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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am 26.01.2026 22:25 »
Siehst Du, lieber Wolfgang, wie gut es ist, wenn wir beide miteinander diskutieren, zwar hart in der Sache, aber voller Respekt vor einander. Wir ringen um Wörter und deren Verständnis und kommen letztlich zu Ergebnissen, mit denen wir beide gut leben können.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 26.01.2026 22:16 »
Ja, mit dem Skalpell betrachtet, ist vieles komplizierter als zuvor.

"mir ist es egal, was andere Leute von mir denken" ist überwiegend mehr im zweiten Sinne zu verstehen.

Diese Formulierung ist ja auch nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern liest man immer mal wieder von den unterschiedlichsten Nutzern dieses Forums.

Oft bleibt bei dieser "Floskel" auf der Strecke, dass der Ausdruck "andere Leute" eben zumeist nicht Mama, Papa, Kind, Bruder, Ehefrau mit einfasst. Weil oftmals verhält es sich da genau anders mit diesem "ist mir egal".

Welche, die über Mama, Papa, Kind, Bruder, Ehefrau aber nicht mehr verfügen, oder diese schon ausreichend vom eigenen Standpunkt dazu überzeugen konnten, die brauchen eben nur noch auf die "anderen Leute" zu schauen,
und dann kann das im Sinne Deines zweiten Links, Micha, dem vom BFR, gemäß "sujet von ejal" sein.
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Der Slogan "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen!" ist zwar nicht sonderlich kreativ, aber leicht verständlich. Und es geht darum, leicht verständliche Botschaften zu finden, die die große Menge der Menschen versteht.

Also schlage ich vor, diesen Slogan auf dem RMD zu positionieren. Gibt es eine Mindestanzahl an Mitgliedern, die dem zustimmt?

LG, Albis

Da siehst Du mal, lieber Albis, wozu so eine Grundsatzdiskussion gut ist: Wir haben einen Slogan gefunden, der zumindest schon mal dreien von uns zusagt.

Zudem haben Wolfgang und ich eine andere Art von Demokratie geübt, nicht die von Mehrheiten und Minderheiten - das ginge bei zwei Diskutanten eh nicht - sondern eine Konsensfindung.

Aber wenn Du schon abstimmen möchtest: Ich bin dafür, diesen Slogan zu verwenden.

LG, Micha
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Wir verlieren uns mal wieder in Grundsatzdiskussionen und die beiden Seiten erklären sich mal wieder gegenseitig ihr Weltbild. So wird das nichts. Entweder wir diskutieren zielgerichtet verschiedene Varianten einer Öffentlichkeitsarbeit und kommen dann zu Entscheidungen, die wir dann umsetzen, oder wir lassen es. Diejenigen, die mit Entscheidungen nicht einverstanden sind, müssen ja nicht mitmachen.

Der Rethink Masculinity Day scheint mir nach wie vor am geeignetsten. Wenn er als noch zu klein und unbedeutend empfunden wird, können wir ja mithelfen, dass er größer wird.

Der Slogan "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen!" ist zwar nicht sonderlich kreativ, aber leicht verständlich. Und es geht darum, leicht verständliche Botschaften zu finden, die die große Menge der Menschen versteht.

Also schlage ich vor, diesen Slogan auf dem RMD zu positionieren. Gibt es eine Mindestanzahl an Mitgliedern, die dem zustimmt?

LG, Albis
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Selbstverständlich, lieber Hajo. Ich habe mich nur der Sorge von Wolfgang angepasst, Männer, die sich als normal empfinden, wollten nicht als nicht normal gelten.

Davon abgesehen ganz klar: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für Männer."

Und hier könnten wir noch ein "normal" weglassen:
"Ich bin ein Mann und trage ein Kleidungsstück."

Aber für mich geht es auch jeweils mit "normal". Obwohl ich mal einen Aufkleber auf meinem Auto hatte, auf dem zu lesen war: "Warum normal sein?" Was einen Kollegen dazu brachte, sich zu ducken, wenn er mit mir in meinem Auto durch sein Dorf fuhr, weil er nicht wollte, dass er von den anderen Dorfbewohnen für unnormal gehalten wurde. Für solche Männer mag das Wort "normal" sehr wichtig sein. So sagte er mal zu mir, der ich zu Karneval unten einen Faltenrock und oben Hemd, Jaket und Krawatte trug, dass ich oben rum richtig gut aussähe.
Wir hatten aber auch mal eine Diskussion über das Wort "normal", wobei herauskam, dass es für ihn "der Norm (also einem Sollwert) entsprechend" bedeutete und für mich "durchschnittlich" (also einen Istwert beschreibend). Klar, dass man normal sein will, wenn man darunter verstehet, dass man so sein soll. 

LG, Micha
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Warum das Wort "normal"? "Mann" genügt.

Und wenn wir "richtige Männer" in "normale Männer" oder "Durchschnittsmänner" ändern, klingt das schon viel weniger nach Machismo.

"Ich bin ein ganz normaler Mann und trage ein ganz normales Kleidungsstück", wäre so eine Aussage, die ich äußern könnte.

Aber immer natürlich ein "auch" dabei: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für ganz normale Männer".

