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@MAS
Wenn man die Verse des Koran nach Entstehungszeiten sortiert (was anhand der Hadithen einigermaßen möglich zu sein scheint), merkt man sehr schnell, wie die "Offenbarungen" mit zunehmender Macht immer aggressiver werden. Nach üblicher Lesart ersetzen im Falle einer Widersrpüchlichkeit die neueren "Offenbarungen" die älteren ("Abrogation")
Ebenfalls ist es unstrittig, dass Mohammed als Oberhaupt einer Räuberbande seine Karriere begonnen hat und später zum Warlord aufstieg, der Mekka und Medina eroberte.
Ein erheblicher Teil der Koransuren beschäftigen sich mit der Aufteilung von Beute (einschließlich Sklaven), der Versorgung von Kriegswitwen (Erlaubnis der Vielehe) und der Sicherung seiner Herrschaft in den eroberten Städten (Strafsteuer für "Ungläubige", Todesstrafe für Apostaten etc.).
Da eine "Toleranz" gegenüber Ungläubigen zu sehen, erfordert schon eine sehr rosarote Brille.
Dieses Werk steht also in einem krassen Widerspruch zum neuen Testament, das keinen Anspruch auf weltliche Herrschaft erhebt ("Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist" - "Mein Reich ist nicht von dieser Welt"), sondern (vermutlich in Kenntnis und unter Verarbeitung der Lehren Buddhas) einen Weg aufzeigt, eine möglichst friedliche und solidarische Gesellschaft zu etablieren.
Das neue Testament kennt übrigens auch keine irdischen Strafen für Apostaten und ruft auch an keiner Stelle dazu auf, "Ungläubige" schlechter zu behandeln als Anhänger der christlichen Lehre. Ganz im Gegenteil.
Dass die Kirche(n) diese Lehre später missbraucht und umgedeutet haben, steht auf einem anderen Blatt.
Die UN Charta der Menschenrechte fußt ziemlich direkt auf den Ideen des Neuen Testaments und den Lehren Buddhas, und wird von den islamischen Ländern strikt abgelehnt (vgl. "Kairoer Erklärung der Menschenrechte" - die im Grunde eine Ablehnung der universellen Menschenrechte ist).
Ich hoffe, dass dieser Exkurs jetzt nicht den Rahmen dieses Threads sprengt.