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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 16:22 »
Denke ich auch.

Zudem sind solche Anlässe immer ganz gut dazu geeignet, im Verwandschaftsumfeld oder im Freundesumfeld auf Menschen zu treffen, die trotz Überraschung oder (bei vorherigem Wissen, dass Du gelegentlich solche Kleidung trägst) trotz Ablehnung die Chance bekommen, vielleicht doch Dich als ganz sympathischen Menschen zu erleben - trotz Rock / Kleid. Ja, wenn Du Dich in Deiner Haut (Kleidung) wohlfühlst, dass Du eventuell sogar noch sympathischer bist, als man Dich sonst wahrgenommen hat.

Und solche Anlässe sind auch immer ganz gut, dass man mit Dir reden kann, anstatt nur über Dich.

Ich finde es besser, bei solchen Anlässen immer noch eine gewisse individuelle Note sichtbar bleiben zu lassen, anstelle sich einem scheinbaren Erwartungsdruck anzupassen und sich dann in eine erwartungs-konforme 'Uniform' zu zwängen, die man vom Herzen eher ablehnt. Letzteres wirkt dann oft wie Verkleidung oder wie ungemochter Zwang, einfach unauthentisch.

Was gibt es schöneres als eine gemeinsame Feier mit authentischen Menschen?
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 15:55 »
Cephalius,

ich meine, du fühlst dich in Hosen unwohl. Und vielleicht fühlst du dich auch zur Konfirmation im Rock oder im Kleid unwohl, je nachdem, wie die Gäste reagieren.
Aber wenn man unwohl ist, ist es dann nicht besser im Rock oder im Kleid als in Hosen?
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von hirti am Heute um 13:50 »
Meine Meinung geht in eine ähnliche Richtung.
Ich würde meine Gewandung auch von meiner Rolle bei der Konfirmation abhängig machen. Wenn du gar der Firmpate warst, dann sollte es natürlich für den Firmling passen, der ja die Hauptperson ist. Wenn er nachher gehänselt wird, weil sein Pate in Frauenkleidung hinter ihm steht, dann wär das glaub ich am Ziel vorbeigeschossen.

Wenn du ein Gast von vielen bist, der einfach mit seiner geschätzten Anwesenheit und einem schönen Outfit zum festlichen Rahmen der Veranstaltung beiträgt, dann wäre die modische Freiheit sicher viel weiter zu genießen. Ich würde vielleicht trotzdem nicht das Paillettenkleid mit den 12cm Pumps wählen, du aber vermutlich auch nicht, wie ich dich kenne.

Die Veranstaltung ist inzwischen ja schon gelaufen.
Wie hast du dich nun entschieden... und war's trotzdem schön?  ;) 
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So, so, Bier zu mögen ist idealtypisch für Männer im unserem Kulturkreis? Dann kenne ich eine Menge Männer, die diesem "Ideal" nicht (mehr) entsprechen. Das hat die Brauerei-Branche auch schon bemerkt, weshalb sie versucht, allerlei Mischplörre zu kreieren, um dem sinkenden Absatz entgegen zu wirken. Frauen(!) als neue Zielgruppe haben sie auch im Visier.

Einige der gelisteten idealtypischen Merkmale stammen aus der Mottenkiste der Boomer-Generation und sind bei jüngeren Leuten weniger wichtig.

Aber so ist es, wenn alte Leute sich über Männerrollen austauschen.

Nebenbei: Statt idealtypisch bevorzuge ich den Begriff "archetypisch".

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Lieber Cephalus,

bei mir ist es so, dass ich durchaus mit meiner männlichen Rolle zufrieden bin, aber eben nicht mit allen Merkmalen, die man ihr vielfach zuschreibt.

Ich nehme man die Merkmale, die Wolfgang oben aufgelistet hat und schreibe jeweils dahinter, ob mir das jeweilige Merkmal zusagt oder nicht:

Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
-   Ausschließlich Hosen zu tragen -> sagt mit nicht zu
-   Bier zu mögen -> sagt mir zu
-   Interesse für Fußball zu haben  -> sagt mit nicht zu
-   Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren -> sagt mit nicht zu
-   Karriere über Familie zu stellen -> sagt mit nicht zu, wobei ich eh kein Karrieretyp bin, aber öffentliche Arbeit, auch ehrenamtlich, steht bei mit sehr hoch, evtl. gleichauf mit Familie
-   Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat -> sagt mit weniger zu, wobei ich genau wissen müsste, was gemeint ist; Petra weiß es zu schätzen, dass ich stärker bin als sie, wenn es was zu tragen gibt, das ihr zu schwer ist; Was ist mit "präsent" gemeint? Gegenwärtig? Achtsam? Wenn das, würde ich schon sagen, dass mir das wichtig ist, dass ich dem aber nicht immer gerecht werde.
-   Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen  -> sagt mit nicht zu
-   Usw…  -> kann ich so pauschal nichts zu sagen Aber mir fällt noch eines ein:
- handwerklich geschickt zu sein  -> sagt mit nicht zu bzw. würde ich gerne sein, bin ich aber nicht; da kann Petra vieles besser

Da siehst Du und sehr Ihr, dass es recht unterschiedlich ist. Und ich würde sagen, dass man Frauen das auch alles fragen kann und denn differenzierte Antworten bekäme.

