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Infothek => Begrüssungen und Glückwünsche => Thema gestartet von: Wölfchen am 11.07.2026 14:03
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Ich bin Wölfchen und bin ganz neu hier in der Runde.
Vor ein paar Wochen bin ich zufällig auf einen Artikel im Internet gestoßen, der mich neugierig gemacht hat. Seit etwa drei Wochen trage ich nun zu Hause meine ersten Röcke und Damenblusen. am liebsten einen richtig langen und weiten 32-Yard-Tellerrock aus Satin.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal machen würde, aber das luftige Gefühl und das weiche Streicheln des Stoffs um die Beine sind für mich der absolute Wahnsinn.
Es hilft mir unglaublich gut, den Alltagstress und dunkle Gedanken komplett abzuschalten.
Als nächstes steht auf meiner Wunschliste definitiv ein bodenlanger Soft-Tüll-Tellerrock, um dieses wolkenleichte Gefühl auszuprobieren.
Da ich mich an das Gefühl, einen Rock zu tragen, erst noch gewöhnen muss, suche ich hier einfach den Austausch mit Gleichgesinnten, denen diese tollen Stoffe und das freie Tragegefühl genauso viel geben wie mir.Ich freue mich auf ein respektvolles Mitschreiben!
Ich hoffe Ihr denkt nicht schlecht von mir, es hat eine ganze Menge überwindung gekostet mich hier zu outen.
Viele Grüße, Wölfchen
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Herzlich willkommen, Wölfschen.
Hier sind wir eine Menge Männer mit unterschiedlichen Auffassungen davon, wie man mit Rock oder Kleid am besten der Welt begegnet. Deshalb bist auch du hier richtig mit deinen Wünschen, Vorstellungen und Gründen, Röcke zu tragen.
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Herzlich willkommen, Wölfchen!
LG, Micha
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Willkommen im Forum und viel Spaß beim mitschreiben und -diskutieren.
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Herzlich willkommen Wölfchen!
Tellerrock aus Satin klingt gut. Aber 32 Yards sind ja fast 30 Meter. Ist das der Saumumfang? Wenn ja, hättest Du ja einen mehrfachen Teller.
Ich würde mich auch freuen, wenn wir Dich im Rock auch auf den Weg vor Deine Tür, d.h. in die Öffentlichkeit begleiten dürften.
LG, Albis
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Hallo Wölfchen!
Meine Gedanken zur Antwort machen mich gerade sentimental. Denn ich habe gerade über eine Begebenheit nachgedacht, die ich hier in meiner Antwort eigentlich gar nicht erwähnen wollte. Jetzt mach ich es doch: Denn ich saß friedlich mit meiner einen Schwester am Dielentisch und wir machten gerade Hausaufgaben. Ich machte meine ersten Schreibübungen. Da kam - ich schildere jetzt nicht alle Einzelheiten - meine Oma, die Mutter meiner Mutter, zu Besuch und ging in die Küche. Irgendwas machte da meine Mutter, ausgiebig kochen oder vermutlich Plätzchen backen. Und was war das ein Drama!
Erklären sollte ich, dass ich im Wandschrank meines Zimmers noch ein zu klein gewordenes Kleid meiner Schwester (die vom Dielentisch) hängen hatte. Zu diesem Zeitpunkt jedoch gerade nicht, sondern ich hatte das einfach, weil irgendwie neugierig, angezogen statt meiner anderen 'Daheimerums-Kleidung'. Der Stoff des Kleides war ein rotes Schottenkaro, mit einem Faltenrock. Vermutlich von meiner Mutter selbst genäht, vielleicht auch gekauft. Wie gesagt, meine Schwester und ich saßen friedlich beisammen und waren jeweils für sich beschäftigt. Und das schon eine ganze Weile, und meine Mutter war mindestens diese Weile auch aus der Küche nicht mehr herausgekommen. Bis Oma kam.
Kaum war sie da, da kam meine Mutter aus der Küche und - scheinbar hatte ich auf die Frage meiner Oma, ob meine Mutter mir gesagt hätte, dass ich das anziehen solle - keine ihr schlüssige Antwort gegeben. Und ja, Drama war, ich solle nicht sagen, dass... und überhaupt... ausziehen...!!!
