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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von ChrisBB am Gestern um 22:55 »
Micha,

so komplex ist das gar nicht. Es gibt sehr viele, die nie oder zumindest zu selten das Gefühl erleben, dass ihnen zugehört wird. Wir sehen das in der Männerarbeit regelmäßig und bieten dort genau das an.

Gruß,
ChrisBB
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Erfahrungsberichte / Antw:Unter Beobachtung
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 19:14 »
Dann und wann kommt es von ganz fremden Leuten vor. Ja.

Meistens hilft es, wenn diese Personen mit einem im selben Kontext versammelt sind, z.B. als Besucher einer bestimmten Veranstaltung, oder auch im größeren Kontext wie einem Volksfest oder einer Weinwanderung.

Aber "dann und wann" geschieht auch auf offener Straße, bei flüchtigen Begegnungen z.B. beim Entgegenkommen auf der Straße bei einer grünen Ampel, oder von einem entgegenkommenden Fahrrad oder einem vorbeifahrenden Auto. Zumeist aber wird dabei auch kommentiert, dass es nicht das erste Mal ist, wo die betreffende Person mich sieht. Dieses "dann und wann" ist aber gar nicht so selten. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, dass ich nahezu täglich mehreren Hundert oder Tausend Passanten begegne.

Dennoch stimmt es, dass die häufigsten Rückmeldungen von Personen erfolgen, die ich bereits kenne, denen ich "dann und wann" oder häufiger, fast regelmäßig begegne. Da ergeben sich mehr Kontaktgelegenheiten und die Hemmschwelle, Zuspruch oder Lob auszusprechen, beginnt zu sinken.

hirti hat indes Recht. Ich selbst bin sehr sparsam im Lob aussprechen für Bekleidung oder Erscheinungsform. Manchmal, wenn es dann auch zutrifft, gebe ich ein Lob an eine wohlmeinende Kommentatorin zurück. Ansonsten bin ich dahingehend eher ziemlich zurückhaltend. Selbst bei Angebeteten mit Aussicht auf mehr bin ich in der Regel zurückhaltend, ein Lob auf Aussehen oder Schönheit der Kleidung auszusprechen.
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Schade. Bin ich wirklich der einzige, der merkt, dass die Diskussion sich schon wieder im Kreise dreht?
Mancher schließt wieder von sich auf andere und meint, Männer würden Röcke deshalb tragen, weil sie mit irgendeinem Männerbild in der Gesellschaft zufrieden seien?

Bitte beachtet, dass es viele Männer gibt, die mit sich und der Männerrolle in ihrem Umfeld zufrieden sind, dieses nicht infrage stellen brauchen und auch nicht wollen und dass manche von ihnen einfach mal neue Kleidung probieren wollen. Einfach so mit Spaß und Freude. Ohne Moralismus und Umerziehung.

Bitte akzeptiert das endlich, sonst verschreckt ihr noch die letzten Interessierten.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unter Beobachtung
« Letzter Beitrag von high4all am Gestern um 17:31 »
Am ehesten bekommt man Zuspruch von Menschen, mit denen man regelmäßig zu tun hat oder denen man öfters begegnet.

So habe ich letzte Woche reichlich Komplimente bekommen. Einmal am Dienstag beim monatlichen, gemeinsamen Mittagessen, sowie am Mittwoch beim Erzählcafé. Bei beiden Gelegenheiten sind Leute zugegen, die mich schon länger kennen und die mir wohlgesonnen sind.

Die jeweiligen Looks waren sehr ähnlich. Einmal ein langes, schwarzes Dirndl und zum Anderen ein schwarzes Midi-Dirndl. Mit frühlingshaften Schürzen aus demselben Stoff in entsprechender Länge (tja, gut, dass ich nähen kann) und einem gut dazu passenden Body mit Blumenmuster.

Fotos gibt es vielleicht beim nächsten Rückblick für den Mai in rund 14 Tagen. Wer es eiliger hat, kann sich im anderen Forum umschauen (gibt ja einige User mit Doppelmitgliedschaft).

