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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 12:14 »
Komisch, sobald man einen Rock anzieht, müssen auf einmal 100 andere Parameter auch stimmen. Welche Strumpfhose dazu? Welche Schuhe?
Ist das weiße Hemd jetzt wirklich das passende? Ma könnte ja da so ein Langarmshirt tragen, oder ein buntes Hemd. Welches  Jackett?
Eine Krawatte dazu oder doch nicht?
Was sagen die anderen Gäste  dazu.

Ich muss im Juli auf eine Hochzeit, es wird gewünscht das ich im Rock komme. Ich überlege auch schon, was geht.

Dass plötzlich "100 andere Parameter" auch stimmen müssen, ist sicherlich ein Ergebnis von Sehgewohnheiten. Würden viele Männer mit typisch männlich klobigen Schuhen, haarigen Beinen und flatternden Midi-Sommerröcken umher gehen, wären die Sehgewohnheiten andere.
In der Tat, laut unseren Sehgewohnheiten passen nicht alle Männerschuhe aus unserem Schuhregal zum einem Rock.

Bei der Gelegenheit Hochzeitsgast hast Du, Zwurg, ja schon scheinbar auch das Erwartungsmuster "Jackett am männlichen Hochzeitsgast" bereits in Frage gestellt. Ich begrüße es, aus diesem Erwartungsmuster gekonnt auszubrechen.

Meiner Meinung nach sollte man zu solch einem Anlass als Mann im Rock von einem Erwartungsmuster nicht allzu weit abweichen: die Schuhe. Mein Tipp: suche Dir die Schuhe aus, die Du zu einem konventionellen Hochzeitsgastoutfit Dir vorstellen kannst (leider hat man da ja zwei oder drei Paar griffbereit; leider, weil ein einziges Paar würde die Entscheidung vereinfachen). Und mit diesen Schuhen an den Füßen gehst Du an Deinen Schrank und testest die Röcke, die dazu passen können. Oder ins Geschäft, falls Du Dir extra einen passenden Rock hierzu kaufen möchtest. Zu bedenken ist, dass von Rock zu Rock eventuell das passende Strumpfwerk variieren kann. Ich in meinem Fall trage - egal ob mit Strumpfhose oder nicht - ohnehin immer noch zusätzlich Socken in den Schuhen.

Und ich in meinem Fall habe die unterschiedlichsten (schwarzen) Socken parat, mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen (z.B. gröbere, feinere), unterschiedlichen Sockenbündchen und verschiedenen Längen. Zudem kann ich diese Socken bei Bedarf auch noch durch geschicktes Umschlagen (mal mehr, mal weniger) auch noch in Feinheiten variieren. Diese kleinen Feinheiten können u.U. den finalen Ausschlag geben, ob ein Rock zu den gewählten Schuhen passt oder nicht.

Einen Unterschied macht letztlich auch noch, ob Du Strumpfhosen dazu tragen möchtest oder nicht. Falls der Termin im Hochsommer ansteht, würde ich auf Strumpfhosen zunächst beim Austesten verzichten. Am Ende können hinzu genommene Strumpfhosen noch einen Rest Unstimmigkeit zwischen Schuhen und Rock deutlich mildern. Was bereits ohne Strumpfhosen aber schon ganz gut aussieht, wird in der Regel mit Strumpfhosen jedenfalls nicht unstimmiger.

Hast Du Schuhe und Rock dann irgendwann schon gefunden, dann finden sich auch die weiteren Kleidungsstücke. Und die Frage, Jackett oder nicht Jackett, Farbe des Oberteils, ggf. eine passende Umhängetasche dazu ist dann nicht mehr eine so große Herausforderung. Und lässt sich erfahrungsgemäß bei einem Sommerevent ohnehin erst wenige Tage im Voraus final entscheiden, je nach anstehender Witterung.
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 11:39 »
Damit war die Entscheidung richtig, auch wenn es schade ist - andere Gelegenheiten könnten ja noch kommen.

Als ich früher - während des langen Prozesses meines Outings - mich oftmals meinem persönlichen Nahfeld erklären musste, kam mir auf Bitten, Betteln oder zumindest bohrenden Fragen, ob es nicht auch mal eine Hose (an mir) sein könnte, dieser Gedanke:

Jeder Tag ohne Rock ist ein verlorener Tag.
Oder anders ausgedrückt: jede verpasste Gelegenheit ist eine verpatzte Gelegenheit.

Hintergrund zu diesem Gedanken ist, was ich inzwischen mit zwei Begründungen untermauere:

1. (neu) Menschen die Gelegenheit zu geben, kennenzulernen, dass Männer auch Röcke tragen können, ohne dass sie damit das beabsichtigen, was die Menschen sich darunter normalerweise vorstellen (oder kurz, dass auch Männer, die sich als Mann fühlen, Röcke tragen wollen und können).

