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Röcke und mehr... => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: Rockermatze am 24.06.2020 19:54

Titel: Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 24.06.2020 19:54
Meinen Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz lege ich fast komplett im öffentlichen Busverkehr zurück.
Da es in dieser Woche am frühen Morgen (5.00Uhr) noch etwas kühl war, bin ich in Hosen hingefahren.
Zum Schichtende um 14.00Uhr ist es dagegen sehr warm, sodass ich keinen Bedarf mehr an einer Hose habe.
Nun hatte ich mir gestern einen meiner Sarongs mitgenommen, den ich dann zur Rückfahrt getragen habe.
Von den mitfahrenden Kollegen gab es keine negativen Reaktionen.
Heute wurde ich an meinem Arbeitsplatz von einer Kollegin angesprochen, die mich an der Warteposition im Sarong gesehen hatte.
Sie sagte mir, dass es klasse aussehen würde und hat dann nach meiner Bezugsquelle gefragt, da sie sich nun auch einen kaufen möchte.
Ich hatte mich später dann noch ganz offen mit einem anderen Kollegen über das Thema Rock tragen unterhalten.
Dabei habe ich ihm mitgeteilt, dass ich jetzt seit fast einem Jahr in meiner Freizeit fast nur noch Röcke trage.
Seine Antwort darauf war: Warum nicht ? ::)
Selber würde er es aber nicht machen wollen.
In den nächsten Tagen wird der Sarong wieder getragen.
Ich denke, wenn ich es nun sehr oft mache, gewöhnen sich die Kollegen langsam an den Anblick, sodass ich es irgendwann auch mal mit einem "Damenrock" probieren werde.

Vorhin bin ich noch zum Tanken gefahren - im Jeanskleid.
Reaktionen von anderen tankenden Personen konnte ich dabei nicht erkennen, habe mich einfach ganz ruhig auf meine Aufgabe konzentriert und keinen Rundblick durchgeführt.

Meine jüngere Schwester konnte ich inzwischen davon überzeugen, dass ich das Rocktragen nur wegen der Bequemlichkeit und gesundheitlichen Vorteile mache, nicht weil ich "eine Frau sein möchte".
Dazu habe ich ihr den Text von Matthias (Das Ziel dieser Webseite) gezeigt, was sie dann überzeugt hat.
Bei meinen Eltern bin ich noch nicht soweit, hoffe, dass ich das auch noch hinbekomme.
Dann könnte ich noch ungezwungener meine Röcke in der Öffentlichkeit tragen.

LG Matze




Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 24.06.2020 20:17
Ich denke, wenn ich es nun sehr oft mache, gewöhnen sich die Kollegen langsam an den Anblick, sodass ich es irgendwann auch mal mit einem "Damenrock" probieren werde.

Meine jüngere Schwester konnte ich inzwischen davon überzeugen, dass ich das Rocktragen nur wegen der Bequemlichkeit und gesundheitlichen Vorteile mache, nicht weil ich "eine Frau sein möchte".

LG Matze

Hallo Matze,

und wie bringst du dass dann deiner Schwester mit dem Damenrock bei? Es wird nicht lange dauern dann stehst du vor der Strumpfhosenfrage für den nächsten oder übernächsten Winter. Bis jetzt bist du ja noch nicht so intensiv im Röcke Tragen dabei und trägst überwiegend noch Hosen,

Viele Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 24.06.2020 21:03
Dass ich Damenröcke besitze, weiß sie schon.
Sie fragte noch nach, ob es sich nur um schlichte Farben handelt, also nichts Buntes mit Blümchen oder sowas in der Art.

Strumpfhosen und Schuhe kommen bei mir nicht in Frage, das mag ich nicht.
Nur Rock oder Kleid als Ersatz für die Hose.

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: GregorM am 24.06.2020 22:31
Meine jüngere Schwester konnte ich inzwischen davon überzeugen, dass ich das Rocktragen nur wegen der Bequemlichkeit und gesundheitlichen Vorteile mache, nicht weil ich "eine Frau sein möchte".
Dazu habe ich ihr den Text von Matthias (Das Ziel dieser Webseite) gezeigt, was sie dann überzeugt hat.

Hallo Matze,

Glückwunsch. Hast du gut gemacht. Aber bist du nun auch ehrlich deinem Schwester gegenüber gewesen? Du träumst ja von einem Damenrock.

Gruß
Gregor
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MickyBlueEyes am 25.06.2020 09:14
Hallo Rockermatze!

Hört sich doch recht gut an, wie es mit den Kollegen und Deiner Schwester läuft - gratuliere!

Hoffentlich respektieren auch Deine Eltern bald Deinen (sehr verständlichen  ;D ) Wunsch, nicht ausschließlich Hosen zu tragen!

@GregorM:
Was hast Du denn auszusetzen?

Es ging doch um das Tragen von Röcken in dem Gespräch mit der Schwester - steht doch da.
Also ich kann da keine Unehrlichkeit entdecken.

Dass Röcke immer noch weit überwiegend für Frauen gemacht werden, ist halt leider Tatsache.
Auch, dass die angebotenen sogenannte "Männerröcke" zumeist bodenlange, eher grobe und (in meinen Augen) eher nicht schöne Kleidungsstücke sind.

Ich für meinen Teil ziehe ausschließlich für Frauen gemachte Röcke und Kleider an, dazu auch sehr oft für Frauen gemachte Schuhe (bei Schuhgröße 39 / 40 ist die Auswahl bei den für Jungs gemachten Schuhe sehr überschaubar bis nicht vorhanden).

Und auch ich möchte keine Frau sein oder werden (Über diesen Punkt sollten wir gerade hier übrigens nicht diskutieren müssen).

Aber ich möchte nicht ausschließlich Hosen tragen und suche mir aus den angebotenen Alternativen das für mich passende aus. Dass das ursprünglich für Frauen gemachte Sachen sind, stört mich schon länger nicht mehr.

Viele Grüße
MickyBlueEyes
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 25.06.2020 09:34
Hallo Matze,

Herzlichen Glückwunsch zu deinen positiven Erfahrungen! :)

Ich sehe da gewisse Parallelen zu mir. ;) Wie du habe ich auch mit Sarongs angefangen und dein Beitrag hat mich darauf gebracht, dass ich die ja eigentlich auch mal wieder tragen könnte. Sarongs haben ja den Vorteil, dass sie weltweit auch von Männern getragen werden, so gesehen hat man da zur Not immer ein Argument, manchmal auch sich selbst gegenüber.

Zitat
Seine Antwort darauf war: Warum nicht ? ::)
Selber würde er es aber nicht machen wollen.

Seltsam, nicht wahr? Sagte er denn auch, warum er es nicht machen würde?

Zitat
Ich denke, wenn ich es nun sehr oft mache, gewöhnen sich die Kollegen langsam an den Anblick, sodass ich es irgendwann auch mal mit einem "Damenrock" probieren werde.

Ich denke, der Schritt ist sehr klein. Bei denen, die dich sehen, läuft ja auch keine bewußte Assoziation ab, dass das nun in anderen Ländern ein Männerkleidungsstück ist und daher für Männer auch bei uns legitim ist. Sie sehen etwas, das ein Mann normalerweise nicht trägt, sieht aus wie ein Rock. So gesehen wird sich an den Reaktionen bei einem "Damenrock" nicht viel ändern. Ich bin dann auch relativ schnell auf normale Röcke umgestiegen.

Zitat
Vorhin bin ich noch zum Tanken gefahren - im Jeanskleid.
Reaktionen von anderen tankenden Personen konnte ich dabei nicht erkennen, habe mich einfach ganz ruhig auf meine Aufgabe konzentriert und keinen Rundblick durchgeführt.

