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Röcke und mehr... => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: cephalus am 13.06.2026 00:17
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Mein älterer hatte heute nach der Schule noch drei Kumpels im Schlepptau.
Als sie kamen begrüßte ich sie, trug einen grauen Wollrock und einen Damenpullover(für aufmerksame Menschen erkennbar, für die meisten vermutlich nicht).
Keiner, der mich nicht kannte, reagierte in irgendeiner Weise.
Beim Abendessen meinte einer der Jungs, das der Rock mega cool wäre und ich trotzdem(deshalb?) auch so total cool rüberkommen würde.
Ihre Eltern/ Väter würden vermutlich ausrasten, beim Thema Rock, aber ich würde nicht mal schwul oder trans aussehen.
Alle stimmten zu.
Und ich hatte lange Angst, dass meine Bekleidungsvorlieben meinen Söhnen zum Nachteil gereichen könnten - offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.
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Einfach nur eine sehr coole Geschichte, die Du da erzählst!
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Deine Geschichte aber beinhaltet, genau besehen, die ganze Dramatik.
Warum finden andere Männer es cool, wenn ein Mann einen Rock trägt? Also: in diesem Fall nachwachsende Männer, also hier eben Jungs...
Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund:
Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.
Es ist also den Jungs bis jetzt partout noch nicht in den Sinn gekommen, einen Rock zu tragen, weil sie Angst hatten, komplett unangenehme Folgen damit sich einzuhandeln. Also verdrängen sie die Möglichkeit lieber, einen Rock anzuziehen, nur um nicht anzuecken.
Und warum würden die Eltern/Väter total ausrasten?
Weil sie denken würden, die Jungs wären schwul oder trans - wie Du ja überraschenderweise nicht wirkst, aber den Grund, weshalb die Eltern/Väter ausrasten würden, lieferten die Jungs ja gleich selbst mit.
Das ist also ein hochgradiges Dilemma, in dem Männer - hier nachwachsende Männer - stecken. Man könnte nun philosophieren, dass schwul sein oder trans sein hochgradig missachtet werden würde von den Eltern/Vätern. Man könnte aber auch philosophieren, dass jemand sich hochgradig scheut, als schwul oder trans aufgefasst zu werden.
Irgendwie haben die Frauen aus diesem ähnlich gelagerten Dilemma herausgefunden. Jungs bzw. Männer aber längst noch nicht. Und wenn es doch einer macht, dann ist es cool. Jedenfalls zumindest, wenn Du es machst. Das drückt eine gewisse Sehnsucht aus, die man aber irgendwie an sich eigentlich niemals zulassen würde. Weil die Hemmungen einfach mega zu groß sind.
Jungs und Männer sind da, verglichen mit den Frauen, noch immer sowas von absolut rückständig und verklemmt. Das verdeutlicht Deine kleine, coole Geschichte absolut offensichtlich.
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Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen. Aber genau darin gibt es ja einen Fortschritt in der Gesellschaft oder zumindest Teilen davon.
LG, Micha
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voll cool...
Das kann natürlich nur jemand von sich sagen, der es auch gesagt kriegt.
in diesem Sinne hoffe ich dass es dir noch oft gesagt wird.
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Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen. Aber genau darin gibt es ja einen Fortschritt in der Gesellschaft oder zumindest Teilen davon.
LG, Micha
Das mit dem Fortschritt kann ich aus zahllosen eigenen Erfahrumgen bestätigen.
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.
Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.
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Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.
Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.
Am Beispiel von Cephalus ist ja erkennbar, das seine Vorliebe für andere Kleidung, Ehe und Kinderkriegen nicht geschadet hat, was wieder auch an seiner coolen Frau liegt.
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Leider gibts anscheinend so coole Frauen nicht genug...
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Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.
LG,, Micha
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Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund: Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.
Das ging meiner Mutter in den frühen 1950ern genauso mit Hosen: der Vater ist ausgerastet und sie musste sich jeweils ausserhäusig umziehen...
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Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.
LG,, Micha
Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.
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Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund: Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.
