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Gender / Antw:DARF MAN(N) SO?! - Reihe in Mühlheim an der Ruhr
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 27.10.2026 18:39 »
Unter der Gefahr, dass ich wieder alles zutexte, bevor jemand anderes seine wertvollen Gedanken äußern konnte...

Die Frage, wie kann man sonst auf insbesondere den männlichen Teil (insbesondere die wertvolle Jugend) persönlich einwirken?

Nun, ich habe keine Jungs, noch nicht mal Kinder. Auch keine Enkel. Und auf meine Neffen (die übrigens alle irgendwann mal meine Coolness mir gegenüber ausgedrückt haben) konnte ich auch nicht viel einwirken, denn ich wollte sie ja nicht "versauen". Ja, alles so blöde Gedanken, die man sich macht. Und die Kinder meiner Nichten und Neffen sind räumlich oder situativ so unendlich weit weg. "Einwirkkraft" fast ausgeschlossen. Vermutlich tauge ich eher für ein Beispiel, das nicht das Maß von deren Eltern ist.

und zumindest ein Sohn hat keine Scheu auch mal ein Kleid zu tragenn, wenn er nicht gerade Freunde treffen wird :-\
Und, sie lehnen jede Art von Drogen legal wie Illegal, vehement ab, auch gegen ihren Freundeskreis.

Da hast Du Glück gehabt, oder ganz vieles richtig gemacht.

Aber genau das ist Problem. Drogen, legal wie illegal, betreffen ja eher die älteren Nachwachsenden. Die Verlockungen gibt es überall. Die oft auch gerade dann attraktiv werden, wenn in anderen Bereichen es gerade nicht so rund läuft. Drogen gibt es ja mittlerweile auch elektronischer Art, und die können auch die ganz jungen Menschen betreffen. Da können ganz viele Kompetenzen zwar trainiert werden, aber andere eben auch auf der Strecke bleiben.

Die Kollegin die so heftig reagiert hat, ist Mitte 40 - schwieriges Umbruchsalter?

Umbruchsalter. Ja, deren gibt es viele. Auch schon ab Kleinstkindalter.

Studien zeigen, dass gerade diese Übergänge schwierig sind. Von einem Lebensabschnitt in den nächsten. Da gibt es in den ersten 25 Lebensjahren derer viele. Z.B. von der Schule zur Ausbildung bzw. Studium. Oder von der Grundschule in die nächste Schule. Oder vom Kindergarten in die Grundschule. Die Zahl derer wächst, die zu Anfang der Grundschule erst noch langwierig lernen müssen, einen Stift zum Schreiben bzw. Malen zu halten. Diese Motorik ist vielfach nicht geübt. Und fast trifft es immer Jungens. Jetzt mehrfach mitbekommen.

Vorschulkinder malen sehr gerne und viel. Und die Bilder, die von Kindern gemalt sind, hängen vielfach herum, man kriegt sie ja geschenkt. Und meist von Lisa, Laura oder Sophie. Da hängen kaum welche von Tim und Tom oder Erek. Der hellblaue Strampler sorgt ja schon dafür, dass dem kleinen Mann lieber Bauklötze und Bagger geschenkt werden als Wachsmalstifte oder ein Malblock. Rumsitzen und still vor sich hin malen, nicht für meinen Sohn! Der muss krabbeln, toben, sein Testosteron ausleben! So die vorgefasste Meinung.

Jungs tun sich ganz schwer mit den Anforderungen des Schulsystems. Viel schwerer als Mädels. Nicht wegen den Genen, schon gar nicht wegen des Testosterons, das kommt erst viel später wieder ins Spiel, sondern wegen der Prägung. Sie kommt von überall her, nicht nur von den Eltern.

Und kommt die neue Phase, kommen neue Jungs ins Spiel, die auch genau das bestärken, was nicht nur von den Eltern kommt. Auch von den Medien und so. Können sie nicht mithalten, was die Peers so verlangen, oder die Lehrerin, dann fängts an, schnell schwierig zu werden.

Genau dieses Übergänge, die kleinen oder größeren Umbrüche, sind eine besonders große Gefahr für Jungs, nicht mehr mithalten zu können, und wo sie sich dann aus dem Anforderungsschema ausklinken. Und sie werden entweder auffällig, oder unerkannt versteckt depressiv (was Jungs ja nicht zeigen dürfen) oder sie versuchen das mit einer übertrieben versuchten Anpassung an die Erwartungen zu überdecken. Nicht, dass Mädels nicht auch gefährdet werden, aber diesen werden deutlich breitere Entfaltungsräume zugestanden als Jungs. Einfach so, ohne dass man darüber nachdenkt. Ist halt so.

