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Rund um den Rock / Antw:Rock im Winter
« Letzter Beitrag von RockFuchs am Heute um 10:49 »
Freue mich schon auf die kalten Tage. So eine blickdichte Strumpfhose ist schon chick.
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Umfragen / Antw:Hast Du Tattoos?
« Letzter Beitrag von RockFuchs am Heute um 10:46 »
Ist einfach nicht mein Fall. Aber mein Geschmack ist nicht der anderer Leute. Deswegen jeder wie er will.
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Erfahrungsberichte / Antw:Es ist schon komisch mit mir.
« Letzter Beitrag von RockFuchs am Heute um 10:45 »
Zieh einfach das an, wonach dir ist, was für die Situation praktischer ist und was dir gefällt.
Ich erzwinge damit nicht jedes Mal den Rock. Es gibt halt auch Situationen wo eine Hose besser und praktischer ist.
Für mich wäre aber die Situation auf den VW Campingplatz deswegen reizvoll, weil ich mit Reaktionen sicher trennen kann. Das ist sonst im Alltag bei mir eher selten der Fall.
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Erfahrungsberichte / Antw:Es ist schon komisch mit mir.
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 10:36 »
Ich kann es aber trotzdem gut nachvollziehen:
Auch ich freue mich manchmal auf ein schönes Kleid oder einen tollen Rock und dann kommt mir irgendein Termin oder auch irgendein Gefühl in den Sinn und ich lasse es .... und bin auch irgendwie frustriert.

Ebendrum habe ich solche sich aufgezwungen anfühlenden Hosentage einfach abgeschafft.
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Erfahrungsberichte / Antw:Es ist schon komisch mit mir.
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 10:28 »
Ja, Campingplätze sind ein ganz besonderes Biotop.

Ich kenne das aus der Perspektive aus Wohnmobilen, Wohnwagen oder auch aus der Perspektive mit einem biederen Wurfzelt.
Auf einem Campingplatz ist es egal, ob Du in Badesachen rumläufst, oder in Badesachen mit einem schnell übergeworfenen schäbigen bis schmutzigem T-Shirt oder ob Du wild zusammengewürfelte Farben und Muster trägst oder ob die Kleidung überhaupt passend für Deinen Körper ist. Auf einem Campingplatz lässt man die Seele baumeln und jegliche Gedanken in puncto 'stadtfein' oder 'anständig aus Respekt' wirfst Du beflissentlich über Board.

Ich glaube, gerade an Damen in einem reiferen Alter so ab 35 kann man sogar einen gewissen Campingplatz-Style ablesen. Dort werden dann bevorzugt solche Kleider getragen, die man im Allgemeinen bei so fliegenden Händlern am Rande von Kirchweihen und Stadtfesten zu kaufen kriegt: einfachste Schnitte, dünne weil günstige Stoffe, im oversized Style an einem oversized Körper mit einem oversized Selbstbewusstsein und einer vor lauter Langeweile oversized Aufmerksamkeit, wo jeder berührte Grashalm der eigenen Parzelle akribisch protokolliert und kommentiert wird.

Wenn Du mal zu einem abendlichen Spaziergang ins nahegelegene Städtchen aufbrichst, fällst Du schon merklich auf, dass Du das Biotop gleich verlassen wirst.

So ähnliche Stimmungen habe ich auch früher schon in Beiträgen eingefangen, hab mal kurz gesucht:
11.08.2025
20.05.2025
23.07.2019
15.05.2022

Jedenfalls stelle ich mir aber vor, dass man mit wirklich wildfremden Menschen sehr nahe auf Tuchfühlung ist und da kann ich den Wunsch nach Sicherheit rundherum mir gut vorstellen, und der schließt diese Woche bei dir auch die "Nummer-Sicher-Jeans" ein.

Nöö, auf einem Campingplatz kannst Du Dich getrost völlig hängen lassen. Das Maul wird sowieso über Dich zerrissen, vor lauter Langeweile, da ändert Dein Auftreten nichts, rein gar nichts. Ausserdem sind die Camper eine ganze Bandbreite von Auftreten gewöhnt, da ist der umgetretene Grashalm wichtiger als das Flatterkleid am Mann. Bei deutschen Campern jedenfalls. Von ganz jungen Leuten rede ich gar nicht, denn denen ist sowieso alles egal, außer einer ist nach dem fünften Bier zum Frühstück schon so mutig, dass er sich vor seinen Leuten stark genug fühlt, um sich mit klugem Kommentar lautstark in den Mittelpunkt seiner Peers zu rücken.

Vielleicht, weil hier fast keine Touristen sind und die Menschen noch nicht so abgehärtet sind.

Oh, das überrascht. Gestern Morgen bis Mittag herrschte in Italien allenfalls in solchen Gegenden Wetter, das vordergründig nach einer langen Jeans zu rufen scheint, wo zumindest die Deutschen Italien recht lückenlos überfluten. Das muss dann wirklich sehr abgelegen sein, Euer Campingplatz.

