Autor Thema: Schwellenangst  (Gelesen 973 mal)

Offline Matthias

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Schwellenangst
« am: 29.11.2020 00:19 »
Aus einem anderen Thread möchte ich das in einem neuen Thema aufgreifen.

Viele von uns haben die Angst aufzufallen, anders zu sein, Feedback zu bekommen...

Wie ist das bei euch selber ganz speziell und in eurem Umfeld?

Grüße Matthias
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Offline MAS

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #1 am: 29.11.2020 10:55 »
Ich erinnere mich noch sehr genau und gut der Angst, des Herzschlags, der Aufregung, die ich 1999 bei meinen ersten Ausgängen im Jeansrock hatte. Es war immer wie ein Sprung ins kalte Wasser, wobei ich sozusagen mit der Zahl der ruhigen Schwimmbewegungen ruhiger wurde.

Und auch Jahre später konnt eine gewisse Angst aufkommen, wenn ich einen neuen Rock oder eine neue Kombination erstmals draußen anzog oder wenn vor mir eine Gruppe von Menschen auftauchte, von denen ich negative Reaktionen erwartete bzw. ähnliche Situationen in Erwartung hatte, wenn ich z.B. im Rock in eine Schule ging oder zu einem Vortrag oder aber auch zu meiner Schwester.

Dabei bin ich eher ein extravertierter Mensch, der es gerne hat, bemerkt zu werden. Nur will ich eben positiv bemerkt werden, und zwar nicht nach mir fremden, sondern nach meinen eigenen Maßstäben.

Insofern habe ich immer wieder diese Schwellenangst. Hatte sie auch in diesem Sommer, als ich erstmals mit buntem Rock und Blusentopp mit Lochstickerei raus ging. Aber inzwischen habe ich so viel Erfahrung im Rocktragen, dass ich mich in all diesen Gewandungen normal bewege und verhalte, so dass ich von daher nicht auffalle. Und mit Blicken und Worten kann ich ganz gut umgehen, sie ignorieren oder kontern, je nach dem, was ich für besser halte. Zudem gab es ja auch viele Komplimente im Laufe der Jahre, die mich stärkten.

Und jedes Mal, wenn die Schwellenangst überwunden war, fühlte ich mich wieder ein Stück freier.

LG, Micha
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Offline BerlinerKerl

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #2 am: 29.11.2020 12:58 »
Aller Anfang ist schwer.

Sicherlich hat JEDER hier die Schwellenangst gehabt.
Es kann und konnte sich auch negativ für die Zukunft auswirken.
Viele male habe ich hier gelesen, dass man Kinder und Familie
schützen wollte. Das ist die Schwellenangst.

Dann kommt die Zeit wo (wie bei mir) das Freischwimmen begonnen hat.
Seit längerem (eine Ewigkeit) bin ich von der Schwellenangst befreit.

Ich lebe nach dem Motto: Ich muss mich nicht mit Leuten umgeben, die mich ablehnen.

Ich emanzipiere mich, wer kommt mit?

Offline cephalus

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #3 am: 29.11.2020 14:02 »
Mir kam gerade das seit über 4 Jahren verwaiste Thema in den Sinn: https://www.rockmode.de/index.php?topic=271.0
Kann es sein, dass die Themen inhaltlich sehr eng zusammen liegen?

Ich denke in beiden Fällen geht es darum etwas zu tun, was man(n) nicht tut und um die Reaktionen die man von der Umwelt, meist unberechtigter Weise, erwartet.
Ich denke erfahrene Wissen, dass die meisten befürchteten Reaktionen ausbleiben erleichtert einem das Rocktragen im gleichen Maß wie eine Einstellung dass man das Richtige tut und einem die Meinung der Umwelt egal ist.

Cephalus


Offline JJSW

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #4 am: 29.11.2020 14:25 »
Also als ich so 2013 das erste Mal daran dachte, das ein Rock an heißen Sommertagen doch angenehmer sein könnte, fehlte mir der Mut, es auch in der Öffentlichkeit zu tun. Und meine Frau hatte auch Bedenken.

