Ein Hauch von Frühling
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13. Dezember 2018 03:54
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Autor Thema: Ein Hauch von Frühling  (Gelesen 3572 mal)
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high4all
Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. (Psalm 18,30)
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ΙΧΘΥΣ


« am: 12. März 2018 12:04 »

Gestern gab es bei uns zweistellige Temperaturen (ca. 15 Grad plus).  Grin

Eine gute Gelegenheit, ein Sommerkleid einzuweihen. Für meinen Besuch in einem Restaurant habe ich mich kleidungsmäßig angepasst. Dort werden amerikanische Speisen angeboten, in einem Ambiente mit Dekoartikeln der 50er-/60er-Jahre. Die Kellnerinnen tragen weite, dunkelblaue Röcke mit weißen Punkten. Folglich habe ich mich auf einen Rockabilly-Look getrimmt:


Im Hintergrund "Miss Pepper" in Soltau. Noch war der Parkplatz leer.




Probelauf vor dem Brötchen holen am Morgen



Das Essen war gut. Das Lokal war voll. Reaktionen gab es keine. Passte wohl gut zum Ambiente.

LG
Hajo

(Heute Regen, 7 Grad) Lips Sealed

« Letzte Änderung: 12. März 2018 12:05 von high4all » Gespeichert

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)
Skirtedman
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« Antworten #1 am: 12. März 2018 12:45 »

Hi Hajo!

Ich bewundere Deine Vielseitigkeit. Im Übrigen schätze ich auch Deine Meinungen und Äusserungen, auch wenn sie längst nicht immer viel mit meinen Ansichten zu tun haben.

Vor allem bin ich immer wieder erstaunt, auf welchen Fundus zu zurückgreifen kannst. Auch ich habe recht viel Klamotten. Meine Hosen hab ich schnell durchgezählt, und ob die mir überhaupt noch passen, müßte ich erst einmal ausprobieren. Meine Röcke hingegen, ich glaube, da müsste ich zwei Tage lang zählen. Und die Anzahl meiner Kleider (Plural von Kleid) ist auch bereits unübersichtlich.

Aber jedes Deiner Teile macht den Anschein, als sei es nicht für 12,50 plusminus 20 Euro zu haben. Du scheinst da wirklich sehr viel Energie und m.E. auch Finanzen hineinzustecken, um aus Deinem reichen Fundus immer das gerade Dir in den Sinn kommende Teil greifbar zu haben. Oder Du bist Abonnent einer Kleiderbibliothek.

Zu Deinem Outfit: weite Röcke / Kleider mit Punkten sollen gerade jetzt im Sommer mal wieder hip werden - da liegst Du voll im Trend, auch wenn erst der Frühling zärtlich haucht Wink

Mich würde mal interessieren, ob Du eventuell auch ein wenig anders sprichst, als wenn Du als "Hosenmatz" in dem Lokal gewesen wärst. Kann ja sein, dass dem so ist, bewusst oder unbewusst. Rein optisch jedenfalls scheinst Du nicht allzuviel Energie aufzubringen, musst Du ja nicht, ist nur meine Feststellung, um noch mit einem Rest von Männlichkeit aufzutreten. Ich sehe vor mir ein Frau, deren Oberlippenbehaarung noch nicht restlos weggelasert ist.

Bitte sieh es nur als Statement von mir und nicht als persönlichen Angriff (warum auch, jeder kann tun und lassen, was er will), aber ich finde, den Weg, den Du beschreitest, hat den Pfad des Rockmodeforums (in meinem Verständnis) mit dem Untertitel "Rock am Mann" geringfügig verlassen.

Natürlich ist es gut, bei solch einem Forum auch über die verschiedenen Aspekte des (ich verkürze es auf den Begriff) Genders zu diskutieren und ggf. auch selbst damit zu experimentieren. Ich vermute, es gibt Foren, die sich stärker mit Transgender und ähnlichem auseinandersetzen, in denen Du auf noch mehr Gegenliebe stossen könntest.

Ich vermute auch, wenn Du die Kugelohrringe und die Betonung Deiner nicht vorhandenen "Oberweite" weglassen würdest, würde der Gesamteindruck zwar ein anderer, aber nicht minder interessant sein - und vielleicht sogar in sich stimmiger!

