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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 15:50 »
Nun, ich gehe mal so heran, wie Du das auch oft machst,
und inzwischen macht das die künstliche Intelligenz bei der Bildersuche ja auch oft so, dass sie - und jetzt auch ich,
nämlich mit einer Bildbeschreibung zu beginnen.

Ich sehe einen Mann, der neben Rock auch allerlei Last zu tragen hat, dazu noch einen Regenschirm.

Hinter einem überschaubaren Verkehrskreisel liegt eine als Parkplatz nutzbare kleine Freifläche, gefolgt von einem Gebäude, das ein kleines innenstädtisches Schloss oder das dortige Rathaus sein könnte. Rechts führt die Straße sowohl nach Nieder- als auch Ober-Irgendwas.

Unter Einsatz meiner eigenen Intelligenz erkenne ich einen innerstädtischen Bereich einer Kleinstadt, vermutlich angesiedelt im nördlichen Teil des mittleren Deutschlands, aber die Erscheinungsformen lassen die Nähe des Westerwaldes vermuten. Am Sonnenstand kann man die Blickrichtung an diesem frühen Nachmittag überhaupt nicht ablesen, aber meine magnetischen Rezeptoren im Auge lassen einen Blick nach Osten mit leicht nördlicher Komponente vermuten.

Und ohne all das zusammenfabulierte Zeugs irgendwo nachzuprüfen, drängt sich eine erste mögliche Rateoption meinem Hirn auf:
Hadamar?
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 15:49 »
Ihr seid witzig, mit welchem Eifer ihr jeden Begiff in seine Bedeutungen zerlegen könnt ;D

Eigentlich wollte ich noch die juristische Bedeutung von rechtfertigend und entschuldigend einwerfen, z.b. wenn man eine rechtswidrige Tat begeht.

Das lasse ich jetzt lieber mal ;)
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von xtramper:in am Gestern um 15:40 »
Moin,

@hirti: schickes Kostüm, sieht stilsicher und klassisch gut aus.
             Alles andere haben die "Vorschreiber" schon geschrieben.

             Das würde ich auch tragen, der Rock würde bei mir aber lieber die Knie überdecken.

             
LG aus dem Norden unserer Republik
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 15:35 »
So hatte ich das "Bingo" auch zuerst interpretiert bzw. so, dass alles falsch sei.

Wie auch immer, hier mal ein Rätsel von mir:

Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.


Wo bin bzw. war ich da im Rock?

LG, Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Ludwig Wilhem am Gestern um 15:11 »
Kurze Replik, die Bilder sind nicht Seitenverkehrt, sondern ich habe mich gespiegelt, fand die Bilder aber hier besser platziert. LG Ludwig
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 14:02 »
Eben, Micha.

Alles andere aus Deinem Alphabet war ja nicht zutreffend oder fabuliert. Deswegen mein "Bingo".

Memmingen, Bayern? Ja. Ist so. Man will es nicht glauben, aber Bayern umfasst auch ein Stück Schwaben. Und hat sogar noch ein paar Kilometer vom Bodensee abgekriegt.

Bin bei meiner ersten Vermutung dem Museum für Filmanimation (oder so ähnlich tituliert) in Dresden (DD) aufgesessen.
Nach der Reihung von Ludwigs Rätseln auch andernorts im Forum kam ich auf DEL - DD - DO. Aber bei DO stellte ich DD nochmals in Frage und stellte fest, dass Museumgebäude in Dresden nicht mit den Bildern Ludwigs hier zusammenpasst.

Also nochmals Recherche neu aufgerollt und den Bildhintergrund von Ludwig gefunden, seitenverkehrt freilich:
https://www.facebook.com/hausderkunst.muenchen/ (Bildinhalt wird sich mit der Zeit ändern)
Und für unbeschwertes Bildbetrachten ohne Facebook-Anmeldung hier das auflösende Bild: Bild.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 13:36 »
Klar, man kann auch mit sozialen Dissonanzen leben. Ich meinte ja auch eher eine kognitive, wenn ich was tue, was einem marginalen Konstrukt entspricht, aber einem zentralen widerspricht.

