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Rund um den Rock / Antw:"Rock im Spiegel" für alle
« Letzter Beitrag von Ludwig Wilhem am Gestern um 21:02 »
Mal wieder gespiegelt - LG Ludwig
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Erfahrungsberichte / Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 19:06 »
Ich denke, da ist was dran lieber Wolfgang, wenngleich Petra auch schon mal wahrnimmt, dass mir jemand nachguckt, was ich nicht wahrgenommen habe.

Zudem muss man aber auch bedenken, dass Auffallen per se ja nichts Negatives ist. Negativ auffallen ist negativ, aber positiv auffallen ist doch positiv, oder nicht? Und für das positive Auffallen braucht man doch kein dickes Fell, oder?
Man kann auch neutral auffallen, also schon auffallen, weil man anders ist als die Masse, aber dann als neutral bewertet werden. Um das auszuhalten braucht man auch kein dickes Fell.

Kontraproduktiv ist es m:E., wenn ich anderen unterstelle, mich negativ zu beurteilen wenn sie mich im Rock sehen. Aber warum sollte das tun? Vielleicht weil ich ihnen keinen weiten Horizont zubillige? Aber wenn ich sie für so engstirnig halte, mich negativ zu bewerten, bewerte ich sie dann nicht meinerseits auch negativ? Und ist es nicht so, dass ich negativ auf Menschen wirke, wenn ich sie a priori negativ bewerte? Und strahlt dann dieses Negativ-auf-andere-Wirken nicht auch wiederum negativ auf meine Erscheinung und Wirkung auf andere zurück? Und wenn das so ist: Will ich das? Nee, will ich nicht. Also mute ich den Menschen lieber zu, fähig zu sein, den Anblick eines rocktragenden Mannes sinnvoll in ihre Weltbilder zu integrieren. Dann spreche ich ihnen Kompetenzen zu. Das wiederum wirkt positiv auf sie. Und das strahlt dann auf mich zurück und auf ihre Meinungen über mich. 

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Gestern um 18:57 »
Hallo Wolfgang, vielen Lieben Dank für deine sehr ausführliche Schilderung, wie dir dein großer Freundeskreis begegnet und dich im Rock wahrnimmt.
Ich denke es wäre für viele Männer sehr viel leichter einen Rock zu tragen, wenn sie wie zum Beispiel bei Cephalus von ihrer Frau unterstützt und ermutigt werden würden.
Ich bin mir sicher, dass die meisten Frauen, die dich für deinen Mut und deine Röcke feiern, es aber beim eigenen Partner nicht so toll finden würden. Wie du schon schreibst, würde man nicht selten hören, „dir steht das ja super, aber für meinen Robert wäre das nichts“.
Und schon ist der liebe Ehemann wieder ausgebremst.

LG Peter
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 18:44 »
Hallo!

Nur beiläufig: Windkraft wird massiv mit Steuergeld Subventioniert. Das ist inzwischen für viele daran beteiligte ein Art Goldesel geworden. Ohne diese Subventionen würden sie sich nicht lohnen, weil die sogenannten "erneuerbaren Energien" zeitweise einen derart hohen Minus Preis haben, in der Zeit wo zuviel von diesem Strom produziert wird, dieser aber nicht gebraucht wird. Ihr, also Deutschland muss diesen zu vielen Strom aber irgendwie wegbekommen, sonst hat Mitteleuropa ein großes Problem, deswegen müsst ihr für diesen Strom hoch bezahlen, damit euch das Ausland diesen Strom abnimmt.
Wir, also Österreich z.b. kann damit nicht nur gratis, sondern bekommen noch Geld dafür, das Wasser in Stauseen wieder in höhere gelegene Stauseen pumpen.

Und ausserdem ist Windkraft die schädlichste aller Kraftwerke, da sie Mensch,Tier und Natur im laufenden Betrieb bereits schädigt, nicht erst bei einer Katastrophe.

Lg Harry

Falle doch nicht auf jede Propaganda herein, lieber Harry.

