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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 16:53 »
Das mit den Politikern erlebte ich neulich - wie anderswo schon erzählt - indem ich meinte, der Politiker im Fernsehen, könnte doch auch mal Gelb tragen, so wie die Reporterin, die ihn gerade interviewte. Da regte sich mein Freund furchtbar auf, dann würden sie Leute ihm nicht mehr zuhören, sondern sich nur über seine Kleidung unterhalten, und er sähe dann ja auch aus wie ein Clown. Als ich fragte, warum Männer und Frauen hier so unterschiedlich beurteilt würden, meinte er, das sei jetzt doch gar nicht das Thema, sondern es gehe um die Abstimmung über einen Parteivorsitz. Und als ich meinte, dass es nur dann kein Thema wäre, wenn er, ohne dass sich Menschen dadurch abgelenkt fühlen würden, auch Gelb tragen könnte, wollte mein Freund davon gar nichts wissen und verneinte meine Logik und hielt sie für Unsinn. Dabei war ein Parteigenosse des gemeinten Politikers damals bekannt dafür, dass er immer gelbe Pullover trug. Da ließ sich doch auch niemand von ablenken. Er gilt immer noch als sehr beliebter Politiker, nicht nur unter den Wähler:innen seiner Partei.

Da schreibe ich eben auf meinen Wunschzettel, dass Politiker genau wie Politikerinnen tragen dürfen, was sie wollen, ohne dass das dann ein Aufregerthema wird.

LG, Micha 
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Mann im Rock am Gestern um 16:42 »
Ich schreibe eigentlich nur ganz selten noch, und auch dann nur, wenn mir gerade danach ist.

Also ich hätte gerne Reaktionen wie:
"Ja, genau, Männer haben das selbe Recht, Röcke zu tragen, wie Frauen, Hosen zu tragen!"
Oder:
"Ja, das ist ein Fortschritt der Gleichberechtigung, dass alle Menschen, gleich welchen Geschlechts, tragen dürfen, was sie wollen. Und dafür trittst Du ein. Klasse!"

Ich kenne solche Reaktionen, aber sie sind nicht so häufig, wie ich sie mir wünsche.

Schon mal einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann geschickt? Nee echt, im Ernst. Wer wünscht sich nicht gern mal ein Kompliment, egal weshalb, egal welches Alter, egal welches Geschlecht.  Komplimente im Alltag gibt es viel zu wenig. Warum? Wir werden angeblich zu "kritischen" Menschen erzogen. Wir werden erzogen, um zu mäkeln, zu meckern, aber nicht um uns an Wunder der Welt zu erfreuen, um uns neugierig und unbefangen auf Neues und Unbekanntes einzulassen. Das ist schon mal ein wesentliches gesellschaftliches Problem.

Ich für meinen Teil ziehe Röcke in der Öffentlichkeit an. Es geht morgens nur darum, welchen Rock ich trage. Ferner gibt es Phasen, da trage ich Damenleggins, am liebsten mit Camouflage. Das liegt einerseits daran, dass ich fast täglich Sport draußen treibe, joggen, radfahren, tretrollern oder auch nur Power Walking. Da ziehe ich nur manchmal einen Rock vor. Und auch nach getätigtem Sport greife ich dann oft zur Leggins.

Alles in allem frage ich mich, warum ganz bestimmte Geschlechtsorgane notwendig sein sollten, um einen Rock tragen zu dürfen. Eine plausible Erklärung dafür hat mir noch niemand liefern können. Diejenigen, die einen Rock am Mann verurteilen, gehören offenbar derselben Fraktion an, die an Frauen keine Hosen sehen wollten, die Frauen in die Küche und an den Herd verbannen, die behauptet haben, Frauen könnten nicht Auto fahren usw. usw. All diese Frauen, die sich über diesen ganzen Mist hinweg gesetzt haben, hätten sich sicherlich auch bestärkt gefühlt, wenn sie öfter mal Komplimente bekommen hätten. Ich bin sicher, dass nur ein kleiner Teil tatsächlich von Komplimenten beglückt wurde.

Immer wieder finde ich es absurd, dass Frauen, nachdem sie Hosen tragen durften, inzwischen eine wesentlich größere Palette an unterschiedlichen Arten von Hosen haben als Männer. Ich finde es absurd, dass Frauen ihre Haare kurz oder lang tragen dürfen, wie es ihnen gefällt. Dass aber für Männer immer noch Kurzhaarfrisuren Standard sind. Betrachtet man mal Aufnahmen von Gruppen hochrangiger Politiker, so kommen Farbkleckse immer nur von Frauen. Die Männer wirken so, als wären sie in einer Fabrik vom Fließband gelaufen, alles einheitlich, halt Null-Acht-Fuffzehn.

Alles in allem ist es schon ein Gewinn, wenn man als Mann Rock oder Kleid in der Öffentlichkeit trägt, ohne dass man irgendwelche Reaktionen von Mitmenschen wahrnimmt, weil es keine gibt. Das ist ja schon irgendwo eine tolerante Reaktion. Und mehr kann ich nicht unbedingt erwarten. Erwarte ich dennoch mehr, wie positive Reaktionen, kann dies andersherum wieder in Frust umschlagen, wenn sich explizite positive Bemerkungen nicht einstellen wollen. Oder auch in Kampfeslust, anderen mitteilen zu wollen, dass auch Männer Röcke tragen können. Ich hab aber keinen Bock mehr drauf, zu kämpfen, irgendwen zu überzeugen. Es reicht mir einfach schon, wenn ich zufrieden und im Einklang mit mir selbst sein kann.

Schöne Grüße
Matthias

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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 16:29 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von JJSW am Gestern um 15:57 »
Leider gibts anscheinend so coole Frauen nicht genug...
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 15:26 »

Zitat
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.

Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.

Am Beispiel von Cephalus ist ja erkennbar, das seine Vorliebe für andere Kleidung, Ehe und Kinderkriegen nicht geschadet hat, was wieder auch an seiner coolen Frau liegt.
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 11:46 »
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen. Aber genau darin gibt es ja einen Fortschritt in der Gesellschaft oder zumindest Teilen davon.

LG, Micha

Das mit dem Fortschritt kann ich aus zahllosen eigenen Erfahrumgen bestätigen.

Zitat
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.

Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.
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Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

LG, Micha
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 09:41 »
Einverstanden, lieber Zwurg. Manchmal muss man einfach mal was stehen lassen.


@ alle:

Aber gibt es zum ursprünglichen Threadthema noch was zu sagen?

LG, Micha
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Ich bin leider eine halbe Stunde später als geplant losgekommen und werde erst gegen 10:40 Uhr am Museum eintreffen.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 07:06 »
Lieber nicht weiter diskutieren.
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