Autor Thema: "Was hast Du denn da an?"  (Gelesen 915 mal)

Offline Albis

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"Was hast Du denn da an?"
« am: 07.01.2026 22:04 »
Gestern haben meine Frau und ich eine Großtante (Cousine meiner Mutter) und deren Mann besucht. Wir haben insgesamt eher losen Kontakt und sehen uns vielleicht alle zwei, drei Jahre mal. Sie kam uns auf halbem Weg von der Haltestelle entgegen. Ich hatte meinen grünen wadenlagen Jeansrock an. Nach der Begrüßung fragte sie gleich: "Was hast Du denn da an?" "Einen Rock." "Und darunter?" "Eine Strumpfhose" "Also wie ein Mädchen." Ich habe dann noch versucht zu erklären, dass Kleidung nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun hat. Ob sie das verstanden hat, weiß ich nicht. Sie wechselte dann das Thema. Als wir dann im Haus ankamen, stellte ihr Mann zumindest die erste Frage fast identisch.

Die beiden wissen, dass ich etwas speziell bin, aber mit nem Rock haben sie nicht gerechnet. Wir hatten dann einen schönen Nachmittag mit anderen Themen.

Es ist immer wieder spannend, ob und welches Aufsehen Mann mit Rock erregt.

LG, Albis

Online Skirtedman

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #1 am: 07.01.2026 22:47 »
Schöne Geschichte.   :)

Na, man sieht, dass es Erstaunen auslösen kann.
Und wenn Leute mitkriegen, dass irgendein Mann einen Rock trägt, dann kann man sich ja mal aufregen.
Dass aber ausgerechnet in der eigenen Familie einer einen Rock tragen will, ist dann doch noch mal eine Spur überraschender.

Aber man sieht auch, dass es sehr bald keine Rolle mehr gespielt hat. So soll es sein.

Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, wie ein Mädchen. Und wie Frauen. Und wie einige andere Männer, die sich nicht mehr bevormunden lassen."

 ;)
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Online hirti

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #2 am: 08.01.2026 08:21 »
Ja, nette Geschichte!

Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn jemand seinem Erstaunen über den Rock Ausdruck verleiht, und es nicht einfach hinunterschluckt und totschweigt. Mir kommt vor, dass speziell ältere Leute ihr Erstaunen weniger verbergen als jüngere - aus welchem Grund auch immer. (Und ich nehme an, nachdem du nimmer ganz jung bist, werden die Großtante deiner Mutter und ihr Mann auch schon etwas älter sein.)

Ob die Erklärung von der geschlechtslosen Mode bei den beiden angekommen ist, mag in Zweifel gezogen werden. Man wird nicht verhindern können, dass sie sich danach ihre eigenen Gedanken dazu machen. Ich denke auch nicht, dass man irgendjemanden in ein paar Sätzen davon überzeugen kann, dass Mode kein Geschlecht hat, wenn der vorher etwas anderes gedacht hat. Auch bin ich kein Fan davon, den Menschen zu erklären dass für das Ende der modischen Benachteiligung der armen Männer gekämpft werden muss.
Ich erkläre mich gern mit "es gefällt mir" und "es fühlt sich toll an"... das kann mir nämlich niemand absprechen.

Auf jeden Fall scheinst du souverän reagiert zu haben, Albis, und das finde ich schon mal sehr gut!

Offline cephalus

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #3 am: 08.01.2026 08:58 »
Schöne Geschichte, Albis, danke fürs Teilen!

Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn jemand seinem Erstaunen über den Rock Ausdruck verleiht, und es nicht einfach hinunterschluckt und totschweigt. Mir kommt vor, dass speziell ältere Leute ihr Erstaunen weniger verbergen als jüngere - aus welchem Grund auch immer.


Ich hatte vor Weihnachten mit ein paar Kolleginnen, alle unter 30, gequatscht und eine erzählte, ihr Freund würde, gerade zum Feiern immer mal wieder Röcke tragen, und sich auch bei ihren bedienen.
Das gab kein weiteres Thema, kein Erstaunen, kein totschweigen. Für viele scheint es nicht so unnormal zu sein, dass man es groß thematiesieren müsste.



Offline high4all

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #4 am: 08.01.2026 10:38 »
Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, wie ein Mädchen. Und wie Frauen. Und wie einige andere Männer, die sich nicht mehr bevormunden lassen."

 ;)
Das würde ich so nicht formulieren, weil es vorwurfsvoll oder aggressiv rüberkommen könnte und den Gesprächspartner in eine Verteidigungshaltung bringen könnte.
Ich würde stattdessen eine positive Botschaft hineinpacken. So wie beispielsweise hirti.
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Offline Yoshi

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #5 am: 08.01.2026 13:45 »
Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:

"Ja, stimmt. Ich will ja nicht frieren."  ;D

Offline Albis

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #6 am: 11.01.2026 21:17 »
Danke für Eure Rückmeldungen.