Und soziale Dissonanzen sind da ungünstig, wo man will, dass beide, man selbst und der:die andere sich wohlfühlt.
Dann ist es besser, wenn man von einer bloßen Toleranz zu einem Respekt und einer Akzeptanz kommt-

Das hängt auch davon ab, wie wichtig die beiden Menschen füreinander sind.

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 13:26 »
Es muss nicht unbedingt rechtlichen Charakter haben, Wolfgang, ...

Eben, sagte ich ja auch. Wo kämen wir hin, wenn wir wegen jeden unterschiedlichen Standpunktes vor Gericht ziehen würden??

Oftmals spielt bei unterschiedlichen Meinungen der geltende rechtliche Rahmen aber keine Rolle.

Zuvor verständigt man sich auf etwas, oder man bleibt sich eben weiterhin darin uneinig.

Du schreibst:
Zitat
Bleiben die einander widersprechenden Konstrukte bestehen, kommt es zu einer kognitiven Dissonanz. Damit lebt es sich aber schlecht.
Egal, ob mit oder ohne juristische Bewertung, mit einer Dissonanz lebt es sich schlecht. Oder man blendet diese Dissonanz eben aus und erfreut sich an den anderen Konsonanzen (Übereinstimmungen). Das ist das Aushalten von unterschiedlichen Standpunkten. Das bereichert u.U. das Leben mehr, als in allen Einzelpunten Einigkeit herzustellen.

Kurzum: "Du trägst Rock? Find ich nicht gut. Aber was soll ich machen?"

Anders wäre: "Du trägst Rock? Geht gar nicht! Du verlässt mein Haus sofort! Was sollen die Nachbarn denken?" ( oder: "Mit Dir lass ich mich nicht blicken!")
Das wäre manipulativ.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 13:17 »
Im letzten Fall verbleiben die Standpunkte unverändert, wobei davon die Welt meist auch nicht untergeht. Bestenfalls kann man unterschiedliche Standpunkte aushalten, ohne dem anderen bös zu wollen. Das wäre sogar das Ideal für beide Seiten.
(Ohnehin das Ideal bei unterschiedlichen Standpunkten, auch ohne Rechtfertigungen)
(Es müssen nicht immer Übereinkünfte erzielt werden)


Runtergebrochen auf Albis sein Erlebnis,

war das ja nahe dran an diesem Ideal. Jedenfalls wurde dann doch noch ein ganz behaglicher Besuch daraus.

Und ich finde gut, dass Albis auf die Verwunderung seiner Verwandten noch eine weiterführende Erläuterung hinzugefügt hat, die helfen könnte, sein Tun zu verstehen ("Kleidung hat kein Geschlecht"). Wahrscheinlich wird diese Erläuterung nicht dazu geführt haben, dass sein unerwartetes Handeln verstanden wurde aber immerhin wurde es mit einem Denkanstoß verknüpft. Ob das nun als Rechtfertigung gedeutet wird oder als bloße Erklärung, das ist doch eher unwichtig.

Natürlich wird die Großnichte von Albis irgendwann seiner Mutter erzählen "Du, Albis und seine Frau Albinina haben uns besucht."
Und dabei wird bestimmt das Wort "Rock" nicht unerwähnt bleiben (oder zumindest umschrieben werden).
Vielleicht wird im Gespräch ja auch der Denkanstoß mit transportiert, vielleicht so:
"Und er sagte, dass Kleidung kein Geschlecht hat, stell Dir vor!" (à la 'solch eine Ungeheuerlichkeit!') Vielleicht transportiert sie genau das, dass sie es ganz anders sieht und deshalb ihr ein Verständnis dafür fehlt.
Vielleicht sagt aber Albis´ Mutter daraufhin: "Und damit hat er recht!"