Von ganz fremden Leuten gibt es seltener Komplimente, aber es kommt dann und wann vor.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unter Beobachtung
« Letzter Beitrag von hirti am Gestern um 16:19 »
Hallo cephalus!

Das freut mich doch, dass du auch mal wieder so deutliches und nettes Feedback erhalten hast.
Nein, ich glaube, die Unsichtbarkeit tritt auch nach Jahren noch nicht auf.

Das Problem ist wohl eher die Hemmschwelle, jemand unbekannten auf sein Outfit anzusprechen. Denn, mal ehrlich, wann bist du zu einer unbekannten Frau oder einem unbekannten Mann hingegangen und hast ihm gesagt, wie toll du seine Gewandung findest?!
Und, ja, die Möglichkeit gäbe es durchaus bei Menschen beiden Geschlechts, denn man läuft bisweilen auch toll gekleideten Männern über den Weg. Aber ansprechen tut man sie dann doch nicht.

Ich glaube auch nicht, dass ich in meiner Arbeit für die anderen "normal" geworden bin, aber das gleiche Thema wird halt auch nicht mehrmals angesprochen. Man findet mich vielleicht noch immer so schräg und seltsam wie beim ersten Mal, aber man spricht den seltsamen Mann im Kleid trotzdem nicht ein zweites Mal darauf an dass er seltsam ist. (oder gut aussieht)... wenn man das doch vor 3 Jahren schon getan hat.

Für unsereinen, der das Publikum und seine Reaktionen durchaus mag, ist das dann eben etwas schade, wenn keine Reaktionen mehr kommen, obwohl man sich modisch ins Zeug legt und sicher mehr gute Outfits hat als am Anfang, wo mehr Reaktionen kamen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von high4all am Gestern um 14:14 »
Ich habe mich für die Hosenvariante entschieden und es bei genauer Betrachtung der anderen Anwesenden, dann auch für die richtige Entscheidung gehalten.
Das ist für mich keine Überraschung. Ausgehend von ähnlichen Fragestellungen, die Du gelegentlich einstreust, war das eine folgerichtige Entscheidung.

Deshalb habe ich mich aus dieser Diskussion inklusive Ratschlägen tunlichst heraus gehalten. Und ich schreibe auch nicht, wie ich es gehalten hätte. 8)
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Durchaus interessante Fragen.

Das werden sicherlich nur Betroffene hinreichend erklären können.

Mein Eindruck als Aussenstehender ist, dass eher Deine letzte Vermutung am häufigsten zutreffen wird:
"eine Konsequenz aus den jeweiligen Erwartungen, die man nach innen und aussen, so griffig zusammenfassen kann."

Auch wenn Menschen, die sich nicht-binär verstehen, scheinbar die Rollenerwartungen aufbrechen, arbeiten sie jedoch stark mit diesen Rollenerwartungen. Ohne diese würde es schwerer fallen, sich als dazwischen zu verorten.

Und dann gibt es da noch die sogenannten "Tradwifes" in sozialen Medien, die das alte Rollenbild der Frau in diversen Filmchen propagieren, die mich stark an Reklamefilme der 1950er und 1960er Jahre erinnern.

Ja, das sind diese 'reaktionären' Kräfte, die meist mit weiterreichendem Interesse sich die vermeintlich 'guten alten Zeiten' wieder herbeiträumen.

Das Wiedererstarken von traditionellen Leitbildern betrifft ja auch männliche Rollenverständnisse. Gerade gestern wurde ich in der Tagesschau auf den überwiegend in sozialen Medien verbreiteten Memen des "Looksmaxxing" aufmerksam. Wo es darum geht, mit Muskelaufbau, Körperoptimierung durch Fettweghungern, aber auch Körperoptimierung mit manueller Wangenknochenbearbeitung (mit Hämmern für ein markanteres Aussehen) einem überzogenen Männlichkeitsideal nachzueifen, um sich so für mehr Erfolg bei Frauen und in Karriere zu optimieren.

Es gibt halt immer und zu allem irgendwelche (überzogenen) Gegenbewegungen.