Vielleicht sollten wir alle ein wenig darüber nachdenken, ob es immer "ist halt so" sein muss. Ob nicht auch die Ermunterung, sich etwas anderem als dem allgemeinen Erwartungshorizont der Gesellschaft zuzuwenden, eine Hilfestellung mit einem gewissen gesellschaftlichen Wert darstellen kann, das Individuum, ob Junge oder Mädel, für alles was mal kommen wird, resilienter, leistungsfähiger, widerstandsfähiger zu machen. Jungs bleiben da halt viel häufiger auf der Strecke, zeigen alle Statistiken.
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Gender / Antw:DARF MAN(N) SO?! - Reihe in Mühlheim an der Ruhr
« Letzter Beitrag von cephalus am 27.10.2026 17:49 »
Im gesammten Kontext fällt mir auf, dass vor allem Jüngere mehr unter dieser Toxizität leiden, als ältere.

Die Jungen werden in ein Erwartungskorsett gepresst, das ihnen die Gesellschaft vorgibt, egal ob Medien oder Freunde ein Ausbruch würde den Verlust von Ansehen oder sozialen Kontakten bedeuten.

Ich bin in der dahingehend glücklichen Lage, davon nicht mehr betroffen zu sein.
Mein Freundeskreis ist gefestigt und teilt meine Ansichten und Einstellungen, ich bin am Ende meiner beruflichen Karriere und kann nichts mehr verlieren, und realistisch auch nichts mehr gewinnen, ausser mehr Freiheit.
Ausser auf meine Familie brauche ich auf niemanden Rücksicht zu nehmen, meine Familie speziell meine Frau, teilt meine Ansichten und ist vielleicht etwas radikaler als ich.

Ich frage mich, was kann ich, aber auch wir, die wir mehrheitlich gehoberenen Alters sind, für die Jungen tun?

Vorleben, natürlich. Das funktioniert nur bedingt, weil Junge intuitiv sofort sagen, "der kann das, weil er so alt ist".
Die Kollegin die so heftig reagiert hat, ist Mitte 40 - schwieriges Umbruchsalter?

In der Erziehung der eigenen Kinder den Grundstein legen?
Natürlich, aber man kämpft gegen die Windmühle Gesellschaft. Immerhin finden mich die Freunde meiner Jungs cool, auch oder besonders in einem Kleid und zumindest ein Sohn hat keine Scheu auch mal ein Kleid zu tragenn, wenn er nicht gerade Freunde treffen wird :-\

Und, sie lehnen jede Art von Drogen legal wie Illegal, vehement ab, auch gegen ihren Freundeskreis.

Wie kann man sonst auf die Gesellschaft, insbesondere den männlichen Teil, einwirken?
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Gender / Antw:DARF MAN(N) SO?! - Reihe in Mühlheim an der Ruhr
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 27.10.2026 15:46 »
Ja, dem Hinweis, welche KI befragt wurde anzugeben, möchte ich mich anschließen.

Was die KI dem cephalus ausgespuckt hat, entspricht tatsächlich den tiefgreifenden Facetten, wo Männlichkeit toxisch ist. Und ja, oft ist das in ganz kleinen Nuancen versteckt, wobei das ja auch die prägenden, benachteiligenden Nuancen aus weiblicher Sicht betrifft.

Der Grundstein wird ganz vielschichtig auf vielen (allen?) Ebenen dafür gelegt und fängt schon alleine damit an, das man bemüht ist, im Erstlingsalter und der frühkindlichen Phase mit Farbcodes zu arbeiten, um zu zeigen, welches Geschlecht der Nachwuchs hat (und welche Erwartungen man an den Nachwuchs dadurch knüpft und knüpfen soll).

Und wie KI´s Punkt 4 richtig betitelt: "Warum viele Jungs darunter leiden"
Toxisch wird das ganze spätestens, wenn eben Jungs zur Erfüllung dieser Rollenerwartungen ganz vieles von ihren Bedürfnissen unterdrücken und zumeist nicht mal bewusst wahrnehmen, dass sie sich selbst damit schaden. Das schlägt sich nicht zuletzt sogar nieder bei den massiv erhöhten Unfallraten und Suizidraten bei Jungs im Vergleich zu Mädchen (aber auch noch im späteren Alter).