Das ging meiner Mutter in den frühen 1950ern genauso mit Hosen: der Vater ist ausgerastet und sie musste sich jeweils ausserhäusig umziehen...
Das geht einigen Männern noch so, dass sie sich selbst nach 20 Jahren noch ausserhäusig ihr Wunschoutfit anziehen oder sich in ihrem Wunschoutfit auch nach 20 Jahren noch immer nicht auf die Straße trauen.
Ich schätze, Deine Mutter brauchte nicht ganz solange, bis sie es ungestört machen konnte.
Übrigens, solche Storys wie von Deiner Mutter aus jener Zeit habe ich vielfach schon erzählt bekommen.
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Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.
LG,, Micha
Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.
Dann ist die Bedingung, die ich genannt habe, eben noch nicht erfüllt.
Das ist etwas müßig, so zu diskutieren: Ich sage "Wenn Bedingung A erfüllt ist, erfolgt nicht mehr die Folge B" und Du sagst, "aber es gibt immer Menschen, für die Bedingung A nicht zutrifft". Dann ist eben Bedingung A nicht erfüllt und es kommt weiterhin zur Folge B.
LG, Micha
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Ja, es ist müßig, und deswegen wollte ich auch gar nicht mit Dir darüber diskutieren.
Ich wollte auf diesen Zusammenhang hinweisen. Er ist fundamental. Und reicht deutlich weiter, ist tief verwurzelter als bloße 'gesellschaftliche Ablehnung von Homosexualität oder Transgender'. Und dieser Zusammenhang ist - und darüber muss man wohl auch überhaupt nicht diskutieren - auch verständlich und für jeden nachvollziehbar.
Mag sein, dass die gesamtgesellschaftliche Abneigung früherer, aber auch noch heutiger Jahre, also bis hin zu Homophobie und Transphobie, letztlich aus dieser familiären Kernzelle herrührt und der gesamtgesellschaftliche Druck, der darüber aufgebaut wird, ein kollektives Korrektiv darstellt, um eben Homosexualität oder Transgender zu unterbinden.
Dieser Druck aus der Gesellschaft soll wohl dazu dienen, dass Kinder sich brav genauso dem Leben stellen und letztlich Nachwuchs produzieren, wie das alle deren Vorfahren auch gemacht haben. Natürlich macht dieser Druck von außen es in der familiären Kernzelle, und dort eben besonders Mama und Papa leichter, diesen Erwartungsdruck auf die Kinder auszuüben. Dann müssen Mama und Papa eben sich nicht gegen die Gesellschaft stellen, welche ja auch sagen könnte: "Es ist doch okay, wenn Deine Kinder Dir keine Enkel bringen".
Ich glaube, diese Lebenshoffnung von Eltern auf Enkel ist noch einmal mehr gestiegen, seit größere Familien nicht mehr so hipp sind. Ich entstamme selber einer Generation, wo sehr viele eben keine Kinder erschaffen haben - ich selbst gehöre zu den kinderlosen. Je mehr Geschwister im Spiel sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle kinderlos bleiben.
Angesichts des Bevölkerungswachstums und den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten wie Nahrungsmittel und Wasser (ungeachtet von Energie und Rohstoffen) kann man natürlich schnell zu der Überzeugung kommen (gerade auch als Argument für den eigenen kinderlosen Lebensstil), es sei doch gar nicht so schlecht, wenn nicht jeder Nachwuchs zeugt. Andererseits sieht man gerade deutlich in Deutschland mit Blick auf das Rentensystem, aber auch auf Fachkräfte, dass starke Kinderlosigkeit zu ganz neuen, gesellschaftlichen Problemen führt. Ich selbst habe meinen Anteil daran. Die ungewollte, geplante oder programmatische Kinderlosigkeit ist für eine Gesellschaft auf Dauer also gar nicht so unproblematisch.
All das wird dazu führen, dass die Lebenshoffnung von Eltern auf eigene Enkel nicht so schnell schwinden wird. Eine Lösung aus diesem Dilemma wäre, wenn die Familiengrößen wieder ansteigen würden. So würde sich diese Hoffnung nicht auf ein Einzelkind konzentrieren, sondern auf z.B. drei Kinder verteilen.
