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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 12:58 »
Ja, das nennt man Inflation.

LG, Micha
Früher wurde die Inflation aber immer durch Lohnsteigerungen ausgeglichen. Man verkaufte es als Lohnerhöhung, aber in Wahrheit hat es nur die Inflation ausgeglichen.

Aber die Kaufkraft blieb über lange Zeit relativ konstant, erst in den letzen 10 -15 Jahren nimmt sie stetig zu. Ich kenne natürlich auch die Gründe. Es sind einfach die überzogenen Gesetze und Finanzzusagen der Regierungen.

Die Inflation scheint sich aber soweit zu beschleunigen, dass viele Menschen ihr Leben nicht mehr bestreiten können, und dann Abstriche bei wirklich wichtigen Dingen machen.
Es erinnet ein wenig an die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Einerseits eine Zeit voller neuer Inovationen, andererseits auch eine Zeit großer Armut, und politischer Umbrüche. Politikversgaen und das Erstarken der radikalen Kräfte von den linken und rechten Rändern.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 12:31 »
Ja, das nennt man Inflation.

LG, Micha
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 12:26 »
Ich schrieb oben über meine Angst um Arbeitsplätze in den Geisteswissenschaften, u.a. meinen, sollte die AfD an die Macht kommen.
...
Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha
Diese Angst geht bei uns in der Arbeit auch um, dass wenn die AfD an die Regierug kommt, es im Sozialbereich zu Kürzungen kommt. Und das wir unsere Arbeit mit den Behinderten nicht mehr machen können, und gar einige ihre Jobs verlieren würden.

Aber jetzt mal der umgekehrte Fall:  Die Regierungen der letzten Jahre bleiben uns erhalten. Werden sie nicht kürzen, werden sie nicht die Demokratie einschränken?

Deutschland steht vor dem finanziellen Kollaps, durch die desaströse Politik der letzten 25 Jahre.
Es ist anscheinend alles wichtiger als die Menschen in diesem Land. Und dafür gibt es keine Grenzen. Da werden unbezahlbare Finanzielle Zusagen gemacht, gleichzeitig sagt man uns wir sind faul und wir müssen länger und härter arbeiten.
Und es kann jeder der schon etwas älter ist den Verfall der Kaufkraft in Relation zu den Löhnen beobachten.
Vor 30 Jahren kostete fast alles in Relation zum Lohn, die Hälfte. Wir waren damals also echt reich.  Und ich hab mir vieles einfach geleistet, weil es leicht drin war, während ich heute beim Essen gehen oder manchen Anschaffungen 3 mal überlege.
BeidenRentenn , das Gleiche, es war einfach sicher, kaum einer Htte Angst vor der Rente.

Und viele Menschen wünschen sich eine Rückkehr zur Sicherheit und dem sorgsamen Umgang mit dem Geld der Steuerzahler.
Die regierenden Partien haben icn den letzten Jahren Zug um Zug ihr Vertrauen verspielt. Sie machen nicht Politik für das Volk, sondern gegen das Volk. Sie haben sich verselbstständigt.

Und wenn immer mehr die alten Parteien abwählen, die alten Instutionen trotzdem an der Macht bleiben, kann es sich schwerlich noch Demokartie nennen.
Ich meine die jetzige Regierung ist wirklich nicht mehr ernstzunehmen.

Mir macht alles Angst, die AfD, aber auch die Anderen.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 12:04 »
Lieber Zwurg,

frag mal Herrn Merz, ob die Regierung nicht von Journalisten des ÖRRs kritisch hinterfragt wird. Oder Herrn Söder. Gut, an dem prallt alles ab und wenn der merkt, dass er mit seiner Meinung nicht so gut ankommt, ändert er sie eben. Das ist übrigens eine kritische Betrachtung, die mir durch ARD und ZDF nahegelegt wurden.

Ja, der Woke-Begriff hat sich verändert und ist dabei vor allem zu einem polemischen Gegenbegriff geworden, den die benutzen, die gegen das sind, was sie "Wokeness" kennen. Ich verwende den Begriff für mich z.B. gar nicht, sehe mich aber immer wieder in diese Schublade gesteckt.