Respekt! Vom Sarong gleich zum Kleid ist schon eine Herausforderung. :) Was sagt deine Schwester denn zum Kleid?

Zitat
Meine jüngere Schwester konnte ich inzwischen davon überzeugen, dass ich das Rocktragen nur wegen der Bequemlichkeit und gesundheitlichen Vorteile mache, nicht weil ich "eine Frau sein möchte".

Komisch, dass das immer die erste Sorge von anderen ist. Was wäre daran so schlimm?

Aber wenn wir tief in uns hineinblicken, dann werden wir da auch Teile von uns finden, die Frau sind bzw. sein wollen. Die Frage ist, ob wir sie ans Licht lassen oder nicht. Ich habe das getan und gemerkt, dass ich dadurch quasi ein vollständigerer Mensch werde. Ich will keine Frau sein, aber ich will Mensch sein und allen meinen Anteilen zugestehen, sich ausdrücken zu dürfen. Deshalb habe ich auch kein Problem, wenn die Röcke und Kleider femininer sind. Als Mensch gelten die "Männerregeln" für mich nicht mehr. Das ist echte Freiheit. :)

Zitat
Dazu habe ich ihr den Text von Matthias (Das Ziel dieser Webseite) gezeigt, was sie dann überzeugt hat.

Meine Frau hat vor allem das Treffen mit den Mädels und Jungs hier vom Forum überzeugt. Sie hat da gemerkt, dass das alles ganz tolle und liebenswerte Leute sind und keine durchgeknallten Drag-Queens. ;)

Zitat
Bei meinen Eltern bin ich noch nicht soweit, hoffe, dass ich das auch noch hinbekomme.
Dann könnte ich noch ungezwungener meine Röcke in der Öffentlichkeit tragen.

Ja, meine Mutter versteht das bis heute auch nicht, aber sie akzeptiert und respektiert es. Sie hat da vor allem Angst vor den Kommentaren anderer, wenn sie auf Sprüche wie "Ihr Sohn trägt ja einen Rock!!!" reagieren soll. Mittlerweile weiß es aber so ziemlich jeder und damit ist auch Ruhe eingekehrt. 

Ich kann dazu nur sagen: Mach es einfach. Je länger du wartest, umso mehr Streß machst du dir und es ist einfacher, wenn sie es von dir erfahren und vorbereitet sind, als dass hintenrum Bekannte nachfragen, die dich gesehen haben und sie dann aus allen Wolken fallen. Du machst ja nichts schlimmes, es ist nur ein Stück Stoff. :) Ich würde einfach einen schlichten Rock anziehen, hingehen und so tun, als wäre das völlig normal. Was es für dich nach kurzer Zeit ja auch sein wird. :)

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 25.06.2020 09:43
Hallo Matze,

Zitat
Strumpfhosen und Schuhe kommen bei mir nicht in Frage, das mag ich nicht.
Nur Rock oder Kleid als Ersatz für die Hose.

Wir reden dann bei Winteranfang nochmal. ;) Dann hast du dann nämlich die Wahl, entweder die Röcke bis zum Frühling einzumotten und für Monate Hosen zu tragen - oder einfach eine Strumpfhose darunterzuziehen. Ich konnte mich mit den Hosen dann gar nicht mehr anfreunden, also habe ich eben erst dünne, dann dickere Leggings darunter angezogen.  Wieder auf etwas liebgewonnenes verzichten zu müssen, erzeugt einen ziemlichen Druck, musste ich feststellen. ;)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Ludwig Wilhem am 25.06.2020 10:15
Hallo, hier läuft eine gute Diskussion. Ich kann kurz einfügen, gestern mit unseren Freunden (Kegelclub alter Lehrer zw. 67-80) ein Treffen im Garten gehabt zu haben und dort mit dem Outfit links auftrat. Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
.
Sie haben mich zum Teil schon im Jeansrock kennengelernt und am Anfang gab es schon von 2 Männern Kommentare wie Schwuchtel, die ich gestoppt habe. Gestern gab es nur noch den Kommentar: schon wieder ein neuer Rock, was ich bestätigte. Alle anderen haben sich nicht geäußert und irgendwelche anderen Reaktionen gab es auch nicht. Schlussendlich muss sich  das Umfeld an unser Rock/Kleid Tragen gewöhnen. Warum sollen wir Männer nicht uns so zeigen, wie wir es möchten.
Rockermatze, Barefoot-Joe, MickyBlueEyes, etc. Danke für Eure Beiträge.
Ludwig-
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 25.06.2020 10:49
Als Mensch gelten die "Männerregeln" für mich nicht mehr. Das ist echte Freiheit. :)
Menschen unterteilen sich in Männer und Frauen. Das bekommt man zu hören. So wie sich Tiere in Arten unterteilen.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 25.06.2020 10:51
Meine Frau hat vor allem das Treffen mit den Mädels und Jungs hier vom Forum überzeugt. Sie hat da gemerkt, dass das alles ganz tolle und liebenswerte Leute sind und keine durchgeknallten Drag-Queens. ;)
Was wäre daran so schlimm?
Wenn wir tief in uns hineinblicken, dann werden wir da auch Teile von uns finden, die Drag Queen sind bzw. sein wollen. Die Frage ist, ob wir sie ans Licht lassen oder nicht. ;)

Viee Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 25.06.2020 11:07
am Anfang gab es schon von 2 Männern Kommentare wie Schwuchtel, die ich gestoppt habe.
Wie hast du sie gestoppt? Halt, stehen bleiben!   :) ?
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: cephalus am 25.06.2020 11:33
Meine Frau hat vor allem das Treffen mit den Mädels und Jungs hier vom Forum überzeugt. Sie hat da gemerkt, dass das alles ganz tolle und liebenswerte Leute sind und keine durchgeknallten Drag-Queens. ;)
Was wäre daran so schlimm?

Die Frage hab ich mir auch gestellt; warum sin Dragqueens durchgeknallt und wenn, was wäre daran schlimm?
Für mich sind das einfach Leute, die auf ihre Art Spaß haben, genauso wie verkleidete Fußballfans im Mannschaftstrikot  - letztere sieht man nur häufiger und empfindet sie daher als normaler (obwohl sie sich oft schlechter benehmen als Dragqueens.)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 25.06.2020 12:19
Mich deucht, dass mehr oder weniger alle Leute, die von der Norm abweichen, als durchgeknallt bezeichnet werden. Ganz nach Standpunkt/Horizont des sich als normal empfindenden Beurteilenden. Durchgeknallt sind meistens die Anderen. Man selbst nicht oder nur wenig. ;) ;)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: JJSW am 25.06.2020 12:23
am Anfang gab es schon von 2 Männern Kommentare wie Schwuchtel, die ich gestoppt habe.
Wie hast du sie gestoppt? Halt, stehen bleiben!   :) ?

Der letzte, wo mir mal was schwer verständliches zugerufen hatte, hat es aus einem vorbeifahrendem Auto getan, den konnte ich nicht stoppen.
Fußgänger trauen sich weniger zu rufen (meiner Erfahrung nach)

Gruß
Jürgen
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Peter am 25.06.2020 12:43
Mich deucht, dass mehr oder weniger alle Leute, die von der Norm abweichen, als durchgeknallt bezeichnet werden.

Er sprach von "durchgeknallten Dragqueens". Wenn man das genau und wörtlich nimmt, ist das eine Teilgruppe von Dragqueens. Schon den Umkehrschluss "Dragqueens = durchgeknallt" kann mann nicht ziehen. Auch der Schluus von einer Teilmenge einer kleinen Gruppe "von-der-Norm-abweichend" auf alle anderen Teilmengen.

