Autor Thema: Iss was Dir schmeckt  (Gelesen 129 mal)

Offline MAS

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Iss was Dir schmeckt
« am: Heute um 09:45 »
Gude zusammen!

Im "sooo-cool"-Thread sind wir auf vegetarische Fleischprodukte gekommen. Da fällt mir ein, dass ich neulich Plakate gesehen habe, auf denen zu lesen ist: "Iss was Dir schmeckt." Dazu gibt es auch eine Website: https://iss-was-dir-schmeckt.de/

Nachdem ich herausgefunden habe, wer dahinter steckt, habe ich den Betreibern diese E-Mail geschickt:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde neulich durch Plakate auf Ihre Website https://iss-was-dir-schmeckt.de/ aufmerksam gemacht und wollte wissen, von wem diese Seite stammt. Mein Verdacht wurde bestätigt: von der Fleischindustrie.

Ich erinnere mich an einen Besuch in einem Restaurant in der Pfalz, bei welchem ich mir das einzige Gericht aussuchte, bei dem auf der Speisekarte kein Fleisch erwähnt wurde. Es war ein Auflauf, der gut schmeckte, aber, obwohl nicht erwähnt, auch Speck enthielt. Ich beschwerte mich beim Kellner. Als der traurig guckte, meinte ich: „Aber geschmeckt hat es“, worauf sich sein Gesicht aufhellte und er meinte: „Das ist die Hauptsach!“

Ja, wenn man sämtliche andere Begründungen, nach denen man sich aussucht, was man isst, also gesundheitliche, ernährungswissenschaftliche, religiöse, ethische u.a. Gründe beiseiteschiebt, bleibt der Geschmack oder generell der Genuss als einzige Begründung übrig. Das nennt man dann Hedonismus.

Ich bin ja von klein auf als Fleischesser erzogen und erst als Erwachsener dazu gekommen, meinen Fleischkonsum drastisch zu reduzieren, aber eben nicht aus geschmacklichen Gründen. Würde mir Fleisch gar nicht schmecken – ich kenne Leute, bei denen das so ist – würde ich der Aufforderung zu essen, was mir schmeckt, in vielen deutschen Restaurants gar nicht nachkommen können, weil es einfach viel zu wenig fleischlose Hauptgerichte gibt. Insofern müsste Ihre Website sich also stark dafür machen, dass der Anteil fleischloser Hauptgerichte in Restaurants steigt, damit auch jeder findet, was ihm schmeckt. Dem ist aber nicht so. Denn eigentlich dient ihre Website ja der Fleischwerbung gegen die Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, lieber kein Fleisch essen. Die Anzahl der Vegetarier (inkl. Veganer) wächst ja allmählich oder eben derjenigen wie ich, die wenig Fleisch essen und dann am liebsten Wild, Bio-Fleisch und Fisch. Aber auch davon nur wenig, den Tieren, der Artenvielfalt, dem biologischen Gleichgewicht und der Gesundheit zu Liebe, also nicht aus geschmacklichen Gründen.

Eigentlich sollte Ihre Website heißen: iss-womit-wir-Geld-verdienen.de Und Sie verdienen Ihr Geld mit Fleischverkauf. Das wäre jedenfalls ehrlicher.   

Mit freundlichen Grüßen,
Michael A. Schmiedel"

Ich bin mal gespannt, ob ich eine Antwort bekomme. Und wenn ja, welche.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #1 am: Heute um 11:53 »
Nun, eine höchst investigative Feststellung, die Du der Fleischindustrie mitteilst!

Schau Dir die Werbung an, die Reiseziele bewirbt:
Fahr da hin, wo wir Geld verdienen.
Fliege mit X, weil wir Geld verdienen.

Also ganz uneigennützige Werbung gibt es höchst selten.

Selbst 'Brot für die Welt' verdient mit ihren karitativen Spendenaufrufen Geld. Wäre das nicht der Fall, wäre 'Brot für die Welt' eine rein ehrenamtliche Organisation.
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Offline MAS

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #2 am: Heute um 12:28 »
Das ist richtig, lieber Wolfgang,

Diese Website erscheint vordergründig aber nicht als Werbung, sondern als eine Art Friedensseite, die die Nichtfleischesser:nnen dazu bringen will, das Fleischessen nicht zu kritisieren, sondern tolerant zu sein. Denn über Geschmack solle man ja nicht streiten.

