Autor Thema: Alltag, Feiern, Hochzeiten  (Gelesen 1148 mal)

Offline MAS

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Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Antwort #15 am: 01.07.2026 19:06 »
Ich denke, da ist was dran lieber Wolfgang, wenngleich Petra auch schon mal wahrnimmt, dass mir jemand nachguckt, was ich nicht wahrgenommen habe.

Zudem muss man aber auch bedenken, dass Auffallen per se ja nichts Negatives ist. Negativ auffallen ist negativ, aber positiv auffallen ist doch positiv, oder nicht? Und für das positive Auffallen braucht man doch kein dickes Fell, oder?
Man kann auch neutral auffallen, also schon auffallen, weil man anders ist als die Masse, aber dann als neutral bewertet werden. Um das auszuhalten braucht man auch kein dickes Fell.

Kontraproduktiv ist es m:E., wenn ich anderen unterstelle, mich negativ zu beurteilen wenn sie mich im Rock sehen. Aber warum sollte das tun? Vielleicht weil ich ihnen keinen weiten Horizont zubillige? Aber wenn ich sie für so engstirnig halte, mich negativ zu bewerten, bewerte ich sie dann nicht meinerseits auch negativ? Und ist es nicht so, dass ich negativ auf Menschen wirke, wenn ich sie a priori negativ bewerte? Und strahlt dann dieses Negativ-auf-andere-Wirken nicht auch wiederum negativ auf meine Erscheinung und Wirkung auf andere zurück? Und wenn das so ist: Will ich das? Nee, will ich nicht. Also mute ich den Menschen lieber zu, fähig zu sein, den Anblick eines rocktragenden Mannes sinnvoll in ihre Weltbilder zu integrieren. Dann spreche ich ihnen Kompetenzen zu. Das wiederum wirkt positiv auf sie. Und das strahlt dann auf mich zurück und auf ihre Meinungen über mich. 

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Antwort #16 am: Heute um 13:01 »
Ja, Micha, Du hast schon recht!
Auch, wenn sich Deine Gedanken ziemlich schräg lesen. Wenn man mal aber aufmerksam mitdenkt beim Lesen Deiner Worte, dann trifft das voll zu.

Ich bin mir sicher, dass die meisten Frauen, die dich für deinen Mut und deine Röcke feiern, es aber beim eigenen Partner nicht so toll finden würden. Wie du schon schreibst, würde man nicht selten hören, „dir steht das ja super, aber für meinen Robert wäre das nichts“.
Und schon ist der liebe Ehemann wieder ausgebremst.

LG Peter

Ganz genau, Peter.

Und dabei müsste der Mann einfach mal die Kraft aufbringen, auch Entscheidungen gegen den Willen seiner Frau zu treffen. Woanders sind Männer darin doch auch mutig? Wie oft treffen Männer eine Kaufentscheidung, obwohl ihre Frau das nicht gut findet? Beim Auto kommt das sicherlich sehr häufig vor. Diese Kraft, diesen Mut müssten Männer einfach mal ebenso aufbringen bei der Wahl ihrer Kleidung.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Antwort #17 am: Heute um 13:22 »
Alltag, Feiern, Hochzeiten...

Ja, man versucht schon, oft sich auch ein wenig dem Anlass entsprechend anzupassen.
Im Sommer z.B. ist bei mir großes Thema, das nicht nur dem Anlass, sondern auch der Witterung anzupassen.

Zu meinen längeren Ausführungen zu Peters Fragen (da und da) möchte ich noch etwas hinzufügen:

Dort zählte ich zu "meinem Bekanntenkreis" (Wortwahl von Peter) auch Freunde und Verwandte.

Ich habe lange Zeit versucht, möglichst diese Kreise voneinander fernzuhalten.

Da hatte ich hier und dort meine Bekanntenkreise.
Da zwei, drei, vier Freundeskreise.
Und dann noch meine Verwandtschaft.

Und je nachdem, in welchem dieser Kreise ich mich bewegt habe, habe ich mich tendenziell auch schon unterschiedlich gekleidet.

Gerade, was die Verwandtschaft angeht oder bestimmte Freundeskreise, habe ich versucht, mich "konservativer" zu kleiden. In anderen bestimmten Freundeskreisen durfte es etwas "gewagter" sein. Und in den meisten Bekanntenkreisen durfte es dann durchaus auch "experimenteller" werden bis hin zu sehr experimentell.

Wobei "konservativ" und "experimentell" jetzt am ehesten in den Sprachgebrauch des Forums zu übersetzen wäre mit "männlich" und "feminin".

Ja, lange Zeit konnte ich das so handhaben. Nicht zuletzt eben, weil ich versuchte, diese verschiedenen Kreise strikt auseinanderzuhalten - voneinander fernzuhalten.

Mit zunehmender Zeit ist es mir aber schlicht nicht mehr möglich, diese Kreise räumlich wie zeitlich usw. zu trennen. Diese Kreise verwischen sich zusehends. Da hatte ich einen "experimentellen" Bekanntenkreis außerhalb meiner Stadt auf der einen Seite, und einen anderen "experimentellen" Freundes-/Bekanntenkreis weit jenseits meiner Stadt auf der anderen Seite der Stadt. Auf einmal ergab es sich, dass diese Kreise, obwohl räumlich gut 40 km voneinander getrennt (und dazwischen noch der Rhein), mehrfach Verbindungen zueinander und zu anderen Kreisen von mir haben - nur als Beispiel.