Oh ja, was ist das ein Drama, wo eine Mutter sich ihrer Mutter verantworten muss, wenn auf einmal ein Junge was anhat, was keine Hose ist...!!!
Und das macht mich höchst sentimental!!!
Aber, sorry...! Eigentlich wollte ich das ja gar nicht hier erwähnen.
Loslegen wollte ich eigentlich mit meiner Antwort zur Begrüßung, dass die meisten von uns hier wohl angefangen haben mit einer Jeansrock-Phase mit mehr oder weniger Jeansrock oder relativ ähnlichen Rockarten. Hatte ich auch mal. Manchen von uns reicht diese Rockart auch vollkommen.
Aber über meine Schwestern habe ich auch andere Stoffe schon kennen- und fühlen gelernt. Mein erstes nennenswertes Rockerlebnis in meinen Teeniejahren war ein Rock aus Fastnachtsseide, im Sommer - wahnsinnig angenehm. ('nennenswert' unter Auslassung früherer Erlebnisse, siehe oben.) Aber ich muss zugeben, wie ich im Rock anfing unter die Leute zu gehen, kam ich ebenso in eine gewisse Jeansrock-Phase. Es dauerte bei mir lang, bis ich mich aus dieser "Jeansrock-Phase" wieder heraus entwickelt habe (90er bis tief in die 10er Jahre).
Inzwischen gibt es eigentlich nichts mehr, was ich nicht tragen würde oder trage. Ich genieße diese Freiheit. Ich genieße diese Vorteile von angenehmen Stoffen, von fließenden Silhouetten, ich genieße die witterungsangepassten Vorteile von entsprechenden Schnitten, auch am Oberkörper, ich mag diese ganze Vielfalt, die ich in der Männerabteilung niemals geboten bekommen hätte bislang.
Insofern freue ich mich, dass auch Du diese Annehmlichkeiten kennengelernt hast - sogar ohne Jeansrockphase - und dass Du Dich, falls Du zurückblickend ins Grübeln fallen würdest, ärgern könntest, nicht schon viel früher auf diese Idee gekommen zu sein und Du all die vielen Jahre das alles verpasst hast.
Es werden immer mehr, die das ärgert und die was dran ändern möchten. Und Du bist nun ein weiterer. Das freut mich sehr. Du wirst bald Lust kriegen, so auch mal vor die Tür zu gehen. Denn dort beginnt die eigentliche Freiheit.
Genieße sie!
Und genieße die Zeit mit uns!
Herzlich willkommen!
Wolfgang
(mich hat man glaubich auch schonmal Wölfchen gerufen) :)
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Hallo zusammen und einen schönen guten Morgen! Vielen Dank für die herzliche Aufnahme in eurer Runde.
Ich weiß, Albis, 32 Yards sind eine gewaltige Menge Satin. Aber ich sollte erwähnen, dass es sich um einen vierstufigen, fast bodenlangen Full Circle Tanzrock handelt, den ich mir bestellt habe. Genau das hat mich fasziniert: die Frage, wie es sich wohl anfühlt, so viel Stoff zu tragen. Und diese Frage möchte ich hier gerne für dich und alle anderen beantworten.
Für mich ist es ein wundervolles Gefühl, wenn ich gehe und der Stoff meine Beine umspielt, ein kribbeliges Gefühl, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.
Ob ich mich jemals damit in der Öffentlichkeit zeigen werde und kann, weiß ich beim besten Willen noch nicht. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viel Mut aufbringen kann. Zur Zeit schäme ich mich noch und habe Angst, dass mich andere Menschen in diesem Outfit sehen könnten.
Momentan trage ich diesen Satinrock nur zu Hause (wenn es nicht gerade zu warm ist). Ansonsten greife ich zu meinem zuerst gekauften, langen und extrem weiten Viskoserock, kombiniert mit einer weiten Bluse. Diese Bluse ist aus der Ferne auf den ersten Blick fast nicht von einem Männerhemd zu unterscheiden, das gibt mir Sicherheit, wenn ich mal am Fenster stehe. Ich muss ehrlich zugeben, dass es genau dieser Viskoserock war, der mich überhaupt erst auf die Idee mit dem Tanzrock gebracht hat.
