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Selbstverständlich, lieber Hajo. Ich habe mich nur der Sorge von Wolfgang angepasst, Männer, die sich als normal empfinden, wollten nicht als nicht normal gelten.

Davon abgesehen ganz klar: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für Männer."

Und hier könnten wir noch ein "normal" weglassen:
"Ich bin ein Mann und trage ein Kleidungsstück."

Aber für mich geht es auch jeweils mit "normal". Obwohl ich mal einen Aufkleber auf meinem Auto hatte, auf dem zu lesen war: "Warum normal sein?" Was einen Kollegen dazu brachte, sich zu ducken, wenn er mit mir in meinem Auto durch sein Dorf fuhr, weil er nicht wollte, dass er von den anderen Dorfbewohnen für unnormal gehalten wurde. Für solche Männer mag das Wort "normal" sehr wichtig sein. So sagte er mal zu mir, der ich zu Karneval unten einen Faltenrock und oben Hemd, Jaket und Krawatte trug, dass ich oben rum richtig gut aussähe.
Wir hatten aber auch mal eine Diskussion über das Wort "normal", wobei herauskam, dass es für ihn "der Norm (also einem Sollwert) entsprechend" bedeutete und für mich "durchschnittlich" (also einen Istwert beschreibend). Klar, dass man normal sein will, wenn man darunter verstehet, dass man so sein soll. 

LG, Micha
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Warum das Wort "normal"? "Mann" genügt.

Und wenn wir "richtige Männer" in "normale Männer" oder "Durchschnittsmänner" ändern, klingt das schon viel weniger nach Machismo.

"Ich bin ein ganz normaler Mann und trage ein ganz normales Kleidungsstück", wäre so eine Aussage, die ich äußern könnte.

Aber immer natürlich ein "auch" dabei: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für ganz normale Männer".

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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 21:09 »
Wenn ich darüber nachdenke, was der Satz "mir ist es egal, was andere Leute von mir denken" bedeuten kann, kommen mir eigentlich drei Bedeutungen in den Sinn:

1. Mir ist es egal, ob andere Menschen gut oder schlecht von mir denken. Ich kann auch damit leben, wenn sie schlecht von mir denken.
-> In diesem Sinn, ist es mir nicht egal, sondern ich hätte lieber, wenn sie gut von mir denken.

2. Mir ist es egal, was andere von mir denken. Zwar wäre es mir lieber, sie dächten gut von mir, aber ich werde mich auch dann nicht nach ihnen richten, wenn sie schlecht von mir denken."
-> In diesem Sinne könnte es mir egal sein, was sie von mir denken.

Aber eigentlich stimmt dieser Satz für mich:
Mir ist es nicht egal, was andere von mir denken. Ich möchte, dass sie gut von mir denken. Dennoch werde ich mich nicht unbedingt nach ihnen richten, wenn sie aus Gründen schlecht von mir denken, die nicht meine Gründe sind. Dann wäre es mir lieber, ich könnte ihre Gründe ändern und damit auch ihr Denken von mir.

LG, Micha

PS: Trotzdem mag ich dieses Lied: https://www.youtube.com/watch?v=NoweGN8cm5g
Und auch das Titellied dieses neuen Albums: https://2.brf.be/sendungen/kuenstlertreff/1142477/
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Na siehst Du, da haben wir vielleicht doch einen gemeinsamen Slogan:
"Röcke sind für alle da, genau wie Hosen!"

Mir geht es auch nicht um das Wort "Genderklischees", sondern um deren Inhalt: "überkommende Vorstellungen von Geschlechterrollen und -merkmalen, denen viele Menschen nicht entsprechen möchten, wenn sie die freie Wahl haben". Das ist jetzt zwar viel länger, aber ohne Fremdwörter.

Und wenn wir "richtige Männer" in "normale Männer" oder "Durchschnittsmänner" ändern, klingt das schon viel weniger nach Machismo.

"Ich bin ein ganz normaler Mann und trage ein ganz normales Kleidungsstück", wäre so eine Aussage, die ich äußern könnte.

Aber immer natürlich ein "auch" dabei: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für ganz normale Männer".

Mit so einem Satz kann ich sehr gut leben und PR machen.

Es war mir eine Freude, mit Dir so konstruktiv zu diskutieren, lieber Wolfgang!

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 20:36 »
Siehste, cephalus,

dann tendierst Du doch irgendwo eher zur Antwort 2 oder 3.

Ich hätte Dich eher in Richtung 4 oder 5 einsortiert, bemessen am Umstand, dass Du Deiner Familie nichts mehr erklären musst und Du so gesehen also keine Rücksicht darauf (mehr) nehmen musst. Du hast freilich Recht, gerade die Antworten 4 oder 5 hinterlassen Lücken im Spektrum, die die Umfrage nicht vollständig abdeckt. Leider kann man sofort nach dem ersten Abschicken einer Umfrage die Antwortmöglichkeiten nicht mehr bearbeiten.

Und Umfragen fürs Forum entwickelt man nicht mit einer dreiwöchigen Vorlaufphase, sondern spontan in 5 Minuten. Da entstehen leicht unbedachte Lücken.
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"Röcke sind für alle da, genau wie Hosen", ist vielleicht sogar ein genialer Spruch, den alle einigermaßen verstehen.