@Skirtedman: Hajo hat Recht, das Wort bevormunden würde negative Schwingungen erzeugen, die nicht sein müssen. Yoshis Vorschlag entspricht auch meiner Idee: Falls mich sonst jemand fragt, warum ich einen Rock anhabe, nehme ich mir auch die sinngemäße Antwort vor, "weil ich nicht in Unterwäsche rumlaufen will"

@hirti: Die beiden sind Mitte 70, aber im Kopf noch weitgehend jung.

LG, Albis

Offline nasenbaer

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #7 am: Gestern um 19:24 »
Ich werde immer mal gefragt, warum ich so viele Piercings habe.

Meine Antwort ist dann immer ganz entspannt und wahrheitsgemäß: "Weil es mir gefällt!"

Frauen würden ihre Kleidungswahl auch nicht anders begründen, denn letztlich reicht das als Grund, dass es einem selbst gefällt. Es braucht da keine weiteren Erklärungen oder gar Rechtfertigungen.

Was andere dann darüber denken oder nicht, können wir eh nicht wirklich beeinflussen.
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Offline hermann_k

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #8 am: Heute um 11:16 »
Ob die Erklärung von der geschlechtslosen Mode bei den beiden angekommen ist, mag in Zweifel gezogen werden.
Da zweifle ich gleich mit.
Auch bin ich kein Fan davon, den Menschen zu erklären dass für das Ende der modischen Benachteiligung der armen Männer gekämpft werden muss.
Es sind die Männer, die sich verzweifelt für die „modische Benachteiligung der armen Männer” einsetzen. Frauen sehen das viel entspannter.
Ich erkläre mich gern mit "es gefällt mir" und "es fühlt sich toll an"... das kann mir nämlich niemand absprechen.

Auf jeden Fall scheinst du souverän reagiert zu haben, Albis, und das finde ich schon mal sehr gut!
Die Ich-Botschaften sind stark. Dagegen verliert jedes Argument. Ende der Diskussion. ;D

LG, Hermann

Online Skirtedman

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #9 am: Heute um 11:42 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.

Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.
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Offline cephalus

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #10 am: Heute um 12:00 »
Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Aber erstens hat nicht jeder eine eigene, darüber hinausgehende Begründung (ich), zweitens ist der Aufwand meist vergeblich und drittens setzt der Eisatz voaus, dass es einem nicht egal ist, was sich das Gegenüber zusammenbastelt.

Im übrigen habe ich diese Frage noch so gut wie nie gestellt bekommen - die Antwort in vorauseilender Entschuldigung andern ans Knie zu schrauben? Wenig hilfreich.

Offline hermann_k

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #11 am: Heute um 12:17 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.
Da hast du einen Punkt und du hast ihn gut in Worte gekleidet. Am Ende kommt es auf meinen Gegenüber an. Wenn er eine festgefahrene Meinung hat, wird er sich keinen Millimeter bewegen. Dann bleibt meine Ich-Botschaft stehen. Mehr kann ich dann nicht erreichen.

Wenn ich aber den Eindruck habe, dass meine Botschaften überhaupt ankommen und er bereit ist, neugierig und offen über die Punkte zu reden, dann muss ich meine Chance ergreifen. Wir Menschen sind so komplex, dass es schwierig ist, in einer gespannten, wenig kooperativen Situation über meine Empfindungen zu diskutieren.

Man kann den Gewöhnungsprozess, der zur Änderung der Normen führt, kaum durch Diskussionen beschleunigen. Da geht eher durch angemessenes, wiederholtes Handeln.

LG, Hermann

Offline Yoshi

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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #12 am: Heute um 12:42 »
Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Lange Erklärungen können allerdings auch als Rechtfertigung verstanden werden und Rechtfertigungen wirken beim Gegenüber immer suspekt. Wer sich so vehement erklären muss, der muss doch irgendwas verbergen wollen? Da ist irgendwas faul? Ah, er will wahrscheinlich eine Frau sein, aber will es noch nicht zugeben. Deswegen wehrt er sich so dagegen. Vielleicht ist er sich selbst noch nicht ganz sicher?

Gedanken kann man nur bedingt beeinflussen. Solche ausgiebigen und leidenschaftlichen Erklärungen können die Vorurteile sogar im Zweifelsfall noch ordentlich füttern. Da kann oftmals ein souveränes: "Weil es mir gefällt." viel weniger Fragen aufwerfen.

Online Skirtedman

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« Antwort #13 am: Heute um 13:01 »
Man kann den Gewöhnungsprozess, der zur Änderung der Normen führt, kaum durch Diskussionen beschleunigen. Das geht eher durch angemessenes, wiederholtes Handeln.

Da gebe ich Dir überwiegend Recht. Überwiegend.

Dennoch füttere ich gerne die wabernde Wolke des Geredes über mich mit ein paar, meine Intention unterstützende Fakten (Meme) an Stellen, die Bereitschaft zum Wissenwollen signalisieren (an mich gerichtete Fragen).

Geredet wird ja sowieso über mich, bestimmt nicht immer (so wichtig bin ich den meisten nicht), aber gelegentlich. Und in dieses Gerede möchte ich schon ein paar Impulse meiner Intention mit einwirken lassen. Das wird die Redenden vielleicht nicht abhalten, trotzdem andere Inhalte mit mir zu verknüpfen, aber ich lasse deren Phantasien nicht völlig freien Lauf.

