Diese Wortspielchen sind es, was einige bei Dir mukieren.
Nochmal für Dich:
Es gibt mehr Kriminelle Ausländer als Kriminelle Deutsche.
Jedes Delikt muss Einzeln gewertet werden und ob es schlimm ist oder nicht, kann man nicht Pauschal sagen.
Wenn ich Opfer bin, werte ich es schlimmer, als wenn ich davon höre, weil als Opfer noch Gefühle mit im Spiel sind.
Ich bin kein Zahlenmensch, Skirt-Man, aber bei Statistiken muss man schon aufpassen.
So wie Du es formulierst, klingt es nach absoluten Zahlen. Du nimmst die Zahl der kriminellen Ausländer und die Zahl der kriminellen Deutschen und schaust, welche Zahl größer ist.
Was anderes sind relative Zahlen: Du schaust wie viele kriminelle Delikte im Verhältnis zu einer anderen Große, gehen auf das Konto von Ausländern und wie viele auf das von Deutschen.
Das kann z.B. die Frage sein: Wie hoch ist der Anteil an kriminellen Ausländern und kriminellen Deutschen an der Zahl der Gesamtbevölkerung?
Oder wie hoch ist der Anteil an von Ausländern begangenen kriminellen Delikten an der Zahl der Ausländer in Deutschland und wie hoch der Anteil an von Deutschen begangenen kriminellen Delikten an der Zahl der Deutschen in Deutschland?
Oder andersrum: Wir hoch ist der Anteil der von Ausländern begangenen Delikten und der von Deutschen begangenen Delikten an der Gesamtzahl krimineller Delikte in Deutschland?
Oder wie hoch ist der Anteil von von Ausländern und von Deutschen begangenen Delikten gemessen an der Anzahl von Ausländern und von Deutschen an der Gesamtbevölkerung?
Das sind ganz unterschiedliche Zusammenhänge.
Zu letzterem habe ich eine Zahl, die Dir recht gibt:
"Die Polizei konnte insgesamt rund 479.000 Tatverdächtige ermitteln, was einem Rückgang um drei Prozent entspricht. Etwa 460.000 Tatverdächtige wurden bei den Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße erfasst. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an den Tatverdächtigen insgesamt – bei Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße – ist ebenfalls gesunken. Er liegt aber mit rund 35 Prozent (163.000) weiterhin deutlich über deren Bevölkerungsanteil von etwa 16 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Besonders hoch ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Mord und Totschlag mit rund 50 Prozent, beim Raub mit 48 Prozent, beim Wohnungseinbruch mit 50 Prozent sowie beim Ladendiebstahl mit 49,5 Prozent.
Minister Reul erklärt: „Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ist leicht gesunken, liegt aber weiter deutlich über ihrem Bevölkerungsanteil. Wer dauerhaft hier lebt, muss nach unseren Regeln spielen. Wer das nicht kann oder will, spürt die volle Härte unseres Rechtsstaates.”"
Quelle:
https://www.land.nrw/pressemitteilung/polizeiliche-kriminalstatistik-2025-kriminalitaet-sinkt-weniger-gewalt-und Es geht dabei also um NRW, nicht um Deutschland.
Es sind allerdings - wie generell bei Statistiken - nur Korrelationen, keine Kausalitäten, die da erklärt werden.
Du unterscheidest, ob Du Opfer eines Verbrechens wurdest oder nur Zeuge oder davon gehört hast. je nach dem würdest Du das Verbrechen strenger oder weniger streng beurteilen.
Nun ist ein Richter dann wohl letzteres. Und auf dessen Urteil kommt es ja juristisch an.
Aber eines hast Du noch nicht genannt: Um welche Art von Verbrechen handelt es sich: Diebstahl, Einbruch, Körperverletzung, Totschlag, Mord, Drogenhandel, ...
Und Du verwendest das Wort "Ausländer". Da gibt es juristisch auch eine Unterscheidung zwischen EU-Ausländern und Nicht-EU-Ausländern.
Und Du schriebst weiter oben: "Es wird leider auch hier zu oft die N...Keule raus geholt, ohne mal die Lebenssituation oder Gesamtsituation desjenigen zu hinterfragen."
Wie sieht es aus mit dem Hinterfragen von Lebenssituation oder Gesamtsituation von Kriminellen? Wie wichtig ist sie Dir?
LG, Micha