Windkraft ist erstens kein Kraftwerk, sondern etwas, das wir jeden Tag spüren, es sei denn, es herrscht gerade Windstille.
Windkraftwerke wiederum nutzen diese zunächst einmal kostenlose Energiequelle. Dazu muss man keine Kohle abbauen, kein Öl fördert, kein Gas hochpumpen und nicht von all dem verbrennen und kein CO2 feizusetzen.  Wind wird noch wehen, wenn es sich längst nicht mehr lohnt, die letzte Kubikmeter fossiler Brennstoffe zu fördern. Auch Uran braucht man nicht und man produziert keine Radioaktivität.

Nachteile haben diese Kraftwerke auch: Sie brauchen seltene Erden und töten ab und zu auch Vögel. Offshore-Windkraftanlagen irritieren auch Seevögel. Nur wenn Du die Schädlichkeit der oben genannten Energiequellen mit denen der Windkraftanalagen miteinander vergleichst, kannst Du nicht ernsthaft behaupten, Windkraftanalgen seien die schädlichsten.

Was Menschen angeht, die sich eine goldene Nase damit verdienen, so gilt das für die anderen Energiequellen und ihre Vermarktung erst recht.

Aber es wird von einigen Leuten so viel Propaganda gegen die Energiewende gemacht, weil es ihnen politisch einfach nicht passt, dass wir Menschen Rücksicht auf die Natur nehmen müssen, um selbst überleben zu können. Sie wollen nichts an Bequemlichkeit aufgeben und einige an Profit. Und so mancher glaubt diesem Blödsinn, weil es so schön einfach und vordergründig erklärt wird. Trump ist z.B. so ein Propagandist, dem die Menschen nachlaufen wie die Lemminge.

LG, Micha 
 
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von DesigualHarry am Gestern um 18:14 »
Hallo!

Nur beiläufig: Windkraft wird massiv mit Steuergeld Subventioniert. Das ist inzwischen für viele daran beteiligte ein Art Goldesel geworden. Ohne diese Subventionen würden sie sich nicht lohnen, weil die sogenannten "erneuerbaren Energien" zeitweise einen derart hohen Minus Preis haben, in der Zeit wo zuviel von diesem Strom produziert wird, dieser aber nicht gebraucht wird. Ihr, also Deutschland muss diesen zu vielen Strom aber irgendwie wegbekommen, sonst hat Mitteleuropa ein großes Problem, deswegen müsst ihr für diesen Strom hoch bezahlen, damit euch das Ausland diesen Strom abnimmt.
Wir, also Österreich z.b. kann damit nicht nur gratis, sondern bekommen noch Geld dafür, das Wasser in Stauseen wieder in höhere gelegene Stauseen pumpen.

Und ausserdem ist Windkraft die schädlichste aller Kraftwerke, da sie Mensch,Tier und Natur im laufenden Betrieb bereits schädigt, nicht erst bei einer Katastrophe.

Lg Harry
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Erfahrungsberichte / Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 15:59 »
Ich möchte noch etwas hierzu schreiben, zum
Spannungsfeld zwischen 'Inspiration' und 'Auffallen'

So ein großer Bekanntenkreis ist schon so irgendwie etwas wie zwischen Lust und Last. Ich kann sie mir schlicht nicht alle merken, die guten und vor allem die eher 'schlechteren' Bekannten. Es gibt einige, die können mir das Nachsehen. Sollte man eigentlich auch, aber dennoch ist es mir von Fall zu Fall immer wieder peinlich.
Verständnis demgegenüber haben aber viele nähere Bekannte für mich, weil sie eben meinen, ich bliebe den anderen Leuten besser in Erinnerung (und ich bin einer) als sie mir (und sie sind für mich viele), wegen meines auffälligen Erscheinungsbildes.

Ja, trotz der Normalität meines Rocktragens steche ich mit meiner Präsenz in der Menge aber dennoch hervor.

Mag ich noch so meine männlichen Bekannten gerne inspirieren wollen, so erleben diese aber dennoch, dass solch ein abweichendes Verhalten zu mehr Aufmerksamkeit führt.

