Autor Thema: Ciao  (Gelesen 3576 mal)

Offline sunflower

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« Antwort #105 am: Heute um 10:53 »
Sachliche Diskussionen sind doch Ok .Nur nicht dieses gemerkere meinte ich eben .Beste,Grüße.

Offline MAS

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« Antwort #106 am: Heute um 11:24 »
Da stimmte ich mit Dir vollkommen überein, lieber Sunflower!

Hier nochmal ein Beispiel dafür, dass meine berufliche Tätigkeit eine ganz andere Perspektive mit sich bring, als die von Skirt-Man. Ich fange jetzt nämlich an, eine Masterarbeit zu lesen mit dem Titel: "Zugehörigkeit lernen. Strategien von Lehrkräften zur Unterstützung interkultureller Integration und Zugehörigkeit zur Lerngruppe von Grundschulkindern mit Zuwanderungsgeschichte und besonderem
Unterstützungsbedarf"
Der besondere Unterstützungsbedarf hat dann eine nähe zu Zwurgs Arbeit.

Dass Integration oder besser Inklusion von Menschen mit Migrationsgeschichte nicht einfach mal so nebenher läuft, ist klar. Und dass sie nicht immer gelingt, auch.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #107 am: Heute um 12:05 »
Nochmal zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Mir sind die Vorteile einer doppelten Staatsbürgerschaft durchaus bewusst. Ich sehe dies aber nicht als einen Beitrag zur Integration von zugewanderten Menschen an. Sie können sich mit oder ohne diese oder eine andere Staatsbürgerschaft ebenso integrieren. Oder mit ihrem Herkunftsland verbunden fühlen. Wer sich nicht sicher ist, dass er dauerhaft in dem Land bleiben möchte, in dem er jetzt lebt, nimmt eben nicht die Staatsbürgerschaft von seinem jetzigen Lebensort an. Wer die Annehmlichkeiten einer neuen Staatsbürgerschaft genießen will, muss sich eben von ganzem Herzen für diesen neuen Staat entscheiden. Wenn ich nicht sicher bin, ob ich in einer Ehe leben möchte, dann heirate ich halt eben nicht. So viel meine Meinung hierzu.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline MAS

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« Antwort #108 am: Heute um 12:19 »
Nochmal zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Mir sind die Vorteile einer doppelten Staatsbürgerschaft durchaus bewusst. Ich sehe dies aber nicht als einen Beitrag zur Integration von zugewanderten Menschen an. Sie können sich mit oder ohne diese oder eine andere Staatsbürgerschaft ebenso integrieren. Oder mit ihrem Herkunftsland verbunden fühlen. Wer sich nicht sicher ist, dass er dauerhaft in dem Land bleiben möchte, in dem er jetzt lebt, nimmt eben nicht die Staatsbürgerschaft von seinem jetzigen Lebensort an. Wer die Annehmlichkeiten einer neuen Staatsbürgerschaft genießen will, muss sich eben von ganzem Herzen für diesen neuen Staat entscheiden. Wenn ich nicht sicher bin, ob ich in einer Ehe leben möchte, dann heirate ich halt eben nicht. So viel meine Meinung hierzu.

Hast Du das mal mit Menschen diskutiert, die eine doppelte Staatsbürgerschaft haben? Auch über die Gefühle, die damit verbunden sind? Kann man jemandem vorschreiben, was er zu fühlen hat?

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Online Skirt-Man

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« Antwort #109 am: Heute um 12:51 »

Aber zu den Statistiken. Welchen Grund sollte eine Polizeibehörde haben, jenseits der geltenden Rahmenbedingungen statistische Daten zu beschönigen? Wem sollte sie damit dienen? Damit würde sie sich unglaubwürdig machen. In etlichen anderen Staaten, die mir so einfallen, mag das Praxis sein, weil da der politische Arm überall restriktiv mit eingreift. Aber in Deutschland?

Wenn man seit mehreren Jahrzenten einen Einblick hinter die Kulissen werfen kann, dann ist das schon etwas beängstigend und man könnte Deutschland in kleinen Punkten mit einer Bananenrepublik vergleichen.
Wie Micha sagte, ist es zum Schutz um nicht noch mehr Salz ins Getriebe zu streuen.
Selbst viele hier geborenen habem die doppelte Staatsbürgerschaft und werden dann als Deutsche gezählt.

Die aus Russland vertriebenen Deutschen, sind "Deutsche" aber mit einer anderen Mentalität und da gab es auch mal ganz viel Probleme im Justizbereich mit, aber sie wurden als Deutsche gewertet.

