Manchmal wäre es ganz gut, die ständig Belehrenden überlegen mal, ob das ständige Belehren sinnvoll ist? Moralisieren auf allen Ebenen in fast jedem Satz, ohne sich selbst an die regeln zu halten ist weit verbreitet.
Wie wäre es, wenn ihr auch mal anderen die Meinung lasst, ohne sie für "Idioten" oder "Hetzer" zu halten, nur weil sie euch widersprechen?
So ein ganz wenig Reflektion, was ihr selbst anders machen könnt?
Um zu erkennen, warum manche Leute euch nicht folgen, sondern standhaft bleiben? Vieles, was hier vielleicht gut gemeint (und schlecht gemacht) ist, wirkt eher wie Projektion auf ein Feindbild, weil man selbst nicht an sich arbeiten will oder kann. Unverändert bleiben und andere mit Schimpfworten belegen, ist leichter und fühlt sich gut an.
Der "Unbelehrbare" also. Wer nimmt sich eigentlich raus, andere belehren und bei nicht gehorchen mit Ignoranz zu strafen? Ist das die vielgepriesene Toleranz?
Das gilt nicht nur bei der Schwangerschaft von Männern und Schönreden eines Fetisch, sondern generell. Kleidung, Essen, Verkehrsmittel, Energieversorgung, alles was das moderne Leben ausmacht. Interessanterweise verhallen Hinweise, dass es bei "professionelle" Hilfe fragen, wenn man keine nahestehenden Personen hat, die einem zuhören können, NICHT darum ging, jemand als "krank" zu erklären. Die ständige Wiederholung von Falschaussagen scheint eine Art Empörungsmanagement zu sein.
Wenn jemand belehren will, aber überhaupt nicht kritikfähig ist und deshalb sich verabschiedet, ist das der Weg, für den er sich entschieden hat. Ob da Betteln der richtige Weg ist, ihn umzustimmen? Vermutlich nicht, er wird hier unzufrieden bleiben, wenn weder er noch das Umfeld sich ändert. Und auf das Umfeld hat man wenig Einfluss.
Mancher kommt nach einer Pause gestärkt zurück, wenn er an sich selbst gearbeitet hat, etwa toleranter gegenüber konträren Meinungen geworden ist, sich mit den Inhalten auseinandergesetzt hat und dabei neue Erkenntnisse erlangt hat oder einfach insgesamt gereift ist. Das kann aber auch dazu führen, dass er NICHT zurückkommt, weil das kennengelernte Umfeld einfach nicht mehr passt.
Bei der Entwicklung möchte ich niemand bremsen, sondern ihn lieber unterstützen. neue Perspektiven zu entdecken. Was mir daraus angedichtet ist, finde ich gelinde gesagt erbärmlich. Es verrät mal wieder mehr über die Sprechenden als über mich.
Aber so ist das Leben draußen und auch hier im Kleinen.
@MAS: Was könnte einem selbst passieren, wenn man ständig betont, dass man Beiträge von unliebsamen Personen ignoriert, aber gleichzietig wiederholt schlecht über die Person redet, unter anderem, weil man durch das Nichtlesen die Person nicht versteht? Bin gespannt auf deine Antwort.
Gruß
doppelrock