Autor Thema: Der Schattenwolf  (Gelesen 6590 mal)

Offline Zwurg

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #135 am: Gestern um 21:20 »
Warum muss man das aber immer Geschlecht nennen, wenn es um etwas anderes geht.
Zeit meines Lebens habe ich Geschlecht für etwas biologisches zwischen den Beinen gehalten, dass uns Menschen auch mit allen anderen Gattungen innerhalb der Säugetiere verbindet.
Ich hab noch nie gehört das man bei Hasen, Pferden oder Gorillas von mehreren Geschlechtern spricht.

Und ich stimme Doppelrock zu, dass man Menschen die alle biologischen Merkmale eines Mannes haben, den Zugang zu Frauenschutzräumen verwehren sollte, auch wenn diese Menschen sich anders fühlen und kleiden.
Ebenso finde ich es sinnvoll ehemaligen Männern Zugang zu Frauensportarten verwehren, weil es einfach unfair ist.

Aber das ist eine Diskussion die wir an anderer Stelle schon mal geführt haben.


Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline MAS

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #136 am: Gestern um 22:46 »
Lieber Zwurg,

im Deutschen gibt es eben nicht zwei Wörter für biologisches und soziales/kulturelles Geschlecht. Im Englischen sind das "sex" und "gender". Aber manche Menschen reagieren auf das Wort "Gender" schon allergisch.

Davon abgesehen ist mein vorheriger Beitrag nicht ganz korrekt, denn es gibt genetisch auch XYY- und XXY-Konstellationen, die je sehr wohl  biologisch sind. Die davon betroffenen Menschen sind nicht eindeutig als männlich oder weiblich einzuordnen, wurden aber lange in das eine oder andere der beiden Geschlechter gezwungen, auch durch eine "anpassende" Operation. Diese Anpassung an ein gewünschtes Geschlecht hat wiederum etwas mit Gender zu tun. Der Unterschied zu heute ist der, dass heute dem einzelnen Menschen die Wahlfreiheit zugesprochen wird, während sich früher der einzelne Mensch den Vorstellungen der Gesellschaft anzupassen hatte. Und viele Menschen scheinen sich das wieder zurück zu wünschen.

LG, Micha

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Offline Bernd

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Antw:Der Schattenwolf
« Antwort #137 am: Gestern um 22:52 »
Warum muss man das aber immer Geschlecht nennen, wenn es um etwas anderes geht.
Zeit meines Lebens habe ich Geschlecht für etwas biologisches zwischen den Beinen gehalten, dass uns Menschen auch mit allen anderen Gattungen innerhalb der Säugetiere verbindet.
Ich hab noch nie gehört das man bei Hasen, Pferden oder Gorillas von mehreren Geschlechtern spricht.

Und ich stimme Doppelrock zu, dass man Menschen die alle biologischen Merkmale eines Mannes haben, den Zugang zu Frauenschutzräumen verwehren sollte, auch wenn diese Menschen sich anders fühlen und kleiden.
Ebenso finde ich es sinnvoll ehemaligen Männern Zugang zu Frauensportarten verwehren, weil es einfach unfair ist.

Aber das ist eine Diskussion die wir an anderer Stelle schon mal geführt haben.

Ich möchte diese Diskussion auch nicht hier weiter führen. Nur kurz, zwei Dinge, weil das genannt worden ist:

1. Auch das biologische Geschlecht - von Menschen wie von Tieren - ist nicht immer binär ausschließlich männlich oder weiblich. Nur sind die nicht-binären Spielarten der Biologie halt seltener und daher erst zunehmend überhaupt bekannt oder erforscht.
Aber hier geht es ja um die (soziale) Geschlechtsidentität - und die Frage, ob man anerkennt, dass Menschen diese auch abweichend von ihrem biologischen bzw. bei der Geburt zugeordneten Geschlecht haben können.

2. Für die Diskussionen hier im Forum (und nicht nur hier im Thread) ist für mich aber entscheidend, wie man über solche sensiblen Fragen spricht: Zwurg, was du hier schreibst, kann ich als deine Meinungsäußerung akzeptieren, auch wenn ich diese Meinung nicht teile. Letztlich ist das eine politische Diskussion, wie man mit Geschlechtsidentitäten umgeht: sprachlich und bezüglich von Rechten und Gesetzen. Und freie Meinungsäußerung ist zulässig, solange sie nicht diskriminiert, also andere nicht aufgrund solcher Merkmale abwertet. Die Frage des Zugangs von Transfrauen zu geschützten Frauenräumen ist eine sensible Frage, in der man unterschiedlicher Meinung sein kann. Nur: Doppelrock hat hier nicht einfach seine Meinung geäußert (so wie du, Zwurg, das getan hast), sondern er hat Transfrauen pauschal unterstellt, dass sie ihre Geschlechtsidentität nur vortäuschen, um sich an Frauen vergehen zu können (was in seltenen Einzelfällen vorkommen kann, aber nicht zur Unterstellung gegenüber einer ganzen Gruppe führen darf). Und da ist für mich die Grenze der freien Meinungsäußerung überschritten und Grad einer diskrimierenden Beleidigung erreicht. Man kann also dieselbe Meinung haben, aber der eine bringt sie als neutrale Meinungsäußerung rüber, während der andere daraus eine Beleidigung oder Unterstellung macht.


 

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