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Rund um den Rock / Antw:Adäquate Kleidung - Sommer
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 11:07 »
Sicherlich nicht ganz unangemessen, mal über alternative Bekleidungsmöglichkeiten nachzudenken. Dass da der Wickelrock für Männer vorgeschlagen wird, finde ich sehr interessant.

Man kann es als Versuch einer Moralpredigt auffassen, sich mehr zu bedecken. Man kann es aber auch als Inspirationsquelle ansehen, über andere Sommerkonzepte nachzudenken, und darüber, wie andernorts auf der Welt mit Hitze umgegangen wird. Sicher, die Bekleidungvorschriften in etlichen Ländern sind nicht gänzlich von Gesinnungsfragen zu trennen. Und die orientalische Männerbekleidung bei quasi ganzjährigem Dauersommer mag für dortige Verhältnisse angemessen sein - wir hatten es hier im Thread bereits davon - hier in unseren eigenen Gefilden aber unter anderen Verhältnissen (anderer Sonnenstand, andere tägliche Sonnenscheindauer, sehr oft deutlich höhere Luftfeuchtigkeit, weniger Staub in der Luft etc.) nicht so angepasst erscheinen wie in deren Herkunftsregionen.

Ich gebe Dir recht, doppelrock, jeder sollte schauen, was ihm am besten tut. Und sollte frei entscheiden können, wie er das für sich handhabt, ohne moralischen Zeigefinger à la "Du darfst das nicht". Genau dieses "Du darfst das nicht" hat ja zu der Existenz dieses Forums geführt.

Cosmo fällt meines Wissens bald dem Sparzwang des ÖRR zum Opfer, der ist mit eine Folge des ideologiegetriebenen pausenlosen ÖRR-Bashings. Cosmo entwickelte sich aus den früher täglichen Sendungen für Gastarbeiter in deren Muttersprache. Zuerst wurden sie aus dem UKW-Band auf die Mittelwelle ausgelagert. Dann wurden die Mittelwellensender abgeschaltet, jetzt sind diese Sendungen in einem einzigen Programm gebündelt mit einem 24-Stunden-Mantel auch in deutscher Sprache, wo z.B. auch viel Weltmusik seinen Platz findet. Die Redaktionen bestehen überwiegend aus Menschen mit Abstammung aus anderen Ländern. Dass da versucht wird, Inspirationen jenseits des deutschen Horizonts zu setzen, ist nicht weiter verwunderlich.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 10:36 »
Das ist Dein gutes Recht, lieber Peter.

Manche finden den Girly Look an Frauen oder auch an weiblichen Teenagern völlig daneben.

Ich wagte mich einmal nach etwa 10 Jahren unserer Beziehung meine damalige Freundin zu fragen, als sie unter der sommerlichen schwülen Hitze stöhnte, weshalb sie denn nicht mal etwas mit Spaghettiträgern anziehen würde. Ihre Antwort: "Ich laufe doch nicht in Unterwäsche rum." (Meine damals sporadischen, sehr seltenen Einsätze von Spaghettitops in Wald und Wiese fernab von Stadt und Leuten und von ihr sorgten für gewaltigen Beziehungsstress.)

Seit diese Beziehung aus anderen Gründen zu Ende ging, setzte ich verstärkt solche luftigen Oberteile wieder ein. Zuvor trug ich im Sommer nahezu durchgehend von März bis in den Oktober armfreie Tanktops (am Hals hochgeschlossen, weil überwiegend aus der Männerabteilung) - eine Befreiung gegenüber T-Shirts! Inzwischen, gut 10 Jahre später, trage ich im Sommer nahezu immer Spaghettiträger. Für mich seit zwei, drei Jahren quasi eine Selbstverständlichkeit. Eine Befreiung gegenüber den Tanktops!

Wenn diese Befreiung des Körpers an Girly Look erinnert, dann mag das Zufall sein. Ich trage das, weil diese Bekleidungsform für meinen Körper die optimale Sommerbekleidung ist, und weil nicht nur ausschließlich Menschen im Girly Look diese Bekleidungsform einsetzen. Warum also sollte ich auf optimale Kleidung verzichten?

Ziehe an, wie Du Dich wohl fühlst. Dann hast Du eine positive Ausstrahlung und das merkt man auch von Außen.
...

Mfg Andi

Das ist eben der Punkt. Im Sommer fühlt sich mein Körper damit am wohlsten. Mit weit über 90 % Anteil Homeoffice habe ich nicht so den Druck, mich dauerhaft mit Alternativen hierzu anfreunden zu müssen, weil es eben einige für voll daneben halten könnten.

Gruß,
Wolfgang

Als kleinen Hinweis möchte ich hier noch auf diesen Thread verlinken:
"Adäquate Kleidung - Sommer"
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Gestern um 09:27 »
Für Anzüge kann ich mich auch nicht begeistern, aber den girly look den Wolfgang manchmal trägt, finde ich voll daneben.

