Neueste Beiträge

Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 10
21
Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 08:05 »
Das, lieber Wolfgang, zeigt wieder deutlich, dass Wörter aus sich selbst heraus keine Bedeutung haben, sondern nur die Bedeutung, die wir ihnen geben.

Ich verwende das Wort "rechtfertigen" so, dass ich nur rechtfertigen kann, was meinen normativen Ansprüchen genügt. Ob meine Ansprüche auch die eines Gesprächspartners sind, ist eine andere Frage. Wenn mir jemand eine Motivation für das Rocktragen unterstellt, die richtig ist, seinen normativen Ansprüchen nicht genügt, aber meinen, kann ich mein Rocktragen vor mir selbst rechtfertigen, aber nicht ihm gegenüber. Das würde dann ein weiteres Gespräch über eben diese normativen Ansprüche erfordern. Dann können wir mal schauen, ob wir unsere unterschiedlichen normativen Ansprüche vor einer gemeinsamen höheren normativen Ebene rechtfertigen können.

LG, Micha
22
Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 02:19 »
Ich fasse mich kurz:
Keine Ahnung, wo das sein soll.
23
Outfits und Accessoires / Antw:Ein verbotenes Accessoire?
« Letzter Beitrag von doppelrock am Heute um 02:05 »
Hallo Lars,

ich find es gut, das Gesamtbild passt. Das erste Outfit gefällt mir noch besser als das zweite.
Manche finden es ja schon skandalös, wenn Mann soviel Schulter zeigt.
Dass Ungewohntes polarisiert, ist normal und braucht nicht weiter irritieren.

Gruß
doppelrock
24
Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 01:19 »
...und weil wir gerade so bei Anschuldigungen sind ... oder Vorwürfen...

Trotz verschiedener Gegenargumente von Euch, finde ich meinen Wortlaut noch immer passend:

Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, wie ein Mädchen. Und wie Frauen. Und wie einige andere Männer, die sich nicht mehr bevormunden lassen."

 ;)

Will kurz erklären, warum (vor allem im vorliegenden Fall):

Im "bevormunden" steckt zwar eine diffuse Anklage, aber nicht konkret auf die Verwandte Deiner Mutter.

Vielmehr lässt sich das "bevormunden" beziehen vor allem auf Deine Frau. (Gut, aber sie ist ja mit anwesend und lächelt verlegen.)
Oder auf Deine Mutter. Aber davon ist ihre Cousine auch nicht wirklich betroffen.
Bestenfalls ist das "bevormunden" zu beziehen auf die Gesellschaft. Da ist die Cousine Deiner Mutter aber nur ein ganz kleines Rädchen ohne klare Mitverantwortung.

Deshalb finde ich meine Formulierung doch dafür geeignet, weil sie eben keine Anschuldigung gegenüber Deiner Verwandten ist. Und wenn sie sich als kleines Teil der Gesellschaft mit beschuldigt fühlt, regt es vielleicht kurz zu einem kleinen Nachdenken an. Und erzeugt vielleicht sogar eine gewisse Zustimmung.

Also, ich danke Euch allen für Eure Einwände. Sie haben mich aber nicht überzeugt.
25
Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:54 »
Nun, das ist mal wieder alles vielschichtiger.

Also, in Deinem Sinne ("Rechtfertigen kann ich eine Handlung nur gegenüber einer falschen Anschuldigung.") kann auf die Frage "Warum trägst Du einen Rock?" folgendes passieren:

- Du fühlst Dich mit dieser Frage beschuldigt, dass Du etwas Ungehöriges machst, Du empfindest es aber nicht als etwas Ungehöriges, und gerätst wegen dieser falschen Anschuldigung unter Rechtfertigungsdruck.      Oder:
- Der Fragende meint seine Frage als Anschuldigung, weil Du etwas für ihn Ungehöriges machst, also ist jede Antwort von Dir für ihn eine Rechtfertigung.

Zudem gibt es in Deinem Sinne (siehe Klammer oben) auch noch folgende zutreffende, nur etwas verschobene Situation:

Denn, Micha, Du kannst eine Handlung auch rechtfertigen gegenüber einer zutreffenden Anschuldigung. Deine Rechtfertigung ist zwar - neutral besehen - nicht gerechtfertigt, aber wenn der, dem gegenüber Du Dich zu rechtfertigen versuchst, Deine Rechtfertigung anerkennt, hast Du Dich mit Deiner Handlung gerechtfertigt. Machst Du das mit Vorsatz, benutzt Du Deine Rechtfertigung manipulativ.

Hieraus ergibt sich ein negativer Beigeschmack des Wortes Rechtfertigung. (Es gibt noch einen anderen, dazu später.) Und aus der Sicht eines Fragenden, der nicht verstehen kann, dass Du Rock trägst, wirst Du genau mit einer aus seiner Sicht zutreffenden Anschuldigung konfrontiert, bei der es für ihn nur einen Ausweg gibt, nämlich die Schuld anzuerkennen. Jede andere Antwort von Dir wird er als Rechtfertigung deuten und nicht anerkennen.
(Natürlich wird er es auch nicht verstehen können, weil er sich einer ehrlichen Antwort von Dir verschließt.)