Wenn ich hier berichte, dass es kaum jemanden interessiert, ob ich da in einer erwartungsgemäßen Hose durch die Stadt laufe oder im Rock, ist das die eine Wahrheit. Dennoch bleiben sicherlich manche Blicke von Leuten etwas länger, etwas aufmerksamer an mir kleben.

Man bräuchte ein dickes Fell, das zu ertragen, schrieb hier Forumskollege Dressfan. Ja, wahrscheinlich. Aber trägt man den Rock als genauso selbstverständliches Kleidungsstück wie eine Hose, dann fällt man auch tatsächlich weniger auf. Also: sooo ein dickes Fell braucht man dann doch auch wiederum nicht. Man sollte sich halt abgewöhnen, sich ängstlich durch die Straßen zu bewegen. Und abgewöhnen, alle Augen wären jetzt auf einem gerichtet. Und das Genick anzuspannen, weil gleich irgendein despektierlicher Zuruf oder ein solches Gelächter einen erreicht. Und auch aufhören darauf zu achten, ob und wie die Leute auf einen regieren.

Nunja, letzteres kann man durchaus machen, wenn man geübt darin ist, eine vorhandene Beachtung - egal welcher Natur - mit einem Lächeln oder einem anderen Ausdruck von Sympathie zu begegnen. Oder gezielt auf die Aufmerksamkeit von nett anzuschauenden Frauen zu achten, um ein herzenserwärmendes Lächeln oder vielleicht ein paar nette Worte zu ernten. Mit der Bereitschaft, Sympathie zu spiegeln, kann man durch die Straßen ziehen und versuchen, die Aufmerksamkeit der anderen abzufangen oder bewusst herbeizuführen. Ohne diese Bereitschaft: lieber nicht auf mögliche Reaktionen der Leute achten.

Hier mal ein Beispiel (ohne was mit Rock): S-Bahn-Steig Berufsverkehr. Viele Leute stehen rum, warten. Du auch. Jetzt fängst Du an - unauffällig gekleidet, in erwartungsgemäßen Hosen - einfach so, die Leute um Dich herum zu beobachten, ob und wie sie auf Dich reagieren. In den ersten zwei, drei Sekunden: keiner. Dann ändert das sich schnell. Denn die Leute, die Du mit Deinem Blick nach Reaktionen auf Dich prüfst, fangen an, auf Dich aufmerksam zu werden. Sie fühlen sich beobachtet. Das ist doch nicht normal, wie der guckt, denken die. Was geht in ihm vor, werden sie denken. Sie werden auf Dich aufmerksam! Zunächst hat irgendwie keiner auf Dich geachtet. Nur weil Du schaust, fangen die nun auch an, auf Dich zu schauen.

Und genau das ist der Punkt, wenn Du im Rock durch die Straßen läufst. Achtest Du auf die Reaktionen der Leute, werden sie Dich mehr beachten. Signalisierst Du, dass Dir egal ist, ob wer wie guckt, dann werden auch die Leute weniger auf Dich achten.

Und genau so ist es auch mit Deiner Begleitperson. Sei es die Frau / Partnerin, das Kind, der Freund, seien es die Bekannten. Je mehr die Begleitpersonen es interessiert, wie die Leute auf Dich im Rock reagieren, desto eher werden die Leute auf Dich und auf Deine Begleitperson(en) aufmerksam. Wenn dann Deine Begleitperson noch mit einem zerdepperten Gesicht reagiert, ruft dieses das Gerede und Gelächter der Leute hervor: Guck an, der/die fühlt sich nicht wohl neben dem da im Rock! Haha, Rock, haha... ... ...