Und um Deine beiden Situationen zu nehmen:
- Neuer Kollege steht plötzlich freundlich und hilfsbereit vor mir und reicht mir eine Flasche Bier -> das fände ich nett, wobei es aber auch auf die Biersorte ankäme
- Ich stehe bei eine Gruppe junger Frauen und langsam verschiebt sich das Gesprächsthema in Richtung Mode und Fingernägel. Eine entschuldigt sich, dass sie mich jetzt langweilen würden. -> mit Mode im Sinne von Kleidung würden sie mich nicht langweilen, mit Fingernägeln, Maniküre usw. eher schon

Dein letzter Satz "Ich bin damit zufrieden als Mann gelesen zu werden, und habe auch keine Ambitionen das zu ändern." trifft auf mich auch zu, wenngleich ich manchmal phantasiere, wie es wäre, ein Mädchen/eine Frau zu werden.

Und dazu:
"Nein, ich mag die männliche Rolle nicht, nicht so wie sie derzeit bei uns ist.
Vermutlich wollte ich die weibliche aber noch weniger."

Ich mag viele Zuschreibungen zu beiden Rollen auch nicht, andere dagegen schon. Ich versuche mit meine Rolle so zu kreieren, dass dabei eine gute Mischung herauskommt, sozusagen: Männliches Thema mit Weiblichen Variationen.

LG, Micha


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Ich meinte eigentlich nicht so sehr eine Unzufriedenheit mit manchen Merkmalen der männlichen Rolle, sondern mit der männlichen Rolle überhaupt, also anders gesagt, den Wunsch nach einer nicht-männlichen Rolle, sei sie weiblich, geschlechtsneutral oder sonst wie.

Lieber Micha,

ich habe jetzt eine Weile darüber nachgedacht was du da schreibst, daher die späte Antwort.
Vermutlich haben wir ein anderes inneres (selbst)verständnis im Bezug auf Geschlechterrollen.

Für mich ergibt die Summe der Eigenschaften die gesamte Rolle. Ich kann mich daher nicht rundum darin wohlfühlen wenn etwas nicht passt.
Im weiblichen Rollenmodell gibt es durchaus Einzelstücke die mir mehr entsprechen würden. Als Ganzes wollte ich es jedoch auch nicht.
Es ist natürlich schwierig das Rollenmodell unabhängig von objektiven Vor- und Nachteilen zu betrachten.

Ich versuche, soweit es möglich ist, mir von beiden Seiten das anzueignen, das mir entspricht.
Das funktioniert natürlich nur begrenzt, weil bei sozialen Kontakten andere, gemäß ihren Erwartungen, den Standard zuweisen.
In der Praxis sind es viele Kleinigkeiten, die leicht erklärt oder korrigiert werden können, aber bei neuen Menschen nervt es mich trotzdem, mit welcher Selbstverständlichkeit Zuordnungen getroffen werden.

Zwei schöne Beispiele von unserer letzten Firmenfeier:
Neuer Kollege steht plötzlich freundlich und hilfsbereit vor mir und reicht mir eine Flasche Bier :(
Ich stehe bei eine Gruppe junger Frauen und langsam verschiebt sich das Gesprächsthema in Richtung Mode und Fingernägel. Eine entschuldigt sich, dass sie mich jetzt langweilen würden. ::)

Belanglosigkeiten, aber quer durchs Leben immer wieder - nervig.

Nein, ich mag die männliche Rolle nicht, nicht so wie sie derzeit bei uns ist.
Vermutlich wollte ich die weibliche aber noch weniger.

Um auf einen gemeinsamen Punkt zu kommen: Ich bin damit zufreiden als Mann gelesen zu werden, und habe auch keine Ambitionen das zu ändern.


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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 11:30 »
Deiner Frau ist es OK, dass du deinem Herz folgst. Wie dann mit den Leuten, die dich eingeladen haben? Wäre es auch ihnen in Ordnung? Wenn die Antwort Ja ist, oder du es vermutest, trage den Rock oder das Kleid.
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Treffen und Veranstaltungen / Antw:WGT 2026 Rockmode goes dark again
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 06:59 »
Lieber Micha

Dankeschön 🙂
Wir werden uns ja dann in Rudolstadt sehen. Dazu werde ich dann vorher auch nochmal etwas schreiben.

Hallo Albis
Auch wir werden wohl nochmals unsere Ferienwohnung aufsuchen. Sonja möchte am Abend beim Konzert wieder nach vorne, da will sie dann ein weniger umfangreiches Kleid tragen.
So haben wir es letztes Jahr auch gemacht beim Konzert von Alphaville und Joachim Witt. Hat gut geklappt.

Und auch unser Plan ist nicht in Stein gemeißelt, da kann sich immer noch was ändern wegen Wetter oder spontanen Umentscheidungen.

Gruß, Jürgen
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Rund um den Männerrock / Antw:Verwechselt worden
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 06:39 »
Ja, das kommt manchmal vor. Bei mir auch. War aber nicht schlimm. "Amtsanmaßung" hat mir noch keiner vorgeworfen ;)

Gruß
Jürgen
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Was hat es mit den 110 und den 5600 auf sich, lieber Joachim? Sind die 110 die Bewohner Deines Dorfteils und die 5600 die Bewohner des ganzen Dorfes? Oder wie meinst Du es?

LG, Micha
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