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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 21:07 »
Herzlich Willkommen Matthias!
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Gestern um 19:29 »
Ich war heute mit Rock und heller Strumpfhose im KFC und habe einen Burger gegessen.
Es war auch eine größere Gruppe Türken anwesend und haben da gegessen.
Es gab weder eine Reaktion auf meine Gewandung von ihnen, auch sonst schien sich niemand dafür zu interessieren was ich anhabe.
Scheinbar ist man ab einem gewissen Alter unsichtbar für die Mitmenschen.

LG Peter
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 19:13 »
Lieber Zwurg,

ich frage aber mal zurück:

Meinst Du, in Frieden leben zu können, wenn die Rahmenbedingungen das nicht zulassen?
Und wer meinst Du, ist für die Schaffung und Pflege von Rahmenbedingungen, die ein friedliches Leben ermöglichen, zuständig?


Ich habe seit über 30 Jahren Homosexuelle in meinem Freundeskreis. Auch in den 90igern gab es keine Probleme.
Transsexuelle habe ich in den letzen 20 Jahren kennengelernt. Ich nehme die Menschen wie sie sind.
Früher wie heute haben sie s nicht unbedingt leicht, wenn sie sich outen.
Mit den Röcken am Mann ist es ähnlich. Ich fand es in den 2000ern einfacher, weil es da ein Thema für sich war.

Mit diesem LGBTQ+ und der Wokeness Themenkreis wird alles in einen Topf geworfen, zack, die Schublade öffnet sich und schon steckt man drin.
Ich finde diese Themen haben die Gesellschaft nicht geeint, sondern im Gegenteil,  die Gesellschaft wurde gespalten.
Und vermehrt reagieren viele Menschen extrem allegisch.
Ich mag mich nicht entscheiden. Ich kenne und mag Menschen von allen Seiten.
In meinem Fall gehts nur um Klamotten, um nichts anderes. Und anscheinend gibt es sehr wenig Mitstreiter in meinem/unserem Thema.
Ich würde Einigung und Freiheit lieber sehen, als ständige weitere Spaltungen und ideologische Grabenkämpfe.

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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 17:20 »
Lieber Zwurg,

ich frage aber mal zurück:

Meinst Du, in Frieden leben zu können, wenn die Rahmenbedingungen das nicht zulassen?
Und wer meinst Du, ist für die Schaffung und Pflege von Rahmenbedingungen, die ein friedliches Leben ermöglichen, zuständig?

Und, auch wenn ich nicht glaube, dass Du das so meinst: Kannst Du wirklich in Frieden leben - also auch in einem inneren Frieden - wenn eine Gruppe in der Gesellschaft, der Du nicht angehörst, nicht in Frieden leben kann? Auch wenn wir derzeit zum Glück nicht solche Zustände haben, denke ich an eine schlimme Zeit zurück, in der viele Gruppen der Gesellschaft verfolgt und ermordet wurden, während viele Menschen wegschauten, weil sie in Frieden leben wollten, und dieses Wegschauen für unpolitisch hielten.

Aber ja, Toleranz kann auch Gleichgültigkeit bedeuten. Toleranz ist die Duldung von Menschen oder von Zuständen, die man eigentlich nicht mag. Was man mag, braucht man nicht zu dulden. Was man nicht mag, erduldet man notgedrungen. Sollte es aber verschwinden - also auch: sollten die tolerierten Menschen verschwinden - trauert man ihm/ihnen nicht nach. Und evtl. toleriert man sie auch nur so lange, wie man muss, unterstützt aber auch Kräfte, die daran arbeiten, diese Menschen zu bekämpfen. Deswegen meine ich, dass Toleranz ein Anfang ist, der aber in Respekt und Akzeptanz übergehen muss, wenn man will, dass alle in Frieden miteinander leben können.

LG, Micha
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Gude zusammen!

Ich meinte eigentlich nicht so sehr eine Unzufriedenheit mit manchen Merkmalen der männlichen Rolle, sondern mit der männlichen Rolle überhaupt, also anders gesagt, den Wunsch nach einer nicht-männlichen Rolle, sei sie weiblich, geschlechtsneutral oder sonst wie.

LG, Micha
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Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht

Ich glaube schon, dass es etwas bringen kann, nur muss man die Erwartungen anpassen, wenn es punktuell für einen kurzen Zeitraum passiert.

Die Erfolge von feministischen Bestrebungen oder homosexuellen Initiativen sind auf die letzten Jahrzehnte betrachtet, beachtlich und trotzdem nicht am Ziel.

Initiativen von Millionen über ein halbes Jahrhundert bewirken was - entsprechend weniger kann man im Kleinen erreichen, aber das beutet nicht, dass es umsonst war.