Bisweilen frage ich meine männlichen Bekannten, wenn sie ausgedrückt haben, dass sie mich wegen meiner Kleidung beneiden, ob es denn auch etwas für sie sei. Ehrlicherweise sagen manche: "Ich traue mich nicht". Nicht so ehrlich ist dann eine Antwort wie "Nein, das ist nichts für mich" - nicht so ganz ehrlich, weil eigentlich nur die befürchteten Begleitsymptome abgelehnt werden, man aber ja sonst schon ganz gerne diese Freiheiten genießen würde. Wenn die Partnerin dabei ist, übernimmt sie oftmals dann schon die Antwort wie "Nein, das ist nichts für meinen Thomas" (eine wortwörtliche Bevormundung!). Neben all den bekannten, von uns oft besprochenen gesellschaftlichen Zwängen aus dem engen privaten Umfeld z.B. ist aber auch noch der Aspekt mit der "Aufmerksamkeit" in der Öffentlichkeit am Wirken, weshalb der ausgesprochene Neid nicht zum Inspirieren und Nachahmen führt - bin ich überzeugt.

Ziehe ich nochmals meinen erwähnten Kumpel Dietmar heran. Weil recht oft und lange gemeinsam unterwegs, thematisiert er bisweilen meine Kleidung z.B. so: "Du fällst wieder auf!"

Bekannte, die mich beneiden und die ich inspirieren könnte, werden sich sicherlich auch für die Reaktionen der anderen Leute auf mich interessieren. Und wenn sie anfangen, in meiner Nähe die Leute dahingehend auszuforschen, werden sie genau den oben genannten Effekt hervorrufen: erhöhte Aufmerksamkeit.

Das ist meiner Meinung nach mit ein nicht unwesentlicher Baustein, weshalb es schwierig ist, seinen Bekanntenkreis zu inspirieren. Die meisten wollen einfach nicht auffallen. Und dass man nicht auffallen muss, werden sie nur schwer erkennen, denn: sie beobachten ja was anderes... ... ...
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Erfahrungsberichte / Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 15:14 »

Ich werde das Rock tragen weiterhin an manchen Tagen genießen, auch wenn es für mich bestimmt nicht alltäglich werden wird, so wie für einige andere hier inzwischen .


Tja, so dachte ich vor zwei Jahren auch. ;D

Aber auch wenn es für mich eine gewisse Normalität hat, bleibt es etwas Bewußteres  den richtigen Rock auszuwählen, als einfach schnell in irgendeine Hose zu schlüpfen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 15:00 »
Ja, ich trage Röcke bzw. Kleider tagtäglich. Sie sind für mich die bedingungslose Alternative zu Hosen in meinem Alltag.

In meinen frühen 20er Jahren kämpfte ein ehemaliger Schulkamerad mit Chemotherapien gegen seinen Hodenkrebs. Das war für mich der Moment zu sagen, dass Röcke nicht nur nett und angenehm sind zu tragen, sondern dass sie fester Bestandteil in meinem Alltag werden sollen. In Hosen fühle ich mich einfach nicht wohl. Und was sich unwohl anfühlt, wird auch nicht zwingend gesund sein. In Hosen fühle ich mich eingeengt und körperlich gemaßregelt, um nicht den Ausdruck von körperlicher Folter verwenden zu müssen.

Ich brauchte von diesem festen Entschluss noch 10, 15 Jahre, bis ich diesen auch völlig umsetzen konnte, um ganz selbstverständlich Röcke statt Hosen in meinem Alltag zu tragen. Ich hab da also lange dran rumgeknabbert, bis ich soweit war, wovon ich lange zuvor nur geträumt hatte. Hosen lehne ich an meinem Körper völlig ab.

Hallo Wolfgang, mich würde mal interessieren wieviele Männer du in deinem Bekanntenkreis schon vom Rock, oder Kleid überzeugen konntest. Ist dein Rock, oder Kleid tragen immer noch ein Gesprächsthema, oder wird es nicht mehr angesprochen, weil man dich ja nicht anders kennt?

Deine Fragen lösen in mir vielschichtige Gedanken aus.
Und die Antworten darauf können auch nur sehr vielschichtig sein.

Immer mal wieder drücken Männer mir aus, dass sie mich beneiden. Darunter auch Fremde. Aber auch manchmal aus meinem Bekanntenkreis. Die Momente, zu denen das passiert, haben oft mit hochsommerlicher Witterung zu tun, aber nicht nur.

