Autor Thema: Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion  (Gelesen 1017 mal)

Offline MAS

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Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Antwort #15 am: Gestern um 08:05 »
Wobei ich das genau so mache, jeden Tag, wie Doppelrock und Chris es hier propagieren. Aber das eine - das private Rocktragen im Alltag - muss das andere - die PR für ein Umdenken in der Gesellschaft - nicht ausschließen. Das hat nichts mit Schubladendenken zu tun, sondern mit einer Hoffnung auf Fortschritt.

LG, Micha
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Offline doppelrock

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Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Antwort #16 am: Gestern um 09:20 »
Im Grunde drhet sich das Thema ständig im Kreis, es gab ja auch schon mal einen Strang zwecks Vereinsgründung, Auch da war der persönliche Richtungsstreit schon ausgeprägt.

In einer Gesellschaft, in der Individualität nur in harmloser dekorativer Form oder als Gratismut geduldet wird, bedeutet echte Individualität erstmal im eigenen Inneren aufräumen, wieder Bauchgefühl spüren und auf den Hausverstand hören. Und das dann entsprechend zu leben.

Dagegen wird es Interessenten abschrecken, wenn jemand, der nur Nachrichten nachspricht, ohne sie zu verstehen, aber ständig belehrt und moralisiert. Selbst hier im Forum kann jeder den Unmut darüber wahrnehmen, wenn er denn möchte.

Also die eigene Mitte finden, ausgeglichen und positiv gestimmt leben, dann gibt es auch interessierte Kontakte oder Nachahmer. Ganz ohne Druck, nur mit Freude und Sympathie.

Offline cephalus

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Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Antwort #17 am: Gestern um 13:57 »
Vielleicht haben viele Männer aufgegeben, weil es ihnen nicht schnell genug ging, und ihnen der lange Atem und/oder die Leidenschaft fehlt. Oder es ist ihnen langweilig geworden. Oder sie haben Angst vor dem Gegenwind, woher sie auch immer ihn wehen sehen.

Oder das Gegenteil ist der Fall.
Ich fühle den gesellschaftlichen Druck nicht mehr wie vor 20 Jahren.
Ich brauche keine Unterstützung, keine  Besätigung mehr, ich kann viel einfacher machen, was ich will.

Damals waren die meisten Outfits weniger spektakulär und tageslichttauglicher,
 (...)
Mein Stil ist unverändert, wahrscheinlich wegen zurückweichendem Haupthaar und vorgerücktem Alter sogar muskuliner erscheinend als früher,
Nach wie vor interessiert mich nur die Erweiterung der Mode für den Mann.

Ich empfinde die meisten Outfits die man hier sieht nicht als spektakulär oder nicht tageslichttauglich, eher als modischer, abgestimmter und vielfältiger.
Früher hatte ich das Gefühl, Hauptsache Rock, egal zu was und ob irgendwie abgestimmt oder nicht. (*)

Das war kaum eine Erweiterung der Mode, sondern ein Kleidungsstück Stück dazu, aber eben kein modisches Neuland.

(*) Die besonders ausgefallenen Kreationen die üblicherweise auch Frauen nicht im Alltag tragen, haben für mich auch ihre Berechtigung:
Ich verstehe sie als Kunstform, nicht als normale Kleidung.

Offline MAS

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« Antwort #18 am: Gestern um 16:37 »
Vielleicht haben viele Männer aufgegeben, weil es ihnen nicht schnell genug ging, und ihnen der lange Atem und/oder die Leidenschaft fehlt. Oder es ist ihnen langweilig geworden. Oder sie haben Angst vor dem Gegenwind, woher sie auch immer ihn wehen sehen.

Oder das Gegenteil ist der Fall.
Ich fühle den gesellschaftlichen Druck nicht mehr wie vor 20 Jahren.
Ich brauche keine Unterstützung, keine  Besätigung mehr, ich kann viel einfacher machen, was ich will.

Ja, natürlich, so geht es mir auch, lieber Cephalus. Aber nicht jeder hat diese positive Erfahrung.

