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Outfits und Accessoires / Antw:Männer in Kleidern
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 22:00 »
Zu cephalus und "keinen Ausschnitt".

Ja, Ausschnitt ist Geschmackssache. Und sicher auch Gewöhnungssache.

Andererseits sind weiter ausgeschnittene Sommerkleider auch eher solche, die auch locker getragen werden.
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Outfits und Accessoires / Antw:Männer in Kleidern
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 21:58 »
Ja, ich gebe Zwurg recht,

viele Kleider scheiden quasi von selbst an einem Mann aus, weil sie extrem auf eine Passform irgendeines weiblichen Busens geschnitten sind.

Aber es gibt auch viele, die das in dieser Art gar nicht aufweisen. Manche haben zwar Brustabnäher, die Nähte fallen aber nicht auf und es stehen keine leeren "Tütchen" ab. Und etliche haben genau diese Brustabnäher gar nicht. Auch Sommerkleider nicht.

Und ich gebe cephalus recht: man muss etwas suchen. So viel suchen ist das eigentlich gar nicht, aber man muss sich eben etwas mehr damit beschäftigen.

Nun mag nicht jede Kleidform, die cephalus gut stehen auch Zwurg gut stehen oder umgekehrt. Vor allem hat ja jeder Körper seine eigenen Herausfordeungen.

Manchmal wird das Volumen für die weibliche Brust ja auch durch den Schnitt an den Seitennähten hergestellt. Die haben dann keine Brustabnäher. Und oft holen sich das fehlende Brustvolumen der Männer dann wieder die Schultern, die ein bisschen mehr Raum brauchen als die Frau, für die das zugedacht war. Und so gleicht sich das aus.

Ich empfehle für den Kauf von Kleidern, sich erst einmal im Handel vor Ort (oder an einem anderen als dem eigenen Ort) durchzuprobieren. An Kleidern, die es in unterschiedlichen Größen vor Ort gibt. Und da mal verschiedenste Macharten quer über die verschiedenen Größen durchzuprobieren. Kostet vielleicht erst mal etwas Überwindung, und auch ein bisschen Zeit, aber das Ergebnis belohnt, dass man vertrauter wird, was wie einem denn so eher steht und was nicht.

Für Sommerkleider empfehle ich, besonders mit T-Shirt-Kleidern zu beginnen. Die haben entweder einen Gürtel, eine Band zum Binden aus demselben Stoff oder einen Gummizug oder gar nix dergleichen. Die können in der Regel auch sehr locker getragen werden. Vielleicht passt dann ja sogar besser ein kleineres, das man nicht fest zubindet. Oder ein ziemlich großes, das man eben stark zusammenschnürt. Einfach mal drauf los experimentieren. Das wäre mein Tipp.

Alternativ zu T-Shirtkleidern kann man sich auch an Jeanskleider wagen. Jedoch schreien Jeanskleider mehr nach perfektem Sitz. Da kann dann ein schmale Hüfte sehr schnell störend sein. Oder es ist ein gürtelloses, das gerade geschnitten ist, dann mag der steifere Jeansstoff möglicherweise schneller verzeihen, dass die Hüfte recht schmal ist.

Und noch zurück zu den T-Shirtkleidern: welche, die in Körpermitte eingelesen sind, wie das rot-weiße Kleid von cephalus, können auch ideal sein für Deine Proportionen, Zwurg. Und da gibt es welche, deren Rockteil höher beginnt, und welche, wo das tiefer beginnt. Einfach mal experimentieren...
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Outfits und Accessoires / Antw:Männer in Kleidern
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 21:31 »
Servus Zwurg,
ich glaube Kleider muss man primär wollen und für sich akzeptieren.
Auch wenn ich es nicht verstehe, tun sich im Forum einige mit Kleider schwerer als mit Röcken.

Wenn man aber etwas sucht, findet Mann aber etwas Passendes.
Mit etwas Erfahrung leider sofort jede Menge, auch sommerliches.
Ein paar, die ich hier bereits gezeigt hatte:
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usw.
Was diese Modelle gemeinsam haben, ist keinen Auschnitt und keine/kaum Ausformung für einen Busen.

Cephalus
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Gofalski am Gestern um 20:57 »
Hallo lieber Zwurg und lieber Skirtedman,

"Hannoveranisch" wurde nicht zum Schriftdeutschen, das war eher umgekehrt. Hannover liegt an der Grenze zwischen de niederdeutschen (Platt) und den mitteldeutschen Dialekten. Als im Zuge der Industrialisierung viel Arbeiter nach Hannoverkamen, konnten sie sich wegen der Unterschiedlichen Dialekte kaum verstehen und sprachen so, wie man schreibt, was sich dann als verrmeintlich höherwertige und prestigeträchtigere Varietät durchgesetzt hat.