Einer sagte mir auch neulich wieder, dass er im Sommer zuhause oft Spaghettiträgerkleider von seiner Frau trägt - wohl auch im Einverständnis von seiner Frau. Ich weiß zwar nicht wie ideal das ist, da seine Frau deutlich kleiner ist als er selbst. Aber: es sei so angenehm, sagt er. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn dazu inspiriert habe. Er sagte mir das erst zwei, drei Jahre, nachdem ich ihn kennengelernt hatte.

Ein anderes Mal fällt mir ein, wo Heinz (hier aus dem Forum) bei einem Treffen mich bat, ihn zu seinem Auto auf ein Parkdeck zu begleiten. Alleine würde er sich es nicht trauen. Also lief ich die 10 Minuten mit ihm rüber zu seinem Auto, dort zog er sich um, und das erste Mal traute er sich, im Rock durch die Öffentlichkeit zu laufen. Später hatte er als Lehrer auch immer wieder Röcke bei seiner Arbeit getragen. Zugegeben, das war bei einem Rocktreffen. Und vermutlich hätte auch Ferdi oder Daniel (PTR) zum Beispiel ihn begleiten können mit sicherlich demselben Ergebnis.

Auch hier im Forum erreichen mich gelegentlich Rückmeldungen, dass ich mit daran beteiligt war, dass sich jemand mit Rock unter die Leute traute. Das - und die Rockertreffen - kann ich durchaus auch zu meinem Bekanntenkreis zählen.

So im echten alltäglichen Leben im Kreise meiner Bekannten habe ich aber nicht das Gefühl, dass ich jemanden schon einmal derart überzeugen konnte, Rock oder Kleid für sich als Mann als Option zu sehen und das auch durchzuführen. Leider. Das stimmt mich schon sehr traurig, um nicht zu sagen grimmig und weckt in mir wieder jene Gedanken im Kopf, die dann mich zu harrschen Worten verleiten, wie in meinem Beitrag vorher geschehen.

Von einem direkten Erfolg kann ich dennoch nahezu stolz berichten, da ein Kumpel extra zu einem der letzten anstehenden Mainz-Treffen mit Leuten aus diesem Forum sich einen Rock im Internet bestellt hat. Frei aus sich heraus. Es war die Zeit, wo wir in einem engeren Freundeskreis immer mal wieder Spaß dran hatten, ein besonderes Farb- oder Muster-Motto für eine Unternehmung auszuloben, und er, der Kumpel, sich da auch oft extra etwas dafür bestellte. Mein Stolz auf Kumpel Dietmar lässt in Bezug auf Rock etwas nach, denn der Rock war im Grunde nur eine Radlerhose mit einem kurzen Überrock als Sichtverblendung. Gefühlsmäßig ist das noch immer eine Hose, nur halt in Rockoptik. Ihm kam es auf die Optik an. Mir kommt es auf den echten körperlichen Vorteil an.
Zudem am Abend des damaligen Treffens radelte er nachts mit diesem Rock noch 30 km nach Hause, nicht mehr völlig nüchtern. Und die letzten 6 km musste er das Rad schieben, weil kaputt. Kaputt auch einiges an Knien, Schultern und so, weil er beim kurzen Abstieg an einer Barrikade zum Radweg mit seinem Rock an der Sattelnase hängengeblieben ist und Mann und Gerät zu Boden gingen.
Er hat vor Ort "das Ding" ausgezogen, schob den Rest in Unterhose das Rad, und hat vermutlich "das Ding" nie wieder angefasst. Vielleicht ist es auch nicht mal mehr mit umgezogen bei seinem zwischenzeitlichen Umzug. So genau wollte ich das bisher noch nicht wissen.

Ja, es ist ziemlich traurig, andere Männer durch mein eigenes Rocktragen zu inspirieren. Schön wäre es. Aber der Mann als solches steckt seit gut 2 Jahrhunderten in seiner Hose fest. Ein Symptom von wahrscheinlich vielen anderen. Es wird Zeit, dass sich da was ändert.

