Autor Thema: Herausforderung VR China  (Gelesen 1351 mal)

Offline MAS

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Herausforderung VR China
« am: 03.12.2020 12:00 »
Ni hao!

Unter https://www.rockmode.de/index.php?topic=8060.msg134311#msg134311 schrieben Harry und Hirti etwas über die Herausforderung China. Das ist bestimmt einen neuen Thread wert.

Von billigster Massenware bis zu hochwertigsten Produkten kommt alles aus der VR China. Und zwar keineswegs nur Produkte, die irgendwie typisch chinesisch wären wie Porzellan oder Tee, sondern zum einen internationale Dinge wie Computer (auch der, auf dem ich hier schreibe, obwohl die Marke amerikanisch ist) und zum anderen auch Dinge, die eigentlich typlisch für andere Kulturen sind wie Kuckucksuhren.

Die VRC (ich betone das "VR" weil Taiwan ja auch chinesisch ist, hier aber nicht gemeint ist) baut gerade an der Neuen Seidenstraße, einem Netzwerk an Transportwegen über Land und Wasser, um ihre Waren in die Welt zu bringen. Chinesische Arbeiter bauen Straßen, Eisenbahnen, Häfen, Flughäfen usw. in vielen Ländern, und machen diese Länder von der VRC abhängig.

Das alles wäre ja gar nicht so schlimm und einem alten, ehrwürdigen Kulturvolk, das so lange von Europa geknechtet wurde (Stichwörter: Opiumkrieg, Boxeraufstand) zu gönnen, wäre da nicht eine skrupellose, machtgierige, menschenverachtende post-kommunistische Partei dahinter. Die VRC zeigt, dass Kapitalismus ohne Demokratie funktioniert.

Ich sehe also nicht nur die Herausforderung der wirtschaftlichen Konkurrenz, sondern des Wettbewerbs der Staats- und Gesellschaftsformen. Es steht nicht nur unser Wohlstand auf dem Spiel, sondern unsere Demokratie, wie man an Hong-Kong sehen kann.

Die Idee, durch wirschaftliche Kooperation die Demokratie in der VRC zu fördern, erweist sich mehr und mehr als Illusion. Umso wichtiger erscheint mir eine starke NATO zu sein und eine starke UNO.

Was meint Ihr dazu?

LG, Micha 
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Offline GregorM

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #1 am: 03.12.2020 12:43 »
Hallo Micha,

ich erkläre mich einig.

Gruß
Gregor
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Offline radix

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #2 am: 03.12.2020 14:56 »
Hallo Micha,

du hast einige wichtige Aspekte bezuglich der Volksrepublik China (VRC) aufgezeigt, wobei der Begriff "Volksrepublik" eigentlich gar nicht stimmt, denn es handelt sich bei der Wirtschaftsform der VRC wie von dir richtig dargestellt inzwischen um "postkommunistischen Kapitalismus ohne Demokratie". Auf jeden Fall wird es eine immer größere Herausforderung werden, mit den Chinesen mitzuhalten. Dem Vernehmen nach strebt man dort an, bis 2049 die stärkste Macht der Welt zu sein - und das könnte den Chinesen gelingen.

Ob da die NATO hilft, weiß ich nicht, das klingt mir zu sehr nach einer militärischen Auseinandersetzung, die hoffentlich nie stattfinden wird, denn es würde wohl das Ende der Menschheit bedeuten. Aber die UNO, die sollte auf jeden Fall tätig werden und die Entwicklung in der VRC im Auge behalten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es ist wohl kein Zufall, dass deutsche Firmen in der VRC nur als Joint Venture mit einer chinesischen Firma zusammen agieren können, während in Europa, insbesondere in Deutschland, schon viele chinesische Unternehmen ansässig sind - ohne eine deutsche "Begleitung". Auch hier sollte man ansetzen und die Entwicklung chinesischer Firmen in Deutschland kritisch im Auge behalten.

