Autor Thema: Vorsorge beim Arzt im Rock , Strumpfhose und Höschen  (Gelesen 14012 mal)

Offline doppelrock

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@MAS, wer sind "wir Rockträger", für die du das Wort ergreifst? Es gibt auch zahlreiche, die einfach nur das Kleidungsstück tragen wollen, weil es ihnen gefällt und so auffällig oder unauffällig wie eine Hose tragen wollen.

Dieser Wunsch, das Kleidungsstück tragen zu können, ist oft auch frei von Ideologie. Man muss dafür nicht LGBT+-Vertreter sein, man kann sogar völlig uninteressiert daran sein, also weder dafür noch dagegen.

Es mag welche, die LGB+-Menschen hassen, aber die darfst du nicht verwechseln mit denen, die dieser menschenfeindlichen Ideologie kritisch gegenüberstehen. Und was überhaupt nicht in dein Schwarz-Weiß-Weltbild passt: Es gibt sogar Kritiker der Ideologie oder des Geschäftsmodells, die mit einzelnen Trans-Menschen befreundet sein können oder ihnen grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Ich weiß, dass diese Sätze hier manchen überfordern, aber sie beschreiben ganz einfach einen Teil der Wirklichkeit, der nicht verdrängt werden darf.

Weiterhin muss man sich dringend nach Ursachen und Profiteuren fragen, wenn eine Bewegung so kurzfristig und so massiv installiert wird, dass sogar Widerspruch verfolgt wird oder Inhalte schnellstens in Gesetze gepresst werden sollen. gegen die Interessen der vorgeblichen Opfer, gegen die Mehrheit und oft auch gegen jedes Maß von Vernunft.

Gruß
doppelrock

Offline Luan

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ich erwarte von allen Diskutanten Mäßigung
Gib deine Ideale nicht auf! Ohne sie bist du wohl noch, aber du lebst nicht mehr. (Mark Twain)

Online Skirtedman

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Werter Doppelrock,

da wir alle hier zur Mäßigung im Umgang miteinander aufgerufen wurden, will ich Dein "jedes Maß von Vernunft" Dir nicht in Abrede stellen, aber daran erinnern, dass es zu vielen vernünftigen Beurteilungen oft auch viele vernünftige Gegenargumente gibt. Die Art, wie man mit diesen Konflikten konstruktiv umgeht, offenbart zumeist erst eine wirkliche Vernunft, die weit über das Urteilsvermögen eines einzelnen hinausgeht.

Um auch weiterhin dem Aufruf einer gemäßigten Diskussion gerecht zu werden, beschränke ich mich bei meiner Kommentierung Deines letzten Beitrags nur auf Deinen letzten Abschnitt mit einer weiteren Anmerkung von mir:

Weiterhin muss man sich dringend nach Ursachen und Profiteuren fragen, wenn eine Bewegung so kurzfristig und so massiv installiert wird, dass sogar Widerspruch verfolgt wird oder Inhalte schnellstens in Gesetze gepresst werden sollen. gegen die Interessen der vorgeblichen Opfer, gegen die Mehrheit und oft auch gegen jedes Maß von Vernunft.

Gruß
doppelrock

"gegen die Mehrheit"

Ja, werter Doppelrock, mein Verständnis von Minderheitenschutz sagt mir, dass dabei Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht der Mehrheit sichtbar nützen.

Besten Gruß
Wolfgang
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline BlueBayou

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Tut mir leid. Alleine die Überschrift finde ich schon sehr ... irritierend.

Ich ziehe regelmäßig Rock, Strumpfhose und Damenhöschen beim Arzt an. Meine Urologin weiß von meiner Neigung. [...] wie seht ihr dies.? Will niemanden belästigen.

Geht es noch um Kleidung oder Fetisch?



Online Skirtedman

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Hallo BlueBabyou,

Danke für Dein Interesse, das ja nach Deiner Beschreibung zu urteilen, mehr aus der Sicht der Dinge von außen gleitet ist, weniger bzw. gar nicht am Wunsch, selber Röcke zu tragen.

Deine kurze, knappe Frage öffnet ein großes Fass, spätestens jetzt mit meiner Antwort. Da Du bei Deiner Vorstellung das Wort 'religiös' verwendet hast, erlaube ich mir, auf einen von Religion geprägten Nebenaspekt in dieser Diskussion hier hinzuweisen.

