Autor Thema: "Was hast Du denn da an?"  (Gelesen 2183 mal)

Offline MAS

  • Für ein großherziges Forum ohne Ausgrenzung!
  • Legende
  • ******
  • Beiträge: 28.369
  • Geschlecht: Männlich
  • Toleranz ist gut, Respekt ist besser!
    • IFN
  • Pronomen: Unwichtig
Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #30 am: Heute um 09:51 »
Lieber Albis,

dann grüße die Albinina bitte herzlich vom Forum! ;D

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Offline nasenbaer

  • Junior
  • **
  • Beiträge: 239
  • Geschlecht: Männlich
  • Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
    • Meine Yahoo!-Gruppe
  • Pronomen: Unwichtig
Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Antwort #31 am: Heute um 13:03 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.

Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Ich habe nicht gesagt, dass ich eine mögliche Diskussion damit beenden will, aber ich überlasse es dem Gegenüber nachzufragen, wenn er/sie es genauer wissen will. Ich hatte schon mit Jugendlichen zu tun, die dann genau in diese Richtung weiter gefragt haben: "Fühlst Du Dich als Mädchen/Frau?". Auch darauf habe ich dann ehrlich geantwortet: "Ich weiß es nicht, denn ich weiß ja nicht wie ein Mädchen/eine Frau sich fühlt." Ich dränge aber niemanden, sich damit auseinanderzusetzen.

Die Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung (durch andere) unterscheiden sich eigentlich fast immer.

Ein Kind war mal der Meinung, ich sei eine Frau. Die Eltern haben versucht es vom Gegenteil zu überzeugen. Das Kind meinte, Ohrringe (große Creolen) tragen nur Frauen. Das Kind darf doch denken, was es möchte. Es darf mich ruhig für eine Frau halten. Letztlich ist nur wichtig, dass man gegenseitig respektvoll miteinander umgeht und das sollte auch dann so sein, wenn mich jemand für eine Frau hält.

Warum dem einen etwas gefällt und warum jemand anderem das nicht gefällt, wird man nie abschließend ergründen oder erklären können.

Als ich 1989/1990 mir meinen ersten Ohrring auf der rechten Seite habe machen lassen, gab es einen Jungen, der meinte, das müsste bedeuten, dass ich bisexuell wäre. Seine Argumentation: "Heterosexuelle Männer haben ihren Ohrring links, homosexuelle Männer haben ihren Ohrring rechts, also müsste ich bisexuell sein, weil ich auf beiden Seiten Ohrringe trage." Wenn er das glaubt, was soll ich da mit ihm darüber diskutieren, dass es nicht so ist!? Es würde höchstens eine Rolle spielen, wenn er Interesse an mir hätte und dann würde er eben merken, dass es nicht so ist oder ich würde es ihm sagen.

Wer "denkt", anstatt zu fragen und sich zu erkundigen, ist selbst Schuld, wenn er sich täuscht und falsche Schlüsse zieht.
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)


 

SMF 2.0.19 | SMF © 2020, Simple Machines | Bedingungen und Regeln

go up