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Du sprichst mir aus der Seele, Bernd!
Hier gibt es aber einige, die sich lieber der Mehrheit der Gesellschaft einschleimen wollen, um mit ihr zusammen auf andere Minderheiten runterzutreten. Na, ja, die ändern wir nicht, aber gehen dann doch lieber den Weg, den Du hier skizzierst hast. Gemeinsam mit anderen Minderheiten und dann nicht gegen die Gesellschaft, sondern für sie, denn wir alle Minderheiten zusammen sind ja eine Bereicherung der Gesellschaft.

Ich bin auch kein leidenschaftlicher Karnevalist, aber auch kein Ablehner, sondern feiere ein bisschen mit. Das dann aber gerne mit Freund:innen.

LG, Micha
 
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Zitat
Erst recht nicht im Zusammenhang mit Karneval, CSD oder sonstigen Absonderlichkeiten ...

Sich selber als Mann im Rock/Kleid für "normal" zu halten, aber dann "Karneval, CSD, ..." absonderlich zu nennen!
Mit welcher Definition auch immer, die Bezeichnung "Absonderlichkeiten" ist klar negativ konnotiert und wertet "Karneval, CSD, ..." damit ab. Da gehe ich nicht mit und möchte mich auch gar nicht mit Diskussionen dazu aufhalten. So etwas hier zu lesen, schreckt mich (und bestimmt auch andere) ab.

Ich habe es schon mehrfach geschrieben: Die beste (und vielleicht einzige) Chance für gesellschaftliche Akzeptanz für uns ist es, dafür gemeinsam mit Gruppen zu kämpfen, die ebenfalls aufgrund ihrer Erscheinung Ablehnung erfahren, und dazu gehört die auf CSDs aktive queere Community definitiv dazu. Lasst uns gemeinsam für eine Gesellschaft werben, in der Vielfalt (in Kleidung wie in Geschlechteridentitäten und sexuellen Präferenzen) als Gewinn anerkannt und nicht bekämpft wird! Die Alternative ist, sich untereinander abzulehnen und jede Community für sich in ihrem Kampf um Akzeptanz zu scheitern.
Im übrigen: Ich bin auch kein Karneval-Fan, aber Karneval ist nun mal - regional unterschiedlich - gesellschaftlich akzeptiert, im Gegensatz zu unserer Praxis.

Im Gespräch mit Leuten, die mich auf mein Kleid-Tragen ansprechen, grenze ich mich schon von transidenten Personen und von Karnevalist*innen ab. Aber nicht, indem ich diese Gruppen abwerte, sondern nur, indem ich erkläre, dass ich selbst nicht zu diesen Gruppen gehöre.

In einem anderen Thread (Schaut mal hier) wurde mir von mehreren Personen angetragen, als "Pressesprecher" für rockmode.de zu fungieren, weil ich offenbar eine gut formulierte Rückmeldung an die Redaktion des WDR5 geschrieben hatte.
Aber ein Pressesprecher-Amt ist hier, glaube ich, nicht möglich: Zu divers sind unsere Meinungen darüber, wie und mit welchen Zielen wir in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden wollen.
Letztlich bleibt m.E. nur, dass jeder hier selbst dort an die Öffentlichkeit geht, wo er es für sinnvoll hält, und damit für seine Variante unserer gemeinsamen Ziele wirbt.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Herzlichen Glückwunsch!
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Gestern um 16:26 »
 Vielen Lieben Dank für eure Glückwünsche
, ein letztes mal das eine 5 davor steht.

LG Peter
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Ha, am Geburtstag meiner Liebsten den Internationalen Rockmode-Tag begehen! Es ist auch zugleich unser Verlobungstag.

Aber ist das nicht eine Angelegenheit der der UN, solche internationale Tage auszurufen?

An Karneval ziehe ich seit ein paar Jahren mein rotes Kleid mit weißen Polkadots an, dazu blau-weiß geringelte Leggins und einen roten Dreispitz. Meistens werde ich so dann als Pirat angesprochen, obwohl ich beim Kauf des Dreispitzes einfach nur ans 18. Jh. dachte. Jedenfalls ziehe ich diese Kombination nur zu Karneval an und nicht mehr am Aschermittwoch. Da kann dann also keine Verwechslung passieren.

Da mir mal von einer feministischen Kommilitonin gesagt wurde, mein Rocktragen sei gut für den Feminismus, halte ich den internationalen Frauentag auch für sehr geeignet für uns.

Da wir auch Genderklischees in Frage stellen, ist auch der CSD geeignet.

