Autor Thema: Der Schattenwolf  (Gelesen 1960 mal)

Offline Skirtedman

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #60 am: Heute um 12:19 »
Du schreibst es doch selber, dass Männer ein psychischen Knacks haben müssen, wenn sie keine Röcke tragen. Du unterstellst doch jedem mit so einem Text das er eine beschränkte Psyche hat, Macke hat wenn er nicht deiner Sichtweise folgt.
Wenn das kein Dogma ist was dann?
Offensichtlich kannst du dir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt oder Männer gibt, die mit dem Thema Mode , Röcke und so weiter nichts anfangen können.

Ich werde das jetzt nicht weiterverfolgen.
Ist mir zu blöd das Thema. Schon seit langem. Das klaut mir nur meine Zeit.

Ich bin mit Dir einer Meinung: Das klaut Zeit!

Ich stimme auch mit Dir darin überein, dass es Männer gibt, die von Grund auf zufrieden sind mit ihrer Hose und kein Interesse an was anderem haben. Das respektiere ich, vor allem wenn sie ihr Hosentragen bereits einmal hinterfragt haben und nicht aus einem gesellschaftlichen Zwang heraus sich für die Hose entschieden haben.

Doch da sind wir an einem nicht ganz unbedeutenden Punkt, der auch zu der Existenz dieses Forums geführt hat.

Ich wage mal das Bild eines Gleichnisses:

Stell Dir vor, vor längerer Zeit, sagen wir vor 10, 15 Generationen oder länger, hätten sich die Männer entschieden, nur noch Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln zu essen. Während es für Frauen unschicklich sei, genau das zu essen, drum hätten Frauen begonnen, nur noch anderes Gemüse, Fisch und Süßspeisen, besonders Torten zu essen, was wiederum alles für Männer fortan als unschicklich galt.

Viele Generationen später fangen auf einmal die Frauen an zu sagen: "Wir wollen auch Brot, Wurst, Fleisch usw. essen!" Die Empörung der Männer blieb nicht aus: "Wie könnt Ihr nur!?" Und doch fangen immer mehr Frauen an, genau diese Dinge zu essen. Und irgendwann gewöhnen sich die Männer daran, sie empören sich nicht mehr und irgendwann, spätestens ein, zwei Generationen später hinterfragt kaum noch ein Mann, warum eigentlich Frauen alles essen.

So hat sich das eben eingelebt. Und nach weiteren zwei, drei Generationen essen die Männer immer noch Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln und sind zufrieden damit. Sie essen noch immer kein anderes Gemüse, keinen Fisch, keine Süßspeisen, natürlich auch keine Torten. Weil das für Männer eben unschicklich ist.

Als stiller, umparteiischer Beobachter aus einer anderen Kultur - oder aus dem Weltraum - müsste das einem sehr seltsam vorkommen. Ja, genau genommen könnte das einem auch ziemlich lächerlich vorkommen. Was treibt Männer dazu, sich nur so einseitig zu erfreuen?
Und wenn man dann die Männer befragt, sagen die meisten: "Ich mach das nicht, ich bin doch keine Frau!", oder: "Ich bin doch nicht blöd." Ein paar andere Männer aber sagen dann: "Ich würde ja auch eigentlich gerne mal einen frischen Salat essen. Aber meine Frau wird sich dann von mir trennen." Oder: "Meine Familie enterbt mich." Oder: "Ich verliere meinen Arbeitsplatz."

--

Mit diesem kleinen Gleichnis möchte ich zeigen, dass die Entscheidung, etwas zu tun oder zu lassen, bei weitem nicht aus dem eigenen inneren freien Willen heraus erfolgt, sondern dass gewisse Ängste bestehen, aus alten Traditionen auszubrechen.

Timper, schön dass Du das Wort "beschränkt" verwendet hast  ;) ;) ;)
Dennoch hat mein sicherlich schwer zu verdauender, scharf formulierter Spruch nicht behauptet, die Psyche der Männer sei "beschränkt". Ich behaupte, die Psyche der Männer sei beeinflusst. Und zwar von den Vorgaben, was schicklich für einen Mann sei und was nicht. Und sich darüber hinwegzusetzen scheint wohl extrem schwierig zu sein, siehe die Berichte hier in diesem Forum und siehe überhaupt die Existenz dieses Forum als Hinweis dafür.