Und dass man bei manchen Kritiken an Wörtern zu sehr das Kinde mit dem Bade ausschüttet, sehe ich auch so. Zumal, wer rassistisch denkt, nimmt dann einfach neue Wörter, um seiner Verachtung Ausdruck zu verleihen. Achtsame Rede sollte zwar vermeiden, Menschen zu beleidigen oder zu verletzten, aber durch einfach Wortvermeidungen erreicht man das noch nicht. Indes werde ich durch solche Diskussionen um Wörter auch sensibler. Und wenn man das bei allen Menschen erreichen würde, wäre es doch gut.

Wolfgang hat es ja sehr schön geschrieben, dass eine überzogene Vorstellung von "richtiger Männlichkeit" die Sehnsucht mancher Männer, eben keine sein zu wollen, anheizt. Gäbe es gesellschaftlich anerkannt mehr Möglichkeiten des Mannseins, gäbe es weniger Unzufriedenheit damit.
Es gibt übrigens auch Transfrauen, die sich körperlich nicht angleichen lassen, eben wegen der damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren.

LG, Micha







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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:52 »
Ohne Zitat:

Wolfgang, ich bewundere Deine Fähigkeit, in kurzer Zeit prägnante, sachliche Texte zu schreiben!
Bei mir würde das viel länger dauern, wozu mir dann die Zeit oder besser Muße fehlt.
Deswegen halte ich mich meistens kürzer, werde aber manchmal auch ungeduldig emotional.

LG, Micha
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 11:52 »
Lieber Zwurg,

es ist ja eine gute Möglichkeit, sich Nachrichten verschiedener Sender anzusehen. Indes empfinde ich es nicht so, dass die Politiker:innen der demokratischen Parteien unkritisch befragt würden. Die Gespräche sind höflich, aber doch kritisch. Dass AfD-Politiker:innen noch kritischer befragt werden, liegt vielleicht auch daran, dass diese Partei den ÖRR  abschaffen möchte, weil er ihnen unbequem ist. Sie wollen lieber eine Presse und einen Rundfunk, über die sie die Kontrolle haben.

Man könnte auch Gegenargumetieren, dass die derzeitigen Regierungen eine Kontrolle über den ÖRR ausüben. Da wir beide unterschiedliche Köpfe aufhaben kommen wir auch zu unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Aber ein neutraler Beobachter könnte schon zu dem Schluss kommen dass hier mit zweierlei Mass gemessen und zweierlei Umgang stattfindet. unter einem Journalismus verstehe ich auch, dass man vor allem die Mächtigen Regierenden aufs Korn nimmt und nicht nur die ohnmächtige Oppostion.
Das findet für mich kaum statt.

Manchmal finde ich den ÖRR recht gut. Im Angebot für mich auch oft überteuert. Und ich wünschte mir ich könnte frei entscheiden ob ich das haben möchte oder nicht.
Wenn es ein Wahlangebot wäre, wäre glaube ich auch die AfD kaum dagegen.

Zitat
Und bitte: "Wokisten" sind (ursprünglich) Schwarze, die für ihre Rechte kämpfen. Und auch Weiße, die für die Gleichbehandlung der Menschen gleich welcher Hautfarbe kämpfen. Was haben die mit Hormonen zu tun. So viel ich weiß, ist die Verunglimpfung des Wortes "woke" inzwischen so weit getrieben, dass die Menschen, die von ihren Gegnern damit bezeichnet werden, sich selbst kaum noch so bezeichnen.

LG, Micha

Woke kommt doch aus dem englischen und bedeutet so viel wie aufgewacht. Vor allem von den Schwarzen in Amerika wurde er geprägt. In Amerika haben die Schwarzen aber allen Grund sich zu beschweren.

Allerdings wurde dieser Begriff eins zu eins bei uns importiert und dann auch für alle anderen Themen in denen (vermeintlich?) Benachteiligungen stattfinden verwendet.