Jedenfalls haut man nicht mit Begriffen um sich, die einige nicht mehr hören wollen, oder in die sich etliche nicht hineindenken wollen. Mit Worten wie "Genderklischees" kannst Du in einer Fachpublikation hantieren, oder in einem so erlesenen Kreis, wie wir das sind. In der allgemeinen Gesellschaft verlierst Du damit die Aufmerksamkeit von genau denen, die am notwendigsten zu erreichen wären.

Die Botschaft, ein Mann muss nicht nach Gründen ringen, um einen Rock zu tragen (verkürzt und plakativ: "darf ein richtiger Mann sein"), soll ja nicht nur potenzielle und schlummernde Rockmänner ansprechen,
sondern auch Frauen, Kinder, Senioren, die alle in irgendeiner nahestehenden Funktion sich zu Männern sich befinden, die man bislang nur in Hosen kennt.

Der Gedanke: "Du kannst auch nichts von all dem sein, woran ich als erstes denken musste" soll sich in der Gesellschaft verbreiten, der aber bislang als ziemlich utopisch angesehen wird, weil eben alle anderen Möglichkeiten medial präsent sind, der "Mann im Rock ohne Nebenbedingungen" aber ist es noch nicht.

Die Ehefrau kann noch so sehr aufgeschlossen sein, dass X oder Y queer oder trans sind, wenn sie das aber von ihrem eigenen Mann denkt, wird es kritisch. Drum nutzt es nichts, mit weiterhin verständnisvollen Fähnchen zu schwenken, wenn es darum geht, dass sie ihren Mann im Rock akzeptieren soll. Es kann ihr nur gelingen, wenn sie die Möglichkeit kennt, dass ein Mann auch ganz ohne Nebenbedingungen Rock tragen kann. Und wenn das auch die Nachbarin weiß, und ihre Eltern.
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 19:36 »
Tja, Wolfgang,
irgendwo passt es immer nicht genau, das mit den Fragen ;)

Mir ist es egal, wer sich was zusammendichtet, ausser meiner Familie.
Für die ist die Frage in meinen Augen so hypothetisch, dass es irrelevant ist, welche Begrifflichkeit im Raum steht. Sie kennen mich durch und durch, 36jahre bis lebenslang ...
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Ja, ja, der Mann auf der Straße. Auch der hat nicht mehr dasselbe Weltbild wie vor 100 Jahren. Auch ist es ja nicht nur einer, sondern deren sind es viele und die sind nicht alle gleich.

Aber gehen wir von den ungebildetsten Männern auf der Straße aus: Würdest Du sie gerne in ihrer Unbildung belassen, nur damit sie Röcke tragen?

Ist es Dir so wichtig, dass alle Männer Röcke tragen, auch wenn das zulasten einer geistigen Weiterentwicklung ginge?

Und meinst Du nicht, dass Sätze wie "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen" auch für sie verständlich wären? Musst Du unbedingt betonen, dass sie "richtige Männer" sein dürfen, was auch immer "richtige Männer" sind, auch wenn die Männer, die Du erreichen willst, damit Machismo meinen?

Ich meine, ich bin ein Mann, aber ein "richtiger Mann" in dem Sinne, wie BH und andere Machos es verstehen, will ich gar nicht sein. Und dennoch bin ich nicht LGBTQ+. Aber lieber verbünde ich mich mit letzteren als mit ersteren.

Aber gut, wenn Du eine PR für diese "richtigen Männer" machen willst, mach nur. Aber ohne mich. Ich mache dann die PR für die, die Genderklischees bereit sind, in Frage zu stellen.

Aber eigentlich ist ja Bernd unser PR-Beauftragter. Nee, ist er nicht, will er nicht sein, denn er hat erkannt, dass wir zu heterogen für eine gemeinsame PR sind. Also machen einige, die es wollen, PR für eine Zielgruppe und andere für eine andere.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 19:15 »
Für mich wäre also ankreuzbar:
Mir sind meine Mitmenschen nicht egal, sondern ich möchte zu ihrem eigenen Wohl gerne ihren Horizont erweitern, auch in Bezug auf Kleidungsmöglichkeiten jenseits von Genderklischees.

LG, Micha

Es fragte niemand, ob Dir Deine Mitmenschen egal sind oder nicht,

ich fragte, ob es egal ist, was die Mitmenschen von Dir denken.

Und nach der ersten Analyse Deines komplexen Antwortwunschs, kommt Antwort 1 Dir wohl deutlich am nächsten...

Nein, mir ist es nicht egal, was sie von mir denken. Es wäre mir z.B. sehr peinlich, mit irgendwelchen Genderklischees in Verbindung gebracht zu werden. Und ich würde gerne das Denken der Menschen beeinflussen, so wie auch ich mein Denken von anderen Menschen beeinflussen lasse. Kein Mensch ist eine Insel. Wir sind alle miteinander verbunden.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 18:36 »
Danke, Peter, für Deine Erklärung,

dann scheinen aber entweder Antwort 2 oder Antwort 3 auf Dich zuzutreffen.
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