Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht
Ich glaube schon, dass es etwas bringen kann, nur muss man die Erwartungen anpassen, wenn es punktuell für einen kurzen Zeitraum passiert.
Die Erfolge von feministischen Bestrebungen oder homosexuellen Initiativen sind auf die letzten Jahrzehnte betrachtet, beachtlich und trotzdem nicht am Ziel.
Initiativen von Millionen über ein halbes Jahrhundert bewirken was - entsprechend weniger kann man im Kleinen erreichen, aber das beutet nicht, dass es umsonst war.
Wenn ich mich mit meinem Vater vergleiche geht die Entwicklung rückwärts.
Er trank auch wenig Bier und interessierte sich nicht überaus für Fußball.
Er hat viel gearbeitet, es war aber möglich das er alleine als Familienernährer fungieren konnte.
Gut er trug keine Röcke, in seinen Kopf hineinschauen konnte ich nicht. (Als er aber dement wurde versucht er immer wieder in Kleidungsstücke meimer Mutter zu schlüpfen, was aber nicht funktionierte weil er wesentlich größer und doppelt so schwer war.)
Er war trotzdem mit 60 zu Hause und konnte seine Rente ohne Abschläge geniesen.
In unserere Generation müssen meist beide Geschlechter arbeiten um über die Runden zu kommen.
ich kann sicher nicht mit 60 zu Hause bleiben, fraglich ob ich es mit 65 tun kann.
So wird der Druck zu arbeiten, sich um die Karrirere zu kümmern und die damit verbundenen Schmerzen mit Alkohol und Fußball zu übertünchen. Da tröstet es mich nicht, das der Feminismus und die Anerkennung der Homosexuellen weitergkommen.
Wir wollten damals eine Entlastung der Männer, mehr Lagerfeuertime, mehr Zeit für die Familie, insgesamt mehr Freiheit.
Aber das Gegenteil ist doch der Fall, hauptsächlich weil das Geld fehlt.