Zitat
Es käme heute wahrscheinlich niemand in der Mehrheitsgesellschaft mehr auf die Idee, die Rollenerwartung an Frauen beim Punkt Kleidung wieder auf nur noch Rock oder Kleid zu verengen.]Es käme heute wahrscheinlich niemand in der Mehrheitsgesellschaft mehr auf die Idee, die Rollenerwartung an Frauen beim Punkt Kleidung wieder auf nur noch Rock oder Kleid zu verengen.

Ich kenne christliche Gemeinden, in denen die Frauen genau so wenig Hosen tragen, wie die Männer Röcke. Gut, jetzt kann man fragen, ob diese Gemeinden zur Mehrheitsgesellschaft gehören. Vielleicht sind sie ein letzter Posten der gegenderten Kleidungsaufteilung. Aber es gibt sie noch.

Ja, und genau deswegen habe ich von der Mehrheitsgesellschaft gesprochen. Diese gehören nicht dazu.

Es gibt auch noch andere zumeist religiös getriebene Rollenerwartungen und -erfüllungen, in deren Umfeld Frauen ebenso defintiv keine Hosen tragen. Und die sind durchaus mit einem gewissen Anteil in unserer Gesellschaft sichtbar. Auch wenn man sie wahrscheinlich mit deutlichen Prozentzahlen beziffern kann, sind sie aber trotzdem ebenso nicht Bestandteil der hier gemeinten 'Mehrheitsgesellschaft'.

Und selbst wenn man die betroffenen Frauen, die sich diesen Erwartungen unterordnen oder sie aus freier Entscheidung erfüllen, wenn man diese Frauen befragen würde, ob sie einem allgemeinen Hosenverbot für Frauen zustimmen würden, bin ich der festen Überzeugung, dass viele dem nicht zustimmen würden.

Den Begriff 'Mehrheitsgesellschaft' habt Ihr, Micha und Bernd, ja hier eingeführt. Ich finde ihn ganz brauchbar, weil man sich darunter in diesem unserem Kontext etwas vorstellen kann. Und 'Mehrheitsgesellschaft' fühlt sich in meinem Verständnis ausgreifender an, als nur ein vages 50 Prozent + ein kleines x sich vorzustellen, sondern ich sehe da schon eine ziemliche Mehrheit darin, die sich bei mindestens deutlich zwei Drittel, wenn nicht sogar deutlich höher bewegt.

Und selbst würde man nicht die Gesellschafts-Mehrheit, sondern nur die Hälfte der Gesellschaft befragen, nämlich ausschließlich die Männer, ob ein Hosenverbot für Frauen ausgesprochen werden solle, bin ich mir sicher, es würde sich dafür längst keine Mehrheit mehr finden lassen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unter Beobachtung
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 12:33 »
 :D

Dann bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht...

(auch wenn meine Beine inzwischen recht weit davon entfernt sind, sooo schön zu sein, wie mir das noch immer attestiert wird)

Aber derlei Gespräche mit wildfremden Frauen sind mir geläufig.
Ich finds oftmals nicht unangenehm, wenn ich die Zeit für solch einen Plausch habe.
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 12:27 »
Jeder Tag ohne Rock ist ein verlorener Tag.
Oder anders ausgedrückt: jede verpasste Gelegenheit ist eine verpatzte Gelegenheit.

Ja, jede Gelegenheit, die man verstreichen lässt, für den Mann im Rock zu werben, ist eine verlorene Gelegenheit.

Ja, Wolfgang, manche Menschen sind und denken unterschiedlich, z.B. wir zwei ;)

Bekanntermaßen habe ich kein Bedürfnis für den Rock am Mann zu werben, sondern nur einen höchst egoistischen Grund, Röcke und Kleider zu tragen:
Mein Wohlbefinden.

Ich habe mich im "Tarnanzug" wohler gefühlt, als ich es einröhrig getan hätte, in diesem Umfeld.

Dass ich dann noch nichtmal die in meinem Empfinden perfekte Kleidung getragen/gefunden hätte, hätte ein kleines zusätzliches Unbehagen addiert.