Ich habe Anfang der 80er Jahre schon in der Schule gelernt, dass mit steigendem Wirtschaftswachstum in Staaten quasi wie ein Naturgesetz die Geburtenraten sinken. Ein einfacher Grund ist, dass Frauen verstärkt arbeiten gehen und zwischen Karriere und Familie abwägen, manchmal zu spät sich für Familie entscheiden und deshalb auch ungewollt kinderlos bleiben, und dass nicht Großfamilien mehr für die Altersversorgung der Eltern herhalten müssen, da leichter genügend Reichtum zu Erwerbszeiten gesammelt werden kann und auch Alterssicherungssysteme (Rente) eingeführt werden können. In den 80ern hielt z.B. Afrika als Beispiel her, wo damals - vielleicht bisweilen auch heute noch - aus Gründen der Altersversorgung zahlreiche Kinder in der Familie als Reichtum galten.
Ja, man sieht, es ist alles gar nicht so einfach. Die Kernzelle Familie wird weiterhin eine fundamentale Quelle sein von Vorbehalten gegenüber Homosexualität und Transgender. Homosexualität und Transgender gelten als ziemlich sicheres Zeichen programmierter Kinderlosigkeit. Solange das noch so angesehen wird, werden sich die Vorbehalte aus der Kernzelle Familie nicht ändern.
Warum stellen wir diese Gedanken an?
Weil, wie MAS richtig in Worte gefasst hat, es eine Scheu gibt, als Homosexueller oder Transgender angesehen zu werden.
Hat man bereits eigene Kinder gezeugt und ist sie am Großziehen, wie Cephalus z.B., hat man also augenscheinlich bewiesen, dass man vermutlich nicht homo oder trans ist, so kann man sich selbst und der Gesellschaft leichter mit Symbolen zeigen, die einen in die Vermutung homo oder trans bringen könnten. Natürlich schlägt auch in dieser Position der gemeingesellschaftliche Druck entgegen - z.B. dass die eigenen Kinder deswegen von ihren Freunden oder Mitschülern gehänselt werden könnten. Auch das wiederum ist ein Quell der Angst, sich Kleidungsfreiheiten zu gönnen. Genau diesen Punkt hatte eine meiner Ex in ihren Zukunftsperspektiven gefürchtet; vielleicht mit ein Mosaiksteinchen, weshalb wir kinderlos blieben.
Die Kernzelle Familie als Ort, von der Vorbehalte gegen Homosexualität oder Transgender auch weiterhin wohl noch lange bestehen bleiben, habe ich nun ausführlich beleuchtet.
Es gibt aber auch noch vor allem eine andere Quelle dieser Vorbehalte. Ich hatte in einem anderen Thread bereits die Musks, Trumps, Bezos, Putins und Konsorten erwähnt. Diese sind mit ein Grund, weshalb sich Männer auch im zivilen Leben in eine Art zivile Uniform begeben. Das möchte ich aber an einer anderen Stelle in diesem Forum weiter ausführen. (Nämlich: hier (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10394.msg208671#msg208671))
Und all diese Gedanken nur, weil die Symbolkraft der Hose so sehr an Männlichkeit gekoppelt ist.
Nein, falsch, weil der Rock so sehr an Weiblichkeit gekoppelt ist, oder besser gesagt: an Unmännlichkeit.
Darum müssen wir uns hier mit den Phänomenen wie Homosexualität oder Transgender herumschlagen.
Und wer aus diesem Ductus ausschert, der kann - wie Cephalus - auf einmal für "soooo cool" gehalten werden.
Wir müssen uns einfach nur trauen!
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Vorbehalte gegen Homosexualität und Transgender werden zumindest aus der Kernzelle Familie nie so ganz absehbar verschwinden.
Aber es würde deutlich der Druck auch gegen davon Betroffene herausnehmen, wenn äussere Symbole, wie Rock oder Kleid am Mann, nicht so eng damit verknüpft würden.
