Danke für Deine konstruktive Beteiligung an diesem Thread, liebe Beverly!
Und ja, leider müssen immer wieder Menschengruppen, die geschlechtlich, religiös, ethnisch oder sonst wie nicht zwischen den Scheuklappen von Menschen, die sich als Mehrheit empfinden, herhalten, für alles Unglück verantwortlich gemacht zu werden. Das sind dann die schwarzen Schafe, von denen man sich zuerst nur distanziert, die dann ausgegrenzt, entrechtet, verfolgt und tunlichst vernichtet, wenn man sie nicht umerziehen kann, sofern man das wollen sollte. Ich war neulich in Hadamar. Zwar war ich nicht in der dortigen Gedenkstädte für Euthanasieopfer, aber ich dachte daran, als Blumenrock hier für psychisch krank befunden wurde. So fängt es ja an: Man erklärt jemanden für krank, grenzt ihn aus, schiebt ihn ab und erklärt seine Existenz als gefährlich für die Gesellschaft ein und zieht aus diesem Denken dann die Konsequenzen. Das ist ein schleichender Prozess, an den sich die Menschen so allmählich gewöhnen. Irgendwann kommt ein solcher Umgang ganz normalen Menschen ganz normal vor und sie denken sich nichts Böses dabei. Deswegen ist es so unheimlich wichtig, darauf zu achten, wie wir miteinander und übereinander reden.
LG, Micha