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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 09:53 »
Gude zusammen!

In dem Thread zur Öffentlichkeitsarbeit sind wir auch wieder mal auf die Frage des Zusammenhangs zwischen männlichem Rocktragen und dem geschlechtlichen Selbstverständnis gekommen:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=10316.msg208207#msg208207

Dort heißt es, dass wir einerseits von der gewachsenen Toleranz (oder auch Respekt und Akzeptanz) von LGBTQ+ in der Mehrheitsgesellschaft profitieren, andererseits aber viele Männer dieser Toleranz doch nicht so trauen und Angst haben, im Rock in die falsche Genderschublade einsortiert zu werden. Dass man nämlich männlich, cisgender und heterosexuell sein kann und zugleich gerne Röcke und Kleider trägt, ist vielen Menschen unbekannt. Und deshalb kommen sie nicht auf den Gedanken, unser Rocktragen als Beitrag für die Gleichberechtigung aller Menschen und die Emanzipation der Männer vom Hosenzwang anzusehen und zu würdigen.

Und so werden wir eben von der Mehrheitsgesellschaft genau so toleriert, respektiert und/oder akzeptiert wie Menschen des LGBTQ+-Spektrums oder sogar als Mitglieder dieser Gruppen, aber nicht als Vorreiter der Gleichberechtigung und Emanzipation von Männern, unabhängig von LGBTQ+ angesehen.

Es könnte schlimmer sein, nämlich wenn LGBTQ+-Menschen nicht toleriert würden und wir mit ihnen zusammen auch nicht.
Es könnte besser sein, nämlich wenn unser Gleichberechtigungs- und Emanzipationsansatz von der Mehrheitsgesellschaft als solcher erkannt und gewürdigt würde, zusätzlich zu der oben genannten neutralen bis positiven Haltung LGBTQ+-Menschen gegenüber.

LG, Micha
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Ja, so ist es wohl. Und wenn dann noch die Angst dazu kommt, doch noch für nicht eindeutig cisgender und heterosexuell gehalten zu werden, weil man der Toleranz der Mehrheitsgesellschaft doch nicht so recht traut, ist die Hürde, selbst einen Rock anzuziehen, riesig groß.

Es ist schon zum Mäusemelken!

Aber auch, wenn Mann es sich für sich selbst schlecht vorstellen können sollte, kann er doch einsehen, dass es grundsätzlich Gleichberechtigung bedeutet, wenn Männer genau so gut die freie Wahl zwischen Rock und Hose haben wie Frauen. Das müsste doch in alle Birnen passen!

LG, Micha
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Ich stimme Micha zu: Wir profitieren in der Akzeptanz als Röcke und Kleider tragende Männer davon, dass LGBTQ+ Themen heute in der Öffentlichkeit sichtbarer und akzeptierter sind als früher.
Das kann auch zu Missverständnissen unserer Motivation führen, aber das war früher (als Röcke tragende Männer weithin als schwul vermutet wurden) auch nicht besser.
Und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass die allermeisten Menschen, die mir begegnen, genau merken, dass ich mich auch im Kleid als Mann verstehe und mich nicht als Frau präsentieren will. Für manche ist das dann verwirrend, weil sie meine Motivation so nicht einordnen können, aber als Trans-Frau gehalten werde ich höchstens ganz selten.

Man kann den Kampf der Frauen aus den vergangenen Jahrzehnten für ihre Freiheit, Hosen zu tragen, auch nur bedingt vergleichen mit der Akzeptanz für Männerröcke/-kleider, die wir versuchen zu erreichen. Einerseits hatten Frauen damals größere Hürden, um überhaupt mit Hose akzeptiert zu werden, während wir vielleicht ab und zu schief angeschaut werden, aber an den meisten Orten damit ganz gut durchkommen (Ausnahmen wie manche berufliche Kontexte etc. gibt es natürlich). Andererseits galten Hosen damals für alle als erstrebenswert weil praktisch und alltagstauglich. Heute sieht man zwar auch wieder mehr Frauen, die sich für schöne Anlässe Kleid oder Rock anziehen. Aber auch unter den meisten Frauen gelten im Alltag Hosen immer noch als praktischer als Rock oder Kleid (was auch daran liegen mag, dass viele Kleider für gute Anlässe tatsächlich im Alltag unpraktischer sind, da sie keine Taschen haben, nicht atmungsaktiv sind, zu wenig Bewegungsfreiheit bieten etc.). Dass Kleider und Röcke für die meisten Gelegenheiten (im Alltag wie zu festlichen Anlässen) viele praktische Vorteile haben, wenn man ein bisschen auf die Ausfertigungsdetails achtet (Stoffe, Schnitte, Taschen, ...), hat sich auch unter modernen Frauen bislang erstaunlich wenig herumgesprochen. Kein Wunder also, dass Männer oft gar nicht auf den Gedanken kommen, dass das Tragen von Röcken oder Kleidern in irgendeiner Weise erstrebenswert sein könnte. Dazu muss man diese Erfahrung wohl wirklich mal selbst gemacht haben (und dabei noch ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Kleidungsstücke bewiesen haben).