Da müssen also die Ängste wirklich sehr tief in uns allen drin stecken, weil unsere Erziehung (unsere Eltern haben das bestimmt mit bestem Gewissen und bester Fürsorge getan) und die Gesellschaft alle um uns herum so geprägt haben, dass viele, die das gerne ändern würden, auf größte Hemmungen und sogar auch auf Widerstände stoßen. Widerstände, die diese Ängste bestärken.

Nicht jeder Mann, der sein Leben lang in Hosen herum läuft, tut das aus seiner eigensten freien Entscheidung.

Zu diesem Fußtext bin ich gekommen, weil es zu diesem Zeitpunkt sehr konzentriert einige Berichte hier im Forum gab, die von Ängsten und Widerständen berichtet haben. Und weil ich schon seit 30 Jahren in Foren, aber seit den frühen 80er Jahren auf Hoffnungen gestoßen bin, dass sich an dieser engen Kleidungserwartung an den Mann etwas ändert, bzw. die Männer nach mittlerweile rund 100 Jahren mal selbst auf die Idee kommen, es den Frauen gleichzutun und nicht auf ihre Markierung der Männlichkeit beharren, die ja keine mehr ist, weil Frauen sie genauso benutzen. Und meine Beobachtung, dass die Männer im Generellen wohl in dieser Erwartungsfalle festsitzen führt mich dazu, diese scharf formulierten Worte zu verwenden, um das Dilemma als kleinen Denkanstoß zu schildern. Ein Denkanstoß für die, die festgestellt haben, dass sie eben in dieser Falle sitzen, und denen es nicht völlig egal ist, dass diese Erwartungen der Gesellschaft ihnen im Wege stehen.

Es ist eben auffällig, dass die Männer bei ihrem "Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln" bleiben. Und von außen betrachtet, stellt diese Situation sich so dar, wie ich sie scharfkantig formuliert habe.

Und früheste kindliche Prägungen sitzen eben mal ziemlich tief. Vor allem, wenn diese immerzu bestätigt werden.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #61 am: Heute um 13:28 »
Nachdem ich nun in meinen Augen ausreichend auf wie auch immer geartete Missverständnisse reagiert habe, würde ich gerne diese Einzelfragen für diesen Thread abschließen. Ich bitte, Schattenwolf, nochmals, mir nachzusehen, dass mir das an dieser Stelle in Deinem Begrüßungsthread noch einmal wichtig war, näher darzulegen.

Es hatte auch schon mal Vorstellungsrunden gegeben, wo einzelne Foristen so über sich hergefallen sind, dass die Forumsleitung sich gezwungen sah, diesen Thread für eine weitere Beteiligung zu schließen. Das finde ich dann für das Neumitglied immer sehr schade.

Gerne möchte ich noch auf einen Aspekt eingehen, der mir noch irgendwie unter den Nägeln brennt.

Zunächst möchte ich noch mal darauf eingehen, dass ich durchaus nachvollziehen kann, wenn Männer mit meinem Erscheinungsbild Probleme haben. Diese spiegeln sich zwar draussen in der Gesellschaft mir nicht wieder, aber hier sind wir ja etwas näher beisammen, da darf und soll das ja auch durchaus zu Sprache kommen.

Eine Feinheit haben wir bisher noch nicht zur Begrüßung angesprochen, drum möchte ich das jetzt hier wahrnehmen:

Vielen Dank für die weiteren Willkommensgrüße!

Und es geht hier im Forum tatsächlich darum, sich vom ewigen Hosentragen zu befreien.

Mir geht es gar nicht darum, mich von einem Hosentragen zu befreien. Ich bin da gar nicht so politisch unterwegs. Der Kilt ist einfach für besondere Anlässe reserviert, so wie meine anderen Trachten. Im Alltag reicht mir der elegante Herrenanzug. Ich bin da eher der galante Gentleman.

Ich finde es fast schon interessant, dass der elegante Herrenanzug zu Deiner Alltagskleidung gehört. Das ist ja ziemlich "aus der Mode" gekommen, wertneutral gemeint. Das sieht man nur noch selten auf der Straße, außer in Mittagspausen oder zu Stoßzeiten auf dem Weg zu/von der Arbeit. In der Freizeit sieht man das kaum noch.