Und toxisch wird es vor allem auch dann, wenn andere Menschen im Umfeld dieser Jungs und der späteren Männer leiden, durch Herabsetzungen z.B., als Ventil zur Rollenerfüllung übersteigerter Aggression, subtilem Ausbeuteverhalten (Dominanz) und ähnlichem.

Im Erwachsenenalter kann man nach und nach einige dieser kindlichen, frühkindlichen und jugendlichen Prägungen überwinden. In den meisten steckt man aber nach wie vor noch fest und kommt nicht da heraus, auch wenn man noch so gerne möchte.

Meine leichte Abschweifung vom Startbeitrag möchte ich nochmal hier heranziehen. Toxische Männlichkeit betrifft UNS ALLE. Sie steckt in uns drin, wenn auch oft weit nicht so deutlich wie in den Extrembeispielen. Denn wir Männer können nur ganz schwer raus aus unserer Haut. Und - ich muss leider wiederholen - die Hose steht schlechthin, vollkommen unterschätzt, als Paradesymbol für toxische Männlichkeit. Die Ängste, nicht als Mann akzeptiert bzw. anerkannt zu werden, manifestieren sich in der Hose, aus der Männer nur ganz schwer ausbrechen können und die meisten überhaupt kein Interesse haben, weil sie eben Anerkennungsverlust befürchten. Das ist das allgegenwärtige Zeichen toxischer Männlichkeit - so abstrus und unvorstellbar das für die meisten wohl klingen wird.

Dabei macht es absolut keinen Sinn mehr, Männlichkeit mit der Hose zu verbinden. Hosen tragen nun seit langem auch Frauen. Sie haben der Hose ihre Männlichkeit genommen. Dennoch klammern sich Männer unentwegt an dieses alte, überkommene Männlichkeitssymbol, das es eben nicht mehr ist. Jeder. Bis vielleicht auf ein paar Promille.

Aber alleine die Hose zeigt eben, wie fast unmöglich es ist, aus männlichen Rollenerwartungen auszubrechen.
Zeigt aber auch, wie verletzlich Männlichkeit ist, wie fragil, wie zerbrechlich.
Es reicht schon die falsche Farbe, eine falsche Dekoration, ein zu weiter Halsausschnitt, um die Männlichkeit in Frage gestellt zu bekommen. Die Kleidung ist das besten Anzeichen, wie subtil die Rollenerwartungen wirken und wie schwer es fällt, diesen nicht zu entsprechen.

"Was hat Hose noch mit toxisch zu tun?", könnte man ketzerisch fragen. Vermutlich ahnen die meisten Frauen, Kinder, vielleicht auch Eltern nicht, wie sehr sie selbst letztlich auch darunter leiden, dass ihre Männer, sicher auch Jungs, auf Hosen festgelegt sind, auch wenn diese Männer selbst das noch nie mit einem Leidensdruck verbunden haben.

In unserem Forum geht es eben um den Rock am Mann. Darum konzentriere ich mich hier mit dem Blick auf die engen Kleidungsfreiheiten, die aber Ausdruck all dieser Problematiken sind. Und die Bedeutung dieser engen Freiheiten wird allgemein extrem unterschätzt. Das Schlachten der heiligen Kuh "Mann = Hose" klingt halt für die allermeisten Menschen hochgradig absurd. So tief hat sich das Männerbild eben schon in das kollektive Bewusstsein eingegraben, als dass das jemals ernsthaft hinterfragt werden würde.

Spricht man mit Frauen über dieses tiefgründige Thema, so werden die mehr oder weniger feministisch geprägten Züge, die in jeder Frau innewohnen, aktiviert. Je mehr sich die Frau mit feministischen Überlegungen beschäftigt hat, desto mehr Argumente werden präsentiert, die auf die - natürlich existenten - Einschränkungen von Frauen hinweisen bis hin zum Gender Pay Gap, der laut Prognose erst im Jahr 2170 überwunden sein wird, je nach Auslegung dieses Tatbestands. Mit feministischen Argumenten wird schnell versucht, die Bedeutung von "Mann = Hose" zu relativieren, zumal es für fast alle Menschen nahezu absurd erscheint, dieser "Männermode" eine so weitreichende Bedeutung zuzuschreiben.

