Das ist aber für Damen ...
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13. Dezember 2018 03:43
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Autor Thema: Das ist aber für Damen ...  (Gelesen 3446 mal)
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Skirtedman
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« Antworten #15 am: 28. August 2018 12:00 »

Und noch wurde ich nicht aus der Abteilung verwiesen.  Wink
Jürgen

Oh doch, das ist mir schon passiert. Das müsste so etwa 1988 gewesen sein, in irgendeinem Kaufhaus im schönen Bad Offenbach. "Die Umkleidekabinen sind nur für Damen!" - also mit den ausgesuchten Röcken überm Arm eine Etage mit der Rolltreppe nach oben gefahren, dort anprobiert, und alles, was zurückgeht, schön in der Herrenabteilung an die Stände verteilt. Vielleicht konnte ich ja dadurch später einen Offenbacher zum Rockkauf animieren.
« Letzte Änderung: 28. August 2018 12:07 von Skirtedman » Gespeichert
Barefoot-Joe
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« Antworten #16 am: 30. August 2018 07:01 »

> "Die Umkleidekabinen sind nur für Damen!"

"Dann bin ich hier ja richtig..." Wink

Ist mir auch noch nie passiert. Die Verkäuferinnen lächeln bestenfalls freundlich, den anderen Damen scheint's egal zu sein. Nur die Männer, die auf den Wartesesseln gelangweilt auf ihre Frauen warten, schauen wie die Kuh, wenn's donnert... Wink

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Erwin
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« Antworten #17 am: 30. August 2018 10:29 »

Letztes Jahr fragte mich ein Marktmann: "Warum trägst du ein Kleid?" Ich sagte: "Weil es schön ist." "Es ist nicht schön, es ist für Frauen." Meine Kollegin wurde wütend. Sie sagte: "Jeder muss tragen, was er oder sie tragen möchte."

Und vor ungefähr 20 Jahren. Die Leute konnten nicht verstehen, warum ich einen Rock kaufen wollte. Die Leute reagieren oft wütend oder ich wurde geweigert, einen Rock zu kaufen. "Sie können diese Hosen kaufen, das ist für Männer." Nein, ich möchte das nicht kaufen. Ich habe darum nicht gebeten, oder?
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MAS
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« Antworten #18 am: 30. August 2018 10:35 »

Letztes Jahr fragte mich ein Marktmann: "Warum trägst du ein Kleid?" Ich sagte: "Weil es schön ist." "Es ist nicht schön, es ist für Frauen." Meine Kollegin wurde wütend. Sie sagte: "Jeder muss tragen, was er oder sie tragen möchte."

Und vor ungefähr 20 Jahren. Die Leute konnten nicht verstehen, warum ich einen Rock kaufen wollte. Die Leute reagieren oft wütend oder ich wurde geweigert, einen Rock zu kaufen. "Sie können diese Hosen kaufen, das ist für Männer." Nein, ich möchte das nicht kaufen. Ich habe darum nicht gebeten, oder?

Ja, einerseits gibt es ein Wachstum extremistischer Gruppierungen, seien sie religiös, seien sie politisch (oder beides in einem). Und dies nähren sich aus einer Sehnsucht nach Eindeutigkeit und klaren Ansagen bei vielen Leuten, die nur schwarz und weiß kennen wollen.

Andererseits gibt es auch ein Wachstum an Gleichgültigkeit. Das ist das andere Ende der Scala.

In der Mitte wäre ein Sicheinlassen auf Mehrdeutigkeit, die eben sieht, dass es mehre Möglichkeiten gibt, ein Kleidungsstück geschlechtlich zu interpretieren usw. Ich denke, das ist mit unsere Aufgabe, diesen mittleren Weg den Leuten nachzubringen.

Ich bin jetzt bei diesen Sätzen von Thomas Bauer beeinflusst: https://www.br.de/themen/kultur/thomas-bauer-vereindeutigung-der-welt-100.html Das in diesem Beitrag verwendete Bild passt sehr zu dem, was wir hier oft besprechen.

LG, Micha
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Erwin
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« Antworten #19 am: 30. August 2018 10:56 »

Ich lese gerne OOR. Ein Musikmagazin aus den Niederlanden. Und da war ein Artikel von Anna Calvi.

Anna Calvi: "... Frauen sollten ihr Aussehen als eine ihrer größten Qualitäten sehen, sich moralisch verhalten, lächeln und nett sein.
Ich wollte mehr Aspekte meiner Individualität erforschen. Ich sehe Geschlecht als ein breites Spektrum. Es ist beklemmend, zwischen zwei entgegengesetzten Polen wählen zu können. Auch für Männer. Entferne die soziale Konditionierung ... "
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Lars
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« Antworten #20 am: 30. August 2018 11:30 »

Andererseits gibt es auch ein Wachstum an Gleichgültigkeit. Das ist das andere Ende der Scala.

Ich mache hier mal auf die Bedeutung eines Wortes aufmerksam:
gleichgültig bedeutet gleich gültig !
 