Radix

Offline MAS

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #3 am: 03.12.2020 16:53 »
Vollkommen richtig, lieber Radix, das Wort "Volksrepublik" ist ein Euphemismus oder gar eine Lüge. Wobei "Volksrepublik" ja eh doppelt gemoppelt ist, denn "Republik" bedeutet ja soviel wie "Volksangelegenheit", so dass "Volksrepublik" "Volksvolksangelegenheit" bedeutet. Aber auch wenn man das Volk zweimal nennt, heißt es nicht, dass es auch mitreden darf.

In Bezug auf NATO denke ich gerade nicht an eine militärische Auseinandersetzung, sondern an ein Verhindern derselben durch Abschreckung, was im Kalten Krieg mehr oder weniger gut funktioniert hat. Aber lieber wäre mir eine wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit, bei der nicht China bestimmt und alle anderen kuschen, sondern alle auf gleicher Augenhöhe miteinander arbeiten, als entweder nichtchinesische Firmen in der VRC genau so frei agieren dürfen, wie chinesische in der EU oder eben auch die nur unter EU-Aufsicht hier arbeiten dürfen. Aber ein Machtkampf ist das so oder so, also gewissermaßen auch schon ein Kalter Krieg.

Ich wünsche mir da eine UN, die den einzelnen Staaten auch wirklich was vorschreiben kann, was dann auch umgesetzt werden muss. Und ein einzelner Staat düfte kein Veto-Recht haben, auch kein Staat im Sicherheitsrat.

Und Völkerreicht sollte Völkerrecht und kein Staatenrecht sein! Und Menschenrecht sollte vor Völkerrecht gehen.

Aber konkret: Was machen wir als EU-Bürger mit der VRC? Kaufen wir ihre Waren oder nicht, wenn wir die Wahl haben. Ich gebe zu, ich habe neulich noch chinesischen Tee gekauft.

LG, Micha


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Online DesigualHarry

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #4 am: 04.12.2020 17:47 »
Hallo!

Wer es jetzt noch nicht kapiert welche Gesundheitlichen Probleme uns die "menschliche Monokultur" bringen wird...

Dabei macht es doch die Natur uns immer wieder vor, dass Artenvielfalt ein weitaus besseres Instrument währe für ein Gesundes Friedlicheres Miteinander.

Dank Globalisation dürfen sich jetzt alle Menschen weltweit Impfen lassen, und dann Dank gleichem Impfstoffs wieder nicht gerüstet zu sein für die nächste Pandemie...

Wenn ich was zu sagen hätte würde ich den Europäischen Staaten empfehlen wieder mehr ihre eigene Kultur hochleben zu lassen, und Globalisation ganz gezielt zu drosseln. Nicht nur aus wirtschaftlichen Interessen, sondern vielmehr wegen einem hochwertigen Gesundheitlichen Interesse heraus. Eine Gesellschaft kann nur Gesund sein, wenn ihre Mitglieder Gesund sind.

Wenn wir uns auf unseren eigenen Stärken besinnen, braucht uns ganz gewiss nicht Angst und bange wegen den Chinesen sein.
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Offline MAS

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #5 am: 04.12.2020 20:00 »
Lieber Harry,

das passt ja zum anderen Thema über die Vielfalt der Sprachen, denn was wir global erleben, haben wir national schon längst hinter uns oder sind noch dabei: Vereinheitlichung. Nur: Was wäre der richtige Weg: Isolation kleiner Einheiten der Menschheit voneinander?

LG, Micha
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Online DesigualHarry

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #6 am: 04.12.2020 22:46 »
Hallo!

Lieber Micha!

Isolation währe sicher der falsche Weg, genauso wie die totale Globalisation. Wichtig währe erstmal die Wichtigkeit der Vielfalt zu erkennen, und zu fördern. Da die Vielfalt einen größeren Spielraum, und damit weniger Konkurrenzdenken nach sich zieht. Aber derzeit arbeiten Religionen, Wirtschaft und Politik an dem Uniformierten Menschen, Was sich jetzt immer mehr in Gesundheitlichen Problemen an der Gesellschaft auswirkt.

