Autor Thema: Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion  (Gelesen 2077 mal)

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Ja, ja, der Mann auf der Straße. Auch der hat nicht mehr dasselbe Weltbild wie vor 100 Jahren. Auch ist es ja nicht nur einer, sondern deren sind es viele und die sind nicht alle gleich.

Aber gehen wir von den ungebildetsten Männern auf der Straße aus: Würdest Du sie gerne in ihrer Unbildung belassen, nur damit sie Röcke tragen?

Ist es Dir so wichtig, dass alle Männer Röcke tragen, auch wenn das zulasten einer geistigen Weiterentwicklung ginge?

Und meinst Du nicht, dass Sätze wie "Röcke sind für alle da, genau wie Hosen" auch für sie verständlich wären? Musst Du unbedingt betonen, dass sie "richtige Männer" sein dürfen, was auch immer "richtige Männer" sind, auch wenn die Männer, die Du erreichen willst, damit Machismo meinen?

Ich meine, ich bin ein Mann, aber ein "richtiger Mann" in dem Sinne, wie BH und andere Machos es verstehen, will ich gar nicht sein. Und dennoch bin ich nicht LGBTQ+. Aber lieber verbünde ich mich mit letzteren als mit ersteren.

Aber gut, wenn Du eine PR für diese "richtigen Männer" machen willst, mach nur. Aber ohne mich. Ich mache dann die PR für die, die Genderklischees bereit sind, in Frage zu stellen.

Aber eigentlich ist ja Bernd unser PR-Beauftragter. Nee, ist er nicht, will er nicht sein, denn er hat erkannt, dass wir zu heterogen für eine gemeinsame PR sind. Also machen einige, die es wollen, PR für eine Zielgruppe und andere für eine andere.

LG, Micha

Auch wenn es mir wieder bösartig ausgelegt wird, bei diesen worten empfinde ich eine große Menge Überheblichkeit, Arroganz, Moralismus des Schreibers gegenüber den menschen, die (noch) keinen Rock tragen.
Natürlich sind auch außerhalb des Forums nicht alle Männer gleich, aber es gibt doch Eigenschaften, die die meisten teilen. Dazu gehört eben, dass Rocktragen für sie (noch) kein Thema ist, aus verschiedensten Gründen.

Die Philosophie über Bildung kann ich im Zusammenhang mit Rocktragen nicht nachvollziehen. Keine Ahnung, wie das zusammengeht.

Und immer dran denken, es gibt keine Pflicht, Rocktragen gut zu finden. Es ist freiwillig und hängt von Symapthie ab. Die man mit Belehrung und Druck verspielt. Das Thema braucht keine PR-Beauftragten und Missionare, sondern Sympathieträger und Vorbilder.

Tja Wer meint, schon alles zu wissen, mag keine Belehrungen. Ich gehöre nicht dazu, und nehme Belehrungen gerne an. Und das freiwillig. Das nennt man dann "Weiterbildung".

LG Micha

Nachtrag mit ordentlicher Tastatur in einem Zug mir W-LAN:
 
Es kommt natürlich auch darauf an, was man unter "Belehrung" versteht. Ich verstehe darunter eine Weitergabe von Wissen. Natürlich muss man nicht alles Wissen, das man vermittelt bekommt, auch unhinterfragt übernehmen. Manchmal stellt es sich heraus, dass es kein Wissen, sondern ein Irrtum war oder einfach nur eine Meinung. Oder auch eine Lüge. Aber grundsätzlich gehe ich mal davon aus, dass, wer mir Wissen mitteilen möchte, auch an das glaubt, was er mir sagt. So eine Belehrung nehme ich dann gerne entgegen. Zumindest lerne ich davon etwas über das, was mein Gesprächspartner für Wissen hält. Das ist doch auch schon was.

Dann noch etwas dazu:
Zitat
Die Philosophie über Bildung kann ich im Zusammenhang mit Rocktragen nicht nachvollziehen. Keine Ahnung, wie das zusammengeht.

