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Lieber Wolfgang,

je mehr man schreibt, desto Anknüpfungspunkte hat ein:e Journalist:in, aber auch desto weniger Raum für Eigeninterpretationen. Oder?

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 18:32 »
Wir brauchen das Ganze jetzt ja auch gar nicht mehr für unseren Slogan. Da sind alle gemeint.

Insofern erübrigt sich diese Umfrage.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 18:08 »
Diejenigen, die bereits abgestimmt haben, hat der Mehrwert der Frage entweder nicht gekümmert oder sie haben ihn für sich erkannt.
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Legardiane am Gestern um 17:19 »
Die L+ Konzepte kenne ich nicht, meine Frau kennt mich mit Rock, der Rest der Welt wird sich nicht für meine Rockgewohnheiten interessieren. Daher Was ist der Mehrwert der Frage?
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Zumindest mir geht es nicht um das Diskutieren, sondern darum, dass Männer, die bisher nicht ans Rocktragen dachten oder es eher negativ finden, auf positive, "zielgruppengerechte" Weise begeistert. Aus meiner Sicht geht das eben am besten mit einer starken angenehmen Ausstrahlung und nicht plakativ oder mit Druck oder Ideologie.
Bildung im Sinne eines "hohen" Schulabschlusses heißt aus meiner Lebenserfahrung, dass man lediglich sich dem system angepasst hat, auswendig lernen kann und keine Fragen stellt. Und schon garnicht auf Bauch oder Herz hört, weil durch die Beschulung verkopft. Ich sagte ja schon öfter, dass Menschen, die eben mit Herz und Hand arbeiten, näher an der Wirklichkeit sind als viele Akademiker. Als ich an der Garderobe auf Veranstaltungen mein Taschengeld verdient habe, konnte ich im ersten Moment den Menschen ansehen, welche Berufsgruppe sie hatten. Bei Lehrern und Beamten lag die Trefferquote nahe 100%.
Vielleicht würden wir uns wieder mehr zu Intuition und Instinkt bewegen, wenn wir statt Erziehung gute BEziehung bekämen.
Belehrung ist in meiner Definition keine Weitergabe von Information, sondern sich über jemand stellen und ihn klein machen oder klein erscheinen lassen. Also eine Art von Gewalt, selbst wenn nicht körperlich ausgeübt. Und wie soll der untergeordnete und runtergeputzte Mensch dann Spaß an neuer Kleidung entwickeln? Er wird eher Rock mit Oberlehrer, Arroganz und Antipathie verbinden, vielleicht sogar unbewusst und es wird immer schwieriger, ihn auch mit anderen Formen von neuen Denkimpulsen zu erreichen.

Also nur freiwillig und mit angenehmem Eindruck könnten wir auch die Männer erreichen, für die der Rock noch kein Thema ist.

@skirtedman: Danke, dass du das Thema "ungebildet" auch noch einmal aufnimmst. Da stimme ich dir zu.
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Dazu (mein letzter Satz, '3 Illustriertenseiten...') fällt mir noch etwas ein, was ich gerade noch loswerden muss.

Man muss mehr vermeiden, als es einem eigentlich lieb ist. Denn in aller Regel wird der begleitende Redakteur das noch einmal nachbearbeiten, vor allem, um es in die verfügbare Länge seines Mediums zu bringen. Da kommt natürlich recht viel Eigeninterpretation des Redakteurs noch hinzu, wenn es darum geht, Dinge zusammenzufassen. Oder auszuschmücken. Drum darf man ihm nicht zu viele Anknüpfungspunkte bieten, seine eigenen Schwerpunkte auf anderes als auf die Kernbotschaft zu legen.

Ideal wäre es also, drei oder vier vorgefertigte Pressetexte anzubieten, alle nach unserem Dafürhalten druckfertig, in unterschiedlichen Längen und damit auch in unterschiedlichem Tiefgang. So kann man am ehesten sicherstellen, dass das publizierte Endprodukt noch die wesentlichen Botschaften aus unserer Sicht recht unverfälscht wiedergibt.
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Ja, das erinnert mich an eine der ersten PR-Aktionen zum Männerrock, die sich wie gleich folgt in einem Medium so niederschlug:

"Man muss nicht mehr Schotte sein, um als Mann einen Rock tragen zu dürfen. Kenzo machts möglich. Auf den Modeschauen (in Paris, Mailand, wurde überhaupt was genannt?) flatterten die Männer fast weiblich über den Laufsteg." Dann kam noch irgendwie sowas: "Man stelle sich vor: Christian in Stöckelschuhen in Größe 48!", Musik.

Ja, dieses Zitat ist fast wörtlich, vor allem der erste Satz, aus einer Zwischenmoderation im Radiosender Radio Brenner oder (ich glaube eher:) Südtirol 1. Irgendwann zwischen 1982 und 1984, vielleicht auch 86. Mehr dazu schrieb ich schon einmal dort oder (besser) 2019 dort.

Christian war übrigens der sprechende Moderator - also, er sprach bei den Stöckelschuhen von sich selbst. Und auch mit einem Unterton: "unvorstellbar".

An das erinnerte mich Dein Kommentar gerade. Ja, das ist schon über 30 Jahre her...

Aber merke: "fast weiblich" und "flattern" ist schon wieder geeignet, Gegenabwehr bei den wichtigsten Informations-Empfängern hervorzurufen. Soll eine Botschaft was bringen, muss man das vermeiden.