Die Auseinandersetzung mit sich selber und seinen Fähigkeiten, ist ein weitaus Gesundheitsförderndes Instrument, als der Vergleich mit anderen Menschen. Die Natur erschafft keine gleichen Menschen, Menschen haben ihren eigenen Rhythmus  Ihre eigene Individuelle Frequenzen, die diesem Menschen bestimmte Fähigkeiten geben, während er andere Fähigkeiten nicht so gut beherrscht. Aber das ist natürlich von der Natur so gewollt um Vielfalt zu erhalten, und damit das Leben selber zu schützen.

Das Anerkennen der Vielfalt würde  Neid und Konkurrenzdenken vielfach beseitigen, weil jeder für einen ganz speziellen Bereich ein Meister ist, und genau für diese Fähigkeit zur Verfügung steht.

Ich würde auch generell lieber in einem kleineren Land leben wollen, aber gleichzeitig mit den Nachbarn hinter den Staatsgrenzen eine bessere intensivere Verbindung zu pflegen. Das Reisen in dem Stil wie in den vergangenen Jahren würde ich aber großteils unterbinden. Nicht weil ich es den Leuten nicht gönnen würde, sondern zum Schutz der eigenen Natur und Individualität.
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Offline MAS

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« Antwort #7 am: 04.12.2020 23:07 »
Das klingt schön, lieber Harry.

Andererseits wünsche ich mir eine Weltregierung. Aber Deine Idee klingt auch gut.

LG, Micha
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Offline culture skirt

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #8 am: 04.12.2020 23:15 »
Das klingt schön, lieber Harry.

Andererseits wünsche ich mir eine Weltregierung. Aber Deine Idee klingt auch gut.

LG, Micha
Das hieße, dass alle gleich werden müssten. Die EU ist doch nichts anderes als eine Weltregierung, oder auf dem Weg eine zu werden. Oder woher weiß ein amerikanischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse der Oberbayer hat oder ein Oberbayerischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse Afrikaner haben?

Offline MAS

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #9 am: 04.12.2020 23:21 »
Das hieße, dass alle gleich werden müssten. Die EU ist doch nichts anderes als eine Weltregierung, oder auf dem Weg eine zu werden. Oder woher weiß ein amerikanischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse der Oberbayer hat oder ein Oberbayerischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse Afrikaner haben?

Nee, so stelle mich mir eine Weltregierung nicht vor, aber so, dass es eine Instanz gibt, die dafür sorgt, dass keiner mehr Krieg gegen irgendwen führt und keiner mehr jemand anders ausbeutet.

Zugleich soll es regionale Regierungen geben, die eben die regionalen Bedürfnisse befriedigen.

In der EU läuft bei weitem nicht alles in diesem Sinne.

LG, Micha
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Offline wg84

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« Antwort #10 am: 05.12.2020 00:03 »
Oder woher weiß ein amerikanischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse der Oberbayer hat oder ein Oberbayerischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse Afrikaner haben?
Hat denn nicht jeder Mensch auf dieser Welt die selben Bedürfnisse? Wasser, Nahrung, ein Zuhause, soziale Nähe?

Ich persönlich bin der Meinung, dass Trennendes nie besser ist als Verbindendes. Warum müssen wir uns auf der Welt in Gruppen (Nationen) einteilen und uns gegeneinander ausspielen, damit nicht ein anderer einen Vorteil hat? Gerade hier im Forum ist doch schon so oft über das Gruppendenken und die negativen Auswirkungen davon diskutiert worden. Wär es nicht besser wir würden uns endlich mal als das betrachten, was wir wirklich sind: EINE Menschheit auf einem kleinen kugelförmigen Raumschiff unterwegs durch ein riesiges lebensfeindliches All, ohne Möglichkeit auf ein anderes Transportmittel umzusteigen? Wenn wir nicht irgendwann lernen, dass es keine Deutschen, Österreicher, Franzosen, Chinesen, Amerikaner, usw. gibt, sondern nur Menschen, dann werden wir nie globale Probleme (fair für alle) lösen können.

