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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von high4all am Heute um 17:17 »
Ja, während ich vor paar Stunden noch in einem Beitrag hier fürs Forum von einer wachsenden Zahl von Menschen (also auch Männern) gejubelt habe, die sich ihre Kleidungsfreiheit gönnen, so spricht dieser Aufruf ja doch eine etwas andere Sprache.

Gut, viele von uns, denen nur der Rock als Männerkleidung bisher fehlte, betrifft die Queerness ja eigentlich nicht. Allerdings mag es Menschen geben, die nicht auf Anhieb erkennen, dass wir nur gleiches Recht wie Frauen haben wollen.
Es könnte passieren, dass wir uns in unserer gewohnten Kleidung (sei es Rock oder Kleid) auf einmal "zur falschen Zeit am falschen Ort" sind und angegriffen werden, bevor wir die Erklärung angeben können. dass wir gar nicht "queer" sind. Falls das überhaupt etwas nützt. :P

Denn Menschen, die sich auf Freiheiten berufen, sind in den Augen vieler "XYZ-isten" nicht besonders gut angesehen. Einfach, weil sie Ideologien in Frage stellen.
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Aufgrund eines anderen Beitrags im Forum gerade noch mal in den Nachrichten von gestern Morgen kurz gestöbert,
da fiel mir auf, dass um 09:00 Uhr im Deutschlandfunk auch tatsächlich Schauer im Südschwarzwald vorausgesagt wurden.
https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2026/07/11/nachrichten_dlf_20260711_0900_fff9d360.mp3

P.S.: Nochmal kurz überprüft. Von der Richtung her passt das ganz gut. Die höchste Wolkenerhebung liegt so in Blickrichtung 160 bis 163 Grad, im Vordergrund zwischen Alsweiler und Marpingen quasi hindurch geguckt. Die per Kartenwerk gemessene Richtung zum Schauerherd und der Wolke über Lörrach, Schopfheim und Wehr liegt bei 163 Grad. Diese Wolke hat sich auch ziemlich ortsstabil über eine Stunde lang dort ausgeregnet. Und somit werte ich diese Zuordnung als gesichert: Diese Wolke ist gut 200 km entfernt. Und das Radar-Echo vom Regenradar Feldberg im Schwarzwald verzeichnet Regentropfen bis in über 10km Höhe. Siehe die Wolke auch im ersten Bild von Chris und mir.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 14:46 »
Gestern wurde in Cottbus der CSD gefeiert.

Ich war nicht dort. Ich habe auch nix darüber gelesen, davon gesehen, nix dazu recherchiert.

Ich habe es aber gestern morgen in den Nachrichten des DLF gehört, dass er unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen gefeiert wird. "Die Veranstalter des CSD haben die Teilnehmer dazu aufgerufen, sich möglichst in Gruppen zu organisieren und bei der Anreise keine auffällige Kleidung zu tragen.", so der Wortlaut der Nachrichten.

Quelle:
https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/11/nachrichten_dlf_20260711_0800_a2c2e461.mp3
Ab Minute 05:11.

Ja, während ich vor paar Stunden noch in einem Beitrag hier fürs Forum von einer wachsenden Zahl von Menschen (also auch Männern) gejubelt habe, die sich ihre Kleidungsfreiheit gönnen, so spricht dieser Aufruf ja doch eine etwas andere Sprache.

Gut, viele von uns, denen nur der Rock als Männerkleidung bisher fehlte, betrifft die Queerness ja eigentlich nicht. Allerdings mag es Menschen geben, die nicht auf Anhieb erkennen, dass wir nur gleiches Recht wie Frauen haben wollen. Und andererseits, wenn wir schon Freiheit für uns proklamieren, dann sollte uns aus Mitgefühl auch die Freiheit von Menschen mit anderen Lebensentwürfen unter die Haut gehen.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 14:18 »
Ja, sehr schön geschrieben, Micha. Und Du kleidest das, was ich eigentlich schreiben wollte, gut in andere Worte.

BlueBayou, Danke für Deinen Beitrag und Danke, dass Du Dich meldest.

Ich habe in Deinen Link hineingeklickt und ein bisschen darin gestöbert. Dort wird u.a. auch geschrieben, dass seit in Medien und Politik die Rechte von queeren Leuten (ich fasse es mal so zusammen) stärker berücksichtigt werden, der Widerstand dagegen auch gewachsen ist.

Das ist eine ganz natürliche Sache. Denn, wenn irgendetwas geschieht oder beschlossen wird, gibt es Menschen, denen das nicht gefällt. Letztlich ist das auch ihr gutes Recht, etwas abzulehnen, was sie nicht mögen.