1. 1/2 (halbneu) an 1. anknüpfend, Unterpunkt "können": Menschen die Gelegenheit zu geben, dass Männer in Röcken sowohl nicht ihren Klischees entsprechen müssen und dass sie nicht massenhaft ausgelacht und ausgesondert werden, sondern ähnlich wie andere Männer recht normal sozial eingebunden sein können, so wie als wenn sie Hosen getragen hätten.

2. (mein alter Urgrund) Menschen zu zeigen, dass es einigermaßen gut aussehen kann und die Idee zu geben, dass andere Männer sich mit der Wahrnehmung eines sozial eingebundenen Manns im Rock selbst diese Möglichkeit für sich in Betracht ziehen. Sie also zur Nachahmung anzuregen.

Ja, jede Gelegenheit, die man verstreichen lässt, für den Mann im Rock zu werben, ist eine verlorene Gelegenheit.

Die obenstehenden Begründungen, die ich inzwischen so breit aufgefächert habe, und soeben im letzten Satz zusammengefasst habe, möchte ich quasi als Meme (oder sagen wir zwei bis drei Meme) ansehen.

Das inzwischen auch deutsche Wort 'Meme' in bekanntere deutschen Worten ausgedrückt steht - speziell hier - für 'Idee', 'Gedanke', 'Assoziationsmuster'. Eine Meme ist quasi eine Informationseinheit, die weitergegeben werden kann, ähnlich wie Gene, entweder identisch als Kopie oder als Kopie mit leichten Abweichungen von der Ursprungs-Meme.

Also die Meme "Mann, der sich als Mann fühlt, nicht schwul sein muss, kann auch Röcke tragen" soll sich in den Köpfen der Menschen verbreiten. Je mehr dieser Gedanke, diese Meme, sich verbreitet, desto leichter fällt es uns, Röcke in der Gesellschaft zu tragen. Und desto leichter fällt es anderen, Röcke in der Gesellschaft zu tragen. Desto eher wird sich der Traum von uns meisten einer Realität nähern, dass wir nicht die einsamen, durchgeknallten Spinner sind, über die hinter vorgehaltener Hand gelacht wird.

Aus diesem Grund ist jede Gelegenheit ohne Rock eine vertane Gelegenheit.

Und deswegen ist es schade, dass Du, cephalus, diesen Tag nicht genutzt hast.

Und deswegen wäre es schade, wenn Zwurg wegen unnötiger Zurückhaltung sich für Hosen zu der anstehenden Hochzeitseinladung entscheiden würde.
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 11:10 »
Ich muss im Juli auf eine Hochzeit, es wird gewünscht das ich im Rock komme. Ich überlege auch schon, was geht.

Egal ob Rock oder Hose, Vorschriften finde ich unangebracht - oder will man Dich nur unterstützen, damit Du dich traust?
Auf jeden Fall bist Du damit komplett frei. Alles geht.

Ich denke, das mit der Unterstützung wird der Fall sein.

Ich kenne sogar wiederholt Fälle, in denen ich zu Partys, Geburtstagen oder Anlässen explizit deswegen eingeladen worden bin, weil ich Röcke trage. Die einladenden waren überwiegend Frauen. Grund war, dass ich so eine coole Socke sei, oder diese Frauen sogar stolz waren, mich nun zu kennen und sie mich (nicht nur wegen mir, sondern vor allem) wegen meines Rocks eingeladen haben, und dies stolz ihren Gästen "zumuten" wollten.

Gelegentlich freue ich mich auch heute noch, dass ich trotz meines Rocks eingeladen werden. Aber wegen meines Rocks eingeladen zu werden, freut mich ebenso.

Zwurg, ich würde dieses explizite Angebot nicht ungenutzt lassen. Und ich persönlich würde diese Gelegenheit auch noch aus einem weiteren Grund nutzen, auf den ich gleich in meinem nächsten Beitrag hier eingehen werde.
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Erfahrungsberichte / Unter Beobachtung
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 10:59 »
Gestern war für mich ein höchst ungewöhnlicher Tag, bzw. sowas hatte ich noch nie:

Meine Nachbarin kommt, ohne Anlass auf mich zu:

"Cephalus, ich muss endlich mal auf was ansprechen."

Keine Ahnung was jetzt kommt.

"Also, Du hast mehr Klamotten als ich, und das sieht toll aus. Du bist immer so stilsicher und schön gekleidet, das musste jetzt einfach mal loswerden."

 :o ;D

Meine Kleidung wird in der Nachbarschaft also nicht komplett ignoriert, so wie ich immer den Eindruck habe, sondern zumindest von einer Nachbarin, analysiert.
Im weiteren Gespräch zählt sie so nebenbei ein paar Röcke und Kleider auf, die sie beeindruckt hätten.
Ich bin überrascht und beeindruckt - wenn man jahrelang von keinem Menschen Feedback bekommt, geht man davon aus, unsichtbar zu sein oder zumindest nimmt man an, dass es allen Mitmenschen egal ist.