LG Franz

Offline MAS

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« Antwort #11 am: 05.12.2020 00:15 »
Das ist ja richtig Franz, aber ich verstehe Jules Kritik eher so, dass er meint, bayerische Kultur sei anders als z.B. die bretonische und anders als z.B. laotische usw. Es ist ja auch schön, dass es viele verschiedene Kulturen gibt und nicht wie alle dieselbe haben.

Ich stelle mir es idealerweise so vor, dass es eine Einheit in Vielfalt gibt: eine Menschheit in vielen Kulturen, die sich gegenseitig bereichern. Das geht natürlich nicht ohne Austausch.

Franz, Du nennst die Grundbedürfnisse. Aber das heißt ja nicht, dass ein Bayer nicht mal ein Bedürfnis nach einem Zweifachen hat, nach einer Maß Bier und nach einer Partie Eisstockschießen und ein Bretone nach einem An Dro, einem Krug Cidre und einer Partie Galoche.

LG, Micha

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Offline culture skirt

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #12 am: 05.12.2020 00:29 »
Oder woher weiß ein amerikanischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse der Oberbayer hat oder ein Oberbayerischer Weltpräsident, welche Bedürfnisse Afrikaner haben?
Hat denn nicht jeder Mensch auf dieser Welt die selben Bedürfnisse? Wasser, Nahrung, ein Zuhause, soziale Nähe?
Ja, aber die Lebenswelt unterscheidet sich deutlich von dir und einem Aborigines und der wieder von anderen Urvölkern. Das deutlichste ist doch die Kleidung. Europa ist kleidungsmäßig schon vollständig amerikanisiert, bis auf wenige Trachtenräger in Vereinen und abgelegen Orten.

Wenn wir nicht irgendwann lernen, dass es keine Deutschen, Österreicher, Franzosen, Chinesen, Amerikaner, usw. gibt, sondern nur Menschen, dann werden wir nie globale Probleme (fair für alle) lösen können.

LG Franz
Menschen sind nicht gleich. Es gibt Unterschiede zwischen Össis, Amis und Piefken. Ein Österreicher wird sich auch nicht sagen lassen, dass er genauso wie der Ami oder der Piefke wäre, oder dass es keine Unterschiede gäbe.
Die Erde reist nicht durchs Weltall. die hat ihre feste Umlaufbahn. Die Menschheit wird eher ein Transportmittel (Spaceshuttles gibts ja schon lange) erbauen als dass alle Menschen einer Meinung sein werden und alle globalen Probleme gelöst haben. Interstellares Reisen klappt ja noch nicht. Für die Rohstoffe werden dann auch wieder andere Länder ausgebeutet. Geht ja nicht anders, wenn man es konsequent zu ende denkt. In Mali unterstützt die Bundeswehr aktiv Frankreich für den Uranabbau, der bei jedem aus der Steckdose kommt (jaha auch die, die "grünen Strom" kaufen, bekommen billigen Atomstrom). Dort sind große Vorkommen an Uranerzen und Gold. Offiziell ist die Bundeswehr dort gegen den "Terror" und den Schutz unserer Freiheit  stationiert. Da spricht keiner über die Ausbeutung.

Offline culture skirt

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #13 am: 05.12.2020 00:40 »
Ich stelle mir es idealerweise so vor, dass es eine Einheit in Vielfalt gibt: eine Menschheit in vielen Kulturen, die sich gegenseitig bereichern. Das geht natürlich nicht ohne Austausch.

LG, Micha
Vielleicht will nicht jeder bereichert werden. Vielleicht ist das auch nicht gut, wie alle immer sagen, dass Multikulti eine Bereicherung ist. Das hat mir ein Kollege zum Beispiel mal gesagt. Der will sein Leben leben, wie er es kennt und von muslimischer oder afrikanischer Kultur nichts wissen und auch nichts nachmachen müssen. Ich habe zwei Syrier unter mir, weil die Hausverwaltug auch auf diesen Mulltikultizug aufgesprungen ist und sehe das heute bissl mit anderen Augen. Ich kann meine Oma und alle Leute, die sich was aufgebaut haben, verstehen, dass sich der ganze Ort beim Bürgermeister gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen hat. Wenn man nicht unmittelbar in der Nähe von denen lebt, kriegt man auch nichts mit. Ich bin langsam am überlegen weg zu ziehen (die Mentalität passt einfach nicht hierher), in eine gehobenere Gegend, die sich Flüchtlinge nicht leisten können. Noch nicht. Der Nachteil ist, ich habe dann auch weniger im Portmonaie.

