Autor Thema: Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)  (Gelesen 36486 mal)

Offline GregorM

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Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Antwort #45 am: Gestern um 17:19 »
Lieber Micha und Wolfgang,

Mønster klingt überhaupt nicht wie Monster.

Wir haben übrigens nur drei Spezialbuchstaben: Æ, Ø und Å.

Ø = Ö; und Æ = Ä,, Mit Å ist es schwieriger. Hier gibt es nichts in der deutschen Sprache, das ähnlich klingt. Es klingt wie ein extrem offener O. Der Vokal ist kurz und endet abrupt mit einem Druck. Bei Stadtnamen wie Åbenrå (Apenrade auf Deutsch) schreibt man - wegen e-mail - wieder AA: Aabenraa.

Ü gibt es nicht. Hier verwenden wir immer Y. ß haben wir auch nicht. Z kennen wir nur bei Fremdwörtern wie „Benzin“ und „Zebra“. W existiert auch nur in wenigen Fremdwörtern. W und V werden immer gleich und wie we ausgesprochen.
Gruß
Gregor

Offline MAS

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Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Antwort #46 am: Heute um 00:44 »
Welch ein Mordstrum von Text Du da wieder verfasst hast, lieber Wolfgang! ;D

Dänisch ist aber keine deutsche Sprache, so dass das hier genau genommen nicht der richtige Thread dafür ist, sondern allenfalls eine germanische. Sei es trum drum, bleiben wir hier.

Lateinisch "monstrare" für deutsch "zeigen" stimmt als Wurzel für "monsturm/Monster" und dann vielleicht auch vor "Muster/mønster" sicher auch. Gut gedacht! Das kommt dann auch in "Demonstration", "Monstranz" usw. vor. (Die Pastafaris machten dann aus letzterem die "Monsteranz", was ich hier nur nebenbei erwähnten möchte.)

Aber ob "uhyre" und "Ungeheuer" dieselbe Wurzel haben? Immerhin heißt deutsch "ungeheuer" auf Dänisch "enorm", was wir im Deutschen ja auch kennen, und deutsch "geheuer" auf Dänisch "altid", also auf Deutsch zurück "allzeit". Meine Frage ist, ob das dänische "u" dem deutschen Präfix "un" als Verneinung entsprich, ob also "hyre" auch "geheuer" heißen kann. Aber nein, meint der Google-Übersetzer, "hyre" heißt "mieten", ähnlich dem niederländischen "huur", was an die Huren erinnert, deren sexuelle Dienstleistung man mieten kann.

Und nun eine Frage an Gregor:
Spricht man im Dänischen das Å so aus wie im Schwedischen oder anders? Ich frage, weil ich auch immer gelernt habe, man spreche es wie ein offenes O aus, also so wie im bairischen "i hab", was Michael Ende in "Der Goggolori" (vgl. https://michaelende.de/buch/der-goggolori) ja mit "I håb" schreibt. In Schweden lernte ich nun aber, dass man es wie ein geschlossens O ausspricht, also "Småland" wie "Smoland", wenn man es auf Deutsch schreiben würde. Oder wie ist es korrekt mit dem Å in den beiden Sprachen?

LG, Micha

 
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