Am ehesten könnte man andere Männer vielleicht noch von den Vorteilen des Kleider-Tragens überzeugen, wenn im Frühjahr oder Sommer mal wieder die Temperaturen anziehen und plötzlich viel mehr Frauen als sonst in leichten Sommerkleidern herumlaufen. Wenn wir das als Männer dann auch tun, könnte schon der eine oder andere Mann neidisch werden und sich überlegen, das auch mal zu probieren. (Jedenfalls war das eine meiner Hauptmotivationen, mal ein Kleid auszuprobieren.)

Langer Rede kurzer Sinn: Im Gegensatz zur Frauenbewegung für Hosen gibt es unter heutigen Männern schlicht kaum Interesse am Tragen von Röcken oder Kleidern. Diejenigen, die mit diesem Gedanken spielen (ganz zu schweigen von denjenigen, die das schon in die Tat umgesetzt haben), sind eine winzige Minderheit. Es gibt uns, und wenn wir uns online vernetzen, gibt es schon etliche von uns. Aber im jeweiligen lokalen Kontext sind wir absolut in der Minderheit. Selbst im Vergleich zu als bei der Geburt männlich bestimmten Personen, die sich heute als weiblich oder nicht-binär verstehen und deshalb feminine Kleidung tragen.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von Bernd am Gestern um 22:29 »
Herzlich Willkommen!
Ja, mal sehen, ob es die Gelegenheit zur Begegnung bei Stammtisch o.ä. gibt. (Ich war da auch noch nie mit dabei.)
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von Bernd am Gestern um 22:27 »
Herzlich Willkommen! Auf guten Austausch!
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Obwohl es für viele Männer immer noch schwer ist Röcke zu leben und Menschen wie wir selten zu sehen sind, so wird das Thema von viel überragenderen Themen, wie dem ganzen LGBTQ+ Kram überstrahlt.

Wahrscheinlich wird unser Bedürfnis als Transsexuallität also dem + gehalten.
Und das interressiert keine Mehrheitsgesellschaft.

Transgender vielleicht, aber nicht unbedingt Transsexualität. Aber ja, wir profitieren von dem wachsenden Respekt der Mehrheitsgesellschaft vor der geschlechtlichen Selbstbestimmung. Das das nicht unbedingt unseren Selbstkonzepten entspricht, verstehen viele Leute nicht. Indes erklärt dieses Zusammenwerfen unterschiedlicher Motivationen vielleicht auch, warum die Männer, die uns respektieren die Möglichkeit des Rocktragens nicht unbedingt auch für sich selbst akzeptieren, weil sie meinen, wer einen Rock trage, sei wahrscheinlich mit seiner männlichen Rolle unzufrieden, was sie für sich selbst nicht so sehen.

LG, Micha
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:13 »
Herzlich willkommen, Steppi!

LG, Micha
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Aktuelles / Antw:ESC WarmUp am 12.5.2026
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:10 »
Über rocktragende Männer im Umfeld des ESC hatten wir hier auch schon mal geschrieben: https://www.rockmode.de/index.php?topic=4304.msg208160#msg208160
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:07 »
Es ist so einfach oder so schwer, wie man es sich macht, lieber Cephalus.

LG, Micha
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Männliches Bordpersonal ist mir außer dem Kapitän noch nicht begegnet, scheint selten zu sein.

Das ist durchaus nicht selten.
Bei den letzten Flügen an die ich mich erinnere waren ohne weiteres 30% der Flugbegleiter männlich.
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