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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von MAS am 16.08.2026 12:02 »Lieber Zwurg,
im Deutschen gibt es eben nicht zwei Wörter für biologisches und soziales/kulturelles Geschlecht. Im Englischen sind das "sex" und "gender". Aber manche Menschen reagieren auf das Wort "Gender" schon allergisch.
Davon abgesehen ist mein vorheriger Beitrag nicht ganz korrekt, denn es gibt genetisch auch XYY- und XXY-Konstellationen, die je sehr wohl biologisch sind. Die davon betroffenen Menschen sind nicht eindeutig als männlich oder weiblich einzuordnen, wurden aber lange in das eine oder andere der beiden Geschlechter gezwungen, auch durch eine "anpassende" Operation. Diese Anpassung an ein gewünschtes Geschlecht hat wiederum etwas mit Gender zu tun. Der Unterschied zu heute ist der, dass heute dem einzelnen Menschen die Wahlfreiheit zugesprochen wird, während sich früher der einzelne Mensch den Vorstellungen der Gesellschaft anzupassen hatte. Und viele Menschen scheinen sich das wieder zurück zu wünschen.
LG, Micha
Ich hab neulich gelesen das ungefähr pro 100.000 ein Mensch geboren wir den man nicht eindeutig geschlechtlich zuordenen kann, das wären wahrscheinlich weniger als 1000 Menschen in Deutschland, wieviel davon nicht Frau oder Mann sein wollen weiß ich nicht. Ob es da größere Tendenzen in einem Körper zum einen oder anderen Geschlecht gibt kann ich nicht sagen.
Ich kenne niemanden, ich kanns mir nicht vorstellen. Im Alltag würde man die betreffenden Personen wahrscheinlich instinktiv nach Gesicht, Körperbau, Kleiung einordnen und eben so behandeln.
Für die 99999 anderen Menschen, gibt es dann eine biologische Realität, die man zwischen den Beinen feststellen kann.
Man hat in den letzten Jahren so viel neue Sprachkonstruktionen/regeln erfunden, da könnte man doch eine Wortschöpfung für eine geschlechtliche Identifikation schaffen, damit man das nicht mehr in einen Topf hauen muss. Das Wort muss ja nicht unbedingt aus dem Englischen entlehnt werden. Das können dann die Menschen anwenden die mit ihrer biologischen Realität unzufrieden sind. Dann gäbe es weniger Missverständnisse.
Lieber Zwurg,
wir leben ja generell in einer Gesellschaft des Individualismus. Auch wir hier im Forum legen ja sehr viel Wert auf unsere Selbstbestimmung und reagieren ganz unwirsch, wenn uns jemand Vorschriften machen will. Und wehe, jemand spricht uns eine Identität zu, die wir nicht haben (wollen)!
Englische Wörter begegnen und auch überall, auch wo man den Sinn sehr gut durch ein deutsches Wort wiedergeben könnte oder es werden gar neue Wörter erfunden wie "Handy", "Oldtimer", "Bodybag" oder "Public Viewing", die es im Englischen gar nicht gibt oder eine ganz andere Bedeutung haben. Und fragt man die Leute, warum das so sei, dann hört man: "Das klingt halt cooler!" Über diese Mode kann man sich ärgern, aber sie ist nun mal da.
Wenn wir nun "Gender" durch ein deutsches Wort wiedergeben wollen, können wir "soziales Geschlecht" sagen. Aber meinst Du, Leute, die "Geschlecht" absolut nur biologisch verstehen (wollen), würden das nun besser verstehen und akzeptieren?
LG, Micha

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