Ich z.B. kann mich mit diesen E-Rollern aus verschiedenen Gründen nicht anfreunden, ja ich finde diese Fortbewegungsart sogar eher ziemlich bescheuert. Meine Meinung. Und doch muss ich damit leben, dass andere das anders sehen. Und andere es eben gerne nutzen. Ich schlage nun nicht mit dem Kochlöffel auf die E-Roller-Fahrer ein oder beschimpfe sie. Mich stören sie, aber ich muss eben lernen damit umzugehen. Andere Menschen stehen eben anders dazu als ich.

Weshalb Queerfeindlichkeit besteht, haben wir (vor allem wohl ich?) hier im Thread oder woanders hier im Forum schon mehrfach beleuchtet. Ja, es reicht ja auch bis in die innerfamiliären Strukturen hinein, die auch auf uns abfärbt, die wir eigentlich nur einen Rock tragen wollen anstatt einer Hose. Das kommt also auch aus der Mitte der Gesellschaft. Nicht jede Mutter wird ihrer sich als queer geouteten Tochter um den Hals fallen und sagen, "toll, dass Du auf Frauen stehst". Nicht jede Ehefrau wird ihrem Mann um den Hals fallen, der sagt, ich habe heute keine Lust auf Hose.

Und die Quelle queerfeindlicher Strömungen, die Du erwähnt hast, entstammen ja auch einer Tradition, deren Angehörige da nicht einfach ausbrechen können. Freilich wird da Religion sehr politisiert und Religion verwendet, um Machtansprüche zu untermauern. Falls solche Strömungen mehr Einfluss auf unsere heimische Politik haben werden, fänden viele von uns das sicherlich nicht toll. Oder weitergedacht, wie es bestimmt manchen der extremistischen Agitatoren vorschwebt, gar eine extremistische Staatsform in unserem Land - ich glaube, die meisten von uns hier im Forum wollten in solch einem Staat nicht gerne leben.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Neu Hier
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:56 »
Nunja, meine Mutter war ja auch nicht begeistert. Sie hatte ja gar nicht mitgekriegt - und es also auch gar nicht gebilligt oder billigen können -, dass ich da im alten Kleidchen meiner Schwester saß.

Zu groß ist die Angst, mit dem Jungen 'könnte was nicht stimmen', sich´s im Leben sauschwer machen und den erhofften Enkel-/Urenkelwunsch nicht erfüllen.

Die näheren Analysen dazu, warum es gerade im engen familiären Umfeld so abgelehnt wird, haben wir hier im Forum ja schon mehrfach durchgeführt.

Zur 'Jeansrock-Phase'. Ja, Deine Beobachtung, sagen wir rund um das Folkfestival Rudolstadt, mag ja eine andere sein. Ich sprach über die meisten von uns hier im Forum und bezog mich letztlich auf die, die auch immer mal im Alltag das Rocktragen unter Leuten praktizieren. Gut, es gibt auch noch eine Lederrock-Fraktion, könnte man sagen, aber die meisten von uns lassen sich der Jeansrock-artigen-Fraktion zurechnen oder haben diese Phase mal durchlaufen. Gewandung aus nicht alltäglichen Anlässen mögen da noch einmal andere Befindlichkeiten wachrufen, zumal Jeans nicht als sehr typisch mittelalterlich gilt.

Danke, Wölfchen, für Deine Worte.
Ich bin froh, wenn sich nach einer Vorstellung derjenige überhaupt noch einmal zu Wort meldet. Und längere Texte können auch sehr viel mehr transportieren als angeblich aufs Wesentliche reduzierte drei Sätze.

Ich kann übrigens auch sehr nachfühlen, wie Du eingangs schriebst, dass es auch Überwindung gekostet hat, sich hier im Forum zu melden (eventuell auch anzumelden). Die Furcht, jemand, den es eigentlich nichts angeht, könne das mitkriegen und irgendwie dumm gegen Dich verwenden, ist sicherlich da. So sehr viel mehr wirst Du es vermutlich genießen, wenn Du am offenen Fenster im Rock stehst und Du diese Freiheit am Körper genießen kannst und keiner bekommt was davon mit.

