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Belehrung ist in meiner Definition keine Weitergabe von Information, sondern sich über jemand stellen und ihn klein machen oder klein erscheinen lassen. Also eine Art von Gewalt, selbst wenn nicht körperlich ausgeübt. Und wie soll der untergeordnete und runtergeputzte Mensch dann Spaß an neuer Kleidung entwickeln? Er wird eher Rock mit Oberlehrer, Arroganz und Antipathie verbinden, vielleicht sogar unbewusst und es wird immer schwieriger, ihn auch mit anderen Formen von neuen Denkimpulsen zu erreichen.

Also nur freiwillig und mit angenehmem Eindruck könnten wir auch die Männer erreichen, für die der Rock noch kein Thema ist.

Na, das Thema Belehrung, wie man es weithin versteht, haben wir ja eigentlich schon fallen lassen.
Es besteht also somit kaum noch die Gefahr, dass der Adressat unserer PR-Botschaft "untergeordnet und runtergeputzt" wird.
Mit dieser Übertreibung brauchen wir uns gar nicht weiter auseinander setzen, weil die Gefahr dafür schon längst vom Tisch ist.

Aber, doppelrock, Du sprichst ein gutes Thema an. Mit Deinem letzten Satz drückst Du aus, dass Dir lieb wäre, Männer mit dem Thema zu erreichen, für die der Rock bisher noch kein Thema war.

Natürlich liegt es auf der Hand, das zu wollen, vor allem auf der Grundlage, wenn man das nach betriebswirtschaftlichen Kriterien angeht: "die Erschließung neuer Kunden" sozusagen.

Ich stelle jedoch hier die Frage, ob das wirklich das Kernziel unserer PR-Maßnahme sein soll?

Ich wage es, andere Kernziele als die wichtigeren vorzuschlagen:

3. Männer zu erreichen, die mit dem Rock sympathisieren, aber sich zuwenig oder gar nicht trauen, ihn so zu tragen, wie sie es sich wünschen.
1. Menschen zu erreichen, die sich bereits aktiv gegen den Wunsch stellen eines nahestehenden Mannes, z.B. ihres Ehemannes, einen Rock tragen zu wollen.
2. Menschen zu erreichen, die noch nicht mit dem Wunsch eines nahestehenden Mannes, z.B. ihres Ehemannes, erreicht wurden, einen Rock zu tragen.
4. Männer, die bereits gegen die Widerstände ihres nahen Umfelds Rock tragen, Rückendeckung zu geben.
5. Menschen zu erreichen, die für die Gruppen aus den Rangfolgen 1 und 2 sowie 3 und 4 eine tragende Bedeutung haben, also Nachbarn, Freunde, Bekannte, weitere Verwandte, Bankberater, Chefs, Kollegen, Sportkameraden, bzw. die potenzielle neue Freundin der Rangfolgen 3 und 4.

Erst dann, ggf. auf 6. Position, sehe ich die Wichtigkeit, "neue Kundenkreise" zu erschließen.
(man beachte oben die ungewohnte Verteilung der Rangfolge. Die Reihenfolge (also die Abfolge, nicht die Rangfolge) war aber notwendig, um besser die gemeinten Personenkreise verorten zu können)

Ich glaube mit dieser konkreten Zielgruppendefinition und ihrer Wertigkeit lässt sich besser einschätzen, wer wie mit Information versorgt werden soll.

Jedenfalls ist die Absicht, neue Rockmänner zu inspirieren, den anderen Absichten m.M.n. eher untergeordnet. Und die Gefahr, neu zu gewinnende Rockmänner mit Zwang oder mit Belehrungen zu konfrontieren, eher gering.

Viel eher sind vor allem die Personengruppen aus meiner Rangfolge 1 und 2 mit Informationen zu versorgen. Und diese Art von Information könnte man als Aufklärung über etwas bezeichnen, spitzfindig könnte man das auch als beabsichtigte Belehrung bezeichnen.

Aber was anderes soll Information sonst beabsichtigen, als über etwas in seinem Sinne / nach seinem Kenntnisstand aufzuklären? Wenn keine Absicht zu einer Art Aufklärung besteht, dann braucht man diese Information auch nicht publizieren.

Kurzum, eine PR-Aktion bzw. Öffentlichkeitsarbeit will schon auf verschiedenen Ebenen gründlich durchdacht werden, wenn sie eine Chance haben soll, etwas zu bewirken. Und Danke, doppelrock, dass Du mich auf das Thema "Kernzielgruppen" aufmerksam gemacht hast.
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@Doppelrock:
Genau meine Meinung.... - auf den Punkt...

DANKE!  :)
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von GregorM am Gestern um 23:09 »
Genaugenommen bräuchte ich den Punkt: Ich trage Rock, aber nehme Rücksicht auf Familie, Arbeit und finde Queer/LGBT eher kontraproduktiv.