Wenn ich mich mit meinem Vater vergleiche geht die Entwicklung rückwärts.
Er trank auch wenig Bier und interessierte sich nicht überaus für Fußball.
Er hat viel gearbeitet, es war aber möglich das er alleine als Familienernährer fungieren konnte.
Gut er trug keine Röcke, in seinen Kopf hineinschauen konnte ich nicht. (Als er aber dement wurde versucht er immer wieder in Kleidungsstücke meimer Mutter zu schlüpfen, was aber nicht funktionierte weil er wesentlich größer und doppelt so schwer war.)
Er war trotzdem mit 60 zu Hause und konnte seine Rente ohne Abschläge geniesen.

In unserere Generation müssen meist beide Geschlechter arbeiten um über die Runden zu kommen.
ich kann sicher nicht mit 60 zu Hause bleiben, fraglich ob ich es mit 65 tun kann.
So wird der Druck zu arbeiten, sich um die Karrirere zu kümmern und die damit verbundenen Schmerzen mit Alkohol und Fußball zu übertünchen. Da tröstet es mich nicht, das der Feminismus und die Anerkennung der Homosexuellen weitergkommen.

Wir wollten damals eine Entlastung der Männer, mehr Lagerfeuertime, mehr Zeit für die Familie, insgesamt mehr Freiheit.

Aber das Gegenteil ist doch der Fall, hauptsächlich weil das Geld fehlt.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von JJSW am Gestern um 13:00 »
Hallo Steppi

Herzlich Willkommen im Forum  :)
Und an das kribbeln und die Aufregung beim ersten Mal draußen im Rock unterwegs zu sein, kann ich mich auch noch erinnern. Und als ich wenige Sunden danach zuhause angekommen bin und nichts aufregendes passiert ist, wollte ich am nächsten Tag gleich wieder im Rock los.

Ich kann das nur empfehlen, zum Treffen zu kommen, war auch schon paar mal dabei, leider etwas weit weg von mir.

Gruß aus der ungefähren Mitte Baden-Württembergs
Jürgen
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Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht

Ich glaube schon, dass es etwas bringen kann, nur muss man die Erwartungen anpassen, wenn es punktuell für einen kurzen Zeitraum passiert.

Die Erfolge von feministischen Bestrebungen oder homosexuellen Initiativen sind auf die letzten Jahrzehnte betrachtet, beachtlich und trotzdem nicht am Ziel.

Initiativen von Millionen über ein halbes Jahrhundert bewirken was - entsprechend weniger kann man im Kleinen erreichen, aber das beutet nicht, dass es umsonst war.
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wer einen Rock trage, sei wahrscheinlich mit seiner männlichen Rolle unzufrieden, was sie für sich selbst nicht so sehen.

Ist das nicht doch so?
Natürlich nicht in jedem Punkt, aber selbst Transfrauen dürften nicht in jeder Beziehung mit ihrer Rolle bei Ursprungsgeschlecht unzufrieden sein.

Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
-   Ausschließlich Hosen zu tragen
-   Bier zu mögen
-   Interesse für Fußball zu haben
-   Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren
-   Karriere über Familie zu stellen
-   Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat
-   Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen
-   Usw…

Diese Liste könnte ich fast beliebig erweitern.

Jedenfalls sind die gerade genannten Rollenverpflichtungen, ein Teil derjenigen, denen ich mich nicht füge, mit denen ich unzufrieden bin.

Ja, in jüngeren Jahren habe ich mich oft widerwillig den Erwartungen gefügt und z.B. gelangweilt in Gesellschaft Fußball geschaut, mit einem Bier in der Hand.

Und ja, dass ich Röcke und Kleider trage ist auch ein Ausdruck davon, dass mir dies Rollenklischees mittlerweile egal sind, wie auch vice versa.


In deinen Aufzählungen finde ich mich durchaus wieder.

Wir haben damals vor über 30 Jahren in der Landesmännergruppe der KLJB über ähnliche Themen diskutiert.
Es gibt ja doch einige Dinge die Männer von Frauen unterscheiden.
Und unser Ziel war es eben das Leben von Männern zu verbessern, denn die Dinge die du aufgezählt hast, führen ja auch bei einigen Männern zu einem vorzeitigen Tod, durch Krankheiten oder auch erhöhte Suizidrate.

Und das hat ja auch mit dem Rollenverhalten zu tun, dem viele nicht entkommen können.
Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht
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Hallo Bernd!

Das hast Du ganz hervorragend ausgedrückt.

Und Micha seine Antwort auch'

Ja, so ist es wohl. Und wenn dann noch die Angst dazu kommt, doch noch für nicht eindeutig cisgender und heterosexuell gehalten zu werden, weil man der Toleranz der Mehrheitsgesellschaft doch nicht so recht traut, ist die Hürde, selbst einen Rock anzuziehen, riesig groß.

Es ist schon zum Mäusemelken!

Aber auch, wenn Mann es sich für sich selbst schlecht vorstellen können sollte, kann er doch einsehen, dass es grundsätzlich Gleichberechtigung bedeutet, wenn Männer genau so gut die freie Wahl zwischen Rock und Hose haben wie Frauen. Das müsste doch in alle Birnen passen!

LG, Micha

...auch wenn da etwas Verbitterung in seinen Worten zu Tage tritt.
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