Die schriftsprachlichen Normen waren, dank der Arbeit von Luther, den Kanzleien (besonders die Wettiner), Sprachgesellschaften (z. B. Fruchtbringende Gesellschaft) etc,. bereits im 18. Jhdt. sehr einheitlich. So können wir die Texte von Goethe und Schiller problemlos lesen. Eine deutschlandweit verbindliche Regelung gibt es erst seit der ersten orthografischen Konferenz, festgehalten in der 7. Auflage des Dudens von 1901. (Habe ich mal günstig auf einem Flohmarkt erstanden.)


LG Thomas
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 20:38 »
Danke, Gofalski. Diese Quelle (das DWDS) hatte ich nicht gecheckt.

Dem gegenüber habe ich nun auch noch mal die Wörter 'Hure' und 'heuern' abgefragt.

Hure f. ‘Dirne, Prostituierte’, ahd. huora (8. Jh.), mhd. huore, mnd. aengl. hōre, engl. whore, mnl. hoere, nl. hoer, anord. hōra, schwed. hora sowie anord. hōrr, got. hōrs ‘Ehebrecher’, (ablautend) frühnhd. herge, mnd. herge, herie ‘Dirne’ sind wie ahd. (9. Jh.), mhd. huor, aengl. anord. hōr ‘Ehebruch, außerehelicher Beischlaf, Unkeuschheit’ verwandt mit lat. cārus ‘begehrt, lieb, teuer, wert’, lett. kārs ‘lüstern, lecker’, air. caraim ‘liebe’, carae ‘Freund’, kymr. car ‘Freund’. Sie führen auf ie. *kāro- ‘lieb, begehrlich’ bzw. ablautendes ie. *kər-. Zugrunde liegt die Wurzel ie. *kā- ‘gern haben, begehren’, wozu (mit anderem Suffix) aind. kā́maḥ ‘Wunsch, Begehren, Liebe’ gehört. Vom Substantiv abgeleitet huren Vb. ‘mit Dirnen schlafen’, ahd. huorōn (9. Jh.), mhd. huoren, mnd. hōren, mnl. hoeren, horen, anord. hōra, schwed. hora.




heuern Vb. ‘engagieren, in Dienst nehmen, ein Arbeitsverhältnis auf einem Schiff annehmen’, älter ‘mieten, pachten’, mhd. behūren ‘durch Kauf oder Miete erwerben’, verhūren ‘verkaufen’, frühnhd. (md.) hūren ‘auf Mietpferden reiten, einen Mietwagen fahren’ (15. Jh.), ‘(ab)mieten’ (Anfang 16. Jh.), mnd. hǖren ‘pachten, mieten, ein Schiff chartern’, mnl. hūren, nl. huren ‘mieten, dingen’, aengl. hȳrian, engl. to hire. Dazu das Substantiv Heuer f. ‘Lohn, den ein Seemann erhält, Anstellung eines Seemanns auf einem Schiff’, älter ‘Pacht, Miete’, asächs. hūria ‘Pacht, Miete’, mnd. hǖre ‘Pacht(vertrag), Miete’, mnl. hūre, nl. huur, aengl. hȳr, engl. hire. Die wohl vom Nd. ausgehenden Wörter bleiben besonders in der Seemannssprache lebendig und gelten mit den dort üblichen Bedeutungen auch in der heutigen Literatursprache. Sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten fehlen, Herkunft ungeklärt. –
abheuern Vb. ‘abmieten’ (15. Jh.), ‘abwerben, abspenstig machen’ (16. Jh.), intransitiv ‘den Schiffsdienst quittieren, abmustern’ (20. Jh.).
anheuern Vb. ‘mieten’ (vereinzelt 18. Jh.), intransitiv ‘ein Arbeitsverhältnis auf einem Schiff annehmen’ (20. Jh.).




Ich wiederhole den Eintrag im DWDS zu "heuern":
"Sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten fehlen, Herkunft ungeklärt."

Während eben die Grimms einen Zusammenhang sahen mit z.B. "geheien" sahen, was zum einen eng an "heiraten" geknüpft war (vereinigen), zum andern aber auch genau ins Gegenteil verkehrt beobachtet wurde im Sinne von "schänden", "besudeln" mit besonderem Fokus auf sexuelle Handlungen der nicht gesitteten, sondern gesellschaftlich verächteten Art. Bzw. im erweiterten, übertragenen Sinn als Umschreibung von "entweihen, die Ehre nehmen".

