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« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 20:26 »
Danke für die neue Initiative, Wolfgang. Wir hatten ja vor einiger Zeit mal über eine Vereinsgründung diskutiert, damals ohne Ergebnis. Insofern kann die Konzentration auf Öffentlichkeitsarbeit möglicherweise das niedrigschwelligere und daher erfolgsversprechendere Format sein. Dennoch steht die Frage: Wer sind wir bzw. wer wird Urheber dieser Öffentlichkeitsarbeit? Damals hatte ich das so verstanden, dass gerade die Öffentlichkeitsarbeit das Hauptziel eines Vereins sein sollte.
Grundsätzlich sehe ich sowohl unser schönes Forum hier wie auch eine potenzielle Öffentlichkeitsarbeit in erster Linie als Mittel zum Zweck, um das Thema Rock am Mann zu verbreiten. Unbenommen davon ist es natürlich ein soziales Netzwerk, über das ich einige liebe und ähnlichgesinnte Menschen kennengelernt habe, einige davon ja auch bereits persönlich.
Inhaltlich würde ich als Schwerpunkt schon das Thema Kleidungsfreiheit sehen und die Parallele zur Befreiung der Frau aus dem Rock vor 100 Jahren sehen, deren Pendant, die Befreiung des Mannes aus der Hose, ja noch aussteht. Und ja, doppelrock, diese Freiheit ist noch eingeschränkt, wenn zwar nicht juristisch, so doch gesellschaftlich. Im Übrigen bin ich immer noch dafür, positiv besetzte Begriffe zu verwenden, also nicht Hosenzwang sondern eher Kleidungsfreiheit.
Zu den Anlässen:
- Der Rethink Masculinity Day ist sicherlich thematisch am besten geeignet, jedoch wohl noch recht unbekannt, oder?
- Der Internationale Frauentag, der am 8. März (nicht April) in Berlin sogar Feiertag ist, bedarf einer ausführlichen Erklärung, wieso wir als Männer uns da dranhängen wollen. Ich habe Zweifel, dass das funktioniert.
- Christopher Street Day(s) = CSDs (z.B. 'nicht-queer, trotzdem anders' oder 'nur ein bisschen queer' oder so). Ja und Nein. Es würde m.E. nur funktionieren, wenn uns die queere Szene als Teil von sich sieht. Am plakativsten wäre, wenn wir dem LGBT.... einen weiteren Buchstaben, der für uns steht, hinzufügen könnten. Ich sehe jedoch, dass viele unter uns auch ihre Männlichkeit betonen und sich bewusst von der queeren Szene abgrenzen.
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung'): Nein. Karneval ist Verkleidung. Wir verkleiden uns jedoch nicht. Die Verneinung ("...ist keine Verkleidung") wird wahrscheinlich nicht so wie gewollt verstanden. Karneval kann m.E. lediglich Anlass für diejenigen, die noch Hemmungen haben, sich im Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen, sein, es erstmals zu wagen.
Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Mal was zustande bringen würden.
LG, Albis