Aber als  ich zum Fasching mal einen Schotterock trug, dachte ich, wieso eigentlich nicht sonst auch. Also behielt ich das Thema im Hinterkopf, kaufte einen Cargokilt und paar Sarongs, die ich dann im Sommer im Garten oder auch mal im Urlaub, wo mich keiner kannte, getragen habe.
Dort hatte dann auch meine Freundin (da waren wir noch nicht verheiratet und zusammenlebend) nix dagegen.
Und auch bei den anderen Leuten stieß das auch nur auf wenig Interesse.
Ermutigt vom Forum, ging ich dann abends nach Feierabend von zuhause aus spazieren und nix außergewöhnliches ist passiert. Genau wie ich es vorher im Forum gelesen hatte. (Sommer 2015, da hat es dann auch mit der Anmeldung im Forum geklappt, dann wollte ich auch dort mitwirken)

Wenn ich dann zu meiner Freundin fuhr, bestand sie noch lange darauf, das ich in ihrem heimatlichem Umfeld Hosen trug, denn was sollen denn die anderen Leute von uns denken?

Dann zog ich mich mal nicht um und suchte die Konfontation mit anderen Leuten, Bekannten und Nachbarn. Mit der Zeit bemerkte sie, das die Reaktionen doch nicht so schlimm waren, wie befürchtet.
Mit der Zeit waren dann die Röcke von ihr nicht nur geduldet, sondern auch toleriert und akzeptiert und sie fing dann auch mal mit dem Röcke tragen an.
Auch Nachbarschaft, Bekannte und Kollegen sind inzwischen einiges gewöhnt.
2017 waren dann Jeansröcke und verschiedene andere Röcke weitgehend akzeptiert, dann fing ich an, es auch mal mit Kleidern zu probieren.

Aller Anfang ist schwer.

Sicherlich hat JEDER hier die Schwellenangst gehabt.
Es kann und konnte sich auch negativ für die Zukunft auswirken.
Viele male habe ich hier gelesen, dass man Kinder und Familie
schützen wollte. Das ist die Schwellenangst.

Dann kommt die Zeit wo (wie bei mir) das Freischwimmen begonnen hat.
Seit längerem (eine Ewigkeit) bin ich von der Schwellenangst befreit.

Ich lebe nach dem Motto: Ich muss mich nicht mit Leuten umgeben, die mich ablehnen.

Sehe ich genauso. Und ich hab vieles in nur fünf Jahren erreicht, was ich nie ahnen konnte.
Dabei war ich früher wenig wagemutig und eher unauffällig gekleidet.

Ich erinnere mich noch sehr genau und gut der Angst, des Herzschlags, der Aufregung, die ich 1999 bei meinen ersten Ausgängen im Jeansrock hatte. Es war immer wie ein Sprung ins kalte Wasser, wobei ich sozusagen mit der Zahl der ruhigen Schwimmbewegungen ruhiger wurde.

Und auch Jahre später konnt eine gewisse Angst aufkommen, wenn ich einen neuen Rock oder eine neue Kombination erstmals draußen anzog oder wenn vor mir eine Gruppe von Menschen auftauchte, von denen ich negative Reaktionen erwartete bzw. ähnliche Situationen in Erwartung hatte, wenn ich z.B. im Rock in eine Schule ging oder zu einem Vortrag oder aber auch zu meiner Schwester.

Und jedes Mal, wenn die Schwellenangst überwunden war, fühlte ich mich wieder ein Stück freier.

LG, Micha

So ähnlich erlebte ich das auch. Ich erlebte, wie meine Selbstsicherheit wuchs, ich mehr wagte und auch die andern mich akzeptierten.
Nach Sarongs und Kilt wagte ich mich an Jeansröcke, lange Röcke, kurze Röcke,
neue Farben, Muster, einfarbige Kleider, bunte Kleider, andere Stoffe, Baumwolle, Leinen, Kunstleder, Lackstoff usw.
Immer mal wieder neue Herausforderungen, Neues zu wagen...
Ich vergleiche es wie in einem Computerspiel, wenn man wieder einen neuen Level erreicht hat.