Man kann das alles ansprechen, wenn man die Zeit hat, das ausreichend darzulegen. Aber nicht jede PR-Aktion bekommt überall drei Illustriertenseiten eingeräumt.
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Ganz grob, ohne auf Einzelheiten einzugehen: Ja, sehe ich auch so. Und man muss auch kein Schotte sein, auch wenn das vielen Menschen als erstes in den Sinn kommt, wenn sie einen Mann im Rock sehen.

LG, Micha
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Noch ein Blickwinkel, mit dem ich meine Argumentation von eben untermauern möchte, Micha.

Du schreibst es selbst:

Leider bekommen wir es durch die Schule und die Massenmedien nicht so oft und deutlich mit, dass Röcke nicht per se Frauenkleidung sind. Zwar ist der schottische Kilt als Ausnahme der Regel allgemein bekannt, aber darüber hinaus ist oft nicht viel Wissen da. ... [Durch PR vermitteltes Wissen:] Was vorher für undenkbar galt, wird dann denkbar.

Es fehlt allgemein an Vorstellungskraft, dass ein Mann im Rock damit nichts weiter von jenem verbindet, was den Leuten dabei als erstes in den Sinn kommt. Das liegt am mangelnden Wissen, dass ersteres sehr wohl der Fall sein kann. Es besteht also ein allgemeines Wissensdefizit darüber.

Die meisten von uns sind mehr oder weniger stark von diesem allgemeinen Wissensdefizit betroffen.

Was liegt für uns also näher, als genau gegen dieses größte Wissensdefizit aus dem gesamten Themenkomplex, der damit verbunden wird, zu informieren?
Die Möglichkeit, sich als Mann z.B. als divers zu fühlen, müssen wir nicht mehr publik machen, das ist schon hinreichend publik.
Die Möglichkeit, als Mann sich einen Rock anzuziehen und sich trotzdem nicht divers oder als Frau oder als sonstwas anderes zu fühlen, die ist noch längst nicht so publik. Hier liegt das größte Wissensdefizit.
Was also sollte für uns näher liegen, als genau gegen dieses größte Wissensdefizit aus dem gesamten Themenkomplex zu informieren?

Und ich möchte dies auch noch mal mit Zahlen aus unserem Forum untermauern. Aus zwei Umfragen, die vor zwei, drei Jahren hier im Forum liefen. Zwei unterschiedliche Fragestellungen, die auf den ersten Blick recht identisch aussehen. Beide Umfrage-Ergebnisse spiegeln aber wider, dass bei einer PR-Aktion selbst mit Hauptfokus auf unser Forum, mit dem obengenannten Inhalt ziemlich allen im Forum am meisten gedient wäre, wenn man genau dieses größte Wissensdefizit abbauen lönnte:

Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
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Die feine Unterscheidung der beiden Fragen ist etwas tricky.

Ich möchte einmal folgende grobe Einordnung der beiden Fragen so vornehmen:

Die "Wünschenswert"-Antwort lehnt sich eher an den eigenen persönlichen Interessen an, inwieweit Rock und Kleid im Männeralltag sich mit den eigenen Interessen deckt.
Die "Hilfreich"-Antwort lehnt sich eher daran an, wie sehr es den eigenen persönlichen Interessen von Vorteil ist, wenn Rock oder Kleid zum Männeralltag werden, auch wenn dieses Ziel sich nicht unbedingt mit den eigenen persönlichen Interessen deckt.

So betrachtet zeigt die "Wünschenswert"-Umfrage, dass die Teilnehmer überwiegend sich mit dem Ziel für die Alltagskleidung identifizieren können. Und weiter so betrachtet zeigt sich, dass auch Teilnehmer mit anderen persönlichen Interessen für sich daraus einen Mehrwert ableiten können.

Was also sollte uns davon abhalten, mit unserer PR-Maßnahme genau gegen dieses größte Wissensdefizit zu informieren?
Die anderen Wissensdefizite sind kleiner und werden von Gruppen beliefert, denen andere Inhalte wichtiger sind.
Und diese anderen Gruppen denken nicht daran, zeitgleich auch für "Männer ohne Nebenbedingungen" aufzuklären. Das ist kein Vorwurf von mir an die anderen Gruppen. Aber zum einen ist es für sie genauso unvorstellbar wie für die ganze Gesellschaft. Oder es ist einfach eben nicht ihre Baustelle.

Und wir haben unsere größte Baustelle eben am größten Wissensdefizit, das uns alle trotz unterschiedlicher Einzel-Interessen ziemlich betrifft.






Zu den Umfragen:
Wie wünschenswert für mich: Rock am Mann genauso wie Hose an Frau?
Wie hilfreich ist mir persönlich das: Rock am Mann genauso wie Hose an Frau?
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 12:49 »
Zwei Dinge muss ich hier noch korrigieren bzw. hinzufügen:

1.: Bei meiner Antwort an Micha meinte ich natürlich mit BFR den BRF (Belgischer Rundfunk).



2.: betreffend das da:

Leider kann man sofort nach dem ersten Abschicken einer Umfrage die Antwortmöglichkeiten nicht mehr bearbeiten.

Inzwischen habe ich den Knopf gefunden, wo man das sogar auch jetzt noch machen kann. Was heisst 'Knopf'?, der Knopf ist als Trennungsbalken getarnt.

Also ich könnte da jetzt noch Abänderungen an den Antwort-Formulierungen vornehmen. Mache ich aber nicht. Ggf. hätte das das bisherige Abstimmverhalten beeinflusst. Drum bleibt es so, wie ich es spontan entworfen hatte.
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