Leider bekommen wir es durch die Schule und die Massenmedien nicht so oft und deutlich mit, dass Röcke nicht per se Frauenkleidung sind. Zwar ist der schottische Kilt als Ausnahme der Regel allgemein bekannt, aber darüber hinaus ist oft nicht viel Wissen da. Über Röcke in der Männergarderobe andere Kulturen geographisch oder historisch von unserer unterschieden, wissen sehr wenige Menschen in unserer Gesellschaft etwas. Das ist dann eben mangelnde Bildung. Und wir hier, die es wissen, können die Menschen darüber belehren, dass es das alles gab oder auch noch gibt. Dieses Wissen kann dann aber zu ganz neuen Gedanken inspirieren. Was vorher für undenkbar galt, wird dann denkbar. Das bedeutet noch lange nicht, dass dann jeder, der sich so weitergebildet hat, selbst einen Rock tragen möchte. Das bleibt jedem selbst überlassen. Wenn er es nicht möchte, liegt das dann aber nicht mehr daran, dass er nicht weiß, dass Röcke auch Männerkleidung sind.

Gut, dass Du - implizit in Deiner Erklärung, da keine Ahnung zu haben - nachgefragt hast. Jetzt weißt Du es, was Bildung und Rocktragen miteinander zu tun haben können, weil ich Dich darüber belehrt habe. Was Du damit jetzt anfängst, ist wiederum Deine Entscheidung. Da möchte ich Dir nichts vorschreiben.   

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Ich greife mal zwei Punkte heraus, wo ich doppelrock ziemlich zustimmen kann:

(1) Die Philosophie über Bildung kann ich im Zusammenhang mit Rocktragen nicht nachvollziehen. Keine Ahnung, wie das zusammengeht.

(2)... Es [Rocktragen] ist freiwillig und hängt von Symapthie ab. Die man mit Belehrung und Druck verspielt. Das Thema braucht keine PR-Beauftragten und Missionare, sondern Sympathieträger und Vorbilder.

Zunächst zu Punkt (2):

Das klingt einleuchtend: Es braucht Sympathieträger. Und ja, mit Druck (nunja, es wird ja niemand mit Gewalt gezwungen) und Belehrung (das tauchte aber auf) verspielt man schnell Smpathien.

Insofern möchte ich zu Punkt (2) zwei Ranglisten aufstellen, die "es" braucht:

1. Sympathieträger
2. Vorbilder
3. PR (respektive PR-Beauftrage)
4. Missionare (auch die darf es geben, wenn sie von ihrer Sache überzeugt sind und deshalb für ihre Sache mit Respekt werben)

Vermutlich meinte doppelrock jedoch nicht vier verschiedene Gruppen, sondern nur zwei, dann also folgende Rangliste:

1. Sympathieträger und Vorbilder
2. PR-Beauftragte und Missionare

Nachteil: Sympathien werden von Mensch zu Mensch unterschiedlich verteilt. Vorbildfunktionen teilen das gleiche Schicksal: was dem einen ein Vorbild, ist dem anderen ein Gräuel.
Vorteil einer PR-Aktion: geschickt gemacht, kann man vorgenannte Nachteile etwas mildern, indem man mehr die Botschaft in den Vordergrund hebt als einzelne Personen. Oder indem man mehrere verschieden-artige Sympathieträger und verschiedene Vorbild-Konzepte mit einbindet. So betrachtet, könnte man die beiden Ranglisten von oben doch also auch wieder anders anordnen.

zu Punkt (1): Ich wiederhole die Worte von doppelrock:
"Die Philosophie über Bildung kann ich im Zusammenhang mit Rocktragen nicht nachvollziehen. Keine Ahnung, wie das zusammengeht."