Mein Bekanntenkreis - worunter ich auch Verwandte und Freunde zähle - ist durchaus komplex. Ob und wie es thematisiert wird (mein Rocktragen) ist auch ziemlich komplex. Erwähnter Dietmar z.B. nennt mich in einem engeren Freundeskreis "es Röcksche", was manche inzwischen manchmal übernehmen. Okay, irgendwie hat jeder unter uns so seine zwei, drei Rufnamen, die ihm/ihr irgendwie dauerhaft anlasten. Bei mir ist es eben ein durchgängiges Kleidungsmerkmal.
Besagter Kumpel thematisiert auch immer mal wieder meine Kleidung, auf ganz unterschiedliche Art und mit ganz unterschiedlichen Absichten. Es ist also kein Thema, das einfach unerwähnt bleibt. Es drängt sich immer mal wieder auf, es nicht unerwähnt zu lassen. Auch im besagten Freundeskreis durchaus, zumal da die Mädels (Frauen) überwiegen, und da dann der Fokus oft auf anderen Aspekten liegt, z.B. auf Form, Farbe, Muster, Komfort etc.

Und mein sonstiger Bekanntenkreis ist sehr komplex. Es gibt Abende, da verbringe ich ein Drittel der Zeit, irgendwelchen Frauen um den Hals zu fallen (die Initiative geht meistens von den Frauen aus, auch gestern wieder, obwohl verschwitzt). Und oft weiß ich gar nicht, warum wir uns jetzt um den Hals fallen, oder woher ich sie kenne, wie sie heißt und so weiter. Mit Männern geht es mir oft genauso - da ist die Begrüßung zwar anders, aber auch da begrüßt man sich nicht selten mit Umarmung und gegenseitig auf den Rücken klopfen. Mein Bekanntenkreis besteht aus sehr unterschiedlichen Intensitäten. Zudem kommen da automatisch auch immer wieder neue Leute hinzu. Und so gibt es auch ganz unterschiedliche Bedarfe von Neugier oder Hemmnissen, irgendetwas zur Sprache zu bringen.

Insofern gibt es welche, die meine Kleidung überhaupt nicht (nicht mehr, vielleicht aber auch noch nie) thematisieren. Andere, die die Sprache darauf nicht scheuen. Andere, die sich endlich mal trauen, mit mir darüber zu sprechen. An einem Abend, wo ich geschätzt mindestens 70 Leuten begegne, die ich zu meinem Bekanntenkreis zählen würde, bleibt das Thema 'meine Kleidung' also nie völlig unangesprochen.

Ich bin halt gerne unterwegs. Ich bin gerne unter Leuten. Und ein bisschen hat das auch was damit zu tun, dass ich es für erstrebenswert halte, andere Männer zum Röcketragen zu inspirieren. Zum einen möchte ich nicht als der 'fehlgeleitete Exot' gelten - was ich dadurch untermauere, dass es Leute gibt, die gerne mit mir ihre Zeit verbringen. Zum anderen möchte ich auch optisch präsent sein, um eben quasi 'Beispiel abgegeben' zu können, eben als integriertes Mitglied der Gesellschaft, aber auch überhaupt durch meine Sichtbarkeit.

All das sind Folgen daraus, dass ich ganz bewusst das Röcketragen zu meiner Normalsache, zu meinem Alltag machen wollte. Daraus ergibt sich auch mein großer Bekanntenkreis. Und ja, für die einen ist es Normalität, dass sie es nicht thematisieren müssen, für andere ist es Normalität, dass sie es thematisieren können.  :)
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 08:01 »
Wir werden immer mehr! :)

Wobei wir den Mann im rosa Tütü, den ich neulich auf den Maximilians Brauwiesen in Lahnstein sah, sicher weniger dazu rechnen können, da er es sicher nur aus Spaß tat, vielleicht im Rahmen eines Junggesellenabschieds.

LG, Micha
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 01:45 »
Nun, ich konnte da wohl nicht gemeint sein. Obgleich ich nur ein paar Stunde später ebenso mit Rauscherock und Gedöns unterwegs war, vor allem an der erwähnten West-Haltestelle. Nur halt nicht mit Rauschebart, sondern eben mit Rauscherock. Bildmaterial wird in einer geeigneten Sekunde nachgereicht!
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