Autor Thema: Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?  (Gelesen 2844 mal)

Offline Rocky_Toky

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #30 am: 29.12.2020 17:50 »
... weg vom Kleid, hin zum Rock, mit körpernahen Oberteilen ... und hohe Schuhe dürfen nicht fehlen. Aber insgesamt eher Unisex Style
Wobei ich momentan, wg. der Kälte eher mit Skinny und Overknees unterwegs bin
« Letzte Änderung: 29.12.2020 17:51 von Rocky_Toky »
Don´t Panic

Offline Zwurg

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #31 am: 29.12.2020 17:55 »
Auf alle Fälle sehr schöne Stiefel ;D
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline Rocky_Toky

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #32 am: 29.12.2020 17:56 »
Danke Zwurg
Don´t Panic

Offline Albis

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #33 am: 29.12.2020 19:28 »
In meinen Träumen wünsche ich mir, dass es diese Geschlechterunterschiede überhaupt nicht mehr gibt, sondern nur noch Unisexkleidung.
Willst du das wirklich? Dann geh mal in die Sportsachenabteilung, dort siehst du unisex. Oder werden Röcke mit Rüschen etc- unisex, weil sie nicht mehr auf eindeutigen Ständern hängen?

Gruß
Jule

Ok, vielleicht sollte ich konkretisieren, dass sich Unisexkleidung als dritte Variante mindestens gleichwertig zu den anderen beiden geschlechtstypischen Kleidungsstilen entwickeln sollte. Es kann auch gern die dominante werden, sodass sich die bisherigen geschlechtstypischen Stile zu Randerscheinungen zurückbilden und diese Kleidung nur noch zu speziellen Anlässen getragen wird.

@Zwurg: Der Rock sieht gut aus und ist auch relativ unauffällig. Also ab auf die Straße damit!  ;)


Offline Skirtedman

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #34 am: 31.12.2020 14:42 »
(Lesedauer: 4 Minuten)

In diesem Thread wollte ich ja neben einer Zusammenfassung auch in lockerer Folge noch auf detaillierte Betrachtungen eingehen. Das könnten z.B. sein: detailliertere Betrachtungen von Strumpfhosen. Oder Schuhen. Wie sich da mein Geschmack / Stil im Laufe der Zeit entwickelt hat – und vielleicht auch warum.

Die Thread-Frage „Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil?“ inspiriert mich aber zunächst darüber nachzudenken, wie sich mein Geschmack entwickelt hat in der Fremdwahrnehmung, daher also zunächst dieser Aspekt:

„Wie hat sich mein Geschmack entwickelt in der Wahrnehmung rock-/kleidtragender Männer?“

Antwort ganz kurz: Hat sich verändert.

Antwort etwas konkreter: Ist breitbandiger geworden.

Antwort umfassend muss erstmal sehr weit ausholen. Nämlich klinkt da sich auch mein Philosoph in mir ein, der sagt, er muss erstmal über die Sache nachdenken.

Denn mein Geschmack, wie ich fremde bzw. andere Männer im Rock/Kleid wahrnehme hat ganz viel auch mit meiner Eigenschau zu tun, vor allem auch im Vergleich mit mir und meinem Stil / Geschmack.

Und mein Stil / Geschmack hat sich über die Jahre auch unter Eindruck meines Umfelds entwickelt, besonders meine Freundinnen haben da mitgemischt; und über die auch wiederum deren Umfeld.

Also hat mein Stil / Geschmack sich auch recht stark entwickelt, wie meine Freundinnen und deren Umfeld mich wahrgenommen haben und es zu mir zurückgespiegelt haben. Dieser Einfluss war unterschiedlich ausgeprägt, von Freundin zu Freundin. Ganz besonders gewirkt hat (wahrscheinlich freilich) meine bislang längste Beziehung von 13 Jahren. Vor allem auch, weil wir zusammenwohnten, und man sich nur sehr begrenzt soweit aus dem Weg gehen konnte (und meist auch wollte), ohne auf das Urteil des anderen angewiesen zu sein.

Spannend war es vor allem auch, was diese Freundinnen mir gespiegelt haben, wie sie (sofern sie die Chance überhaupt hatten) andere Männer im Rock/Kleid wahrnahmen – auch wieder im direkten Vergleich zu meinem Stil.