Mir lag lange eine Antwort auf diesen von Micha ins Spiel gebrachten Zusammenhang auf der Zunge. Ich hatte meinen Kommentar dazu wieder verworfen. Aber ich muss doppelrock hier Recht geben und will das, wie ich es gerne mache, mit der Hose für die Frau vergleichen.

Frauen haben ohne einen allgemeinen Bildungszugewinn sich die Hosen erobert - oder bevor dieser Satz wieder anders ausgelegt wird, anders, platter formuliert: Auch bildungsferne Frauen trugen auf einmal Hosen.
Die Einführung des Rocks für den Mann muss man also ebenso nicht mit dem Bildungsstand eines jeden Mannes in Verbindung bringen.

Es macht beispielsweise auch keinen Sinn, den Männern zu erzählen: Du musst Dich gesund ernähren, wenn Du einen Rock tragen willst. Das eine hat mit dem anderen primär nichts zu tun!

Ausserdem: wenn man von bildungsfernen oder ungebildeten Menschen spricht, vergisst man gerne etwas, was wir alle eigentlich mit unserer Lebenserfahrung schon haben feststellen sollen:
"Ungebildete" Menschen können fast immer mit anderen Begabungen und Fähigkeiten glänzen und haben ihre Qualitäten auf anderen Schwerpunkten. "Ungebildete" Menschen haben auch ihren Wert, den man nicht vorschnell unterschätzen sollte.

So. Jetzt war ich belehrend.  ;D
Es geht darum, möglichst alle zu erreichen. Männer, und alle anderen. Und nicht eine Vorabauswahl zu treffen: "Du darfst, Du darfst nicht weil ich Dich blöd finde".

Aber ich glaube, wir und besonders doppelrock und MAS müssen an diesem Punkt gar nicht weiter in diesem Thread diskutieren, weil wir diesen Schritt eigentlich schon recht erfolgreich abgeschlossen haben.

Ich hatte nämlich lange überlegt, auf diesen Bildungspunkt einzugehen. Ich habe es mit großer Überwindung mir letztlich verkniffen. Ich las den betreffenden Beitrag noch einmal intensiv durch, um statt mit einer Zurechtweisung von Micha mit einer Zustimmung für Micha antworten zu können.

Da fiel mir der darin enthaltene Slogan ins Auge. Und so hatte ich einen positiven Anknüpfungspunkt als Antwort auf Michas Beitrag gefunden. Und mein Gefühl sagt: Das war die richtige Reaktion.

Denn: es geht um den Rock. Es geht nicht um Belehrung in Dingen, die mit dem Rock nur begrenzt direkt zu tun haben. Einen Rock sich anzuziehen sollen auch Menschen machen dürfen, die in anderen grundlegenden Dingen nicht mit mir übereinstimmen müssen. Nur so besteht eine Chance, dass diese Rock-Idee sich unter den Menschen verbreitet.

Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

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Lieber Wolfgang,

ich hatte in meinem vorherigen Beitrag noch was ergänzt, und als ich das abschickte, sah ich, dass Du auch wieder was geschrieben hast.

Kannst das ja auch noch lesen.

LG, Micha
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Ohne mehr als den ersten Satz Deiner Ergänzung mit ordentlicher Tastatur gelesen zu haben,

schicke ich gleich noch meinen Gedanken hinterher, den ich in Kürze hier auch noch formuliert hätte (leider umständehalber gerade im Einfingersystem, daher dauerts...)

Natürlich kann man jede Art von Information auch mit einer Art Bildungsauftrag belegen,

oder auf Empfängerseite betrachten, dass eine wahrgenommene Information auch gleichzeitig den Empfänger weiterbildet.

Oder statt mit 'Bildung' formuliert, so ausgedrückt:
Jede Information versucht, über etwas aufzuklären,
und jeder, den die Information erreicht, wurde darüber aufgeklärt (ganz gleich, was er aus dieser Information für sich macht).