Bei einer umfassenden Fundstelle im Internet geht es nämlich um Transgender und um noch weitaus mehr. Und man muss die Sichtweise der Internetseite nicht teilen, oder die dort verwendeten Zitate. Suche auf der Seite aber mal nach den Stellen mit dem Stichwort "Fetisch", so wirst Du auch u.a. auch auf den Begriff "Crossdresser" stoßen. Es gibt eine Szene, die sich so nennt - und auch Foren dazu -, auch schon wieder ein eigenes Fass, das geöffnet werden könnte. Man kann den Begriff auch weiter definieren (oder gar wie die unzureichende Darstellung bei Wikipedia). In dem Artikel, den ich erwähne, mit der religiösen Darstellung, scheint "Crossdresser" wohl jegliche Form des Tragens von Kleidung des anderen Geschlechts mit einzubeziehen. Und ja, auf dieser Internetseite steht zum Beispiel an der ersten Fundstelle zu Fetisch:

Zitat
(Eliel) Cruz (ein Autor) glaubt, dass eine Transgender-Person ontologisch (also vom Wesen her) gesehen ein anderes Geschlecht hat als das, das durch ihr biologisches Geschlecht angegeben ist. Das Tragen von Kleidung, die mit einem anderen Geschlecht assoziiert wird, ist daher für diese Person eine moralische Verpflichtung. (Im Gegensatz dazu:) Für Cruz ist Crossdressing eine Entscheidung, die aus anderen Motiven heraus getroffen wird, vor allem aus sexuellen Fetischen.
Quelle: https://bekennende-kirche.de/artikel/johannes-calvin-ueber-5-mose-225-eine-orientierungshilfe-angesichts-der-heutigen-transgender-debatte/

An anderer Stelle im Text wird deutlich, dass mit "Crossdressing" nicht nur Rumlaufen als Frauenerscheinung gemeint ist. Das, was die meisten von uns hier im ja auch gar nicht machen oder wollen. Dennoch, wird bei dieser religiös tendenziösen Internetseite letztlich auch unser Rock-Tragen eher in den Bereich 'sexueller Fetisch' gerückt.

Die meisten von uns werden das allerdings weit von sich weisen - mit gutem Grund. Vielen von uns geht es ja letztlich auch oder nur um Gleichberechtigung, das ist weit weg von 'Fetisch'.

Dass Dir die Überschrift dieser Diskussion jetzt "befremdlich" vorkommt, kann ich verstehen. Denn vieles hier im Forum weist nicht darauf hin, dass unsere Kleidung von uns selbst als Fetisch angesehen wird.

So, wie ich den Schöpfer dieser Diskussion (dieses Threads) verstanden habe, geht es ihm um "sich etwas weiblicher Fühlen", auch wenn das aus seinen Worten nicht direkt immer so eindeutig klar wird. Also, "sich weiblicher fühlen" ist auch nicht unbedingt etwas, was man mit Fetisch gleichsetzen muss.

Ich denke, das rosa Höschen ist im vorliegenden Fall nur ein Symbol der sogenannten "weiblichen Ader", die ja auch recht modern geworden ist, als Mann nicht zu verheimlichen. Ich persönlich brauche keine weiblichen Anteile in meinem Wesen, um mich in Röcken oder Kleidern zu hüllen. Für andere ist es aber der individuelle Zugang zu dieser Bekleidung - jeder halt so, wie er es für richtig hält.

Eine letzte Anmerkung erlaube ich mir noch: Inwieweit das Entdecken oder Zulassen seiner "weiblichen Anteile" nun in Richtung Transgender oder Trans-was-auch-immer geht, mag individuell ganz unterschiedlich sein, und es mag von aussen vielleicht auch noch anders aussehen, als es von dem Betroffenen selbst wahrgenommen wird. Es muss aber nichts Anrüchiges, Pathologisches oder sonstwie zu deutendes sein. Zumal einige unserer Mitdiskutanten "Fetisch" als etwas ganz normales und alltägliches ansehen.

Bin mal gespannt, BlueBabyou, wie Du das auffassen wirst. Vielleicht ist es auch sehr interessant für Dich, die sehr umtriebige Diskussion hier im Thread mal komplett durchzulesen...  ;)
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Offline MAS

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Die Überschrift hat mich anfangs auch irritiert. Ich bin dann aber nicht beim ersten Eindruck stehen geblieben, sondern habe mehr gelesen. Das empfehle ich Dir auch, BlueBabyou. Lies einfach mal den ganzen Thread durch.

LG, Micha
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