Zwar habe ich noch keinen gepunkteten Rock oder ein Kleid mit Punkten - glaub ich -, aber warum sollen Männer nicht auch sowas tragen?

Manchmal finde ich schade, dass Männer, nur weil sie keine Hosen tragen wollen, soweit gehen, dass sie sich selbst verleugnen. Das dachte ich auch gestern, als mir in der Fussgängerzone ein, was weiss ich, Crossdresser oder so begegnete. Ich meine jedem das Seine.  Das Einzige, was von der Sache her ihn von Dir unterschied: er trug noch eine Perücke, die aus dem Augenwinkel heraus schon als solche zu erkennen war.

Ich kenne aber auch einen Fall, der inzwischen zur Frau geworden ist, weil er als einzigen Ausweg gesehen hat, weiblich besetzte Elemente in seinem Leben ausleben zu können. Ohne diesen empfundenen gesellschaftlichen Druck wäre er heute noch immer Mann.

Und ich glaube, Intention dieses Forums ist eher, diesen gesellschaftlichen Druck aushalten zu können, gar auf Dauer zu minimieren, anstelle ihm auszuweichen.

Lieber Hajo, bitte als Sachkritik verstehen und nicht persönlich nehmen. Wer aber in die Öffentlichkeit geht, der muss Blicke aushalten können. Wer im Forum postet, der muss Kommentare aushalten können. Das ist ja Sinn und Zweck eines Forums. Das gilt auch für Off-Topic-Themen Wink

Wolfgang
« Letzte Änderung: 12. März 2018 12:49 von Skirtedman » Gespeichert
high4all
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #2 am: 12. März 2018 13:13 »

Hi Wolfgang,

anbei die Preisliste für obigen Look:

Lederpumps (Hush Puppies): 10,-
FSH (Lidl): 4,-
Kleid (England inkl. Versand): 18.-
Petticoat (England inkl. Versand): 18,-
Blazer (Gerry Weber): 20,-

Anders sprechen als in Hosen: Nö, meine Stimme verändert sich nicht.

Im Crossdresser als Frau durchgehen: Nö, dafür reicht nach allgemeiner Meinung das Passing nicht. Auch mit der hier ausnahmsweise verwendeten Polsterung nicht.

Den Statement-Ohrschmuck verwende ich zu allen möglichen Looks. Gelegentlich sogar zu Hosen.

Besondere Zeichen (außer dem Bartschatten) der Männlichkeit zum Nachweis meiner Männlichkeit und zur Erfüllung der männlichen Rollenbilder der Mitmenschen lehne ich ab. Den Druck halte ich aus. Bzw. ich gönne mir den Spaß, weibliche Elemente in meine Männlichkeit einzubauen.

Beste Grüße
Hajo

(heute wieder ohne Polster)
« Letzte Änderung: 12. März 2018 14:37 von high4all » Gespeichert

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cephalus
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« Antworten #3 am: 12. März 2018 14:37 »

Hallo Wolfgang, hallo Hajo,
ich sehe das meiste wie Wolfgang, ich vermute auch, dass Du, Hajo von den meisten Leuten sozial als Frau wahrgenommen wirst, wenn auch mit einer nicht zu verleugnenden männlichen Geschichte.

Mit diesem Auftreten, Kleid, Makeup, Ohrringe, usw. wäre ich überrascht, würdest du mit "Herr" angesprochen?! Die meisten Menschen sind so höflich sich nach dem vermuteten sozialen Geschlecht ihres Gegenüber zu richten und nicht am Gensatz.

Und selbst so: oder so:

gekleidet und mit Vollbart habe ich schon eine Nachfrage zu meinem gewünschten Geschlecht erhalten.


"Keine Reaktion" überrascht mich trotzdem, auch bei einer Frau in diesem Kleid würde ich von etwas Aufmerksamkeit und genaueren Blicken ausgehen.

VG
Cephalus

« Letzte Änderung: 12. März 2018 14:40 von cephalus » Gespeichert

high4all
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #4 am: 12. März 2018 15:39 »

Hi Cephalus,

da die meisten Leute nicht sehr genau hinschauen, bin ich in "männlicheren" Looks (nur Rock ohne sonstiges weibliches Gedöns) schon für eine Frau gehalten worden und mnchmal in Geschäften als solche angesprochen worden.

