Autor Thema: Vorstellung  (Gelesen 315 mal)

Offline hermann_k

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Vorstellung
« am: 09.01.2026 15:17 »
Mein Start war holprig. Ich hatte mich dafür eingesetzt, dass ein Kommilitone von der Firma, in der ich arbeitete, einen Auftrag erhielt. Als er (damals noch, später eine „sie”) mit einem Rock zur Arbeit kam, bekam ich einen Schreck. Ich fand das echt mutig. Das mir war das zu heikel. Eine ganze Weile später kam einer meiner Kollegen mit einem Rock zur Arbeit. Einmal und nie wieder. Der zweite Stoß, aber immer noch zu mutig für mich. Aber es war schon nicht mehr so weit von mir weg. Nach einer Weile fand ich die Idee, selbst einen Rock zu tragen, immer reizvoller. Aber erst, nachdem ich an einem Bahnhof über einen Mann in einem Jeans-Rock gestolpert war, war das Maß voll.
Ich wollte auch so ein Teil! Es ging mir dabei nicht um Fetisch oder Crossdressing. Ich suchte ein Kleidungsstück, was ich als Mann tragen konnte. Am nächsten kam meiner Vorstellung ein Rock von Aderlass: schwarz, lang und aus festem Stoff. Die Art, wie er an mir herunterrauschte, gefiel mir. Er war wie eine Welle, die mich begleitete. Einfach schön.

Offline MAS

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« Antwort #1 am: 09.01.2026 16:42 »
Na dann herzlich willkommen hier, Hermann.

Wo bist Du denn geographisch zu verorten? Vielleicht bist Du ja im Bahnhof über einen von uns gestolpert. Ich bin sehr oft berockt - in Jeans und anderen Stoffen - in Bahnhöfen unterwegs. (Allerdings liege ich da eigentlich nicht herum, so dass man über mich stolpern könnte.)

LG, Micha

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Offline GregorM

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« Antwort #2 am: Gestern um 09:24 »
Ich suchte ein Kleidungsstück, was ich als Mann tragen konnte.

Herzlich willkommen, Hermann.

Gruß
Gregor

Offline Leder-Glocke

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« Antwort #3 am: Gestern um 15:49 »
Herzlich Willkommen hier im Forum!!!!


Offline Skirtedman

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« Antwort #4 am: Gestern um 16:24 »
Am nächsten kam meiner Vorstellung ein Rock von Aderlass: schwarz, lang und aus festem Stoff. Die Art, wie er an mir herunterrauschte, gefiel mir. Er war wie eine Welle, die mich begleitete. Einfach schön.

Hallo Hermann,
Danke für Deine Vorstellung.

Und ich weiss, was Du sagst. Ich finde das auch immer wieder schön, wie ein Rock, jeder auf seine Weise, so interessant einen bekleidet. Gerade das, was Du mit Welle meinst, ist immer ein optisches wie sinnliches Erlebnis. Das geht am besten natürlich mit längeren Röcken, auch wenn sie nicht zu eng sind.

Herzlich willkommen im Forum!

Wolfgang aus Mainz
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Zwurg

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« Antwort #5 am: Gestern um 16:30 »
...
Nach einer Weile fand ich die Idee, selbst einen Rock zu tragen, immer reizvoller. Aber erst, nachdem ich an einem Bahnhof über einen Mann in einem Jeans-Rock gestolpert war, war das Maß voll.
Ich wollte auch so ein Teil! Es ging mir dabei nicht um Fetisch oder Crossdressing. Ich suchte ein Kleidungsstück, was ich als Mann tragen konnte. ...

Hallo Hermann,

Willkommen im Forum. Mir gings und gehts ähnlich wie dir. Ich möchte auch die Röcke als Mann tragen und dabei als Mann erscheinen.
Von daher trage ich meist Kilts und Jeansröcke wenn ich keine Hose trage.

VG Christian
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline Yoshi

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« Antwort #6 am: Gestern um 17:10 »
Herzlich willkommen! Das ist ja mal eine interessante Wendung.

Als er (damals noch, später eine „sie”) mit einem Rock zur Arbeit kam, bekam ich einen Schreck.

Wenn dich das schon erschrocken hat, dann solltest du nicht die Outfits mancher User hier sehen. Halte schon mal im Voraus die Beruhigungstropfen bereit! Du wirst sie brauchen!

Spaß beiseite! Ich denke, dass viele Menschen erschrocken oder zumindest überrascht sind, wenn sie zum ersten Mal einen Mann im Rock sehen, aber es sich oft nicht anmerken lassen. Bei manchen Menschen habe ich auch schon ein Zusammenzucken des Körpers wahrnehmen können, wenn sie auf meine Beine schauten.

Jedenfalls zeigst du sehr schön, dass eine Transfrau einen Mann nicht unbedingt vom Rocktragen abschrecken muss, sondern ihn sogar dazu inspirieren kann. Da bist du ein positives Beispiel für die Kritiker, die hier so gerne behaupten: "Queer und trans schadet uns Männern im Rock!"

Vielleicht magst du noch Näheres von dir erzählen, ob du schon mit dem Rock vor die Tür bist und wie deine Erlebnisse bisher so waren.

LG Yoshi

Offline cephalus

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« Antwort #7 am: Gestern um 17:34 »
Herzlich willkommen Herrmann!

So viele Rockinteressierte in einer Firma :D
Wie lange ist das her?
Würde das heute immer noch schockieren?

Offline hermann_k

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« Antwort #8 am: Gestern um 20:10 »
So viele Rockinteressierte in einer Firma :D
Wie lange ist das her?

