kollegin und ich ihr zum Geburtstag einen Koran, auf Arabisch und Deutsch. Sie hatte keinen und ich meine, ihre Familie auch nicht.

Fazit: Wenn wir die Menschen als Deutsche akzeptieren UND mit ihrer jeweiligen Herkunftskultur respektieren, klappt die Integration oder auch Inklusion besser. Je mehr wir sie als Fremde und Ausländer behandeln, desto mehr bleiben sie auch solche oder betonen das sogar in Abgrenzung zu den Deutschen.

Menschen brauchen zuerst einmal Respekt. Dann kann man auch mit Forderungen kommen. Und sicher haben sie Pflichten in Deutschland, so wie jeder andere Deutsche auch. Und auch Gäste haben Pflichten und weniger Rechte. Die darf man auch einfordern. Aber immer mit Respekt!

Behandle Menschen so, wie Du willst, dass sie Dich behandeln, so lautet die Goldene Regel. Das bedeutet in diesem Fall auch, so wie Du in einem fremden Land von den Einwohnern behandelt werden möchtest.
Und Einwanderer sollten sich in einem für sie zunächst fremden Land so verhalten, wie sie es von Einwanderern in ihrem Herkunftsland auch gerne hätten, dass sie sich verhalten.   

Ich kenne übrigens auch türkische Nationalisten und will kein Deutscher sein, so wie diese türkisch sind.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 29.07.2026 16:15
Versuchst Du jetzt mit anekdotischer Evidenz gegen Tatsachen und Statistiken anzukommen?  :o
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 16:25
Nee mit gelebter Realität gegen Stereotype!

Ich fasse es aber mal so zusammen: Was haben die poltisch-rechten/deutsch-nationalistischen Anfeindungen gegen queere Menschen und das Attentat in Berlin, zu dem sich jetzt anscheinend der IS bekannt hat?

In beiden Fällen gehen Menschen aggressiv gegen eine Gruppe von Menschen vor, deren geschlechtliche Identität sie nicht verstehen (wollen) und nicht respektieren.

Das Problem bei beiden liegt nicht in ihrer nationalen oder religiösen Identität, sondern darin, wie sie diese verstehen und ausleben.

Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!

Ich denke, darin stimmt Ihr doch mit mir überein, Zwurg und BlueBayou. Oder?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 29.07.2026 18:00
Nee mit gelebter Realität gegen Stereotype!


...

Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!

Ich denke, darin stimmt Ihr doch mit mir überein, Zwurg und BlueBayou. Oder?

LG, Micha

Wie hältst du es mit den Vertretern linksextremer Gewalt, der sogenannten Anti Fa, die aber erstaunlicherweise die Regierung unterstützt (!).und auch von manchen Parteien Sympathie erhält.

Auch diese Gruppe setzt mit Gewalt ihre Sicht der Welt oder Ideologie durch und meint oft, es gäbe "gute" oder "gerechtfertigte" Gewalt.

Wenn man die Extreme mit Gewalt betrachtet, dann doch bitte an allen Rändern der Gesellschaft. Und nur weil Medien, die ebenfalls dieser Gruppe zugetan sind, es behaupten, passen Islamismus und Rechtsextremismus, den hier die meisten mit rechtsradikal, rechts, konservativ oder normal in einen Topf schmeißen noch lang nicht zusammen. Jede der Gruppen hat verschiedene Inhalte und Ziele sowie ein völlig unterschiedliches Verhältnis zu Gewalt. Genau wie auf der anderen Seite die entsprechenden Gruppen.

Zusammenfassung: Gewalt gegen Leben und Sachen ist strikt abzulehnen! Egal von wem gegen wen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 29.07.2026 21:46
Sag mal MAS - Du erwartest doch eigentlich auch ein differenzierte Auseinandersetzung mit Religion & Co.
Aber wieso reicht es Dir hier aus, "rechts" und "Islamismus" in einen Topf zu schmeißen?!

Man kann die AfD ablehnen, ebenso die CDU samt Bundeskanzler - aber man kann sie doch nicht gleichsetzen mit gewaltbereiten Gotteskriegern!
Was ist auf der anderen Seite mit den Linken? Die mit dem Glauben "der Feind meines Feindes (z.B.Israel) ist mein Freund" agieren?
Wo gewaltsame Aktionen auf Pressevertreter toleriert werden und man die Hammerbande als Märtyrer glorifiziert?!

Jegliche Form der Gewalt ist abzulehnen! Da ist links nicht besser als rechts, christlich nicht besser als muslilmisch, usw.




Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 21:56
Mit dem letzten Satz stimme ich allerdings mit Dir überein, mit einer Ausnahme: Gewalt zur Abwehr von Gewalt, z.B. militärische Verteidigung gegen einen militärischen Angriff, Polizeigewalt gegen Gewaltverbrecher und auch allgemein Notwehr, lehne ich nicht grundsätzlich ab.

Aber vergleiche mal AfD und AKP und die Trump'schen Republikaner miteinander oder vergleiche den IS mir der NSDAP, da findest Du viele Parallelen, mit dem Unterschied, dass die AfD noch nicht an der Macht war.

Die einseitige Parteinahme mancher politisch Linken für die Hamas verstehe und teile ich auch nicht.

Aber BlueBayou - übrigens ein schöner Nickname! - fällt es Dir so schwer, dem zuzustimmen?:

"Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!"

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: BlueBayou am 29.07.2026 22:06
Ja - das Gewaltmonopol des Staates oder das (leider) notwendige Vorhalten von Militär & Co., um Schlimmeres zu verhindern - stelle ich auch nicht infrage - ganz im Gegenteil!

"Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!"

Dem schließe ich mich gerne vollumfänglich an/ unterschreibe das auch!

Es kann hier gerne jeder (m/w/d) glauben, woran er will - oder auch nicht,
auch lieben wen er will (oder auch nicht)
und natürlich - ganz in unserem Sinne - herumlaufen, wie er möchte!

Es muss nicht jeder gutfinden oder feiern (ich finde den CSD auch ein wenig drüber, wie auch die dritte/ vierte Welle des Feminismus),
aber das ist doch kein Grund, da mit Gewalt einschreiten zu müssen!
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 29.07.2026 22:54
Lieber BlueBayou,

da sind wir uns doch einig!  :D

LG, Micha

PS: Wobei ich mich mit der dritten/vierten Welles des Feminismus nicht auskenne und daher keine Meinung dazu habe.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 30.07.2026 06:57
Jetzt fällt in schon die Techno Demo Zug der Liebe aus. Hohe Auflagen die teuer sind . Weihnachtsmärkte sind Betonfestungen ect. 😡
Völlig falsche Signale.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/07/berlin-zug-der-liebe-absage.html

Ich würde durch tägliche Razzien  in der Szene Signale setzen!
Das was man bei einem rechten Terroranschlag fordern würde muss hier genauso gelten.
Außerdem müssten alle Moscheen und Prediger auf Herz und Nieren geprüft werden. Ggf gibts Freiflüge!
Die Internetszene ebenfalls.
Wo sind denn die 10000 Omas mit ihren Demos? Auf dem islamistischen Auge blind?
Naturschutz oder was?
Deutschland schafft sich ab hat mal jemand geschrieben….
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 30.07.2026 07:32
Hier mal Fakten zu den Figuren die in Deutschland rumlaufen! https://share.google/U9Hf14QjSYvioYW9J

Da muss sich dringend was ändern!
✈️
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 30.07.2026 08:43
Lieber MAS,

ich hatte es ja bereits geschrieben und du scheinst es gern zu überlesen. Dabei ist diese Art von Weglaufen und Sich Verstecken keine dauerhafte Lösung. Es zeigt allenfalls dein Verhalten in Gesellschaft, dein Verständnis von Kommunikation und Wertschätzung, auch deine Deutung von Sozialverhalten und Demokratie. Die nüchterne Wirklichkeit steht im krassen Kontrast zu den blumigen, oft weise wirkenden, aber leeren Worten. Kaum ausgesprochen schon selbst missachtet.