Dabei ist die Situation in Deutschland eine ganz andere, wie in den USA.  In vielen alten Sachbüchern, Lexikas wurde das deutsche N Wort verwendet. Mit dem Aufkommen des Wokeismus wurde es mit dem amerikanischen N Wort gleichgesetzt und geächtet.
das deutsche N Wort wurde noch bis weit in die 2000er in Bayern für recht beliebtes Mixgetränk verwendet, das man überall bestellen konnte. Heute geächtet, obwohl es mit Menschen nichts zu tun hat.

Irgendjemand erklärt deutsche Wörter zu Beleidigungen und verdrängt sie aus dem Sprachgebrauch, Buchpublikationen über Winnetou werden vernichtet, sogar Konzertveranstaltungen von Reggae-Musik, werden abgesagt, weil hellheutige Musiker sie interpretieren.

Das hat alle mit der Bekämpfung von Rassismus nicht mehr zu tun.

Und natürlich auch im Qeer-Bereich.

Da wird das Trans Sein gefeiert, die körperliche Angleichung gehypt, physische Männer zu Frauen erklärt, usw.

Das alles wird allgemein unter Wokeismus eingeordnet, so verstehe ich es zumindest. Und das ist nicht postiv zu bewerten.

Das sind Schattenseiten, unter denen auch viele Menschen zu leiden haben.

Man kann seinen biologischen Körper (noch) nicht ablegen wie eine Jacke die einem nicht mehr gefällt.
Ein erwachsener Mann wird auch nach einer Umwandlung einen männlichen Körper behalten. Das Skelett, die Muskeln, die Organe, bleiben erhalten. Man bekommt auch keine weiblichen Organe und kann Kinder zeugen. Und wenn man es sich hinterher anders überlegt, ist man verstümmelt.
Und bei Jugendlichen die Pubertätsblocker nehmen, verschiebt sich nicht die Zeit es sich zu Überlegen, sie werden niemals erwachsen und müssen mit diesen körperlichen Schäden dann leben.

Und diese ganzen Schattenseiten werden selten beleuchtet.

Warum fördert man nicht die persönliche Freiheit, die Freiheit sich geben und kleiden zu können als das was man ist? Warum leugnet man die Realitäten und erklärt die offensichtlichen Unwahrheiten zu neuen Wahrheiten?
Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, das man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?

Das Ganze läuft für mich einen vollkommen falschen Weg.

Ich denke das ist der Grund warum wir eine solche Spaltung der Gesellschaft haben.



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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:46 »
Die rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien nutzen diese xenophoben Grundausrichtungen von Menschen aus, und heizen sie an, um gewählt zu werden und die Macht zu übernehmen und dann alles gleichzuschalten.

Und oft tun sie so, als sei das dann Demokratie. Bis sie die Katze aus dem Sack lassen.

Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha

Ja, die Demokratie, die versucht, möglichst allen ein auskömmliches Zusammenleben zu ermöglichen (eine gewaltige Aufgabe, die freilich längst nicht immer gelingt), steht vor einer sehr starken Belastungsprobe. Man kann aber nicht 30 oder gar 40 Prozent der Bevölkerung, die mit Veränderungen sympathisieren, hinter einer angeblich demokratischen Brandmauer verstecken. Das hat man zu lange versucht, statt konstruktiv mit den Sorgen und Ängsten in der Bevölkerung umzugehen. Die Brandmauer ist gescheitert. Jetzt geht es darum, zusammen Lösungen zu finden, um ein gemeinsames auskömmliches Zusammenleben zurück zu gewinnen. Das ist die Belastungsrobe jener Demokratie, wie wir sie kennen. An diesem Stresstest muss sie sich messen lassen.

Teils richtig, lieber Wolfgang, also was die Menschen angeht. Was die Partei angeht, so muss man sicherstellen, dass sie auch wieder abgewählt werden kann. In Ungarn hat das jetzt funktioniert, in Polen vorher auch, aber in der Türkei funktioniert das schon nicht mehr so gut. Und ob das in den USA funktionieren wird, weiß man nicht.

Die Frage ist halt, wie man die Menschen abholt. Indem man Xenophobie goutiert? Indem man den Klimaschutz zu den Akten legt? Wie bringt man die Unternehmer dazu, mehr an die Menschen als ans Geld zu denken? Kann man sich Politiker:innen vorstellen, die nicht an ihrer eigenen Macht hängen? Ja, die gibt es, aber selten an den ganz wichtigen Stellen. Die Regierungsmacht auf ein Gremium übertragen statt auf eine Person und ihre Partei, das wäre auch was, wie in der Schweiz. Das heißt dann aber nicht, dass dieses Gremium alles richtig macht.