 
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 25.06.2020 13:04
Das ist scharfsinnig formuliert. Hilft jedoch nicht dabei, nicht durchgeknallte Dragqueens von durchgeknallten Dragqueens zu unterscheiden. Weil nur das Sichtbare sichtbar ist und ohnehin jeder das sieht, was er sehen will.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 25.06.2020 13:08
Ich finde eher, dass die Norm sehr oft durchgeknallt ist.  ;D

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 25.06.2020 13:20
Und wie unterscheidest Du durchgeknallte und nicht durchgeknallte Norm?

Wie erkennt man eigentlich nicht durchgeknallte (=normale?) Dragqueens?

(Möglicherweise ist Peters Formulierung doch nicht so scharfsinnig.)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 25.06.2020 13:55
Ich denke, man kann es daran unterscheiden, wieviel Schaden jemand anrichtet.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 25.06.2020 14:26
Ich denke, man kann es daran unterscheiden, wieviel Schaden jemand anrichtet.

LG, Micha
Das verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Seravajan am 25.06.2020 15:39
Man kann auch durchgeknallt sein, ohne Schaden anzurichten. Von dem her verstehe ich Hajo.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 25.06.2020 17:55
Hallo Jule,

Zitat
Menschen unterteilen sich in Männer und Frauen.

Wer solche Schubladen braucht, soll das tun. Ich brauche keine Schubladen und mir ist es auch egal, in welche mich andere einsortieren. :)

Zitat
Das bekommt man zu hören. So wie sich Tiere in Arten unterteilen.

Ich bekomme das, wenn, dann nur einmal zu hören, weil es mit einem mindestens halbstündigen Vortrag über Biologie und Identität bestraft wird. ;)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 25.06.2020 18:03
Hallo Jule,

Zitat
Was wäre daran so schlimm?

Nichts. Aber wenn du unbedarft nicht auf nette Mädels und Jungs triffst, die halt nur andere Sachen tragen, sondern auf schrille Dragqueens und dich fragen musst, ob dein Mann das jetzt auch machen will, dann wird es doch schwierig mit der Akzeptanz.

Zitat
Wenn wir tief in uns hineinblicken, dann werden wir da auch Teile von uns finden, die Drag Queen sind bzw. sein wollen. Die Frage ist, ob wir sie ans Licht lassen oder nicht. ;)

Gut möglich, ja. Dragqueen wäre aber eine sehr spezifische Einzelidentität, mit starker Extrovertiertheit und hoher Durchsetzungskraft. Die konnte ich bei mir noch nicht entdecken. ;) Ich bin in der Summe INFP, bei mir ist eher Introvertiert angesagt.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 25.06.2020 18:11
Hallo cephalus,

Zitat
Die Frage hab ich mir auch gestellt; warum sin Dragqueens durchgeknallt und wenn, was wäre daran schlimm?

Dragqueens *sind* in der Regel durchgeknallt und wollen auch das auch sein - das gehört nunmal zur Show dazu. :) Ich mag Drag und folge etlichen von ihnen in den diversen sozialen Medien. Schlimm ist daran gar nichts. Mir ging es darum, zu erklären, dass die Akzeptanz meiner Frau für mein Rocktragen anders ausgefallen wäre, wenn wir uns nicht mit euch, sondern mit einer Gruppe Dragqueens getroffen hätten.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.06.2020 00:36
Ich denke, man kann es daran unterscheiden, wieviel Schaden jemand anrichtet.

LG, Micha
Das verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.

Beispiel: Kaum ist der Lockdown vorbei, sind die Straßen, die ein paar Wochen so schön leer waren, wieder voller Autos, ganz egal, wie sehr die Luft dabei verschmutzt wird, und wie sehr die Gesundheit der Fußgänger und Anwohner dabei gefährdet wird. Das ist doch normal und durchgeknallt zugleich.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 26.06.2020 02:20
Der Handwerker kann nunmal schlecht dein Waschbecken und sein Werkzeug mit der Bahn fahren und dann noch stundenlang auf den nächsten Zug warten, weil er 30 km den nächsten Termin hat und dort ein Klo einbaut oder was repariert. Genauso muss jemand euer Klopapier bis in die Geschäfte kutschen, wo Frachtcontainer und Züge nunmal nicht bis vor die Tür hinkommen.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 26.06.2020 07:03
Das verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.


Beispiel: Kaum ist der Lockdown vorbei, sind die Straßen, die ein paar Wochen so schön leer waren, wieder voller Autos, ganz egal, wie sehr die Luft dabei verschmutzt wird, und wie sehr die Gesundheit der Fußgänger und Anwohner dabei gefährdet wird. Das ist doch normal und durchgeknallt zugleich.

LG, Micha
Anscheinend verstehst Du unter "durchgeknallt" etwas völlig anderes als z.B. ich.

Viele Leute sind unterwegs, weil sie wieder arbeiten.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.06.2020 08:35
Ich verstehe unter "durchgeknallt" sowas wie "verrückt", "wahnsinnig", "meschugge", ...

Unterwegs können sie ruhig sein zur Arbeit oder sonst wo hin, aber doch bitte mitweltfreundlicher als immer nur mit dem Auto. Wir konnten in der Zeit des Shutdowns mal vorne heraus lüften, jetzt geht das nicht mehr.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 26.06.2020 09:33
Wer will Corona-Zeiten freiwillig in vollen Zügen genießen?
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 26.06.2020 11:40
Ich verstehe unter "durchgeknallt" sowas wie "verrückt", "wahnsinnig", "meschugge", ...

Unterwegs können sie ruhig sein zur Arbeit oder sonst wo hin, aber doch bitte mitweltfreundlicher als immer nur mit dem Auto. Wir konnten in der Zeit des Shutdowns mal vorne heraus lüften, jetzt geht das nicht mehr.

LG, Micha
Aber ganz ehrlich. Siehst du auch das große Ganze oder nur deins? Wenn es dir soviel Ärger macht, wieso ziehst du nicht um, wo es ruhiger ist?
Vom Wohlstand willst du und alle anderen auch was abhaben. Das geht nicht mehr, wenn alle zuhause sind und auf Corona machen. Dann müssen Alle den Gürtel enger schnallen. Und die Arbeitslosen sind wieder die ersten die rumkrähen, wenn es Kürzungen gibt oder keine Erhöhung. Man sieht ja wie die Wirtschaft eingebrochen ist und wie viele Existenzen wegknicken, die nun Haus und Grundstück verlieren oder wo es auf kippe steht.

Wie soll bitte der Handwerker mit seinem Gerümpel umweltfreundlich zum Kunden kommen? Oder die Möbelpacker? Mit der Bahn, die ständig Verspätung hat? Das machen die Kunden nur einmal mit, weil sie selber Termine oder berufstätig sind und dann wird das Unternehmen gebucht was umweltfreundlich fährt aber pünktlich un zuverlässig ist. In keinen privatwirtschaftlichen Betrieb, der im Wettbewerb steht, kann man es sich leisten 3 Stunden hin und zurück zu fahren und dann noch 8 Stunden zu arbeiten oder dafür nur 4, 5 Stunden anwesend zu sein.

Viele Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 26.06.2020 11:45
Wer will Corona-Zeiten freiwillig in vollen Zügen genießen?

Hätte ich überhaupt kein Problem mit.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 26.06.2020 11:51
Das dachte ich mir.

Aus der Rentner-Bravo:
https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Covid-19-Bericht-einer-Erkrankten-558885.html?fbclid=IwAR1OYlco_oqMxzgCRb3a93u32QROtb2zMJytGvnbctrCwvB9UtUtXS-s71Y (https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Covid-19-Bericht-einer-Erkrankten-558885.html?fbclid=IwAR1OYlco_oqMxzgCRb3a93u32QROtb2zMJytGvnbctrCwvB9UtUtXS-s71Y)
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 26.06.2020 12:19
Zitat
Karin lebt gesundheitsbewusst, ist sportlich und hat keine Vorerkrankungen.