Für dich scheint ein "rechtsextremer Islamist" genauso logisch zu sein wie ein schwarzer Schimmel auf der Pferdekoppel oder trockenes Wasser. Hat ja schließlich der Fernseher gesagt.

Es scheint, als unterscheidest du nicht zwischen Islam als allgemeine Glaubensrichtung und dem extremen Islamismus, der mit Gewalt Herrschaft anstrebt.
Solange du den Unterschied nicht siehst, wirst du immer zum Relativieren, Abwiegeln und Schönreden neigen und dich wundern, warum deinen Standpunkt kaum jemand teilt.
Extremismus und Gewalt muss klar genannt werden, schon um die gewaltfreien Menschen aus der Sippenhaft herauszunehmen. Und es müssen endlich die Grabenkämpfe untereinander aufhören, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf die Leute, die unsere Spaltung zu ihrem Machterhalt benutzen..

Lenke mal deinen Blick auf die Gemeinsamkeiten der Menschen: statt ständig auszugrenzen und Vorurteile zu pflegen
Frieden
Gesundheit
Naturschutz
Sicherheit ohne Bevormundung und Zensur
echte Eigenverantwortung
Unbeschränkter Zugang zu Wissen und Bildung
echte Eigenverantwortung
Individualität statt Kollektivismus und Gleichmacherei
reale Wertesysteme statt Moralismus und ideologische Dogmen
Wohlstand, der keine ständige Existenzangst aufkommen lässt
Leben und Leben lassen

sicher gibt es noch ein paar mehr, aber fang ruhig mal mit diesen paar an.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 30.07.2026 11:45
Gude zusammen,

hier gibt es einen kurzen, aber differenzierten Beitrag zu Islam und Queerness:
https://www.deutschlandfunk.de/nach-dem-anschlag-auf-den-berliner-csd-was-sagen-queere-muslime-100.html (https://www.deutschlandfunk.de/nach-dem-anschlag-auf-den-berliner-csd-was-sagen-queere-muslime-100.html)
Wichtigste Inhalte:
- queere und zugleich gläubige Muslim:innen sehen keinen Widerspruch zwischen Islam und Queerness
- islamische Verbände haben den Anschlag in Berlin verurteilt
- islamische Moscheegemeinden sind aber oft sehr konservativ und gegen Queerness, aber auch gegen Gewalt
- die Würde auch queerer Menschen muss in Islam und Christentum noch mehr geachtet werden

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 30.07.2026 22:33
Es wird Zeit für eine härtere und verschärfte Gangart.
Die Polizei zeigt auf wo die Probleme liegen. Seit Jahren bekannt und unter Rot Grün wurde es sogar noch schlimmer!
Das Links daran kein Interesse aus Ideologischen Gründen hat ist bekannt.

https://www.berliner-zeitung.de/article/brandbrief-an-friedrich-merz-polizeigewerkschaft-protestiert-gegen-migrations-abschiebepolitik-10249520
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 31.07.2026 10:40
https://www.berliner-zeitung.de/article/unterwegs-in-berlin-neukoelln-schwul-sein-ist-suende-menschen-toeten-auch-umfrage-zum-csd-in-berlin-neukoelln-mich-interessiert-das-nicht-10247195

Islam = Homophob.
Somit selber rassistisch.
 Parallelgesellschaft….
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 01.08.2026 07:09
Weil es hier ja zu Anfang um die Berichterstattung des WDR geht:

Das aktuelle Geschehen (50000 an 1 Tag) bietet die leichte Gelegenheit, Berichterstattung +  Ehrlichkeit verschiedener Medien und die eigene Medienkompetenz zu prüfen.
An diesem sehr offensichtlichen Beispiel zeigt sich, wer wie worüber berichtet und wer was verschweigt. Dieses Wissen kann man dann auch anwenden über Berichte über Queer-Feindlichkeit und Zusammenhänge zwischen den Ereignissen sehen.

Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass mancher seine Medien-Präferenz überdenken muss, wenn er kognitive Dissonanz abbauen und ehrlich mit sich selbst sein will.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 01.08.2026 21:17
50000 an einem Tag.
Man stelle sich vor Europa wäre nicht durch das Mittelmeer von Afrika getrennt…😂🙈🙈🙈.
Der Witz ist das Deutschland heute Spanien für seine Politik kritisiert.
Wer hatte 2015 die Schleusen geöffnet?😂. Wer war heimlich über den ungarischen Zaun am Ende froh?
Deutschland!
Und was sagte Mutti damals?
Wo ist die heute eigentlich? Abgetaucht?
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Bernd am 02.08.2026 00:57
Gerade nach dem Anschlag in Berlin hat mich die Diskussion hier sehr genervt: wie auch hier ein Anschlag auf queere Menschen ausgeschlachtet wird für Rassismus und Islamfeindlichkeit.
Ich bewundere die wenigen, die versuchen, hier die Fahne der Menschlichkeit und der differenzierten Meinungsbildung hochzuhalten. Aber ich habe aktuell nicht die Energie dazu und glaube, hier bringt das auch nichts.
Nach ein paar Tagen Pause vom Rockmode-Forum habe ich die weiteren Beiträge hier kurz überflogen, und es ist leider nicht besser geworden. So macht das Forum keine Freude. Schade. Ich nehme mir die Freiheit, auf eventuelle Antworten nicht zu reagieren und höchstens noch sporadisch hier vorbeizuschauen. Ich spare mir meine Energie lieber dafür, gerade den Gottesdienst für den Auftakt des CSD Aachen mit vorzubereiten. Und nebenbei berufliche Herausforderungen mit privaten (mehrere Todesfälle in meinem Umfeld in kurzer Zeit) zusammenzubringen...
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 02.08.2026 01:06
Lieber Bernd,

ich wünsche Dir viel Kraft und Trost, die Todesfälle zu ertragen und zu verarbeiten. Die uns allen gemeinsame Sterblichkeit sollte uns doch viel mehr miteinander verbinden, als dass wir uns durch Fanatiker gegeneinander aufhetzen lassen! Mir fällt es auch schwer, diese Hasstiraden zu ertragen.

                                                             Das eine möchte ich Euch allen ans Herz legen:
                                                                     Leben und Tod sind eine ernste Sache.
                                                                                  Darum seid stets achtsam,
                                                                                             Niemals achtlos,
                                                                                          Niemals nachlässig!
                                                                                                                              Abendruf aus dem Zen-Buddhismus

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 02.08.2026 10:26
Gude zusammen!