Wie es in den umfangreichen Zusammentragungen zu "ungeheuer", "Ungeheuer", "geheien" und "Heuer" bei den Grimms anklingt, scheinen sich da - und das DWDS untermauert dies mit seinen Eintragungen - Wörter aus ursprünglich verschiedenen Wortstämmen zu "kreuzen".
Ich finde diesen Ausdruck "kreuzen" ganz schön, weil es über Landschaften oder Epochen hinweg die gegenseitige Beeinflussung von unterschiedlichen Wörtern beschreibt, die u.U. anders gedeutet wurden, aber aufgrund der Ähnlichkeiten aufeinander abgefärbt haben.

So ähnlich vermute ich das bei den Wortbildungen "Heirat" und "Heimat", wo gerade letztes nur ein eng germanisches Wort ist. Ich halte eine 'Kreuzung' dieser beiden Wörter in ihrer Bildung für möglich. Beides enthält richtigerweise "hei-", "hy-", "heu-", und das Wortende "at" könnte überkreuz geschehen sein. Auch wenn für "Heimat" das DWDS das "Od" (wertvoller Rückzugsort, Kostbarkeit) als wahrscheinlich hält im Gegensatz zum "Rat" (Zeugs) in "Heirat". Aber darauf wollte ich sowieso noch einmal näher drauf eingehen irgendwann.
Übrigens fällt mir da der Namenforscher Prof. Udolph ein, der immer betont, dass er sein "Ud" ebenso wie z.B. in "Adolf" oder "Adalbert" eben auf das "Od" zurückführt, das er ebenso in den Worten wie "Adel" und "edel" verortet.

Dass sich unterschiedliche, aber ähnlich gelagerte Worte kreuzen, erleben wir z.B. auch in heutiger Zeit noch. So ist korrekt, "morgens" und "abends" zu schreiben. Vielfach färbt aber die Endung "-ends" auf "morgends" ab. Irgendwann wird sich vielleicht dieser häufige Fehler - eine analoge Interpretation - nicht mehr als Fehler in den Wörterbüchern finden, weil die Menschen eben in ihrem Gebrauch nach ihrem (zwar fehlerhaften) Verständnis dem Wort "morgens" eine neue Erscheinungsform gegeben haben. (übrigens noch angefacht von der tatsächlich allerdings richtigen Schreibweise in der Verwendung in Partizip-Form: morgendlich)




Jedenfalls ist es interessant, wie wir recht oft immer an sehr ähnlichen Begriffen sozusagen hängenbleiben. Beispielsweise beim "Gehägnis" (ich hab´s hier 'verhochdeutscht') hatte ich hier im Thread früher schon einmal u.a. auf skandinavisch "hygge" und engl. "hug" hingewiesen. Auf die sprachliche Verwandtschaft zu 'Engel' gehe ich jetzt nicht näher ein. Aber auch da steckt in "hygge" das Urwort "hy", "hi(w)-", "hiu-", "heu-" drin im Sinne von "heimisch", "vertraut", "geheuer". Und dass das Adjektiv "ungeheuer" in Englisch "huge" heisst, ist also nun gar nicht mehr so abwegig, kommt doch vieles im Englischen von den Sachsen aus Angeln. Und der Landstrich Angeln im heutigen Schleswig-Holstein war auch schon mal Dänisch. Also, da hängt vieles miteinander zusammen. Und die einen haben das so benutzt, die andern so.
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 20:36 »
Nun, lieber Zwurg,

dass Hannoveranisch zum Schriftdeutschen wurde ist eher ein Mythos, und falls nicht, dann sogar eher ein Zufall.

Mal abgesehen von der Duden-Redaktion in Mannheim hat an der Verschriftlichung der deutschen Sprache, bzw. an der Gestaltung des Hochdeutschen ganz maßgeblich auch Luther mit seiner Bibel herumgewerkelt. Man will kaum glauben, aber da ist viel Sächsisch eingesickert, aber eher ein Sächsisch, das in den Amtstuben gepflegt wurde. Aber Luther schöpfte ganz bewusst auch besonders aus dem westdeutschen Sprachgebrauch und aus dem oberdeutschen Sprachraum (letzteres also alles irgendwo zwischen Main und Alpen). So heisst es also heute hochdeutsch nach oberdeutsch "Pfeife" und nicht nach niederdeutsch "Pipe", obwohl das niederdeutsche "Pipe" näher am lateinischen Vorbild "Pipa" ist.
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Outfits und Accessoires / Antw:Männer in Kleidern
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 20:18 »
Das Hauptproblem an Kleidern, vor allem  welchen für den Sommer, die mehr auf Figur geschnitten sind, sehen an Damen zwar wunderbar aus, aber ich habe meist das Problem , ich passe zwar hinein, aber mich nervt dann der Busenschnitt, mein Oberkörper ist zu lang und zu breit, während es an den Hüften flattert, weil ich eher schmlale Hüften habe.
Bei Wintekleidern ist das einfacher, weil diese oft lockerer Sitzen und über keinen Busenschnitt verfügen.
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 19:51 »



Lieber Zwurg,

die von Dir genannten Dialekte in Bayern und Österreich und auch in Südtirol gehören alle um Bairischen (mit ai, ohne y). Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Bairisch 
Augsburg gehört nicht mehr zum Bairischen, sondern zum Schwäbischen: https://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4bische_Dialekte

LG, Micha

Lieber Micha,

das, was Du versuchst klarzustellen, schien mir in den Aussagen von Zwurg hinreichend bekannt zu sein.

