Mein Start war holprig. Ich hatte mich dafür eingesetzt, dass ein Kommilitone von der Firma, in der ich arbeitete, einen Auftrag erhielt. Als er (damals noch, später eine „sie”) mit einem Rock zur Arbeit kam, bekam ich einen Schreck. Ich fand das echt mutig. Das mir war das zu heikel. Eine ganze Weile später kam einer meiner Kollegen mit einem Rock zur Arbeit. Einmal und nie wieder. Der zweite Stoß, aber immer noch zu mutig für mich. Aber es war schon nicht mehr so weit von mir weg. Nach einer Weile fand ich die Idee, selbst einen Rock zu tragen, immer reizvoller. Aber erst, nachdem ich an einem Bahnhof über einen Mann in einem Jeans-Rock gestolpert war, war das Maß voll.
Ich wollte auch so ein Teil! Es ging mir dabei nicht um Fetisch oder Crossdressing. Ich suchte ein Kleidungsstück, was ich als Mann tragen konnte. Am nächsten kam meiner Vorstellung ein Rock von Aderlass: schwarz, lang und aus festem Stoff. Die Art, wie er an mir herunterrauschte, gefiel mir. Er war wie eine Welle, die mich begleitete. Einfach schön.