Nichts für ungut LG Peter
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Gestern um 09:25 »
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 08:52 »
Ähnlich wie Micha schon schrieb, war mir ein "eleganter Herrenanzug" schon immer zuviel Zeug am Leib. Hochgeschlossene gesteifte Kragen zu eng, zu warm, zu dick, irgendwie störend. Und zudem dann noch eine Krawatte fühlte sich für mich immer an, wie stranguliert zu werden.

Mir waren Anzüge eher immer zu streif, unpraktisch. Und es schient und scheint mir immer noch ein Selbstbetrug zu sein, die Seriosität eines Menschen am Anzug oder sonst einer Gewandung  erkennen können zu wollen.
Dagegen opponierte ich.
Ich kenne auch Männer mit Hemd und Krawatten, die darin sehr gut aussehen, vor allem, wenn es auch etwas Farbe hat. Aber für mich sind zumindest Krawatten das falsche Accessoire.

LG, Micha   
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 08:46 »
Und was ist das entsprechende Sommeroutfit?

Es gibt schöne, weite und dünne Tops und Röcke und auch Kleider. Sicher auch in Schwarz, wenn Dir das wichtig ist.

LG; Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 08:45 »
Erst nach der sechsten Halben kapitulierte er. ;D

Du hast ihn unter den Tisch gesoffen?  ;D

Er hat sich unter den Tisch von der Argumentationsmöglichkeit weg gesoffen.

Ich trinke kein 🍺  ;D
[/quote

Ah tho!

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 07:51 »
Und ich stelle fest, dass mir der passende Rock für die Arbeit an heißen Tagen fehlt.

 ;D
Vor ein paar Jahren, so 20-40, dachte ich auch ein oder zwei Röcke reichen, um mal Rock zu tragen.
Dann kam die Euphoriephase und es kamen spontan viele unsinnige Röcke dazu, weil sie irgendwie gefielen, Mann sie brauchte.

Jetzt bin ich umgeben von einem Berg an Kleidern und Röcken, die ich mag, die schön sind und oft noch auf ihren ersten öffentlichen Einsatz warten.

Und auch wenn ich wahrscheinlich die meisten Frauen in Anzahl und Vielfalt der Röcke und Kleider übertreffe, habe ich immer wieder die Situation, dass der Rock oder das Kleid, das für Ort, Anlass, Wetter und eigenes Bedürfnis richtig wäre, nicht in meinem Fundus ist.

Luxusprobleme, aber mittlerweile ist das Gestalten neuer Designs und Kombinationen tatsächlich zu einem Hobby geworden - andere reiten, haben Sportwägen, Hunde, oder was auch immer - man muss seinen Spleen vielleicht einfach akzeptieren.

So geht es mir auch. Ich hab in den letzen 30 Jahren viele Röcke und Kleider angesammelt. Theoretisch sollte für jeden Anlass etwas dabei sein. Nach meinem jüngsten Krankheitsereignis habe ich auch geplant, mehr Röcke und auch Kilts auch auf Arbeit zu tragen. Leider hat sich in den letzten Jahren meine Figur etwas geändert, so dass ich in viele Röcke nicht mehr hineinkomme. Ob ich das noch mal zurückdrehen kann keine Ahnung, wird wahrscheinlich schwer.
Auf Pinterest gucke ich öfter nach Style Vorbildern. Dabei gefallen mir oft so eher punkig/rockige Styles. Schwarze Lederjacken und Rockband-Tshirts und dazu Rotkarierte Kilts(Faltenröcke), oder schwarze Röcke, Schwarze Strumfphosen und Boots. Oder roten Kleidern zur schwarzen Lederjacke.
(Wobei ich ja oft Rockband-TShirts und schwarze Lederjacken trage. Nur eben meist dazu Jeans.)
Diese Otfits werden ja meist von jungen Frauen dargestellt, nur bin ich weder jung noch eine Frau. Kann das funktionieren? Und was ist das entsprechende Sommeroutfit?
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 02:40 »
Vielen Dank für die weiteren Willkommensgrüße!

Und es geht hier im Forum tatsächlich darum, sich vom ewigen Hosentragen zu befreien.

Mir geht es gar nicht darum, mich von einem Hosentragen zu befreien. Ich bin da gar nicht so politisch unterwegs. Der Kilt ist einfach für besondere Anlässe reserviert, so wie meine anderen Trachten. Im Alltag reicht mir der elegante Herrenanzug. Ich bin da eher der galante Gentleman.

Schön, wenn Du in Deinem Alltag Dich mit der Kleidung in klassischer Form gemäß der anerzogenen gepflegten Männlichkeit zufrieden gibst. Der Kilt mag da in Sonderfällen noch ein bemerkenswertes i-Tüpfelchen draufsetzen. Dennoch stutze ich derzeit noch, wie ein von Dir erwähnter Faltenrock zu Deinem Erscheinungsbild passt, wo Du doch auch eine gepflegte Weiblichkeit in Form von Röcken und Kleidern erwartest. Zu solch einem Weiblichkeitsbild passt dann aber ein Mann im Faltenrock jenseits von Kilt irgendwie überhaupt nicht mehr, denn erfüllte 'gepflegte Weiblichkeit' erwartet dann eben auch 'gepflegte Männlichkeit'.