Ja, Skirtedman, wenn mehr Männer diese angenehme Luftigkeit, die Beinfreiheit und diese tollen Stoffe selbst kennenlernen würden, würden sie die langen Hosen ganz schnell im Schrank lassen und mehr Kilts oder Röcke tragen. Und ja, ich ärgere mich, dass ich nicht schon viel früher auf die Idee gekommen bin, mal einen Rock anzuziehen! Bei mir war es ein Artikel im Internet, der mich ins Grübeln brachte und mich dazu veranlasste, einfach mal einen zu kaufen und es auszuprobieren.
Ich sage es aber ganz klar: Es hat mich am Anfang viel Überwindung gekostet, diesen ersten Rock auch wirklich anzuziehen und mich damit in meiner Wohnung zu bewegen. Ich merkte dann allerdings ganz schnell, wie gut ich mich darin fühlte. Die Luftigkeit und das angenehme Gefühl waren eine wunderschöne Erfahrung. Es löst ein Kribbeln und Schmetterlinge im Bauch aus, wie ein „geistiges Duschen“, bei dem alle negativen Gedanken sofort wie weggeblasen sind.
Auch bei dem Satin-Tanzrock und der Bluse, die ich gleich mitbestellt hatte, brauchte ich eine gewisse Zeit, bis ich sie anprobiert habe. Ich bin da ganz ehrlich: Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich eigentlich noch ganz gesund im Kopf bin, Geld für so etwas auszugeben. Aber wenn die Sachen dann erst mal da sind, probiert man sie natürlich aus. Und ich war restlos begeistert von diesem Tragegefühl, das keine Hose der Welt bieten kann!
Auch wenn wir immer mehr werden, die diese Erfahrung teilen, gibt es leider noch zu viele Menschen mit Vorurteilen, die meinen, ein Rock sei nur für Frauen da. Solche Vorurteile hatte ich in meinem Leben Gott sei Dank nie. Ich habe nie jemanden schief angesehen oder dumme Kommentare abgegeben, wenn ich mal einen Mann im Rock gesehen habe. Ich bin der Meinung: Männer, die dumme Sprüche klopfen, sollten es erst mal selber ausprobieren.
Vielleicht würden sie dann dieselbe schöne Erfahrung machen wie ich und endlich mal nachdenken.
Sorry, dass es etwas länger geworden ist!
Viele Grüße an alle,
Wölfchen
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Danke, lieber Wölfchen (oder "liebes Wölfchen"?), dass Du so offen über Deine inneren Hemmungen schreibst, die gekauftem Sachen anzuziehen. Da sieht man mal wieder, was uns Jungs von klein auf für Barrieren in die Köpfe gepflanzt wurden!
Wolfgang: Du schreibst was vom Jeansrock als Anfängerrock. Interessanterweise sehe ich kaum einen Mann im Jeansrock. Da bin ich, der ich bei nicht zu warmem Wetter, gerne Jeansröcke trage, bin da meistens der einzige und all den Rockträgern, die mir so vor die Augen kommen, auch in Rudolstadt. Komisch, gell?
Und übrigens auch danke, Wolfgang, für die Geschichte mit Deiner Oma. Solche Eltern und Großeltern gibt es sicher immer noch viele, die ihren Söhnen und männlichen Enkeln das Rocktragen verbieten wollen. Aber ich habe den Eindruck, es werden immer mehr Eltern, die da keine Probleme mit haben. Bei Großeltern weiß ich es nicht so. Die Großeltern von Cephalus' Söhnen sind jedenfalls vom Schlage Deiner Oma.
LG, Micha
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Nunja, meine Mutter war ja auch nicht begeistert. Sie hatte ja gar nicht mitgekriegt - und es also auch gar nicht gebilligt oder billigen können -, dass ich da im alten Kleidchen meiner Schwester saß.
Zu groß ist die Angst, mit dem Jungen 'könnte was nicht stimmen', sich´s im Leben sauschwer machen und den erhofften Enkel-/Urenkelwunsch nicht erfüllen.
Die näheren Analysen dazu, warum es gerade im engen familiären Umfeld so abgelehnt wird, haben wir hier im Forum ja schon mehrfach durchgeführt.
