Vor ein paar Tagen war ich mit meinem jüngeren Sohn auf dem Tollwood in München.
In der Warteschllange an einem Crepe Stand kamen wir zufällig neben drei Kolleginen von mir zu stehen, und wir unterhielten uns etwas. Ich habe ihnen meinen Sohn vorgestellt, der zwar langhaarig aber jungstypisch gekleidet war, während ich einen knöchellangen nicht unauffälligen Rock trug und einen halb transparenten Strickpullover dazu. Garniert mit silbernen Armreifen und auffälligen Ohrringen - egal, Tollwood

Heute traf ich zwei der Kolleginen wieder in der Arbeit und wir hatten einen kleinen Plausch.
Ja, meine Tochter wäre ja total hübsch und süß, und warum ich die tollen Ohrringe nicht trüge, die waren perfekt zu den Armreifen.
Ich konnte ausnahmsweise nicht umhin, mal bzgl. meines Rocks nachzufragen - habe ich bisher noch nie gemacht, hat mich aber bei einer dieser Kollegin doch sehr interessiert.
"Ach stimmt, du hattest einen Rock an, ja cool, der war schön, aber der Schmuck..."
Ich frage mich immer mal wieder, warum ich mir Jahrzehnte lang Gedanken um Röck u.ä. gemacht habe, und mir immer noch gelegentlich mache.
Den Leuten da draussen ist es sowas von egal, sie bemerken es kaum was jemand trägt, wenn sie nicht persönlich ein Detail anspricht, bleibt nichtmal das kommunizierte Geschlecht im Kopf.
Und das, bei Menschen die man kennt und mit denen ich regelmäßig zu tun habe.
Rechene ich jetzt die Relevanz für komplett Fremde hoch ...