Anfangs spielte das überhaupt noch keine Rolle. Da ich phasenweise weder eine ernsthafte Beziehung hatte noch, dass ich andere Männer in Röcken / Kleidern sah (80er, Anfang 90er Jahre).

Ohne in jedes kleinste Detail zu gehen, kannte ich nur (1984?) zwei, drei Mal Beispiele aus dem Fernsehen (Tagesschau z.B.) von Jean Paul Gaultier, einen Beitrag über Röcke/Gewänder aus München (ZDF-Beitrag „Neue Männer braucht das Land“ von Redakteur Wolfgang Kabisch für die Sendung „aspekte“). Und ich hörte in Südtirol im Radio, dass „Kenzo die Männer fast weiblich über den Laufsteg flattern ließ“, was der Boulevard-Moderator auch gleich mit einer eher abfällig zu deutenden Bemerkung über Stöckelschuhe am Mann abschloss.

Ansonsten kannte ich neben den Schotten allenfalls Männer, die Kilts trugen, meist mit Dudelsack bewaffnet in Fußgängerzonen, wo ich auch erst einmal ein Gefühl entwickeln musste, dass das nicht immer wirkliche Schotten waren.

Ich wusste: Kilts, nein, das ist nichts für mich. Sollen diejenigen Schotten spielen, die das wollen. Diese „Fremdwahrnehmung“ war bei mir also eher ein inneres Abschotten als die Erkenntnis, dass ich doch gar nicht sooo sehr verschieden war, von dem, was die „Möchtegern-Schotten“ taten.

Mit Stöckelschuhen und allzu weiblich (die Kriterien dazu musste ich für mich auch erstmal entwickeln) wollte ich auch nicht sein. Drum gelangte in meiner Fremdwahrnehmung rock-/kleidtragender Männer dann vieles auch in einer Ecke: „zu weiblich“, „drückt, was anderes aus, als ich es will“.

Viele Beispiele aus den weiteren Jahren kannte ich aus dem Real-Life beileibe nicht, allenfalls etwas aus dem Bereich „Drag Queens“ im Nachtleben, wovon ich mich aber auch ‚inhaltlich‘ distanzierte und sowas von gar nicht meinem Geschmack entsprach.

Richtig los ging es also erst mit dem Internet, wo ich nach meinem Nachnamen sofort „Mann im Rock“ als Suchbegriff wählte, um mich in diesen neuen Erlebnismöglichkeiten umzusehen.

Ich war überrascht, wie viele Beispiele ich fand – und froh, dass ich beileibe nicht der einzige war, der keinen Bock mehr auf Hosen hatte. Aber: auch hier fand ich sofort vieles als „zu weiblich“ und für „zu übertrieben“.

Bald entwickelten sich „Rock-Treffen“ bzw. „Rockertreffen“, wie sich das in den Foren dann schnell als Bezeichnung einbürgerte. Und hier sah ich die Männer dann auch in natura – und meine Freundinnen dann auch!

Auch mit den oben erwähnten Rückspiegelungen meiner Freundinnen war ich überrascht, dass die meisten der persönlich kennengelernten Männer einen (nach meiner Beurteilung) sehr viel weiblicheren Stil hatten und ich demgegenüber zu den ‚moderatesten‘ Vertretern zählte. (Vielleicht ist das aber auch die natürliche innere Haltung eines jeden, dass man „es“ am ‚vernünftigsten‘ macht…)

Und ‚moderierend‘ war ja auch der Einfluss so mancher Freundinnen auf meinen Stil und auf meine Selbstwahrnehmung – und insofern auch ein klein wenig ‚radikalisierend‘ auf meine Fremdwahrnehmung. Zu sehr (zu sehr?) hab ich mich verkrampft auf einige Details gestürzt, die darüber entschieden, ob der Stil eines anderen als „zu feminin“ ich wahrgenommen habe, oder gar als (mir; nur mir?) „förderlich“ oder gar „hinderlich“. Oder als „Geht“ oder „Geht gar nicht!“.

Letzteres „Geht gar nicht!“ wird gerne von Freundinnen (sicherlich auch Ehefrauen) und derem Umfeld eingesetzt, um einen auf eine gewünschte ‚Spur‘ zu bringen. Über die Jahre hinweg funktioniert diese Infiltration (‚Manipulation‘?) wunderbar – bei mir jedenfalls, um einen selbst von allzustarken Experimenten abzuhalten (das ist ja der Hauptzweck), um aber auch einem den Geschmack bei der Fremdwahrnehmung rock-/kleidtragender anderer Männer zu prägen.