Da "Mann = Hose" für mich quasi ein lebenslanges Thema ist, bin ich dahingehend eben hoch sensibilisiert und ich beobachte, was das mit den Menschen macht. Zwänge zu überwinden, wäre eben überall hilfreich. Und für mich ist die Erwartung "Mann = Hose" Sexismus pur, und die meisten Frauen sind ebenso sofort sensibel, wenn es darum geht, Sexismus abzubauen.
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Rund um den Rock / Antw:Mit Hilfe künstlicher Intelligenz
« Letzter Beitrag von cephalus am 27.10.2026 14:29 »
Tja, Hajo,
feminin ist ein höchst persönliches Gefühl, da ändert der Umgang anderer mit der Sache nix ;)

Im übrigen gibt es für die Teile meist einen praktischen Grund.
Bei Frauen meist anatomisch und bei Fußballern die sichere Befestigung der Sensoren für die Vitalfunktionen.
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Rund um den Rock / Antw:Mit Hilfe künstlicher Intelligenz
« Letzter Beitrag von high4all am 27.10.2026 12:56 »
Bustier/BH optisch die beste Lösung mir aber definitiv zu feminin.

Zu feminin?

Schaut man sich Fußballspiele an, kann man (beim Torjubel) beobachten, dass es Spieler gibt, die unter ihrem Trikot ein Bustier tragen.
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Rund um den Rock / Antw:Mit Hilfe künstlicher Intelligenz
« Letzter Beitrag von cephalus am 27.10.2026 12:36 »
So kopflos ist das Ergebnis auf jeden Fall stimmig.

Transparente Oberteile sind für mich tendenziell schwierig,  abhängig vom Grad der Transparenz. Wird es zu durchsichtig habe ich das Bedürfnis etwas darunter zu tragen, dann kommt das Problem:
T-Shirt - zerstört meist die Optik.
Trägershirt- meist zu plump, faltig.
Trägerbody auch noch viel von der Optik weg, aber meist die beste Lösung.
Spaghettitop mir zu feminin.
Bustier/BH optisch die beste Lösung mir aber definitiv zu feminin.

Auch, wenn bim Test meine Frau meinte  das wäre am stimmigsten :P
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Gender / Antw:DARF MAN(N) SO?! - Reihe in Mühlheim an der Ruhr
« Letzter Beitrag von Ludwig Wilhem am 27.10.2026 12:26 »
Hallo Cephalus und alle anderen, hier nur eine kurze Frage/Bitte, wenn jemand die KI nutzt, wäre es vielleicht hilfreich die KI-Quelle anzugeben, denn wir haben ja verschiedene Anbieter.
Das Thema in Mülheim wäre für uns alle eine Reise wert, wenn Mann den Termin früher hätte einplanen können. LG Ludwig
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Rund um den Rock / Antw:Mit Hilfe künstlicher Intelligenz
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 27.10.2026 11:25 »
Hallo Peter,

ja, das Ergebnis sieht in sich stimmig aus. Wäre mal interessant zu sehen, wie es aussieht, wenn man das Bild mit einem Männerkopf ergänzt.

Diese Gestaltungsempfehlung an mir selbst umsetzen?
Einen fast identischen Rock habe ich (nur etwas gröber gefältelt). Hellblaue oder -graue FSH würden sich finden lassen, zur Not wäre sie schnell gekauft.
Ich dürfte ja vielen bekannt sein, relativ hemmungslos Grenzen zu überschreiten, die vielen jenseits ihres eigenen Wunschhorizonts liegen. Bei der Wahl des Oberteils hätte ich allerdings hätte ich schon meine Hemmungen. Vor allem die zweite Lage unter dem Oberteile erinnert mich zu sehr an spezifisch weibliche Funktionskleidung wegen der starken Kürze des Teils. Ein vielleicht etwas längeres, aber ggf. immer noch bauchfreies Spaghettioberteil stattdessen würde mir an einem Mann, speziell an mir, besser gefallen. Bei entsprechender Witterung oder Situation würde ich trotz Hemmungen ggf. sogar eine zweite Lage drunter weglassen.
Der Rest (Schuhe) ist extreme Geschmackssache. Ich konnte mich bei solchen Schuhen noch nicht an den Anblick an einem Mann gewöhnen - vielleicht sehe ich sie zu selten, im echten Leben sowieso und aber auch hier im Forum. Ich finde diese Art Schuhe aber auch an Damenfüßen sehr oft nicht schön.

Das alles sind aber nur meine persönlichen Gedanken dazu. Das soll Dir das Ergebnis und die Inspirationen davon absolut nicht vermiesen.
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Gender / Antw:DARF MAN(N) SO?! - Reihe in Mühlheim an der Ruhr
« Letzter Beitrag von cephalus am 27.10.2026 11:02 »
Das Thema ist für mich hoch interessant, absolut nicht neu und begleitet mich eigentlich permanent im Alltag, ich habe mit daher durchgelesen um was es geht und wie die Angebote sind, auch wenn es zeitlich und räumlich für mich nicht möglich ist dort vorbeizuschauen.