LG, Micha
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Offline MAS

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« Antwort #19 am: Gestern um 16:43 »

Dagegen wird es Interessenten abschrecken, wenn jemand, der nur Nachrichten nachspricht, ohne sie zu verstehen, aber ständig belehrt und moralisiert. Selbst hier im Forum kann jeder den Unmut darüber wahrnehmen, wenn er denn möchte.

Du spürst den Unmut über mich, weil ich nicht Deiner Ideologie anhänge, Doppelrock, sondern mein eigenes Werteverständnis habe.

Also die eigene Mitte finden, ausgeglichen und positiv gestimmt leben, dann gibt es auch interessierte Kontakte oder Nachahmer. Ganz ohne Druck, nur mit Freude und Sympathie.

Danke für die Belehrung und Moralisierung!

Im Grunde sehe ich letzteres ja genau so. Aber wenn ich es so mache, ist es für Dich schlimm, weil ich es in wichtigen Details anders mache als Du. Und dann möchtest Du die, die es anders machen, lieber diffamieren als Leute, die nichts verstanden haben. Ganz schön überheblich!

Gru, Micha

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Offline Albis

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Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Antwort #20 am: Gestern um 19:02 »
@Chris Schumann und z.T. doppelrock: Ja, natürlich ist das selbstbewusste Tragen von Röcken auch ein wichtiges Mittel, um unser Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Aber die Reichweite ist begrenzt. Es gibt mit Sicherheit noch eine erhebliche Zahl an Männern, die gern Rock tragen wollen würden, sich aber nicht trauen. Und eine weitere Zahl, denen das Thema noch vollkommen unbekannt ist, deren Interesse man wecken könnte.

Man kann mit sich selbst zufrieden sein, selbstbewusst Rock tragen, und alle anderen Menschen können einem egal sein. Oder man hilft eben denjenigen, die noch nicht soweit sind.

LG, Albis

Offline Lars

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Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Antwort #21 am: Gestern um 19:44 »
Der Rock am Mann geht einfach unter in diesem Begleitlärm, mit dem eine immer breitere Menge von Menschen nichts zu tun haben will.

So sieht es aus.
Deswegen braucht es keine Öffentlichkeitsarbeit in dieser Form, wie es einige hier gerne hätten. Erst recht nicht im Zusammenhang mit Karneval, CSD oder sonstigen Absonderlichkeiten ...
Was machen Verschwörungstheoretiker?
Die Nachrichten ein paar Jahre eher liefern als das Fernsehen.

Offline MAS

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« Antwort #22 am: Gestern um 19:53 »
Der Rock am Mann geht einfach unter in diesem Begleitlärm, mit dem eine immer breitere Menge von Menschen nichts zu tun haben will.

So sieht es aus.
Deswegen braucht es keine Öffentlichkeitsarbeit in dieser Form, wie es einige hier gerne hätten. Erst recht nicht im Zusammenhang mit Karneval, CSD oder sonstigen Absonderlichkeiten ...

Tja, was soll man zu so viel Ignoranz noch sagen?

Wer keine Lust auf PR hat, soll es bleiben lassen. Es zwingt einen niemand dazu. Deswegen muss man aber nicht denen es verbieten zu wollen, die es gerne machen möchten.

Und wenn es nur um die Form geht, kann man auch gerne andere Formen wählen. Es müssen ja nicht alle dasselbe machen.

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Offline doppelrock

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Der Rock am Mann geht einfach unter in diesem Begleitlärm, mit dem eine immer breitere Menge von Menschen nichts zu tun haben will.

So sieht es aus.
Deswegen braucht es keine Öffentlichkeitsarbeit in dieser Form, wie es einige hier gerne hätten. Erst recht nicht im Zusammenhang mit Karneval, CSD oder sonstigen Absonderlichkeiten ...

Tja, was soll man zu so viel Ignoranz noch sagen?

Wer keine Lust auf PR hat, soll es bleiben lassen. Es zwingt einen niemand dazu. Deswegen muss man aber nicht denen es verbieten zu wollen, die es gerne machen möchten.

Und wenn es nur um die Form geht, kann man auch gerne andere Formen wählen. Es müssen ja nicht alle dasselbe machen.

