Autor Thema: Reaktionen  (Gelesen 9375 mal)

Offline GregorM

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« Antwort #75 am: 15.04.2020 14:54 »
Hallo Jule,

was du da schreibst, ist interessant und zum Nachdenken anregend und braucht auf jeden Fall eine Antwort, eine Reaktion. Es wäre so leicht, es kurzerhand abzulehnen, aber…

Würde ich etwas tun oder tragen, das mir meine Frau verbieten würde? Ich denke nicht. Ich würde mich letztendlich einordnen. Oder ich müsste sie verlassen oder sie mich.

Würde ich etwas tun oder tragen, das mir meine Frau von mir wünschte? Ich denke Ja – innerhalb gewissen Grenzen natürlich. Unter allen Umständen ist eine Ehe oder ein Zusammenleben ja nicht nur eine Frage um ein Stück Stoff, unterschiedlich genäht.
 
Würde meine Frau es ähnlich mit mir haben, mit meinen Wünschen, ihr gegenüber, betreffend wie sie sich, meiner Meinung nach, kleiden sollte, oder wie ihre Haare geschnitten sein sollten? Ja, wenn vielleicht nun auch weniger.

Heißt das, dass sie tatsächlich die Dominierende ist? Dass ich dann in einer FLR (Female Led Relationship) lebe, ähnlich wie Sentinel und Kölsche_Jung es für sie kurz beschrieben haben?
https://www.rockmode.de/index.php?topic=7760.0

Allerdings nicht etwas, dass wir verabredet haben. Aber in der Praxis? Es könnte wohl der Fall sein? Hängt allerdings davon ab, wie es von uns definiert wird, und was drin ist. Aber weicht das dann von den meisten Ehen ab? Hier denke ich, Jule, dass du Recht haben könntest. Es ist mehr oder weniger so, stelle ich mir vor.  Eine Art FLRL wo der letzte L für „Light“ stehen würde.

Nicht entdeckt? Frauen regieren meistens mit Strategie, List und Talent. Das begreift nicht jeder Mann. Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, sagt man bei uns. Sagt man auch nicht, dass der amerikanische Präsident in den Jahren 1981-89 Nancy zum Vornamen hieß? Was ja durchaus nicht so schlecht war. Man sieht auch Beispiele, wo eine starke Frau gefehlt hat, wie bei eurem Adolf, und was daraus gekommen ist. Und wie mit dem heutigen amerikanischen Präsidenten?

Bin ich oder fühle ich mich dann versklavt? Nein, denn dann hieße, dass ich mich gebunden fühle, dass ich immer wieder an geschlossene Türe oder Absperrungen den Kopf stieße. Und das tue ich nicht. Im Gegenteil erlebe ich meine Frau als sehr tolerant und verstehend. Wenn ein Mann und eine Frau gut zusammenpassen, gleichen sie sich auch weithin. Ich darf keine Kleider tragen – ist nie diskutiert worden, aber ich bin es mir sicher, ich darf nicht. Ich will aber auch keine tragen. Kleider stehen, meiner Meinung nach, nur den wenigsten Männern, und ich wäre kein von denen. Wie könnte ich mich ohne erkennbare Grenzen versklavt sein oder mich es fühlen?

So ja, erkennen lieber wir, die wir nicht zur brutalen Männerminderheit gehören, dass wir nicht die, wohl auch längst in Vergessenheit geratene, Bezeichnung das „starke Geschlecht“ verdient haben. Und seien wir dankbar, wenn wir einer verstehenden Frau gehorchen müssen, und nicht einer, die uns zur ewigen Hose verurteilt.
 
Übertrieben? Überlegt euch mal…

Gruß
Gregor
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Offline MAS

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« Antwort #76 am: 15.04.2020 17:19 »
Gude zusammen!