Auch bei Frauen ist früher der Vater total ausgerastet, wenn sie Hosen tragen wollten. Letztlich hat es sie davon nicht abgehalten. Bei vermutlich allen uniformierten Arbeitskleidungen ist es heute üblich, Frauen auch Hosen anzubieten. Da rastet kein Vater mehr aus, da rastet kein Chef mehr aus.
Unser Traum ist, dass ebenso keiner mehr ausrastet, wenn wir Männer nicht lebenslang nur Hosen tragen wollen.
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Was ich bei dem Komplex "Kernzelle Familie" als fundamentaler Quell von Vorbehalten gegen Homosexualität und Transgender, wo ich mich besonders auf die Eltern und ihre Hoffnungen auf Enkel konzentriert habe, noch als nicht unwichtigen Faktor nicht erwähnt habe...
Eigentlich zählt es mit dazu zur "Kernzelle Famile": Die Partnerin.
Hat sich das aufgewachsene Kind endlich ein Stück von seinem Elternhaus und dem unmittelbaren Zugriff der Eltern abgelöst, holt der junge Mann, sofern hetero, sich ein neues Dilemma ins Haus: Die Freundin / Ehefrau.
Sie träumt zunächst mal noch nicht von ihren Enkeln, aber vielleicht von Kindern. Oder auch das erstmal noch nicht, weil es biologisch noch nicht eilt. Aber auch sie möchte von ihrem Freund / Ehemann nicht, dass andere Leute ihn für homosexuell oder trans halten könnten. Hier hat es im Gegensatz zu den Eltern (zumeist noch nicht mal) mit dem Nachwuchs (Enkeln / Kindern) zu tun, von denen geträumt wird, sondern im Falle der Partnerin hat es zunächst etwas mit ihrem eigenen Selbstwert zu tun.
Die meisten Frauen bekümmert es sehr, wenn ihr Partner von anderen (bekannten wie unbekannten) Menschen als potenziell homosexuell oder trans angesehen werden könnte. Denn dann kann von den Beobachtern ihre Partnerschaft zu diesem Mann in Zweifel gezogen werden. Ist sie am Ende gar nicht so richtig mit ihm zusammen? Ist sie nicht fraulich genug, um einen echten Mann an sich zu binden? Das könnten die Beobachter denken, denkt die Frau. Ein Mann an ihrer Seite, der deutliche Anzeichen von potentiell schwul oder trans ausstrahlt, knabbert mächtig am Selbstwertgefühl der Frau. Und an ihrer eigenen Fraulichkeit.
Es kann sogar sein, dass sie diesen Gedanken nicht nur den Beobachtern (also den Leuten) zuschreibt. Es kann sein, dass sie selbst diese Gedanken hegt: Bin ich nicht ausreichend weiblich für ihn? Bin ich nicht attraktiv genug? Ist er insgeheim doch schwul? Oder will er eine Frau werden? Alle diese Ängste schwingen da mit.
Freilich, längst nicht zum ersten Mal hier in diesem Forum festgestellt. Aber doch hier im Kontext wieder erwähnenswert. Auch aus dem Komplex Partnerschaft kommt ein gewisser Vorbehalt gegen Homosexualität und Transgender, sofern es den eigenen Freund / Ehemann betreffen könnte.
Zum Glück sind nicht alle Frauen so. Es gibt auch andere. Und einige von Euch haben ja auch schon Cephalus beglückwünscht für die Frau, für die er sich entschieden hat, und die sich für ihn entschieden hat. Sie gehen ja schon eine Weile gemeinsam durchs Leben, haben zwei heranwachsende Söhne und stehen scheinbar mitten im Leben, also auch was Materielles angeht.
Vielleicht hat Cephalus - wenn ich das mal vermuten darf - im Umgang mit seiner Frau auch irgendwie alles richtig gemacht. So, dass diese ganzen Gedanken wie gerade oben erwähnt seine Frau sich nicht machen muss. Sie ist sich - so analysiere ich das gerade mal - seiner (also dem Cephalus) ziemlich sicher. Da sind potentielle Zeichen von einer denkbaren Homosexualität oder Transgender absolut keine Hinweise für sie, das bei ihm zu vermuten. Drum wird Cephalus´ Frau auch nicht gegenschießen. Da sind Röcke oder Kleider an ihm Nebensache. Das bringt die Partnerschaft nicht ins Wanken.