Er meinte ja, dass er mit den Dialekten von etlichen Landstrichen hinweg er keine Verstehensprobleme hätte, aber in eine andere Richtung lediglich einen Landstrich weiter, nämlich Richtung Westen, er schon erheblich Verstehensschwierigkeiten habe, weil eben dort das Schwäbische beginnt.

Eben das meinte ich: Augsburg ist von mir ungefähr 90 km entfernt. Dazwischen liegt noch die Oberbayrische Hauptstadt München in der es auch noch Menschen (aussterbend) gibt die echtes Münchnerisch sprechen.Von dem Dialekt den ich spreche unterscheidet er sich durch häufige Verwendung von u Lauten bsp. Komme mal zu mir her(hochdeutsch), kimm moi zu mir her (Mühldorfer Dialekt) kumm moi her (Münchner Dialekt)
Was mich so wundert warum sich das Bayrische in einem eher schmalen Korridor von etwas 100 km von Nord nach Süd über die Alpen ausgebreitet hat, aber nicht in Ost West- Richtung, wo der Besiedelungsweg einfacher gewesen wäre. Auch kenn ich keine Übergangszone, mit einem Zwischen Dialekt, also zwischen dem oberbayrischen München und dem ja nicht weit entfernten schäbischen Augsburg. Obwohl ich nicht weit entfernt lebe, weiß ich nicht wo die Sprach-Grenze läuft.
Und ich verstehe nicht weshalb sich bayrisch nicht zur Schriftsprache entwickelt hat, obwohl es ein relativ großes Gebiet mit vielen Sprechern ist in dern Mitte ja auch einmal ein großes stolzes Kaisereich lag.
Warum wurde gerade der Hanoveraner Dialekt zum Schriftdeutschen?
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Gofalski am Gestern um 17:02 »
Hallo zusammen, das an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beheimatete "Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache" (DWDS) sagt zur Herkunft von Ungeheuer:

geheuer Adj., heute nur noch verneint nicht geheuer ‘unheimlich’ gebräuchlich. Mhd. gehiure ‘nichts Unheimliches an sich habend, lieblich, angenehm, trefflich’ ist mit Präfix zu einem mhd. nicht belegten Adjektiv ahd. hiuri ‘einfältig, schlicht’ (um 800) gebildet, dem aengl. hēore ‘angenehm, freundlich, mild’, anord. hȳrr ‘mild, froh, freundlich’ entspricht. Es gehört etymologisch als Bildung mit r-Suffix zu germ. *hī̌w-, ie. *k̑(e)iu̯- und damit zu Heirat (s. d.) und weiter zu Heim (s. d.). geheuer bedeutet ursprünglich ‘zum Haushalt, Hauswesen gehörig’ und deshalb ‘vertraut, angenehm’. –
ungeheuer Adj. ‘unheimlich, grauenhaft’, adverbial mit Bedeutungsabblassung ‘sehr’, ahd. ungihiuri Adj. ‘unnatürlich, mißgestaltet’ (um 800), mhd. ungehiure.
Ungeheuer n. ‘Unhold, Scheusal’, ahd. ungihiuri n. (um 800), mhd. ungehiure m. f. n.; Substantivierung des Adjektivs; erst seit dem 18. Jh. durchgehend mit neutralem Genus.
ungeheuerlich Adj. ‘schrecklich, fremd, unvorstellbar’, mhd. ungehiurlīche Adv.; vgl. ahd. (substantiviert) unhiurlīh ‘Ungeheuer’ (11. Jh.).


LG Thomas
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von GregorM am Gestern um 15:26 »


Ja, danke, lieber Gregor!

Aber kam es vom "mieten" oder "leihen" zum "Ungeheuer"? Etwa weil sich ein Ungeheuer schlecht vermieten lässt?
Ich weiß, Sprachen entwickeln sich oft auch unlogisch, aber irgendwie versuche ich immer eine innere Logik oder Plausibilität zu finden.


Nein, mit Ungeheuer kann weder mieten noch leihen eine Verbindung haben. Das bin ich mir sicher.
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