Als Gentleman sehe ich mich nur noch in Beziehung auf mein Verhalten manchmal und meine Höflichkeit. Auch bisweilen mal mehr, mal weniger. Mein persönlicher Gentleman-Begriff diesbezüglich hat etwas Risse bekommen, weil eine meiner Ex damit das "in den Mantel hineinhelfen", "Türe aufhalten" verband (sehe ich auch so), aber auch das bedingungslose Freihalten. Sonst berief sie sich auch auf alle Gleichberechtigungsformen, und sah sich sofort als Frau unterdrückt, wenn man mal eine ihrer Ideen nicht sofort mit "toll" quittiert hat. Aber sich selbst mal mit einer ausgegebenen Runde Getränke erkenntlich zu zeigen oder für teure Reisen und ausgedehnte Kutschierfahrten sich finanziell zu beteiligen (oder dafür ein Essen auszugeben oder so), Fehlanzeige, denn: das gehört zu einem "Gentleman". Ich hätte damit sicherlich nicht ein Problem, wenn ich ein hochwohlgeborener Graf von und zu wäre, diese Chance aber blieb mir leider vergönnt, und finanziell hatte sie mehr zur Verfügung als ich. Drum litt bei mir dieser Gentleman-Begriff leider. Das tut aber hier nichts zur Sache.

Gestatte mir, wenn ich mich hier noch ein bisschen "entblöße" und kurz plaudere. Denn es dürfte fast genau auf den Tag (plusminus drei Wochen) 40 Jahre her sein, dass ich mich entschied, eher einen lässigen Typus darzustellen.
Dass es in diesem saisonalen Zeitraum liegt, kann ich mich anhand persönlicher Umstände erinnern. Dass es genau nun 40 Jahre her ist, liegt an anderen Ereignissen, die derzeit noch in den Geschichtsbüchern stehen.
Anlass, mich eher lässig zu geben, waren eigentlich körperliche Umstände. Ich bringe es auf den Punkt:
Ich habe festgestellt, dass ein Kamm meinem Haar kein Plus an Schönheit bietet, im Gegenteil. Grund dafür sind und waren damals schon meine hohen Geheimratsecken, sowie meine dünnen Haare.
Seit genau 40 Jahren nun habe ich keinen Kamm mehr benutzt. Meine Finger tun das seitdem.
Letztlich bedingt das auch - vielleicht noch ein paar andere Faktoren - dass ich mich auch eher in lässigem Stil nun zuhause fühle. Ich weiß, es gibt andere Konzepte, sich zu gestalten, aber genau deshalb möchte ich an dieser Stelle Dich für Deinen Stil bewundern.

Zwar habe ich noch nichts von Dir gesehen, aber ich kann mir vorstellen, dass Du da einen gesteigerten Wert aufs Erscheinungsbild legst, und das ist unter den Männern ja doch schon sehr selten geworden.

Ich erinnere mich - ich habe es jetzt nicht recherchiert -, dass sich relativ neulich oder innerhalb der letzten zwölf Monate jemand hier vorgestellt hat, der sich mit einem oder mehreren Bildern auch sehr edel und elegant gezeigt hat. Und das auch mit einem Bildhintergrund, der mich an englische Schlösser erinnert hat.

Ich glaube, ich lobte ihn für seinen treffsicheren Stil und ich verglich ihn auch mit der Bezeichnung "Gentleman".

Leider haben wir schon lange nichts mehr von ihm lesen dürfen. Vielleicht liest er ja noch gelegentlich mit.

Meine Hoffnung wäre, dass Deine Beteiligung hier im Forum eventuell den betreffenden Herrn auch wieder zur Teilnahme reizen könnte. Auch darum freue ich mich auf Deine Inputs hier im Forum zu unseren Themen!

--

Ich möchte Dir noch zwei Fotos von mir zeigen, damit Du Dir ggf. ein umfassenderes Bild von mir machen kannst, wie ich gelegentlich auch noch so rumlaufe:
https://up.picr.de/50909198cm.jpg
https://up.picr.de/50615021az.jpg
Ich erwarte keine Kommentierung. Kannst Du aber gerne, falls Du möchtest.

