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Nein.

Je weniger der die das Redaktionsmensch abzuändern hat, desto weniger Raum bleibt für Eigeninterpretationen bzw. -bewertungen.

Und das fängt ganz entschieden schon einmal mit der Länge an.

Kriegt man im Medium nur einen Einspalter (oder im Radio sieben Sätze) und man liefert drei DIN-A4-Seiten, so muss ganz viel zusammengefasst werden. Und da wirkt ganz viel Persönlichkeit des der des Redaktionsmenschen mit.

Ist ja auch immer so, wenn z.B. wissenschaftliche Themen für eine natürlich verkürzte Version fürs Volk runtergebrochen werden müssen. Da wird vor allem das zusammengefasst, wozu der Bearbeiter einen Zugang dazu findet und sich einen Reim auf den Rest machen kann. Hätte man ihm schon ein passend kurzes Schreiben in die Hand gedrückt, müsste er da gar nicht mehr so viel selbst herumdoktorn.

Also soll man versuchen, dem Journalisten die Arbeit abzunehmen?

LG, Micha
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Nein.

Je weniger der die das Redaktionsmensch abzuändern hat, desto weniger Raum bleibt für Eigeninterpretationen bzw. -bewertungen.

Und das fängt ganz entschieden schon einmal mit der Länge an.

Kriegt man im Medium nur einen Einspalter (oder im Radio sieben Sätze) und man liefert drei DIN-A4-Seiten, so muss ganz viel zusammengefasst werden. Und da wirkt ganz viel Persönlichkeit des der des Redaktionsmenschen mit.

Ist ja auch immer so, wenn z.B. wissenschaftliche Themen für eine natürlich verkürzte Version fürs Volk runtergebrochen werden müssen. Da wird vor allem das zusammengefasst, wozu der Bearbeiter einen Zugang dazu findet und sich einen Reim auf den Rest machen kann. Hätte man ihm schon ein passend kurzes Schreiben in die Hand gedrückt, müsste er da gar nicht mehr so viel selbst herumdoktorn.
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 27.01.2026 18:46 »
Ist Deine Meinung!

Meine nicht.
Ich finde die Umfrage jenseits der anderen Diskussion, die Du ansprichst, weiterhin interessant.

Zwar mag sie aus dem Umfeld der erwähnten Diskussion heraus inspiriert worden sein, ist aber kein Werkzeug für die dortige Diskussion.
Also: Werkstück beendet, Werzeugkasten zu, ab ins Kellereck - nein,

die Umfrage ist nach wie vor noch interessant unter der gegebenen Fragestellung. Also lass ruhig mal unsere Kollegen hier weiter abstimmen!
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Lieber Wolfgang,

je mehr man schreibt, desto Anknüpfungspunkte hat ein:e Journalist:in, aber auch desto weniger Raum für Eigeninterpretationen. Oder?

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von MAS am 27.01.2026 18:32 »
Wir brauchen das Ganze jetzt ja auch gar nicht mehr für unseren Slogan. Da sind alle gemeint.

Insofern erübrigt sich diese Umfrage.

