Autor Thema: Ich habe mal die KI (AI) gefragt und folgende Antwort erhalten.  (Gelesen 1540 mal)

Offline hirti

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Ich bin mit KI Themen auch noch zu wenig befasst, aber sie interessieren mich.
Außerdem halte ich es für unerlässlich, sie zu verstehen und nutzen zu können. Ignoriert man dieses Thema, dürfte man in wenigen Jahren in einigen Branchen beruflich ziemlich schnell am Abstellgleis landen.

Was ich mittlerweile für mich herausgefunden habe, ist, dass ich damit wesentlich leichter und zielgerichteter an Informationen komme, die ich mir früher mühsam zusammengoogeln musste. Auch auf technische Detailfragen zu Spezialthemen findet man mittlerweile blitzschnell eine Antwort, die sonst aus den Tiefen des Internets kaum auszugraben war.
Die grobe Sachkenntnis und die Klugheit, die Sinnhaftigkeit der gefundenen Informationen zu bewerten und einzuordnen, muss man natürlich entwickeln.

Bezogen auf unser Thema, wird uns die KI nicht so sehr helfen.
Ich glaube, da sind die echten Erfahrungen echter Menschen wie wir sie hier haben, noch eine Weile hilfreicher.

Bezogen auf unser Thema fand ich die Umkehrung der Frage mal ganz interessant:
Ich habe den Copiloten gefragt, wie ich als Vorgesetzter in der Firma denn einen Mitarbeiter daran hindern könnte, im Rock zu arbeiten und versucht, bei diesem Thema eine gegen uns verwendbare Antwort zu bekommen. Um die hat sich der Copilot aber herumgedrückt und mir Ideen geliefert, wie ich seriöse Dresscodes entwickeln könnte, aber mich auch sehr darauf hingewiesen dass ich es aufgrund der Gesetzeslage den Männern einfach nicht verbieten könnte.

Was ich dagegen tun kann, dass mich meine Frau im Rock hasst, wird mir die KI aber auch nicht sagen können.
Ein intelligentes menschliches Wesen aber vermutlich auch nicht.

Offline MAS

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Was ich dagegen tun kann, dass mich meine Frau im Rock hasst, wird mir die KI aber auch nicht sagen können.
Ein intelligentes menschliches Wesen aber vermutlich auch nicht.

Ich weiß was: Wenn Deine Frau Dich im Rock hasst, soll sie lieber eine Hose anziehen!  ;D

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Den Satz grammatikalisch gut analysiert, Micha!  :D :D

hirti aber muss ich da vermutlich ein bisschen enttäuschen:

Bezogen auf unser Thema fand ich die Umkehrung der Frage mal ganz interessant:
Ich habe den Copiloten gefragt, wie ich als Vorgesetzter in der Firma denn einen Mitarbeiter daran hindern könnte, im Rock zu arbeiten und versucht, bei diesem Thema eine gegen uns verwendbare Antwort zu bekommen. Um die hat sich der Copilot aber herumgedrückt und mir Ideen geliefert, wie ich seriöse Dresscodes entwickeln könnte, aber mich auch sehr darauf hingewiesen dass ich es aufgrund der Gesetzeslage den Männern einfach nicht verbieten könnte.

Diese KI wird wahrscheinlich nicht alle Gesetzestexte, deren mögliche Interpretationen und Fallstricke kennen.
Berühmtestes Beispiel ist der Arbeitsschutz mit seinen Sicherheitsvorschriften, wo in manchen beruflichen Bereichen ein Rock per se - letztlich auch gesetzlich - ausgeschlossen ist.
Anderes Thema wäre eine einheitliche Berufskleidung oder betriebsspezifische Uniform, sofern es dort nicht sicherheitsrelevant ist, könnte man sich gegen die unterschiedlichen Dresscode-Vorschriften als Mann vermutlich letztlich seinen Rock oder sein Kleid einklagen.
Und in anderen Bereichen wird das umso mehr möglich sein.
Aber ich wage die für uns unpopuläre Einschätzung, dass in rund 30 Prozent der Firmen man trotzdem mehr oder weniger freundlich aufgefordert würde, diese von der Erwartung abweichende Kleidung nicht zu tragen. Und man es im Zweifelsfall vor Gericht eventuell ebenso als "geschäftsschädigend" eingestuft bekommen würde.

