Autor Thema: 2026  (Gelesen 1142 mal)

Offline Zwurg

  • Hero
  • ****
  • Beiträge: 1.303
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich bin ein Rocker!
Antw:2026
« Antwort #30 am: 06.01.2026 12:28 »
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

... Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
...

LG, Micha

Wenn es euch nicht stört, würde ich einfach das Thema der Unsterblichkeit noch etwas diskutieren. Ich weiß nicht ob jemand schon einmal Robert A. Heinlein gelesen hat. Es gab eine Zeit in meinem Leben da verschlang ich jedes Buch das ich von ihm finden konnte.

Oft behandelte er das Thema Zeitreisen und seine Helden wurden absichtlich oder zufällig in verschiedene Zeiten katapultiert.

Sehr faszinierend fand ich die "Leben des Lazarus Long"

"Die Handlung des Romans setzt im 43. Jahrhundert ein, während Lazarus Long, der am 11. November 1912 als Woodrow Wilson Smith geboren wurde, noch immer körperlich jung und der älteste Mensch der Welt ist."

Soweit ich mich noch erinnere ist sein Körper zu Beginn des Romans stark gealtert und er wünscht sich den Tod. Da über die lange Zeit die halbe Menschheit über Plantensysteme in der ganzen Galaxie vertreut, von ihm abstammt, wird immer wieder nach ihm gesucht. Sobald er sich zu erkennen gibt, wird er überredet sich noch einmal verjüngen zu lassen, um über sein Leben zu erzählen...

Und es waren spannende Zeitabschnitte in denen er hinauszog um das Weltall zu besiedeln...

Und er war sicher nicht  die ganze Zeit über unglücklich. Nach dem er wieder verjüngt wurde gewinnt er neuen Lebensmut und bricht zu neuen Abenteuern auf.

Das fand ich als junger Mann sehr erstrebenswert
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline MAS

  • Für ein großherziges Forum ohne Ausgrenzung!
  • Legende
  • ******
  • Beiträge: 28.276
  • Geschlecht: Männlich
  • Toleranz ist gut, Respekt ist besser!
    • IFN
  • Pronomen: Unwichtig
Antw:2026
« Antwort #31 am: 06.01.2026 19:05 »
Lieber Zwurg,

ich kenne den Roman nicht. Sicher las er sich ganz angenehm.

Die Phantasie vom Jungbrunnen ist alt. Und sicher wünscht man sich, immer wieder verjüngt zu werden oder gleich jung zu bleiben.

Ich sehe da aber zwei Probleme:
1.) Wenn nur ich unsterblich bin, verliere ich immer wieder liebe Menschen, weil sie sterben, so wie bei dem reichen Kaufmann in dem Märchen.
2.) Wenn alle unterblich sind, wird es schnell eng auf der Erde, denn Platz und Ressourcen sind nicht unendlich. Das Problem hat der Romanheld aber nicht, weil er sich im ganzen Weltall bewegt.

Auch kann man sich vorstellen, dass es ein Medikament oder  Therapie geben könnte, das bzw. die unsterblich macht, aber sehr teuer ist. Und schon können einige es sich leisten, viele aber nicht. Das wäre dann so eine Gesellschaft wie mit unsterblichen Göttern und sterblichen Menschen. Die würde ich mir nicht wünschen.

Ich versuche momentan lieber, mich mit meiner Sterblichkeit und meinem Altern anzufreunden. Das fiel mir aber früher leichter, wo noch beides weit weg war.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!


 

SMF 2.0.19 | SMF © 2020, Simple Machines | Bedingungen und Regeln

go up