Gruß
Jule
« Letzte Änderung: 05.12.2020 00:40 von culture skirt »

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« Antwort #14 am: 05.12.2020 08:28 »
Das ist halt eine Frage der Offenheit. Natürlich gibt es Menschen, die nichts anderes kennenlernen wollen, als was sie als Kind gelernt haben. Die gibt es überall. Und es gibt Menschen, die ihr Leben lang lernen wollen.
Ich habe die unangenehmsten Veränderungen meiner liebgewonnenen Umgebung übrigens von Menschen erlebt, bei denen es egal war, wo sie her stammten. Die Veränderung bestand meist darin, dass sie Bäume gefällt haben, di ich liebte, und statt dessen da ein Haus oder hingebaut haben. Aber die türkischen/türkeistämmigen oder nach deren Wegzug pakistanischen/pakistanstämmigen Nachbarn neben uns empfinde ich als liebe Nachbarn, nicht anderes als die biodeutschen ein Haus weiter.

LG, Micha
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Offline wg84

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #15 am: 05.12.2020 09:53 »
Ja, aber die Lebenswelt unterscheidet sich deutlich von dir und einem Aborigines und der wieder von anderen Urvölkern. Das deutlichste ist doch die Kleidung. Europa ist kleidungsmäßig schon vollständig amerikanisiert, bis auf wenige Trachtenräger in Vereinen und abgelegen Orten.
Als ich vor 10 Jahren im Outback in Australien war, habe ich mit einigen Aborigines zu tun gehabt. Die Tracht haben die nur für Touristen an. Im Alltag leben die genauso wie du und ich.

Menschen sind nicht gleich. Es gibt Unterschiede zwischen Össis, Amis und Piefken. Ein Österreicher wird sich auch nicht sagen lassen, dass er genauso wie der Ami oder der Piefke wäre, oder dass es keine Unterschiede gäbe.
Doch, die Menschen sind gleich. Es gibt keinen körperlichen Unterschied zwischen Österreichern und Deutschen oder Amis. Und der körperliche Unterschied zu Asiaten oder Afrikanern ist dermaßen klein, dass er schon wieder vernachlässigbar ist.
Die Erde reist nicht durchs Weltall. die hat ihre feste Umlaufbahn. Die Menschheit wird eher ein Transportmittel (Spaceshuttles gibts ja schon lange) erbauen als dass alle Menschen einer Meinung sein werden und alle globalen Probleme gelöst haben. Interstellares Reisen klappt ja noch nicht.
Die Umlaufbahn um die Sonne ist derzeit halbwegs fest, das stimmt. Aber trotzdem bewegen wir uns durchs Weltall, denn die Sonne steht ja nicht fest auf einem Platz, sie bewegt sich Richtung Vega, rotiert dabei gleichzeitig um den Kern der Milchstraße, welche sich wiederum Richtung Andromedagalaxie bewegt. In diesem Video ist das recht anschaulich visualisiert: https://www.youtube.com/watch?v=IJhgZBn-LHg&feature=youtu.be&t=1017
Die Space Shuttles sind schon wieder Geschichte, und soo lange gibts Raumfahrt auch noch nicht.

Für die Rohstoffe werden dann auch wieder andere Länder ausgebeutet. Geht ja nicht anders, wenn man es konsequent zu ende denkt.
Das versteh ich nicht. Warum ist Ausbeutung die einzig logische Konsequenz?