Am letzten Dienstag kam dieser sehr interessante Beitrag bei "Tag für Tag":
https://www.deutschlandfunk.de/die-liberale-moscheegruenderin-seyran-ates-ueber-islamismus-in-deutschland-100.html (https://www.deutschlandfunk.de/die-liberale-moscheegruenderin-seyran-ates-ueber-islamismus-in-deutschland-100.html)
Seyran Ates leitet ja als Imamin eine liberal-islamische Moscheegemeinde in Berlin. Ihre Hauptaussagen in diesem Interview sind:
- Islamismus gefährdet unsere offene, demokratische Gesellschaft
- sie hat selbst am CSD teilgenommen, war aber schon zu Hause als der Anschlag passierte, aber Mitglieder ihrer Gemeinde waren noch dort
- die deutsche Politik tut zu wenig gegen diese Gefahr, vor allem linke Politiker:innen unterscheiden zu wenig zwischen Islam und Islamismus und meinen, jede Kritik unterbinden zu müssen
- die AfD hat sich den Kampf gegen den Islamismus auf die Fahnen geschrieben, bemerkt aber nicht, dass Islamismus genau so rechts ist wie sie selbst
- normale Muslim:innen werden von Islamist:innen und AfD gleichermaßen angefeindet und trauen sich kaum noch, den Mund aufzumachen

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 02.08.2026 10:34
Hier hatte ich was  auf einen anderen Beitrag geantwortet. Da es aber mangels erkennbaren guten Willens des Absenders keinen Zweck hat, gegen die darin enthaltenden Vorwürfe zu argumentieren, habe ich es wieder gelöscht.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 02.08.2026 10:53
Lieber MAS,

bitte nenne doch einmal ein Zitat der AfD-Partei (nicht einer unbedeutenden Einzelperson), aus dem die Feindlichkeit gegen den Islam in allgemeiner Form hervorgeht.
Nächste Frage: Siehst du Schariah und Rechtsstaat/Grundgesetz als vereinbar? Oder muss eins von beiden über dem anderen stehen?
Sollte beides für alle Menschen im Land gelten?

Leider wirken deine Aussagen oft pauschal und polemisch und mangels Beleg werden wenige geneigt sein, deine Worte ernst zu nehmen. Da nützt alles Moralisieren und Ängstigen nichts.

Weil man sich in diesem Land ja mittlerweile vor jeder Aussage positionieren oder distanzieren muss, um überhaupt von "den Linken" gehört zu werden:
Nein, ich wähle die Partei nicht und bin auch kein Mitglied.
Nein, ich halte sie nicht für eine Lösung, sondern Teil des Systems. Keine Partei ist eine Lösung für die Probleme, die sie uns verursachen.
Nein, die Unterteilung nach dem ersten französischen Parlament um 1800 ist überholt und blödsinnig. - Nur weil ein paar Demagogen ihre Schuld an aktuellen Attentaten auf die Opposition übertragen, wird weder der Islam "rechts" noch die Einteilung nach der Sitzordnung sinnvoll. Es ist einfach eine Methode zum Machterhalt und zur Spaltung des Volkes. Die Blödsinnigkeit zeigt sich ja daran, dass Islam "gut", also links sein soll, die Extremform Islamismus aber entgegengesetzt "rechts" sein soll. Was auch immer die Kriterien dafür sein mögen.
Lasse ich mir aber gern erklären.
Ja, die einzige sinnvolle Einteilung von Parteien, Politikern und Regierungsformen ist in Autoritär/Totalitär und Demokratisch/dem Volke dienend gemäß Verfassung und Eid. Unabhängig von der Sitzordnung.

Begriffe zum Nachlesen: Herkunft von "fascio", "fasces", Symbolbild "Rutenbündel", Herkunft und Lebenslauf Benito Mussolini, Gründung der Anti-fa...istischen Aktion durch die KPD 1932, gemeinsamer Kampf gegen die SPD mit der NSD ap ab 33, Aufleben als DKP nach 45, alles zusammen ist eine spannende Geschichte, für deren Verstehen man nicht denkfaul sein darf. Zum Glück gibt es noch Bücher, in denen man dazu lesen kann.

Es wäre sehr schön, wenn du auf die Fragen eingehst und nicht wieder mit Phrasen und unlauteren Vorwürfen wegläufst. Vielen Dank dafür.

bezugnehmend auf deinen gelöschten Text wiederhole ich die Aussage, dass du wohlformulierte, hehre Ziele aussprichst und im selben Moment das Gegenteil tust. Zum x-ten Mal: Meine Beiträge werden vom Moderator freigeschaltet nach seiner Prüfung. Und generell: Wenn du ehrlich an einer Antwort interessiert bist,musst du deinem gegenüber die notwendige Zeit zugestehen.

Natürlich ist es billig, Fragen und Beobachtungen mit "Anschuldigungen" empört abzutun, aber hilft dir das weiter? Die Wirkung deines Verhaltens bleibt bestehen. Beispiel: Du sprichst von guten Werten wie Zusammenhalt, bist aber gleichzeitig, derjenige, der an Spaltung und Hetze festhält, etwa mit links-rechts oder Unterstellung böser Absichten, die du aber nie benennst, weil es sie schlicht nicht gibt. Nach dem Motto, den erklärten Feind als Projektion des Selbsthasses mit Schmutz bewerfen, irgendwas wird schon hängen bleiben. Und es fühlt sich moralisch gut an.

Meine bösen Pläne ("nichts Gutes im Schilde") , die ich mir und jedem anderen wünsche,  also nochmal zum Mitlesen:
Frieden
Gesundheit
Naturschutz
Sicherheit ohne Bevormundung und Zensur
echte Eigenverantwortung
Unbeschränkter Zugang zu Wissen und Bildung
...
Individualität statt Kollektivismus und Gleichmacherei
reale Wertesysteme statt Moralismus und ideologische Dogmen
Wohlstand, der keine ständige Existenzangst aufkommen lässt
Leben und Leben lassen
Wenn das alles böse ist, nenne bitte ein paar gute Beispiele als Kontrast.

Zu Islam/Islamismus ein interessantes Interview mit Seyran Ates, das auch Rechtsstaat/westliche Werte/Grundgesetz sowie Queerness betrachtet.
https://punkt-preradovic.com/politischer-islam-will-europa-erobern-mit-seyran-ates/
Buch zum Thema: Manny Shirazi "eine Frau hat keine Rechte" Heyne-Sachbuch von 1984.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 02.08.2026 13:05


Ich merke wie sich die da eine große Spalte auftut.

Es geht doch um das gute Zusammenleben in unserer Gesellschft und ja es geht auch um Geld.

Da sollten alle dazu Beitragen dass es gut klappt. Besonders wenns ums Geld geht sehe ich in den letzten Jahren sehr viel Schindluder.

Ich wollte gerade einen längeren Beitrag schreiben. ich merke ber ich habe keinen Nerv dazu. Vorgestern ist meine Mama gestorben.

Ich wünsche euch einen schönen friedlichen Sonntag
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 02.08.2026 16:15
Oh mein lieber Zwurg, mein herzliches Beileid!!!

Gestern hatten wir ein Verwandtschaftstreffen zum Geburtstag meiner letztes Jahr verstorbenen Tante, die ansonsten gestern 102 geworden wäre. Sie hatte seit ihrem 90. jedes Jahr groß gefeiert (abgesehen von der Corona-Pause). Da waren nun wir Geschwister, Cousins und Cousinen beisammen, die inzwischen alle ohne Eltern sind. Zwei Mütter (aus meiner Perspektive Tanten), starben letztes Jahr als letzte ihrer Generation.

Was dabei tröstet: Es ist die richtige Reihenfolge. Von mir ist ja auch schon ein Bruder gestorben, aber zum Glück nach unsern Eltern.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Trost und Zeit für die Trauer!

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 03.08.2026 13:18
Gerade nach dem Anschlag in Berlin hat mich die Diskussion hier sehr genervt: wie auch hier ein Anschlag auf queere Menschen ausgeschlachtet wird für Rassismus und Islamfeindlichkeit.

Kritik am Islamismus halte ich nicht für rassistisch und islamfeindlich.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 03.08.2026 14:48
Gerade nach dem Anschlag in Berlin hat mich die Diskussion hier sehr genervt: wie auch hier ein Anschlag auf queere Menschen ausgeschlachtet wird für Rassismus und Islamfeindlichkeit.

Kritik am Islamismus halte ich nicht für rassistisch und islamfeindlich.