Ich war auch schon in total ländlichen, touristisch vergessenen Ecken von Italien unterwegs im Rock, wo es deutlich weniger Reaktionen gegeben hat als in deutschen Großstädten zu dieser Zeit. Ich rede von vor 20 bis 35 Jahren, zu einer Zeit, als selbst hierzulande vor 25 Jahren noch öfters, fast täglich, lautstarke und lächerlich bis bösgemeinte Zurufe kamen wie "Schwulie!", "Transe!" oder ein entsetztes "Mann oder Frau?" Und wo es in Deutschland noch üblich war, dass ganze Biertische sich unverhohlen über Dich amüsiert haben. Da war zeitgleich Italien in den abgelegensten Ecken von oben bis unten bereits viel sympathischer.
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Erfahrungsberichte / Antw:Es ist schon komisch mit mir.
« Letzter Beitrag von high4all am Heute um 08:38 »
Nun, die Geschichte mit der Jeans auf einem Campingplatz könnte mir nicht passieren. Einfach, weil ich keine Jeans mit in den Urlaub nehmen würde.  ::)

Und die "Konkurrenz" durch gut gekleidete Frauen fürchte ich nicht. Da helfen elegante Kleider, Rücke und Hosen aus meinem Fundus. Solche Sachen, die möglicherweise in der Modewüste Deutschland overdressed sind. 8)

LG
Hajo
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Erfahrungsberichte / Antw:Es ist schon komisch mit mir.
« Letzter Beitrag von hirti am Heute um 07:34 »
@MAS
sieht doch sehr gemütlich aus, bei dir zuhause in diesem Outfit

@cephalus
Ob das wohl wirklich komisch ist... oder doch irgendwie normal?
Hast du nicht genau durch deine Rock-Erfahrung und die Möglichkeit, ihn so oft zu tragen nicht auch die Freiheit erworben, auch mal einen Tag oder einen Urlaub lang nein zum Rock zu sagen?
Frauen machen das doch auch... ganz ohne komisches Gefühl. Zumindest die, die sich im Rock wohl fühlen, haben auch mal einen Rocktag und ein ander mal einen Hosentag, vermutlich weil sie einfach das anziehen wonach ihnen ist.

Ich kann es aber trotzdem gut nachvollziehen:
Auch ich freue mich manchmal auf ein schönes Kleid oder einen tollen Rock und dann kommt mir irgendein Termin oder auch irgendein Gefühl in den Sinn und ich lasse es .... und bin auch irgendwie frustriert.

Die Situation am Campingplatz kann ich nur etwas schwer nachfühlen, da ich überhaupt nicht der Campingtyp bin. Das heißt, ich weiß eigentlich nicht ob ich's bin, aber meine Frau ist's nicht und darum habe ich bisher genau 2x in meinem Leben im Garten gezeltet und sonst noch nie etwas gemacht, was sich wie Camping anfühlt.
Jedenfalls stelle ich mir aber vor, dass man mit wirklich wildfremden Menschen sehr nahe auf Tuchfühlung ist und da kann ich den Wunsch nach Sicherheit rundherum mir gut vorstellen, und der schließt diese Woche bei dir auch die "Nummer-Sicher-Jeans" ein.
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Erfahrungsberichte / Antw:Vor den Toiletten
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 06:25 »
In Skandinavien gibt es, glaube ich, nur Unisex Toiletten. Auf jeden Fall im öffentlichen Raum.
Ist dann interessant zu beobachten, wenn die Mitteleuropäer damit nicht klar kommen und nicht wissen, wo sie rein gehen dürfen.

Nein, es ist nicht ganz richtig. Es gibt Unisex-Toiletten; sie sind aber noch die Ausnahme, jedenfalls in DK. Ikea hat sie vor einigen Jahren eingeführt, und in einem Einkaufszentrum, in dem ich regelmäßig einkaufe, auch. Ich habe bemerkt, dass Kunden, insbesondere Frauen, denen es neu ist, sich ein extra Mal umgucken, wenn ihnen ein Mann plötzlich entgegenkommt. Aber wenn sie dann an den Türen die Schilder mit „Mann“ und „Frau“ sehen, entspannen sie sich. Na ja, ist auch OK, ist dann die Reaktion.

PS. Pissoire gibt es dann natürlich nicht. Wenn nach Geschlecht aufgeteilt, würde ich nie auf die Idee kommen, eine Frauentoilette zu benutzen.
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Rund um den Rock / Antw:So bin ich im Rock draußen unterwegs. Part 2
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 02:57 »
Dann musst du auch auf die StrumpfHose verzichten 😜

LG Peter

 :) :) Hatte ich schon öfters erwähnt, dass das in der Tat einen himmelweiten Unterschied macht.  :) :)
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Rund um den Rock / Antw:So bin ich im Rock draußen unterwegs. Part 2
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 02:47 »
Herzlichen Glückwunsch, Dressfan, für Deinen Ausflug.