Besonders deutlich wird es regelmäßig beim Aufsuchen öffentlicher Toiletten. Da wähnten sich einige Herren in der falschen Abteilung. Und eine Dame ist mir mal fälschlicherweise gefolgt.

Von den Nullreaktionen war ich selbst überrascht, weil der Look wirklich nicht unauffällig ist. Mit eine paar Blicken hätte ich schon gerechnet und habe extra darauf geachtet.

Ist aber müßig, über die Gedanken anderer Leute zu spekulieren.

Auf den Fotos siehst Du durch die recht langen Haare auf den ersten Blick schon wie eine Frau aus. Wenigstens mit verwischtem Gesicht, weil Du Kleidung trägst, die ganz und gar Frauen zugeordnet werden kann.

LG
Hajo
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cephalus
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« Antworten #5 am: 12. März 2018 16:27 »

Tja Hajo,
was lernen wir jetzt daraus?

Ich für meinen Teil hatte meine Erscheinung in den Beispielen nicht als so feminin eingeschätzt, dass ich von der Verunsicherung meines Gegenübers überrascht war, auch wenn ich zugebe, dass die Variante mit den Overknee-Stiefeln für mich eigentlich schon zu weit ging - Übermut an diesem Tag Wink
Daher finde ich es ganz interessant zu hören, wie andere das sehen?!

Mit den Kleidungsnormen und Klischees mag ich schon spielen, mit dem Geschlecht bzw. den Geschlechterrollen zu spielen ist nicht meine Absicht.

Ach ja, was ich vorher noch los werden wollte: Das Kleid gefällt mir, aber ich fände es stimmiger, wenn die Jacke ein wenig kürzer wäre - evtl. nur eine Strickjacke bis zur Taille.

VG
Cephalus
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #6 am: 12. März 2018 16:53 »

Eine kurze Strickjacke habe ich.

Und eine kurze, weiße Kunstlederjacke. Dann sieht das ganze rockiger aus. Teste ich vielleicht beim nächsten Mal.

Gut, im Sommer erübrigt sich hoffentlich eine Jacke.
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JJSW
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« Antworten #7 am: 12. März 2018 17:33 »

Endlich haucht er, der Frühling.

@Hajo und Cephalus
Gegen Eure Haarpracht hab ich ja keine Chancen. Aber es gibt ja auch Frauen mit kurzen Haaren  Wink
  
Von größerer Entfernung bin ich auch schon mal mit 'ner Frau verwechselt worden. Macht aber nix und tut nicht weh.

Grüßle
Jürgen
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MAS
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« Antworten #8 am: 12. März 2018 19:15 »

LIeber Wolfgang,

ich finde, Hajo ist ganz richtig hier im Forum. Er ist auch in Nicos Forum aktriv, und Nico mutmaßt schon, dass Hajo hier jetzt rausgeekelt würde und Hajo würde ihm Asyl gewähren.

Es wäre ganz gut, wenn Du nochmal deutlich machen würdest, dass Du mit Deiner Empfehlung, Hajo würde in einem anderen Forum vielleicht besser aufgehoben sein, nicht im Sinne eines "Rausekeln" verstanden haben willst.

LG, Micha
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #9 am: 12. März 2018 19:44 »

Den Ball würde ich gerne flach halten, Michael. Auch wenn ich es sehr zu schätzen weißt, wie Du Dich für mich einsetzt.

Aber wer so dickfellig ist, in der Öffentlichkeit im Pünktchenkleid, Dirndlgewand oder Dienstmädchenlook zu erscheinen, lässt sich nicht so leicht aus diesem Forum vertreiben. Ratschläge bzw. Aufforderungen, es in anderen Foren zu versuchen, hat es in der Vergangenheit gelegentlich gegeben.

Hat es was genützt? Nö!

Schönen Abend noch.
Hajo
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« Antworten #10 am: 12. März 2018 21:58 »

Den Ball würde ich gerne flach halten, Michael. Auch wenn ich es sehr zu schätzen weißt, wie Du Dich für mich einsetzt.