Ich auch nicht, aber wenn man alle Muslime für Islamisten hält, weil man zu faul ist, das auseinanderzuhalten, kann das schnell islamfeindlich werden, und wenn man "Rasse" nicht nur biologisch definiert, sondern auch eine Diffamierung einer Menschengruppe generell als "rassistisch" bezeichnet, kann es auch rassistisch werden.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 03.08.2026 15:09
https://www.berliner-zeitung.de/article/berliner-csd-anschlag-fussfessel-gefaehrder-10258747 Da gehören noch ein paar Nullen hinten dran. !

Falsches Signal! Diese Gestalten gehören abgeschoben wenn irgendwie machbar.

Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 03.08.2026 16:01
Sicher ist es richtig, generell zwischen Normalen und Extremen unterscheiden und dies nicht vermischen.
Genauso wichtig ist es, zu prüfen wessen Aufenthalt gesetzeskonform ist und wer nicht hier sein dürfte aufgrund Gesetzesverstößen oder seines Verhaltens. Wenn das eindeutig geklärt und geregelt ist, kann man sich um die nächste Frage kümmern.

Hinweis: Wenn ein EU-Europäer z.B. in Spanien mehr als 3 Monate am Stück Aufenthalt hat, ohne sich bei den Behörden zu melden, ist das bereits ein Verstoß. Auch wenn diese Person regelkonform, friedlich, sauber dort lebt, ehrlich verdientes Geld ausgibt und garnicht weiter auffällt.

Komisch, dass manche Leute zwar korrekterweise zwischen Islam und Islamismus unterscheiden wollen, das selbe aber bei "rechts", "rechtsextrem", "rechtsradikal" bewusst alles in einen Topf schmeißen und alles dann noch mit abwegigen Feindbegriffen garnieren. Wenn man dann diesem längst überholten Spaltungsmodell Links-Rechts folgen wollte, müsste man dann doch auch sagen, dass links, linksextrem, linksradikal identisch seien. Oder verwechsele ich da was?

Im Schutz vor Gewalt ist das jedenfalls nicht dienlich, Spaltung und Gewalt kann zu Gegengewalt führen, selbst bei friedlichen Menschen, die irgendwann die Nase voll haben, wenn sie ständig auf primitivste Weise herabgesetzt und beschuldigt werden. Aber das scheint Methode zu haben. Die Leute nerven einen konstant und wenn man sich dann wehrt, weil es genug ist, heulen sie laut und wechseln in die Opferrolle. Schäbiges Verhalten!

Die jetzige Gewalt lässt sich nur beenden, wenn überhaupt mal wieder Bereitschaft besteht, miteinander zu reden und zuzuhören. Ist aber schwer für die, die alles in schwarz-weiß oder gut-böse einteilen und zuerst darauf achten, WER etwas sagt und nicht den Inhalt in den Vordergrund stellen.

Auch wenn die falsche Person Richtiges sagt, bleibt die Aussage richtig. Das zu erkennen müssen wir uns wieder trauen und es laut aussprechen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 03.08.2026 21:30
Hier noch ein wenig Nachhilfe im Auseinanderhalten von normalen Muslimen und Islamisten:
https://www.deutschlandfunk.de/moscheen-unterschaetzte-akteure-bei-der-islamismus-praevention-oezguer-oezvatan-100.html (https://www.deutschlandfunk.de/moscheen-unterschaetzte-akteure-bei-der-islamismus-praevention-oezguer-oezvatan-100.html)

Ganz klar: Islamismus - zumindest in seiner gewaltaffinen Form - ist genau so zu verurteilen wie jede andere Form von gewaltbereitem Extremismus.
Normale Muslime sind aber eben keine Islamisten, sondern eine uneinheitliche Gruppe, die von Traditionalisten bis Liberalen reicht. Da Islamisten oft gerne traditionelle Sichtweisen übernehmen, gibt es Überschneidungen zwischen ihnen und Islamisten. Die sind aber so groß auch nicht, da Islamisten andererseits viele Traditionen ablehnen, die ihnen nicht islamisch im Sinne von im Koran und der Sunna belegt genug sind. Das ist ähnlich wie bei manchen Evangelikalen, die viele christliche Traditionen ablehnen, die ihnen nicht christlich im Sinne von in der Bibel belegt genug sind. Islamisten und Evangelikale haben auch gemeinsam, dass sie meinen, es gebe eindeutige religiöse Wahrheiten.

LG, Micha



Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Timper am 03.08.2026 22:29
Ich glaube jeder hier hat seine individuelle Meinung und braucht keine Nachhilfe.

Es geht neben den Islamisten/ Terroristen um mehr. Es geht darum wie weit die eingewanderten Moslems ganz allgemein bereit sind sich zu integrieren.
Parallelgeschaften, Zwangverheiratungen, selbstbestimmtes Leben der Frauen ( Stichwort Ehrenmorde) in einer freiheitlichen Gesellschaft und diverses andere lassen Zweifel daran entstehen. Clans die ihre eigenen Regeln haben, oder Demos zur Einführung der Scharia in den islamischen Kreisen kommen dazu.
Es geht doch kaum noch eine junge Frau ins Freibad wenn sie weiß das da jede Menge männliche Machomoslems auch anwesend sein werden.
Das Columbia Freibad in Berlin ist das beste Beispiel.
Das der Islam eine ausgeprägte patriarchale, Machogesellschaft ist kann auch kaum bestritten werden.
Wenn ich Nacht unterwegs bin und an mir brettert ein großer SUV mit 70- 80 km/h in der Stadt vorbei sitzen fast immer die gleichen Typen drin. Machomoslems die sich profilieren wollen.
Werden schlimme Unfälle durch Rennen verursacht waren es fast immer Alis.
Eine Machokultur vom feinsten. Und auf diesem Nährboden wächst der Islamismus.
Täglich in Berlin sichtbar.
Nicht alle, aber zu viele.
Mas - komm aus deinem Dorf raus und geh zu den Brennpunkten.
Das ist die Realität! Nicht ein altes Buch!

Was du betreibst ist Wunschdenken.



Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 04.08.2026 00:12
Komisch, dass manche Leute zwar korrekterweise zwischen Islam und Islamismus unterscheiden wollen, das selbe aber bei "rechts", "rechtsextrem", "rechtsradikal" bewusst alles in einen Topf schmeißen und alles dann noch mit abwegigen Feindbegriffen garnieren.

Vom Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano habe ich nun lernen dürfen, dass man "Islamisten" wohl nicht mehr gesondert nennen muss, sondern es reicht, wenn man "Rechtsextreme" oder "Neonazis" sagen würde. Das wären nämlich alles "konservative Kräfte". Sein Bruder Luigi Pantisano (Die Linke) meinte übrigens vor paar Wochen, dass die CDU eine "faschistische Politik" mache.

Ich würde mir wünschen, dass sie da differenzierter kategorisieren würden. Bei Gender und Sexualität funktioniert es doch auch gut. Vielleicht das mal als Maßstab nehmen. Ich denke, die wenigsten Konservativen (mich eingeschlossen) lassen sich gerne mit den obigen Strömungen in Verbindung bringen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 04.08.2026 01:19
Na ja, Islamismus ist eine politische Ideologie auf religiöser Grundlage.
Islamismus ist eigentlich ein Sonderfall, von dem, was ich "Religionismus" nenne.
Nationalismus ist eine politische Ideologie auf der Grundlage nationaler Identität.
Beide legen strenge Regeln für die jeweilige Grundlage fest, die nicht notwendigerweise mit dieser Identität verbunden sind.