Ja, manchmal muss man mit seiner Wunschkleidung auch einfach mal unter die Leute.

Gefühlt hat jeder 5. mich auffällig lange gemustert, manche mit einem sehr ungläubigen Gesichtsausdruck, dabei fand ich mein Outfit jetzt nicht besonders auffällig - abgesehen davon, dass ein Mann einen Rock trägt.
Die alten Hasen hier im Forum haben sicherlich soviel Routine, dass ihnen das Angestarrt-werden nicht mehr auffällt oder nichts ausmacht. Soweit bin ich leider noch nicht und mein Ausflug ins Bamberger Zentrum war dann nicht ganz so ausgiebig, wie ich das vorher geplant hatte.

Schade, dass Du den Ausflug etwas kürzer als geplant gestaltet hast. Dieses Gefühl kenne ich von ganz früher von meinen ersten Städte-Tagestouren. Manchmal fühlt man sich dann in Summe nicht mehr so ganz wohl und will einfach nur noch schnellstmöglich raus aus den Augen der Leute.

Jedoch beschreibst Du etwas, was sicherlich mit im Zusammenhang steht: Du hast genau auf die Reaktionen der Leute geachtet.
Es ist tatsächlich so - dahinter bin ich aber auch erst nach sehr langer Zeit gekommen -, dass die Leute weniger auf Dich achten, wenn auch Du auf ihre Reaktionen nicht achtest. Logisch, könnte man sagen, dann kriegt man die Reaktionen der Leute auch weniger mit. Klar. Aber die Leute reagieren auch wirklich weniger.

Denn es ist so, wenn jemand mich anschaut mehr als er es normalerweise tun würde - oder er mir von der Seite irgendwie nachsieht -, dann werde ich aufmerksam und versuche zu ergründen, warum der mich nun intensiver anschaut als erwartet. Wenn mir dann noch auffällt, dass er irgendetwas sehr individuelles hat, dann achte ich auch auf dessen Feinheiten und schaue selbst intensiver zurück. Hier in diesem Text-Absatz rede ich von mir als Stellvertreter der "Leute", und der, der mich intensiver anschaut, ist jemand der von mir vielleicht eine Reaktion auf ihn erwartet, in diesem Fall also Du während Deines Bamberg-Ausflugs.

Bernd hatte gerade in einem anderen Beitrag diesen Effekt erwähnt: da. Und auch andere Forumskollegen ist dieser Zusammenhang schon aufgefallen und haben davon geschrieben.

Mit demselben Effekt kann man übrigens auch folgende Reaktionen hervorrufen: Wenn man durch die Straßen läuft und die Leute sanft anlächelt, bekommt man eher ein freundliches Lächeln zurück als normal.

Freilich interessiert es ja einem auch, ob und wie die Leute denn auf einen reagieren. In solch einem Fall habe ich dann früher, als ich etwas geübter im Rocktragen war, versucht in Glasfassaden oder Schaufenstern anhand der Spiegelungen zu beobachten, ob Leute hinter mir sich rumdrehen oder stehenbleiben oder mir hinterher gucken. Da fühlen die betreffenden Leute sich nicht direkt beobachtet, oftmals ahnen sie dann ja gar nicht, dass man auf sie achtet.

Eine andere, unauffällige Methode ist falls möglich, auf die Schritte zu achten. Falls die Schritte stocken oder langsamer oder unregelmäßiger werden, ist ein Nachgucken vielleicht im Spiel. Oder Passanten, die miteinander erzählen, stocken vielleicht im Redefluss. Vielleicht noch bevor Du an ihnen vorbei bist, oder zwei Sekunden nachdem Du an ihnen vorüber bist. Das finde ich immer ganz amüsant, wobei das ziemlich selten im Gegensatz zu früher vorkommt. Das ist der Moment, wo man nach weiteren zwei Sekunden sich selbst zu diesen Passanten umdrehen kann und sie in flagranti beim Gucken erwischen kann. Wenn man dann noch sie etwas schelmisch anlächelt, dann kann man nicht selten auch noch ein Lächeln abholen - vielleicht ein etwas peinlich aufgeladenes Lächeln der Passanten, weil sie sich erwischt fühlen, oder einen plötzlichen Stimmungsumschwung von bös-erstauntem Gesicht zu einem sympathisch werdenden Lächeln. Das kann richtig Spaß machen, die auf Dich reagierenden Leute zunächst unbemerkt zu beobachten - und dann freundlich zu enttarnen. Das aber gehört dann schon zu einem etwas fortgeschritteneren Rocker-Stadium, in dem man beginnt, mit den Leuten, die z.B. über Dich lachen sollten, gemeinsam mit zu lachen. So nach dem Motto: "Hach, was bin ich auch für ein Schelm!" und wenn man sich freuen kann, wenn man andere zum Schmunzeln bringen konnte.
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