LG, Micha
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« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:36 »
Lieber Zwurg, der folgende Beitrag ist meine Antwort auf Deinen Beitrag.

Es ist nicht so, dass jedem Glatzkopf kein einziges Haar mehr auf der Kopfhaut wächst. Glatzkopf zu tragen, ist allermeist ein Ausdruck modischer Freiheit.

Dass Frauen statistisch gesehen längere Haare tragen als Männer, ist Ausdruck modischer Vorlieben. Es gibt aber bestimmt auch Frauen, die lange Haare deswegen tragen, weil das gerne so gesehen wird, also ein Verhalten aufgrund eines gewissen gesellschaftlichen Drucks. Auch fahren Frauen seltener einen Sportwagen, weil sie daran einfach weniger Interesse haben. Es wird aber auch Männer geben, die nur deshalb einen Sportwagen fahren, weil dies als Ausdruck besonderer Männlichkeit gilt.

So sind wir alle irgndwie gefangen in Vorstellungen, was man als Frau oder Mann eben eher so macht und was nicht. Dass Männer nur Hosen tragen, liegt weniger am mangelnden Interesse, sondern vor allem daran, weil man es eben nicht macht.

Und dabei halte ich dieses bedingungslose Hosentragen von Männern als das offensichtlichste Produkt sexueller Ungleichbehandlung - einer Ungleichbehandlung lediglich basierend aufgrund des Geschlechts. Frauen haben jegliche Formen einer so ausgreifenden Ungleichbehandlung mühsam, aber letztlich tiefgreifend erfolgreich überwunden. Am Ende sind es sogar die Männer selbst, die sich gegenseitig den gesellschaftlichen Druck auferlegen, die eine Überwindung der Hosennummer absolut erschwert. Die "Hosennummer" ist Ausdruck einer eigentlich längst überkommenen, verkrusteten Männlichkeit.

Dass solch eine verkrustete Männlichkeit einige Angehörige des männlichen Geschlechts in eine Situation hineintreibt, diese Männlichkeit abzulehnen und aufgrund des gesellschaftlichen Drucks nach Lösungen suchen, diesem Druck zu entkommen, sehe ich ähnlich wie wohl Zwurg. Da sind dann Konzepte, die einen Geschlechtswechsel oder Zwischenstufen zwischen 'Mann' und 'Frau' anbieten, Angebote, die bei einem gewissen Leidensdruck schnell attraktiv werden können. Dass der "Wokismus" Menschen nun in eine Lebensentscheidung hineintreibt, sehe ich nicht, denn jeder kann selbst für sich entscheiden, was er möchte oder was nicht. Dass Konzepte, die artikuliert werden (oder auch in Gesetze gegossen werden) als attraktive Angebote zur Auswahl stehen, sehe ich hingegen ziemlich genauso wie Du, lieber Zwurg. Und ja, ich vermute auch, das verkrustete Männlichkeitsbild treibt auch einige Kandidaten in diese Angebote. Auch ich glaube, einige queere Menschen oder trans-irgendwas Menschen würden diesen Weg nicht gehen, wenn das Männlichkeitsbild nicht so verkrustet wäre - auch was Kleidung betrifft.

Dass man nicht jede Lebensentscheidung auch im Nachhinein als die richtige Entscheidung bewertet, liegt in der Natur der Sache. Manche trämten von einem Wohnmobil und einer damit erträumten großen Freiheit, nach der Anschaffung aber merken sie, dass das doch gar nicht so ihr Ding ist und machen irgendwann ihre Urlaube dann doch lieber auf den Kreuzfahrtschiffen. Manchmal klammert man seine Hoffnungen an Dinge, die diese Träume am Ende gar nicht erfüllen können. Und so mag es auch Lebensentscheidungen geben, die Menschen zu angleichenden Operationen führen, die später die darein gesetzten Träume nicht erfüllen können.