Beide, Islamismus und Nationalismus haben ihre Wurzeln im 18/19. Jh. Der deutsche Nationalismus (bei anderen Ländern muss man gesondert schauen) hat eine Wurzel in der Romantik, die eine Gegenbewegung zur Aufklärung war. Die Aufklärung war eine europäische Bewegung. Der französische Nationalismus ruht indes eher auf der Aufklärung und wollte die Errungenschaften der Französischen Revolution exportieren. Das könnte man zu Beginn fast als "links" bezeichnen. Der deutsche Nationalismus ist eher in der Abwehr dieser französischen Ausdehnung entstanden.
Der Islamismus ist in der Abwehr europäische Ausdehnung entstanden. Alternativbegriffe sind "Reformislam" und "Politischer Islam". Aber vor allem vom Reformislam ist es nur eine Richtung, denn der liberale Islam ist auch ein Reformislam. Das ist ein ähnlicher Unterschied wie beim Hinduismus zwischen dem Hindunationalismus (Hindutva) und dem Hinduismus z.B. Mahatma Gandhis. Oder wie beim Christentum zwischen Fundamentalismus und liberalem Christentum.

Es gibt überall Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Ich sehe vor allem die Gemeinsamkeit, dass Nationalismus eine Überhöhung der je eigenen nationalen Identität ist und der Islamismus eine Überhöhung der islamischen Identität.
Beide haben eine sehr strenge Vorstellung davon, wer zur eigenen Identität gehört und wer nicht.
In Bezug zu Gendervorstellungen, die einer klaren Zuordnung zu einem von zwei Geschlechtern und einer klaren Rollenverteilung zwischen diesen ablehnend gegenüberstehen, haben beide eine ablehnende Haltung. Das haben beide mit vielen Konservativen gemeinsam. Aber sie sind nicht wirklich konservativ, sondern entweder restaurativ, wenn sie eine Vorstellung einer besseren Vergangenheit haben, zu der sie wieder zurück wollen, oder progressiv, wenn sie zu einem noch nie dagewesenen Zustand kommen wollen. Letztere wird aber weniger kommuniziert, da sie - also beide - eine große mögliche Unterstützung bei Konservativen vermuten, was auch manchmal zutrifft.

Beides - Islamismus und Nationalismus - kommt in Ländern mit langer islamischer Tradition auch in direktem Verbund miteinander vor, z.B. in der Türkei. Die AKP ist eine nationalistisch-islamistische Partei und nach unserm gängigen Links-Rechts-Schema eine rechte Partei.

Ich selbst halte von diesem Schema nicht allzu viel, da es zu grob ist. Ich rede lieber von Nationalismus und Religionismus. In beiden Fällen wird die eigene nationale bzw. religiöse Identität überhöht  und scharf von anderen Identitäten abgegrenzt. Beide sind Feinde einer offenen, liberalen, demokratischen Gesellschaft und einer Gewaltenteilung. Wobei der französische Nationalismus da ein bisschen ausschert, wegen seiner Wurzeln in der Aufklärung. Aber auch ihn haben Ideen ereilt, die diesem Erbe widersprechen.

Wobei auch die Aufklärung nicht nur positiv zu bewerten ist. Da hat die Romantik m.E. tatsächlich ein wenig korrigiert, indem sie dem Gefühl zum Recht gegenüber der reinen Vernunft verhalf. Nur dass sie in Teilen dann Ideologien emotional auszuladen gelehrt hat, so die Ideologie der Nation. Das musste aber auch sein, um in Deutschland die Kleinstaaterei zu überwinden. Nur leider entwickelte sie sich ab 1870 dann nach und nach zu einem imperialen Wahnsinn im Wettbewerb mit anderen Nationalstaaten. Dabei kam dann neben wenigem Guten eben viel Ungutes heraus, u.a. zwei Weltkriege.

Jedenfalls sind Religionismus und Nationalismus in Bezug auf ihre Religion bzw. Nation sehr egoistisch, weshalb ich gerne von "Nationalegosimus" spreche. Natürlich dann auch entsprechend von "Religionsegoismus".

So, ich geh jetzt schlafen. Gute Nacht!

LG, Micha

   
 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 04.08.2026 07:14
Lieber MAS,
du versuchst immer wieder, Islamismus und Rechtsextremismus aufgrund einzelner Eigenschaften gleichzusetzen und mit dem selben Begriff zu erfassen.
Das ist aber Unsinn So als wenn man Hühnereier und Kiwis zu einer Art Früchte zusammenfasst, weil sie gleich groß sind und eine ähnliche Form haben.

Die ganze, langatmige Belehrung führt zu nichts außer dass die Zeit läuft und die schlechten Menschen immer mehr ihrer Ziele durchsetzen können. Ein link zum Staatsfunk mag gut gemeint sein, aber gerade der ÖRR ist wenig geeignet, um Abhilfe zu schaffen. <Zuviele seiner Meldungen sind falsch und/oder einseitig und es gibt nie Angaben von Primärquellen.

fatalerweise gibt es einen Unterschied, den ich selbst lange nicht wahrgenommen habe: Menschen, die als "Rechts" gezählt werden, haben Prinzipien, Werte, Maßstäbe und können vieles nüchtern pragmatisch betrachten. Es steht im Vordergrund, WAS gesagt wird und daran werden die Leute gemessen.
Das Spektrum auf der "linken" Seite verleugnet oft seine Wurzeln, folgt eher moralistischen Maßstäben und folgt Leuten, die sich als "gut" verkaufen und auf die "Bösen" zeigen, ohne Belege dafür zu liefern. So lassen sich viele leichter hinter die Fichte führen, wenn der Richtige etwas Falsches sagt und dieses aufgrund des WER für richtig gehalten wird. So wird oft diskutiert und lamentiert im Glauben, Schulbildung sei immer echtes Wissen, ohne dabei in der Sache voran zu kommen.
Man redet um des Redens Willen, hat aber die Erreichung des Ziels längst aus den Augen verloren. Krieg ist alternativlos, wenn die richtige Partei kriegsbereit ist und Frieden ist Verrat, wenn die Falschen ihn fordern oder Frieden mit dem Falschen geschlossen werden soll. Denn ohne diese konstruierten Feindbilder fällt das an sich unsinnige Rechts-Links-Schema in sich zusammen und der Tag verliert Struktur, weil mangels echter Maßstäbe und Erdung nichts mehr Halt gibt. Wie gesagt, das sind eigene Beobachtungen, auch hier im Forum, keine wissenschaftliche Ausarbeitung eines Diplom-Psychologen.

Lass uns doch bitte mal den Anfang machen und wie ich im vorigen Beitrag geschrieben habe, statt auf Spaltung und Feindbilderhaltung lieber auf Lernen, Verstehen, Zuhören, Gemeinsamkeiten konzentrieren, um mal wirklich Probleme abzustellen, statt nur vermeintliche Schuldige anzuprangern.

Gruß
doppelrock
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 04.08.2026 11:17
Ich stecke nicht so tief im Thema, wie du Micha.

Aber der Islamismus ist für mich nicht direkt eine Bewegung aus dem 19. Jahrhundert, denn da waren die Länder noch weitgehnd nah Ethnien getrennt.
Und zu Beginn des 19. Jahrhunderts florierte der Sklavenhandel der Nordafrikanischen Länder besonders gut. Afrika war von Weißen Menschen noch weitgehend unberührt. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wagten sich Forscher wie Hanning und Speke ins Landesinnere Afrikas vor und zeichneten kein gutes Bild der Kultur der schwarzen idigenen Bevölkerung.

Ich glaube der Afrikaforscher Richard Burton wagte sich als erster Europäer verkleidet nach Mekka.

Es war auch noch eine ganz andere Welt als heute. Das schnellste Transportmittel war gegen Ende des 19. Jahhunders das dampfschiff mit Schraubenantrieb. Es gab keinen Funk und Unterseekabel zur Morsekommunikation zwischen den Kontinenten wurden erst entwickelt und waren noch eine Seltenheit.

Die europäischen Nationalstaaten konkurierten miteinander, was zu einer rasanten technischen und gesellschaftlichen Entwicklung führte, während die Gebiete des osmanischen Reiches stagnierten.