Einen weiteren negativen Beigeschmack bekommt das Wort Rechtfertigung in einem anderen Zusammenhang.
Denn, wenn eine Erklärung (z.B. als Antwort auf eine Frage) von Dir bzgl. einer Handlung von Dir bewusst nicht anerkannt wird (z.B. weil es Deinem Gegenüber gegen seine Interessen steht), dann kann Dein Gegenüber Deine Erklärung (ungerechtfertigt) als Rechtfertigung deklarieren; dann benutzt er das Wort Rechtfertigung manipulativ, um Dir somit eine Schuld zu unterstellen (und um seine Interessen zu wahren). (Eine gar nicht so selten anzutreffende Praxis)



Im Laufe der Jahre habe ich hier in verschiedenen Zusammenhängen, gerade aber auch bei der Erklärung "warum Rock?" immer wieder eine verbreitete gewisse Abneigung einzelner herausgelesen, wo mit dem Wort "rechtfertigen" operiert wurde, besonders: "Ich muss mich doch nicht rechtfertigen!"
Ich meine, ich hätte da meistens genau die beiden negativen Beigeschmäcker mitschwingen gehört.





Mit dem Begriff, aber auch mit der Ausübung von Rechtfertigung, kann man sehr manipulativ umgehen.
26
Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 23:50 »
Ja, lieber Cephalus, so haben verschiedene Menschen oft unterschiedliche Assoziationen zu den selben Wörtern.

Deine Assoziation ist mir wiederum fremd. Denn wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann kann ich das eben nicht rechtfertigen. Ich kann es auch nicht selbst entschuldigen, sondern nur den, demgegenüber ich schuldig geworden bin, um Entschuldigung bitten.
Ich kann natürlich begründen,  wie es dazu kam, dass ich mich schuldig gemacht habe. Und vielleicht mildert eine solche Erklärung den Schuldspruch, weil sie vielleicht aus Vorsatz Fahrlässigkeit macht.

Aber rechtfertigen kann ich nur etwas, das mich nicht schuldig gemacht hat - so mein Wortgebrauch.

Weil Du eben nix falsch gemacht hast, kannst Du es ohne Probleme rechtfertigen.

LG, Micha

PS: Wohl interessant: https://www.dwds.de/wb/Rechtfertigung  Da steht auch " z. B. das Entkräften einer Anschuldigung". Da würde ich sagen: Rechtfertigen kann ich eine Handlung nur gegenüber einer falschen Anschuldigung.
27
Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 23:43 »
Gegen das Wort "rechtfertigen" habe ich aber nichts einzuwenden. Für mich bedeutet es, anhand eines bestimmten normativen Maßstabes zu erklären, was man macht und zu zeigen, dass es diesem Maßstab nicht widerspricht. Was ist daran negativ?

Für Deine Interpretation das Wortes gebe ich Dir Recht.

Aber, für mich impliziert das Wort "rechtfertigen" ein vorausgeganenes oder geplantes Unrecht, für dessen Begehung ich gerne eine Entschuldigung hätte und daher eine Begründung meiner Tat liefere.

In etwa: Ich bin zu schell gefahren, weil das Verkehrsschild nicht erkennbar war.

Also, ich habe mit dem Rock etwas falsch gemacht,
aber ich musste weil(...)

Ich mache aber mit meiner Kleidung nix falsch.
28
Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 22:51 »
Bingo!
29
Outfits und Accessoires / Antw:Ein verbotenes Accessoire?
« Letzter Beitrag von Yoshi am Gestern um 22:42 »
Hmmm... für mich gibt das Korsett, ehrlich gesagt, keinen sonderlichen Mehrwert zum Gesamtbild in den meist repetitiv kombinierten Versatzstücken von Lars' Kostümen. Diese haben stets so eine gewisse uniformierte Funkemariechen-Optik, die schon länger zu seinem Markenzeichen geworden ist. Auf Cosplay- und Anime-Conventions habe ich zudem schon deutlich originellere Korsett-Outfits von jungen Herren gesehen. Der Begeisterung der Massen kann ich mich demnach leider nicht anschließen – für mich ist es wieder nur ein Mehr vom Gleichen.
30
Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:33 »
Nun, ich habe mich vertan. Ich hatte mein Ergebnis nicht gegengecheckt.

Darum revidiere ich meine zuerst getroffenen Aussage. Es ist nicht DD, wie ich erst meinte.

Wo Ludwig sich in Wirklichkeit befindet, brillieren draußen die Autos eher mit einem einzigen Buchstaben als regionale Auszeichnung ihres Autokennzeichens. Und würde man diesen einzigen Buchstaben verdoppeln, so befände man sich noch immer im selben Bundesland.

Augsburg und Aalen?
Berlin und Böblingen?
Düsseldorf und Dresden?
Frankfurt und Fix und Foxi?
Hamburg und Hannover?
Köln und Kleinkaliber?
Leipzig und Lummerland?
München und Memmingen?
Nürnberg und No Name?
Potsdam und Patrick Packard?
Stuttgart und ... (nein, das schreibe ich jetzt nicht)...
Ulm und Unteruhldingen?
Wiesbaden und Westerwaldkreis?
X- und Y-Reisen?
Zwickau und Zorro?

Ich komm nicht drauf!

LG, Micha
Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 10
SMF 2.0.19 | SMF © 2020, Simple Machines | Bedingungen und Regeln

go up