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« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:23 »
Wir Rockträger wünschen uns aber doch auch, dass man uns wahrnimmt. Aber klar, die, die was gegen uns haben, werden uns vielleicht umso mehr hassen, je mehr mediale Präsenz wir haben. Der Hass auf Juden wurde durch deren Gleichberechtigung in der Gesellschaft auch bei einigen Menschen gesteigert.
Man könnte natürlich jetzt Lao Tse (Laozi) zum Vorbild nehmen, zu Hause bleiben und ein zurückgezogenes Leben führen. Wenn das jeder machen würde, gäbe es keine Konflikte.
Aber wollen wir das? Oder wollen wir nicht auch gesehen und respektiert werden?
In Bezug auf LGBTQ+ hat die mediale Aufmerksamkeit zwar auch die aus den Löchern gerufen, die solche Menschen hassen, aber in der großen weiten Gesellschaft den Respekt und die Akzeptanz doch erhöht. Dass die meisten hier locker damit umgehen, ist doch auch eine Folge davon, dass wir über queere Mitmenschen informiert sind. Da machen die Schlagzeilen über die schwarzen Schafe auch nicht mehr viel kaputt. Oder sagen wir es so, sie würden nichts kaputt machen, würden nicht Populisten den Hass schüren und zusammen mit anderen unbekannten und/oder unangenehmen Tatsachen unserer Zeit viele Menschen einfangen und ihnen weis machen, sie hätten die Lösung für diese Probleme.
Fazit: Mediale Aufmerksamkeit hat mehrere Wirkungen, angenehme und unangenehme. Man muss im Einzelfall schauen, was überwiegt.
LG, Micha