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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von hermann_k am Heute um 12:17 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.
Da hast du einen Punkt und du hast ihn gut in Worte gekleidet. Am Ende kommt es auf meinen Gegenüber an. Wenn er eine festgefahrene Meinung hat, wird er sich keinen Millimeter bewegen. Dann bleibt meine Ich-Botschaft stehen. Mehr kann ich dann nicht erreichen.

Wenn ich aber den Eindruck habe, dass meine Botschaften überhaupt ankommen und er bereit ist, neugierig und offen über die Punkte zu reden, dann muss ich meine Chance ergreifen. Wir Menschen sind so komplex, dass es schwierig ist, in einer gespannten, wenig kooperativen Situation über meine Empfindungen zu diskutieren.

Man kann den Gewöhnungsprozess, der zur Änderung der Normen führt, kaum durch Diskussionen beschleunigen. Da geht eher durch angemessenes, wiederholtes Handeln.

LG, Hermann
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 12:00 »
Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Aber erstens hat nicht jeder eine eigene, darüber hinausgehende Begründung (ich), zweitens ist der Aufwand meist vergeblich und drittens setzt der Eisatz voaus, dass es einem nicht egal ist, was sich das Gegenüber zusammenbastelt.

Im übrigen habe ich diese Frage noch so gut wie nie gestellt bekommen - die Antwort in vorauseilender Entschuldigung andern ans Knie zu schrauben? Wenig hilfreich.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:42 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.

Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:29 »
Allerdings: Nachdem ich den Laden damit verlassen hatte, konnte ich den neugierigen Passanten nicht mehr erklären, dass der Rock nicht aus der Damenabteilung war. Aber: Ich hatte mir unbedingt vorgenommen, einen Rock in einem Geschäft zu kaufen. So viel Spaß musste sein. :laugh:

LG, Hermann

Ah, stimmt! Hatte vergessen, dass es ja ein Herrenrock ist.

Trotzdem ehrt Dich das, naja nahezu heldengleich - aber ich will ja nicht übertrieben -, dass Du den halb-nichtanonymen Kauf, quasi face-to-face Dir sogleich vorgenommen hast. Die Hürde, in die Damenabteilung zu gehen, mag zwar nochmal ungleich höher sein, die scheidet aber aus anderen Gründen (statistischer Natur, was in Deiner Körpergröße passendes zu finden) ja aber eher aus.

Man liest nämlich immer mal wieder, wie hoch die Hemmschwelle ist, zwischen die Ständer mit Damenbekleidung zu gehen, gar in die Anprobe mit etwas zu gehen. Da ist der anonyme Kauf im Internet viel entspannter, da kriegt allenfalls ein unbedeutender Mitarbeiter des Händlers flüchtig mit, dass der Rock von einem Mann bezahlt wurde oder an ihn ausgeliefert wird. Man liest nämlich ziemlich häufig, dass unsere Rockkollegen sich ausschließlich via Internet eindecken. Zudem fällt Kaufen im stationären Handel ja sowieso langsam aus der Zeit.

Ich finde aber das Stöbern in den Geschäften sinnvoller. Und das direkte Ausprobieren vor dem Spiegel, um Sitz, die Wirkung und die Kombinationsmöglichkeiten zu beurteilen. Und zudem macht mir das alles noch Spaß.

Darum nochmals meine Anerkennung, dass Du gleich quasi unanonym Dich mit einem Rock versorgt hast.

Und ich meine herauszulesen, dass Stöbern Dir auch Spaß machen könnte. Vielleicht mal nach Maxiröcken stöbern in der Absicht, das als Midirock (bis zur Wade) zu tragen?
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von hermann_k am Heute um 11:16 »
Ob die Erklärung von der geschlechtslosen Mode bei den beiden angekommen ist, mag in Zweifel gezogen werden.
Da zweifle ich gleich mit.
Auch bin ich kein Fan davon, den Menschen zu erklären dass für das Ende der modischen Benachteiligung der armen Männer gekämpft werden muss.
Es sind die Männer, die sich verzweifelt für die „modische Benachteiligung der armen Männer” einsetzen. Frauen sehen das viel entspannter.
Ich erkläre mich gern mit "es gefällt mir" und "es fühlt sich toll an"... das kann mir nämlich niemand absprechen.