Der Tag ging auch noch sehr ungewöhnlich weiter:
Ich habe meinen Sohn zum Zahnarzt begleitet und im Wartezimmer gewartet.
Eine Frau spricht mich an, und meint, dass mein Rock schön sei :o ;D Novum, ich bin fast verwirrt.
Dann macht sie weiter, dass ich so schöne Beine hätte, sie leider nicht daher nur Hose tragen könne.
Auch wenn ich eine Strumpfhose trüge, sähe man trotzdem, dass meine Beine schön seien, bei Ihr ginge das nur mit ganz blickdichten.

Ich unterhalte mich plötzlich und erstmalig mit einer wildfremden Frau über Strumpfhosen und Röcke?
Das ist mir tatsächlich noch nie passiert und Komplimente gibt es auch fast nie.

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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 10:37 »
Man könnte statt der schwarzen Hose auch einen schwarzen Rock tragen. Möglichst passend zum Jackett
Obwohl es da ja schon wahrschenlich wieder viele gibt.

Auch ein Kilt wäre eine Lösung.

Ein entsprechender Kilt ist immer und zu jedem Anlass eine Lösung.
Ein Kilt ist ein komplett anderes Statement als ein Rock - Geschmackssache.

Komisch, sobald man eien Rock anzieht, müssen auf einmal 100 andere Parameter auch stimmen. Welche Strumpfhose dazu? Welche Schuhe?

Das ist definitiv so.
Ich hatte über ein elegantes sehr körpernahes Kleid nachgedacht, da bleibt weniger was angepasst werden könnte, was man bedenken müsste.
Konkret war es in meinem Fall:

Hat sich mein Bauchumfang wieder soweit reduziert, dass Taile stat Äquator zu sehen ist?

Schmuck, ja oder nein? Welchen?

Schuhe, welche passen dazu und sehen gut aus?
Perfekt stimmig waren weiße Sneakers und Pumps mit deutlich Absatz.
Sneakers haben das Bild unmittelbar ins sportlich legere verschoben, die Pumps ganz weit ins Feminine - schön, aber irgendwie kann ich mich damit nicht anfreunden . evt. meine Frau auch nicht.


Was sagen die anderen Gäste  dazu.

Ganz einfach: Nix
Das kommt meiner Erfahrung nach nicht vor.


Ich muss im Juli auf eine Hochzeit, es wird gewünscht das ich im Rock komme. Ich überlege auch schon, was geht.

Egal ob Rock ider Hose, Vorschriften finde ich unangebracht - oder will man Dich nur unterstützen, damit Du dich traust?
Auf jeden Fall bist Du damit komplett frei. Alles geht.

Sie dich um auf Hochzeiten oder im Internet, was Frauen zu solchen Anlässen tragen.
Das mögliche Spektrum ist gigantisch, Du muss dich nur noch entscheiden was Dir gefällt
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Erfahrungsberichte / Antw:Konfirmation
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 10:14 »
Ich hoffe, du hast auf deine Familie gehört...?  ;)

Natürlich, ich habe gemacht was ich wollte ;)

Ich habe mich für die Hosenvariante entschieden und es bei genauer Betrachtung der anderen Anwesenden, dann auch für die richtige Entscheidung gehalten.
Alle waren sehr konservativ korrekt gekleidet, auf jeden Fall mehr als ich das von vergleichbaren Anlässen in meiner katholischen Gemeinde kenne.
Ich wäre mir wie ein Paradisvogel vorgekommen, aufgrund meines Geschlechts - das Kleid welches ich erwogen hatte, hätte sich an einer Frau perfekt in das Setting eingefügt.

Wie sehr ich wirklich aufgefallen wäre, kann ich nicht sagen, wohl gefühlt hätte ich mich nicht.
Damit war die Entscheidung richtig, auch wenn es schade ist - andere Gelegenheiten könnten ja noch kommen.

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Das mit männlicher Rolle mit der Mann zufrieden ist und die Ausgestalltung im Zusammenhang mit eigenen und fremden Erwartungen haben wir ausgiebig bsprochen.