Was die Leute immer unter gesundheitsbewusst und sportlich verstehen ist oft eine andere Sache.
"nachdem ich mit einer Freundin und ihren Kindern für einen ausgedehnten Spaziergang im Wald gewesen war."

Und ob die meisten sich über Vorerkrankungen bewusst sind, von denen sie nichts wissen ist auch nochmal eine andere Frage.

"Bis heute ist mir schleierhaft, wo ich mich angesteckt haben soll. Bei der Arbeit? Ich bin als Kinderkrankenschwester in einem Hospiz tätig, höher könnten Hygienestandards kaum sein"

Äh.. wo denn sonst?  Krankenhauskeim und hohe Hygienestandards? Dass hätte ihr wie Schuppen von den Augen fallen müssen, im K-Haus arbeitet man mit erkrankten Menschen. Durchs Einkaufen ist bisher noch kein einziger Fall aufgetreten.

"Kaum Zucker"

Wenn die wüsste wo überall Zucker drin ist.

"Und: Endlich mal wieder was Richtiges kochen.
Chinesische Pfanne mit Curry und Kokosmilch sollte es geben, scharf und würzig. "

chinsesisch, scharf und würzig. Soviel zum Thema gesundes Essen.

Für mich liest sich das wie ein professioneller Aufsatz mit zu vielen Zufällen. Krankenschwester und dann noch aller erste Corona Infizierte...

Viele Grüße
Jule


Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 26.06.2020 15:55
HDGDL, Jule!

Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.

Busserl!
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.06.2020 19:07
Wer will Corona-Zeiten freiwillig in vollen Zügen genießen?

Die Straße war schon immer so voll, also seit ich sie kenne: 20.000 Autos am Tag. Oder mehr.

Mein Bruder sagte mal, die Leute müssten eben Auto fahren. Ja, klar, wenn man wie er in einer Straße wohnt, duch die vielleicht 100 Autos am Tag fahren, eine kleine Nebenstraße in einem Dorf, in der die Leute wohnen, die dann den Einfallstraßenanwohnern der Städte an der Haustür vorbei zur Arbeit und wieder zurück in ihre Ruhe fahren.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.06.2020 19:14
Ich verstehe unter "durchgeknallt" sowas wie "verrückt", "wahnsinnig", "meschugge", ...

Unterwegs können sie ruhig sein zur Arbeit oder sonst wo hin, aber doch bitte mitweltfreundlicher als immer nur mit dem Auto. Wir konnten in der Zeit des Shutdowns mal vorne heraus lüften, jetzt geht das nicht mehr.

LG, Micha
Aber ganz ehrlich. Siehst du auch das große Ganze oder nur deins? Wenn es dir soviel Ärger macht, wieso ziehst du nicht um, wo es ruhiger ist?
Vom Wohlstand willst du und alle anderen auch was abhaben. Das geht nicht mehr, wenn alle zuhause sind und auf Corona machen. Dann müssen Alle den Gürtel enger schnallen. Und die Arbeitslosen sind wieder die ersten die rumkrähen, wenn es Kürzungen gibt oder keine Erhöhung. Man sieht ja wie die Wirtschaft eingebrochen ist und wie viele Existenzen wegknicken, die nun Haus und Grundstück verlieren oder wo es auf kippe steht.

Wie soll bitte der Handwerker mit seinem Gerümpel umweltfreundlich zum Kunden kommen? Oder die Möbelpacker? Mit der Bahn, die ständig Verspätung hat? Das machen die Kunden nur einmal mit, weil sie selber Termine oder berufstätig sind und dann wird das Unternehmen gebucht was umweltfreundlich fährt aber pünktlich un zuverlässig ist. In keinen privatwirtschaftlichen Betrieb, der im Wettbewerb steht, kann man es sich leisten 3 Stunden hin und zurück zu fahren und dann noch 8 Stunden zu arbeiten oder dafür nur 4, 5 Stunden anwesend zu sein.

Viele Grüße
Jule

Hätte ich Geld genug zum Umziehen, und sei es auch nur eine Straße weiter weg, wo fastr niemand durchfährt, würde ich es machen. Ich wohne aber im Haus, das seit 3 Generationen in Schwiegerfamilienbesitz ist. Als die vor 100 Jahren hin rein zog, war das noch ein ganz anderer Verkehr.

Wenn nur solche Leute hier vorbeit fahren würden, wie die, die Du gerade erwähnt hast, wären es vielleicht 2000 Autos am Tag (nur mal so Pi mal Daumen geschätzt). Die würde ich mir ja gefallen lassen.

Ich habe meine Corona-Schutzmaske übrigens auch schon manchmal gegen den Feinstaub der Autos angezogen.

Aber wir sind eigentlich vom Threadthema mal wieder abgekommen. Oder doch nicht? Meinen Arbeitsweg schaffe ich jedenfalls ohne Auto, und zur Tanke ein paar Häuser weiter gehe ich mal, um dort was zu kaufen oder ein Päckcken vom Hermes-Paketshop dort abzuholen.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 26.06.2020 20:25
Hallo Michael. Ich schaffe meinen Arbeitsweg auch ohne Auto. Aber würde auch lieber wieder ländlicher wohnen, oder wenn ich mir ein Haus baue, dann nicht mitten in der Stadt. Und da geht ohne Auto fast nichts, wenn man weiter draußen wohnt. Ich bin mal Mineralien sammeln gegangen bei uns in den nächst entfernten Gebieten im Osterzgebirge. Rein rechnerisch habe ich dafür mehr Fahrtwegzeit für hin und zurück gebraucht als was ich netto suchen und graben war. Weil heim muss man ja auch wieder und dort fährt nur aller paar Stunden ein Bus und von den Fundstellen sind es auch nochmal 2-4 km bis in den Dorkern zur Haltestelle. Es ist ja nicht so, dass die an jeder Ecke halten. Dann überlegste dir, ob du nicht abbrechen musst oder weiter suchst und wieder 3 Stunden auf den nächsten wartest. Und das ist "nur" der Freizeitbereich, kein Berufsweg. Mit dem Rennrad bin ich wesentlicher schneller dort als mit dem Bus, kann aber dafür nichts schweres transportieren. Ohne mobiles Fahrzeug merkt man schon, (vor allem wenn man Hobbies nachgeht) dass man sehr an seine Lokalität gebunden ist und dann gar nicht weg kommt. Ich weiß nicht, ob das die Erfüllung ist, nur in seinem Nest abzuhängen für den Idealismus bloß kein Auto zu fahren. Und vorher alles immer genauesten planen zu müssen, wenn man los fahren muss und wann der nächste Bus oder Zug wieder heim fährt. Mit einem Auto sind die Menschen wesentlich flexibler und ungebundener. Reinsetzen und los. Mit den Öffentlichen bist du immer an Andere gebunden. Vor allem wenn die dann jede Klitsche noch mitnehmen, wofür man eigentlich ein drittel der Zeit  benötigt hätte wie mit dem Auto.


Viele Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: JJSW am 26.06.2020 22:11
Wie wärs dann als Kompromiss mit 'nem Rad, das nicht so schnell rennt, aber mit dem Du etwas Gepäck mitnehmen kannst?
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Albis am 26.06.2020 22:39
Wer will Corona-Zeiten freiwillig in vollen Zügen genießen?