Aber wer so dickfellig ist, in der Öffentlichkeit im Pünktchenkleid, Dirndlgewand oder Dienstmädchenlook zu erscheinen, lässt sich nicht so leicht aus diesem Forum vertreiben. Ratschläge bzw. Aufforderungen, es in anderen Foren zu versuchen, hat es in der Vergangenheit gelegentlich gegeben.

Hat es was genützt? Nö!

Schönen Abend noch.
Hajo


Lieber Hajo,

ich habe da auch keine Angst um Dich und bin auch 100%ig davon überzeugt, dass Wolfgang das so gar nicht gemeint hat, wie Nico das verstanden hat. Mir geht es eher darum, dass Wolfgang es dem Nico klar macht, dass er nur eine Kritik geäußert hat. Und Kritik ist ja auch erlaubt, wenn sie wohlwollend ist.

LG!
Micha
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Die meisten nennen meine Röcke Kilts


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« Antworten #11 am: 12. März 2018 22:17 »

Falls einer mich fragte, welchem Geschlecht ich anhören möchte, wäre das für mich ein deutliches Signal, dass ich zu weit gegangen wäre. Der liebe Gott hat mich als Mann geschaffen, und dass kann ich ihm nicht übel nehmen. Im Gegenteil, ich bin ihm sehr dankbar dafür. Ich könnte mir keine Sekunde vorstellen, eine Frau zu sein - oder für eine Frau gehalten zu werden.
Das lasse ich meiner lieben Frau, die sich auch nicht vorstellen könnte, ein Mann zu sein oder männlich erscheinen, auch nicht wenn sie Hosen trägt.
 
Aber so sind wir ja so verschieden.

Gruß
Gregor
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Ein Rock ist ein Rock, und ein Mann ist ein Mann. Ein Mann im Rock ist ein Mann im Rock.
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« Antworten #12 am: 12. März 2018 23:18 »

Hallo!

Das Kleid und auch den Petticoat finde ich eigentlich Interessant... Als Kontrast zu einem ansonsten total Maskulinen Outfit. Aber dafür würde ich wohl ein Maskulineres Muster am Kleid oder besser Rock wählen.

Aber generell finde ich solche schwingende Röcke (Ich bevorzuge lieber Röcke als Kleider) schon lässig zu tragen. Vor allem die Kombination leicht femininer schwingender Rock zu maskulinem Outfit finde ich persönlich hoch Interessant.
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« Antworten #13 am: 13. März 2018 13:44 »

Hi MAS und alle.

Ich hscloss ja mit den Worten "Wer im Forum postet, der muss Kommentare aushalten können.". Die drücken vielleicht nicht sooo deutlich aus, dass ich Hajos Teilnahme im Forum weiterhin wünsche.

Was ich mir von diesem Forum aber nicht wünsche, ist dass es von Bildern von Männern geflutet wird, die sich wünschen, dass im Idealfall alle Menschen nur noch als Frauen herumlaufen. Das ist nicht die Welt, die ich mir wünsche. Das ist auch nicht das Forum, das ich mir wünsche. Vielleicht stehe ich da auf weiter Flur alleine da. Vielleicht bin ich ja selber falsch in diesem Forum.

Das, was ich mir als Forum wünsche, ist ein Austauch unter Männern, wie sie mit Alternativen zu dem unreflektierten Hosenzwang in der Gesellschaft umgehen.

Ich finde es nicht als eine Allgemeingesellschaftliche Lösung, dem Zwang zu entfliehen, indem man sich als Mann nicht mehr zu erkennen gibt.

Klar gibt es Männer, die vielleicht nicht nur aus Hosenzwanggründen für sich das harte Männerbild als Rollenzuschreibung nicht voll akzeptieren und auf der ganzen Bandbreite zwischen den Extrempolen von Obermännlich bis hin zu Oberweiblich changieren. Aber ich denke immer noch, dass, wer sein Mannsein so sehr ablehnt, dass er es weitestgehend vertuscht, in anderen Foren auf mehr Freude stoßen wird.

Oder wir brauchen gezielt noch Kategorien in diesem Forum, die eine Heimat für diese Vorlieben bieten können. Weil die Intention, als Mann Kleid oder Rock zu tragen, da ganz augenscheinlich noch von anderen Intentionen begleitet wird.