Aber:

Was bewegt die Menschen, die sich als nicht binär und damit irgendwo im Spektrum zwischen männlich und weiblich betrachten?
Wo liegt der Unterschied zu infrage gestellten Rollenverhalten?
Oder ist doch nur eine Konsequenz aus den jeweiligen Erwartungen, die man nach innen und aussen, so griffig zusammenfassen kann.
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Und dann gibt es da noch die sogenannten "Tradwifes" in sozialen Medien, die das alte Rollenbild der Frau in diversen Filmchen propagieren, die mich stark an Reklamefilme der 1950er und 1960er Jahre erinnern.
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Ich finde Deinen Text sehr gut, lieber Wolfgang, muss aber leider einem Satz widersprechen:

Zitat
Es käme heute wahrscheinlich niemand in der Mehrheitsgesellschaft mehr auf die Idee, die Rollenerwartung an Frauen beim Punkt Kleidung wieder auf nur noch Rock oder Kleid zu verengen.]Es käme heute wahrscheinlich niemand in der Mehrheitsgesellschaft mehr auf die Idee, die Rollenerwartung an Frauen beim Punkt Kleidung wieder auf nur noch Rock oder Kleid zu verengen.

Ich kenne christliche Gemeinden, in denen die Frauen genau so wenig Hosen tragen, wie die Männer Röcke. Gut, jetzt kann man fragen, ob diese Gemeinden zur Mehrheitsgesellschaft gehören. Vielleicht sind sie ein letzter Posten der gegenderten Kleidungsaufteilung. Aber es gibt sie noch.

Gleich fahre ich mal wieder nach Bielefeld als "normaler" Mann im Rock und tue, wie von Dir geheißen.

LG, Micha
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...

Ja, ich kann mich der Sichtweise von Bernd voll und ganz anschließen.

Auch ich entspreche in vielen Dingen wie Charakter, Verhalten, Interessen nicht dem, was man gemeinhin als "typisch männlich" darstellt und eine gewisse Typisierung von "was ein Mann so macht" vornimmt "und was nicht". Und dennoch kann ich so unbehelligt mein Leben führen. Ja, und auch mit meiner Kleidung kann ich das ebenso. Das finde ich toll. Freilich sieht man mein Uninteresse an Fahrzeugtypen, Sportergebnissen und meine nicht ausgeprägten Grillvorlieben meistens mir nicht auf Anhieb an. Meine Kleidungsvorlieben aber sofort.

Ich finde es richtig und wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie andere Menschen, besonders Männer, zu unserem Kleidungsstil stehen und inwieweit das noch eine breitere Welle in der Gesellschaft nehmen könnte, und woran es liegt, dass es noch immer nicht eine breitere Masse von uns als Inspirationsgeber adaptiert hat.

Wir haben schon vielfach hier im Forum uns Gedanken dazu und zu den Rollenbildern bzw. Rollenerwartungen von Männern gemacht. Vielleicht hatten wir es bisher noch nie so schön ausgedrückt, wie Ihr das in den letzten Tagen hier gemacht habt.

Ich weiss, wie wünschenswert für viele von uns es wäre, wenn wir zahlenmässig mehr in der Gesellschaft sichtbar wären. Es würde auch die tatsächliche oder virtuelle Last von uns einzelnen nehmen, uns immer wieder erklären zu müssen oder uns mit falschen Zuordnungen konfrontiert zu sehen. Um noch selbstverständlicher Rock und Kleid im Alltag tragen zu können, ist es am wichtigsten, dass in der Gesellschaft allgemein bekannt wird, dass es eben auch Männer gibt, die sich voll und ganz als Männer sehen und trotzdem Röcke bzw. Kleider tragen möchten. So, wie es sich herumgesprochen hat, dass Frauen Hosen, Kleider oder Röcke tragen, ohne damit eine darüber hinaus gehende Botschaft ausdrücken zu wollen.

Die einzige Möglichkeit, das zu vermitteln, ist (abseits einer potenziell forums- oder vereinsbasierten Öffentlichkeitsarbeit) dass das jeder von uns in seinem eigenen Lebensbereich vorlebt und in Begegnungen mit anderen Menschen verbal oder non-verbal vermittelt, dass der Rock am männlichen Mensch nichts weiter zu bedeuten hat, wie eine Hose am weiblichen Mensch.

Frauen haben viele Rollenerwartungen, die man in den 50er Jahren noch an eine Frau hatte, inzwischen abgelegt. Es käme heute wahrscheinlich niemand in der Mehrheitsgesellschaft mehr auf die Idee, die Rollenerwartung an Frauen beim Punkt Kleidung wieder auf nur noch Rock oder Kleid zu verengen. Rein formal gibt es heute eigentlich keine Rollenerwartung an die Frau mehr, was Bekleidung betrifft (wenn man von Details absieht).

Vielleicht müssen wir in unseren eigenen Köpfen auch erst einmal den Gedanken streichen, dass wir mit unserer freien Kleidungswahl nicht den Erwartungen entsprechen. Ich hege ja auch keine Gedanken in meinem Kopf, wie Person X oder Y sich zum nächsten Zusammentreffen kleiden wird. Warum sollen andere an mich Erwartungen haben, wie ich mich kleide?
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