Männer im Rock
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17.10.2019 03:11
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Autor Thema: Männer im Rock  (Gelesen 506 mal)
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GregorM
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Doch die meisten meiner Röcke sind Kilts


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« am: 12.10.2019 17:26 »

Der Rock lebt in den Kulissen bestens. Was uns fehlt, sind mutige Männer.

2018
https://fashionunited.uk/news/fashion/skirts-in-menswear-amsterdam-trade-fair-makes-a-case-in-support/2018071830832

2019
https://www.fastcompany.com/90338438/what-will-it-take-for-more-men-to-wear-skirts


Gruß
Gregor

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https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
https://blog-de.dress2kilt.

Jeder Mann kann einen Rock tragen. Im Rock erregst du viel weniger Aufmerksamkeit, als du hoffst oder befürchtest.
Ludwig Wilhem
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« Antworten #1 am: 12.10.2019 19:00 »

Hallo, danke für diese tollen Links. Es sind aber in meinen Augen nur wenig tragbare Kleidungsstücke - Röcke/Kleider für Männer dabei, aber das Thema ist wichtig und öffnet einigen Männern die Augen, Röcke/Kleider auch zu tragen. Leider glaube ich, dass der normale Mann diese Seiten garnicht findet.
Aber wir sollten unsere Vorliebe für Röcke weiter verfolgen.
Gruß Ludwig
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Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.
skirty19
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« Antworten #2 am: 12.10.2019 19:56 »

 
Zitat
Was uns fehlt, sind mutige Männer.

was fehlt sind auch genügend Frauen die Männer mit Rock nicht abkanzeln und ekelhaft finden.
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MAS
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« Antworten #3 am: 12.10.2019 20:39 »

ekelhaft
Huh?

LG, Micha
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Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf anderen Seiten zu kopieren!

Holger Haehle
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« Antworten #4 am: 13.10.2019 12:16 »

Lieber Gregor,

wieso kommt der Rock nicht aus der Kulisse raus? Wenn man weit in die Geschichte zurückblickt kann man das nicht verstehen. Der Rock war über Jahrtausende die Standardbekleidung auch für Männer.
Im 14./15. Jahrhundert regelte extra eine Standesordnung, wer die coolsten Röcke tragen durfte. Sie entschied, wie viele Gerren in ein Rocktuch eingenäht werden durften. Gerren waren gleichschenkelige Stoffdreiecke, die in Einschnitte des Saums eingenäht wurden und für Falten sowie eine A-Linie sorgten. Es gab immer wieder Ärger, wenn neureiche Händler sich erdreisteten genauso viele Falten zu tragen wie Adelige. Damals bedeutete ein Rock Prestige und wurde auch noch verziert, am besten mit Goldbrokat.

Der Bruch kam im 18./19. Jahrhundert mit dem Erstarken des Bürgertums und mit der politischen Umsetzung von Prinzipien der Aufklärung. Zunehmend ersetzten Reformbewegungen und Demokratie absolutistische Macht. So wurde der Männerrock zu einem Symbol der alten Mächte. Das unterstrichen in der französischen Revolution die Jakobiner mit ihren Sans-Culotten. Die Hose und gedeckte Farben wurden die neuen Machtsymbole für den Mann. Die Schlichtheit und Funktionalität sollten zeigen, dass der bürgerliche Mann es versteht anzupacken. Er braucht keinen dekorativen Firlefanz wie einst der König, um sich wichtig zu machen. Der Bürger vertraut schlicht und nüchtern auf seinen Geist und seine Tatkraft.

Der Psychoanalytiker Flügel hat das bereits vor 100Jahren sehr genau analysiert. Der Historiker Yuval Noah Harari erklärt in seinem aktuellen Bestseller „Sapiens – eine kurze Geschichte der Menschheit“ wie die bürgerlichen Umwälzungen mit patriarchalischer Prägung bis heute die politischen Systeme Europas und auch die Geschlechterrollen bestimmen.
« Letzte Änderung: 13.10.2019 12:20 von Holger Haehle » Gespeichert
Holger Haehle
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« Antworten #5 am: 13.10.2019 12:24 »

Kann der Feminismus helfen?

Die Frauenrechtsbewegung hat eine neue Bewegung gegen patriarchale Hegemonie in Gang gesetzt. Die Frauen haben so Freiheiten gewonnen.
Auch die LGBTQ-Bewegung profitiert mittlerweile davon.
Allein die Männer wollen nicht aus der zugewiesenen Rolle ausbrechen. Sie üben sich weiterhin, wie Flügel es einst nannte, in edler Selbstbeschränkung.
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Holger Haehle
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« Antworten #6 am: 13.10.2019 12:26 »

Es braucht Zeit aus alten Strukturen auszubrechen.

Unterschwellig spielt das Statusdenken bei Männern immer noch eine größere Rolle als bei Frauen, wie man schon bei beim Autokauf sehen kann. Der Rock ist immer noch weiblich und damit negativ konnotiert. Deswegen wollen Männer nicht auf ein weibliches Niveau herabgestuft werden. Die Emanzipation feiert weiter Erfolge, aber sie ist noch nicht durchgreifend wirksam. Es braucht weitere Generationen, um die Reste einer patriarchalischen Prägung zu überwinden.

Die 60/70er Jahre waren mutiger. Die Menschen wollten brechen mit der Kultur der Alten. Anderssein war angesagt. Lange Haare bei Männern und Miniröcke bei Frauen waren ein Zeichen des Widerstands. Da ging auch einiges mehr in der Männermode. Heute ist Anpassung der Mainstream. Viele fürchten sich vor den Veränderungen, die die Zukunft mit sich bringt. Noch nie war eine Jugend so konservativ. Da wo das Traditionelle zum Trend wird ist die Skepsis gegenüber Neuem groß.

Der Männerrock wird den Mainstream erst erreichen, wenn
- tief in Männerköpfen Frauen gleich gut sind.
- wenn er zum Ausdruck von Selbstbewusstsein wird
- wenn er Stil und Geschmack vermittelt
- wenn man damit Freiheit und Einzigartigkeit ausleben kann und andere das auch so wahrnehmen
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hirti
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rockt.


« Antworten #7 am: 14.10.2019 08:11 »

Nö, da muss man nicht schockiert sein ob der Formulierung.
Meine Gattin nutzt sie sehr gern im Zusammenhang mit Röcken und Kleidern am Mann. Und mir ist bis dato kein gangbarer Weg eingefallen, ihre Begeisterung dafür etwas mehr zu entflammen.

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Nicol
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« Antworten #8 am: 14.10.2019 08:30 »

Ich denke das die Gesellschaft gedanklich einfach noch nicht so weit ist... da fehlen einfach noch Schubladen Wink

Wenn die Mode erstmal in den Kaufhäusern zu finden ist und der "Anblick" alltäglich wird, dann wird es das normalste auf der Welt sein.
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Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit.
MAS
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« Antworten #9 am: 14.10.2019 09:38 »

Nö, da muss man nicht schockiert sein ob der Formulierung.
Meine Gattin nutzt sie sehr gern im Zusammenhang mit Röcken und Kleidern am Mann. Und mir ist bis dato kein gangbarer Weg eingefallen, ihre Begeisterung dafür etwas mehr zu entflammen.



Aber was ist für sie daran ekelhaft?

Das Wort verwendent man ja eigentlich für schlecht gewordene Lebensmittel oder für Exkremente und so.

LG, Micha
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