Ich habe auch keine Probleme, wenn ich mal als "die Dame" angesprochen werden sollte - kam auch schon mal vor. Ich suche aber nicht mit aller Kraft, als eine Dame zu wirken.

Da erinnerts mich an einen Flirt, den ich um die Fastnachtszeit in einer Kneipe hatte. In engem Kontakt mit einer Frau, von deri ch nichts ausser vllt. ihre Freundin wollte. Ich im leichten rosa Glitzerkleid, Kette, Armbändern, also eigentlich schon sehr viel, was in Richtung Darstellung einer Frau ging, achja, Steifeletten mit ebenso rosa Glitzer und deutlichem Absatz (wollte mal testen, wie das ist, ja, ich konnte damit noch laufen, aber mehr Absatz würde ich für den Alltag nicht wollen und für die Optik sowieso nicht). Naja, wir liegen uns schon fast in den Armen bei diesem Flirt. Was sie wohl nicht verstanden hatte, war dass ich wirklich aus dieser Stadt bin, sie dachte ich käme aus der Nachbarstadt. Dann sagte sie: "Wir hier in unserer Stadt haben einen Mann, der trägt immer Frauenkleidung." (ich merkte schon, sie sprach über mich, was sie selbst da aber noc nicht wusste, und ich dachte: ach Gott, die Leute denken, ich trage Frauenkleidung, naja, eigentlich stimmt es ja, aber dass es dann so platt ausgedrückt wird, bin mir gar nicht sicher, ob ich das so in meiner Aussenwirkung will - meine Gedanken Ende.) Und sie sprach weiter: "Aber er ist Mann". Sie wiederholte dies noch dreimal, sichtlich fasziniert von der Idee, trotz Frauenkleidung, dass er trotzdem keine Frau ist und er als Mann weiterhin erscheint, obwohl er Frauenkleidung trägt. Ich fasste es dann doch als Kompliment auf, denn letztlich ist es ja das, was ich ausdrücken möchte. Ich bin Mann, will das auch bleiben, finde es das auch nicht als das Schlechteste, ich mag nur nicht die Kleidung, die man bisher sich für den Mann ausgedacht hatte.

Ich finde es ausgesprochen schade, dass ich dieses Kleid mit meiner Zensur im Kopf ausserhalb von Fastnacht wohl nicht tragen kann. Es ist sehr bequem, leicht, weit ausgeschnitten, was mir mit meiner Schwitzerei sehr entgegenkommt. Und naja, glitzern ist ja auch manchmal ganz schön.

Aber es ist mehr als nur eine Spur zuviel. Es wird nicht beitragen, dass anderen Männern der Druck, sich den Hosen verpflichtet fühlen zu müssen, genommen wird. Soweit, wie ich es mittlerweile treibe, mit Hoodiekleidern und Strumpfhosen, ist es vielleicht ohnehin für viele Geschmäcker schon zuviel. Aber auch mit allem männlichem Outfit und halt nur einem Rock als Abweichung von der Erwartungshaltung, muss ich mir die Frage von Menschen erlauben lassen, ob ich denn Frau sein oder werden möchte.

Wie sehr müsste ich diese Frage denn gestatten, wenn ich erwähntes leichte rosa Glitzerkleid (zweilagig, der Oberstoff ist transparentes rosa Chiffon mit Glitzerfäden, durchaus feminin), mit Armbändern, Ring, Kette, Lippenstift, Rouge, Ohrringen ausserhalb von Fastnacht trage? Vermutlich käme diese Frage nur, wenn ich meine Brust unrasiert ließe. Oder den Bart. Wäre alles rasiert, käme wahrscheinlich diese Frage auch nicht mehr, weil dann jeder für sich schon der Vorurteilstrickkiste bedient hätte und die Antwort selber gefunden hätte: Der will Frau sein, Frau darstellen, werden oder was auch immer.