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Wassoll das mit Ignoranz zu tun?
Wenn man mutwillig Mann im Rock mit Karneval oder CSD  verbindet, denken die Schauer, es ist ein Teil davon. Also Mann im Rock ist ein Karnevalskostüm, schließlich treten die Leute ja mit dieser Intention auf. Im Sommer ist es dann Teil einer politischen Ideologie und wieder nichts für Männer, die einfach mehr verschiedene Kleidung tragen wollen.


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Was soll ich sagen, du hast es wieder nicht verstanden, worum es geht und fühlst dich auf der persönlichen Ebene einfach nur angegriffen. Meinetwegen kannst du es so nachen, wie du es tust, aber sei nicht überrascht, wenn sich Männer vom erhobenen Zeigefinger weder zum Rock moch zu LGBT erziehen lassen. Um meine Einstellung oder Ideologie geht es garnicht. 
Ich stelle meinen Standpunkt klar und deutlich dar. Ich überlasse es den Lesern, sich damit zu befassen, zuzustimmen oder eine eigene, ablehnende Meinung zu bilden. Warum auch nicht? Haltungsempörung überlasse ich lieber dem Mainstream und seinen Followern.
Es ist nur langsam langweilig, lästig, tragisch, wenn DER Moralist diese Eigenschaft ausgerechnet anderen unterstellt, ohne den Unterschied zu erkennen.

Wann erkennt der Elefant im Porzellanladen, warum kein Ladeninhaber ihn füttern will?

Gruß und schönen Sonntag euch allen

Offline Skirtedman

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Der Rock am Mann geht einfach unter in diesem Begleitlärm, mit dem eine immer breitere Menge von Menschen nichts zu tun haben will.

So sieht es aus.
Deswegen braucht es keine Öffentlichkeitsarbeit in dieser Form, wie es einige hier gerne hätten. Erst recht nicht im Zusammenhang mit Karneval, CSD oder sonstigen Absonderlichkeiten ...

Tja, um mal bei der Wortwahl "Absonderlichkeiten" zu bleiben...

Gerade deswegen ist eine Öffentlichkeit für die Fraktion der rocktragenden Männer so sinnvoll, die sich mit solchen "Absonderlichkeiten" nicht in die Nähe bringen wollen, weil eben in der öffentlichen Wahrnehmung der rocktragende Mann ohne Bezug zu "Absonderlichkeiten" nicht in den Köpfen vorkommt.

Wer nicht für "absonderlich" gehalten werden möchte - man kann dies auch netter ausdrücken -, dem tut genau solch eine Öffentlichkeitsarbeit gut.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline MAS

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Genau diese Bezeichnung "Absonderlichkeit" hat mich zu dem Begriff "ignorant" bewegt.

Wenn CSD und Karneval absonderlich sind, bin ich auch gerne absonderlich.

Wobei, wenn man es wörtlich nimmt, heißt "absonderlich" ja so viel wie "ungewöhnlich". Und das wollen die meisten hier ja gerne sein, Lars ganz vorneweg.

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Offline Skirtedman

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Nein, absonderlich hat was mit absondern zu tun. Etwas, was man eher gerne weghaben möchte, also von der normalen Gesellschaft absondern möchte.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Inhaltlich würde ich als Schwerpunkt schon das Thema Kleidungsfreiheit sehen und die Parallele zur Befreiung der Frau aus dem Rock vor 100 Jahren sehen, deren Pendant, die Befreiung des Mannes aus der Hose, ja noch aussteht. Und ja, doppelrock, diese Freiheit ist noch eingeschränkt, wenn zwar nicht juristisch, so doch gesellschaftlich. Im Übrigen bin ich immer noch dafür, positiv besetzte Begriffe zu verwenden, also nicht Hosenzwang sondern eher Kleidungsfreiheit.