Ich habe an mir beobachtet, dass dieser ‚moderierende‘ Einfluss (oder ‚manipulative‘ Einfluss? ) nach Ende der jeweiligen Beziehungen stark nachlässt, ich selbst wieder experimentierfreudiger werde, mich selbst weiterentwickele – und mein Geschmack, was ich an anderen Männern sehen kann und ich eher ablehne, offenherziger wird.

Neben dieser Entwicklung kam inzwischen auch meine späte Erkenntnis, dass gerade auf Bildern/Fotos die Fremdwahrnehmung von „zu feminin“ (was auch heute in meiner Wahrnehmung von Anderen noch durchaus vorkommt) sehr schnell wieder deutlich relativiert werden kann, wenn man die „zu feminine“ Person im realen Leben erleben kann. Weil vieles (wie zum Beispiel Alltags-Körperhaltung, Mimik, Gestik, ‚Gehabe‘, Verhalten, Stimme etc.) noch sehr viel intensivere Botschaften ausdrücken können, als ein Foto oder eine Reihe von Fotos vermitteln können. Der Gesamteindruck im Real-Life kann ein ganz anderer sein als der Gesamteindruck einer Bilderserie oder gar nur eines einzigen Fotos.

Insofern bin ich sehr viel liberaler, „breitbandiger“, geworden, was meinen Geschmack angeht, wenn ich andere rock-/kleidtragende Männer mir anschaue. Und mein „innerer Maßstab“ und „meine (‚die‘) Sache“ müssen nicht die absoluten Kriterien sein, um das Erscheinungsbild anderer Männer zu bemessen, jedenfalls nicht mehr so verbissen wie früher.

Und dies alles ohne genauer zu definieren, was jetzt in meinen Augen als „feminin“ oder „männlich“ galt oder gilt – zumal das jeder anders sieht. Darauf komme ich vielleicht in nachfolgenden Beiträgen zu diesem Thread noch mal genauer. Vielleicht auch nicht.

Mein Geschmack, andere Männer in der Fremdwahrnehmung zu beurteilen, ist breitbandiger geworden nicht zuletzt, weil auch ich „breitbandiger“ geworden bin. Ich bin (wie in meinem ersten Post hier im Thread gesagt) insgesamt auch femininer in meinen Outfits geworden – ganz überwiegend jedenfalls – und das Schöne ist, das scheint meine derzeitige Freundin auch ganz extrem mitzutragen und dass sicherlich sogar noch mehr für mich möglich wäre, was ich aber zum Teil defintiv nicht möchte…

Gruß an alle
und guten Start in 2021!!!

Wolfgang

Waldi

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #35 am: 03.01.2021 20:05 »
Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Rock.
Da war ich 15 oder 16. ich hatte ein Moped und bin zu einem Jeansladen gefahren in dem ich mit meiner Mutter für mich ab und an Hosen gekauft habe.
Da war natürlich auch eine Abteilung mit Röcken und ein Jeans-Mini an einer Schaufensterpuppe hatte es mir angetan.

Und ich weiß noch wie heute, dass ich sicher 10 mal mit klopfendem Herzen auf den Laden zugelaufen bin und dann doch Muffen hatte.
Dann rein, den Rock in einer Größe genommen, die ich für passen hielt und an der Kasse als Alibi gefragt, ob man den tauschen kann, wenn er der Freundin nicht passt.
Wie es sein musste, der war sehr eng und ich habe mich nie getraut, den umzutauschen. Also habe ich den so angezogen. Damals meist abends und etwas weg von zu Hause. Stretch war damals unüblich, aber nach ner Zeit hat der gepasst, er hat sich geweitet.

Bis heute sind die Jeansminis mein Favorit. Seit neuestem auch Latzkleider mit Minirock. Und seit neuestem auch farblich und aus Cord wie das hier:
https://www.bonprix.de/produkt/cord-stretch-kleid-mit-latztraegern-mattpetrol-931649/

Oder so was als Rock:
https://www.deerberg.de/deerberg-cord-rock-aaltine-rosa-6283734?campaign=Marktplatz%2FBilliger&et_uk=17afd10c43b846978ca387427f3596db&keyword=250785a4f1374936ac9f8826f2dc04c2&marketingActionGrade=878

Aber an sich hat sich mein Geschmack nie wirklich verändert.
« Letzte Änderung: 03.01.2021 20:05 von Waldi »

Offline MAS

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #36 am: 03.01.2021 20:13 »
Oh ja, ich kann mich gut daran erinnern, wie es bei mir ähnlich anfing, wenngleich ich da schon älter war.