Aber der RMD ist meines Erachtens am besten geeignet, sofern ich verstanden habe, worum es da geht, nämlich Männlichkeitsklischees in Frage zu stellen. Oder?

LG, Micha

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Übrigens können wir zu eigenen Anlässen auch mit Öffentlichkeitsarbeit an die Medien herantreten.

Einen möglichen eigenen Anlass, hatte ich bei Eröffnung des Thread vergessen zu erwähnen:

Wir können den "Internationalen Rockmode-Tag" ausrufen!
Das wäre der 24.06.


Denn am 24.06.2023 wurde das Rockmode-Forum in dieser Form erschaffen. Und "international" können wir uns zu Recht nennen, denn wir haben oder hatten hier schon Mitwirkende aus D, A, CH, BE, NL, LUX, F, DK, SE, CZ, IRL, USA, Taiwan.
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Inhaltlich würde ich als Schwerpunkt schon das Thema Kleidungsfreiheit sehen und die Parallele zur Befreiung der Frau aus dem Rock vor 100 Jahren sehen, deren Pendant, die Befreiung des Mannes aus der Hose, ja noch aussteht. Und ja, doppelrock, diese Freiheit ist noch eingeschränkt, wenn zwar nicht juristisch, so doch gesellschaftlich. Im Übrigen bin ich immer noch dafür, positiv besetzte Begriffe zu verwenden, also nicht Hosenzwang sondern eher Kleidungsfreiheit.

Zu den Anlässen:
- Der Rethink Masculinity Day ist sicherlich thematisch am besten geeignet, jedoch wohl noch recht unbekannt, oder?
- Der Internationale Frauentag, der am 8. März (nicht April) in Berlin sogar Feiertag ist, bedarf einer ausführlichen Erklärung, wieso wir als Männer uns da dranhängen wollen. Ich habe Zweifel, dass das funktioniert.
- Christopher Street Day(s) = CSDs (z.B. 'nicht-queer, trotzdem anders' oder 'nur ein bisschen queer' oder so). Ja und Nein. Es würde m.E. nur funktionieren, wenn uns die queere Szene als Teil von sich sieht. Am plakativsten wäre, wenn wir dem LGBT.... einen weiteren Buchstaben, der für uns steht, hinzufügen könnten. Ich sehe jedoch, dass viele unter uns auch ihre Männlichkeit betonen und sich bewusst von der queeren Szene abgrenzen.
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung'): Nein. Karneval ist Verkleidung. Wir verkleiden uns jedoch nicht. Die Verneinung ("...ist keine Verkleidung") wird wahrscheinlich nicht so wie gewollt verstanden. Karneval kann m.E. lediglich Anlass für diejenigen, die noch Hemmungen haben, sich im Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen, sein, es erstmals zu wagen.

Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Mal was zustande bringen würden.

LG, Albis


Ja, Albis, das stimmt, was Du schreibst. Auch der Int. Frauentag ist am 8. März, da hatte ich mich verschrieben.

Inhaltlich meinte ich es jedoch überwiegend etwas anders. Außer beim Rethink Masculinity Day (RMD) hatte ich die ggf. von uns kommunizierten Inhalte eher als eine Art "Kontrapunkt" angesehen, oder als eine dazu passende Anmerkung mit einem anderen - unserem - Blickwinkel.

Ich möchte dies kurz zu den Anlässen näher erläutern (denn z.B. war von mir nicht gedacht, uns der queeren Szene anzugliedern):

- Internationaler Frauentag (8. März)

Zum Anlass dieses medial breit vertretenden Anlasses könnte man unseren Inhalt (quasi ergänzend, oder als Kontrapunkt) mit diesem Fokus publizieren:
Der öffentlich am stärksten ausgelebte Sexismus, der den meisten noch nicht einmal auffällt: Männer in Hosen.
(spricht den Männern aus der Seele, die sich und andere Männer davon betroffen sehen könnten)
Man könnte das freilich auch weniger scharf formulieren.
Oder Fokus auf: Parallele Hosen für die Frau  versus  Röcke für den Mann

- Christopher Street Day

inhaltlicher Fokus auf: nicht alle Männer, die Röcke oder Kleider tragen müssen
- Sympathisanten mit der Bedeutung des CDSs sein
- sich selbst zu einer der Gruppe zählen, die sich vom CDS angesprochen fühlen
Wenn die Gruppen, die sich mit den CSDs identifizieren können, um Sichtbarkeit - auch in den Medien - bemüht,
dann kann zeitgleich eine Gruppe, die leicht dazu gezählt wird, sich ebenso um Sichtbarkeit (Aufmerksamkeit) bemühen, um eben nicht in der starken Präsenz der CSD-Gruppen unterzugehen. Also quasi ein Kontrapunkt, nämlich die Info, dass es auch noch andere Männer gibt, die gerne Röcke oder Kleider tragen.
Vorteil einer solchen Kampagne wäre, da es ein längerer Zeitraum ist (ein, zwei Monate), über den hinweg an versch. Orten CSDs abgehalten werden, kann man in den entsprechenden regionalen Medien "unser" Thema über einen längeren Zeitraum mehrfach einsetzen.