Wo gibt's denn noch volle Züge? Vielleicht noch in den Millionenstädten? Ich habe jedenfalls seit März keine Straßenbahn und keinen Bus gesehen, in welchen nicht jeder einen Sitzplatz bekommen hätte. Und um thematisch die Kurve zu kriegen: Im ÖPNV hat man(n) deutlich mehr Möglichkeiten, seinen Rock zu präsentieren und dabei gesehen zu werden, als im Auto.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 27.06.2020 02:02
Wie wärs dann als Kompromiss mit 'nem Rad, das nicht so schnell rennt, aber mit dem Du etwas Gepäck mitnehmen kannst?
Hallo Jürgen, 25kg 100km übers Gebirge möchte ich mir nicht wirklich antun. Spaten und Hammer sind zudem auch sperrig, um das noch auf dem Fahrrad zu transportieren. Dan brauch man noch Wechselsachen. Es geht immer irgendwie alles, aber das wird dann zur Tortur und ein Vergnügen ist das dann nicht mehr. Ich wollte damit aufzeigen, in wie vielen Dingen Mobilität wichtig ist und man ohne sie wirklich nicht mehr auskommt. Mich ärgert es auf einer Seite, dass ich kein Auto habe um mal spontan irgendwo nach der Arbeit hinzufahren, wo man mit den Öffentlichen nicht schnell hin kommt.

Viele Grüße
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 27.06.2020 08:20
Ja, Jule, da hast Du schon recht. Nun ist das aber eine Frage der Nachfrage. Würden mehr Leute auf dem Land mit den Öffis fahren wollen, gäbe es auch mehr Verbindungen. So schnell und flexibel wie mit dem privaten PKW wärfe man dann zwar auch nicht, aber irgendwo muss man schon auch Prioritäten setzen: Etwas langsamer und mitweltfreundlich oder etwas schneller und mitweltunfreundlich?

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Barefoot-Joe am 27.06.2020 09:23
Hallo Micha,

Zitat
So schnell und flexibel wie mit dem privaten PKW wärfe man dann zwar auch nicht, aber irgendwo muss man schon auch Prioritäten setzen: Etwas langsamer und mitweltfreundlich oder etwas schneller und mitweltunfreundlich?

Mal realistisch betrachtet: Der ÖPNV ist prima für Pendler oder um zu einer Veranstaltung zu fahren, aber völlig ungeeignet für alles andere. Du kannst ja mal versuchen, den Wocheneinkauf für eine vierköpfige Familie durch die Straßen zu schleppen und dann in Bus oder Zug zu wuchten. Oder die 2m Holzdielen, die du im Baumarkt gekauft hast. Von den Kosten mal gar nicht zu reden, denn billig ist der ÖPNV nicht.

Du brauchst also zwingend ein individuelles Transportmittel, und da ist eben das Auto die erste Wahl. Denkbar wäre natürlich Carsharing, aber das setzt dann wieder eine entsprechende Planung voraus, hat Einschränkungen und ist auch nicht billig.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 27.06.2020 09:49
Also ich lebe seit 2006 ohne eigenes Auto und habe seit dem einmal ein Auto gemietet. Aber ich wohne auch in der Stadt, 20 Fußminuten bis zu den Lebensmittelgeschäften, in denen wir einkaufen und auch bis zu einem Baumarkt. Und wir haben keine vierköpfige Familie, sondern nur uns zwei zu versorgen. Und oh ja, gerade hier in der Region ist der ÖPNV sauteuer. Aber immer noch billiger als ein Auto mit Anschaffung, Versicherung, Steuern, Reparaturen usw. Das Tanken ist ja nur eine Kostenquelle unter vielen.

Schwere Dinge kann man sich auch liefern lassen.

Gleich fahren wir im Zug in den Westerwald, bringen meinem Schwiegervater Einkäufe. Wenn das Wetter es zuässt, gehen wir dann zu Fuß nach Altenkirchen, kaufen da für uns ein, und fahren wieder heim. Sollte es regnen, fahren wir im Zug nach Wissen, und kaufen da ein.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 27.06.2020 10:58
Ich musste die Aufteilung in Auto und Bus wählen, da ich aus meinem Ort direkt keine Busverbindung habe.
Dazu muss ich ca. 6 Km pro Strecke 2 Orte weiter in den Nachbarlandkreis fahren, könnte das aber im Sommer auch mit dem Rad erledigen, das Auto spart mir aber 15 Minuten Fahrzeit pro Strecke.
Der Bus ist in erster Linie Berufsverkehr zu meinem Arbeitgeber, es dürfen aber auch "Zivilisten" mitfahren.
So kann ich direkt vor der Fertigungshalle, in der ich arbeite, ein- und aussteigen.
Auch die Parkplatzsuche und die damit verbundene Laufzeit zum Arbeitsplatz fallen weg = weniger Stress
Für eine Monatsfahrkarte zahle ich momentan knapp 86€, für diesen Betrag kann ich bei ca. 80Km pro Tag nicht mit dem Auto fahren - die Kosten wären erheblich höher.
So kann ich nun zukünftig auch das Röcke tragen besser in der Öffentlichkeit genießen, da ich in meiner Freizeit eher wenig unterwegs bin.
Zuhause sieht es ja niemand (außer ich, im Spiegel :))

LG, Matze
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: cephalus am 27.06.2020 12:18
Du brauchst also zwingend ein individuelles Transportmittel, und da ist eben das Auto die erste Wahl. Denkbar wäre natürlich Carsharing, aber das setzt dann wieder eine entsprechende Planung voraus, hat Einschränkungen und ist auch nicht billig.

Über das Angebot der Carsharingbetreiber, wie auch der normalen Vermieter ärgere ich mich immer wieder, die bieten nur Standard an.
Ich benötige regelmäßig, alle 2-3 Wochen ein Fahrzeug, das mindestens 2,5 Tonnen auf Feldwegen ziehen kann, einmal im Jahr ein Fahrzeug das genügend Raum für 5 Personen mit viel Gepäck bietet und langstreckentauglich ist, und alle 2 Wochen benötigen wir ein Vehikel mit dem 1m³ Kartonagen u.ä. zum Wertstoffhof kommen.

Ideal wäre sich alle 2 Wochen ein entsprechendes Fahrzeug auszuleihen, angeboten wird geeignetes weder von Sharern, noch von Vermietern, abgesehen davon sin die Sharinggebiete in M nur im Zentrum, was bedeuten würde man müsste vom äusseren Stadtbereich erst hinfahren um ein Auto zu holen. Selbes Prozedere für die Rückgabe.

Auf diese Weise bleibt uns nichts Anderes übrig, als ich eine riesen Kiste vor die Tür zu stellen, die Teuer ist und nicht mal jede Woche bewegt wird. Ärgerlich...
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 27.06.2020 17:40
Ich weiß nicht, ob mein Beispiel verständlich war. Um an abgelegen Orte zu kommen nützt auch ein Bus nur bedingt. Man muss noch mehrere Kilometer das Zeug dahin und zurück schleppen wenn man kein Auto hat. Und anliefern lassen geht auch nicht ;-) Und damit funktioniert das Rechenspiel nicht mehr mit etwas langsamer aber nachhaltig. Ein Beispiel. 4 bis 6 Stunden brauch ich mit dem Zug ins Erzgebirge, je nach Stadt. Mit dem Auto nur knapp 2 Stunden. Wenn ich 9 Uhr los fahre, bin ich dort 14 Uhr. Der der mit dem Auto fährt ist schon 11 Uhr dort bei gleicher Startzeit. Ich habe also netto viel weniger vom Tag und Zeit zum Mineralien ausgraben als jemand der mit dem Auto kommt. Das ist auch nicht mal in einer Stunde getan. Und vergessen habe ich noch den Weg zu Fuß dahin, da sind wir bei 15 oder 16 Uhr wo der andere mit seinen Funden längst wieder los macht. Und der letzte Bus fährt 20 Uhr also muss man 18 Uhr schon wieder zurück. Und dann gibt es Gebiete wo man nur nachts oder Sonntags hin kann und zu der Zeit fahren erst recht keine Öffentlichen. Wenn man asketisch und auf alles Verzicht üben möchte, braucht man kein Auto und auch alles andere nicht wie Hobbies.  Ob das aber erstrebenswert ist, weiß ich nicht. Die Leute auf den Dörfern haben Autos, damit sie ungebunden und flexibel sind. Das ist ein Stück Freiheit.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MickyBlueEyes am 27.06.2020 19:45
Völlig am ursprünglichen Thema vorbei:

Hallo cephalus!