Zu den Anlässen:
- Der Rethink Masculinity Day ist sicherlich thematisch am besten geeignet, jedoch wohl noch recht unbekannt, oder?
- Der Internationale Frauentag, der am 8. März (nicht April) in Berlin sogar Feiertag ist, bedarf einer ausführlichen Erklärung, wieso wir als Männer uns da dranhängen wollen. Ich habe Zweifel, dass das funktioniert.
- Christopher Street Day(s) = CSDs (z.B. 'nicht-queer, trotzdem anders' oder 'nur ein bisschen queer' oder so). Ja und Nein. Es würde m.E. nur funktionieren, wenn uns die queere Szene als Teil von sich sieht. Am plakativsten wäre, wenn wir dem LGBT.... einen weiteren Buchstaben, der für uns steht, hinzufügen könnten. Ich sehe jedoch, dass viele unter uns auch ihre Männlichkeit betonen und sich bewusst von der queeren Szene abgrenzen.
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung'): Nein. Karneval ist Verkleidung. Wir verkleiden uns jedoch nicht. Die Verneinung ("...ist keine Verkleidung") wird wahrscheinlich nicht so wie gewollt verstanden. Karneval kann m.E. lediglich Anlass für diejenigen, die noch Hemmungen haben, sich im Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen, sein, es erstmals zu wagen.

Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Mal was zustande bringen würden.

LG, Albis


Ja, Albis, das stimmt, was Du schreibst. Auch der Int. Frauentag ist am 8. März, da hatte ich mich verschrieben.

Inhaltlich meinte ich es jedoch überwiegend etwas anders. Außer beim Rethink Masculinity Day (RMD) hatte ich die ggf. von uns kommunizierten Inhalte eher als eine Art "Kontrapunkt" angesehen, oder als eine dazu passende Anmerkung mit einem anderen - unserem - Blickwinkel.

Ich möchte dies kurz zu den Anlässen näher erläutern (denn z.B. war von mir nicht gedacht, uns der queeren Szene anzugliedern):

- Internationaler Frauentag (8. März)

Zum Anlass dieses medial breit vertretenden Anlasses könnte man unseren Inhalt (quasi ergänzend, oder als Kontrapunkt) mit diesem Fokus publizieren:
Der öffentlich am stärksten ausgelebte Sexismus, der den meisten noch nicht einmal auffällt: Männer in Hosen.
(spricht den Männern aus der Seele, die sich und andere Männer davon betroffen sehen könnten)
Man könnte das freilich auch weniger scharf formulieren.
Oder Fokus auf: Parallele Hosen für die Frau  versus  Röcke für den Mann

- Christopher Street Day

inhaltlicher Fokus auf: nicht alle Männer, die Röcke oder Kleider tragen müssen
- Sympathisanten mit der Bedeutung des CDSs sein
- sich selbst zu einer der Gruppe zählen, die sich vom CDS angesprochen fühlen
Wenn die Gruppen, die sich mit den CSDs identifizieren können, um Sichtbarkeit - auch in den Medien - bemüht,
dann kann zeitgleich eine Gruppe, die leicht dazu gezählt wird, sich ebenso um Sichtbarkeit (Aufmerksamkeit) bemühen, um eben nicht in der starken Präsenz der CSD-Gruppen unterzugehen. Also quasi ein Kontrapunkt, nämlich die Info, dass es auch noch andere Männer gibt, die gerne Röcke oder Kleider tragen.
Vorteil einer solchen Kampagne wäre, da es ein längerer Zeitraum ist (ein, zwei Monate), über den hinweg an versch. Orten CSDs abgehalten werden, kann man in den entsprechenden regionalen Medien "unser" Thema über einen längeren Zeitraum mehrfach einsetzen.