- Karneval

Gerade zu Aschermittwoch, -donnerstag oder in den darauffolgenden Wochenendausgaben könnte man jenen Inhalt transportieren:
"Männer in Röcken verkleiden sich nicht."
Früher wurde mir das bis in den Herbst zugerufen: "Ey, Fastnacht ist vorbei"! Hat zwar nachgelassen, manche Leute werden das aber immer noch so in den Köpfen denken.
Ich habe bis heute es sehr oft vermieden, gerade an Aschermittwoch unter die Leute zu gehen.
Nicht, dass die am Ende noch denken, ich wäre am Fastnachtsdienstag ungeplant nicht mehr in mein eigenen Bett gekommen und jetzt nach ausgeschlafenem Rausch oder hochaktiver Nacht nun auf dem Heimweg in Verkleidung.
Das wäre der Anknüpfungspunkt, den man vor allem nach Fastnacht (aber auch im Vorfeld) inhaltlich formulieren könnte.
Nach der Fastnacht eben auch dann, wenn die lokale Berichterstattung über die Fastnacht medial nachlässt und an nun das Thema "Fastnacht" und vor allem die Nichtverkleidung anknüpft und auf den nun eröffneten normalen Jahresabschnitt hin überleitet.

- Rethink Masculity Day

sicherlich thematisch an nächsten an uns dran, da könnte man sich nicht nur auf den Anlass beziehen, sondern auch an den Anlass dranhängen. Das ergibt folgende Möglichkeiten:
- Kontaktaufnahme zu den Ausrichtern der RMDs, um unsere Botschaften und ggf. das Forum denen bekannt zu machen und uns bei deren deren Presseaktivitäten mit zu bedenken (also z.B. von denen ein Hinweis auf rockmode.de an die Presse)
- von uns eigenverantwortlich an die Presse herangetreten mit Bezug auf diesen Anlass:
wie bereits erwähnt, könnte das im Vorfeld sein, oder am Tag selbst oder Vortag, oder in den Tagen der Nachberichterstattung über den RMD. Hier dann ähnlicher Bezug auf den Anlass RMD, aber mit dem eigenen Standpunkt und Schwerpunkt. Wir könnten die Medien ansprechen, die sowieso über den RMD berichten (also eher regional). Entweder verwursten diese unser e Info zusammen in die Berichterstattung über den RMD oder sie räumen uns einen eigenen Artikel ein. Was nicht weiter schlimm sein muss, denn bspw. der Internationale Frauentag kommt auch mehr als nur in einem Artikel innerhalb eines Mediums vor.
Freilich könnten wir auch hier durch unsere Erwähnung des RMD diesen auch in anderen, ggf. überregionalen Medien helfen, populärer zu machen. Vielleicht entschließen sich nächstes Jahr andere Städte, einen solchen ebenfalls durchzuführen.
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Nein, absonderlich hat was mit absondern zu tun. Etwas, was man eher gerne weghaben möchte, also von der normalen Gesellschaft absondern möchte.
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Genau diese Bezeichnung "Absonderlichkeit" hat mich zu dem Begriff "ignorant" bewegt.

Wenn CSD und Karneval absonderlich sind, bin ich auch gerne absonderlich.

Wobei, wenn man es wörtlich nimmt, heißt "absonderlich" ja so viel wie "ungewöhnlich". Und das wollen die meisten hier ja gerne sein, Lars ganz vorneweg.

LG, Micha
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Herzlichen Glückwunsch!
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 15:16 »
Lieber Peter!
Heute möchte ich Dir an die Isar beste 🎂 Geburtstagsglückwünsche 🎂 schicken.
Lass es Dir gut gehen mit Deinen Lieben um Dich herum.
Gruß,
ChrisBB

Ah, der Peter 58 wird heute 59!

Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch, lieber Peter!

LG, Micha
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Herzlichen Glückwunsch!
« Letzter Beitrag von ChrisBB am Gestern um 14:40 »
Lieber Peter!
Heute möchte ich Dir an die Isar beste 🎂 Geburtstagsglückwünsche 🎂 schicken.
Lass es Dir gut gehen mit Deinen Lieben um Dich herum.
Gruß,
ChrisBB
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