Deinen Bedarf könnte "Stattauto" decken - außer vielleicht das Zugfahrzeug mit den 2,5 t auf'm Feldweg. Aber das scheint mir auch eine sehr spezielle Anforderung zu sein.

Ich war bis vor ein paar Jahren ein sehr zufriedener Kunde der Transporter in deren Programm: Opel Vivaro / Renault Trafic, auch mit AHK/

Viele Grüße
MickyBlueEyes
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: cephalus am 27.06.2020 20:04
Aber das scheint mir auch eine sehr spezielle Anforderung zu sein.

Stimmt leider, lässt sich aber nicht wirklich ändern.
In den USA werden zu kleinem Geld "fullsize SUVs" vermietet, die hierzulande verteufelt werden, aber es sind faktisch die einzigen Fahrzeuge die alle Anforderungen gleichzeitig erfüllen - bei uns gibt's nur Luxus SUVs, die außen fast genauso groß sind aber wesentlich weniger Laderaum bieten. Sharer bei mir haben beides nicht im Angebot
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: GregorM am 28.06.2020 08:25
Drei Tage nach meinem 18. Geburtstag bekam ich meinen Führerschein. Es war 1962, und ich fuhr im Auto meines Vaters herum. Damals gab es im ganzen Lande 470.000 PKWs bei 4,6 Millionen Einwohnern. Jetzt sind wir 5,8 Millionen geworden, also 26% mehr, und obwohl wir durch Versteuerung die teuersten Autos der Welt haben, gibt es nun fast 2,5 Millionen davon. Ich heiße die daraus entstandene Freiheit willkommen, auch was das alles mit sich bringt. Sie soll nicht ein Privileg einer kleinen Gruppe sein. Autos verunreinigen, Ja. Aber mit dem technischen Fortschritt wird das nun besser werden. 

1966 bekam ich mein erstes eigenes Auto und bin jetzt auf Nummer 14. Die Hälfe davon waren doch von meinem Arbeitsgeber bezahlt. Meine Frau hat vier Autos besessen, aber seit Februar begnügen wir uns mit einem. Wir haben ja nicht die großen Entfernungen, aber ich schätze, dass ich um die 1,5 Millionen Kilometer gefahren bin. Bei meiner Frau muss es um die 350.000 Kilometer sein. Seit ich vor 11 Jahren pensioniert wurde, fahren wir doch erheblich weniger als zuvor. Die letzten drei Jahre nur 15.000 Km pro Jahr. Ich könnte mir ein Leben ohne Auto nicht vorstellen.
 
Übrigens, wofür Deutschland wirklich berühmt ist, ist die Autoproduktion. Wir wäre Deutschland ohne gestellt?

Gruß
Gregor 
 
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 28.06.2020 09:22
Deutschland ohne Autoindustrie, lieber Gregor? Na, schauen wir nach Belgien. Dort gibt es keine Autoindustrie. Demzufolge auch keine Lobby, die gegen einen Umbau der Stadtautobahnen in Fuß- und Fahradwege und Grünanlagen auf die Barrikaden geht.
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Hier sieht man so eine Umbaustelle in Antwerpen.
Oder man schaue nach Dänemark, wo ganze Straßenbrücken für Autos gesperrt und für Fahrräder und Fußgänger alleine geöffnet sind, wie ich mal im Fernsehen sah.
Also, ich könnte mir Deutschland ohne Autoindustrie gut vorstellen.
Muss aber nicht sein, es würde schon genügen, wenn die Autoindustrie endlich mal Autos herstellen würde, die keine fossilen Brennstoffe verbrauchen, keinen Mikroplastikreifenabrieb produzieren und nicht die Straßen verstopfen und länger halten, als nur ein paar Jahre und dann zu 100% wiederverwertbar sind.
Ich habe in 20 Jahren als Autofahrer 5 Autos verbraucht, wenn auch alle Gebrauchtwagen waren, so dass ich mir ihren Verbrauch mit den Vorbesitzern geteilt habe. Aber das macht im Schnitt alle 4 Jahre ein Autoverbraucht. Das ist doch eigentlich total durchgeknappt, wenn man bedenkt, was da für eine Energie drin steckt. Ich bin richtig stolz darauf, seit 2006 kein Auto mehr verbraucht zu haben. Also kein eigenes, nur anteilmäßig die öffentlichen Fahrzeuge oder LKW usw. der Zulieferer die Dinge, die ich so kaufe.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: GregorM am 28.06.2020 11:20

Oder man schaue nach Dänemark, wo ganze Straßenbrücken für Autos gesperrt und für Fahrräder und Fußgänger alleine geöffnet sind, wie ich mal im Fernsehen sah.
Also, ich könnte mir Deutschland ohne Autoindustrie gut vorstellen.
Muss aber nicht sein, es würde schon genügen, wenn die Autoindustrie endlich mal Autos herstellen würde, die keine fossilen Brennstoffe verbrauchen, keinen Mikroplastikreifenabrieb produzieren und nicht die Straßen verstopfen und länger halten, als nur ein paar Jahre und dann zu 100% wiederverwertbar sind.


Lieber Micha,

Ich kenne die Brücke, von denen du schreibst, und die für Autos gesperrt wurden. Das war aber notwendig, denn wegen schlechter Wartung, waren sie für Autoverkehr zu schwach geworden. Sie führten beide über Eisenbahngleisen, und stürzten sie zusammen, hätte es den öffentlichen Verkehr in die Gefahr bringen können.
Sie wurden nach Jahren abgerissen und von neuen Brücken, nur für Fußgänger und Radfahrer, ersetzt.

Wir haben bei uns auch keine Autoindustrie, aber die Schweden haben - bis vor um die zehn Jahre, gab es SAAB, die pleiteging, nachdem sie von General Motors übernommen war und Volvo, die jetzt den Chinesen gehört. Deshalb sind Autos in Schweden extrem billig.

Sind einige fähig dazu, neue, umweltfreundliche und haltbare Autos herzustellen, sind es die Deutschen. 
Bei uns lebt ein Auto viele Jahre, bevor er verschrottet wird. Mein letzter Passat bekam ich 2006 als Firmenwagen. Als ich 2009 pensioniert wurde, bekam ich ihn mit. Ich hatte zu dieser Zeit 120.000 Kilometer mit ihm gefahren, und ich behielt ihn bis 2017. Dann stand der Tacho auf fast 300.000 Kilometer, und er hatte nur sehr wenig Zeit in der Werkstatt verbracht. Vermutlich fährt jemand ihn noch. Ich habe mal ein französisches Auto gehabt, einmal und nie wieder. Gute Qualität lohnt sich, schlechte nicht.

