Autor Thema: Ich bin soooo cool ;D  (Gelesen 658 mal)

Offline cephalus

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Ich bin soooo cool ;D
« am: 13.06.2026 00:17 »
Mein älterer hatte heute nach der Schule noch drei Kumpels im Schlepptau.

Als sie kamen begrüßte ich sie, trug einen grauen Wollrock und einen Damenpullover(für aufmerksame Menschen erkennbar, für die meisten vermutlich nicht).
Keiner, der mich nicht kannte, reagierte in irgendeiner Weise.

Beim Abendessen meinte einer der Jungs, das der Rock mega cool wäre und ich trotzdem(deshalb?) auch so total cool rüberkommen würde.
Ihre Eltern/ Väter würden vermutlich ausrasten, beim Thema Rock, aber ich würde nicht mal schwul oder trans aussehen.
Alle stimmten zu.

Und ich hatte lange Angst, dass meine Bekleidungsvorlieben meinen Söhnen zum Nachteil gereichen könnten - offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.

Offline Skirtedman

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #1 am: 13.06.2026 01:13 »
Einfach nur eine sehr coole Geschichte, die Du da erzählst!
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #2 am: 13.06.2026 01:29 »
Deine Geschichte aber beinhaltet, genau besehen, die ganze Dramatik.

Warum finden andere Männer es cool, wenn ein Mann einen Rock trägt? Also: in diesem Fall nachwachsende Männer, also hier eben Jungs...

Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund:
Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.
Es ist also den Jungs bis jetzt partout noch nicht in den Sinn gekommen, einen Rock zu tragen, weil sie Angst hatten, komplett unangenehme Folgen damit sich einzuhandeln. Also verdrängen sie die Möglichkeit lieber, einen Rock anzuziehen, nur um nicht anzuecken.
Und warum würden die Eltern/Väter total ausrasten?
Weil sie denken würden, die Jungs wären schwul oder trans - wie Du ja überraschenderweise nicht wirkst, aber den Grund, weshalb die Eltern/Väter ausrasten würden, lieferten die Jungs ja gleich selbst mit.

Das ist also ein hochgradiges Dilemma, in dem Männer - hier nachwachsende Männer - stecken. Man könnte nun philosophieren, dass schwul sein oder trans sein hochgradig missachtet werden würde von den Eltern/Vätern. Man könnte aber auch philosophieren, dass jemand sich hochgradig scheut, als schwul oder trans aufgefasst zu werden.

Irgendwie haben die Frauen aus diesem ähnlich gelagerten Dilemma herausgefunden. Jungs bzw. Männer aber längst noch nicht. Und wenn es doch einer macht, dann ist es cool. Jedenfalls zumindest, wenn Du es machst. Das drückt eine gewisse Sehnsucht aus, die man aber irgendwie an sich eigentlich niemals zulassen würde. Weil die Hemmungen einfach mega zu groß sind.

Jungs und Männer sind da, verglichen mit den Frauen, noch immer sowas von absolut rückständig und verklemmt. Das verdeutlicht Deine kleine, coole Geschichte absolut offensichtlich.
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Offline MAS

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #3 am: 13.06.2026 08:42 »
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen. Aber genau darin gibt es ja einen Fortschritt in der Gesellschaft oder zumindest Teilen davon.

LG, Micha
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Offline Zwurg

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #4 am: 13.06.2026 14:44 »
voll cool...
Das kann natürlich nur jemand von sich sagen, der es auch gesagt kriegt.
in diesem Sinne hoffe ich dass es dir noch oft gesagt wird.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline Skirtedman

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #5 am: Gestern um 11:46 »
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen. Aber genau darin gibt es ja einen Fortschritt in der Gesellschaft oder zumindest Teilen davon.

LG, Micha

Das mit dem Fortschritt kann ich aus zahllosen eigenen Erfahrumgen bestätigen.

Zitat
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.

Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.
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Offline Zwurg

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #6 am: Gestern um 15:26 »

Zitat
Ja, genau: Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen.

Niemand mehr Angst? Nicht ganz.
Zum einen ist es manchen Leuten zumindest in manchen Situationen - Partnersuche oder Flirten zum Beispiel - wichtig auszustrahlen, für was sie nicht gehalten werden wollen.
Zum anderen gibt es immer noch die Verwandtschaft und vor allem die Eltern, die gerne sehen, dass sie einmal selbst Großeltern werden. Jeder Verdacht, das könnte nicht der Fall sein, bedroht Lebensträume. Deshalb werden Homosexualität oder Transgender im familiären Umfeld so stark abgelehnt. Der Gedanke, "Hauptsache, euer/mein/das Kind wird glücklich" ist noch nicht auf der ähnlichen Stufe wie der Traum vom Enkelchen. Und die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt, auch andere Formen von Elternschaft (leibliche wie rechtliche) jenseits einer klassischen Mann-Frau-Beziehung für selbstverständlich oder annähernd gleichwertig aufzufassen. Deshalb wird es auch weiterhin zumindest im familiären Bereich Vorbehalte geben gegen Homosexualität oder Transgender. Und auch eben die Angst bestehen bleiben, für einen Betroffenen gehalten werden zu können.