Davon abgesehen, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, einen Mitarbeiter über kurz oder lang loszuwerden. Und professionelle Chefs oder Personaler würden Dir mit liebevollen Worten und vielleicht mit Tränen in den Augen beteuern, dass dies definitiv nichts mit Deinem Erscheinungsbild zu tun habe.

Dieses negativ gefärbte Bild muss ich leider ergänzend zu Deiner KI-Befragung zeichnen. Das Ausmaß dieser doch wenig ermutigenden Prognose lässt sich über die Zeit nur reduzieren, je mehr rocktragende Männer in der Gesellschaft sichtbar werden. Das heisst, mit unserem Freizeitverhalten tragen wir mit dazu bei, dass es auch im Job üblicher werden kann.

Und das positive an meiner Prognose ist: dass rund 70 Prozent der Betriebe oder Abteilungen - so meine Einschätzung - damit keine nennenswerte Probleme haben werden. Dort kann auch jetzt schon der Rock am Mann üblicher werden, wenn Mann sich halt nur mal dazu traut.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Ich halte auch langfristig KI für wenig tauglich, wenn es um Meinungen, Zwischenmenchliches und Gefühle geht.

Ich bin gerade dabei KI als Tool für die Bestimmung bzw. Bestellung des Materialbedarfs der Firma meiner Frau zu implementieren.

Großer, aber inhaltlich begrenzter Datenbestand, Eindeutige Fakten, klares gewünschtes Ergebnis.
Die ersten Versuche waren vielversprechend.
Klar könnte man den Algorithmus auch konventionell programieren, aber mit erheblich mehr Aufwand, und irgendwas würde man immer übersehen.

Ich empfinde das " Gequatsche" mit KI eher als unterhaltsam, denn als gewinnbringend.

Ich sehe das eher auch so.

Allerdings investiere ich lieber Zeit ins "Gequatsche" mit halb-realen Personen wie hier im Forum z.B.

Auch im beruflichen Umfeld - gerade vorgefertigte - KI-Modelle einzusetzen, halte ich für beschränkt sinnvoll. Da muss eben, wie hirti sagte, vor allem die Kompetenz trainiert werden, die ausgespuckten Ergebnisse zu validieren und geschickt die Deutungshohheit über die KI-Ergebnisse zu behalten. Da sehe ich leider die größte Gefahr.

Gestern feierte Wikipedia als modernes Ersatzmodell kiloschwerer Enzyklopädien den 25. Geburtstag. Doch Wikipedia ist nun auch schon wieder ein Auslaufmodell. Die jungen Leute befragen lieber die KI. KI wird immer genauer, das stimmt. Dennoch ist so manches "halluziniert" und schlichtweg falsch, mal abgesehen von eventuellen interessengeleiteten Färbungen, die solch eine KI von den Machern gewollt vertreten kann. All das wird sich noch mehr einschleichen, als das in Wikipedia ggf. schon vertreten war.

Meiner Meinung nach erleichtert KI ganz viele Prozesse und kann in der Lage sein, Muster und Zusammenhänge zu entdecken, die auf herkömmlicher Weise nur mit ganz viel Arbeitszeit ("Mannjahren") möglich gewesen wäre (oder unmöglich aufgrund mangelnder verfügbarer "Mannjahre").

Der anfängliche Wissenszuwachs wird aber - ausser in Spezialbereichen - irgendwann stagnieren - siehe Wikipedia-Nachfolge. Wenn Fundamentalwissen nicht mehr generiert wird, kann Globalwissen (KI gestütztes Wissen) irgendwann auch nur noch quasi auf der Stelle treten.