Zur 'Jeansrock-Phase'. Ja, Deine Beobachtung, sagen wir rund um das Folkfestival Rudolstadt, mag ja eine andere sein. Ich sprach über die meisten von uns hier im Forum und bezog mich letztlich auf die, die auch immer mal im Alltag das Rocktragen unter Leuten praktizieren. Gut, es gibt auch noch eine Lederrock-Fraktion, könnte man sagen, aber die meisten von uns lassen sich der Jeansrock-artigen-Fraktion zurechnen oder haben diese Phase mal durchlaufen. Gewandung aus nicht alltäglichen Anlässen mögen da noch einmal andere Befindlichkeiten wachrufen, zumal Jeans nicht als sehr typisch mittelalterlich gilt.
Danke, Wölfchen, für Deine Worte.
Ich bin froh, wenn sich nach einer Vorstellung derjenige überhaupt noch einmal zu Wort meldet. Und längere Texte können auch sehr viel mehr transportieren als angeblich aufs Wesentliche reduzierte drei Sätze.
Ich kann übrigens auch sehr nachfühlen, wie Du eingangs schriebst, dass es auch Überwindung gekostet hat, sich hier im Forum zu melden (eventuell auch anzumelden). Die Furcht, jemand, den es eigentlich nichts angeht, könne das mitkriegen und irgendwie dumm gegen Dich verwenden, ist sicherlich da. So sehr viel mehr wirst Du es vermutlich genießen, wenn Du am offenen Fenster im Rock stehst und Du diese Freiheit am Körper genießen kannst und keiner bekommt was davon mit.
Ging mir auch so. Damals, vor sauvielen Jahren.
Aber irgendwann juckte es mich, zu riskieren, dass irgendjemand eventuell doch zufällig, eher unwahrscheinlich, aber dann eben doch zufällig was davon mitbekommt. So könnte man auf einen kleinen Tritt sich stellen und etwas erhöht am Fenster stehen, so dass ein zufälliger Blick eines Menschen von draussen bei größerer Konzentration vielleicht erahnen könnte, dass unter Deinem Hemd doch etwas anderes als eine Hose sein könnte. Dieses Kribbeln kenne ich, ich habe damals in meinen Jugendjahren bisweilen den leichten Rock auf dem Balkon im Aufwind aufwirbeln lassen, so dass man ihn erahnen hätte können. Oder ich bin mal schnell durch den Vorgarten gelaufen mit dem Risiko, ein Radfahrer oder Autofahrer könnte zufällig einen Blick erhaschen und erkennen, dass da ein Junge im Rock ist (oder gar mich erkennen).
Bei mir war dieses Kribbeln genau eine der wesentlichen Vorstufen, die mich davon nicht abbringen ließen, irgendwann im Rock auch mal in die Öffentlichkeit zu gehen. Und ja, dann behutsam auch nach und nach sogar in meinen normalen Alltag zu integrieren. Ich wollte es, ich habe mir (und anderen) bewiesen, dass es grundsätzlich geht und ich bereue nichts davon - im Gegenteil, das verschaffte mir Lebensfreude, und das hält bis heute an.
Nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht aus diesem Hosendiktat ausgebrochen wäre.
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Nunja, meine Mutter war ja auch nicht begeistert. Sie hatte ja gar nicht mitgekriegt - und es also auch gar nicht gebilligt oder billigen können -, dass ich da im alten Kleidchen meiner Schwester saß.
Zu groß ist die Angst, mit dem Jungen 'könnte was nicht stimmen', sich´s im Leben sauschwer machen und den erhofften Enkel-/Urenkelwunsch nicht erfüllen.
Die näheren Analysen dazu, warum es gerade im engen familiären Umfeld so abgelehnt wird, haben wir hier im Forum ja schon mehrfach durchgeführt.
Zur 'Jeansrock-Phase'. Ja, Deine Beobachtung, sagen wir rund um das Folkfestival Rudolstadt, mag ja eine andere sein. Ich sprach über die meisten von uns hier im Forum und bezog mich letztlich auf die, die auch immer mal im Alltag das Rocktragen unter Leuten praktizieren. Gut, es gibt auch noch eine Lederrock-Fraktion, könnte man sagen, aber die meisten von uns lassen sich der Jeansrock-artigen-Fraktion zurechnen oder haben diese Phase mal durchlaufen. Gewandung aus nicht alltäglichen Anlässen mögen da noch einmal andere Befindlichkeiten wachrufen, zumal Jeans nicht als sehr typisch mittelalterlich gilt.