Und um das zu erreichen, stellt sie den Geschmack als alleiniges Kriterium der Nahrungswahl hin und verneint andere Motivationen. Konsequent zu Ede gedacht, dürfte man dann auch Menschenfleisch essen oder Fleisch von bedrohten Tierarten, solange es einem schmeckt.

Zugleich werden Fleischessende als besser dargestellt, z.B. wenn von einem "selbstbewussten Bekenntnis zur Generation Steak"  einer Tochter gegenüber der sich vegetarisch ernährenden Mutter gesprochen wird.

Die Seite tut also so, als sei der soziale Frieden ihr Hauptanliegen, aber in Wahrheit geht es um Werbung für Fleischkonsum und eine Minderbewertung von Motivationen, die nicht am Geschmack orientiert sind.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #3 am: Heute um 12:40 »
Natürlich versucht gute Werbung, Emotionen zu wecken...

Übrigens, ich hatte die Modebranche vergessen.

Deren Werbung will doch auch vermitteln:

"Zieh an, was ich verkaufe!"

Ich habe bewusst überall, wo es geht, die personalisierte Werbung zugelassen. Ich klicke am liebsten Modeanzeigen an. Vor allem, wenn ich einen interessant aussehenden Rock oder ein solches Kleid angezeigt bekomme, dann schaue ich mir das gerne mal ein bisschen näher an. Vielleicht gehe ich dann sogar auch mal gezielt in den betreffenden Laden und schaue es mir mal in natura, vielleicht sogar an mir dran an.

Mit personalisierter Werbung kriege ich eben überwiegend Werbung angezeigt, die Sachen mir zeigt, die mich interessieren. Und wenn mal kein Rock oder Kleid mir angezeigt wird, sondern ggf. Damenunterwäsche oder -bademode, was mich zum Kauf eigentlich nicht die Bohne interessiert, so schau ich mir eben die Menschen an, die darin stecken. Das finde ich ebenfalls einen reizenden Gewinn. Drum lasse ich personalisierte Werbung bewusst zu. Die merkt sich, was ich gerne sehe.  :)

Übrigens begegnete mir im Bereich Bekleidung auch folgende Plakat-Botschaft:

"Sei wer Du bist!" (grammatikalisch müsste da ja noch ein Komma rein, theoretisch)

Freilich geht es da auch um das Bekleidungsangebot des betreffenden Karnevals- und Partyausstatters.
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Offline MAS

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #4 am: Heute um 13:52 »
Ich glaube, lieber Wolfgang, ich habe nicht richtig erklärt, worum es mir geht.

Es geht mir darum, die Menschen dazu zu animieren, den Geschmack als alleiniges Kriterium der Nahrungswahl nehmen und Fragen des Ethik (Tierschutz, Mitweltschutz, Menschenschutz (Stichwort Tönjes), der Gesundheit oder der Religion völlig außen vor zu lassen. Mein Bruder meinte mal, als ich kein Fleisch essen wolle, das sei in Ordnung, es sei ja eine reine Geschmacksfrage. Nee, nach dem Geschmack würde ich viel mehr Fleisch essen als ich es tue. Dann könnte ich auch jeden Tag Fisch essen, der würde mir nicht über. Aber es gibt eben andere Gründe, warum ich es nicht tue.

Und wenn jemand sagt, er esse aus ethischen Gründen kein oder wenig Fleisch und sieht, dass sich viele andere um solche Fragen gar nicht scheren und dann ein Fleischerzeugerverbund dazu animieren will, sich nicht um solche Fragen zu kümmern, dann sieht dieser Nicht- oder Wenigfleischesser, dass seine Bemühungen, Tiere, Ökosysteme usw. zu schonen, keinen Erfolg haben, denn dazu bräuchte es viel mehr Menschen, die kein oder wenig Fleisch essen.

Aber wer solche Argumente bringt, wird dort als Konfliktschürer gebranntmarkt.

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Offline Skirtedman

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #5 am: Heute um 15:44 »
Naja, Du opponierst gegen deren Geschäftsmodell. Und zum Geschäftsmodell gehört auch, das am Laufen zu halten. Da baut das Marketing gerne auf Emotionen, die erweckt werden. Und dazu gehören markige Slogans. Und dass wir hier darüber reden, ist ein Zeichen davon, dass die Werbung ankommt. Alles richtig gemacht. Aber glaube nicht, dass man Dir huldigt, wenn Du mit dem Slogan etwas verbindest und Dir dabei etwas wünschst, was gegen das Geschäftziel arbeitet.
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Offline doppelrock