Muss aber zugeben. es gibt doch immer noch einige Gegenden, wo ich nicht im Rock hingehen würde. Aber auch nicht in Hosen. Aber die Welt ist mir ansonsten auch groß genug.

Und  ich hab einiges in fünf Jahren Forenzeit erreicht.

Grüßle
Jürgen
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Offline JJSW

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #5 am: 29.11.2020 14:28 »
Mir kam gerade das seit über 4 Jahren verwaiste Thema in den Sinn: https://www.rockmode.de/index.php?topic=271.0
Kann es sein, dass die Themen inhaltlich sehr eng zusammen liegen?

Ja gewisse Themen kommen immer wieder und dürfen gerne mal wieder aufgefrischt werden, denn immer wieder gibt es potentielle Rockträger, die etwas Starthilfe gebrauchen können.

Und deswegen sollte auch wie langjährigen Rockträger, alte Hasen oder tollen Hechte, immer wieder von unseren Erfahrungen mit unsererm Umfeld bezüglich des Rocktragens berichten.

meint der Jürgen
« Letzte Änderung: 29.11.2020 14:46 von JJSW »
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Offline high4all

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #6 am: 29.11.2020 19:25 »
Schwellenangst habe ich erlebt, als ich das erste Mal einen Rock im Laden anprobiert und gekauft habe. Nachdem ich die ersten Röcke über das Internet bestellt habe. Oder in abgeschwächter Form beim ersten Kauf eines Dirndls im Fachgeschäft inklusive Beratung durch eine Verkäuferin. Das ist mittlerweile Schnee von Vorgestern.

Der erste Ausflug im Rock war im Januar 2014, glaube ich. Da war es Lampenfieber, gepaart mit der Furcht vor allen möglichen Reaktionen (die natürlich ausgeblieben sind).

Die zu grössten überwindenden Schwellen sind nicht die der Türen, sondern die im eigenen Kopf vorhandenen.
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

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Offline Rockermatze

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #7 am: 30.11.2020 00:02 »
Bei mir war es eine Spontanidee aufgrund der vorherrschenden Temperaturen.
Mir waren Shorts zu warm, daher wollte ich einfach mal ausprobieren, wie es sich im Rock anfühlt.
Nach den ersten Bedenken dachte ich mir: Augen zu und durch.
Da negative Reaktionen ausblieben, bin ich dabei geblieben.
Das ist erst 16 Monate her (Juli 2019), aber seit diesem Tag trage ich jeden Tag fast ausschließlich nur noch Rock/Kleid und fahre seit knapp 3 Monaten auch so zur Arbeit.
Die einzige noch zu überwindende Schwelle ist die Akzeptanz bei meinen Eltern.

LG
Matze

Mann muss auch mal den Mut haben, die Herde zu verlassen und seinen eigenen Weg gehen.
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für den Mann.

Offline MAS

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #8 am: 30.11.2020 00:07 »
Das ist doch auch ermutigend: Da gibt es Männer wie mich, die vor mehr als 20 Jahre anfingen mit dem öffentlichen Rocktragen und Jahre brauchten, bis es alltäglich wurde und heute Männer wir Matze, der vor einem Jahr damit anfing und es heute alltäglich macht. Das liegt sicher an der jeweiligen Persönlichkeit, aber sicher auch an einem Wandel der Gesellschaft.

LG, Micha
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Offline high4all

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #9 am: 30.11.2020 01:45 »

Die einzige noch zu überwindende Schwelle ist die Akzeptanz bei meinen Eltern.

LG
Matze
Es ist wohl eher die Schwelle in Deinem Kopf, die Dich daran hindert, Dich bei deinen Eltern zu offenbaren. Deren Akzeptanz kannst Du nicht erzeugen. Das liegt alleine bei Deinen Eltern.