Gruß
Gregor

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 28.06.2020 12:46
Lieber Gregor,

ja, aber immerhin blieben die neuen Brücken in Kopenhagen dann für Fußgänger und Fahrradfahrer vorbehalten. Ich fragte damals in Antwerpen, warum solche Umbauten von Stadtautobahnen in Rad- und Gehwege und Grünanlagen in Deutschland nicht auch gemacht würden. Die Antwort war: Wegen der Autolobby. IN Antwerpen darfst Du als Nichtbewohner zwar in die Innenstadt fahren, aber parkst dort extrem teuer. Dann gibt es einen Ring, in dem nur Bewohner parken dürfen, und dann ein äußerer Ring mit Park&Ride-Parkplätzen für Auswärtige und kostenlisem Straßenbahn-Transfer in die Innenstadt. Also nicht ganz kostenlos, sondern in den Parkgebühren enthalten. Frage mal Jürgen, der hat das so gemacht. Petra und ich waren ja mit der Bahn angereist. Ich finde dieses Antwerpener Modell so klasse, dass ich mir das für jede Stadt wünsche.

Die deutschen Autohersteller könnten vielleicht mitweltfreundliche Autos herstellen, ohne Abgase und Mikroplasitkreifenabrieb, aber sie tun es nicht, weil sie nicht wollen. Lieber bauen sie noch eine Schadsoftware ein, die den Eigentümern falsche Abgaswerte vorgaukeln und damit die Autokäufer betrügen und die Gesundheit aller Menschen, die die Luft einatmen, gefährden. Und wer jetzt nicht rechtzeitig geklagt hat, bekommt nichts erstattet, wobei nur die Autokäufer klagen dürfen, nicht die Anwohner der Straßen.  Also können alleine reicht nicht, man muss auch wollen oder gesetzlich gezwungen werden, aber für letzteres braucht es Gesetze, und an den Gesetzen bestimmt die Autolobby auch mit, droht mit Arbeitsplatzabbau usw., wenn sie nicht genug verdient. Das sind quasi mafiöse Zustände.

Ich hatte übrigens auch unfallbedingt so einen hohen Autoverbrauch: 2 Autos habe ich kaputt gefahren, eines wurde mir kaputt gefahren, eines habe ich verkauft, weil die Steuern für Diesel damals stark angehoben wurden (nach Polen verkauft, wo das Auto dann meines Wissens als Taxi in Danzig führ) und einen habe ich zum Verschrotten weggegeben, nachdem ich ihn 14 Jahre lang hatte, es aber 18 Jahre alt war und wichtige Ersatzteile nicht mehr erhältlich oder zu teuer waren. Die Autos waren ein VW Jetta, ein Fiat 131 Supermirafiore (der wurde dann Taxi), ein Fiat Regatta, ein Opel Ascona und ein Ford Scorpio. Seit 2006 habe ich einmal einen Opel Corsa gemietet, um eine Kiste zu transportieren, ansonsten kam ich mit Bahn, Bus, Taxi und Schiff, wohin ich wollte oder auch mal als Mitfahrer im Auto von jemand anders. 

Sicher vermisse ich manchmal das Auto, wenn ich auf Reisen gerne mal eben einen Abstecher machen würde oder wenn ich eben nur 20, aber keine 40 Biere aus dem Urlaub mit heim nehmen kann. Aber sollte mir das so wichtig sein, könnte ich für die Urlaubsreise ja auch ein Auto mieten, und dann ist es mir sooo wichtig doch wieder nicht.

Liebe Sonntagsgrüße,
Michael
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 28.06.2020 13:22

Ich glaube das sind alles Utopien.

Deutschland ohne Autoindustrie, lieber Gregor?
Hier sieht man so eine Umbaustelle in Antwerpen.
Oder man schaue nach Dänemark, wo ganze Straßenbrücken für Autos gesperrt und für Fahrräder und Fußgänger alleine geöffnet sind, wie ich mal im Fernsehen sah.
Also, ich könnte mir Deutschland ohne Autoindustrie gut vorstellen.
Was ist mit den millionen Mechanikern, die dann arbeitslos sind und nichts anderes gelernt haben? Und nicht nur die sind dann arbeitslos. Auch die Sekretärin in der TÜV und Zulassungstelle, die Arbeiter in der kleinen Werkstatt usw.

Zitat

Muss aber nicht sein, es würde schon genügen, wenn die Autoindustrie endlich mal Autos herstellen würde, die keine fossilen Brennstoffe verbrauchen, keinen Mikroplastikreifenabrieb produzieren und nicht die Straßen verstopfen und länger halten, als nur ein paar Jahre und dann zu 100% wiederverwertbar sind.
Erklär mir doch mal aus was das bestehen soll. Jeder sagt immer was er nicht will aber bietet keine Alternative an. In der DDR gabs Autos, die aus Pappe bestanden... Wie du aber das mit den Reifen ohne Gummi lösen willst, bleibt mir ein Rätsel. Holzräder? Der arme Wald. Wenn der Endkunde keine fossilen Brennstoffe mehr wöllte, wäre die Industrie längst umgestiegen. Bei Porsche hat auch keiner den Porsche mit Elektroantrieb angenommen, weil er weniger Leistung abruft als ein Benziner.


Und dann ist noch meine Frage, wovon  jeder leben soll, wenn alles über 150 Jahre hält.

[/quote]
Ich habe in 20 Jahren als Autofahrer 5 Autos verbraucht, wenn auch alle Gebrauchtwagen waren, so dass ich mir ihren Verbrauch mit den Vorbesitzern geteilt habe. Aber das macht im Schnitt alle 4 Jahre ein Autoverbraucht. Das ist doch eigentlich total durchgeknappt, wenn man bedenkt, was da für eine Energie drin steckt. Ich bin richtig stolz darauf, seit 2006 kein Auto mehr verbraucht zu haben. Also kein eigenes, nur anteilmäßig die öffentlichen Fahrzeuge oder LKW usw. der Zulieferer die Dinge, die ich so kaufe.

LG, Micha
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Nur weil du und ich beruflich kein Auto brauchen, trifft das leider nicht auf alle Anderen zu. Eine Familie braucht schon mal ihr Auto um von A nach B zu kommen. ist. Selbst für mein Hobby bräuchte ich ein Auto. Öffentliche fahren nicht in die Steinbrüche. Schlepp mal einen 5kg schweren Eimer 10 Km bis zur nächsten Bushaltestelle.

Viele Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 28.06.2020 13:23
Ein einziges Schiff stößt mehr Abgase aus als eine 100km lange Kolone PKWs.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: high4all am 28.06.2020 15:58
Um wieder zum Thema zur Tanke zurück zu kommen. Nachher fahre ich im Kleid zur Tanke. Nach der Arbeit. Cool, der Arbeitsweg ist auch mit in meinem Beitrag! 8)

Den zweithöchsten Beitrag (nach der Autoindustrie) zum Bruttosozialprodukt lieferte letztes Jahr die Unterhaltungsbranche. Nur hat diese keine Lobby, weil es viele kleine Unternehmen sind und keine grossen Konzerne.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 28.06.2020 16:37
Der Unterhaltungsbranche in Bonn habe ich etwas gespendet. Aber von den erhofften 10.000 haben sie nur um die 1000 € hereinbekommen: https://www.betterplace.me/bonnlive-dein-kulturstream (https://www.betterplace.me/bonnlive-dein-kulturstream)

Ja, schon eigenartig, dass diese "Industrie" den Politerker*innen so viel wengiger wichtig zu sein scheint.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 26.08.2020 21:05
Ich denke, wenn ich es nun sehr oft mache, gewöhnen sich die Kollegen langsam an den Anblick, sodass ich es irgendwann auch mal mit einem "Damenrock" probieren werde.

Hier nun mal wieder ein On topic Beitrag.