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #6 am: Heute um 18:43 »
Das ist eine ganz normale Werbeseite, mit der jemand ein ganz normales Geschäft betreiben will und auch Aufmachung oder Methoden sind alles andere als ungewöhnlich.
Wie sowas viele Leute anspricht, können wir von der Tabakindustrie lernen, etwa seit Philpp Morris Kraft und andere Marken gekauft hat.
Im Vordergrund solcher Kampagnen stehen immer hochverarbeitete nährstoffarme Produkte mit einer abhängig machenden Menge an Zucker, Fett und Salz, oft auch Geschmacksverstärker.
Sehr markantes Beispiel sind die "lunchables" in den USA, die durch ihre Geschenk-ähnliche Aufmachung, Spielzeugfunktion durch selber mischen und schichten noch ein Gefühl besonderer Wertschätzung vermitteln.
Gesundheitsmäßig eine absolute Katastrophe.

Das zeichnet leider auch die angeblich gesunden Fleisch-Ersatzprodukte aus. Aus meiner Sicht kann man die gelegentlich konsumieren, wenn man das Gefühl haben möchte, aber auf echtes Fleisch verzichten will. Dauerhaft sind sie aber der Gesundheit nicht zuträglich. Statt der Ersatzprodukte auf Tofu- oder Saitanbasis (oder Chemie wie Analogkäse) wäre es gesünder, gemüse und Obst zuzubereiten und mit frischen Kräutern abzuschmecken. Ein Hamburger mit Bratling aus Erbsen, Linsen, Bohnen, Zwiebeln ist zig-mal gesünder als so ein Chemie-Klotz aus dem Bioladen.

Beim Fleisch ist auch nicht das Fleisch an sich das Problem, sondern ebenfalls die Verarbeitung und die Menge. Wenn man gelegentlich gutes Fleisch von artgerecht aufgewachsenen Tieren isst, ist das für den Esser gesund. Problematisch sind Nitritpökelsalz, Millimeterfleisch und andere hochverarbeitete Produkte.

Religiöse und persönliche Gründe gegen Fleischessen betrachte ich ganz bewusst nicht an dieser Stelle, auch wenn sie ihre Berechtigung haben.

Mit meiner Ernährung aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, wenig aber gutem Fleisch oder Fisch  und selbstgebackenem Vollkornbrot scheine ich richtig zu liegen. Laborwerte und Gewicht im grünen Bereich, keine Schmerzen, keine chronischen Leiden, 30 Jahre nicht einmal ein Schnupfen spricht dafür, dass ich für mich den richtigen Weg gefunden habe. Ist zwar anstrengender als einfach konsumieren, das Ergebnis belohnt eindeutig mit einer Figur, die für individuelle Kleidung perfekt passt.

Deswegen würde ich mich auch garnicht über solche Werbung aufregen, sondern sie einfach kurz ansehen, lächeln, weg damit. Über empörte Zuschriften lachen sie eh nur, weil sie genau wissen, dass die Mehrheit drauf reinfällt.

Besser finde ich einfache Regeln, die meine Oma schon kannte:
Kaufe nichts, was im Rundfunk beworben wird. Es ist teuer und meist schlecht.
Gute Sachen brauchen keine Reklame.
Gutes Essen braucht meist nicht mehr als 5 Zutaten. Und die Zutaten SIND das Gericht. Also Kartoffeln, Tomaten, Pilze,...keine Chemikalien mit X und Y im Namen.

Wenn man sich wieder an ursprünglichen natürlichen Geschmack gewöhnt hat, statt an Suchtmittel Zucker-Fett-Salz,  findet man die überwürzten Kunstprodukte nur noch als eklig künstlich.

Alles, was man wissen muss, ist in Büchern und online verfügbar. Auch hier gilt: Wissen ist Holschuld

Offline MAS

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Antw:Iss was Dir schmeckt
« Antwort #7 am: Heute um 18:52 »
Ich opponiere gegen die Werte die dahinter stehen, nämlich dass man Geschmack höher bewertet als Ethik.

Übrigens bekam ich eine Antwort, die ich hier ohne Erlaubnis des Absenders nicht wörtlich zitieren will, aber zusammengefasst besagt die Antwort, dass die Motivation darin liege, dem zunehmend intoleranten Ton in Ernährungsdiskussionen einen Aufruf zur gegenseitigen Toleranz zwischen Fleischessern und Nichtfleischessern entgegen zu stellen. Er verlinkte auch auf ein Nationalgereicht für Deutschland, dass sie sich ausgedacht haben: https://initiative-fleisch.de/presse/pressemitteilungen/deutschland-hat-jetzt-ein-nationalgericht/
In dem Text dazu heißt es: "die Diskussion ist laut, der Ton oft moralisierend". Das ist das einzige Mal, sofern ich die Website gelesen habe, dass das Wort "moral[...]" auftaucht, wobei es etwas schlechtes zu sein scheint, wenn man seine Ernährung an einer Moral ausrichtet, statt nur nach dem Geschmack. 