Und die beiden Teile gefallen mir auch. Der Rock sieht unangezogen länger aus als an dem Model.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #37 am: 04.01.2021 02:33 »
Und ich weiß noch wie heute, ... mit klopfendem Herzen auf den Laden zugelaufen bin und dann doch Muffen hatte.
Dann rein, den Rock in einer Größe genommen, die ich für passen hielt und an der Kasse als Alibi gefragt, ob man den tauschen kann, wenn er der Freundin nicht passt.

Ja, genau so! ging es mir auch. (Darmstadt)
Und was hab ich gezittert beim Bezahlen!!!!
Die Kassiererin hat mit Sicherheit gemerkt, dass mit mir 'was nicht stimmt'.

Mein Rock (gelber Baumwollrock, Bundfalten, ausgestellt) hatte mir aber gepasst.

Meinen Geschmack-Werdegang hab ich ja schon ansatzweise beschrieben. Mein Bezahl-Werdegang hat sich stark verändert. Heute: selbstsicher, ohne Selbstzweifel, voller Vorfreude. Und was die Kasse sich denkt: egal!

Waldi

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #38 am: 04.01.2021 09:07 »
Mein letzter Rock Einkauf in einem Laden ist auch ne Weile her.  Das war in einem New Yorker, ein Strickrock Uni sehr schlicht. Den habe ich vom Ständer genommen und dann vor mich gehalten. direkt draußen auf der Haupteinkaufsstraße in der Fußgängerzone.

Reaktionen draußen gleich Null, obwohl viele Leute da waren. Drinnen an der Kasse die freundliche Frage, ob ich alles gefunden habe und wie man den wäscht, damit kein Peeling kommt. Also ganz normal wie bei jedem anderen Kauf auch.

Wenn man selber locker rüber kommt wirkst das für den Gegenüber auch so.

Trotzdem kaufe ich 90% online. alleine weil es für mich mit rund 1,95 und 115kg hier kaum was gibt. Dank Bonprix, Deerberg und Hess Natur habe ich da wirklich Auswahl. Bei Bonprix hat man zusätzlich einen Filter bei den Bewertungen für Körperlänge. Sehr hilfreich wie ich gemerkt habe.

Lustigerweise lese ich bei vielem die Bewertung bevor ich zuschlage und gerade bei Bonprix kommen immer öfter Männernamen bei Bewertungen. Da ich nicht gerade einen Allerweltsnamen trage habe ich da tatsächlich Hemmungen. und wie es so spielt habe ich doch tatsächlich bei meinem aktuellen Favorit mal gedacht ich traue mich mal. Hab ich aber nicht getan. Ich will nicht, dass ich dann morgen einer Bekannten oder Freundin in genau dem Teil gegenüber stehen und wenn ich das Kleid bemerke dann die Frage hören:  Bist der .... , der es mit 1,90 bewertet hat?

Ich habe zumindest ein Teil das ich besitze auch schon bei einer Freundin gesehen und Bonprix hat schon ziemlich viele Kunden. Ich sehe bei unserem Hermes Shop sehr oft Pakete von denen.

Offline Chriser

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #39 am: 04.01.2021 13:39 »
Ich kaufe natürlich auch allermeistens online. Einfach wegen der unbegrenzten Auswahl. Wir gehen aber auch gerne in den Einkaufszeilen bummeln. Wenn was schönes dabei ist, nehme ich es mir mit. Beim letzten Urlaub habe ich mir zwei drei Outdoorhemden geholt. Einer Verkäuferin erzählte ich, das ich lieber die Hemden aus der Damenabteilung nehme, welche mehr tailliert sind und mir deswegen besser gefallen. Sie hat mir einen seltsam Blick zugeworfen, aber keinen wirklichen Kommentar abgegeben.
Auch dahingehend hat sich mein Geschmack geändert. Früher mochte ich keine Hemden. Ich mag sie eigentlich immer noch nicht. Bei outdoor Kleidung mache ich aber eine Ausnahme. Ich habe mittlerweile einige kurzärmelige Hemden im Schrank. Für lange Ärmel kann ich mich noch nicht erwärmen. Für mich liegt der "Vorteil" bei den Hemden gegenüber T-Shirts das der Stoff atmungsaktiv ist ( ja es gibt auch atmungsaktive Tshirts, die sind aber eher als Unterwäsche gedacht) und die Optik für mich moderner/zeitgemäßer aussieht. Noch dazu kann ich ein Hemd mehr oder weniger aufknöpfen, wie es mir gerade beliebt. Tshirts in so papierdünnen und interessant bedruckten Stoffen habe ich noch nicht gesehen.