Vielleicht muss der eine oder andere seiner Frau mehr Gefühl von diesen Formen von Sicherheit geben, quasi erst einmal als Vorschusslorbeeren, um dann in einem späteren Schritt seine Wünsche von Rock oder Kleid ihr zu offenbaren... Vielleicht kann das der individuelle Weg aus der Sackgasse sein, damit die Frau es irgendwann eher akzeptiert...
P.S.: Bitte entschuldige, Cephalus, wenn ich Dich als sooo coolen Vater und Mann so stark versucht habe zu analysieren, bzw. Deine Partnerschaft. Vielleicht wird Deine Frau lachen, sofern Du diese Analyse ihr zugänglich machen solltest... ;) Ich fand diesen Versuch der Analyse aber durchaus interessant.
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Ich hole diese zwei Sätze von "drüben" mal hierher.
Eigentlich sind sie in einem ähnlichen Zusammenhang, aber auf einer anderen Ebene formuliert worden (internationale Zusammenarbeit),
sie passen aber genauso auch hierher:
Das Problem war also, dass dies keine Begegnung auf Augenhöhe war, sondern letztlich eine erzieherische Maßnahme war.
Und genau das sollte im Miteinander eigentlich nicht geschehen.
Wenn ich meine verflossenen Beziehungen aus zeitlicher Distanz analysiere, so passen diese zwei Sätze da oben wunderbar dazu.
In einer Partnerschaft wird zwar zunehmend von "Begegnung auf Augenhöhe" gesprochen, manchmal wird die "Augenhöhe" aber auch schon wieder ziemlich missbraucht. Nicht zuletzt, um zu manipulieren, um Eigeninteressen durchzusetzen. Sicherlich, ein schwieriges Feld. Aber auch in Partnerschaften sind Bestrebungen, den anderen Partner im eigenen Interesse zu erziehen absolut nicht selten.
Vielleicht sollten manche Männer in ihrer Partnerschaft nicht versuchen, die Frau dahingehend zu "erziehen", dass sie Röcke an ihm akzeptiert. Vielleicht sollten diese Männer mehr in einer Partnerschaft gewähren lassen:
"Ich gewähre Dir..., Du gewährst mir..."
Vielleicht nimmt das mehr Druck raus und es erhöht die Möglichkeiten. Und auf einmal spielt vielleicht der Rock am Partner gar keine störende Rolle mehr.
(etwas unausgegoren gerade formuliert von mir)
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Männer mit modischem Mut sind einfach cool.
Modisch sichtbare Männer bleiben im Gedächtnis und das kann man auch geschickt im Business nutzen.
Normalerweise ist man als Mann in Standard Herrenmode praktisch unsichtbar - austauschbar. Man trägt was alle tragen.
Frauen lieben Abwechslung und freuen sich über mutige Männer. Wenn man als Mann erkennbar bleibt, dürfte das auch seiner Ehefrau helfen.
Meine Frau liebt es wenn ich Farben trage und ist froh das die Zeit der tristen Farben bei mir vorbei ist. Auf jeden Fall finden die meisten Frauen die monotone Herrenmode auch langweilig.
Und doch reizt es viele Frauen diese (z.B. ein Oberhemd, Anzug) mit femininen Assessors oder anderen femininen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und keiner kommt auf den Gedanken sie wären schwul oder trans.
Ich frage mich warum sollte ein Mann im Rock schwul sein? Die meisten Probleme mit Mann im Rock haben Männer. Also wirkt doch praktisch ein Rock dann eher "abstoßend" als "attraktiv" auf andere Männer. Wenn jemand auf andere Männer steht, wird er also doch keinen Rock tragen.
Und um seine Transsexualität auszudrücken braucht es keinen Rock - das geht auch in knalligen Hosen und besser mit den passenden Frisuren, Schminken, schmücken und vielen femininen Details.
