11
Rund um den Rock / Antw:So bin ich im Rock draußen unterwegs. Part 2
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 02:47 »Herzlichen Glückwunsch, Dressfan, für Deinen Ausflug.
Ja, manchmal muss man mit seiner Wunschkleidung auch einfach mal unter die Leute.
Schade, dass Du den Ausflug etwas kürzer als geplant gestaltet hast. Dieses Gefühl kenne ich von ganz früher von meinen ersten Städte-Tagestouren. Manchmal fühlt man sich dann in Summe nicht mehr so ganz wohl und will einfach nur noch schnellstmöglich raus aus den Augen der Leute.
Jedoch beschreibst Du etwas, was sicherlich mit im Zusammenhang steht: Du hast genau auf die Reaktionen der Leute geachtet.
Es ist tatsächlich so - dahinter bin ich aber auch erst nach sehr langer Zeit gekommen -, dass die Leute weniger auf Dich achten, wenn auch Du auf ihre Reaktionen nicht achtest. Logisch, könnte man sagen, dann kriegt man die Reaktionen der Leute auch weniger mit. Klar. Aber die Leute reagieren auch wirklich weniger.
Denn es ist so, wenn jemand mich anschaut mehr als er es normalerweise tun würde - oder er mir von der Seite irgendwie nachsieht -, dann werde ich aufmerksam und versuche zu ergründen, warum der mich nun intensiver anschaut als erwartet. Wenn mir dann noch auffällt, dass er irgendetwas sehr individuelles hat, dann achte ich auch auf dessen Feinheiten und schaue selbst intensiver zurück. Hier in diesem Text-Absatz rede ich von mir als Stellvertreter der "Leute", und der, der mich intensiver anschaut, ist jemand der von mir vielleicht eine Reaktion auf ihn erwartet, in diesem Fall also Du während Deines Bamberg-Ausflugs.
Bernd hatte gerade in einem anderen Beitrag diesen Effekt erwähnt: da. Und auch andere Forumskollegen ist dieser Zusammenhang schon aufgefallen und haben davon geschrieben.
Mit demselben Effekt kann man übrigens auch folgende Reaktionen hervorrufen: Wenn man durch die Straßen läuft und die Leute sanft anlächelt, bekommt man eher ein freundliches Lächeln zurück als normal.
Freilich interessiert es ja einem auch, ob und wie die Leute denn auf einen reagieren. In solch einem Fall habe ich dann früher, als ich etwas geübter im Rocktragen war, versucht in Glasfassaden oder Schaufenstern anhand der Spiegelungen zu beobachten, ob Leute hinter mir sich rumdrehen oder stehenbleiben oder mir hinterher gucken. Da fühlen die betreffenden Leute sich nicht direkt beobachtet, oftmals ahnen sie dann ja gar nicht, dass man auf sie achtet.
Eine andere, unauffällige Methode ist falls möglich, auf die Schritte zu achten. Falls die Schritte stocken oder langsamer oder unregelmäßiger werden, ist ein Nachgucken vielleicht im Spiel. Oder Passanten, die miteinander erzählen, stocken vielleicht im Redefluss. Vielleicht noch bevor Du an ihnen vorbei bist, oder zwei Sekunden nachdem Du an ihnen vorüber bist. Das finde ich immer ganz amüsant, wobei das ziemlich selten im Gegensatz zu früher vorkommt. Das ist der Moment, wo man nach weiteren zwei Sekunden sich selbst zu diesen Passanten umdrehen kann und sie in flagranti beim Gucken erwischen kann. Wenn man dann noch sie etwas schelmisch anlächelt, dann kann man nicht selten auch noch ein Lächeln abholen - vielleicht ein etwas peinlich aufgeladenes Lächeln der Passanten, weil sie sich erwischt fühlen, oder einen plötzlichen Stimmungsumschwung von bös-erstauntem Gesicht zu einem sympathisch werdenden Lächeln. Das kann richtig Spaß machen, die auf Dich reagierenden Leute zunächst unbemerkt zu beobachten - und dann freundlich zu enttarnen. Das aber gehört dann schon zu einem etwas fortgeschritteneren Rocker-Stadium, in dem man beginnt, mit den Leuten, die z.B. über Dich lachen sollten, gemeinsam mit zu lachen. So nach dem Motto: "Hach, was bin ich auch für ein Schelm!" und wenn man sich freuen kann, wenn man andere zum Schmunzeln bringen konnte.
Ja, manchmal muss man mit seiner Wunschkleidung auch einfach mal unter die Leute.
