Du schreibst es doch selber, dass Männer ein psychischen Knacks haben müssen, wenn sie keine Röcke tragen. Du unterstellst doch jedem mit so einem Text das er eine beschränkte Psyche hat, Macke hat wenn er nicht deiner Sichtweise folgt.
Wenn das kein Dogma ist was dann?
Offensichtlich kannst du dir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt oder Männer gibt, die mit dem Thema Mode , Röcke und so weiter nichts anfangen können.
Ich werde das jetzt nicht weiterverfolgen.
Ist mir zu blöd das Thema. Schon seit langem. Das klaut mir nur meine Zeit.
Ich bin mit Dir einer Meinung: Das klaut Zeit!
Ich stimme auch mit Dir darin überein, dass es Männer gibt, die von Grund auf zufrieden sind mit ihrer Hose und kein Interesse an was anderem haben. Das respektiere ich, vor allem wenn sie ihr Hosentragen bereits einmal hinterfragt haben und nicht aus einem gesellschaftlichen Zwang heraus sich für die Hose entschieden haben.
Doch da sind wir an einem nicht ganz unbedeutenden Punkt, der auch zu der Existenz dieses Forums geführt hat.
Ich wage mal das Bild eines Gleichnisses:
Stell Dir vor, vor längerer Zeit, sagen wir vor 10, 15 Generationen oder länger, hätten sich die Männer entschieden, nur noch Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln zu essen. Während es für Frauen unschicklich sei, genau das zu essen, drum hätten Frauen begonnen, nur noch anderes Gemüse, Fisch und Süßspeisen, besonders Torten zu essen, was wiederum alles für Männer fortan als unschicklich galt.
Viele Generationen später fangen auf einmal die Frauen an zu sagen: "Wir wollen auch Brot, Wurst, Fleisch usw. essen!" Die Empörung der Männer blieb nicht aus: "Wie könnt Ihr nur!?" Und doch fangen immer mehr Frauen an, genau diese Dinge zu essen. Und irgendwann gewöhnen sich die Männer daran, sie empören sich nicht mehr und irgendwann, spätestens ein, zwei Generationen später hinterfragt kaum noch ein Mann, warum eigentlich Frauen alles essen.
So hat sich das eben eingelebt. Und nach weiteren zwei, drei Generationen essen die Männer immer noch Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln und sind zufrieden damit. Sie essen noch immer kein anderes Gemüse, keinen Fisch, keine Süßspeisen, natürlich auch keine Torten. Weil das für Männer eben unschicklich ist.
Als stiller, umparteiischer Beobachter aus einer anderen Kultur - oder aus dem Weltraum - müsste das einem sehr seltsam vorkommen. Ja, genau genommen könnte das einem auch ziemlich lächerlich vorkommen. Was treibt Männer dazu, sich nur so einseitig zu erfreuen?
Und wenn man dann die Männer befragt, sagen die meisten: "Ich mach das nicht, ich bin doch keine Frau!", oder: "Ich bin doch nicht blöd." Ein paar andere Männer aber sagen dann: "Ich würde ja auch eigentlich gerne mal einen frischen Salat essen. Aber meine Frau wird sich dann von mir trennen." Oder: "Meine Familie enterbt mich." Oder: "Ich verliere meinen Arbeitsplatz."
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Mit diesem kleinen Gleichnis möchte ich zeigen, dass die Entscheidung, etwas zu tun oder zu lassen, bei weitem nicht aus dem eigenen inneren freien Willen heraus erfolgt, sondern dass gewisse Ängste bestehen, aus alten Traditionen auszubrechen.
Timper, schön dass Du das Wort "beschränkt" verwendet hast

Dennoch hat mein sicherlich schwer zu verdauender, scharf formulierter Spruch nicht behauptet, die Psyche der Männer sei "beschränkt". Ich behaupte, die Psyche der Männer sei beeinflusst. Und zwar von den Vorgaben, was schicklich für einen Mann sei und was nicht. Und sich darüber hinwegzusetzen scheint wohl extrem schwierig zu sein, siehe die Berichte hier in diesem Forum und siehe überhaupt die Existenz dieses Forum als Hinweis dafür.
Da müssen also die Ängste wirklich sehr tief in uns allen drin stecken, weil unsere Erziehung (unsere Eltern haben das bestimmt mit bestem Gewissen und bester Fürsorge getan) und die Gesellschaft alle um uns herum so geprägt haben, dass viele, die das gerne ändern würden, auf größte Hemmungen und sogar auch auf Widerstände stoßen. Widerstände, die diese Ängste bestärken.
Nicht jeder Mann, der sein Leben lang in Hosen herum läuft, tut das aus seiner eigensten freien Entscheidung.
Zu diesem Fußtext bin ich gekommen, weil es zu diesem Zeitpunkt sehr konzentriert einige Berichte hier im Forum gab, die von Ängsten und Widerständen berichtet haben. Und weil ich schon seit 30 Jahren in Foren, aber seit den frühen 80er Jahren auf Hoffnungen gestoßen bin, dass sich an dieser engen Kleidungserwartung an den Mann etwas ändert, bzw. die Männer nach mittlerweile rund 100 Jahren mal selbst auf die Idee kommen, es den Frauen gleichzutun und nicht auf ihre Markierung der Männlichkeit beharren, die ja keine mehr ist, weil Frauen sie genauso benutzen. Und meine Beobachtung, dass die Männer im Generellen wohl in dieser Erwartungsfalle festsitzen führt mich dazu, diese scharf formulierten Worte zu verwenden, um das Dilemma als kleinen Denkanstoß zu schildern. Ein Denkanstoß für die, die festgestellt haben, dass sie eben in dieser Falle sitzen, und denen es nicht völlig egal ist, dass diese Erwartungen der Gesellschaft ihnen im Wege stehen.
Es ist eben auffällig, dass die Männer bei ihrem "Brot, Wurst, Fleisch, Kartoffeln und Nudeln" bleiben. Und von außen betrachtet, stellt diese Situation sich so dar, wie ich sie scharfkantig formuliert habe.
Und früheste kindliche Prägungen sitzen eben mal ziemlich tief. Vor allem, wenn diese immerzu bestätigt werden.