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Gude zusammen!

Ich meinte eigentlich nicht so sehr eine Unzufriedenheit mit manchen Merkmalen der männlichen Rolle, sondern mit der männlichen Rolle überhaupt, also anders gesagt, den Wunsch nach einer nicht-männlichen Rolle, sei sie weiblich, geschlechtsneutral oder sonst wie.

LG, Micha
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Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht

Ich glaube schon, dass es etwas bringen kann, nur muss man die Erwartungen anpassen, wenn es punktuell für einen kurzen Zeitraum passiert.

Die Erfolge von feministischen Bestrebungen oder homosexuellen Initiativen sind auf die letzten Jahrzehnte betrachtet, beachtlich und trotzdem nicht am Ziel.

Initiativen von Millionen über ein halbes Jahrhundert bewirken was - entsprechend weniger kann man im Kleinen erreichen, aber das beutet nicht, dass es umsonst war.

Wenn ich mich mit meinem Vater vergleiche geht die Entwicklung rückwärts.
Er trank auch wenig Bier und interessierte sich nicht überaus für Fußball.
Er hat viel gearbeitet, es war aber möglich das er alleine als Familienernährer fungieren konnte.
Gut er trug keine Röcke, in seinen Kopf hineinschauen konnte ich nicht. (Als er aber dement wurde versucht er immer wieder in Kleidungsstücke meimer Mutter zu schlüpfen, was aber nicht funktionierte weil er wesentlich größer und doppelt so schwer war.)
Er war trotzdem mit 60 zu Hause und konnte seine Rente ohne Abschläge geniesen.

In unserere Generation müssen meist beide Geschlechter arbeiten um über die Runden zu kommen.
ich kann sicher nicht mit 60 zu Hause bleiben, fraglich ob ich es mit 65 tun kann.
So wird der Druck zu arbeiten, sich um die Karrirere zu kümmern und die damit verbundenen Schmerzen mit Alkohol und Fußball zu übertünchen. Da tröstet es mich nicht, das der Feminismus und die Anerkennung der Homosexuellen weitergkommen.

Wir wollten damals eine Entlastung der Männer, mehr Lagerfeuertime, mehr Zeit für die Familie, insgesamt mehr Freiheit.

Aber das Gegenteil ist doch der Fall, hauptsächlich weil das Geld fehlt.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von JJSW am Gestern um 13:00 »
Hallo Steppi

Herzlich Willkommen im Forum  :)
Und an das kribbeln und die Aufregung beim ersten Mal draußen im Rock unterwegs zu sein, kann ich mich auch noch erinnern. Und als ich wenige Sunden danach zuhause angekommen bin und nichts aufregendes passiert ist, wollte ich am nächsten Tag gleich wieder im Rock los.

Ich kann das nur empfehlen, zum Treffen zu kommen, war auch schon paar mal dabei, leider etwas weit weg von mir.

Gruß aus der ungefähren Mitte Baden-Württembergs
Jürgen
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Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht

Ich glaube schon, dass es etwas bringen kann, nur muss man die Erwartungen anpassen, wenn es punktuell für einen kurzen Zeitraum passiert.

Die Erfolge von feministischen Bestrebungen oder homosexuellen Initiativen sind auf die letzten Jahrzehnte betrachtet, beachtlich und trotzdem nicht am Ziel.

Initiativen von Millionen über ein halbes Jahrhundert bewirken was - entsprechend weniger kann man im Kleinen erreichen, aber das beutet nicht, dass es umsonst war.
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wer einen Rock trage, sei wahrscheinlich mit seiner männlichen Rolle unzufrieden, was sie für sich selbst nicht so sehen.

Ist das nicht doch so?
Natürlich nicht in jedem Punkt, aber selbst Transfrauen dürften nicht in jeder Beziehung mit ihrer Rolle bei Ursprungsgeschlecht unzufrieden sein.

Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
-   Ausschließlich Hosen zu tragen
-   Bier zu mögen
-   Interesse für Fußball zu haben
-   Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren
-   Karriere über Familie zu stellen
-   Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat
-   Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen
-   Usw…

Diese Liste könnte ich fast beliebig erweitern.

Jedenfalls sind die gerade genannten Rollenverpflichtungen, ein Teil derjenigen, denen ich mich nicht füge, mit denen ich unzufrieden bin.

Ja, in jüngeren Jahren habe ich mich oft widerwillig den Erwartungen gefügt und z.B. gelangweilt in Gesellschaft Fußball geschaut, mit einem Bier in der Hand.

Und ja, dass ich Röcke und Kleider trage ist auch ein Ausdruck davon, dass mir dies Rollenklischees mittlerweile egal sind, wie auch vice versa.


In deinen Aufzählungen finde ich mich durchaus wieder.

Wir haben damals vor über 30 Jahren in der Landesmännergruppe der KLJB über ähnliche Themen diskutiert.
Es gibt ja doch einige Dinge die Männer von Frauen unterscheiden.
Und unser Ziel war es eben das Leben von Männern zu verbessern, denn die Dinge die du aufgezählt hast, führen ja auch bei einigen Männern zu einem vorzeitigen Tod, durch Krankheiten oder auch erhöhte Suizidrate.

Und das hat ja auch mit dem Rollenverhalten zu tun, dem viele nicht entkommen können.
Leider hat unsere Arbeit damals scheinbar nicht viel gebracht
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Hallo Bernd!

Das hast Du ganz hervorragend ausgedrückt.