Es geht mir also nicht nur um ein Geschäftsmodell, sondern um eine Wertefrage.

Ich werde da auch nochmal antworten, aber nicht sofort.

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« Antwort #8 am: Heute um 20:24 »
Da es mir auf der Seele brannte, habe ich doch schon geantwortet:

"Sehr geehrtes Kommunikationsteam Initiative Fleisch,

Toleranz im Sinne von Duldung von etwas, das man eigentlich lieber nicht hätte, ist im gesellschaftlichen Zusammenleben eine Grundtugend, ohne die es nicht geht.
Respekt im Sinne eines Berücksichtigens von Interessen anderer Menschen ist noch höher anzusiedeln.

Insofern toleriere ich auch Vielfleischessende.

Indes habe ich mit Ihrer Argumentationsweise ein Problem. Auf der verlinkten Seite mit dem Nationalgericht schreiben Sie, die Diskussion werde laut und manchmal moralisierend geführt. Haben Sie Wörter mit „moral…“ noch wo anders stehen? Ich fand sie nicht.  Jedenfalls werfen Sie anscheinen anderen Menschen vor, moralische Argumente zu verwenden, statt einfach tolerant zu sein. Moral oder Ethik scheint mir für Sie einen geringeren Stellenwert zu haben als Geschmack. Über Geschmack sollte man ja nicht streiten, aber über Moral oder Ethik zu streiten ist was anderes.

Ich selbst verzichte großenteils auf Fleisch, nicht, weil es mir nicht schmeckt, sondern weil ich Gewissensbisse habe. Der Fleischkonsum in der momentanen Höhe in unserer Gesellschaft kann, wenn ich das richtig sehe, mit nur artgerechter Haltung nicht bedient werden. Stimmt das? Nichtartgerechte Haltung widerspricht meiner Vorstellung von Tierwohl. Zudem kommt in der Massentierhaltung, dass ein solcher Betrieb die Tiernahrung nicht selbst produzieren und die Gülle nicht selbst im eigenen Betrieb verbrauchen kann. Also muss Tiernahrung zugekauft und Gülle anderswo entsorgt werden. Was bringt beides anderswo enorme ökologische Probleme mit sich. Diese Probleme könnten wir vermeiden, in dem wir direkt pflanzliche Nahrung für uns anbauen, statt damit unsere Nahrung zu füttern. Das wäre zudem viel energiesparsamer und damit klimafreundlicher. Das sind alles Überlegungen, die mit Geschmack nichts zu tun haben.

Einen hohen Fleischkonsum zu tolerieren, bedeutet, diese Probleme zu tolerieren.
Menschen, denen diese Probleme egal sind, solange es ihnen schmeckt, machen die Anstrengungen von Menschen zunichte, die durch verantwortungsvolle Ernährung versuchen, diese Probleme zu beseitigen. Ist da Respekt gegenüber Menschen, denen ihr Geschmack wichtiger ist als die Lösung der genannten Probleme wirklich die angemessene Forderung? Man kann diese Probleme wirklich nur durch gemeinsame Anstrengung lösen. Solange die Mehrheit der Menschen nicht mithilft, bringen die Versuche einer Minderheit nichts. Daher kommt es wohl, dass die Diskussion manchmal laut und moralisierend wird.

Meine Großnichte und ihr Freund machten neulich den Jagdschein, um sich das Fleisch, das sie essen wollen, selbst zu schießen und so unabhängig von der Fleischindustrie und der Massentierhaltung Fleisch essen zu können. Das ist für einige wenige ein gangbarer Weg, aber nicht für 80 Mio. Deutsche oder für 8 Mrd. Erdenbürger.

Ich bezeichne mich übrigens nicht als Flexitarier, denn es hat wenig mit Freude an Flexibilität zu tun, sondern eher an eine nicht ganz konsequente Durchführung meiner Überzeugungen gemäß dem Spruch: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“. Mir fehlt es einfach an asketischer Disziplin. Das hat aber auch den Vorteil, dass ich Schwächen anderer Menschen auch gut verstehen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael A. Schmiedel"

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