LG Franz

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« Antwort #16 am: 05.12.2020 10:21 »
Îch bin auch für Unterschiede, denn nur von Menschen, die anders sind, denken, fühlen, leben als ich, kann ich was dazulernen. Zu fremd dürfen sie mir aber auch nicht sein, sonst verstehe ich sie nicht und kann auch nichts von ihnen lernen. Aber gerade weil ich Unterschiede liebe, liebe ich auch, Menschen aus anderen Kulturen in meiner Nachbarschaft zu haben. Würden sie nur in anderen Ländern leben, weit weg von mir, könnte ich wiederum auch nicht so viel von ihnen lernen.

Wenn wir mal konsequent denken: Hätte es nicht die nationale Anpassung gegeben, würden wir uns hier gar nicht verstehen, weil jeder nur seinen Dialekt verstehen würde. Dass nun aber die Dialekte verschwinden, statt dass wir alle zumindest zweisprachig wären (Dialekt und Standarddeutsch), empfinde ich als ein Auschütten des Kindes mit dem Bade. (Hups, der Satz gehört eigentlich in den Thread über die Vielfalt und den Wandel der deutschen Sprache(n).

Worum es mir aber in diesem Thread hier geht: Nach der Amerikanisierung der Welt droht nun eine Sinisierung, allerdings weniger kulturell, denn da haben sich die Chinesen selbst schon einigermaßen amerikanisiert, aber politisch und wirtschaftlich (was ja eigentlich auch Teile von Kultur sind, aber Ihr wisst schon, was ich mit "kulturell" meine). Ich hätte gegen die traditionelle Kleidung der Chinesen, bei der Männer hohen Ranges keine Hosen sondern Kleider trugen, gar nicht so viel einzuwenden, aber gerade darum geht es ja nicht. Es geht um eine Einparteienherrschaft, die alles unter ihre Kontrolle zu bringen trachtet. Dabei ist es recht egal, ob diese Partei chinesisch, russisch, amerikanisch, deutsch oder was auch immer, von mir aus auch peruanisch, neuseeländisch oder ugandisch ist. Es geht mir nicht um die Länder, Völker und Kulturen, sondern um das Politik- und Wirtschaftssystem, das ich für mit unseren Vorstellungen von Demokratie, Freiheit und Vielfalt unvereinbar halte. 

LG, Micha

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Offline culture skirt

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« Antwort #17 am: 05.12.2020 11:13 »
Hallo wgt84,

du bist also gleich wie ich? Siehst genauso aus, machst den gleichen Beruf, hast die gleichen Interessen und Ansichten?
Gleichwertigkeit heißt nicht Gleichheit.

Der Körper von Schwarzen ist übrigens auch anders als von Weißen. Der schnellste Sprinter der Welt ist nicht zufällig Schwarzer. Und die dunkle Haut ist an die Sonne angepasst, wo du Hautkrebs bekommen könntest ohne Schutz. Dafür können Schwarze andere Hautkrankheiten  in kalten Gebieten bekommen.

Mit Ressourcen meinte ich, dass du in dem Augenblick wo du deinen Text verfasst hast
bereits schon Rohstoffe abgebaut wurden. Mit jeder Rasierklinge, neuen Handy, machst du einen Teil der Ausbeutung aus.
Und wenn die Menschen die Erde überwinden sollten, sind die wieder daran gebunden auf anderen Planeten Rohstoffe abzubauen für ihre Raumschiffe.

Hallo Michael,
Dialekte sind keine Sprache. Man kann durch Schriftsprache mit den tiefsten Schwaben oder Bayern schreiben und ihn verstehen, den man mündlich gar nicht mehr verstehen würde. Und es wäre auch nicht nur Zweisprachig, du müsstest alle Dialekte wie Plattdeutsch usw. beherrschen, was nicht geht.

Menschen aus anderen Kulturen möchte ich nicht mehr als Nachbarn haben. Du hast wahrscheinlich keine. Du kannst gerne meine bei dir aufnehmen und ich gabe dafür meinen Frieden.

Gruß
Jule
 

Offline wg84

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« Antwort #18 am: 05.12.2020 11:46 »
Jule, ja ich bin gleich wie du. Wir haben beide Arme und Beine, Kopf, Augen, Nase, Ohren. Wir haben beide die selben Grundbedürfnisse. Ich habe nur vom Körper geschrieben. Ob jetzt jemand mehr Farbpigmente in der Haut besitzt oder nicht, macht den Körper jetzt nicht gravierend anders.