Der moderne Islamismus verbreitete sich erst stark in den 70iger Jahren mit dem Fall der Demokratie im Iran. Bis dahin waren die Frauen eher westlich oder traditionell in ihre regionalen Trachten gekleidet.
Aus Afghanistan oder Pakistan waren ähnliche Bilder bekannt.
Erst danach wurde der Koran, von Taliban oder den Revolutionsgarden strenger ausgelegt. Und unter dem staatlich ausgeübten Druck veränderten sich die Gesellschaften, die Moden und die Stellungn der Frauen.
Und aus dieser Tradition entstand der IS, der versucht mit Gewalt ein möglichst großes islamisches Gebiet herzustellen. Ich kann von Seiten der gemäßigteren Muslime keine große Gegenbewegung erkennen.
Warum auch? Mohammed selbst dient vielen als Vorbild.  Er selbst hat erobert und Menschen mit Gewalt bekehrt. Und daraus erfolgten die mittlelalterlichen islamischen Eroberungszüge, nach Asien und Afrika.
Auch nach Europa. In Europa wurde die islamische Expansion durch die Recnoquista gestoppt und zurück gedrängt. Im Osten wurde lange gekämpft. Bis die Türken 1638 vor Wien standen und geschlagen wurden.
Aber soweit ich weiß zerfiel das osmanische Reich danach langsam,bis es nach dem 1. Weltkrieg zerschlagen wurde. ich galaube dach war die Türkei das einzige Land das sich kulturell und politisch unter Kemal Atatürk dem Westen zuwandte. Er trennte Staat und Kirche, und verscuhte auch das islamische Kopftuch zurück zu drängen, durch Verbote in allen öffentlichen Ämtern.

Heute drängen vor allem Angehörige eines nicht säkularisierten Islams nach Europa, von denen viele wieder von einer Einheit von starken Kirche und Staat überzeugt sind, sie lehnen daher die bürgerlichen Gestze ab und stellen den Koran als Gestzgebung darüber. Diese Entwicklung kann man nur durch starke Regeln verhindern. Deshalb bin ich für eine Assimillation. Die Relgionszugehörigkeit darf im Alltag keine Rolle spielen. Religion ist ohnehin intime Privatsache. Es kann doch jeder mit Gott selbst ausmachen was er will, ohne andere in etwas hineinzwingen zu wollen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 04.08.2026 12:28
Lieber Zwurg,

Wir sind unterwegs nach Lothringen und ich kann mit dem Smartphone nicht so gut schreiben. Aber schaue doch mal nach Muhammad Ibn Abdul Wahhab, dem Gründer der Wahhabiten. Und auch mal nach den Mulimbrüdern.

LG Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 04.08.2026 22:59
fatalerweise gibt es einen Unterschied, den ich selbst lange nicht wahrgenommen habe: Menschen, die als "Rechts" gezählt werden, haben Prinzipien, Werte, Maßstäbe und können vieles nüchtern pragmatisch betrachten. Es steht im Vordergrund, WAS gesagt wird und daran werden die Leute gemessen.
Das Spektrum auf der "linken" Seite verleugnet oft seine Wurzeln, folgt eher moralistischen Maßstäben und folgt Leuten, die sich als "gut" verkaufen und auf die "Bösen" zeigen, ohne Belege dafür zu liefern. So lassen sich viele leichter hinter die Fichte führen, wenn der Richtige etwas Falsches sagt und dieses aufgrund des WER für richtig gehalten wird. So wird oft diskutiert und lamentiert im Glauben, Schulbildung sei immer echtes Wissen, ohne dabei in der Sache voran zu kommen.

Bravo! Sehr differenzierte Schlussfolgerung. Früher wollten uns die Konservativen mit erhobenen Zeigefinger einschränken und heute sind die Linken die moralistischen Spießer.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 05.08.2026 00:53
Ja ja, der erhobene Zeigefinger! Immer schlimm, wenn andere ihn zeigen!

Aber nochmal zu Zwurg:

Ich habe ihn noch nicht im Detail gelesen, finde aber den Wikipediaartikel zum Islamismus sehr brauchbar: https://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus)
Er zeigt sehr gut, wie die Wurzeln weiter zurückreichen als bis zur iranischen Revolution.
Und was man auch berücksichtigen muss: Er ist eine Antwort auf sehr viel Hegemonie des "Westens", so wie der deutsche Nationalismus eine Antwort auf viel Hegemonie Frankreichs war.  Ähnlich wie deutsche Nationalisten im 19. Jh. eine Einheit der Deutschen anstrebten, strebten (und streben) Islamistein eine Einheit der Muslime an, bisweilen aber durchbrochen durch arabischen, türkischen oder persischen Nationalismus, der der je eigenen Nation darin eine Führungsrollen zuspricht.

Und noch was: Persien/Iran hatte keine Demokratie unter den Pahlavis. sondern eine Diktatur mit geheimpolizeilicher Überwachung des Volkes und einer großen Kluft zwischen einer Oberschicht, die sich gerne "verwestlichte" und der breiten Masse des Volkes, die da nicht mitkamen und auch nicht davon profitierten. Die Pahlavis waren eine Dynastie von US-Gnaden. Die USA unterstützten sie, weil sie durch sie gut an iranische Bodenschätze kamen. Darum geht es ja auch im jetzigen Krieg der USA gegen den Iran. Das Volk, das Trump zuerst von den Mullahs befreien und dann vermochte wollte, ist diesem völlig egal. Gut, dass er momentan einzusehen scheint, dass er so nicht weiterkommt. Nur kann es sein, dass er zu einem "Deal" mit den Mullahs kommt, und das Volk wieder in die Röhre schaut. Warten wir es ab.

LG, Micha 
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Skirtedman am 05.08.2026 11:27


Ich merke wie sich die da eine große Spalte auftut.

Es geht doch um das gute Zusammenleben in unserer Gesellschaft und ja es geht auch um Geld.

Da sollten alle dazu Beitragen dass es gut klappt. Besonders wenns ums Geld geht sehe ich in den letzten Jahren sehr viel Schindluder.

Ich wollte gerade einen längeren Beitrag schreiben. ich merke aber ich habe keinen Nerv dazu. Vorgestern ist meine Mama gestorben.

Ich wünsche euch einen schönen friedlichen Sonntag

Dir noch mein Mitgefühl.

In solchen Situationen hat man erst einmal anderes im Kopf.
Als dann bei mir beide Elternteile weg waren, überfiel mich ein komisches Gefühl, erstmals so richtig selbst erwachsen geworden zu sein, und nun irgendwie selbst in "der Verantwortung" zu stehen, auch wenn man sich zuvor schon seinerseits um das Wohl der Eltern verantwortlich gefühlt hatte.
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Beitrag von: Timper am 05.08.2026 11:34
Hier zum nachlesen wie nicht wenige von Merkels Lieblingen in der arabischen Welt ticken . Mieses Pack!

https://www.berliner-zeitung.de/article/ein-echter-mann-in-der-arabischen-welt-wird-der-islamistische-terror-gegen-den-berliner-csd-bejubelt-10262735

Aber jetzt wird gleich wieder einer sagen aber…
Ja , immer schön alles kleinreden oder relativieren.
Whataboutismus!
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Beitrag von: Schattenwolf am 06.08.2026 11:42
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße? Bei Rechtsextremismus solidarisiert man sich doch auch und positioniert sich selbstgerecht als Kämpfer für Demokratie und eine freie Gesellschaft. Beim Islamismus hingegen relativiert man plötzlich und bleibt lieber Zuhause sitzen. Hat man in Wahrheit vielleicht doch mehr Angst vor Islamisten als vor Rechtsextremisten und veranstaltet deswegen keine Demos, um nicht Opfer eines Anschlags zu werden?
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Beitrag von: Skirtedman am 06.08.2026 11:58
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße?