Den inoffiziellen Befehl an die Polizei, bei Flüchtlingen aus dem südlichen Krisengebieten nicht so genau hinzuschauen, gab es auch. Wenn ein Ordnungshüter dies ausgesprochen hat, dann wurde er der Lüge bezichtigt und ihm dienstliche Repressalien angedroht.


Trotzdessen habe ich aber meine Sicht auf die Menschen nicht Negativ beeinflussen lassen, weil ich immer noch die Menschen sehe und erlebe.
Deswegen sehe ich auch die Hintergründe, weil ich schon viele Gespräche mit Insassen über Ihr Leben hatte.

Zu den Dingen die nicht offiziell ans Licht kommen, gehören die vereitelten Anschläge hier in Deutschland durch die Polizeibehörden.
Es würde viel mehr Panik in der Gesellschaft herrschen, deswegen geben die Behörden da auch nur die Größten Erfolge Preis.

Mein Vertrauen ins System und deren offizieller Infos ist also leider etwas gestört.
Trotzdem ist es wahrscheinlich der richtige Weg, es so zu machen.
Ich bin halt auch nur ein Produkt meiner Lebensumstände.

Offline Experimental

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« Antwort #110 am: Heute um 12:54 »
Das sind ja tolle Stammtisch Parolen zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Es gibt Staaten, die einen zwar irgendwann ziehen lassen, nachdem man viel Geld in die Hand genommen hat und auch noch nachgewiesen hat, dass man ihnen keinen Cent Steuern schuldet.

Aber wehe, du willst dann deine Verwandten in dem Staat nochmal besuchen. Viel Spaß beim Versuch ein Visum zu kriegen und bei der Einreise.

Wie kann man dem Tollsten Land der Erde den Rücken drehen wollen. Das will doch keiner. Na, wer rät, welches Land ich meine?

Offline Skirtedman

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« Antwort #111 am: Heute um 12:57 »
Es geht nicht um Gefühle.

Es geht darum, klar Ja zu einer Staatsangehörigkeit zu sagen. Alles andere ist wischiwaschi.

Und wenn Du auf Gefühle ansprichst:
Dann ja, die Menschen sollen ihrem Staat, dem sie angehören, sich zugehörig fühlen.
Alles andere ist Rosinen rauspicken, überall das beste rauszuholen, aber die Substanz, um die es geht, ist nicht ernst gemeint.
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Offline Skirtedman

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« Antwort #112 am: Heute um 13:29 »
Wenn man seit mehreren Jahrzehnten einen Einblick hinter die Kulissen werfen kann, dann ist das schon etwas beängstigend und man könnte Deutschland in kleinen Punkten mit einer Bananenrepublik vergleichen.

Danke für Deinen Einblick, den Du uns gewährt hast, Skirt-Man.

Natürlich bildest Du Dir Deine Meinung anhand der Einblicke, die Du in die Materie hast.

Allerdings hast Du mich noch nicht davon überzeugt, dass bei Daten, die die Polizeibehörden veröffentlichen, eine Beschönigungsmaschinerie am Laufen sei.

Wie dann solche Statistiken gelesen werden, aufbereitet werden und benutzt werden, da wirken dann ganz viele subjektive Prozesse, die die Statistik dann anders aussehen lässt. Man kann ja dann vieles so und aber auch ganz anders darstellen, vor allem sobald man anfängt, zusammen zu fassen und aus den Zahlen anfängt, Schlussfolgerungen zu ziehen und Beurteilungen auszusprechen. Das kann dann aus dem Mund des einen Politikers sich so anhören, aus dem Mund eines anderen Politikers dann ganz anders. Und ob die Daten immer auch das sagen, was mancher gerne in diese Daten hineinlesen möchte, ist auch oftmals fraglich.
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Offline Experimental

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« Antwort #113 am: Heute um 13:30 »
Seit wann ist es Rosinen picken, wenn man an zwei Staaten jedes Jahr jeweils eine Steuerklärung abgeben muss und je nach Konstellation auch noch Steuern abdrücken. Und dann alle 10 Jahre für teuer Geld zwei Pässe beantragen muss.

Ich fühle mich einer Gesellschaft zugehörig und in der lebe ich, die Staatsangehörigkeit ist zumindest für mich vollkommen nebensächlich.

Offline Kim70

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« Antwort #114 am: Heute um 14:16 »

Ich bin kein Nationalist, trotzdem ist in meinen Augen ist die doppelte Staatsbürgerschaft - gelinde gesagt - Quatsch.