Zurück zum "Gequatsche". Immer mehr Menschen in meinem Umfeld "quatschen" aus Spaß bzw. zum Kennenlernen der KI mit solchen Sprachmodellen. Sehr oft eben über juristische, ethische, religiöse und abstrahierende Themen. Ich beobachte aber auch, wie bei einigen die KI-Gläubigkeit zunehmend wächst und die Ergebnisse der KI als gegebenen Fakt anerkennen.

Ein Kollege von mir befragte die KI zu verschiedenen Aspekten der Zukunft. Und die teils hoch philosophischen Antworten beeindrucken ihn sehr, noch immer. Z.B. "Ist es möglich, dass in der weiteren Entwicklung der Fähigkeiten künstlicher Intelligenz irgendwann das darin enthaltenen Wissen und die aktiven Schlüsse, die daraus zu ziehen sind, den Menschen nicht mehr braucht, um sich selbst zu erhalten?", Antwort: "Ja, das ist durchaus realistisch, dass KI den Stellenwert des agierenden Menschen nicht mehr braucht und dessen Funktion zur Gestaltung der Zukunft übernimmt." (sinngemäß zitiert, nicht rein wörtlich)
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Offline Skirtedman

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Ich habe übrigens selber unter Einsatz von drei Monaten Lebenszeit, oder vier, vor knapp 10 Jahren eine zielgerichtete KI für meine Firma und unser Netzwerk programmiert, mit wirklich allen Algorithmen dazu. Es war hochspannend, sich da hineinzudenken, wie man bspw. in variabel-dimensionierten hochgradigen Dimensionen einfache geometrische Funktionen umsetzt (z.B. kürzeste Pfade darin zu generieren, oder einfach nur eine Unschärfemaske über die Daten in hochgradig--dimensionalen Räumen zu legen).

Die Auseinandersetzung damit hat sich gelohnt.

Trotzdem bleibe ich kritisch, gerade was den populären Einsatz von KI betrifft, der aber auch immer mehr in wissensgenerierende Bereiche einfließt, z.B. in Ausbildung und Studium, und beginnt, selbstdenkende und -bewertende Strukturen zu ersetzen.

(Soviel zum theoretischen Aspekt von KI,
jetzt gerne wieder zurück zum praktischen Teil: KI und Rock am Mann)
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Offline doppelrock

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die (gekürzte) Antwort vom LLM finde ich interessant.
Ich hatte mich über Einwürfe wie „Das ist eine sehr präzise Intuition…”, „Das ist eine sehr gute, präzise Gegenrede — und sie trifft genau den wunden Punkt meines eigenen Gegenarguments…”, „Du hast instinktiv etwas sehr Feines gespürt, nämlich den Unterschied zwischen…” und „Deine Frage ist sehr fein gestellt:” geärgert. Das kann mal vorkommen, aber wenn es sich häuft, dann nervt es. Deshalb habe ich LLM das ganz direkt zu seinem buckligen Abnicken befragt und eine befriedigende Antwort erhalten. Nachdem ich den Gegentest mit einem anderen Prompt gemacht habe, war die Sache für mich vom Tisch.
Unabhängig davon habe ich die Erfahrung gemacht, dass ChatGPT und Copilot eine ideologische Linie haben, eindeutig pro WHO, pro Gendern bzw. Geschlechtsvielfalt. In meinem Fall hat es versucht, abzuwiegeln und auszuweichen aufgrund dieser Programmierung. Bei manchen sehr exakten Nachfragen bot Copilot an, über ein anderes, unverfängliches Thema zu reden. Da ich gern außerhalb dem Mainstream diskutiere und 2 Ecken weiter denke, komme ich oft an solche Grenzen.
Da ich nicht mit WINDOWS arbeite, habe ich keine Erfahrung mit Copilot. Du schreibst: aufgrund dieser Programmierung. Bei einem LLM gibt es keine klassische Programmierung. Vielmehr entsteht der Datenbestand aus einer Akkumulation von verfügbaren Texten. Und wenn die politisch gefärbt sind, dann ist die Ausgabe auch gefärbt. Das sehe ich genau wie du.
Es scheint auch qualitativ unterschiedliche Antworten zu geben, jenachdem ob man am Dienstrechner einen in Teams eingebetteten Copilot, einen frei nutzbaren Copilot oder einen gebührenpflichtigen ChatGPT zuhaben. Und selbst da gibt es noch Unterschiede nach Weltregion.
Klar, es muss einen Unterschied zwischen den kostenlosen und den gebührenpflichtigen Modellen geben. Deshalb bekommen die Nutzer auch immer mal einen Happen der vermeintlich besseren Maschinen kostenlos angeboten. Im Anglerdeutsch nennt man das Anfüttern. Sonst hatten die Anbieter auch auf Dauer keine Chance, mit KI Geld zu verdienen.