Das Rudolstadt-Festival, lieber Wolfgang, ist kein Mittelalter-Festival, sondern eines für Folk- und Weltmusik. Jeanshosen sieht man da viele, Jeansröcke bei Damen auch hier und da, aber unter den männlichen Rockträgern war ich der einzige im Jeansrock.
Heute dagegen gönnte ich mir meinen luftigsten Sommerrock und das Blusentopp mit Lochspitze, derweil wir uns eine Ausstellung ansehen und erklären ließen und anschließend mit den Künstler:innen und deren Freund:innen ins Anno-Restaurant einkehrten. Als ich dann hoch oben auf dem Michaelsberg stand und der warme Sommerwind alles an mir flattern ließ, fühlte ich mich so wohl, wohler geht es kaum.
Wölfchen: Trau Dich ruhig raus in Deinem Rock und Deiner Bluse. Gewalttätige Postliberalisten gibt es so viele nicht, da wird Dir schon nichts passieren. Aber Du wirst es genießen!
LG, Micha
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Herzlich willkommen im Forum, Wölfchen!
Das einnehmende Wesen unserer beiden schreibenden Platzhirsche hast Du bereits kennen gelernt, wie ich sehe. 8)
LG
Hajo (ehemaliger Vielschreiber)
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Hallo MAS und Skirtedman,
danke für eure Offenheit. Besonders deine Schilderungen, Skirtedman, haben mich sehr bewegt. Dass du über die Ängste deiner Mutter schreibst, berührt mich deshalb so, weil ich diese Strukturen selbst am eigenen Leib erlebt habe. Ich erinnere mich noch gut, wie meine Eltern schon in den 70er Jahren mit vollkommenem Unverständnis reagierten, wenn sie einen Jungen in einem Rock sahen. ‚Ein Junge trägt Hosen‘ – das war damals die unumstößliche Regel, die mir eingetrichtert wurde. Zu spüren, wie das eigene Wohlbefinden aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung einfach abgetan wird, ist eine Erfahrung, die einen sehr lange prägt.
Deshalb ist es so wertvoll, dass wir uns hier austauschen können. Danke auch für deine Einordnung zum Thema Jeansrock.
Ich verstehe jetzt besser, warum er oft als typische ‚Anfangsphase‘ gesehen wird, auch wenn ich für mich persönlich merke, dass mein Weg eher zu weichen, fließenden Materialien führt. Wenn ich nach der Arbeit die schwere Arbeitskleidung ablege, ist es genau diese Leichtigkeit, die mir das Gefühl gibt, endlich durchatmen zu können.
Deine Beschreibung des ‚Kribbelns‘, dieses bewusste Auskosten der Freiheit, auch wenn man dabei ein gewisses Risiko eingeht, hat mich sehr berührt.
Es ist ein befreiender Prozess, das alte ‚Hosendiktat‘ Stück für Stück hinter sich zu lassen.
Für mich steht nach allem, was ich erlebt habe, fest: Eine Hose kann niemals so bequem sein wie ein Rock. Ich bin einfach nur froh, dass ich heute den Mut aufgebracht habe, diesen Weg für mein eigenes Wohlbefinden zu gehen.
Danke euch beiden für die freundliche Aufnahme hier.
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Ich grüße dich, high4all!
Vielen Dank für die herzliche Begrüßung!
Ja, die ‚Platzhirsche‘ haben mich schon sehr freundlich in Empfang genommen; es ist wirklich schön, hier so offen aufgenommen zu werden.
Ich freue mich auf den Austausch und darauf, hier mehr von euch zu lesen, und hoffe, dass solche Foren endlich mit dem Hosendiktat aufräumen.
Gruss Wölfchen
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Herzlich willkommen im Forum, Wölfchen!
