Ja, die eigenen Augen sind ganz wichtig.
Man muss zu sich sagen können, jawoll, so kann ich mich blicken lassen. Manchmal geht man zwar Kompromisse ein und man weiss, dass man es eigentlich noch besser hinkriegen würde. Aber in den eigenen Augen recht passend auszusehen, ist die beste Grundlage, so gekleidet anderen Menschen in deren Augen schauen zu können.
Mit den allerersten Rock-Erfahrungen hat man ggf. noch nicht so das Händchen dafür. Man hat es ja auch nicht vererbt oder antrainiert (durch Erziehung) bekommen. Man muss sich das selbst erarbeiten, in was man sich gefällt und in was eher nicht. Aber man entwickelt nach und nach ein gewisses Gespür dafür. Das muss zwar nicht unbedingt jedem anderen so gefallen, aber wenn Du Dir selbst gefällst, ist das die allerwichtigste Voraussetzung.
Und ja, mit der Zeit wird man aufmerksamer. Und das kann ab und zu sogar zur Last werden, in aller Regel ist es aber Lust; Lust und Spaß, die nach mehr schreien. Und ja, irgendwie beschäftigt man sich dann deutlich mehr mit sich selbst als mit lapidaren Jeans und T-Shirt. Es ist eine Form der erhöhten Selbstwahrnehmung. Eine Form der verstärkten Selbstliebe.
Und jeder, der mal durch eine Reha gegangen ist, sollte lernen - so glaube ich (obwohl ich noch nie selbst eine Reha durchlaufen bin) -, dass man verstärkt auf sich und sein Inneres hören sollte. Ich glaube, das ist ein wesentlicher Teil der Selbstgesundung.