Praktisch hilft nur vorleben das Beides nichts mit dem Rock tragen zu tun hat (nicht zu tun haben muss).
VG
Jens
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Und doch reizt es viele Frauen diese (z.B. ein Oberhemd, Anzug) mit femininen Assessors oder anderen femininen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und keiner kommt auf den Gedanken sie wären schwul oder trans.]Und doch reizt es viele Frauen diese (z.B. ein Oberhemd, Anzug) mit femininen Assessors oder anderen femininen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und keiner kommt auf den Gedanken sie wären schwul oder trans.
Darauf, dass eine Frau schwul sein könnte, muss erstmal einer kommen, lieber Jens! ;D
LG, Micha
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Nun, seit 25 Jahren kennt doch jeder den Song "Schwule Mädchen".
https://www.youtube.com/watch?v=q6m-0IjONkM
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Männer mit modischem Mut sind einfach cool.
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Praktisch hilft nur Vorleben, dass Beides nichts mit dem Rock tragen zu tun hat (nicht zu tun haben muss).
Genau.
So wie die Wurst auch vegetarisch oder vegan sein kann. Das hat nicht jeder sofort begriffen. Und nicht jeder fand das toll. Das hat aber manche Würste nicht daran gehindert, vegetarisch oder vegan zu werden. Sie leben vor, dass es auch vegetarisch oder vegan geht. Und dürfen das ja auch. Und mittlerweile hat sich weit rumgesprochen, dass Würste nicht mehr zwingend aus Fleisch sein müssen. Hätten sich die abweichenden Würste versteckt, würde das bis heute niemand wissen. Vorleben hilft.
So ist das auch mit Männern in Röcken. Wer sich ewig versteckt, wird an den falschen Erwartungen der Leute nichts ändern. Nur wenn die Leute sehen, dass es auch anders sein kann als erwartet, begreifen sie, dass es eben auch anders geht.
Betrifft übrigens auch Schnitzel. Schnitzel müssen nicht unbedingt aus Fleisch sein. Es gibt auch welche aus Hack und Papier. ;D
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Das hat aber manche Würste nicht daran gehindert, vegetarisch oder vegan zu werden. Sie leben vor, dass es auch vegetarisch oder vegan geht. Und dürfen das ja auch.
Die Würste leben das vor und dürfen das auch? ???;D
LG, Micha
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Betrifft übrigens auch Schnitzel. Schnitzel müssen nicht unbedingt aus Fleisch sein. Es gibt auch welche aus Hack und Papier. ;D
Auch Holzhackschnitzel beim Brennstoffhandel. ::)
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Das hat aber manche Würste nicht daran gehindert, vegetarisch oder vegan zu werden. Sie leben vor, dass es auch vegetarisch oder vegan geht. Und dürfen das ja auch.
Die Würste leben das vor und dürfen das auch? ???;D
LG, Micha
Nach dem Willen des Europaparlaments nicht mehr so uneingeschränkt. :o
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Männer, die ihr Rocktragen verstecken, sind sozusagen arme Würstchen. ;D
LG, Micha
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Das hat aber manche Würste nicht daran gehindert, vegetarisch oder vegan zu werden. Sie leben vor, dass es auch vegetarisch oder vegan geht. Und dürfen das ja auch.
Die Würste leben das vor und dürfen das auch? ???;D
LG, Micha
Nach dem Willen des Europaparlaments nicht mehr so uneingeschränkt. :o
Ja, die haben ein Gesetz formuliert, dass es irgendwie jedem recht machen will, aber nur Verwirrung stiftet. Eine vegetarische Wurst darf noch Wurst heißen, aber ein vegetarisches Rippchen nicht mehr Rippchen. Es darf keine Bezeichnung vorkommen, die an eine Tierart oder ein Körperteil erinnert. Während Wörter wie "Wurst" und "Schnitzel" ja auch unabhängig vom Lebensmittelthema vorkommen.
Ich bin mal gespannt, ob Namen wie "Wieleberwurst" noch vorkommen dürfen. Leber ist ja ein Körperteil. Wobei in tierischer Leberwurst aber auch keine Leber Vorkommen muss. Aber in Fleischkäse kommt auch kein Käse vor und in Leberkäse weder Leber noch Käse und im halven Hahn auch kein Hahn.