Gefühlt hat jeder 5. mich auffällig lange gemustert, manche mit einem sehr ungläubigen Gesichtsausdruck, dabei fand ich mein Outfit jetzt nicht besonders auffällig - abgesehen davon, dass ein Mann einen Rock trägt.
Die alten Hasen hier im Forum haben sicherlich soviel Routine, dass ihnen das Angestarrt-werden nicht mehr auffällt oder nichts ausmacht. Soweit bin ich leider noch nicht und mein Ausflug ins Bamberger Zentrum war dann nicht ganz so ausgiebig, wie ich das vorher geplant hatte.
Schade, dass Du den Ausflug etwas kürzer als geplant gestaltet hast. Dieses Gefühl kenne ich von ganz früher von meinen ersten Städte-Tagestouren. Manchmal fühlt man sich dann in Summe nicht mehr so ganz wohl und will einfach nur noch schnellstmöglich raus aus den Augen der Leute.
Jedoch beschreibst Du etwas, was sicherlich mit im Zusammenhang steht: Du hast genau auf die Reaktionen der Leute geachtet.
Es ist tatsächlich so - dahinter bin ich aber auch erst nach sehr langer Zeit gekommen -, dass die Leute weniger auf Dich achten, wenn auch Du auf ihre Reaktionen nicht achtest. Logisch, könnte man sagen, dann kriegt man die Reaktionen der Leute auch weniger mit. Klar. Aber die Leute reagieren auch wirklich weniger.
Denn es ist so, wenn jemand mich anschaut mehr als er es normalerweise tun würde - oder er mir von der Seite irgendwie nachsieht -, dann werde ich aufmerksam und versuche zu ergründen, warum der mich nun intensiver anschaut als erwartet. Wenn mir dann noch auffällt, dass er irgendetwas sehr individuelles hat, dann achte ich auch auf dessen Feinheiten und schaue selbst intensiver zurück. Hier in diesem Text-Absatz rede ich von mir als Stellvertreter der "Leute", und der, der mich intensiver anschaut, ist jemand der von mir vielleicht eine Reaktion auf ihn erwartet, in diesem Fall also Du während Deines Bamberg-Ausflugs.
Bernd hatte gerade in einem anderen Beitrag diesen Effekt erwähnt: da. Und auch andere Forumskollegen ist dieser Zusammenhang schon aufgefallen und haben davon geschrieben.
Mit demselben Effekt kann man übrigens auch folgende Reaktionen hervorrufen: Wenn man durch die Straßen läuft und die Leute sanft anlächelt, bekommt man eher ein freundliches Lächeln zurück als normal.
Freilich interessiert es ja einem auch, ob und wie die Leute denn auf einen reagieren. In solch einem Fall habe ich dann früher, als ich etwas geübter im Rocktragen war, versucht in Glasfassaden oder Schaufenstern anhand der Spiegelungen zu beobachten, ob Leute hinter mir sich rumdrehen oder stehenbleiben oder mir hinterher gucken. Da fühlen die betreffenden Leute sich nicht direkt beobachtet, oftmals ahnen sie dann ja gar nicht, dass man auf sie achtet.
Eine andere, unauffällige Methode ist falls möglich, auf die Schritte zu achten. Falls die Schritte stocken oder langsamer oder unregelmäßiger werden, ist ein Nachgucken vielleicht im Spiel. Oder Passanten, die miteinander erzählen, stocken vielleicht im Redefluss. Vielleicht noch bevor Du an ihnen vorbei bist, oder zwei Sekunden nachdem Du an ihnen vorüber bist. Das finde ich immer ganz amüsant, wobei das ziemlich selten im Gegensatz zu früher vorkommt. Das ist der Moment, wo man nach weiteren zwei Sekunden sich selbst zu diesen Passanten umdrehen kann und sie in flagranti beim Gucken erwischen kann. Wenn man dann noch sie etwas schelmisch anlächelt, dann kann man nicht selten auch noch ein Lächeln abholen - vielleicht ein etwas peinlich aufgeladenes Lächeln der Passanten, weil sie sich erwischt fühlen, oder einen plötzlichen Stimmungsumschwung von bös-erstauntem Gesicht zu einem sympathisch werdenden Lächeln. Das kann richtig Spaß machen, die auf Dich reagierenden Leute zunächst unbemerkt zu beobachten - und dann freundlich zu enttarnen. Das aber gehört dann schon zu einem etwas fortgeschritteneren Rocker-Stadium, in dem man beginnt, mit den Leuten, die z.B. über Dich lachen sollten, gemeinsam mit zu lachen. So nach dem Motto: "Hach, was bin ich auch für ein Schelm!" und wenn man sich freuen kann, wenn man andere zum Schmunzeln bringen konnte.

Neueste Beiträge
.