Heute wird dieses Wort eher im Sinne von "egal" verwendet. Es sagt aber aus: Alles ist gleich gültig ....
 
Noch eine Anekdote zum Ursprungsthema:
Ich hatte meinen selbstgenähten Karo-Rock an (den vom Büdingen-Treffen), als mich ein Junge fragte, warum ich einen Rock trage, sowas ist doch für Frauen ...
Ich sagte, daß ich den Rock selbst genäht habe, und somit ist er für mich. Ein Passant hat den Dialog mitbekommen und sagte im Vorbeigehen. "So sieht es aus!". Damit waren die Gespräche beendet und alle Beteiligten wieder in ihren Gedanken. Und ich denke, der Junge hat es verstanden ....
 
Viele Grüße,
Lars
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cephalus
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« Antworten #21 am: 30. August 2018 11:54 »

Anna Calvi: "... Frauen sollten ihr Aussehen als eine ihrer größten Qualitäten sehen, sich moralisch verhalten, lächeln und nett sein.


Für diese Aussage wären manche Feminist*innen geneigt die Dame zu lynchen.

Die Dame klingt mir, zumindest mental nach Baujahr 18??
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Erwin
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« Antworten #22 am: 30. August 2018 12:48 »

Anna Calvi: "... Frauen sollten ihr Aussehen als eine ihrer größten Qualitäten sehen, sich moralisch verhalten, lächeln und nett sein.


Für diese Aussage wären manche Feminist*innen geneigt die Dame zu lynchen.

Die Dame klingt mir, zumindest mental nach Baujahr 18??

Diese Frau hat Recht gegen die Gedanken, dass Männer, Männer müssen sein und Frauen, Frauen. Sie denkt, jeder sollte sein, wer sie sind. Und das is auch, was ich denke.
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MAS
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« Antworten #23 am: 30. August 2018 12:52 »

Andererseits gibt es auch ein Wachstum an Gleichgültigkeit. Das ist das andere Ende der Scala.

Ich mache hier mal auf die Bedeutung eines Wortes aufmerksam:
gleichgültig bedeutet gleich gültig !
 
Heute wird dieses Wort eher im Sinne von "egal" verwendet. Es sagt aber aus: Alles ist gleich gültig ....
 

Rein etymologisch hast Du recht, Lars, aber Begriffe wandeln sich ja auch.

Aber alles als gleich gültig anzusehen, ist ja auch eine extreme Ansicht.

LG, Micha
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« Antworten #24 am: 30. August 2018 12:53 »

Noch eine Anekdote zum Ursprungsthema:
Ich hatte meinen selbstgenähten Karo-Rock an (den vom Büdingen-Treffen), als mich ein Junge fragte, warum ich einen Rock trage, sowas ist doch für Frauen ...
Ich sagte, daß ich den Rock selbst genäht habe, und somit ist er für mich. Ein Passant hat den Dialog mitbekommen und sagte im Vorbeigehen. "So sieht es aus!". Damit waren die Gespräche beendet und alle Beteiligten wieder in ihren Gedanken. Und ich denke, der Junge hat es verstanden ....
 
Viele Grüße,
Lars

Meine Röcke sind nicht selber genäht, aber trotzdem für mich. :-)

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Lars
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« Antworten #25 am: 30. August 2018 12:59 »

Rein etymologisch hast Du recht, Lars, aber Begriffe wandeln sich ja auch.

Aber alles als gleich gültig anzusehen, ist ja auch eine extreme Ansicht.

O.K., das war vielleicht missverständlich: Ich meine nicht pauschal, ALLES ist gleich gültig, sondern bei Verwendung des Wortes "gleichgültig" sollte alles im jeweiligen Kontext als gleich gültig betrachtet werden ...
 
Viele Begriffe wandeln sich nicht nur, sie wurden bewusst verdreht ... aber das jetzt zu erläutern, würde zu weit gehen.
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Erwin
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« Antworten #26 am: 30. August 2018 13:19 »

Anna Calvi: "... Frauen sollten ihr Aussehen als eine ihrer größten Qualitäten sehen, sich moralisch verhalten, lächeln und nett sein.
Ich wollte mehr Aspekte meiner Individualität erforschen. Ich sehe Geschlecht als ein breites Spektrum. Es ist beklemmend, zwischen zwei entgegengesetzten Polen wählen zu können. Auch für Männer. Entferne die soziale Konditionierung ... "

Der erste Satz sagt ihr wie ihr gesagt wird wie sie sein soll.
Was als nächstes kommt, sagt sie: Sie will sich selbst untersuchen, wer sie ist.
Sie findet: Nur die Wahl zwischen zwei Gegensätzen Mann oder Frau zu sein, zu bedrückend.

Ich finde das sehr bedrückend. Ich fühle mich wie ein Mann. Punkt! Aber es darf keine Konsequenzen geben, wie du dich benehmen solltest, wie man denken muss, wie man sich kleidet.