Will man z.B. die deutsche Staatbürgerschaft erhalten, dann fühlt man sich zu Deutschland zugehörig und entscheidet sich gegen seine bisherige Staatsbürgerschaft. Man ist eben "Diener" entweder des einen "Herrn" oder des anderen "Herrn", aber nicht "Diener" zweier "Herren".

Hm...
Ich diene keinem Staat und keinem Herren.

Ich sehe mich als Bürger bzw. Bewohner der Erde und warum sollte ich eine Region, ein Land, in meinem Fall Deutschland, überhöhen, nur weil ich dort, geboren bin und meine Vorfahren von hier stammen?

Wo ist das Problem mit meiner zweiten Staatsbürgerschaft, zu der ich quasi durch Zufall gekommen bin? Warum sollte ich sie abgeben?
Sie bringt mir nur Vorteile, sollte ich reisen, oder wo anders leben wollen.
Welchen Schaden verursacht sie Deutschland?

Und nein, ich fühle mich nicht Deutschland oder einem anderen Land zugehörig. Eher vielleicht Bayern, am ehesten Europa.

Offline Skirtedman

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« Antwort #115 am: Heute um 14:25 »
Mir ist nicht bekannt, dass man alleine aufgrund einer Staatsangehörigkeit Steuern bezahlen müsste.

Mir ist völlig wurscht, welche Staatsangehörigkeit wer hat, sofern er friedlich mit mir zusammenlebt, seine Steuern zahlt und er sein möglichstes tut, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Eine Staatsangehörigkeit ist in der Regel jedenfalls bei einigermaßen westlich orientierten Staaten vor allem damit verbunden, dort auch wählen zu dürfen. Was soll ich mit einer doppelten Staatsbürgerschaft bei den Wahlen eines Landes mitbestimmen, wenn ich dort gar nicht lebe?

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Offline Skirtedman

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« Antwort #116 am: Heute um 14:55 »
Kim, Du sagst es: die doppelte Staatsbürgerschaft bringt Dir nur Vorteile.

Wenn Du per Zufall, wie Du sagst, über eine zweite S. verfügst, fühlst Du Dich auch diesem betreffenden Staat zugehörig? Eigentlich hast Du das ja schon beantwortet, nämlich nein.

Ja, nur Vorteile. Ja, Rosinen. Mit seiner S. ist man vollberechtigtes Mitglied seines Landes. Und will man die S. erhalten von dem Land, in dem man lebt, soll man meiner vollen Überzeugung nach auch ja sagen, Teil dieses Landes zu werden. Ich halte es für richtig, dieses Ja daran zu knüpfen, dem alten Ja zu einem anderen Land gleichzeitig dann ein Nein auszusprechen, denn nur durch diese größere Hürde führt das zu einem ehrlicheren Ja und besiegelt, dass dieser Schritt bewusst und gewissenhaft ist. Es ist ein Ja zum Leben in dieser Gesellschaft. Es ist ein ehrlicher Schritt und nicht nur eine Formalie, um zu weiteren Rechten zu gelangen, der aber nicht aus innerer Überzeugung geschieht.

Ob Du persönlich nun Deine zweite S. abgeben sollst oder nicht, kann ich nicht weiter beurteilen, dazu fehlen mir Details. Jedenfalls halte ich das mit der doppelten S. für großen und undurchdachten Humbug.

Ich betrachte dieses Thema in diesem Rahmen für abgeschlossen. Mir ist klar, dass andere das anders sehen. Ich will aber hierin nicht belehrt werden, denn ich habe meine Meinung dazu seit vielen Jahrzehnten entwickelt und ich bleibe bei dieser Aussage.
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Offline Kim70

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« Antwort #117 am: Heute um 15:11 »
Ich will aber hierin nicht belehrt werden, denn ich habe meine Meinung dazu seit vielen Jahrzehnten entwickelt und ich bleibe bei dieser Aussage.

Gut, Ende der Diskussion.
Mir ist das Konstrukt sich zu einem Staat zugehörig zu fühlen fremd.
Reine Formalitäten.
Ich fühle mich verbunden zu Menschen und Gruppen von ihnen und das tatsächlich in einigen Regionen der Welt, in denen ich längere Zeit war.

Wäre meim Pass korrekt, stünde da nicht "Bundesrepublik Deutschland", sondern "Erde".

Jeder fühlt anders, darüber kann man nicht diskutieren.

