wer einen Rock trage, sei wahrscheinlich mit seiner männlichen Rolle unzufrieden, was sie für sich selbst nicht so sehen.
Ist das nicht doch so?
Natürlich nicht in jedem Punkt, aber selbst Transfrauen dürften nicht in jeder Beziehung mit ihrer Rolle bei Ursprungsgeschlecht unzufrieden sein.
Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
- Ausschließlich Hosen zu tragen
- Bier zu mögen
- Interesse für Fußball zu haben
- Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren
- Karriere über Familie zu stellen
- Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat
- Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen
- Usw…
Diese Liste könnte ich fast beliebig erweitern.
Jedenfalls sind die gerade genannten Rollenverpflichtungen, ein Teil derjenigen, denen ich mich nicht füge, mit denen ich unzufrieden bin.
Ja, in jüngeren Jahren habe ich mich oft widerwillig den Erwartungen gefügt und z.B. gelangweilt in Gesellschaft Fußball geschaut, mit einem Bier in der Hand.
Und ja, dass ich Röcke und Kleider trage ist auch ein Ausdruck davon, dass mir dies Rollenklischees mittlerweile egal sind, wie auch vice versa.