Inzwischen laufen auch meine Geschwister mir immer häufiger über den Weg, vor allem das eine. Inzwischen haben sich Freunde von mir mit ihr schon vernetzt. Ein eher "konservativ" ausgerichteter Freundeskreis, obwohl überwiegend 30 km von mir verortet, überschneidet sich mit Bekanntschaften und Verwandtschaften inzwischen auch mit meinen "experimentelleren" Freundeskreisen.

Es macht schlichtweg keinen Sinn mehr, wegen Gruppe X von Menschen sich zurückhaltender zu geben als mit Gruppe Y von Menschen. Diese frühere Trennung, die ich willentlich versucht hatte, aufrecht zu erhalten, bot mir damals gewisse Schutzräume, in denen ich mich frei, ungehindert, also "experimentell" entwickeln konnte. Diese Schutzräume sind zerbröselt.

Jetzt brauche ich mich nicht mehr, oder kaum, darum scheren, mit welcher Gruppe ich nun zu tun habe. Im Grunde kann ich jetzt in jeder Situation ziemlich frei entscheiden, was ich tragen möchte - einmal vor die Tür getreten, spricht sich es ja sowieso irgendwie rum - überspitzt gesagt.

Ja, eigentlich ist dieser Zustand der wirkliche Grad von Freiheit. Sich nicht mehr zurückzuhalten, nur weil es irgendjemandem nicht gefallen könnte. Mein selbstbestimmtes Kleidungsverhalten ist somit wirklich im wahren Alltag angekommen!!!
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Offline Peter58Muc

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« Antwort #18 am: Heute um 14:02 »
Hallo Wolfgang, mich würde jetzt schon noch interessieren, wie deine Schwester auf das Kleid reagiert hat.


Offline Skirtedman

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Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Antwort #19 am: Heute um 15:57 »
Ah, Du meinst, was ich in einem anderen Forumsteil geschrieben habe:

Aber ohne den Katalysator Hitze würde ich dieses Kleid so nicht bei 22 Grad tragen!

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Dann lief ich ausgerechnet noch so meiner Schwester in die Arme. Hätte ich diese Begegnung geahnt, ich hätte dieses Kleid dann doch nicht angezogen...

(Für alle noch-nicht-Vollmitglieder: dieses Zitat ist nur ein kleiner Ausschnitt des zitierten Beitrags. Dort schreibe und zeige ich auch noch mehr, was es mit diesem Kleid auf sich hat.)

Nun, sie saß da im Terrassenbereich einer Gaststätte. Ich hatte sie im Vorbeigehen nur zufällig gesehen und musste noch ein paar Schritte zu ihr rüber machen.

Wie sie reagiert hat? Normal. Ich habe auch nicht wahrgenommen, dass sie ungläubig oder verwundert an mir hoch- und runter geguckt hätte. Es scheint ihr also nicht "peinlich" gewesen zu sein, was in früheren Jahren sehr viel mehr der Fall gewesen ist. Dem mir nicht geläufige Mann, der bei ihr saß, mag das vielleicht anders gewesen sein. Denn er nutzte unsere Worte, um mal kurz die Toilette aufzusuchen. Das hatte er aber wohl schon zuvor angekündigt. Er kam jedenfalls wieder. Aber bezahlt hatten sie schon und wir alle hatten es aus dem gleichen Grund eilig, denn wir wollten alle zur gleichen Uhrzeit jeweils zuhause sein.

Aber wie gesagt: keine Anzeichen von Überraschung oder etwas, was nicht auch sonstigen normalen Zusammentreffen entsprechen würde. Hinterher, als wir auseinandergingen, wurde mir erst richtig bewusst, dass ich nun ausgerechnet in diesem Kleid ihr begegnet bin. Vielleicht besser so. Wäre mir das schon vorher eingefallen, hätte ich mich vielleicht zurückhaltend verhalten und dann wäre die Begegnung vielleicht genau deshalb nicht normal gewesen... Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
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Offline cephalus

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Antw:Alltag, Feiern, Hochzeiten
« Antwort #20 am: Heute um 16:18 »
Das Abstimmen der Kleidung auf den Personenkreis ist/war schon ein Thema, aber an mehr oder weniger feminin habe ich es nie festgemacht.
Mehr daran, wie gewohnt, mir die Kleidung war und wie selbstsicher ich jeweils darin war.

Abgesehen davon könnte ich jetzt auch nicht sagen, was femininer ist - wer will kann ja mal gerne meine Bilder durchsehen und die Femininität des Gezeigten beurteilen - das fände ich hoch spannend und interresant.
Praktisch jeder weiß, dass ich Röcke trage, von ein paar neuen Menschen und einigen im Berufsumfeld mal abgesehen.

Trotzdem gibt es ein paar die ich damit nicht belästigen will - nicht mal wegen ihnen, dondern weil ich mich nicht wohlfühlen würde mit Rock in deren Gegenwart.


 

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