Ich nehme an, mit "dem Thema" meinst Du Islamismus.

Wenn ja, dann habe ich darauf auch keine anderslautende Antwort. Dann komme ich wohl auch eher zu der selben Vermutung wie Du.

Das Stichwörtchen "selbstgerecht" ist freilich so eine gewisse Sache. In jederlei Hinblick agiert ja jeder irgendwie "selbstgerecht".
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Beitrag von: high4all am 06.08.2026 14:47
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße? Bei Rechtsextremismus solidarisiert man sich doch auch und positioniert sich selbstgerecht als Kämpfer für Demokratie und eine freie Gesellschaft. Beim Islamismus hingegen relativiert man plötzlich und bleibt lieber Zuhause sitzen.
Wenn Dir das Thema so am Herzen liegt, dann spucke in die Hände und organisiere Du selbst eine Demo gegen den Islamismus! 8)

Statt aus der Komfortzone heraus auf dem ominösen "man" (?) herum zu hacken.

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Beitrag von: Schattenwolf am 06.08.2026 15:47
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße? Bei Rechtsextremismus solidarisiert man sich doch auch und positioniert sich selbstgerecht als Kämpfer für Demokratie und eine freie Gesellschaft. Beim Islamismus hingegen relativiert man plötzlich und bleibt lieber Zuhause sitzen.
Wenn Dir das Thema so am Herzen liegt, dann spucke in die Hände und organisiere Du selbst eine Demo gegen den Islamismus! 8)

Statt aus der Komfortzone heraus auf dem ominösen "man" (?) herum zu hacken.



Vielen Dank, dass du das ansprichst. Als Mitglied des Heimatvereins und der Katholischen Gemeinde in unserer Kleinstadt engagiere ich mich aktiv im Interreligiösen Dialog, vor allem mit der jüdischen und muslimischen Gemeinde vor Ort. Gemeinsam mit dem Migrantenbeirat war es uns wichtig, dass wir auch diesmal gegen den Islamismus auf die Straße gehen. Leider waren es bedeutend weniger Menschen als noch vor zwei Jahren als wir gegen den Rechtsextremismus demonstrierten.

Ich finde die Frage also berechtigt, ob man hier mit zweierlei Maß misst oder ob die Leute einfach nur mehr Angst haben.

Normalerweise liegt es mir fern mich mit ehrenamtlichen Tätigkeiten profilieren zu wollen, weil es aus meinem katholischen Glauben eine humanistische Selbstverständlichkeit ist, aber seht mir diese Unbescheidenheit nach, wenn mir ein solcher unsachgemäßer Angriff entgegenströmt.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: high4all am 06.08.2026 17:17
Danke für Deine Aufklärung über Deine ehrenamtlichen Tätigkeiten und Aktionen.

Die geringere Resonanz könnte auch daher rühren, dass die Leute weniger Angst vor dem Islamismus haben als vor dem Rechtsextremismus. Bei uns in der benachbarten Kleinstadt waren die Teilnehmerzahlen letzte Woche auch deutlich geringer als vor ca. zwei Jahren.
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Beitrag von: MAS am 06.08.2026 17:52
Vielleicht liegt es auch daran, dass a) Nichtmuslims Angst haben, eine Demo gegen Islamismus würde schnell von Islamfeinden gekapert werden und b) Muslime nicht die Tradition kennen, für ihre Interessen auf die Straße zu gehen. Letzteres höre ich zumindest selbst immer wieder von Muslimen.

Der deutsche Rechtsradikalismus ist zudem eine Sache, die für viele von uns aus der eigenen Kultur kommt. Dagegen zu demonstrieren ist also eine innerkulturelle Angelegenheit.
Aber das mit der größeren Angst angesichts unserer Vergangenheit und auch mit Blick auf Länder, in denen Nationalegoisten schon an der Regierung sind, ist sicher auch sehr richtig!

Wir hatten in Bonn mal eine Demo gegen Rechts mit 30.000 Teilnehmenden und dann eine für den Frieden zwischen Juden und Muslimen in Deutschland angesichts des Israel-Palästina-Krieges mit ca. 300 TN. Ja, schade, denn das wäre genau so wichtig!

LG, Micha   
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 06.08.2026 19:30
b) Muslime nicht die Tradition kennen, für ihre Interessen auf die Straße zu gehen. Letzteres höre ich zumindest selbst immer wieder von Muslimen.

Deiner Erfahrung nach sagen liberale Muslime, dass sie vom Demonstrationsrecht nichts wissen würden?
Woher wissen dann die zahlreichen radikalen Islamisten von Pro Palästina- und Kalifatsdemos von diesem Recht?
Woher wissen die vielen Protestierenden in arabischen Ländern davon?
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 06.08.2026 19:36
b) Muslime nicht die Tradition kennen, für ihre Interessen auf die Straße zu gehen. Letzteres höre ich zumindest selbst immer wieder von Muslimen.

Deiner Erfahrung nach sagen liberale Muslime, dass sie vom Demonstrationsrecht nichts wissen würden?
Woher wissen dann die zahlreichen radikalen Islamisten von Pro Palästina- und Kalifatsdemos von diesem Recht?
Woher wissen die vielen Protestierenden in arabischen Ländern davon?

Es hat sich seit dem arabischen Frühling schon was geändert. Aber die Muslime hier, die die Kinder und Enkel von Gastarbeitern sind, sind da anscheinend nicht mit von der Partie.
Frag sie selbst.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: cephalus am 06.08.2026 22:44
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße? Bei Rechtsextremismus solidarisiert man sich doch auch und positioniert sich selbstgerecht als Kämpfer für Demokratie und eine freie Gesellschaft. Beim Islamismus hingegen relativiert man plötzlich und bleibt lieber Zuhause sitzen. Hat man in Wahrheit vielleicht doch mehr Angst vor Islamisten als vor Rechtsextremisten und veranstaltet deswegen keine Demos, um nicht Opfer eines Anschlags zu werden?

vielleicht deshalb:

Zitat von: Verfassungsschutz
In Deutschland liegt das vom Bundesamt für Verfassungsschutz erfasste extremistische Islamismuspotenzial bei rund 28.600 Personen. Das Bundeskriminalamt (BKA) führt zudem 410 islamistische Gefährder und 440 relevante Personen in seiner Statistik.

Nehme ich dagegen die Anzahl der Anhänger / Wähler einer in Teilen gesichtert rechtsextermen Partei...
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 07.08.2026 15:03
Warum geht bei dem Thema eigentlich niemand auf die Straße? Bei Rechtsextremismus solidarisiert man sich doch auch und positioniert sich selbstgerecht als Kämpfer für Demokratie und eine freie Gesellschaft. Beim Islamismus hingegen relativiert man plötzlich und bleibt lieber Zuhause sitzen. Hat man in Wahrheit vielleicht doch mehr Angst vor Islamisten als vor Rechtsextremisten und veranstaltet deswegen keine Demos, um nicht Opfer eines Anschlags zu werden?

vielleicht deshalb:

Zitat von: Verfassungsschutz
In Deutschland liegt das vom Bundesamt für Verfassungsschutz erfasste extremistische Islamismuspotenzial bei rund 28.600 Personen. Das Bundeskriminalamt (BKA) führt zudem 410 islamistische Gefährder und 440 relevante Personen in seiner Statistik.

Nehme ich dagegen die Anzahl der Anhänger / Wähler einer in Teilen gesichtert rechtsextermen Partei...

Ich glaube nicht, dass 28 % der deutschen Wähler potentielle gewaltbereite Rechtsextreme sind, die terroristische Anschläge planen könnten.