Am Beispiel von Cephalus ist ja erkennbar, das seine Vorliebe für andere Kleidung, Ehe und Kinderkriegen nicht geschadet hat, was wieder auch an seiner coolen Frau liegt.
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Offline JJSW

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #7 am: Gestern um 15:57 »
Leider gibts anscheinend so coole Frauen nicht genug...
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline MAS

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #8 am: Gestern um 16:29 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha
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Offline Peter

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #9 am: Gestern um 22:04 »
Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund: Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.

Das ging meiner Mutter in den frühen 1950ern genauso mit Hosen: der Vater ist ausgerastet und sie musste sich jeweils ausserhäusig umziehen...

Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zuruecksehnen werden.

Offline Skirtedman

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #10 am: Heute um 00:07 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha

Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.
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Offline Skirtedman

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« Antwort #11 am: Heute um 00:13 »
Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund: Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.

Das ging meiner Mutter in den frühen 1950ern genauso mit Hosen: der Vater ist ausgerastet und sie musste sich jeweils ausserhäusig umziehen...

Das geht einigen Männern noch so, dass sie sich selbst nach 20 Jahren noch ausserhäusig ihr Wunschoutfit anziehen oder sich in ihrem Wunschoutfit auch nach 20 Jahren noch immer nicht auf die Straße trauen.

Ich schätze, Deine Mutter brauchte nicht ganz solange, bis sie es ungestört machen konnte.

Übrigens, solche Storys wie von Deiner Mutter aus jener Zeit habe ich vielfach schon erzählt bekommen.
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Offline MAS

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #12 am: Heute um 09:07 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha

Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.

Dann ist die Bedingung, die ich genannt habe, eben noch nicht erfüllt.

Das ist etwas müßig, so zu diskutieren: Ich sage "Wenn Bedingung A erfüllt ist, erfolgt nicht mehr die Folge B" und Du sagst, "aber es gibt immer Menschen, für die Bedingung A nicht zutrifft". Dann ist eben Bedingung A nicht erfüllt und es kommt weiterhin zur Folge B.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Antwort #13 am: Heute um 11:31 »
Ja, es ist müßig, und deswegen wollte ich auch gar nicht mit Dir darüber diskutieren.

Ich wollte auf diesen Zusammenhang hinweisen. Er ist fundamental. Und reicht deutlich weiter, ist tief verwurzelter als bloße 'gesellschaftliche Ablehnung von Homosexualität oder Transgender'. Und dieser Zusammenhang ist - und darüber muss man wohl auch überhaupt nicht diskutieren - auch verständlich und für jeden nachvollziehbar.

Mag sein, dass die gesamtgesellschaftliche Abneigung früherer, aber auch noch heutiger Jahre, also bis hin zu Homophobie und Transphobie, letztlich aus dieser familiären Kernzelle herrührt und der gesamtgesellschaftliche Druck, der darüber aufgebaut wird, ein kollektives Korrektiv darstellt, um eben Homosexualität oder Transgender zu unterbinden.

Dieser Druck aus der Gesellschaft soll wohl dazu dienen, dass Kinder sich brav genauso dem Leben stellen und letztlich Nachwuchs produzieren, wie das alle deren Vorfahren auch gemacht haben. Natürlich macht dieser Druck von außen es in der familiären Kernzelle, und dort eben besonders Mama und Papa leichter, diesen Erwartungsdruck auf die Kinder auszuüben. Dann müssen Mama und Papa eben sich nicht gegen die Gesellschaft stellen, welche ja auch sagen könnte: "Es ist doch okay, wenn Deine Kinder Dir keine Enkel bringen".

Ich glaube, diese Lebenshoffnung von Eltern auf Enkel ist noch einmal mehr gestiegen, seit größere Familien nicht mehr so hipp sind. Ich entstamme selber einer Generation, wo sehr viele eben keine Kinder erschaffen haben - ich selbst gehöre zu den kinderlosen. Je mehr Geschwister im Spiel sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle kinderlos bleiben.

Angesichts des Bevölkerungswachstums und den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten wie Nahrungsmittel und Wasser (ungeachtet von Energie und Rohstoffen) kann man natürlich schnell zu der Überzeugung kommen (gerade auch als Argument für den eigenen kinderlosen Lebensstil), es sei doch gar nicht so schlecht, wenn nicht jeder Nachwuchs zeugt. Andererseits sieht man gerade deutlich in Deutschland mit Blick auf das Rentensystem, aber auch auf Fachkräfte, dass starke Kinderlosigkeit zu ganz neuen, gesellschaftlichen Problemen führt. Ich selbst habe meinen Anteil daran. Die ungewollte, geplante oder programmatische Kinderlosigkeit ist für eine Gesellschaft auf Dauer also gar nicht so unproblematisch.