Und Micha seine Antwort auch'

Ja, so ist es wohl. Und wenn dann noch die Angst dazu kommt, doch noch für nicht eindeutig cisgender und heterosexuell gehalten zu werden, weil man der Toleranz der Mehrheitsgesellschaft doch nicht so recht traut, ist die Hürde, selbst einen Rock anzuziehen, riesig groß.

Es ist schon zum Mäusemelken!

Aber auch, wenn Mann es sich für sich selbst schlecht vorstellen können sollte, kann er doch einsehen, dass es grundsätzlich Gleichberechtigung bedeutet, wenn Männer genau so gut die freie Wahl zwischen Rock und Hose haben wie Frauen. Das müsste doch in alle Birnen passen!

LG, Micha

...auch wenn da etwas Verbitterung in seinen Worten zu Tage tritt.
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wer einen Rock trage, sei wahrscheinlich mit seiner männlichen Rolle unzufrieden, was sie für sich selbst nicht so sehen.

Ist das nicht doch so?
Natürlich nicht in jedem Punkt, aber selbst Transfrauen dürften nicht in jeder Beziehung mit ihrer Rolle bei Ursprungsgeschlecht unzufrieden sein.

Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
-   Ausschließlich Hosen zu tragen
-   Bier zu mögen
-   Interesse für Fußball zu haben
-   Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren
-   Karriere über Familie zu stellen
-   Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat
-   Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen
-   Usw…

Diese Liste könnte ich fast beliebig erweitern.

Jedenfalls sind die gerade genannten Rollenverpflichtungen, ein Teil derjenigen, denen ich mich nicht füge, mit denen ich unzufrieden bin.

Ja, in jüngeren Jahren habe ich mich oft widerwillig den Erwartungen gefügt und z.B. gelangweilt in Gesellschaft Fußball geschaut, mit einem Bier in der Hand.

Und ja, dass ich Röcke und Kleider trage ist auch ein Ausdruck davon, dass mir dies Rollenklischees mittlerweile egal sind, wie auch vice versa.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von husti am Gestern um 10:29 »
Moin,
Kann Mann denn am 14.06. noch dazu kommen? Wäre ja ein guter Einstieg. Außerdem in der Region war ich noch nie.
CU

klar, wir freuen uns über jeden, der unsere Runde erweitert.
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 10:13 »

Es könnte schlimmer sein, nämlich wenn LGBTQ+-Menschen nicht toleriert würden und wir mit ihnen zusammen auch nicht.
Es könnte besser sein, nämlich wenn unser Gleichberechtigungs- und Emanzipationsansatz von der Mehrheitsgesellschaft als solcher erkannt und gewürdigt würde, zusätzlich zu der oben genannten neutralen bis positiven Haltung LGBTQ+-Menschen gegenüber.

LG, Micha
Ehrlich gesagt sind mir die  LGBTQ+ Menschen egal. Kann jeder leben wie er will. Das ist eine Toleranz.
Ich rechne mich nicht zur  LGBTQ+ Gemeinde dazu. Ich will nur als Mann Rock tragen.Mir gehts nur um die Erweiterung der Kleidungsmöglichkeiten.

Mit diesem politisch hoch aufgeladenen  LGBTQ+ Thema will ich eigentlich nichts zu tun haben, weil es dann automatisch heißt, dann bist du doch automatisch politisch für dies und jenes, während ich doch eigentlich anderer Meinung bin.

Vielleicht ist es in Großstädten in denen die Masse sehr gut verdient und die politischen Einstellungen sich etwas anderes gestalten, als in Gegenden wo die Menschen ständig strampeln müssen, um den Kopf über Wasser zu halten, einfach leichter sich zu der  LGBTQ+ Gemeinde zu bekennen.

Ich hab mich früher eigentlich kaum mit politischen Themen beschäftigt. Ich mag mich nicht zu der einenn oder anderenSeite bekennen. Ich will einfach in Frieden ein gutes Leben leben.
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 09:53 »
Gude zusammen!

In dem Thread zur Öffentlichkeitsarbeit sind wir auch wieder mal auf die Frage des Zusammenhangs zwischen männlichem Rocktragen und dem geschlechtlichen Selbstverständnis gekommen:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=10316.msg208207#msg208207

Dort heißt es, dass wir einerseits von der gewachsenen Toleranz (oder auch Respekt und Akzeptanz) von LGBTQ+ in der Mehrheitsgesellschaft profitieren, andererseits aber viele Männer dieser Toleranz doch nicht so trauen und Angst haben, im Rock in die falsche Genderschublade einsortiert zu werden. Dass man nämlich männlich, cisgender und heterosexuell sein kann und zugleich gerne Röcke und Kleider trägt, ist vielen Menschen unbekannt. Und deshalb kommen sie nicht auf den Gedanken, unser Rocktragen als Beitrag für die Gleichberechtigung aller Menschen und die Emanzipation der Männer vom Hosenzwang anzusehen und zu würdigen.

Und so werden wir eben von der Mehrheitsgesellschaft genau so toleriert, respektiert und/oder akzeptiert wie Menschen des LGBTQ+-Spektrums oder sogar als Mitglieder dieser Gruppen, aber nicht als Vorreiter der Gleichberechtigung und Emanzipation von Männern, unabhängig von LGBTQ+ angesehen.

Es könnte schlimmer sein, nämlich wenn LGBTQ+-Menschen nicht toleriert würden und wir mit ihnen zusammen auch nicht.
Es könnte besser sein, nämlich wenn unser Gleichberechtigungs- und Emanzipationsansatz von der Mehrheitsgesellschaft als solcher erkannt und gewürdigt würde, zusätzlich zu der oben genannten neutralen bis positiven Haltung LGBTQ+-Menschen gegenüber.

LG, Micha
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