Auf jeden Fall scheinst du souverän reagiert zu haben, Albis, und das finde ich schon mal sehr gut!
Die Ich-Botschaften sind stark. Dagegen verliert jedes Argument. Ende der Diskussion. ;D

LG, Hermann
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von hermann_k am Heute um 11:01 »
Und Du hast Du Deinen ersten Rock gleich im Laden gekauft. Nicht schlecht 👍😊
Meine ersten Röcke waren aus dem Internet. Erst als ich damit regelmäßig draußen unterwegs war, wagte ich mich in ein Ladengeschäft in die Damenabteilung, um einen Rock anzuprobieren und zu kaufen. War 2015 , als ich mich hier angemeldet hab. Inzwischen hab ich einen Schrank voll Röcke und Kleider.
Nein, wie ich schon Wolfgang geschrieben habe, bin ich kein Held. Schön wär’s. Der Rock, den ich gekauft habe, wurde als „Aderlass Classic Men Skirt Denim black” bezeichnet. Allerdings: Nachdem ich den Laden damit verlassen hatte, konnte ich den neugierigen Passanten nicht mehr erklären, dass der Rock nicht aus der Damenabteilung war. Aber: Ich hatte mir unbedingt vorgenommen, einen Rock in einem Geschäft zu kaufen. So viel Spaß musste sein. :laugh:

LG, Hermann
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von hermann_k am Heute um 10:47 »
Ich erhebe trotzdem den Anspruch wie Du, noch immer männlich erscheinen zu wollen. Ob das von allen so im selben Maße wahrgenommen wird, ist mir inzwischen nicht mehr so wichtig.
Auf deinen Bildern wirst du deinem Anspruch männlich zu erscheinen gerecht. Die Männer haben sich selbst in eine Ecke manövriert, in der sie kreative oder „auffällige” Stile stigmatisieren. Eine Hose ist Minimalbekleidung, die graue Maus. Sie ist einfach und praktisch und hat deshalb die Mehrheit der Beinkleidung gewonnen. Aber im Gegensatz zu Rock / Kleid folgt sie nur der Körperform und hat kein Eigenleben, keine eigene Bewegung. Für mich sind Röcke unisex, aber sie werden von Konservativen als weiblich gelesen. Das kann ich nicht ändern, also schere ich mich nicht darum.
Jedenfalls Danke, dass Du Dich mit dem Anblick meines sommerlichen, 'sehr weit gereisten' Outfits anfreunden konntest.
Wesentlich dabei ist, wie du die Kleidung trägst. Das ist schwer in Worte zu fassen. Deine Körpersprache transportiert das krasse Gegenteil von verängstigt. Dein anfänglicher Stress ist der Routine gewichen.
Ich war auch in der Situation, in der ich an einer spiegelnden Fläche vorbeigegangen bin. Im Rückblick freue ich mich, dass mir die Schönheit des fließenden Stoffs gefallen hat. Aber ich war noch nicht so weit, dass ich mein Handy gezückt habe um den Moment festzuhalten.
Aber toll, das Deine Reise durch die letzte Rocksichtung ja doch spontan so weit schon gediehen ist!
Vor allem, dass Du die Hemmungen abgelegt hast, gleich zur Tat in die Damenabteilung zu schreiten.
So heldenhaft war ich nun doch nicht. Allein aufgrund meiner Körpergröße werde ich in einer Damenabteilung nichts finden. Also habe ich erst einmal im Internet nach einem Rock mit einer Länge von 100 cm gesucht. Dann habe ich nach einem Geschäft gesucht, wo ich den Rock kaufen konnte.

LG, Hermann
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von Lars am Heute um 10:43 »
Stattdessen zeige ich mein letztes Rock-im Büro Outfit des vergangenen Jahres:

Originell sieht das schon aus und die Farbkombination insgesamt ist auch toll. Auf den ersten Blick ganz cool.
Allerdings wirkt mir das Outfit zu "gerade". Es ist nicht richtig ausgefüllt. Wenn da eine Frau drinsteckt, kriegt es erst seine richtige Proportion.
Gut zu sehen ist das am Rock, da gehört ein Hintern rein, quasi ...  :D
 
Apropos Oberteil: Eine Kollegin von mir trug schon mal einen Pulli mit nackten Schultern, aber dennoch langen Ärmeln

Gestern habe ich zufälligerweise einen Beitrag erstellt, wo ich genau solche Oberteile trage:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=10312.0
Die sind toll und natürlich auf den ersten Blick als Damen-Oberteil erkennbar, nach heutiger Sichtweise.
Aber es lassen sich interessante Outfits damit zusammenstellen.
Wenn ich in einem Büro arbeiten würde, und das mit meinem heutigen Mindset, würde ich auch dort sowas tragen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von high4all am Heute um 10:06 »

Stattdessen zeige ich mein letztes Rock-im Büro Outfit des vergangenen Jahres:

Kurz und knapp:

Steht Dir sehr gut, hirti! :)
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Erfahrungsberichte / Antw:Unterwegs am Bernina
« Letzter Beitrag von Karli Muc am Heute um 08:33 »
....weil GregorM den fast vergessenen Beitrag wieder hochgeholt hat, ist es mir wieder eingefallen:

Ich hatte im Oktober vergessen, meinen Herbstwanderbeitrag hier einzustellen.

Im Eisenbahnforum ist er noch, deshalb verlinke ich mal hier (falls Interesse besteht):

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?106,11263306

Viel Spaß beim Lesen.

Gruß
Karli
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