Ich habe meine eigene Persönlichkeit. Das hat man damit zu tun. Ich bin jetzt viel stärker darin. Manche Leute haben damit Probleme. Schade für sie.
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« Antworten #27 am: 30. August 2018 21:33 »

Rein etymologisch hast Du recht, Lars, aber Begriffe wandeln sich ja auch.

Aber alles als gleich gültig anzusehen, ist ja auch eine extreme Ansicht.

O.K., das war vielleicht missverständlich: Ich meine nicht pauschal, ALLES ist gleich gültig, sondern bei Verwendung des Wortes "gleichgültig" sollte alles im jeweiligen Kontext als gleich gültig betrachtet werden ...
 
Viele Begriffe wandeln sich nicht nur, sie wurden bewusst verdreht ... aber das jetzt zu erläutern, würde zu weit gehen.

Das bewusste Verdrehen kommt sicher vor, meistens aber das unbewusste.

Wobei "egal" ja eigentlich keine Verdrehung ist, denn wenn alles gleich gültig ist, ist es egal, wie ich mich entscheide.

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« Antworten #28 am: 30. August 2018 23:10 »

Hallo!

Die Haltung alles ist gleich gültig brauche ich zum Erkennen dass es für die Natur kein gut und böse gibt. Mein Kämpfen für den Frieden ist für die Natur nur ein bestimmtes Energieniveau, dass sie in Zukunft mit dem gleichen Ausschlag in die Gegenrichtung ausgleicht. Nur meine Vorstellung dass es ein Böses zu bekämpfen gibt, erzeugt dieses böse. Wenn für mich alles gleich gültig ist, alles seine Berechtigung hat, wenn ich jeden Menschen als einen guten Menschen sehe, erzeuge ich damit auch keine Negativen Energieniveaus, die sich irgendwann in meinem Leben als z.b. Angriff oder auch nur ein Auslachen manifestiert.

Sobald ich Menschen in gut und böse Einteile, sie also nicht als alle gleich gültig ansehe, wird zwar mir auch gutes widerfahren gleichzeitig aber auch böses. Wenn ich einen für mich scheinbar unattraktiven Menschen als solches bezeichne, ist das ja nur meine Individuelle Haltung. Gut und gerne könnte dieser Mensch für jemand anderer ein sehr Attraktiver Mensch sein. Von einem globalen Punkt ausgesehen hat immer alles die gleiche Gültigkeit,  seine Richtigkeit...
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Der einzige Sinn meines Daseins besteht in meiner Einzigartigkeit!

Gehe deinen eigenen Weg! Alles andere ist Irrweg!
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« Antworten #29 am: 30. August 2018 23:20 »

Hallo!

Die Haltung alles ist gleich gültig brauche ich zum Erkennen dass es für die Natur kein gut und böse gibt. Mein Kämpfen für den Frieden ist für die Natur nur ein bestimmtes Energieniveau, dass sie in Zukunft mit dem gleichen Ausschlag in die Gegenrichtung ausgleicht. Nur meine Vorstellung dass es ein Böses zu bekämpfen gibt, erzeugt dieses böse. Wenn für mich alles gleich gültig ist, alles seine Berechtigung hat, wenn ich jeden Menschen als einen guten Menschen sehe, erzeuge ich damit auch keine Negativen Energieniveaus, die sich irgendwann in meinem Leben als z.b. Angriff oder auch nur ein Auslachen manifestiert.

Sobald ich Menschen in gut und böse Einteile, sie also nicht als alle gleich gültig ansehe, wird zwar mir auch gutes widerfahren gleichzeitig aber auch böses. Wenn ich einen für mich scheinbar unattraktiven Menschen als solches bezeichne, ist das ja nur meine Individuelle Haltung. Gut und gerne könnte dieser Mensch für jemand anderer ein sehr Attraktiver Mensch sein. Von einem globalen Punkt ausgesehen hat immer alles die gleiche Gültigkeit,  seine Richtigkeit...

Das kann man so sehen, wenn einem auch das eigene Leben, der Frieden in der Gesellschaft usw. gleich gültig ist wie das Nihct-Leben und der Un-Friede.

Worin ich Dir Recht gebe, ist, dass ich nicht ganze Menschen in gut und böse einteile, aber sehr wohl tue ich das in einzelnen Einstellungen und Handlungen. Und zwar halte ich einen rücksichtslosen Egoismus, der nur die eignen Interessen verfogt und dabei über Leichen geht, für böse. Es mag in einem Menschen, der so handelt, ein guter Kern verborgen sein, so handelt er dann doch nicht diesem Kern nach, sondern aus anderen Gründen.

Wie man mit einem solchen Menschen, der so handelt umgeht, wenn man die Macht hat, mit ihm zu tun, was man für richtig hält - was ja selten der Fall ist - ist eine komplexere Frage. Kann man ihn vom Besseren überzeugen? Oder muss man ihn unschädlich machen?
Meistens hat man die Macht aber gar nicht, sondern hat nur die Wahl, sich und die seinen zu schützen oder eben nicht.

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