Inhalt einer PR-Aktion von uns könnte sein, darüber aufzuklären, dass ein Mann ohne Wenn und Aber einen Rock anziehen kann (weil es welche gibt, die das auch schon so machen).

Und das ist schon Aufklärungsinhalt genug. Es macht keinen Sinn zu sagen, dass diese Wenns und Abers jedoch gar nicht so schlimm wären. Das macht vor allem deswegen keinen Sinn, weil die Ehefrau an ihrem Ehemann diese Wenns und Abers trotzdem vehement nicht möchte. Damit erreichst Du nämlich nicht diese Ehefrau.
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Noch ein Blickwinkel, mit dem ich meine Argumentation von eben untermauern möchte, Micha.

Du schreibst es selbst:

Leider bekommen wir es durch die Schule und die Massenmedien nicht so oft und deutlich mit, dass Röcke nicht per se Frauenkleidung sind. Zwar ist der schottische Kilt als Ausnahme der Regel allgemein bekannt, aber darüber hinaus ist oft nicht viel Wissen da. ... [Durch PR vermitteltes Wissen:] Was vorher für undenkbar galt, wird dann denkbar.

Es fehlt allgemein an Vorstellungskraft, dass ein Mann im Rock damit nichts weiter von jenem verbindet, was den Leuten dabei als erstes in den Sinn kommt. Das liegt am mangelnden Wissen, dass ersteres sehr wohl der Fall sein kann. Es besteht also ein allgemeines Wissensdefizit darüber.

Die meisten von uns sind mehr oder weniger stark von diesem allgemeinen Wissensdefizit betroffen.

Was liegt für uns also näher, als genau gegen dieses größte Wissensdefizit aus dem gesamten Themenkomplex, der damit verbunden wird, zu informieren?
Die Möglichkeit, sich als Mann z.B. als divers zu fühlen, müssen wir nicht mehr publik machen, das ist schon hinreichend publik.
Die Möglichkeit, als Mann sich einen Rock anzuziehen und sich trotzdem nicht divers oder als Frau oder als sonstwas anderes zu fühlen, die ist noch längst nicht so publik. Hier liegt das größte Wissensdefizit.
Was also sollte für uns näher liegen, als genau gegen dieses größte Wissensdefizit aus dem gesamten Themenkomplex zu informieren?

Und ich möchte dies auch noch mal mit Zahlen aus unserem Forum untermauern. Aus zwei Umfragen, die vor zwei, drei Jahren hier im Forum liefen. Zwei unterschiedliche Fragestellungen, die auf den ersten Blick recht identisch aussehen. Beide Umfrage-Ergebnisse spiegeln aber wider, dass bei einer PR-Aktion selbst mit Hauptfokus auf unser Forum, mit dem obengenannten Inhalt ziemlich allen im Forum am meisten gedient wäre, wenn man genau dieses größte Wissensdefizit abbauen lönnte:

Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
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Die feine Unterscheidung der beiden Fragen ist etwas tricky.

Ich möchte einmal folgende grobe Einordnung der beiden Fragen so vornehmen:

Die "Wünschenswert"-Antwort lehnt sich eher an den eigenen persönlichen Interessen an, inwieweit Rock und Kleid im Männeralltag sich mit den eigenen Interessen deckt.
Die "Hilfreich"-Antwort lehnt sich eher daran an, wie sehr es den eigenen persönlichen Interessen von Vorteil ist, wenn Rock oder Kleid zum Männeralltag werden, auch wenn dieses Ziel sich nicht unbedingt mit den eigenen persönlichen Interessen deckt.

So betrachtet zeigt die "Wünschenswert"-Umfrage, dass die Teilnehmer überwiegend sich mit dem Ziel für die Alltagskleidung identifizieren können. Und weiter so betrachtet zeigt sich, dass auch Teilnehmer mit anderen persönlichen Interessen für sich daraus einen Mehrwert ableiten können.