Also es kommt gar nicht mal so darauf an, ob jemand mit einem Argument erreicht wird. Wenn es aber unverdreht weitergegeben wird (und eine Floskel- Meme - wie "Kleidung hat kein Geschlecht" kann man sich einprägen, egal wie man dazu steht), besteht die Chance, dass es im "Gerede" der Leute weiterhin wirkt.

Geredet wird - unter Verwandten z.B. - ohnehin über einen. Oft gepaart mit Stolz (z.B. tolles Haus, toller Job), Bewunderung (Karriere), Enttäuschung (falsche Frau, falscher Wohnort, keine Kinder, verzogene Kinder, falscher Berufswunsch, keine Zeit für mich, unerfüllte Hoffnung, zu still, zu unselbständig...), manchmal Missgunst oder Neid ("tolles" Haus, "super" Job, unverdientes Erbe...).
Die Verwandtschaft redet doch sowieso immer über einen. Und da ist es umso besser, wenn man es schafft, seine eigene Persönlichkeit mittels gesetzter Meme (Erklärungen, Rechtfertigungen) ins Gerede mit einzubringen.

Insofern, Albis, fände ich es spannend, ob und was Deine Mutter von dem Gespräch mit Deiner Großnichte Dir berichten wird.
Hast Du bereits eine Rückmeldung seitens Deiner Mutter?

So à la "fand sie gar nicht gut", "haben sich aufgeregt", "hat sich sehr gewundert", "hat mich gefragt" oder etwa ganz anders?
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 13:08 »
Es muss nicht unbedingt rechtlichen Charakter haben, Wolfgang,

Als ich so um 1999 herum meine Mutter theoretisch mit dem Thema konfrontierte, meinte sie zuerst, jeder solle doch tragen, was er will.
Als ich meinte, ich würde eben auch gerne Rock tragen bzw. tat es auch schon, meinte sie zuerst: "Nee, Du doch nicht!"
Ich fragte dann, ob ihrer Meinung nach ihr Sohn weniger Rechte habe als andere, was sie verneinte.
Seit dem unterstützte sie mein Rocktragen.

Etwas abstrahierter war es also so:
A: Frage, ob Männer Röcke tragen dürfen
B: Bejahung.
A: Frage, ob auch A Rock tragen darf.
B: Verneinung.
A: Rückfrage, wie denn die zweite Antwort von B zur ersten passt.
B: Eingeständnis dass die erste Antwort wichtiger sei als die zweite.

Bei meiner Mutter gab es also zwei Normebenen:
Die Norm, dass jeder tragen darf, was er will ist dabei der Norm, dass der eigene Sohn keine Röcke tragen soll, übergeordnet. Also bekommt die übergeordnete Norm den Zuschlag.

In Bezug auf die untergeordnete Norm waren meine Mutter und ich zunächst unterschiedlicher Meinung, in Bezug auf die übergeordente aber einer Meinung.

Meine Mutter konnte also ihre untergeordnete Norm (Sohn darf keine Röcke tragen) gegenüber der übergeordneten Norm (jeder darf tragen, was er will) nicht rechtfertigen.

Da brauchte es keinen Richter, es ging auch nicht um Juristerei, sondern um die Hierarchie der jeweils eignen Normen.

In der Psychologie der Persönlichen Konstrukte spricht man da auch von zentralen und marginalen Konstrukten:
Dass der eigene Sohn keine Röcke tragen darf, war demzufolge ein marginales Konstrukt, dass jeder tragen darf, was er will, war ein zentrales Konstrukt.
Marginale Konstrukte müssen vor den zentralen rechtfertigbar sein, wollen sie Bestand haben. Können sie es nicht, müssen sie abgeändert werden oder in eine Nische geschoben werden, in denen sie keinen Konflikt mit den zentralen Konstrukten kommen.

Bleiben die einander widersprechenden Konstrukte bestehen, kommt es zu einer kognitiven Dissonanz. Damit lebt es sich aber schlecht.

LG, Micha
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