Ging mir auch so. Damals, vor sauvielen Jahren.
Aber irgendwann juckte es mich, zu riskieren, dass irgendjemand eventuell doch zufällig, eher unwahrscheinlich, aber dann eben doch zufällig was davon mitbekommt. So könnte man auf einen kleinen Tritt sich stellen und etwas erhöht am Fenster stehen, so dass ein zufälliger Blick eines Menschen von draussen bei größerer Konzentration vielleicht erahnen könnte, dass unter Deinem Hemd doch etwas anderes als eine Hose sein könnte. Dieses Kribbeln kenne ich, ich habe damals in meinen Jugendjahren bisweilen den leichten Rock auf dem Balkon im Aufwind aufwirbeln lassen, so dass man ihn erahnen hätte können. Oder ich bin mal schnell durch den Vorgarten gelaufen mit dem Risiko, ein Radfahrer oder Autofahrer könnte zufällig einen Blick erhaschen und erkennen, dass da ein Junge im Rock ist (oder gar mich erkennen).

Bei mir war dieses Kribbeln genau eine der wesentlichen Vorstufen, die mich davon nicht abbringen ließen, irgendwann im Rock auch mal in die Öffentlichkeit zu gehen. Und ja, dann behutsam auch nach und nach sogar in meinen normalen Alltag zu integrieren. Ich wollte es, ich habe mir (und anderen) bewiesen, dass es grundsätzlich geht und ich bereue nichts davon - im Gegenteil, das verschaffte mir Lebensfreude, und das hält bis heute an.

Nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht aus diesem Hosendiktat ausgebrochen wäre.
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Ja, unglaublich, aber wahr, auf diesem Foto vom Beitrag vorher sind ganz viele Köpfe drauf.

Zum Beispiel Hühnerkopf, Schmaler Kopf, Hahnenkopf, Eschkopf, Hirzkopf, Hoher Kopf - nur um einige zu nennen.

Von da überblickt man 90 Prozent des Saarlandes, sagt man. Und der Blick reicht noch darüber hinaus.

So ist im Bild rechts von meinem Kopf zwischen Windrad zwei und der dann folgenden Windräder-Agglomeration auf der Horizontline schwach der Petit Wintersberg zu erkennen und der Garnfirst. Hinter diesen Höhen fällt das Gelände ab in die Rheinebene und geht in Blickrichtung haargenau geradewegs auf Hag(u)enau zu (Elsaß). Lässt man den Blick ein paar Pixel weiter nach rechts wandern, dann erblickt man in der allerschwächsten, hintersten Horizontlinie den Umriß vom Gendersberg. Ja, so heißt er. Eine Erhebung im Grenzgebiet zwischen Elsaß und Lothringen. Alle die soeben erwähnten so um die 70 km von uns entfernt.

Mein Schwellkopf hingegen verdeckt die Blickachse in Richtung Hornisgrinde, Badener Höhe und andere Berge vom Nordschwarzwald (Entfernung 130 km, Hrngrde.). Soweit reichten die Sichtbedingungen allerdings nicht, dazu braucht es kristallklare Luft. In diese Richtung reichte der Blick so um die 70 km. Und die Berge zwischen den Köpfen von Chris und mir, die hinten den hintersten Horizont bilden, liegen im Pfälzerwald zwischen Pirmasens und Dahner Felsenland.

Links von Chris´ Kopf erstrecken sich die Berge im Bereich Hofstätten, Wilgartswiesen, Annweiler, so auf halbem Weg zwischen Pirmasens und Neustadt an der Weinstraße, alles auch so zwischen 60 und 80 km entfernt.

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Im Süden dann erhebt sich im bodennahen Dunst, hier schwach erkennbar, das Massiv der Nordvogesen, mit solch Höhen wie dem Donon (grob zwischen Straßburg und Nancy), Urstein oder Tête de Mort - schon wieder ein Kopf. Alles so knapp über 100 km entfernt.

Die Wolkenberge links vom Guckrohr hingen da die ganze Zeit. Sie lassen sich eigentlich nur zuordnen einem Regengebiet am deutschen Hochrhein am südlichen Ende des Schwarzwaldes, also deutlich südlich von Freiburg. Da hat es zwischen Basel und Waldshut kräftig geschauert.  (Leider finde ich keine archivierten Daten von erfassten Wolkenhöhen. Wenn ich mir aber die Prognose für heute zur gleichen Tageszeit anschaue, so werden über dem südlichen Oberrheingraben, Aargau und Schweizer Mittelland Wolkenhöhen von um die 10 km erwartet.)

Im Vordergrund das Kraftwerk Weiher 3 in Quierschied, nördlich von Saarbrücken, mit links davon dem typischen Tafelberg einer von Menschenhand erzeugten Erhebung, dem Haldeberg Göttelborner Bergehalde, 16 km entfernt.

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Ja, auf 600 Meter Höhe hat es mein Kleid mächtig zerwirbelt. Ich muss sagen, das war hochgradig angenehm.