Wenn man schon Verfassungsschutz und BKA als Maßstab nimmt für islamistischen Terror, sollte man dieselbe Quelle auch für rechtsextremistischen Terror als Grundlage nutzen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 08.08.2026 00:39
Warum wird hier eigentlich ständig von einigen Leuten der Rechtsextremismus verharmlost und verteidigt?

Sicher sind die meisten Wähler:linnen rechtsextremistischer Parteien nicht selbst gewaltbereit, genau so wenig, wie die meisten Sympathisant:innen islamitischer Denkweisen es sind. Aber der jeweilige Kern, der die normalen Leute an der Nase rumführt, ist keineswegs friedlich. Es gibt ja nicht nur physische Gewalt, sondern auch strukturelle.

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Zwurg am 08.08.2026 07:11
Was ist eigentlich links, was ist rechts?
Ich hab mal gehört, dass es daran lag wo früher einmal Parteien im Parlament saßen.

Wenn die einen die anderen beurteilen dürfen, wird der andere immer gesichert extrem sein.

Das dumme ist nur, dass die derzeit herrschende Seite so viel Vertrauen und Geld veschwendet hat, dass sie die breite Zustimmung in der Bevölkerung verliert. Anstatt umzudenken wie man das Beste also die Mitte wiederherstellen kann, wird die derzeitige herrschende Seite noch extremer.

Da gibt es viele Beispiele.

Ich wünschte mir eine Rückkehr zur Vernunft, zum gesunden Menschenverstand und Mittelmaß, bevor alles im Chaos endet.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 08.08.2026 08:42
Was ist eigentlich links, was ist rechts?
Ich hab mal gehört, dass es daran lag wo früher einmal Parteien im Parlament saßen.

Ja, daran liegt es. M.W. fing die französische Nationalversammlung nach der Revolution mit dieser Sitzordnung an. Ich weiß jetzt aber nicht, welche Parteien es da damals gab.

Im Bundestag kannst Du diese Sitzordnung aber auch noch sehen: https://de.wikipedia.org/wiki/21._Deutscher_Bundestag (https://de.wikipedia.org/wiki/21._Deutscher_Bundestag)

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 08.08.2026 10:11
Warum wird hier eigentlich ständig von einigen Leuten der Rechtsextremismus verharmlost und verteidigt?

Sicher sind die meisten Wähler:linnen rechtsextremistischer Parteien nicht selbst gewaltbereit, genau so wenig, wie die meisten Sympathisant:innen islamitischer Denkweisen es sind. Aber der jeweilige Kern, der die normalen Leute an der Nase rumführt, ist keineswegs friedlich. Es gibt ja nicht nur physische Gewalt, sondern auch strukturelle.

LG, Micha

Das war Methoden- und Quellenkritik und kein Gesinnungsbekenntnis und keine Bagatellisierung.

Da will sich jemand bewusst, ein Feindbild konstruieren. Das hat man ja schon in meiner Begrüßung von dieser Person lesen dürfen (siehe hier (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10434.msg209704#msg209704)). Sowas perfides habe ich selten erlebt.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 08.08.2026 10:20
Warum wird hier eigentlich ständig von einigen Leuten der Rechtsextremismus verharmlost und verteidigt?

Sicher sind die meisten Wähler:linnen rechtsextremistischer Parteien nicht selbst gewaltbereit, genau so wenig, wie die meisten Sympathisant:innen islamitischer Denkweisen es sind. Aber der jeweilige Kern, der die normalen Leute an der Nase rumführt, ist keineswegs friedlich. Es gibt ja nicht nur physische Gewalt, sondern auch strukturelle.

LG, Micha

Das war Methoden- und Quellenkritik und kein Gesinnungsbekenntnis und keine Bagatellisierung.

Da will sich jemand bewusst, ein Feindbild konstruieren. Das hat man ja schon in meiner Begrüßung von dieser Person lesen dürfen (siehe hier (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10434.msg209704#msg209704)). Sowas perfides habe ich selten erlebt.

Es kommt halt auch darauf an, wie sich jemand benimmt, der neu irgendwo herein kommt.
Meine obige Frage bezieht sich auch nicht nur auf Dich.

Aber wie woanders gesagt: Du kennst die Forenmitglieder noch nicht genug, um Dir ein einigermaßen korrektes Bild machen zu können. Wie Du sie letztlich beurteilst, hängt aber auch von Dir ab.

Aber meine Frage, was Dich hergetrieben hat oder - anders ausgedrückt - wie Du auf dieses Forum gekommen bezieht sich auf Dich. Magst Du dazu was sagen? Oder ist die Frage zu perfide für Dich?

LG, Micha
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: Schattenwolf am 08.08.2026 22:54
Es kommt halt auch darauf an, wie sich jemand benimmt, der neu irgendwo herein kommt.

Respektvolle Kommunikation ist immer wechselseitig und hängt von beiden Gesprächspartnern ab.

Aber wie woanders gesagt: Du kennst die Forenmitglieder noch nicht genug, um Dir ein einigermaßen korrektes Bild machen zu können. Wie Du sie letztlich beurteilst, hängt aber auch von Dir ab.

Mir ist eure Lagerbildung herzlich egal. Ich mache mir meine eigenen Gedanken und brauche keine Belehrungen. Ebensowenig besteht eine "Kontaktschuld", wenn ich einem Argument zustimme, das von einem deiner "Feinde" kommt.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: doppelrock am 09.08.2026 08:11
@MAS: Statt hier Feindschaften zu bilden und Neumitglieder ohne sie zu kennen, anzugreifen, kehre doch bitte zum eigentlichen Thema zurück.
Zum Einstieg:.
Du kannst ja gern was zur Gründung und Geschichte des CSD sagen oder zur Berichrerstattung darüber, etwa dem anfangs zitierten WDR-Bericht.
Soweit ich weiß, wurde er in den 70ern in USA von Homosexuellen gründet, um auf ihren schweren Stand in der damaligen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Das heißt, es ging nicht um Fetisch, Übergriffe an Minderjährigen oder Geschlechtsteile nackt und öffentlich zeigen. Das kam erst später nach Kapern durch die Buchstabentruppe hinzu.
Seitdem höre ich immer wieder von homosexuellen Männern und Frauen, dass sie sich weder auf dem CSD wohlfühlen noch von den regenbogenfarben vertreten fühlen. Sie berichten auch, dass seit dieser Zeit ihre Akzeptanz in der Gesellschaft gesunken ist, aufgrund der Medienpräsenz für diese "bunte" Organisation.
Vielleicht magst du was dazu sagen.

Gern auch alle anderen.
Titel: Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
Beitrag von: MAS am 13.08.2026 19:31
Das hört sich für mich ganz komisch an, was Du da schreibst, Doppelrock, als wollest Du Drohbriefe oder gar physische Angriffe auf diese Community rechtfertigen.

Dass Du "Fetisch, Übergriffe an Minderjährigen oder Geschlechtsteile nackt und öffentlich zeigen" als repräsentativ für den CSD hinstellst und das Wort über die "'bunte' Gesellschaft" in Anführungszeichen setzt, zeigt mir aber, dass Du eine tiefe Aversion gegen diese Menschen hegst.

Es gab mal eine Zeit, da hat man unliebsamen Menschengruppen auch alles mögliche nachgesagt und behauptet, das widerspreche alles dem "gesunden Volksempfinden", das man dann gekonnt gegen diese Gruppen zu instrumentalisieren wusste. Sogar als diese Zeit vorbei war, war diese Aversion noch lange in den Köpfen der Menschen und ist es, wie es scheint, bei vielen immer noch oder wieder. Und Du scheinst mir das zu begrüßen.

Ich hoffe sehr, dass ich mich da in Bezug auf Dich irre!

Und ich warte auf Deine E-Mail.

LG, Micha