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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am 26.01.2026 21:09 »
Wenn ich darüber nachdenke, was der Satz "mir ist es egal, was andere Leute von mir denken" bedeuten kann, kommen mir eigentlich drei Bedeutungen in den Sinn:

1. Mir ist es egal, ob andere Menschen gut oder schlecht von mir denken. Ich kann auch damit leben, wenn sie schlecht von mir denken.
-> In diesem Sinn, ist es mir nicht egal, sondern ich hätte lieber, wenn sie gut von mir denken.

2. Mir ist es egal, was andere von mir denken. Zwar wäre es mir lieber, sie dächten gut von mir, aber ich werde mich auch dann nicht nach ihnen richten, wenn sie schlecht von mir denken."
-> In diesem Sinne könnte es mir egal sein, was sie von mir denken.

Aber eigentlich stimmt dieser Satz für mich:
Mir ist es nicht egal, was andere von mir denken. Ich möchte, dass sie gut von mir denken. Dennoch werde ich mich nicht unbedingt nach ihnen richten, wenn sie aus Gründen schlecht von mir denken, die nicht meine Gründe sind. Dann wäre es mir lieber, ich könnte ihre Gründe ändern und damit auch ihr Denken von mir.

LG, Micha

PS: Trotzdem mag ich dieses Lied: https://www.youtube.com/watch?v=NoweGN8cm5g
Und auch das Titellied dieses neuen Albums: https://2.brf.be/sendungen/kuenstlertreff/1142477/
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Na siehst Du, da haben wir vielleicht doch einen gemeinsamen Slogan:
"Röcke sind für alle da, genau wie Hosen!"

Mir geht es auch nicht um das Wort "Genderklischees", sondern um deren Inhalt: "überkommende Vorstellungen von Geschlechterrollen und -merkmalen, denen viele Menschen nicht entsprechen möchten, wenn sie die freie Wahl haben". Das ist jetzt zwar viel länger, aber ohne Fremdwörter.

Und wenn wir "richtige Männer" in "normale Männer" oder "Durchschnittsmänner" ändern, klingt das schon viel weniger nach Machismo.

"Ich bin ein ganz normaler Mann und trage ein ganz normales Kleidungsstück", wäre so eine Aussage, die ich äußern könnte.

Aber immer natürlich ein "auch" dabei: "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen, auch für ganz normale Männer".

Mit so einem Satz kann ich sehr gut leben und PR machen.

Es war mir eine Freude, mit Dir so konstruktiv zu diskutieren, lieber Wolfgang!

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 26.01.2026 20:36 »
Siehste, cephalus,

dann tendierst Du doch irgendwo eher zur Antwort 2 oder 3.

Ich hätte Dich eher in Richtung 4 oder 5 einsortiert, bemessen am Umstand, dass Du Deiner Familie nichts mehr erklären musst und Du so gesehen also keine Rücksicht darauf (mehr) nehmen musst. Du hast freilich Recht, gerade die Antworten 4 oder 5 hinterlassen Lücken im Spektrum, die die Umfrage nicht vollständig abdeckt. Leider kann man sofort nach dem ersten Abschicken einer Umfrage die Antwortmöglichkeiten nicht mehr bearbeiten.

Und Umfragen fürs Forum entwickelt man nicht mit einer dreiwöchigen Vorlaufphase, sondern spontan in 5 Minuten. Da entstehen leicht unbedachte Lücken.
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"Röcke sind für alle da, genau wie Hosen", ist vielleicht sogar ein genialer Spruch, den alle einigermaßen verstehen.

Jedenfalls haut man nicht mit Begriffen um sich, die einige nicht mehr hören wollen, oder in die sich etliche nicht hineindenken wollen. Mit Worten wie "Genderklischees" kannst Du in einer Fachpublikation hantieren, oder in einem so erlesenen Kreis, wie wir das sind. In der allgemeinen Gesellschaft verlierst Du damit die Aufmerksamkeit von genau denen, die am notwendigsten zu erreichen wären.

Die Botschaft, ein Mann muss nicht nach Gründen ringen, um einen Rock zu tragen (verkürzt und plakativ: "darf ein richtiger Mann sein"), soll ja nicht nur potenzielle und schlummernde Rockmänner ansprechen,
sondern auch Frauen, Kinder, Senioren, die alle in irgendeiner nahestehenden Funktion sich zu Männern sich befinden, die man bislang nur in Hosen kennt.

Der Gedanke: "Du kannst auch nichts von all dem sein, woran ich als erstes denken musste" soll sich in der Gesellschaft verbreiten, der aber bislang als ziemlich utopisch angesehen wird, weil eben alle anderen Möglichkeiten medial präsent sind, der "Mann im Rock ohne Nebenbedingungen" aber ist es noch nicht.

Die Ehefrau kann noch so sehr aufgeschlossen sein, dass X oder Y queer oder trans sind, wenn sie das aber von ihrem eigenen Mann denkt, wird es kritisch. Drum nutzt es nichts, mit weiterhin verständnisvollen Fähnchen zu schwenken, wenn es darum geht, dass sie ihren Mann im Rock akzeptieren soll. Es kann ihr nur gelingen, wenn sie die Möglichkeit kennt, dass ein Mann auch ganz ohne Nebenbedingungen Rock tragen kann. Und wenn das auch die Nachbarin weiß, und ihre Eltern.
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