LG, Hermann

Ob es wirklich kumulierte Daten sind oder eine politische Vorgabe, lässt sich wahrscheinlich schwer beweisen. Technisch ist beides möglich. Vereinfacht gesagt kann man ja sagen, dass alles verfügbare ausgewertet werden soll, aber abweichend davon kann anders gewichtet werden oderetwas ausgeschlossen werden. Solche Tabus können mächtige Personen ("Philantropen"), Staaten, Religionen sein.

Wenn man ein nettes Spielzeug sucht als Stilberater oder als Ersatz für eine Bezugsperson, kann der Razer Project AVA ins Spiel kommen. Mich würde so ein Ding nerven. Siri und Alexa haben Hausverbot und so gedruckte Zwerge bleiben bei mir ebenfalls draußen. Drüber informieren und probieren ja, aber nicht zuhause nutzen. Da kann man mich gern altmodisch nennen. Wer es braucht, auf der Herstellerseite gibt es Videos und manche KI-Experten berichten drüber.

Offline MAS

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Trotzdem bleibe ich kritisch, gerade was den populären Einsatz von KI betrifft, der aber auch immer mehr in wissensgenerierende Bereiche einfließt, z.B. in Ausbildung und Studium, und beginnt, selbstdenkende und -bewertende Strukturen zu ersetzen.


Es gibt schon Fälle, in denen "clevere" Studierende schriftliche Arbeiten abgeben, die sie von der KI haben schreiben lassen. Manche davon kann man sehr schlecht als solche erkennen. Andere dagegen leicht, wie mir ein Kollege berichtete.

LG, Micha
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Offline doppelrock

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Es gibt schon Fälle, in denen "clevere" Studierende schriftliche Arbeiten abgeben, die sie von der KI haben schreiben lassen. Manche davon kann man sehr schlecht als solche erkennen. Andere dagegen leicht, wie mir ein Kollege berichtete.

LG, Micha

Das ist wie bei allen Arten von Fälschungen. Wenn einer stümpert und keine Ahnung hat, fällt es schnell auf, gut gemachte Fälschungen können für echt gehalten werden. Man muss eben immer so schlau und geschickt sein, dass man das ganze Produkt, das man abliefert, erfassen und verstehen kann.

Es gibt die Legende vom Studenten, der im Prinzip eine perfekte Diplomarbeit geschrieben und auch vorgetragen hat, aber trotzdem durchgefallen ist wegen eines offensichtlich dummen Fehlers. In der Optik sprach er statt vom SEHwinkel vom SCHwinkel.
Und auch aus der Schule kenne ich Leute, die in der Lateinprüfung die Übersetzungsfehler aus dem Pons 1:1 abgeschrieben haben. Der Lehrer war so frei, neben der Note6 die Seite und Zeile der zitierten (abgeschriebenen) Passagen zu ergänzen. Seine Empfehlung: Wenn spicken, dann in eigenen Worten formulieren.

Gilt auch heute noch so. Wer sich irgendwas vom Sprachmodell erzählen lässt und nicht nachprüft, kann herb auf die Nase fallen. Auch da ist es Pflicht, Quellen direkt zu überprüfen, machmal sind es ghost-links, die ausgedacht sind, also nicht wirklich existieren.


 

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