Und natürlich auch im Qeer-Bereich.
Da wird das Trans Sein gefeiert, die körperliche Angleichung gehypt, physische Männer zu Frauen erklärt, usw.
Das alles wird allgemein unter Wokeismus eingeordnet, so verstehe ich es zumindest. Und das ist nicht postiv zu bewerten.
Das sind Schattenseiten, unter denen auch viele Menschen zu leiden haben.
Man kann seinen biologischen Körper (noch) nicht ablegen wie eine Jacke die einem nicht mehr gefällt.
Ein erwachsener Mann wird auch nach einer Umwandlung einen männlichen Körper behalten. Das Skelett, die Muskeln, die Organe, bleiben erhalten. Man bekommt auch keine weiblichen Organe und kann Kinder zeugen. Und wenn man es sich hinterher anders überlegt, ist man verstümmelt.
Und bei Jugendlichen die Pubertätsblocker nehmen, verschiebt sich nicht die Zeit es sich zu Überlegen, sie werden niemals erwachsen und müssen mit diesen körperlichen Schäden dann leben.
Und diese ganzen Schattenseiten werden selten beleuchtet.
Warum sind Dir, Zwurg, diese Schattenseiten so wichtig?
Wir reden nicht von einem Massenphänomen, von dem 20 Prozent der Bevölkerung oder der jungen Menschen betroffen wären. Es sind ein paar Hundert, Tausend unter Millionen. Was hat an dieser Thematik soviel Gewicht, dass es Dir so nahe geht?
Eine kleine Teilantwort habe ich bereits parat. Ich denke, den meisten, die das bekümmert, fühlen sich deswegen dadurch beeinträchtigt, weil mit den Diskussionen um Unisex-Toiletten oder Pronomen die Thematik in ihren alltäglichen Lebensbereich hineingreifen.
Da ist ganz sicherlich einiges über ein maßvolles Ziel hinausgeschossen. Und somit trifft es auch ganz gut, wie Wiktionary das Wort "Wokismus" erklärt:
Bedeutung:
- meist abwertend: starke (auch übertriebene) Aufmerksamkeit betreffend Diskriminierung und entsprechender politischer Einsatz
Synonym:
- Wokeness
Quelle:
WiktionaryDa gibt es Gruppen, die sich für die Belange diskriminierter Menschen einsetzen, und die diese Belange benennen, und manchmal für wichtiger halten als andere Probleme in der Gesellschaft und deswegen der Eindruck entsteht - je nach Sichtweise ggf. auch berechtigt -, dass sie über das Ziel hinausschießen.
Ja, es ist schwierig, sich als offenherziger Mensch für die Belange benachteiligter Gruppen einzusetzen und dabei die Belange anderer Mitmenschen noch immer gleichermaßen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Immerhin ist es nicht völlig verkehrt, auf Benachteiligungen zu achten und diese zu benennen. Wir wären froh, wenn man das mal für uns rocktragende Männer machen würde, die wir nix anderes tun und fühlen wollen, als einfach nur Röcke zu tragen.
Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, dass man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?
Das Ganze läuft für mich einen vollkommen falschen Weg.
Ich denke das ist der Grund warum wir eine solche Spaltung der Gesellschaft haben.
Das genau ist der Punkt. Warum fällt das so schwer zu fördern: Es ist okay, wie Du bist! ?
Doch, das wird gefördert z.B. bei den Kindergartenkindern, sofern sie Mädchen sind. Oder jungen Frauen wird das vermittelt.
Das Problem ist die verkrustete Männlichkeit, die immer noch ein Soll von Männern abfordert. Wenn sie das nicht erfüllen, werden sie nicht als volle Männer gewertet und fliehen aus der Männlichkeit. Oder verharren in ihr, aber depressiv, weil sie nicht ermuntert werden, dass sie auch jenseits der verkrusteten Männlichkeit vollwertige Menschen sein dürfen.
Schaut Euch um, die ganze Führungs- und Machtelite in unserem Bruderland USA besteht aus einflussreichen Männern. Wo sind da Frauen an ähnlichen Stellen? Durch solche Vorbilder bleiben verkrustete Männlichkeitsbilder in ihrer Kruste stecken und haben keine Chance, mit der Botschaft bereichert zu werden: "Mann, es ist okay, wie Du bist. Entfalte Dich, entdecke Deine Potenziale!"
Stattdessen wird von Männern erwartet, sich armeeartig den Altvorderen unterzuordnen, die eingetretenen Pfade schön brav nicht zu verlassen, und wer es doch tut, wird nicht für voll genommen. Das ist die Botschaft, die die ganzen Musks, Trumps, Putins und Gefolgsleute aussenden.
Die Männlichkeit steckt fest in einer Sackgasse. Und wenn niemand dagegen hält, zementiert sich das noch mehr.
Dass Männer in einer Männlichkeitsfalle stecken, ist eine erste, zaghaft formulierte Erkenntnis u.a. der "Gender Studies". Aber das will ja keiner wahrhaben. Stattdessen tappen die angeblich privilegierten Männer weiter auf den eingetretenen Pfaden und fühlen sich noch nicht einmal benachteiligt. Sie opfern ihre Freiheiten zugunsten eines versprochenen Anerkanntwerdens durch Einhaltung der Symbole von Männlichkeit. Oder sie fliehen aus dem Mannsein.
"Warum fördert man nicht, sich anzunehmen, wie man nun mal ist, dass man sich wohlfühlen kann in dem Körper den man von der Natur bekommen hat?"Das alleine wird den Phänomenbereich "queer" oder "trans" nicht beseitigen. Aber den Groll darüber könnte es reduzieren.
Und dass "queer" oder "trans" unsere Gesellschaft spaltet, ist zu weit hergeholt. Sich darüber aufzuregen, spaltet die Gesellschaft schon eher. Aber warum? Es ist ein kleiner Anteil der Bevölkerung, den das persönlich betrifft.
Das Machtstreben einzelner Interessen aber spaltet die Bevölkerung. Und das sind weniger die Politiker, jedenfalls hierzulande die meisten nicht. Es sind die Meinungsmacher, die dadurch ihre Interessen wahren und Profite vermehren. Und die meisten davon sitzen außerhalb Europas.
Wir alle, die wir hier im kleinen Kreise mitdiskutieren, sind ein kleines Beispiel davon, dem macht-geleiteten Männlichkeitsbild eine weitere Note zu verleihen. Wir sollten uns nicht hinter Mauern zurückziehen.