Ich halte auch langfristig KI für wenig tauglich, wenn es um Meinungen, Zwischenmenchliches und Gefühle geht.
Ich bin gerade dabei KI als Tool für die Bestimmung bzw. Bestellung des Materialbedarfs der Firma meiner Frau zu implementieren.
Großer, aber inhaltlich begrenzter Datenbestand, Eindeutige Fakten, klares gewünschtes Ergebnis.
Die ersten Versuche waren vielversprechend.
Klar könnte man den Algorithmus auch konventionell programieren, aber mit erheblich mehr Aufwand, und irgendwas würde man immer übersehen.
Ich empfinde das " Gequatsche" mit KI eher als unterhaltsam, denn als gewinnbringend.
Ich sehe das eher auch so.
Allerdings investiere ich lieber Zeit ins "Gequatsche" mit halb-realen Personen wie hier im Forum z.B.
Auch im beruflichen Umfeld - gerade vorgefertigte - KI-Modelle einzusetzen, halte ich für beschränkt sinnvoll. Da muss eben, wie hirti sagte, vor allem die Kompetenz trainiert werden, die ausgespuckten Ergebnisse zu validieren und geschickt die Deutungshohheit über die KI-Ergebnisse zu behalten. Da sehe ich leider die größte Gefahr.
Gestern feierte Wikipedia als modernes Ersatzmodell kiloschwerer Enzyklopädien den 25. Geburtstag. Doch Wikipedia ist nun auch schon wieder ein Auslaufmodell. Die jungen Leute befragen lieber die KI. KI wird immer genauer, das stimmt. Dennoch ist so manches "halluziniert" und schlichtweg falsch, mal abgesehen von eventuellen interessengeleiteten Färbungen, die solch eine KI von den Machern gewollt vertreten kann. All das wird sich noch mehr einschleichen, als das in Wikipedia ggf. schon vertreten war.
Meiner Meinung nach erleichtert KI ganz viele Prozesse und kann in der Lage sein, Muster und Zusammenhänge zu entdecken, die auf herkömmlicher Weise nur mit ganz viel Arbeitszeit ("Mannjahren") möglich gewesen wäre (oder unmöglich aufgrund mangelnder verfügbarer "Mannjahre").
Der anfängliche Wissenszuwachs wird aber - ausser in Spezialbereichen - irgendwann stagnieren - siehe Wikipedia-Nachfolge. Wenn Fundamentalwissen nicht mehr generiert wird, kann Globalwissen (KI gestütztes Wissen) irgendwann auch nur noch quasi auf der Stelle treten.
Zurück zum "Gequatsche". Immer mehr Menschen in meinem Umfeld "quatschen" aus Spaß bzw. zum Kennenlernen der KI mit solchen Sprachmodellen. Sehr oft eben über juristische, ethische, religiöse und abstrahierende Themen. Ich beobachte aber auch, wie bei einigen die KI-Gläubigkeit zunehmend wächst und die Ergebnisse der KI als gegebenen Fakt anerkennen.
Ein Kollege von mir befragte die KI zu verschiedenen Aspekten der Zukunft. Und die teils hoch philosophischen Antworten beeindrucken ihn sehr, noch immer. Z.B. "Ist es möglich, dass in der weiteren Entwicklung der Fähigkeiten künstlicher Intelligenz irgendwann das darin enthaltenen Wissen und die aktiven Schlüsse, die daraus zu ziehen sind, den Menschen nicht mehr braucht, um sich selbst zu erhalten?", Antwort: "Ja, das ist durchaus realistisch, dass KI den Stellenwert des agierenden Menschen nicht mehr braucht und dessen Funktion zur Gestaltung der Zukunft übernimmt." (sinngemäß zitiert, nicht rein wörtlich)