Wie oben angekündigt, bin ich in der letzten Woche am Donnerstag und Freitag im "Damen"Rock zur Arbeit gefahren.
Es gab wieder keine Reaktionen, die ich bemerkt hätte.
Auf der Hinfahrt im Bus zur Arbeit habe ich ein interessantes Gespräch mit 2 Kolleginnen geführt.
Dabei habe ich ihnen auch das Forum vorgestellt und Bilder gezeigt.
Von den männlichen Kollegen habe ich auch keine negativen Reaktionen bekommen, es wurde nur etwas überrascht geguckt.
Ich muss dazu noch sagen, dass ich es ein paar Tage vorher schon mal angedeutet habe.
Ich habe einen wadenlangen olivgrünen Jerseyrock und T-Shirt getragen, dazu Herren-Sandalen.
Als ich mir am Donnerstag Abend im Bus für die Rückfahrt ein Plätzchen gesucht hatte, sagte eine Kollegin: "Ich komme mal zu dir" und setzte sich auf einen Sitzplatz mir gegenüber.
Wir setzten dann unser Gespräch von der Hinfahrt fort.
Als sich der Rock auf meinem Schienbein etwas hochschob, sagte sie mir, dass sie auch gerne noch so schöne Beine hätte 8) und sie die Beine von Männern im Allgemeinen beneidenswert findet.
Zu den von mir gezeigten Fotos hat sie dann noch einige Vorschläge gemacht, was man dazu tragen könne.
Auch die Bilder von Hajo in seinen Dirndln und anderen Outfits fand sie richtig toll.
Inzwischen hat sie schon hier im Forum ein wenig gestöbert, ich habe ihr dann vorgeschlagen, dass sie sich ja auch mal anmelden könnte, da Frauen leider hier selten vertreten seien.
Vielleicht entscheidet sie sich noch dafür...
Inzwischen wissen noch weitere Kollegen aus meinem Team von meinem "speziellen" Bekleidungs-Stil, das macht es mir noch etwas leichter.

LG
Matze


Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: culture skirt am 26.08.2020 21:18
Der Unterhaltungsbranche in Bonn habe ich etwas gespendet. Aber von den erhofften 10.000 haben sie nur um die 1000 € hereinbekommen: https://www.betterplace.me/bonnlive-dein-kulturstream (https://www.betterplace.me/bonnlive-dein-kulturstream)

Ja, schon eigenartig, dass diese "Industrie" den Politerker*innen so viel wengiger wichtig zu sein scheint.

LG, Micha
Weil dort nicht viel Geld dahinter steckt. Unterhaltung lässt sich nicht exportieren und rasch vervielfachen. Das ist doch alles sonnenklar.

Viele Grüße
Jule
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: JJSW am 26.08.2020 21:23
Hallo Matze
Dies kannst Du voll unter Erfolg verbuchen 👍😊
Die letzten paar Wochen war ich ständig im Kleid unterwegs. Und niemand en scheint es noch sonderlich zu interessieren. Auch nicht bei der Arbeit. Als wäre es das normalste auf der Welt.

Grüßle
Jürgen

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.08.2020 23:27
Gut so! Weiter so!

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 26.09.2020 18:50
Ich habe nun erfolgreich meine erste Woche ohne Hose hinter mich gebracht, ausgenommen ist die Arbeitszeit, da geht es leider nicht ohne Hose und Sicherheitsschuhe.
Ich bin jeden Tag im Maxi-Jeansrock zur Arbeit gefahren.
Nachdem ich schon einmal eine Zustimmung eines Spindnachbarn beim Tragen eines anderen Rockes bekommen hatte (Daumen hoch), gab es nun wieder eine Zustimmung von ihm.
An diesem Wochenende muss ich (leider) für einen Besuch bei meinen Eltern wieder "die Hosen anhaben" :'(.
Ist ja nur für einen kurzen Besuch, das werde ich wohl überleben ;)

LG
Matze

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: JJSW am 26.09.2020 18:59
Hallo Matze

Das liest sich ja schon mal gut 😊
Das mit dem Besuch wirst Du sicher überleben.

Ich war damals (2016) auch stolz wie Bolle, als ich eine ganze Woche einröhrig unterwegs war.
Inzwischen schaffe ich drei bis 4 Monate am Stück hosenlos 😃

Grüßle
Jürgen
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Rockermatze am 26.09.2020 19:15
Komplett hosenfrei wird es voraussichtlich erst mit Beginn meiner Altersteilzeit werden, was aber noch etwa 10 Jahre dauern dürfte.

LG
Matze
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 26.09.2020 20:28
Ich glaube, ich habe seit Januar 2014 weniger als 10 mal eine Hose getragen. Zumindest weniger als 20 mal. Es kann vorkommen bei der Gartenarbeit oder wenn ich zu Hause krank bin und mehr Wärme um die Beine brauche eine Hose trage.
Strumpfhosen und Leggings und Unterhosen seien hier ausgenommen.

LG, Micha

Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Peter am 27.09.2020 13:25
Ich glaube, ich habe seit Januar 2014 weniger als 10 mal eine Hose getragen.

MAS, du bist unser Held.
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: JJSW am 27.09.2020 13:36
Ich glaube, ich habe seit Januar 2014 weniger als 10 mal eine Hose getragen.

MAS, du bist unser Held.

Ge-Nau!😃

In den nun folgenden Monaten mit "r" beschränkt sich mein Rock- und Kleidtragen wieder auf die Freizeit.

Grüßle
Jürgen
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 27.09.2020 16:24
Früher wäre ich mir dabei auch heldenhaft vorgekommen, heute ist es irgendwie ganz normal. Na ja, übernächste Woche halte ich einen Vortrag in einer Gemeinde in Siegen, in der ich noch nie wahr. Da bin ich natürlich auch etwas gespannt, wie die mich im Rock aufnehmen. Aber meine bisherigen Erfahrungen mit solchen Situationen lassen mich das auch wieder ganz entspannt sehen.

LG, Micha
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: Matthias am 27.09.2020 22:38
Mir geht es so, dass ich gewohnte Situationen habe die in meinen Gedanken für als normal empfunden werden. Dazu gehört inzwischen mein persönliches Umfeld und eben Orte zu denen ich regelmäßig gehe.
Andererseits habe ich bei neuen bevorstehenden Situationen immer wieder Zweifel.
Irgendwie komisch, ist aber so...

Grüße Matthias
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: cephalus am 27.09.2020 23:56
Andererseits habe ich bei neuen bevorstehenden Situationen immer wieder Zweifel.
Irgendwie komisch, ist aber so...

Hallo Matthias,
ich finde das nicht komisch,  ich vermute das geht jedem so. Das ist auch der Grund warum ich eher in meiner gewohnten Komfortzone, zuhause, Röcke trage, als in der Fremde.
Erst wenn solche Zweifel und Gedanken verschwunden sind, ist der Rock normal für den Mann - über eine Hose denke ich nämlich nie nach, auch wenn ich an Orten bin, an denen ich der Einzige Mann in Hose bin.

LG
Cephalus
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: cephalus am 28.09.2020 00:00
Zitat von: JJSW link=topic=7870.msg130613#msg1306
In den nun folgenden Monaten mit "r" beschränkt sich mein Rock- und Kleidtragen wieder auf die Freizeit.
[/quote

Warum eigentlich? Gelten andere Vorschriften
Titel: Antw:Arbeitsweg und Tanke
Beitrag von: MAS am 28.09.2020 00:12
Wo wäre man schon der einzige Mann in Hosen? Höchstens bei einem Männerrocktreffen. Und dabei dachte ich, als wir winters solche hatten und ich im Winter noch Hosen trug, schon, dass ich nicht richtig gekleidet sei.

LG, Micha