Hier bin ich einig.

Mir dürfen Männer und Frauen herzensgerne LGTBQ+ gehören, aber meiner Meinung nach sind sie doch auch kontraproduktiv, wenn es darum geht, mehr Männer an den Rock zu bringen.

Der einzige Grund dazu, dass ich es hier erwähne, ist, dass alle Fragen mit einer Ausnahme LGTB+ einschließen.

Um für mich zu beantworten sollte diese Frage "Ich muss keine Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen, aber ich möchte trotzdem nicht mit "queer" und LGBTQ+ verwechselt werden" lauten:

"Ich nehme gehörige Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin, und bei meinem Rocktragen möchte nicht mit "queer" und LGBTQ+ verwechselt werden."

Bei gehöriger Rücksicht verstehe ich, dass ich kompromissbereit bin.
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Na ja, wenn ich als Journalist so einen "fertigen Text" bekäme, würde ich ihn an die Anzeigen-Abteilung weiterleiten und dem Autor eine Rechnung schicken.  ;D
Oder ihn als Leserbrief behandeln.

Was ich meine, ist, dass ein Journalist kein PR-Agent ist. Also idealerweise zumindest nicht.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:21 »
Man könnte sie auch noch modifizieren, indem man statt nach dem Konzept "LGBTQ+" nach dem Konzept "richtiger Mann" fragt.

LG, Micha
Dazu musst Du erst definieren, was einen "richtigen Mann" ausmacht. 8)

Und:
Ist ein "normaler Mann" gleichzusetzen mit einem "richtigen Mann"?

Das ist mindestens so mehrdeutig wie, was "queer" ausmacht. Aber man kann es auch jeden selbst für sich definieren lassen. Wer von "richtigen Männern" spricht, meint damit meistens solche, die sich mit der traditionellen Männerrolle identifizieren, und am besten das zarte Weibchen versorgen und schützen.

LG, Micha
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Zunächst einmal ja.

Was er dann draus macht, hängt nur begrenzt von Dir ab. Aber man sollte es versuchen, das Ergebnis im eigenen Sinne zu optimieren.
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von high4all am Gestern um 20:21 »
Man könnte sie auch noch modifizieren, indem man statt nach dem Konzept "LGBTQ+" nach dem Konzept "richtiger Mann" fragt.

LG, Micha
Dazu musst Du erst definieren, was einen "richtigen Mann" ausmacht. 8)

Und:
Ist ein "normaler Mann" gleichzusetzen mit einem "richtigen Mann"?
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 20:14 »
Man könnte sie auch noch modifizieren, indem man statt nach dem Konzept "LGBTQ+" nach dem Konzept "richtiger Mann" fragt.

LG, Micha
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Nein.

Je weniger der die das Redaktionsmensch abzuändern hat, desto weniger Raum bleibt für Eigeninterpretationen bzw. -bewertungen.

Und das fängt ganz entschieden schon einmal mit der Länge an.

Kriegt man im Medium nur einen Einspalter (oder im Radio sieben Sätze) und man liefert drei DIN-A4-Seiten, so muss ganz viel zusammengefasst werden. Und da wirkt ganz viel Persönlichkeit des der des Redaktionsmenschen mit.

Ist ja auch immer so, wenn z.B. wissenschaftliche Themen für eine natürlich verkürzte Version fürs Volk runtergebrochen werden müssen. Da wird vor allem das zusammengefasst, wozu der Bearbeiter einen Zugang dazu findet und sich einen Reim auf den Rest machen kann. Hätte man ihm schon ein passend kurzes Schreiben in die Hand gedrückt, müsste er da gar nicht mehr so viel selbst herumdoktorn.

Also soll man versuchen, dem Journalisten die Arbeit abzunehmen?

LG, Micha
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Nein.

Je weniger der die das Redaktionsmensch abzuändern hat, desto weniger Raum bleibt für Eigeninterpretationen bzw. -bewertungen.

Und das fängt ganz entschieden schon einmal mit der Länge an.

Kriegt man im Medium nur einen Einspalter (oder im Radio sieben Sätze) und man liefert drei DIN-A4-Seiten, so muss ganz viel zusammengefasst werden. Und da wirkt ganz viel Persönlichkeit des der des Redaktionsmenschen mit.

Ist ja auch immer so, wenn z.B. wissenschaftliche Themen für eine natürlich verkürzte Version fürs Volk runtergebrochen werden müssen. Da wird vor allem das zusammengefasst, wozu der Bearbeiter einen Zugang dazu findet und sich einen Reim auf den Rest machen kann. Hätte man ihm schon ein passend kurzes Schreiben in die Hand gedrückt, müsste er da gar nicht mehr so viel selbst herumdoktorn.
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