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Rund um den Rock / Antw:Vorsorge beim Arzt im Rock , Strumpfhose und Höschen
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 10:33 »... und zu deren Wohl um ihre Bekehrung beten.Gruß, Micha
Das nennt man wohl Bekehrung. Meist mit Gewalt einhergehend.
Das ist Verabscheuungswürdig und ekelhaft.
Wenn es mit Gewalt einhergeht, egal ob physisch, psychisch, direkt oder strukturell, ja, auf jeden Fall.
Das meinte ich aber nicht. Ich meinte es so: Man ist mit jemandem "befreundet", respektiert seine Identität und seinen Glauben aber nicht, sondern bezeichnet sie als "menschenfeindlich" und hoffet, dass dieser "Freund" sind ändert und zum "wahren Glauben" - egal ob in Bezug auf den "wahren Gott" oder auf sein "wahres Geschlecht" - findet. Das muss dann nicht mit Gewalt einhergehen, sondern einfach mit dem Wunsch, dass es so kommen möge. Aber man kann auch psychische Gewalt ausüben, indem man sagt: "Ich bete für Dich", wenn damit nur gemeint ist: "damit Du zum richtigen Glauben findest". Das ist mir schon passiert. Ich habe mich dann bedankt und gesagt: "und ich für Dich". Insofern habe ich mich der psychischen Gewalt nicht ausgesetzt, aber irgendwie selbst angewendet. So ganz zufrieden bin ich damit auch nicht. Nun bezeichnete ich diesen Menschen, der mich zu seinem Glauben bekehren wollte, auch nicht als meinen Freund. Ein echter Freund respektiert den Glauben und die Identität eines Freundes. Es geht dabei ja nicht um ein Verbrechen, das jemand begeht. Sollte ein Freund ein Verbrechen begehen oder sonst ein ethisch zu kritisierendes Vergehen, soll man ihn natürlich schon darauf aufmerksam machen. Und je nachdem, kann so ein Vergehen auch die Freundschaft beschädigen. Aber ein anderer Glaube oder eine andere Genderidentität, die ich für mich als unvorstellbar ansehe, die aber mein Freund für sich so sieht, ist ja kein ethisches Vergehen.
LG, Micha

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