Und für ein Selfie reichte unsere Zeit auch noch:

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Es ist immer wieder schön, Gleichgesinnte zu treffen!

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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Neu Hier
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 12:39 »
Danke, lieber Wölfchen (oder "liebes Wölfchen"?), dass Du so offen über Deine inneren Hemmungen schreibst, die gekauftem Sachen anzuziehen. Da sieht man mal wieder, was uns Jungs von klein auf für Barrieren in die Köpfe gepflanzt wurden!

Wolfgang: Du schreibst was vom Jeansrock als Anfängerrock. Interessanterweise sehe ich kaum einen Mann im Jeansrock. Da bin ich, der ich bei nicht zu warmem Wetter, gerne Jeansröcke trage, bin da meistens der einzige und all den Rockträgern, die mir so vor die Augen kommen, auch in Rudolstadt. Komisch, gell?

Und übrigens auch danke, Wolfgang, für die Geschichte mit Deiner Oma. Solche Eltern und Großeltern gibt es sicher immer noch viele, die ihren Söhnen und männlichen Enkeln das Rocktragen verbieten wollen. Aber ich habe den Eindruck, es werden immer mehr Eltern, die da keine Probleme mit haben. Bei Großeltern weiß ich es nicht so. Die Großeltern von Cephalus' Söhnen sind jedenfalls vom Schlage Deiner Oma.

LG, Micha

 
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Neu Hier
« Letzter Beitrag von Wölfchen am Heute um 12:25 »
Hallo zusammen und einen schönen guten Morgen! Vielen Dank für die herzliche Aufnahme in eurer Runde.

Ich weiß, Albis, 32 Yards sind eine gewaltige Menge Satin. Aber ich sollte erwähnen, dass es sich um einen vierstufigen, fast bodenlangen Full Circle Tanzrock handelt, den ich mir bestellt habe. Genau das hat mich fasziniert: die Frage, wie es sich wohl anfühlt, so viel Stoff zu tragen. Und diese Frage möchte ich hier gerne für dich und alle anderen beantworten.
Für mich ist es ein wundervolles Gefühl, wenn ich gehe und der Stoff meine Beine umspielt, ein kribbeliges Gefühl, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.

Ob ich mich jemals damit in der Öffentlichkeit zeigen werde und kann, weiß ich beim besten Willen noch nicht. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viel Mut aufbringen kann. Zur Zeit schäme ich mich noch und habe Angst, dass mich andere Menschen in diesem Outfit sehen könnten.

Momentan trage ich diesen Satinrock nur zu Hause (wenn es nicht gerade zu warm ist). Ansonsten greife ich zu meinem zuerst gekauften, langen und extrem weiten Viskoserock, kombiniert mit einer weiten Bluse. Diese Bluse ist aus der Ferne auf den ersten Blick fast nicht von einem Männerhemd zu unterscheiden, das gibt mir Sicherheit, wenn ich mal am Fenster stehe. Ich muss ehrlich zugeben, dass es genau dieser Viskoserock war, der mich überhaupt erst auf die Idee mit dem Tanzrock gebracht hat.

Ja, Skirtedman, wenn mehr Männer diese angenehme Luftigkeit, die Beinfreiheit und diese tollen Stoffe selbst kennenlernen würden, würden sie die langen Hosen ganz schnell im Schrank lassen und mehr Kilts oder Röcke tragen. Und ja, ich ärgere mich, dass ich nicht schon viel früher auf die Idee gekommen bin, mal einen Rock anzuziehen! Bei mir war es ein Artikel im Internet, der mich ins Grübeln brachte und mich dazu veranlasste, einfach mal einen zu kaufen und es auszuprobieren.

Ich sage es aber ganz klar: Es hat mich am Anfang viel Überwindung gekostet, diesen ersten Rock auch wirklich anzuziehen und mich damit in meiner Wohnung zu bewegen. Ich merkte dann allerdings ganz schnell, wie gut ich mich darin fühlte. Die Luftigkeit und das angenehme Gefühl waren eine wunderschöne Erfahrung. Es löst ein Kribbeln und Schmetterlinge im Bauch aus, wie ein „geistiges Duschen“, bei dem alle negativen Gedanken sofort wie weggeblasen sind.

Auch bei dem Satin-Tanzrock und der Bluse, die ich gleich mitbestellt hatte, brauchte ich eine gewisse Zeit, bis ich sie anprobiert habe. Ich bin da ganz ehrlich: Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich eigentlich noch ganz gesund im Kopf bin, Geld für so etwas auszugeben. Aber wenn die Sachen dann erst mal da sind, probiert man sie natürlich aus. Und ich war restlos begeistert von diesem Tragegefühl, das keine Hose der Welt bieten kann!