Dass solche Fälle "in den Medien", wie Du sagst, "nicht vorkommen", liegt vielleicht auch daran, dass sie in Wirklichkeit zwar vorkommen, aber längst nicht so oft, wie andere glauben, dass sie in der Realität vorkämen. Aber von solchen Fällen habe ich dennoch in den Medien, und zwar sogar in den ÖR schon mitbekommen.

Dennoch bin ich mit Dir sehr ähnlicher Meinung, dass körperverändernde Operationen ohne medizinische Notwendigkeit sehr fragwürdig sind und eigentlich zu vermeiden sind. Drum gibt es aber auch große Hürden, 'geschlechtsangleichende' Maßnahmen durchzuführen. Meines Wissens sind da etliche Stufen von Beratungen nötig sowie psychologische Gutachten - Gutachten von Menschen, die sich mit dem Seelenleben besser auskennen als der durchschnittliche Mensch auf der Straße. Diese Hürden wurden meines Wissens gesetzlich etwas abgebaut - verkürzt gesagt - durch den Einfluß des "Wokismus". Die ursprünglichen Hürden galten als zu hoch und als zu persönlichkeitsverletzend. Doch jeder Betroffene entscheidet selbst, ob er diesen Schritt nun gehen möchte oder nicht. Es ist keine 'fremde Macht', die Betroffene dazu treibt.

Dass die Hürden bei minderjährigen Betroffenen auch reduziert wurden, gehört zu der Wahrheit ebenso. Dies ist natürlich nicht unumstritten, denn Minderjährigen billigt man noch nicht eine völlige Selbstbestimmtheit zu. Andererseits gibt es gute Argumente, genau geschlechtsverändernde Schritte einzuleiten, bevor die Pubertät körperliche Merkmale setzt, die vom Geist im eigenen Körper abgelehnt werden. Der lebenslange Leidensdruck, mit diesen sichtbaren Körpermerkmalen leben zu müssen, die nicht der eigenen empfundenen Identität entsprechen, kann durch frühzeitiges Eingreifen verhindert werden. Das ist ein gewichtiges Argument, geschlechtsverändernde Maßnahmen auch schon bei minderjährigen Personen zuzulassen. Auch hier werden vielfache Gutachten erstellt, die versuchen, den tatsächlichen und künftigen Leidensdruck zu erkennen, von Fachleuten, die sich eben mit seelischen Zuständen besser auskennen als der durchschnittliche Mensch auf der Straße.

Ja, man kann dies alles hinterfragen, oder nicht gutheißen. Da ich persönlich davon nicht betroffen bin, kann ich eine Meinung dazu haben, aber lässt mich nicht allgemein am Zustand der Gesellschaft zweifeln. Wenn es für manche Menschen als der beste Weg erscheint, diesen zu gehen, dann sollen sie ihn gehen. Ich muss ihn nicht gehen. Und Lieschen Müller auch nicht, wenn sie nicht möchte.

Themenwechsel. Dass Journalisten in den ÖRs fast in die Jacke von - ich nenne es mal - Mainstream-Politikern schlüpfen - schönes Bild, Zwurg, das mit dem Jackeschlüpfen! - und Politikern der extremen Parteien quasi einem Verhör ausgesetzt würden, sehe ich keineswegs. Ich sehe in den ÖRs (Öffentlich-Rechtlichen) sehr, sehr häufig, wo Journalisten regelrecht nachbohren bei Politikern gleich welchen Spektrums. Letztlich ist das ja auch die Aufgabe der Medien, zu hinterfragen, ja aufzudecken, und politische Absichten transparenter werden zu lassen. Das kann Qualitätsjournalismus. Und den kann man sicherlich auch außerhalb der ÖRAs (Öffentlich-Rechtlichen Anstalten) finden, zum Beispiel im Printbereich bei den Zeitungen, aber bestimmt auch bisweilen beim Fernsehprogramm namens 'Welt'. Man sollte generell nicht jede einzelne Information, die man irgendwo aufschnappt, auch nicht bei den ÖRAs, unhinterfragt in sich aufsaugen. Man sollte immer eine gewisse Distanz halten zu der Information - und dazu, was will der von mir, was er will er mit mir erreichen, dass er mir diese Information gibt. Informationen lassen sich schnell verändern - gerade, weil man sie alle selbst nicht miterleben konnte und sich ein ungetrübtes eigenes Bild davon machen konnte. Darum ist es wichtig, nicht nur die Information zu hinterfragen, sondern warum diese Information so wie sie formuliert ist mir gegeben wird und mit welcher Absicht. Und es ist tatsächlich so, dass in den ÖRAs diese Absichten breiter gestreut und mit Abstand weniger festgelegt sind als in jeglichen anderen Medien. In anderen Medien stecken schnell unverrückbare Absichten dahinter. Und dort verliert eine Information schnell den Informationsgehalt, sondern der Meinungsgehalt steigt stark an. Es ist letztlich eine freie Entscheidung von jedem, ob man sich lieber von fakten-orientierten Informationen oder meinungs-orientierten Informationen leiten lässt. Unterschiedliche Meinungen einzuholen, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, sondern wahrscheinlich der beste Weg, sich ein eigenes Bild davon zu machen.