Für die Interessierten unter Euch, die evtl. nicht alles gelesen haben:
Ein Teil des Angebots ist online, was eine Teilnahme erleichtern könnte.

Scheinbar gab es ähnliche Angebote bereits früher und wenn man Fotos von diesen Veranstaltungen betrachtet, fällt mir auf, dass das Publikum sehr jung ist, was natürlich zu einen dem Universitären Umfeld geschuldet sein dürfte, zum anderen denke ich, dass meine Generation wenig offen für solche Themen ist, und überwiegend lieber konservativ an Gelerntem festhält und sich auch darüber definiert.

Ich bedauere, dass es so weit weg ist, es wäre bestimmt spannend uns für manch andere erhellend, als alter langhaariger Mann im Kleid daran teilzunehmen und eine andere Perspektive zu veranschaulichen.

Ich möchte Micha jetzt nicht seinen Job wegnehmen, vermutlich kann er es besser, aber eine kleine Erläuterung hätte ich parat:

Zitat
Wo benötigt ich Hilfe?
... frei von toxischen Männlichkeitskonzepten
... problematischen Männlichkeitskonzepten oder halten sie davon fern?

Wenn die das meinen, was ich denke, ist die Politik gefragt und nicht nur der Bürger.


Toxische Männlichkeitskonzepte sind das ganze Sammelsurium an Verhaltensmustern, an die sich Männer bewusst anpassen, sich unterwerfen, oder als Erwartung an sie herangetragen werden und ihnen selbst wie auch meist der Umwelt Schaden zufügen sie sind ein problematisches Männlichkeitskonzept.

Die Ausprägung ist sehr vielseitig, die Liste könnte man vermutlich beliebig verlängern:
Abwertung/Ablehnung alles Weiblichen
Riskantes Verhalten Alkohol / Verkehr / ungesunder Lebensstil
Unterdrücken oder nicht zulassen von Gefühlen
Dominanz / Aggression
Missachten körperlicher Signale wie Schmerz
Selbstdefinition über Leistung / Erfolg / Geld
Kein Aufbau tiefer empathischer Beziehungen

Ich denke die Politik kann da wenig direkt beeinflussen, bestenfalls dafür Anreize bieten, dass alle Bereiche des Lebens mehr mit Frauen durchmischt sind, da diese meist das, nicht seltene gegenseitige Aufschaukeln unter Männern durchbrechen.

Aber vielleicht hat ja noch jemand einen anderen politischen Ansatzpunkt?

Am wichtigsten ist die Zivilgesellschaft, die sich im ALLGEMEINEN Interesse von alten Erwartungen, Verhaltensmustern und Rollenbildern verabschieden muss, auch wenn oft simple kleine Gewohnheiten dahingehend schon Schaden anrichten.

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“
„Du bist ja schon richtig kräftig.“
…
„Jungs heulen nicht!“

Als Vater von zwei Jungs habe ich mich von vorneherein bemüht kein toxisches Verhalten vorzuleben, was nicht immer möglich war, weil vieles auch in mir tief verankert ist.

Aber ich versuche meine Jungs auch darauf hinzuweisen, was ihnen und u.U. auch ihrer Umgebung schadet, aber trotzdem in ihrer Peergroup an sie herangetragen wird.

Sehr hinderlich sind bei diesem Unterfangen allerdings sehr konservativ denkende Menschen, wie eine Großmutter, die ihnen direkt erzählt, dass man um ein Mann zu sein, stark sein muss, nicht weinen darf, keine langen Haare haben darf, nichts im Haushalt tun soll und die auch sonst gerne die Welt aus den 50ern wieder hätte, in die sie geboren wurde.

