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Rund um den Rock / Antw:Adäquate Kleidung - Sommer
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 14.07.2026 15:17 »20den-Feinstrumpfhosen hatte ich bisher noch nie Sonnenbrand
Das lieber Wolfgang, stimmt scheinbar nicht.
Ich als leidenschaftlicher Feinstrumpfhosenträger habe nach dieser Aussage natürlich gegoogelt und bekam die Antwort, das dünne Nylonstrumpfhosen nicht vor Sonnenstrahlen schützen.
Schade eigentlich, habe ich kein Argument für meine Frau
LG Peter
Das ist richtig. Da hast Du vollkommen recht. Darum habe ich ja auch gerade die sehr lichtdurchlässigen 20den-Strumpfhosen angesprochen. Der Gewebeanteil (Jean hätte jetzt gesagt: Strumpfhosen sind nicht gewebt) liegt da bei deutlich unter 50% (wobei ich diesen Wert jetzt nur geschätzt habe), der Rest ist textilfrei = keine textile Bedeckung, also lässt das Licht hindurch.
Ich trage gerade in Strumpfhosenzeiten außerhalb der 12- bis 14-Grad-überschreitenden Wetterlagen nicht selten stundenlang 20den-Strumpfhosen draussen im Freien bei strahlendem Sonnenschein, um eben in den textilbedeckungsreichen und lange tageslichtarmen Zeiten etwas Sonnenlicht von der Haut einzufangen, um die Vitamin-D-Produktion zu ermöglichen oder vielleicht einen leichten gewissen Teint an den Beinen aufrecht zu erhalten. Und das möglichst stundenlang, nicht selten den ganzen helllichten Tag lang.
Dennoch hatte ich dabei noch nie einen Sonnenbrand.
Jetzt muss ich ein bisschen ausholen.
Man kann kritisieren: Ja, Winter. Stimmt: im Hochsommer habe ich noch nicht stundenlang mit 20den-Strumpfhosen deren Wirkweise in puncto Sonnenbrandverhütung ausgetestet.
Und eine Faustegel besagt, dass bei einem Sonnenstand unterhalb von 30° Winkel über dem Horizont, die Vitamin-D-Produktion ohnehin auch bei ungeschützter Haut nicht mehr funktioniert (jedenfalls im Flachland und Mittelland, dort, wo die meisten Menschen sich gewöhnlich am meisten aufhalten). Und die Bräunungsfunktion respektive Sonnenbrandgefahr geht damit ziemlich einher.
Und die Mittagssonne erreicht diese Höhe bei uns erst Ende Februar, die Nachmittagssonne (15 h) erst Mitte März.
Stimmt. Jedoch kann man auch im Januar schon Sonnenbrand kriegen im Flachland bei sehr trockener, klarer Luft, bei sehr langer regungsloser Exposition. Ausserdem erreicht bei niedrigerem Sonnenstand das Sonnenlicht viele beschienenen Hautpartien im Stehen oder Sitzen sehr viel senkrechter als im Sommer. Im frühen Frühjahr oder späten Herbst lassen sich Arme oder vor allem Beine sehr viel besser bräunen, wenn man in Bewegung ist, als im Sommer - pro Zeiteinheit betrachtet.
Zudem im Winterhalbjahr kann selbst eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit in wolkenwirksamen Höhen (gerade bei Schleierwolken, Dunstschleiern) die UV-Strahlung erhöhen, da sie die UV-Strahlung aus größerer Höhe streut und somit die Höhenstrahlung direkt nach unten umlenken kann.
Sonnenbrand im Januar (ohne Schnee, ohne Höhenlage) an ungeschützter Haut ist mir durchaus bekannt, wenn auch selten. Im März sieht das nochmals deutlich anders aus - vor allem wenn die Haut durch fehlende Sonnengewöhnung noch empfindlicher ist.
Und meine Strumpfhosen trage ich witterungsbedingt z.T. bis in den April, manchmal Mai, mitunter auch schon bis Juni hinein. Und dennoch ist mir Sonnenhungriger mit 20den-Strumpfhosen noch nie ein Sonnenbrand an den Beinen untergekommen.
Die Schutzfunktion von 20den-Strumpfhosen (von hellen wie schwarzen) ist doch schon beträchtlich. Selten aber knalle ich mich mit diesen Strumpfhosen stundenlang so in die Sonne, dass die immergleichen Hautpartien stundenlang ohne Unterbruch bestrahlt werden (also keine Adria-Handtuch-Besonnung), sondern nach vielleicht mal einer gemütlichen Ruhephase von einer Stunde bin ich in Bewegung. Und alleine die Bewegung reduziert die Sonneneinstrahldauer auf die beteiligten Hautpartien. Da werfen z.B. die Beine bei jedem Schritt den Schatten auf das andere Bein, man wechselt die Gehrichtung usw. Ausserdem sieht man schön gerade an schwarzen 20den-Strumpfhosen, wie dichter "das Gewebe" wird, je seitlicher man draufschaut. Auch die Sonne und die bösen UV-Strahlen schauen nicht auf jede Hautpartie senkrecht auf Deine Beine, sondern je schräger, desto weniger kommt auf der betreffenden Haut an.
All das sind Faktoren, die den theoretisch fehlenden Sonnenschutz von FSH dennoch erhöhen. Und drum hatte ich noch keinen Sonnenbrand mit 20den-FSH, obwohl sie rein technisch betrachtet keinen ausreichenden UV-Schutz bieten.
Und ich weiß nicht, wer von uns allen mitlesenden Usern schon mal einen Sonnenbrand auf der Haut unter einem T-Shirt zu beklagen hatte. Ich kann es mir kaum vorstellen. Aber lerne gerne noch dazu.

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