- Karneval

Gerade zu Aschermittwoch, -donnerstag oder in den darauffolgenden Wochenendausgaben könnte man jenen Inhalt transportieren:
"Männer in Röcken verkleiden sich nicht."
Früher wurde mir das bis in den Herbst zugerufen: "Ey, Fastnacht ist vorbei"! Hat zwar nachgelassen, manche Leute werden das aber immer noch so in den Köpfen denken.
Ich habe bis heute es sehr oft vermieden, gerade an Aschermittwoch unter die Leute zu gehen.
Nicht, dass die am Ende noch denken, ich wäre am Fastnachtsdienstag ungeplant nicht mehr in mein eigenen Bett gekommen und jetzt nach ausgeschlafenem Rausch oder hochaktiver Nacht nun auf dem Heimweg in Verkleidung.
Das wäre der Anknüpfungspunkt, den man vor allem nach Fastnacht (aber auch im Vorfeld) inhaltlich formulieren könnte.
Nach der Fastnacht eben auch dann, wenn die lokale Berichterstattung über die Fastnacht medial nachlässt und an nun das Thema "Fastnacht" und vor allem die Nichtverkleidung anknüpft und auf den nun eröffneten normalen Jahresabschnitt hin überleitet.

- Rethink Masculity Day

sicherlich thematisch an nächsten an uns dran, da könnte man sich nicht nur auf den Anlass beziehen, sondern auch an den Anlass dranhängen. Das ergibt folgende Möglichkeiten:
- Kontaktaufnahme zu den Ausrichtern der RMDs, um unsere Botschaften und ggf. das Forum denen bekannt zu machen und uns bei deren deren Presseaktivitäten mit zu bedenken (also z.B. von denen ein Hinweis auf rockmode.de an die Presse)
- von uns eigenverantwortlich an die Presse herangetreten mit Bezug auf diesen Anlass:
wie bereits erwähnt, könnte das im Vorfeld sein, oder am Tag selbst oder Vortag, oder in den Tagen der Nachberichterstattung über den RMD. Hier dann ähnlicher Bezug auf den Anlass RMD, aber mit dem eigenen Standpunkt und Schwerpunkt. Wir könnten die Medien ansprechen, die sowieso über den RMD berichten (also eher regional). Entweder verwursten diese unser e Info zusammen in die Berichterstattung über den RMD oder sie räumen uns einen eigenen Artikel ein. Was nicht weiter schlimm sein muss, denn bspw. der Internationale Frauentag kommt auch mehr als nur in einem Artikel innerhalb eines Mediums vor.
Freilich könnten wir auch hier durch unsere Erwähnung des RMD diesen auch in anderen, ggf. überregionalen Medien helfen, populärer zu machen. Vielleicht entschließen sich nächstes Jahr andere Städte, einen solchen ebenfalls durchzuführen.
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Offline Skirtedman

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Übrigens können wir zu eigenen Anlässen auch mit Öffentlichkeitsarbeit an die Medien herantreten.

Einen möglichen eigenen Anlass, hatte ich bei Eröffnung des Thread vergessen zu erwähnen:

Wir können den "Internationalen Rockmode-Tag" ausrufen!
Das wäre der 24.06.


Denn am 24.06.2023 wurde das Rockmode-Forum in dieser Form erschaffen. Und "international" können wir uns zu Recht nennen, denn wir haben oder hatten hier schon Mitwirkende aus D, A, CH, BE, NL, LUX, F, DK, SE, CZ, IRL, USA, Taiwan.
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Ha, am Geburtstag meiner Liebsten den Internationalen Rockmode-Tag begehen! Es ist auch zugleich unser Verlobungstag.

Aber ist das nicht eine Angelegenheit der der UN, solche internationale Tage auszurufen?

An Karneval ziehe ich seit ein paar Jahren mein rotes Kleid mit weißen Polkadots an, dazu blau-weiß geringelte Leggins und einen roten Dreispitz. Meistens werde ich so dann als Pirat angesprochen, obwohl ich beim Kauf des Dreispitzes einfach nur ans 18. Jh. dachte. Jedenfalls ziehe ich diese Kombination nur zu Karneval an und nicht mehr am Aschermittwoch. Da kann dann also keine Verwechslung passieren.

Da mir mal von einer feministischen Kommilitonin gesagt wurde, mein Rocktragen sei gut für den Feminismus, halte ich den internationalen Frauentag auch für sehr geeignet für uns.

Da wir auch Genderklischees in Frage stellen, ist auch der CSD geeignet.

Aber der RMD ist meines Erachtens am besten geeignet, sofern ich verstanden habe, worum es da geht, nämlich Männlichkeitsklischees in Frage zu stellen. Oder?

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