Denn warum soll ein Mann weniger Kleidungsvielfalt haben als eine Frau? Nur weil etwas als weiblich gilt? Mit welchem Recht soll das Recht, sich an Kleidungsvielfalt zu bedienen, nur Frauen zustehen?

Ist doch schön, dass du deine feminine Seite entdeckt hast und den Mut findest, dein Frausein auszuleben. Allerdings verwirren mich diese ganzen Identitäten. Deswegen lässt mich ein Mann, der sich als Frau präsentiert, aber trotzdem als Mann fühlt, eher mit einem großen Fragezeichen zurück. Früher war das mit Trans irgendwie einfacher. Heute gibt es da tausend Unterkategorien: nicht-binär, genderfluid, queer etc. Ich kann mit diesen Genderkonzepten leider nicht so viel anfangen, aber ich toleriere es.

Ich kann es Dir nicht verübeln, dass Du mich trotz meiner umfangreichen Ausführung falsch verstanden hast. Es ist schon sehr herausfordernd, neben all den verwirrenden Identitätsangeboten zudem noch zu verstehen, dass ein Mann jenseits von 'Gender'- und Trans-Konzepten sich trotzdem nach mehr Kleidungsvielfalt sehnt. Es ist vielseits noch zu unbekannt und zu schwer zu verstehen, dass die Lust nach Rock oder anderen Kleidungsmöglichkeiten nicht an ein "politisches" Statement gekoppelt ist.

Vielleicht hilft Dir die Beschäftigung mit diesem Forum, besser zu verstehen, dass einige der Mitglieder, darunter auch ich, eben nicht ihre "weibliche Seite" entdeckt haben und "ihr Frausein" ausleben.

Wenn jenseits von verwirrenden Genderkonzepten Du auch tolerieren kannst, dass manche Männer lediglich sich nach mehr Kleidungsvielfalt sehnen, dann bist Du auf alle Fälle hier richtig.

Ähnlich wie Micha schon schrieb, war mir ein "eleganter Herrenanzug" schon immer zuviel Zeug am Leib. Hochgeschlossene gesteifte Kragen zu eng, zu warm, zu dick, irgendwie störend. Und zudem dann noch eine Krawatte fühlte sich für mich immer an, wie stranguliert zu werden. Vielleicht hat sich aber auch meine seit frühester Kindheit asthmatisch-geprägte Psyche dagegen schon immer gewehrt. Wenn diese äußere Kruste zu einem "gepflegten Männlichkeitsbild" gehören sollte, dann bin ich da raus. Ich definiere mein Mannsein über meinen Körper, seinen Funktionen und seine ergänzende Andersartigkeit zum körperlichen Frausein. Der Rest ist Hülle und die ist variabel. Und die Hälfte unserer Gesellschaft sucht sich aus, in was sie sich hüllt. Ich suche mir das auch aus.

Und wenn Du Dich auf dies oder jenes freiwillig beschränkst, so toleriere ich das auch.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 00:53 »
Ja ja, der erhobene Zeigefinger! Immer schlimm, wenn andere ihn zeigen!

Aber nochmal zu Zwurg:

Ich habe ihn noch nicht im Detail gelesen, finde aber den Wikipediaartikel zum Islamismus sehr brauchbar: https://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus
Er zeigt sehr gut, wie die Wurzeln weiter zurückreichen als bis zur iranischen Revolution.
Und was man auch berücksichtigen muss: Er ist eine Antwort auf sehr viel Hegemonie des "Westens", so wie der deutsche Nationalismus eine Antwort auf viel Hegemonie Frankreichs war.  Ähnlich wie deutsche Nationalisten im 19. Jh. eine Einheit der Deutschen anstrebten, strebten (und streben) Islamistein eine Einheit der Muslime an, bisweilen aber durchbrochen durch arabischen, türkischen oder persischen Nationalismus, der der je eigenen Nation darin eine Führungsrollen zuspricht.

Und noch was: Persien/Iran hatte keine Demokratie unter den Pahlavis. sondern eine Diktatur mit geheimpolizeilicher Überwachung des Volkes und einer großen Kluft zwischen einer Oberschicht, die sich gerne "verwestlichte" und der breiten Masse des Volkes, die da nicht mitkamen und auch nicht davon profitierten. Die Pahlavis waren eine Dynastie von US-Gnaden. Die USA unterstützten sie, weil sie durch sie gut an iranische Bodenschätze kamen. Darum geht es ja auch im jetzigen Krieg der USA gegen den Iran. Das Volk, das Trump zuerst von den Mullahs befreien und dann vermochte wollte, ist diesem völlig egal. Gut, dass er momentan einzusehen scheint, dass er so nicht weiterkommt. Nur kann es sein, dass er zu einem "Deal" mit den Mullahs kommt, und das Volk wieder in die Röhre schaut. Warten wir es ab.

LG, Micha 
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