In der Tat sehen zwei (mit mir drei) Rockinteressierte in einer Firma nach einem Hotspot aus. Aber dazwischen lagen auch einige Jahre und inzwischen gibt es die Firma nicht mehr ☹. Da meine Vorlieben für Röcke durch die beiden anderen erzeugt wurden, zählen nur die beiden. Ich bin nicht statistisch unabhängig von meinen Vorbildern.

Würde das heute immer noch schockieren?

Spontan hätte ich jetzt „nö” gesagt. Aber so einfach ist das nicht. Mit dem zweiten Rockereignis (etwa Jahr 2000) hatte ich nichts zu tun. Heute würde ich mal unter vier Augen aus ehrlichem Interesse nachfragen. „Der Rock sieht cool aus. Wo hast du ihn gekauft? … Das könnte mir auch Spaß machen.” Beim ersten Ereignis (etwa Jahr 1990) war das anders. Ich hatte den Kontakt zwischen meiner Kommilitonin und der Firma hergestellt. Und als sie (damals noch er) mit einem Rock hereinkam, gingen alle Blicke zu mir rüber. Trans-Frauen gab es nur in der Boulevardpresse und die liest man, wenn man nicht dabei beobachtet wird. Trans-Frauen gibt es nicht im richtigen Leben. Über so etwas redete man nicht. Damals hatten wir uns gerade von der Krawatte emanzipiert. Der Schritt zu einem Rock war gewaltig. Sie war sehr mutig!

Offline JJSW

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« Antwort #9 am: Gestern um 20:15 »
Hallo Hermann

Herzlich Willkommen im Forum
Interessanter Bericht, den Du hier als Einstieg präsentierst.

Auch ich habe mir das Rock tragen in der Firma vor einigen Jahren etabliert. Ist kein Bürojob.
Wenn ich während der kalten Zeit auch meist Hosen bei der Arbeit trage.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline hermann_k

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« Antwort #10 am: Gestern um 20:21 »
Wenn dich das schon erschrocken hat, dann solltest du nicht die Outfits mancher User hier sehen. Halte schon mal im Voraus die Beruhigungstropfen bereit! Du wirst sie brauchen!
Der Schreck kam in erster Linie davon, dass das an meinem Arbeitsplatz passierte. In meiner Rolle als Mensch habe ich Einiges gesehen, was ich niemals tragen oder nachmachen möchte. Es muss mir nicht alles gefallen. Aber mindestens muss ich respektieren, dass es anderen gefällt.
Vielleicht magst du noch Näheres von dir erzählen, ob du schon mit dem Rock vor die Tür bist und wie deine Erlebnisse bisher so waren.
Mit einem Rock auf der Straße (Café, Geschäft, Kino, ÖPNV, …) rumzulaufen, fühlt sich für mich erstaunlich alltäglich an. Es macht mir Spaß und ich finde es sieht gut aus. Ich kann natürlich auch nachvollziehen, dass mancher Passant in Panik gerät. Aber so ist es nun mal.

Offline hermann_k

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« Antwort #11 am: Gestern um 20:25 »
Auch ich habe mir das Rock tragen in der Firma vor einigen Jahren etabliert.
Wie gesagt: Es hat zwei Ereignisse gegeben, auf die ich wenig Einfluss hatte. Die habe ich innerlich verarbeitet. Es hat lange gedauert. Am Ende bin zu dem Schluss gekommen, dass ich gern einen Rock tragen möchte.

Offline hermann_k

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« Antwort #12 am: Gestern um 20:27 »
Mir gings und gehts ähnlich wie dir. Ich möchte auch die Röcke als Mann tragen und dabei als Mann erscheinen.
Wir sind alle sehr verschieden. Aber hier gibt es mal eine Übereinstimmung. Das ist großartig.

Offline hermann_k

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« Antwort #13 am: Gestern um 20:32 »
Am nächsten kam meiner Vorstellung ein Rock von Aderlass: schwarz, lang und aus festem Stoff. Die Art, wie er an mir herunterrauschte, gefiel mir. Er war wie eine Welle, die mich begleitete. Einfach schön.

Und ich weiss, was Du sagst. Ich finde das auch immer wieder schön, wie ein Rock, jeder auf seine Weise, so interessant einen bekleidet. Gerade das, was Du mit Welle meinst, ist immer ein optisches wie sinnliches Erlebnis. Das geht am besten natürlich mit längeren Röcken, auch wenn sie nicht zu eng sind.
Das war wirklich ein Punkt, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Ich ging an einer gläsernen Fassade entlang, die wie ein riesiger Spiegel wirkte. Ich war neugierig, welches Bild ich abgab. Und dieses Rauschen des Stoffs hat mich überrascht. Das hat mich zum Fan meines Rocks gemacht.

Offline hermann_k

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« Antwort #14 am: Gestern um 20:39 »
Wo bist Du denn geographisch zu verorten? Vielleicht bist Du ja im Bahnhof über einen von uns gestolpert. Ich bin sehr oft berockt - in Jeans und anderen Stoffen - in Bahnhöfen unterwegs.
Ich bin aus Wuppertal. Na klar, ich hab nicht auf einen von uns getreten. Aber meine Augen sind an dem Stück Stoff der Beinkleidung des Reisenden auf dem Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel hängengeblieben. „Was hat der da an? Ist das wirklich ein Rock? Das sieht erstaunlich gut aus! Das passt zu ihm. Wo kann man so etwas kaufen?”


 

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