Ich denke, dass man in einer guten Beziehung immer Rücksicht aufeinander nimmt. Und gibt Männer und Frauen, die sich in ihren Vorstellungen von Kleidung sehr am Mainstream oder der Mode orientieren und welche, die das weniger tun. Die meisten Menschen sind aber eher Herdenmenschen, die in der Gesellschaft nicht oder zumindest icht negativ auffallen wollen. Deswegen wollen sie auch nicht, dass ihre Partner*innnen (negativ) auffallen. Sie passen sich der Mehrheit an und verlangen das auch von ihrem*ihrer Partner*in. Und da die Mehrheit der Männer eben keine Röcke trägt, sähen die meisten Frauen ihren eigenen Mann auch nicht gerne im Rock. Sie haben Angst, ihr Mann und damit sie selbst würden von anderen schräg angeguckt. Und die meisten Männer haben diese Angst auch. Als es noch unüblich war, dass Frauen arbeiteten, hatten viele Männer Angst, schräg angeguckt zu werden, wenn ihre eigene Frau arbeiten würde. Also haben sie es nicht erlaubt. Bis 19paarundsiebzig hing es ja noch an den Ehemännern, das zu erlauben oder nicht (also in der BRD).

Insofern kann ich schon froh sein, eine Frau zu haben, die nach dem Motto lebt, mir zu erlauben, was ich ihr erlaube. Ich hüte mich wohl, etwas, was ihr gefällt, mir aber nicht, zu sehr zu kritisisieren, denn sie würde es dann nicht mehr tragen. Während ich durchaus auch trage, was ihr nicht so sehr gefällt. Ich bin da vielleicht etwas rücksichtsloser.

Nehmen wir aber mal Cephalus, dessen Frau ihm immer wieder zu verstehen gibt, er dürfe sich ruhig mehr trauen, was er dann aber oft nicht tut.

Es gibt also mehrheitliches und minderheitliches Verhalten, aber keine Allgemeingültigkeit, die auf alle zuträfe.

LG, Micha
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Offline cephalus

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« Antwort #77 am: 15.04.2020 17:35 »
Verbote passen für mich nicht zu einer Partnerschaft. Ebenso wenig wie ich meiner Frau etwas verbieten würde,  würde ich ein Verbot akzeptieren.

Es gibt Wünsche, wenn diese nicht vereinbar sind, ist es an den Partnern auf Augenhöhe einen für beide Seiten zufriedenstellende Kompromiss zu finden. Und es gibt übergeordnete Ziele die miteinander harmonieren müssen.
Für mich sind das elementare Grundvoraussetzungen für eine Partnerschaft.

Es mag Beziehungen geben in denen Überlegenheit,  Abhängigkeit,  Dominanz und ähnliches mitspielen,  in solchen können selbst Kleinigkeiten wie Kleidung zum Problem werden.
Auf so eine Beziehung würde ich verzichten.


Offline culture skirt

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« Antwort #78 am: 15.04.2020 18:49 »
Hallo Gregor,

Matze ist doch das nächst beste Beispiel, wer die "Hosen" anhat. Zwischen Sentinel und seiner Frau ist wieder eine andere Spielart. Die ist aber bei den wenigsten Frauen vorhanden. Das Problem der meisten Männer ist, dass sie zu sehr Frauen lieben und alles ihr zuliebe machen und dadurch wenig auf sich hören.

Zitat von: Mas
Es gibt also mehrheitliches und minderheitliches Verhalten, aber keine Allgemeingültigkeit, die auf alle zuträfe.
Und wieviele sind das? 0,001%? Ich habe bis heute Keine gefunden, die das in einer festen Partnerschaft bei mir tolerieren oder gut finden würde. Schon gar nicht wenn Sie mit den Gedanken Kinderplanung spielen. Man kann zwar Frauen verbiegen oder ständige Überzeugungsarbeit leisten, ist halt die Frage,wie hoch der Nutzen zum Aufwand steht, weil es nicht aufhören wird. Und wenn Frauen ihre "Tage haben, lässt sich gar nicht reden, dann sehen alles wieder ganz anders. Wenn sie einen vorher lieben und kennen, mag sie über einiges hinwegsehen, aber so  richtig akzeptieren werden sie es nie.