LG, Micha
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 27.01.2026 18:08 »
Diejenigen, die bereits abgestimmt haben, hat der Mehrwert der Frage entweder nicht gekümmert oder sie haben ihn für sich erkannt.
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Legardiane am 27.01.2026 17:19 »
Die L+ Konzepte kenne ich nicht, meine Frau kennt mich mit Rock, der Rest der Welt wird sich nicht für meine Rockgewohnheiten interessieren. Daher Was ist der Mehrwert der Frage?
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Zumindest mir geht es nicht um das Diskutieren, sondern darum, dass Männer, die bisher nicht ans Rocktragen dachten oder es eher negativ finden, auf positive, "zielgruppengerechte" Weise begeistert. Aus meiner Sicht geht das eben am besten mit einer starken angenehmen Ausstrahlung und nicht plakativ oder mit Druck oder Ideologie.
Bildung im Sinne eines "hohen" Schulabschlusses heißt aus meiner Lebenserfahrung, dass man lediglich sich dem system angepasst hat, auswendig lernen kann und keine Fragen stellt. Und schon garnicht auf Bauch oder Herz hört, weil durch die Beschulung verkopft. Ich sagte ja schon öfter, dass Menschen, die eben mit Herz und Hand arbeiten, näher an der Wirklichkeit sind als viele Akademiker. Als ich an der Garderobe auf Veranstaltungen mein Taschengeld verdient habe, konnte ich im ersten Moment den Menschen ansehen, welche Berufsgruppe sie hatten. Bei Lehrern und Beamten lag die Trefferquote nahe 100%.
Vielleicht würden wir uns wieder mehr zu Intuition und Instinkt bewegen, wenn wir statt Erziehung gute BEziehung bekämen.
Belehrung ist in meiner Definition keine Weitergabe von Information, sondern sich über jemand stellen und ihn klein machen oder klein erscheinen lassen. Also eine Art von Gewalt, selbst wenn nicht körperlich ausgeübt. Und wie soll der untergeordnete und runtergeputzte Mensch dann Spaß an neuer Kleidung entwickeln? Er wird eher Rock mit Oberlehrer, Arroganz und Antipathie verbinden, vielleicht sogar unbewusst und es wird immer schwieriger, ihn auch mit anderen Formen von neuen Denkimpulsen zu erreichen.

Also nur freiwillig und mit angenehmem Eindruck könnten wir auch die Männer erreichen, für die der Rock noch kein Thema ist.

@skirtedman: Danke, dass du das Thema "ungebildet" auch noch einmal aufnimmst. Da stimme ich dir zu.
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Dazu (mein letzter Satz, '3 Illustriertenseiten...') fällt mir noch etwas ein, was ich gerade noch loswerden muss.

Man muss mehr vermeiden, als es einem eigentlich lieb ist. Denn in aller Regel wird der begleitende Redakteur das noch einmal nachbearbeiten, vor allem, um es in die verfügbare Länge seines Mediums zu bringen. Da kommt natürlich recht viel Eigeninterpretation des Redakteurs noch hinzu, wenn es darum geht, Dinge zusammenzufassen. Oder auszuschmücken. Drum darf man ihm nicht zu viele Anknüpfungspunkte bieten, seine eigenen Schwerpunkte auf anderes als auf die Kernbotschaft zu legen.

Ideal wäre es also, drei oder vier vorgefertigte Pressetexte anzubieten, alle nach unserem Dafürhalten druckfertig, in unterschiedlichen Längen und damit auch in unterschiedlichem Tiefgang. So kann man am ehesten sicherstellen, dass das publizierte Endprodukt noch die wesentlichen Botschaften aus unserer Sicht recht unverfälscht wiedergibt.
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Ja, das erinnert mich an eine der ersten PR-Aktionen zum Männerrock, die sich wie gleich folgt in einem Medium so niederschlug:

"Man muss nicht mehr Schotte sein, um als Mann einen Rock tragen zu dürfen. Kenzo machts möglich. Auf den Modeschauen (in Paris, Mailand, wurde überhaupt was genannt?) flatterten die Männer fast weiblich über den Laufsteg." Dann kam noch irgendwie sowas: "Man stelle sich vor: Christian in Stöckelschuhen in Größe 48!", Musik.

Ja, dieses Zitat ist fast wörtlich, vor allem der erste Satz, aus einer Zwischenmoderation im Radiosender Radio Brenner oder (ich glaube eher:) Südtirol 1. Irgendwann zwischen 1982 und 1984, vielleicht auch 86. Mehr dazu schrieb ich schon einmal dort oder (besser) 2019 dort.

Christian war übrigens der sprechende Moderator - also, er sprach bei den Stöckelschuhen von sich selbst. Und auch mit einem Unterton: "unvorstellbar".

An das erinnerte mich Dein Kommentar gerade. Ja, das ist schon über 30 Jahre her...

Aber merke: "fast weiblich" und "flattern" ist schon wieder geeignet, Gegenabwehr bei den wichtigsten Informations-Empfängern hervorzurufen. Soll eine Botschaft was bringen, muss man das vermeiden.

Man kann das alles ansprechen, wenn man die Zeit hat, das ausreichend darzulegen. Aber nicht jede PR-Aktion bekommt überall drei Illustriertenseiten eingeräumt.
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