Was also sollte uns davon abhalten, mit unserer PR-Maßnahme genau gegen dieses größte Wissensdefizit zu informieren?
Die anderen Wissensdefizite sind kleiner und werden von Gruppen beliefert, denen andere Inhalte wichtiger sind.
Und diese anderen Gruppen denken nicht daran, zeitgleich auch für "Männer ohne Nebenbedingungen" aufzuklären. Das ist kein Vorwurf von mir an die anderen Gruppen. Aber zum einen ist es für sie genauso unvorstellbar wie für die ganze Gesellschaft. Oder es ist einfach eben nicht ihre Baustelle.

Und wir haben unsere größte Baustelle eben am größten Wissensdefizit, das uns alle trotz unterschiedlicher Einzel-Interessen ziemlich betrifft.






Zu den Umfragen:
Wie wünschenswert für mich: Rock am Mann genauso wie Hose an Frau?
Wie hilfreich ist mir persönlich das: Rock am Mann genauso wie Hose an Frau?
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Ganz grob, ohne auf Einzelheiten einzugehen: Ja, sehe ich auch so. Und man muss auch kein Schotte sein, auch wenn das vielen Menschen als erstes in den Sinn kommt, wenn sie einen Mann im Rock sehen.

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Ja, das erinnert mich an eine der ersten PR-Aktionen zum Männerrock, die sich wie gleich folgt in einem Medium so niederschlug:

"Man muss nicht mehr Schotte sein, um als Mann einen Rock tragen zu dürfen. Kenzo machts möglich. Auf den Modeschauen (in Paris, Mailand, wurde überhaupt was genannt?) flatterten die Männer fast weiblich über den Laufsteg." Dann kam noch irgendwie sowas: "Man stelle sich vor: Christian in Stöckelschuhen in Größe 48!", Musik.

Ja, dieses Zitat ist fast wörtlich, vor allem der erste Satz, aus einer Zwischenmoderation im Radiosender Radio Brenner oder (ich glaube eher:) Südtirol 1. Irgendwann zwischen 1982 und 1984, vielleicht auch 86. Mehr dazu schrieb ich schon einmal dort oder (besser) 2019 dort.

Christian war übrigens der sprechende Moderator - also, er sprach bei den Stöckelschuhen von sich selbst. Und auch mit einem Unterton: "unvorstellbar".

An das erinnerte mich Dein Kommentar gerade. Ja, das ist schon über 30 Jahre her...

Aber merke: "fast weiblich" und "flattern" ist schon wieder geeignet, Gegenabwehr bei den wichtigsten Informations-Empfängern hervorzurufen. Soll eine Botschaft was bringen, muss man das vermeiden.

Man kann das alles ansprechen, wenn man die Zeit hat, das ausreichend darzulegen. Aber nicht jede PR-Aktion bekommt überall drei Illustriertenseiten eingeräumt.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Dazu (mein letzter Satz, '3 Illustriertenseiten...') fällt mir noch etwas ein, was ich gerade noch loswerden muss.

Man muss mehr vermeiden, als es einem eigentlich lieb ist. Denn in aller Regel wird der begleitende Redakteur das noch einmal nachbearbeiten, vor allem, um es in die verfügbare Länge seines Mediums zu bringen. Da kommt natürlich recht viel Eigeninterpretation des Redakteurs noch hinzu, wenn es darum geht, Dinge zusammenzufassen. Oder auszuschmücken. Drum darf man ihm nicht zu viele Anknüpfungspunkte bieten, seine eigenen Schwerpunkte auf anderes als auf die Kernbotschaft zu legen.

Ideal wäre es also, drei oder vier vorgefertigte Pressetexte anzubieten, alle nach unserem Dafürhalten druckfertig, in unterschiedlichen Längen und damit auch in unterschiedlichem Tiefgang. So kann man am ehesten sicherstellen, dass das publizierte Endprodukt noch die wesentlichen Botschaften aus unserer Sicht recht unverfälscht wiedergibt.
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