Ich glaube Hajo kann wirklich gut mit Kritik umgehen. Deswegen ist er ein gutes Beispiel dafür, was den Rock am Mann absolut nicht fördert, so sehr er seinen Hang auch ausleben darf. Seine Botschaft ist: ich will eine Frau darstellen, was er von Kopf bis Fuß auch vortrefflich hinbekommt - die männliche Stimme oder die Bartstoppeln reissen das Ruder des Gesamtbildes aber auch nicht herum. Vielleicht brauchen wir eine Rubrik in unserem Forum, um dieser Strömung eine Heimat zu geben.

Gruß, ganz speziell auch an Hajo Wink
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Skirtedman
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« Antworten #14 am: 13. März 2018 14:50 »

Ach, ich nochmal...

Grade ist mir eingefallen, dass die Worte "Hajo ist ein gutes Beispiel für..." eigentlich in einem anderen Sachverhalt verwenden wollte.

Eigentlich ist dies sogar eher das Thema eines anderen aktuellen Gesprächsfadens. Passt aber nun hier auch sehr gut rein. Und zwar, wenn ich mir vor sagen wir drei Jahren überlegt hätte, dass ich heute fast ausschließlich in diesem Outfit rumlaufe, wie es jetzt diese Wintersaison getan habe, hätte ich es nicht für möglich oder zumindest als nicht erstrebenswert gehalten.

Einstellungen zu etwas ändern sich. Und Grenzlinien zu ziehen, gerade die einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben, ist sehr schwierig.

Natürlich beschäftige ich mich in meinem Kopf viel mit Bekleidung, weil in meiner gesellschaftlichen Unangepasstheit das im Alltag zwangsläufig nicht ausbleibt, und ich auch immer die Augen aufhalte und mich nicht auf einen kleinen Fundus und einen eng umrissenen Stil beschränke. Manches sind auch einfach Notwendigkeiten, weil das praktische persönliche Aspekte mit hinzukommen wie Eingeengtsein, Schwitzen, Sitzen, etc.

Da ich mir im Moment auch von niemanden nichts vorschreiben lasse, entwickele ich meine persönliche Grenzen auch weiter oder zumindest Stile. Wie gesagt, was vor drei Jahren für mich nicht gegangen wäre und ich mir auch nicht wirklich gewünscht hätte, ist heute für mich Selbstverständlichkeit.

Und mit dieser Erweiterung des Kleidungsbewusstseins merke ich, wie sehr mein persönliches Empfinden der Grenzen des Möglichen nicht nur für mich, sondern auch dem was meinem Geschmack nach als für einen Mann machbar ist und was nicht, sich geweitet hat.

Vor kurzem noch fand ich transparente Strumpfhosen für Männer als Verletzung dieser Grenze. Je mehr, auch hier im Forum, aber beispielsweise auch bei den Belgiern/Holländern und woanders das sehe, desto eher bin ich überzeugt, dass es durchaus doch gehen kann (für mich persönlich im Grunde nicht, außer beim Wandern wegen Vitamin D, also aus Gesundheitsaspekten).

Und das will ich mit diesem Post sagen: Ich merke immer mehr, dass feminines Outfit in zwar immer noch vorhandenen Grenzen sehr oft aber auch genauso männlich wirken kann. Wie soll das gehen? Ganz einfach - indem eben einfach ein Mann drinsteckt. Gestern auch irgendwo im TV oder Internet irgendein weibliches Gesamtoufit gesehen mit Hosen und Tralala, weiss nicht mehr was, und ner hübschen Frau. Wirklich feminin. Mein Gedanke: würde da ein Mann drin stecken, würde es auch gut aussehen. Maskulin, trotz Tralala.

So ändern sich die Sichtweisen. Vieles wird maskulin, wenn einfach nur ein Mann drinsteckt. Aber ein gutes Beispiel dafür, wo das nicht mehr funktioniert sind die Bilder von Hajos Frühlingshauch. Da steckt ein Mann drin, der aber nicht mehr als Mann durchgeht. So männlich sehen viele ältere Damen aus, oder noch männlicher. Man kann auch noch vereinzelte Elemente weglassen, dann nutzt es noch nicht. Und die Oberweiternbetonung tut da halt ganz viel zu beitragen, dass es definitiv nicht funktioniert, das Rouge auch undsoweiter. Meine Meinung.
« Letzte Änderung: 13. März 2018 14:56 von Skirtedman » Gespeichert

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