Ich habe derzeit ganz große Angst vor dem Wahnsinn, der da um sich greift!

Und wer lacht sich dann ins Fäustchen? Nein, nicht unsere AfD-Wähler:innen, denn die sind genau so betrogen, sondern die Musks dieser Welt sind es, die da ihren Profit draus schlagen und die Putins, Xis und Trumps, denen es darum geht, einen Konkurrenten auszuschalten, die EU nämlich.

LG, Micha

Ich fürchte auch jemand hat großes Interesse an diesen ganzen Zwistigkeiten.

Ja, gut beobachtet. Und Micha hat es schön aufgelistet. Und diese Reihe ließe sich noch weiter fortsetzen, auch mit den Steigbügelhaltern bei uns und um uns herum, die für diese Ziele herhalten müssen.

Jedenfalls schön, Zwurg, dass Du Dir wieder Gedanken zu Gott und der Welt machen kannst. Das ist doch eine schöne Erkenntnis auf dem Weg zur Gesundung!
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:34 »
Die rechtsnationalistischen und -religionistischen Parteien nutzen diese xenophoben Grundausrichtungen von Menschen aus, und heizen sie an, um gewählt zu werden und die Macht zu übernehmen und dann alles gleichzuschalten.

Und oft tun sie so, als sei das dann Demokratie. Bis sie die Katze aus dem Sack lassen.

Ich mache mir echt Sorgen um unsere Zukunft!

LG, Micha

Ja, die Demokratie, die versucht, möglichst allen ein auskömmliches Zusammenleben zu ermöglichen (eine gewaltige Aufgabe, die freilich längst nicht immer gelingt), steht vor einer sehr starken Belastungsprobe. Man kann aber nicht 30 oder gar 40 Prozent der Bevölkerung, die mit Veränderungen sympathisieren, hinter einer angeblich demokratischen Brandmauer verstecken. Das hat man zu lange versucht, statt konstruktiv mit den Sorgen und Ängsten in der Bevölkerung umzugehen. Die Brandmauer ist gescheitert. Jetzt geht es darum, zusammen Lösungen zu finden, um ein gemeinsames auskömmliches Zusammenleben zurück zu gewinnen. Das ist die Belastungsrobe jener Demokratie, wie wir sie kennen. An diesem Stresstest muss sie sich messen lassen.
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« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:27 »
Danke für die Info, Micha. Aber beide P-Worte halte ich als nicht zutreffend in diesem Zusammenhang. Es ist ein überspitzter, unfairer Vorwurf. Auch wenn eine fairere Formulierung den Zusammenhang nicht besser macht.

Lieber Wolfgang,

ich nehme es eigentlich nur als offizielle Begriffe, wobei letzterer da korrekter zu sein scheint, als ersterer.
Jedenfalls sollte man Transgendern auch nicht unter der Hand unterstellen "Kinder anzufassen". Mit "Kinder anfassen"  sind doch sexuelle Übergriffe an Kindern gemeint. Oder wie verstehst Du das?

Und meinst Du, ich sei Doppelrock gegenüber unfair, wenn ich seine Unterstellung so verstehe?


LG, Micha


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