Offline JJSW

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #40 am: 04.01.2021 13:57 »
Gewöhnliche Herrenhemden trage ich auch kaum noch.
Aber zu meinen Jeansröcken trage ich gerne Karohemden. Und im Sommer (z.B. morgens oder abends) trage ich manchmal so ein Karohemd offen anstelle einer Jacke.

Grüßle
Jürgen
« Letzte Änderung: 04.01.2021 13:59 von JJSW »
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline Skirtedman

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #41 am: 04.01.2021 16:15 »
Ja, Ihr habt Recht, auch so eine Stilentwicklung:

Hemden.

Früher, als Mama mir noch meine Anziehsachen rauslegte, trug ich praktisch immer ein Hemd. Manchmal mit Pullunder drüber, im Winter überwiegend mit Pullover drüber. Manche Hemden waren von meiner Mutter selbstgenäht.

In der Schule brachte mir das auch schonmal den Spitznamen "Hemd" ein, zweifelsfrei doppeldeutig gemeint.

Später zog ich im Sommer vermehrt T-Shirts an. Und im Winter dann die Hemden drüber, sehr oft dann auch offen getragen - vor allem dann die Flanell- und Jeanshemden offen getragen.

Und wie ich dann selbst für mich und fürs Bügeln verantwortlich war, gewöhnte ich mir das Hemdentragen ab - vor allem wegen dem Bügeln. Flanell- und Jeanshemden, die man eher weniger bügeln muss, gingen dann noch eine Zeitlang. Alsbald - nach ein paar Jahren - hatte aber auch das sich völlig erledigt.

Und als es Mitte, Ende der 90er verstärkt bunte Seidenhemden für Männer gab, kaufte ich mir gleich zwei. Wegen dem verführerisch dünnen Stoff. Hab sie aber quasi nie angezogen - wegen dem Bügeln.

Überhaupt finde ich es störend, so einen Hemdkragen am Hals zu haben. Bei Temperaturen ab so 14 Grad ohnehin, aber auch im Winterhalbjahr.

Umso erstaunlicher, dass ich so ab Mitte 2020 auf den Geschmack gekommen bin, mir Hemdkleider oder Hemdblusenkleider (wie sie auch manchmal genannt werden) verstärkt zu kaufen. Mit mehr oder weniger hemdkragenähnlichen Lösungen. Ich dürfte jetzt so gefühlt knapp ein Dutzend davon haben, die ich auch schon bei mehr als 14 Grad getragen habe.

Geschmack ändert sich irgendwie. Und Empfindungen vielleicht auch. Und ich finde, die überwiegend gerade geschnittenen Hemdblusenkleider stehen mir auch sehr gut, auch die aus dünnem flatternden Stoff.

Und neulich wollte ich mal eines der alten Herrenhemden (die noch nicht mal alle alt aussehen) zu einem Look kombinieren, dergestalt, wie ich das in den 90ern in etwa getan habe. Ich habe drei, vier Hemden ausprobiert. Kein Look konnte mich auf Anhieb überzeugen. Hauptgrund war, dass sie mir irgendwie optisch "zu kurz" vorkamen in Kombination mit all dem Arsenal an T-Shirts und Röcken, die ich da bemühte. Nach einer Viertelstunde gab ich auf - und griff zu einem Hemdblusenkleid!

Offline Chriser

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Antw:Wie entwickelt sich euer Geschmack / Stil ?
« Antwort #42 am: 04.01.2021 19:29 »
Genau, "Kleider" machen Leute !  Ist eben viel einfacher nur ein Kleidungsstück für den ganzen Körper anzuziehen, als immer erst mehrere andere zu kombinieren. Und dann festzustellen, das gefällt einem nicht.

 

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