Viele Grüße
Jule.


Offline Albis

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« Antwort #79 am: 03.05.2020 00:06 »
Heute war ich mit meinem bodenlangen, weiten, schwarzen Lederrock zum kurzen Einkaufen in der Stadt und hatte das Gefühl, dass ich mehr Aufmerksamkeit erregt habe, als mit anderen Röcken. So habe ich gesehen, wie mich jemand aus der Straßenbahn per Handy fotografiert hat. Und die Blicke bleiben länger auf einem haften und einmal hörte ich: "Das ist ein Mann!"  ::)

Aber der Rock ist perfekt bei nassem und windigen Wetter. Es bleibt immer schön warm und trocken an den Beinen. Und genau dafür hab ich ihn, egal, was die anderen denken.

Offline MA65

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« Antwort #80 am: 03.05.2020 00:22 »
So ein Rock hätte ich auch gerne aber ich habe da meine Eigenheiten... Er muß Gürtelschlaufen und Taschen haben und das ist in der passenden Größe schwer zu finden.

Offline Albis

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« Antwort #81 am: 03.05.2020 00:28 »
MA65: Den Rock habe ich nähen lassen. Sowas gibt's nicht zu kaufen, keine Chance.

Offline MA65

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« Antwort #82 am: 03.05.2020 00:39 »
Hatte mir schon sowas gedacht und was kostet dann so ein Rock?

Offline GregorM

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« Antwort #83 am: 03.05.2020 07:00 »
Lederröcke können nach Maß gefertigt werden. Ein paar Beispiele;

https://www.makeyourownjeans.com/leather-skirts

https://royalkilt.com/kilts-for-men/leather-kilts
Können in einer Länge bis 89 cm genäht werden.

Gruß
Gregor
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Offline osem

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« Antwort #84 am: 03.05.2020 12:38 »
Also die Situation war für mich die schönste:
Folgende Situation: Warten auf die U1 in Nürnberg, viele Leute am Bahnsteig und da sprach mich eine Frau an: "Mag sein, dass andere blöd daherreden, ich finnde Ihr Outfit super!" Ich trug da gerade den blauen knielangen Herrenrock von Sabine Seidel. (mode-trend-s-de) Und auch sonst überwiegen die positiven Kommentare inzwischen deutlich die negativen.

Offline Albis

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« Antwort #85 am: 03.05.2020 13:43 »
MA65: 300 € habe ich dafür bezahlt. Den Schnitt hatte ich mir selbst ausgedacht und der Schneiderin zur Verfügung gestellt. Zwei Anproben waren auch noch dabei, denn es alles andere als einfach, den Saum in vollem Umfang auf die richtige Länge zu kriegen. Der Vorteil beim Schneidernlassen ist eben, dass man exakt das bekommt, was man haben will, wenn man es der Schneiderin vermitteln will. Der Erstkontakt mit der Schneiderin hat mich zwar auch etwas Überwindung gekosten, aber wir haben uns dann gut verstanden. Ein Jahr zuvor hatte ich mir bei ihr bereits einen ähnlichen Rock aus Satin nähen lassen. Vielleicht hast Du ja eine Schneiderei o. ä. auch in Deiner Nähe.

Moderation: Wir sind hier mit einigen Beiträgen Off-Topic. Entschuldigung. Lassen sich die Beträge vielleicht in ein neues oder vorhandenes Thema "Schneidern lassen" o. ä. verschieben?

Offline Matthias

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« Antwort #86 am: 09.05.2020 14:23 »
Hallo Albis,

Moderation: Wir sind hier mit einigen Beiträgen Off-Topic. Entschuldigung. Lassen sich die Beträge vielleicht in ein neues oder vorhandenes Thema "Schneidern lassen" o. ä. verschieben?

machbar wäre das schon. Ich lasse es aber lieber bleiben, weil die bisherigen Beiträge schon vermischt sind.
Mach am besten einfach selber einen neuen Thread zum Thema maßgeschneidert auf.

Grüße Matthias
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