Aber wir kommen vom Sooo-cool-Thema ab.
LG, Micha
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Und doch reizt es viele Frauen diese (z.B. ein Oberhemd, Anzug) mit femininen Assessors oder anderen femininen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und keiner kommt auf den Gedanken sie wären schwul oder trans.]Und doch reizt es viele Frauen diese (z.B. ein Oberhemd, Anzug) mit femininen Assessors oder anderen femininen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und keiner kommt auf den Gedanken sie wären schwul oder trans.
Darauf, dass eine Frau schwul sein könnte, muss erstmal einer kommen, lieber Jens! ;D
LG, Micha
Ja bei diesen Gedankenspielen kann vieles passieren ... wird ein Mann im Rock automatisch zur Frau??? Und wenn er gar Kleider trägt und trotzdem weiterhin auf Frauen steht - oh - wird er dann lesbisch :-\
Ich habe mich immer mal wieder gefragt, ob und wie mich das Rock und Kleider tragen verändert/ verändert hat.
Oft denke ich, ich bin endlich ein Mann geworden. Einer, der zu sich steht und nicht danach fragt, wie andere meinen sein zu müssen. Meiner Frau ist das auch aufgefallen und freut sich drüber ;)
Ich habe mich viel gefragt, was macht ein "feminines Kleid" aus. Wenn ein Kleid eh nur für Frauen da ist, warum wird betont es wäre feminin. Das heißt doch es gibt auch Kleider, die wirken eher maskulin... Überhaupt was macht ein Kleidungsstück maskulin oder feminin.
Letztendlich entscheidet wohl der Mensch, der die Kleidung trägt, wie es wirkt. Bisher werde ich nach wie vor mit Herr ... angeredet.
Auf jeden Fall, würde es mittlerweile enorm auffallen, wenn ich Hosen tragen würde: "... was ist mit Dir passiert???" - also lassen wir das lieber ;D
VG
Jens
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Ich habe auch keine Probleme damit, für extra feminin gehalten zu werden. Und sollte es doch mal passieren, macht es mir auch nichts aus.
Und dennoch kann man neben besonders femininen Kleidern auch welche antreffen, die eher neutral wirken, also gemessen an konservativen Sehgewohnheiten. Sehr feminine wären dann besonders figurbetont und dann vielleicht von den Farben her oder von Spitzen oder so.
LG, Micha
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Für
besonders feminin gehalten werden?
Ist mir noch nicht (wissentlich) passiert.
Besonders feminine Kleider wären für mich welche mit tiefem Ausschnitt, mit Rüschen und Zierrat, die viel Haut präsentieren.
An mir gefallen sie mir nicht.
Sehr figurbetonte dagegen schon ich empfinde sie auch nich als besonders feminin, betonen sie ja durch die Passform einen männlichen Körper
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- man kann sich seine Welt natürlich immer schönreden ;)
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Zufällig bin ich auf einen alten Beitrag und eine alte Begebenheit gestoßen, aus einer Zeit in der das öffentliche Rocken bei mir noch nicht stattfand, die ich nicht mehr im Kopf hatte:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=4970.msg57341#msg57341
Jedenfalls hat mein Sohn seine Ansicht in 11 Jahren nicht geändert ;D
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Damals war Dr. Heizer noch dabei.
Und Dein Sohn ist geblieben, wir er war, nur nicht mehr im Kindergarten.
Du hast Dich aber weiterentwickelt und mit Deinem Sohn gleichgezogen, lieber Cephalus! :)
LG, Micha
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Ich habe mich viel gefragt, was macht ein "feminines Kleid" aus. Wenn ein Kleid eh nur für Frauen da ist, warum wird betont es wäre feminin. Das heißt doch es gibt auch Kleider, die wirken eher maskulin...
Ja, es gibt sogar einen Namen dafür, Boyfriend Look. Habe ich bei Röcken und Shorts verwendet gesehen, und alle wie auch für einen
Mann geschaffen.