Autor Thema: Vom antiken Rom bis heute: Röcke in der Männerbekleidung  (Gelesen 194 mal)

Online just_me

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Damit beschäftigt sich der BR unter https://www.br.de/nachrichten/kultur/hitzetaugliche-mode-warum-tragen-maenner-keine-roecke,VQ62jvg#comments

Interessant sind auch die Kommentare mit Antworten.

VG,

just_me
Die einzig relevante Einteilung der Postmoderne lautet: Witzig oder nicht witzig!


Offline Skirtedman

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Beitrag noch nicht gehört. Text dazu auch noch nicht gelesen. Nur in die Kommentare reingeschnuppert.

Auffallend ist, dass es eine gewisse Tendenz von den männlich erscheinenden Kommentatoren gibt, Rock am Mann heutzutage eher gut zu finden als abzulehnen.

Von den zahlenmässig eher selteneren Frauen in diesen Kommentaren scheint sich nicht ganz so ein liberales Stimmungsbild abzuzeichnen, meiner Wahrnehmung nach. Sehr viel wurde auch vom Thema abgewichen und über "Socken in Sandalen" und andere Modestile die Nase gerümpft, zum Beispiel mit der Pauschalkeule "schlecht gekleidet" geschwungen.

Ein Kommentar einer Dame stach mir irgendwie besonders hervor, den ich hier gerne zitieren möchte:

Zitat
Ich beneide die Männer um ihre seriöse, zeitlose Garderobe, ohne Modefirlefanz. Die finden - noch - immer passende Kleidung, während Frauen mit Modevorschriften terrorisiert werden. Jetzt soll es den Männern auch so gehen? Es gibt bereits weite, luftige Leinen- oder Baumwollshorts, die wir Röcke sind. Während Frauen Hosenanzüge tragen, sollen Männer jetzt in Kleider und Röcke? Ein neuer Gag der Modeindustrie. Haben wir keine anderen Sorgen?

Eine ziemlich interessante Sichtweise, dass Frauen mit Modevorschriften terrorisiert werden. Mag sein, dass man sich in so eine Sichtweise hineinbegeben kann, wenn man ausgeprägt Modezeitschriften studiert, die dann Stil X oder Y propagieren. Dies als Vorschriften zu werten, und dann auch noch als 'Terror' zu empfinden, ist nach meinem Empfinden nicht vergleichbar mit der Situation von Männern, wo der durchschnittliche Mann ja von der Hosenvorschrift terrorisiert wird, um mal im gleichen Sprachgebrauch zu bleiben. Ich finde das allgemeine "Hosendiktat" als wesentlich einschneidender als irgendwelche neuen Modeströmungen in einer Kleidungsvielfalt für Frauen, die eigentlich kaum Grenzen kennt.

Aber das Abtun mit "Haben wir keine anderen Sorgen?" à la "Klappe halten, Männer bleiben bei Hosen, basta!" ist bei manchen Frauen - meist gehobenes Mittelalter, Rente bald gesichert - recht typisch, die aber selbst meist in Hosen rumlaufen und es für sie das selbstverständlichste ist, alle Auswahl zu haben und auch Hosen, und Hosen eben die angehimmeltste praktischste Errungenschaft der Menschheit bedeutet.

Aber natürlich sind das ja alles Einzelmeinungen. Und einer der Herren ereiferte sich mit Rückantworten ziemlich, wo er sich um das Verständnis für den Rockwunsch der Männer einsetzte oder auch andere, in enger Stirn recht eingeschränkte Kommentare mit Hinweisen um mehr Weitsicht beantwortete. Dieser Eifer hat mich dann doch recht beeindruckt. Und ja, unter Männern gibt es allmählich immer mehr, die zu dieser Weitsicht fähig sind.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline doppelrock

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Hallo Skirtedman,

den Satz mit dem "Terror" finde ich auch interessant. Wer zwingt die Dame denn, sich terrorisieren zu lassen? Niemand.
Vorstellen könnte ich mir höchstens, wenn man in einer Gruppe lebt, wo Konsum vor Wahrhaftigkeit geht, also, wo das Auswendiglernen der Vorabendserie, des Netflix-Films oder eben das Nachkaufen beworbener Styles im Mittelpunkt steht. Das sind dann aber auch Leute, die für 1600€ einen Thermomix kaufen, damit sie glauben, sie "gehören dazu" und könnten sogar kochen.
In meinem Umfeld gibt es eher Männer und Frauen mit eigenem Stil, denen die beworbenen Trends relativ egal sind. Ein paar der oben beschriebenen Personen gibt es in der Firma.

Ansonsten höre ich aus dem Bericht nichts Neues heraus, im Grunde alles bereits mehrfach gehört.

Große Defizite sehe ich auf Seite der Männer bei Körperbewusstsein und Körperpflege. Gesunder, schlanker Körper mit aufrechter Haltung, gepflegte Füße und Hände eher Mangelware. Da gibt es noch viel Potential, bevor Kosmetik oder bunte Kleidung Einzug halten.

Gruß
doppelrock


Offline cephalus

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. Da gibt es noch viel Potential, bevor Kosmetik oder bunte Kleidung Einzug halten.

Genau an dieser Stelle habe ich Frauen oft jammern gehört:
Weniger durch Erwartungen an die Kleidung, als an Makeup, Frisur, Nägel usw. fühlen sie sich gegängelt.
Eine sagte mal zu mir, ich hätte es gut, um im gesellschaftlich akzeptierten Rahmen zu sein reicht "sauber", sie würde ohne Makeup gleich Kommentare wie "aus dem Bett gefallen?" erhalten.


 

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