Und mehr als verstossen und/oder enterben können sie Dich im schlimmsten Fall nicht.

Nur Mut, es wird schon werden!
« Letzte Änderung: 30.11.2020 01:45 von high4all »
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #10 am: 30.11.2020 01:59 »
Hmm, für die Eltern, ich habs im Sommer versucht.

Am besten wieder im Sommer, an einem heißem Tag. Und dann ein leichter Sommerrock oder was Sarongähnliches. Nicht zu  grell und zu kurz. So waren meine Rockanfänge als ich begann, meine damalige Freundin  und jetzige Frau daran zu gewöhnen. Und auch bei Schwiegermutter hat es so geklappt.
Meine Mutter konnte ich leider nicht mehr meine Röcke zeigen :'(

Ansonsten, tolle Entwicklung innerhalb eines Jahres. Respekt 👍😊
Ich hab noch ca. drei Jahre bis zur Alltäglichkeit gebraucht und trage Rock auf Arbeit nur im Sommer.

Grüßle
Jürgen
« Letzte Änderung: 30.11.2020 02:01 von JJSW »
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Offline Rockermatze

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #11 am: 30.11.2020 02:49 »

Die einzige noch zu überwindende Schwelle ist die Akzeptanz bei meinen Eltern.

LG
Matze
Es ist wohl eher die Schwelle in Deinem Kopf, die Dich daran hindert, Dich bei deinen Eltern zu offenbaren. Deren Akzeptanz kannst Du nicht erzeugen. Das liegt alleine bei Deinen Eltern.

Und mehr als verstossen und/oder enterben können sie Dich im schlimmsten Fall nicht.

Nur Mut, es wird schon werden!

Meine Mutter weiß, dass ich Röcke/Kleider trage, ihr zeige ich sogar meine Fotos und teile ihr mit, wenn ich wieder etwas erreicht habe.
Sie nimmt es zur Kenntnis, zeigt sich aber nicht sehr begeistert und ist der Meinung, dass ich meinem Vater nichts davon erzählen solle.
Mein Vater ist in dem Glauben, dass der Versuch im letzten Juli der einzige geblieben ist.

Ich werde leider vorerst damit leben müssen  :-\
Mann muss auch mal den Mut haben, die Herde zu verlassen und seinen eigenen Weg gehen.
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für den Mann.

Offline cephalus

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Antw:Schwellenangst
« Antwort #12 am: 30.11.2020 08:19 »
Das ist doch auch ermutigend: Da gibt es Männer wie mich, die vor mehr als 20 Jahre anfingen mit dem öffentlichen Rocktragen und Jahre brauchten, bis es alltäglich wurde und heute Männer wir Matze, der vor einem Jahr damit anfing und es heute alltäglich macht. Das liegt sicher an der jeweiligen Persönlichkeit, aber sicher auch an einem Wandel der Gesellschaft.

Vor ziemlich genau 21 Jahren habe ich das erste Mal öffentlich einen Rock getragen.
In den folgenden 18-19 Jahren war es eine unendlich langsame Entwicklung zu meinem heutigen Stand, bedenkenlos Röcke und Kleider in vielen Situationen zu tragen.

Aber alltäglich ist es für mich nach wie vor nicht:
Alltäglich im Wortsinn will ich nicht, ein Rock soll auch etwas Besonderes sein und bleiben. Aus diesem Grund sind auch die meisten meiner Röcke keine "Alltagsröcke".
Und auch wenn die vermutete Meinung meiner Umgebung deutlich an Relevanz für mich verloren hat, so habe ich doch im Hinterkopf wie man sich über Frauen wundert, die immer einen Rock tragen.

Und ja, auch wenn die "Schwellenangst" weg ist, oder nur noch ganz selten in ganz besonderen Situationen auftritt, überkommt mich manchmal, plötzlich und unvorhersehbar, ein Zweifel an meinem Tun, insbesondere dann wenn ich mir die uniforme Männermasse vor Augen halte - oder an anderen Tagen auch eine gewisse Euphorie.

Cephalus

 

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