Dass cephalus kaum Nachfragen über seine Intention erreichen, mag eventuell an seiner anders gestalteten Freizeitstruktur liegen im Gegensatz zu mir. Ich hatte vor Jahrzehnten vor allem auch aus der Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis diese Fragen, parallel aber auch von mir unbekannten sprichwörtlich dahergelaufenen Menschen. Meist habe ich gerne Frage und Antwort gestanden. Inzwischen bin ich seit Jahren, ja Jahrzehnten häufig bei Gelegenheiten anzutreffen, die als offene Begegnungspunkte fungieren. Ich gehöre also nicht nur zum Stadtbild, bin oft auch anzutreffen und auf lockerem Niveau unverbindlich anzusprechen. Da ergeben sich für mich vielleicht deutlich mehr Möglichkeiten, Rede und Antwort zu stehen.

Freilich eröffnet mein Freizeitverhalten auch deutlich mehr Menschen die Chance, über mich zu reden, nicht zuletzt, weil sich auch schon ein persönlicher Kontakt mit mir ergeben hat.

Ganz frisch zuletzt am vorherigen Wochenende. Versehentlich kam ich mit einem mir Fremden ins Gespräch (ich hielt ihn im Halbdunkeln und im Augenwinkel für meinen Kumpel, der einen Moment zuvor noch an dieser Stelle hinter mir stand). Er würde mich seit Jahren, ja Jahrzehnten kennen, und konnte mich auch meinem aktuellen Stadtviertel zuordnen. Er hätte mit mir auch schon geredet (und wahrscheinlich getrunken), Jahre her, sagte der mir Fremde. Und meinen Vornamen wusste er auch aus dem Effeff. Er gab sich gleich als guten Kumpel einer meiner lockeren Bekannten aus. Und er spulte "die Leier" ab: "Was ich schon immer mal fragen wollte, ..." ... ... ...

Seine Zunge war nicht mehr ganz so unberührt von - zu diesem Zeitpunkt - Bier. Und er deklinierte 10, 15 Minuten lang alle die Themenbereiche durch, die ich vorhin angerissen habe (siehe Link). Ohne diese lockere Atmosphäre hätte er es vielleicht bei einer einzigen Frage belassen, oder gar nicht erst gefragt. So sprudelten aber seine Gedankengänge etwas ungehindert über seine Lippen.
Ich gab vertiefende Antworten und beließ es nicht bei "Weil ich es mag. Punkt."

Mein Kumpel stieß dann nach einer Weile hinzu und bewunderte mein Durchhaltevermögen. Aber das ist, wenn es passt, meine Herangehensweise, Meme ins Gerede zu setzen.

Und mit Sicherheit wird der betreffende Fremde irgendwann unserer gemeinsamen Bekannten von unserem Zusammentreffen erzählen. Und mit Sicherheit wird es nicht bei der Info bleiben: "Ich habe den Wolfgang getroffen. Punkt."



P.S., da Yoshi zwischenzeitlich noch was beitrug: Ich rede nicht von langen Erklärungen, ich rede von Antworten. Und ich erlaube mir, auf eine ehrlich gemeinte Frage eine Antwort zu geben, die sieben Worte übersteigt.
Und Yoshi: klar müssen Antworten, auch lange Antworten immer noch nicht ausreichend sein, ein Gegenüber zu überzeugen. Es gibt aber dem Gegenüber die mögliche Chance, sich mit den Inhalten der Antwort auseinanderzusetzen. Ob das Gegenüber das macht, seine Sache.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #14 am: Heute um 13:36 »
Noch eine eingehendere Anmerkung hierzu..

Wer sich so vehement erklären muss, der muss doch irgendwas verbergen wollen? Da ist irgendwas faul? Ah, er will wahrscheinlich eine Frau sein, aber will es noch nicht zugeben. Deswegen wehrt er sich so dagegen. Vielleicht ist er sich selbst noch nicht ganz sicher?

Auch das habe ich in dieser Art schon mehrfach erlebt, ja. (Ich klammere das "so vehement erklären müssen" als notwendige Bedingung dafür einmal aus.)

Genau das ist das Denkmuster von denjenigen, die sich einem Erkenntnisgewinn widersetzen.

Oder, die sich eine andere Antwort erhofft hatten.

Es gibt eben immer wieder Menschen, die sich trotz anderslautender Antworten davon nicht überzeugen lassen wollen, also sich dem Erkenntnisgewinn widersetzen.

Manchmal wird es in anderen Sachverhalten auch ein jedem von uns mal so gehen. Das fällt uns dann meistens wahrscheinlich noch nicht mal auf, dass wir den Antworten nicht vertrauen.


Aber, Fazit! Wenn Fragen gestellt werden, trotz aller Einschränkungen: Nicht-Kommunizieren begünstigt nicht den Erkenntnisgewinn beim Fragenden.
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