Das einnehmende Wesen unserer beiden schreibenden Platzhirsche hast Du bereits kennen gelernt, wie ich sehe. 8)
LG
Hajo (ehemaliger Vielschreiber)
Ah so, lieber Hajo, hast Du Dir eine Diät auferlegt? ;D
Aber ja, liebes Wölfchen, herzlich willkommen beim Platzkonzert der Platzhirsche, die sich lieber was von der Seele schreiben, als eines Tages vor Überdruck zu platzen! :D
LG, Micha
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Danke, lieber Wölfchen (oder "liebes Wölfchen"?), dass Du so offen über Deine inneren Hemmungen schreibst, die gekauftem Sachen anzuziehen. Da sieht man mal wieder, was uns Jungs von klein auf für Barrieren in die Köpfe gepflanzt wurden!
Wolfgang: Du schreibst was vom Jeansrock als Anfängerrock. Interessanterweise sehe ich kaum einen Mann im Jeansrock. Da bin ich, der ich bei nicht zu warmem Wetter, gerne Jeansröcke trage, bin da meistens der einzige und all den Rockträgern, die mir so vor die Augen kommen, auch in Rudolstadt. Komisch, gell?
Und übrigens auch danke, Wolfgang, für die Geschichte mit Deiner Oma. Solche Eltern und Großeltern gibt es sicher immer noch viele, die ihren Söhnen und männlichen Enkeln das Rocktragen verbieten wollen. Aber ich habe den Eindruck, es werden immer mehr Eltern, die da keine Probleme mit haben. Bei Großeltern weiß ich es nicht so. Die Großeltern von Cephalus' Söhnen sind jedenfalls vom Schlage Deiner Oma.
LG, Micha
Ich kann da mitfühlen. Meine Eltern, wie an anderer Stelle mal geschrieben sind auch sehr traditionell und konservativ, was Kleidung angeht im Sinne der Geschlechterzuordnung. Obwohl meine Mutter sich glaube ich nie darum Gedanken gemacht hat, dass sie nie den Kampf um die Hose führen musste und für sie es das normalste der Welt war, sich kleiden zu können wie sich möchte. Und das obwohl meine Familie (inkl. mir) in einem christlich-sozialisierten Umfeld unterwegs sind. Aber selbst hier haben Frauen irgendwann die Hose einfach getragen und in den meisten Strömungen ist das schon lange kein Thema mehr.
Ich hatte bereits in der Vergangenheit ein Phase, in der ich mit Kleidung experimentiert hatte, was meine Eltern immer abgelehnt hatten. Aus heutiger Sicht war ich damals aber etwas planlos und ohne echte Intention, was ich damit eigentlich erreichen wollte. Das ist jetzt anders. Aber man wird mit dem Älterwerden auch etwas reifer und überlegter. :).
Daher schön, dass sich immer mehr Männer Gedanken um die "Zwangshose" machen.
Zum Thema Jeansrock: Ich habe hier auch ein paar Modelle. In Sachen Tragekomfort und Bequemlichkeit sind aber andere Stoffe/Modelle häufig angenehmer.
Stehe aber auch noch am Anfang dieser "Befreiungsreise".
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Hallo Wölfchen, ich habe mehrere ähnliche Röcke und kenne und genieße das Tragegefühl, das Du beschreibst.
Jetzt kommt es darauf an, dass wir einen Weg für Dich finden, wie Du den Weg in die Öffentlichkeit findest. Zum einen kannst Du die vielen Bilder hier im Forum betrachten, sodass sich zuerst Dein Auge und Hirn an den Anblick von Männern im Rock (Kilt oder Kleid) gewöhnt. Dann könntest Du Dir einen Ort und eine Zeit suchen, wo auch andere Männer im Rock sind. Geh zuerst in Hosen dorthin, damit Du zuerst in einer gewissen Sicherheit die Atmosphäre aufnehmen kannst, um festzustellen, ob sie was für Dich ist. Oder Du kaufst Dir zunächst einen schlichteren Rock, der nicht so sehr auffällt. Ein knielanger A-Linien-Rock könnte auf den ersten Blick auch mit einer Shorts verwechselt werden. Grundsätzlich könntest Du das auch in einer anderen Stadt ausprobieren, wenn Du befürchtest, dass ein Bekannter Dich im Rock sieht. Oder Du kommst mal zu einem der seltenen Forumstreffen, wo Du nicht der einzige Mann im Rock wärst.
Wenn Du weiter interessiert hier im Forum dranbleibst, kriegen wir das schon hin.
LG, Albis