All das wird dazu führen, dass die Lebenshoffnung von Eltern auf eigene Enkel nicht so schnell schwinden wird. Eine Lösung aus diesem Dilemma wäre, wenn die Familiengrößen wieder ansteigen würden. So würde sich diese Hoffnung nicht auf ein Einzelkind konzentrieren, sondern auf z.B. drei Kinder verteilen.

Ich habe Anfang der 80er Jahre schon in der Schule gelernt, dass mit steigendem Wirtschaftswachstum in Staaten quasi wie ein Naturgesetz die Geburtenraten sinken. Ein einfacher Grund ist, dass Frauen verstärkt arbeiten gehen und zwischen Karriere und Familie abwägen, manchmal zu spät sich für Familie entscheiden und deshalb auch ungewollt kinderlos bleiben, und dass nicht Großfamilien mehr für die Altersversorgung der Eltern herhalten müssen, da leichter genügend Reichtum zu Erwerbszeiten gesammelt werden kann und auch Alterssicherungssysteme (Rente) eingeführt werden können. In den 80ern hielt z.B. Afrika als Beispiel her, wo damals - vielleicht bisweilen auch heute noch - aus Gründen der Altersversorgung zahlreiche Kinder in der Familie als Reichtum galten.

Ja, man sieht, es ist alles gar nicht so einfach. Die Kernzelle Familie wird weiterhin eine fundamentale Quelle sein von Vorbehalten gegenüber Homosexualität und Transgender. Homosexualität und Transgender gelten als ziemlich sicheres Zeichen programmierter Kinderlosigkeit. Solange das noch so angesehen wird, werden sich die Vorbehalte aus der Kernzelle Familie nicht ändern.



Warum stellen wir diese Gedanken an?
Weil, wie MAS richtig in Worte gefasst hat, es eine Scheu gibt, als Homosexueller oder Transgender angesehen zu werden.

Hat man bereits eigene Kinder gezeugt und ist sie am Großziehen, wie Cephalus z.B., hat man also augenscheinlich bewiesen, dass man vermutlich nicht homo oder trans ist, so kann man sich selbst und der Gesellschaft leichter mit Symbolen zeigen, die einen in die Vermutung homo oder trans bringen könnten. Natürlich schlägt auch in dieser Position der gemeingesellschaftliche Druck entgegen - z.B. dass die eigenen Kinder deswegen von ihren Freunden oder Mitschülern gehänselt werden könnten. Auch das wiederum ist ein Quell der Angst, sich Kleidungsfreiheiten zu gönnen. Genau diesen Punkt hatte eine meiner Ex in ihren Zukunftsperspektiven gefürchtet; vielleicht mit ein Mosaiksteinchen, weshalb wir kinderlos blieben.

Die Kernzelle Familie als Ort, von der Vorbehalte gegen Homosexualität oder Transgender auch weiterhin wohl noch lange bestehen bleiben, habe ich nun ausführlich beleuchtet.

Es gibt aber auch noch vor allem eine andere Quelle dieser Vorbehalte. Ich hatte in einem anderen Thread bereits die Musks, Trumps, Bezos, Putins und Konsorten erwähnt. Diese sind mit ein Grund, weshalb sich Männer auch im zivilen Leben in eine Art zivile Uniform begeben. Das möchte ich aber an einer anderen Stelle in diesem Forum weiter ausführen. (Nämlich: hier)



Und all diese Gedanken nur, weil die Symbolkraft der Hose so sehr an Männlichkeit gekoppelt ist.
Nein, falsch, weil der Rock so sehr an Weiblichkeit gekoppelt ist, oder besser gesagt: an Unmännlichkeit.

Darum müssen wir uns hier mit den Phänomenen wie Homosexualität oder Transgender herumschlagen.

Und wer aus diesem Ductus ausschert, der kann - wie Cephalus - auf einmal für "soooo cool" gehalten werden.
Wir müssen uns einfach nur trauen!
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« Antwort #14 am: Heute um 11:45 »
Vorbehalte gegen Homosexualität und Transgender werden zumindest aus der Kernzelle Familie nie so ganz absehbar verschwinden.

Aber es würde deutlich der Druck auch gegen davon Betroffene herausnehmen, wenn äussere Symbole, wie Rock oder Kleid am Mann, nicht so eng damit verknüpft würden.

Auch bei Frauen ist früher der Vater total ausgerastet, wenn sie Hosen tragen wollten. Letztlich hat es sie davon nicht abgehalten. Bei vermutlich allen uniformierten Arbeitskleidungen ist es heute üblich, Frauen auch Hosen anzubieten. Da rastet kein Vater mehr aus, da rastet kein Chef mehr aus.

Unser Traum ist, dass ebenso keiner mehr ausrastet, wenn wir Männer nicht lebenslang nur Hosen tragen wollen.
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