Und das Kompliment das ich von einer alten Frau erhalten habe, hätte ich sicher nicht bekommen:

"Sie sind aber ein stattlicher Mann, schade, dass ich schon so alt bin."
Wobei ich offen zugebe, dass ich diese Art von Komplimenten noch nie leiden konnte.
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 12:14 »
Komisch, sobald man einen Rock anzieht, müssen auf einmal 100 andere Parameter auch stimmen. Welche Strumpfhose dazu? Welche Schuhe?
Ist das weiße Hemd jetzt wirklich das passende? Ma könnte ja da so ein Langarmshirt tragen, oder ein buntes Hemd. Welches  Jackett?
Eine Krawatte dazu oder doch nicht?
Was sagen die anderen Gäste  dazu.

Ich muss im Juli auf eine Hochzeit, es wird gewünscht das ich im Rock komme. Ich überlege auch schon, was geht.

Dass plötzlich "100 andere Parameter" auch stimmen müssen, ist sicherlich ein Ergebnis von Sehgewohnheiten. Würden viele Männer mit typisch männlich klobigen Schuhen, haarigen Beinen und flatternden Midi-Sommerröcken umher gehen, wären die Sehgewohnheiten andere.
In der Tat, laut unseren Sehgewohnheiten passen nicht alle Männerschuhe aus unserem Schuhregal zum einem Rock.

Bei der Gelegenheit Hochzeitsgast hast Du, Zwurg, ja schon scheinbar auch das Erwartungsmuster "Jackett am männlichen Hochzeitsgast" bereits in Frage gestellt. Ich begrüße es, aus diesem Erwartungsmuster gekonnt auszubrechen.

Meiner Meinung nach sollte man zu solch einem Anlass als Mann im Rock von einem Erwartungsmuster nicht allzu weit abweichen: die Schuhe. Mein Tipp: suche Dir die Schuhe aus, die Du zu einem konventionellen Hochzeitsgastoutfit Dir vorstellen kannst (leider hat man da ja zwei oder drei Paar griffbereit; leider, weil ein einziges Paar würde die Entscheidung vereinfachen). Und mit diesen Schuhen an den Füßen gehst Du an Deinen Schrank und testest die Röcke, die dazu passen können. Oder ins Geschäft, falls Du Dir extra einen passenden Rock hierzu kaufen möchtest. Zu bedenken ist, dass von Rock zu Rock eventuell das passende Strumpfwerk variieren kann. Ich in meinem Fall trage - egal ob mit Strumpfhose oder nicht - ohnehin immer noch zusätzlich Socken in den Schuhen.

Und ich in meinem Fall habe die unterschiedlichsten (schwarzen) Socken parat, mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen (z.B. gröbere, feinere), unterschiedlichen Sockenbündchen und verschiedenen Längen. Zudem kann ich diese Socken bei Bedarf auch noch durch geschicktes Umschlagen (mal mehr, mal weniger) auch noch in Feinheiten variieren. Diese kleinen Feinheiten können u.U. den finalen Ausschlag geben, ob ein Rock zu den gewählten Schuhen passt oder nicht.

Einen Unterschied macht letztlich auch noch, ob Du Strumpfhosen dazu tragen möchtest oder nicht. Falls der Termin im Hochsommer ansteht, würde ich auf Strumpfhosen zunächst beim Austesten verzichten. Am Ende können hinzu genommene Strumpfhosen noch einen Rest Unstimmigkeit zwischen Schuhen und Rock deutlich mildern. Was bereits ohne Strumpfhosen aber schon ganz gut aussieht, wird in der Regel mit Strumpfhosen jedenfalls nicht unstimmiger.

Hast Du Schuhe und Rock dann irgendwann schon gefunden, dann finden sich auch die weiteren Kleidungsstücke. Und die Frage, Jackett oder nicht Jackett, Farbe des Oberteils, ggf. eine passende Umhängetasche dazu ist dann nicht mehr eine so große Herausforderung. Und lässt sich erfahrungsgemäß bei einem Sommerevent ohnehin erst wenige Tage im Voraus final entscheiden, je nach anstehender Witterung.
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