Auch wenn wir immer mehr werden, die diese Erfahrung teilen, gibt es leider noch zu viele Menschen mit Vorurteilen, die meinen, ein Rock sei nur für Frauen da. Solche Vorurteile hatte ich in meinem Leben Gott sei Dank nie. Ich habe nie jemanden schief angesehen oder dumme Kommentare abgegeben, wenn ich mal einen Mann im Rock gesehen habe. Ich bin der Meinung: Männer, die dumme Sprüche klopfen, sollten es erst mal selber ausprobieren.
Vielleicht würden sie dann dieselbe schöne Erfahrung machen wie ich und endlich mal nachdenken.

Sorry, dass es etwas länger geworden ist!

Viele Grüße an alle,
Wölfchen

 
 


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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:34 »
Hallo,

ich habe das vielleicht hier auch schon mal geschrieben.
Wenn jemand etwas ablehnen will oder muss, dann ist ihm das zuzugestehen.
Was aber nicht geht, ist, wenn der/die abgelehnte Mensch herabwürdigend behandelt wird dabei, oder sogar menschenfeindlich.
Gott liebt ALLE Menschen, egal welcher Ausrichtung! Und das sollten wir uns Menschen nicht drüber wegsetzen. Das kommt am Ende nicht gut.

Sonntäglichen Gruß,
ChrisBB

 :)
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:34 »
Gude zusammen,

Konstantin hat mir eben diesen Video-Link geschickt: https://www.youtube.com/watch?v=VjHgJuGKoeI

Leider gibt es auch im ansonsten so offenen Rheinland Fanatiker und Idioten, die anständige Menschen bedrohen, wenn diese einen Lebensweg gehen, den sie nicht verstehen wollen.

LG, Micha

Was für ein tendentiös-schlechter Bericht - "das Problem ist immer rechts" !
Das ist zu billig und zu undifferenziert!
Aber es passt ins Bild. Ich sage nur "Queer for Palestine".

Queerfeindlichkeit hat viele Täter (und Ursachen) - nicht nur aus dem politisch-rechten Milieu.
Beispiel: Queerfeindlichkeit im Islamismus.
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/queerfeindlichkeit-im-islamismus.html

Darüber möchte aber niemand öffentlich reden - könnte ja als "islamfeindlich" gecancelt werden. Oh man!

Lieber BlueBayou,

klar gibt es noch mehr queerfeindliche Menschen und Milieus. Islamismus allerdings ist grundsätzlich das gleiche wie Nationalismus (also das politisch rechte Milieu), nur wird da nicht eine Nation, sondern eine Religion zur großen Wir-Gruppe, die man über alle anderen stellt. In der Türkei hat man sogar beides eng miteinander verzahnt.

Wenn man Islamismus kritisiert ist man nicht islamfeindlich, sonst wären viele Muslime islamfeindlich, die eine andere Art von Islam praktizieren, sei er traditionell, sei er liberal.
So ist man auch nicht deutschfeindlich wenn man deutschen Nationalismus kritisieret. Vielmehr geht es darum, Deutschland vor dem Nationalismus zu verteidigen, der ein enges Deutschlandbild zum Maß aller Dinge macht, so wie Islamisten ein enges Islambild zum Maß aller Dinge machen. (Entsprechendes gilt für andere Nationalismen und Religionismen.)

Aber Du hast insofern Recht, als es auch politisch linke Queerfeindlichkeit gibt. Manche Islamisten rechnen sich auch eher zu den Linken, insofern sie eher international ausgerichtet sind. Aber eben nicht interreligiös. Darauf kommt es beim Religionismus eben an, dass er strickte Grenzen zwischen den Religionen zieht, so wie der Nationalismus zwischen den Nationen.

Aber auch Internationalismus und Interreligionismus können übertrieben werden und fanatisch praktiziert werden.

Derzeit geht aber eben die schärfste ideologische Propaganda gegen Queerness von nationalistischen und religionistischen Gruppen aus. So wie sie zwischen den Nationen bzw. Religionen starre Grenzen lieben, so auch zwischen den Geschlechtern. Schön ordentlich in Kästchen gepresste Menschengruppen meinen sie eher beherrschen zu können. Menschen mit uneindeutiger nationaler, religiöser oder geschlechtlicher Identität sind ihnen nicht geheuer. Die sind für sie noch schlimmer also die, die eindeutig einer anderen Nation, Religion oder einem anderen (bzw. DEM anderen) Geschlecht angehören. Im Fluss befindliche, bewegliche Identitäten sind ihnen ein Gräuel.

LG, Micha
 
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