Offline Experimental

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« Antwort #118 am: Heute um 15:37 »
Mir ist nicht bekannt, dass man alleine aufgrund einer Staatsangehörigkeit Steuern bezahlen müsste.

Tja, man lernt eben dazu. Sind auch nicht viele Staaten, aber ausgerechnet die USA und Nord Korea verlangen von Ihren Bürgern, die außerhalb des Staates leben eine Steuererklärung.


Ich bin kein Nationalist, trotzdem ist in meinen Augen ist die doppelte Staatsbürgerschaft - gelinde gesagt - Quatsch.

Will man z.B. die deutsche Staatbürgerschaft erhalten, dann fühlt man sich zu Deutschland zugehörig und entscheidet sich gegen seine bisherige Staatsbürgerschaft. Man ist eben "Diener" entweder des einen "Herrn" oder des anderen "Herrn", aber nicht "Diener" zweier "Herren".

Hm...
Ich diene keinem Staat und keinem Herren.

Ich sehe mich als Bürger bzw. Bewohner der Erde und warum sollte ich eine Region, ein Land, in meinem Fall Deutschland, überhöhen, nur weil ich dort, geboren bin und meine Vorfahren von hier stammen?

Wo ist das Problem mit meiner zweiten Staatsbürgerschaft, zu der ich quasi durch Zufall gekommen bin? Warum sollte ich sie abgeben?
Sie bringt mir nur Vorteile, sollte ich reisen, oder wo anders leben wollen.
Welchen Schaden verursacht sie Deutschland?

Und nein, ich fühle mich nicht Deutschland oder einem anderen Land zugehörig. Eher vielleicht Bayern, am ehesten Europa.

Dem kann ich beipflichten. Aber das können die wenigsten verstehen, die noch nie außerhalb Deutschlands/Europas gelebt haben.

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« Antwort #119 am: Heute um 17:10 »
Lieber Wolfgang,

sich nicht belehren lassen zu wollen bedeutet je letztlich, nichts dazu lernen zu wollen. Also ich bin froh, hier ständig belehrt zu werden. Was von dem, was ich lerne, ich dann dazu verwende, an bisherigen Meinungen zu ändern, ist eine andere Frage.

Aber zwischen dem Beharren auf einer festgezurrten Meinung dem Ändern des ganzen Konstruktsystems an Meinungen, die man hat gibt es ja jede Menge Zwischenstufen, wie das eine oder andere Neugelernte aufnehmen und einbauen oder sich inspirieren lassen, nochmal neu über etwas nachzudenken oder die Komplexität eines Themas anders als bisher zu erfassen oder ...

"Es geht nicht um Gefühle" schreibst Du. Aber vorher hast Du geschrieben: "Sie können sich mit oder ohne diese oder eine andere Staatsbürgerschaft ebenso integrieren. Oder mit ihrem Herkunftsland verbunden fühlen." Da hast Du also selbst Gefühle ins Spiel gebracht.

Da ich selbst von der Frage nach einer doppelten Staatsangehörigkeit nicht betroffen bin und keinen Schaden sehe, der generell von einer solchen ausgeht, habe ich keine Probleme damit, wenn jemand zwei Staatsangehörigkeiten hat.
Du bringst das Beispiel einer Heirat. Ich bin ja verheiratet. Dennoch habe ich meine Zugehörigkeit zu der Familie vor der Heirat nicht aufgegeben. Petra genau so wenig.

In Bezug auf die Türkei wünschte ich allerdings manchmal, dass die hier lebenden Menschen türkischer Herkunft nur die deutsche Staatsangehörigkeit hätten, denn unter ihnen sind überproportional viele Erdogan-Wähler. Vielleicht wäre er uns erspart geblieben ohne die Stimmen türkischer Staatsangehöriger aus Deutschland. Das aber nur so nebenbei. Aber natürlich kann man über Zusammenhänge zwischen dem Leben in einem Land, dessen Staatsangehörigkeit man neben der des Herkunftslandes hat und der politischen Gesinnung nachdenken. Deutschtürken haben die deutsche Staatsangehörigkeit, werden von ethnisch Deutschen aber immer nur als Türken angesprochen, fühlen sich demzufolge nicht so richtig in Deutschland zu Hause, legen deshalb Wert auf die türkische Staatsangehörigkeit neben der deutschen und wählen bei türkischen Wahlen nationalistisch. Und Erdogan macht hier in Deutschland Wahlkampf. Aber das ist ein Sonderfall, denke ich.

LG, Micha

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