Und Danke für Deine Aufmerksamkeit!

Gruß
Wolfgang
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #62 am: Heute um 13:44 »
Sorry, wenn ich da noch mal kurz drauf eingehe...

außer, dass Timper doch geantwortet hat. Das ist Dir aber bislang vielleicht entgangen, da seine Beiträge ja immer erst mit Verzögerung freigeschaltet werden,

Ja, danke, ich habe seinen Beitrag eben entdeckt. Aber es stimmt ja überhaupt nicht, dass Du Männern, die keine Röcke tragen, einen psychischen Knacks unterstellst. Etwas psychologisch zu begründen, hat doch nichts mit "Knacks" zu tun. Wenn man etwas physiologisch begründet, sagt man ja auch nicht, dass jemand körperlich krank sei.

LG, Micha

Naja, #psychologisch/psychisch doch. Ich rede ja vom 'im Hirn sitzen', und das hat schon etwas mit der Psyche zu tun. Meinen Spruch auf die Psyche zu beziehen, damit hat Timper schon recht. Aber dazu habe ich ja inzwischen schon noch was geschrieben...  ;)
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Offline Schattenwolf

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #63 am: Heute um 15:07 »
Hallo Schattenwolf

Herzlich Willkommen im Forum  :)

Anscheinend hast Du Dein Lager hier schon gefunden  ;)
Nach einigen Jahren im Forum meine ich zu wissen, wie die Leute hier ticken und misch mich gar nicht mehr groß ein. Wozu auch?
Aber es sind alles prima Leute hier. Auch Micha MAS  und Wolfgang Skirtedman, die ich auch von verschiedenen Forentreffen kenne.
Nur für seitenlange Diskussionen zu immer ähnlichen Themen fehlt mir Zeit und Lust. Und ich muss auch nicht alles hier verstehen ;)
Ich geh raus in Rock oder Kleid und mach mein eigenes Ding. Egal was andere labern.

Viel Spaß weiterhin

Grüße aus BaWü
Jürgen

Vielen Dank für die nette Begrüßung, JJSW.

Ein Lager habe ich mir eigentlich nicht ausgesucht. Mir kommt es eher so vor, dass ich von manchen direkt in eins zugeordnet wurde.

Deine gelassene Einstellung gefällt mir. Du hast deinen Königsweg gefunden. Mal sehen, wie ich das in Zukunft handhaben werde.

Wölfische Grüße
Der Schattenwolf


Offline Schattenwolf

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #64 am: Heute um 15:10 »
Ich finde es verdächtig: Da kommt jemand neu herein, verbündet sich sofort mit den enfants terribles des Forum, lässt sich von denen ihren Frust auftischen, darunter unwahre Behauptungen, und meint, die Leser sollten selbst entscheiden. Aber welche Leser? Die, die seit Jahrzehnten das Forum kennen und mitgestalten oder die, die keine Ahnung haben, weil sie noch nicht lang genug dabei sind?
Zugleich behauptet er, nicht politisch unterwegs zu sein und verbündet sich mit dem, der von Anfang an nichts anderes als Politik im Sinn hat, und zwar sog. querdenkerische.

Schattenwolf: Was suchst Du hier bei rockmode.de? Was hat Dich hergetrieben?
Sei herzlich willkommen, wenn Du Dich respektvoll einbringen willst. Das dazu nötige Vertrauen bringst Du entweder mit oder erarbeitest Du Dir. Wenn es damit nicht klappt. was dann? Hier Menschen etwas unterstellen, das nicht zutrifft?

Wie betreibst Du interreligiösen Dialog?

LG, Micha

Ziemlich fragwürdiges Demokratieverständnis.  ???

Offline high4all

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #65 am: Heute um 15:12 »
Der Begriff "Gentleman" hat mich so den folgenden, eventuell provozierenden Aussagen gebracht:

"Einen Gentleman erkennt man nicht an seinem Anzug, sondern an seiner Haltung und an seinem Verhalten."

"Ein Gentleman kann man in Hose, Rock oder Kleid sein."

Schönes Wochenende allerseits.
Hajo
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine


 

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