Nochwas, was die KI dazu bzgl. Jugendlichen ( mein Thema) dazu sagt:
Zitat
   Wenn man den Blick auf das Aufwachsen von Jugendlichen richtet, zeigt sich besonders deutlich, wie stark diese starren Rollenbilder heute noch wirken – und wie groß gleichzeitig der Druck ist, mit dem sich junge Menschen (junge Männer wie auch ihr Umfeld) auseinandersetzen müssen.
In dieser prägenden Phase der Identitätsfindung kollidieren traditionelle Erwartungen oft heftig mit einer sich verändernden Gesellschaft. Bei Jugendlichen lassen sich toxische Männlichkeitskonzepte besonders gut an typischen Dynamiken und Phänomenen beobachten:
1. Der Druck in der Peergroup („Echte Männer weinen nicht“)
Gerade in der Pubertät suchen Jugendliche stark nach Halt in ihrer Gruppe und bei Gleichaltrigen. Wer hier dazugehören will, unterwirft sich oft unbewusst strengen Codes:
 * Emotionale Isolation: Jungs lernen früh, Verletzlichkeit, Angst oder Zweifel zu verstecken. Wer traurig ist oder gemobbt wird, darf das oft nicht zeigen, sondern muss „cool bleiben“ oder mit Aggression reagieren. Das führt dazu, dass viele Jugendliche ihre wahren Gefühle komplett von der Außenwelt (und manchmal von sich selbst) abspalten.
 * Leistungs- und Härtetests: Ob auf dem Schulhof, beim Sport oder im Gaming – es wird oft über Status, Dominanz, körperliche Überlegenheit oder das Testen von Grenzen verhandelt. Wer rücksichtsvoll ist oder deeskalieren möchte, läuft Gefahr, als „schwach“ oder „unmännlich“ abgestempelt zu werden.
2. Die Rolle der digitalen Medien und „Alpha“-Influencer
Ein relativ neuer und massiver Verstärker sind soziale Medien (TikTok, Instagram, YouTube, Streams).
 * Im Netz stoßen Jugendliche – oft algorithmisch gesteuert – sehr früh auf extrem verkürzte, reißerische Männlichkeitsbilder (bekannt geworden durch Figuren wie Andrew Tate oder ähnliche Creator).
 * Dort wird Erfolg, Luxus, physische Stärke und absolute Dominanz über Frauen als das einzig erstrebenswerte Ziel stilisiert.
 * Für verunsicherte Jugendliche, die vielleicht gerade nach Orientierung suchen, bieten diese Inhalte scheinbar einfache Antworten und ein Gefühl von Stärke, verlangen im Gegenzug aber die Abwertung von allem, was nicht ins Schema passt.
3. Auswirkungen auf Mädchen und das Miteinander
Toxische Männlichkeitskonzepte betreffen natürlich nicht nur die Jungs selbst, sondern prägen auch das soziale Klima unter Jugendlichen:
 * In Beziehungen: Es entsteht Druck, sexuelle Dominanz zu zeigen oder Besitzansprüche zu erheben. Respektvolle Kommunikation bleibt manchmal auf der Strecke.
 * Das Feindbild des „Verweichlichten“: Jungs, die sich nicht an diese Codes halten – weil sie sensibler sind, sich für andere Dinge interessieren oder ihren eigenen Stil und Ausdruck von Männlichkeit leben möchten (die vielleicht auch mal mit traditionell „weiblichen“ Ästhetiken oder Verhaltensweisen brechen) –, werden schnell Ziel von Spott, Ausgrenzung oder Homophobie.
4. Die Kehrseite: Warum viele Jungs darunter leiden
Statistiken und Beratungsstellen zeigen, dass Jungen und junge Männer in dieser Phase oft unsichtbar leiden. Wenn Probleme nicht ausgesprochen werden dürfen, äußern sie sich anders:
 * Bei psychischem Druck zeigen sich Jungs seltener in Form von offenen Gesprächen oder klassischer Traurigkeit, sondern oft durch Wutausbrüche, Risikoverhalten, Schulverweigerung oder Substanzkonsum.
 * Die Schwelle, sich professionelle Hilfe (z. B. bei Depressionen oder Essstörungen, die auch Jungs betreffen) zu holen, ist extrem hoch, weil der Schritt zur Hilfe oft als Eingeständnis des Versagens erlebt wird.
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Rund um den Männerrock / Antw:Paris im Rock
« Letzter Beitrag von hirti am 27.10.2026 08:17 »
Einfach schön, deine Bilder, Ludwig!
Ich war dieses Jahr im Sommer in Urlaub mit meiner Familie in Paris. Wir haben fast die gleichen Bilder gemacht, allerdings hatte ich keinen Rock an. Wir fanden die Stadt großartig, und gerade für meinen Sohn war es toll, einmal all die Dinge in Wirklichkeit zu sehen, die man sonst nur vom Fernsehen kennt.

Deine gelb-blaue Kombination mag ich - vor allem die freundliche gelbe Strumpfhose ist einfach typisch du!
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