Lieber Zwurg,
ich kenne den Roman nicht. Sicher las er sich ganz angenehm.
Die Phantasie vom Jungbrunnen ist alt. Und sicher wünscht man sich, immer wieder verjüngt zu werden oder gleich jung zu bleiben.
Ich sehe da aber zwei Probleme:
1.) Wenn nur ich unsterblich bin, verliere ich immer wieder liebe Menschen, weil sie sterben, so wie bei dem reichen Kaufmann in dem Märchen.
2.) Wenn alle unterblich sind, wird es schnell eng auf der Erde, denn Platz und Ressourcen sind nicht unendlich. Das Problem hat der Romanheld aber nicht, weil er sich im ganzen Weltall bewegt.
Auch kann man sich vorstellen, dass es ein Medikament oder Therapie geben könnte, das bzw. die unsterblich macht, aber sehr teuer ist. Und schon können einige es sich leisten, viele aber nicht. Das wäre dann so eine Gesellschaft wie mit unsterblichen Göttern und sterblichen Menschen. Die würde ich mir nicht wünschen.
Ich versuche momentan lieber, mich mit meiner Sterblichkeit und meinem Altern anzufreunden. Das fiel mir aber früher leichter, wo noch beides weit weg war.
LG, Micha