Betreffend Ressourcen verstehe ich immer noch nicht, warum ich zum Rohstoffe abbauen andere Menschen ausbeuten MUSS...

LG Franz

Offline MAS

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« Antwort #19 am: 05.12.2020 15:18 »
Hallo Michael,
Dialekte sind keine Sprache. Man kann durch Schriftsprache mit den tiefsten Schwaben oder Bayern schreiben und ihn verstehen, den man mündlich gar nicht mehr verstehen würde. Und es wäre auch nicht nur Zweisprachig, du müsstest alle Dialekte wie Plattdeutsch usw. beherrschen, was nicht geht.

Menschen aus anderen Kulturen möchte ich nicht mehr als Nachbarn haben. Du hast wahrscheinlich keine. Du kannst gerne meine bei dir aufnehmen und ich gabe dafür meinen Frieden.

Gruß
Jule

Jule,
ja, in der Schrift mag man sich verständigen können, wenn man eine Schriftsprache neben seiner Muttersprache gelernt hat, das stimmt. Wie Wolfgang in dem Thread über die Vielefalt und den Wandel der deutschen Sprachen erklärte, hing das mit Martin Luther zusammen.

Ob ich Nachbarn aus einer anderen Kultur habe, hängt davon ab, ob mein unsere pakistanstämmigen Nachbarn als solche ansieht oder nicht.

Aber bitte, bleibt doch in diesem Thread mal bei der VR China.

LG, Micha
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Offline Holger Haehle

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« Antwort #20 am: 05.12.2020 17:14 »
Bevor ich Michas Wunsch, über die VR China zu reden, nachkomme, möchte ich mich moralisch auf die Seite von Franz schlagen und biologisch widersprechen.
One world one people ist eine ethisch philosophische Forderung. Alle Menschen sollen gleich behandelt werden. Dem stimmt wahrscheinlich fast jeder hier zu. Aber biologisch gibt es sogar zwischen eineiigen Zwillingen Unterschiede. Nur sollten diese Unterschiede eben nicht ein Grund für unterschiedliche Behandlung sein. Wie könnten wir auch sonst friedlich globalisieren?

Und nun zur sozialistischen Volksrepublik China. die sich stetig in Richtung Stalinismus bewegt und nicht nur das eigene Volk und seine ethnischen Minderheiten unterdrückt, sondern auch subtil nach der Weltherrschaft strebt. Ich verfolge hier in Taiwan regelmäßig das chinesische Staatsfernsehen und die Berichte unserer chinesischen Austauschstudenten und von den Asyl suchenden Studenten aus Hongkong.

China beansprucht mittlerweile ein Seegebiet, das runter bis nach Poynesien reicht. Sie besetzen kleine Inselchen von Vietnam, Malayysia und den Philipienen mit Flottillen paramilitärischer Fischerboote. Vor zwei Wochen haben sie in einer Aktion 36h lang versucht eine japanische Insel zu besetzen.

Über die sogenannte Seidenstraße nehmen sie Einfluss auf ihre Partner. Sie finanzieren Staatsanleihen und üben darüber erst wirtschaftlichen und dann politischen Druck aus. So war es keine Überraschung, dass China in der UN in den Kontrollrat für Menschenrechte gewählt wurde, obwohl sie Millionen Tibeter und Uiguren in Konzentrationslagern gefangen halten.

China braucht die Welt und seine Resourcen, um seiner gesammten Bevölkerung modernen westlichen Standard zu bringen. Im Moment gibt es nur Wohlstand in den Parteikadern. Die Welt wird zum Tropf für China. So war das auch in den alten Dynastien mit den Tributzahlungen vom einst freien Tibet, der Mongolei, den Khmer oder Japan und Korea. Und das Lustige ist, sie machen nicht mal ein Geheimnis daraus. In China wird die Hegemonie Chinas öffentlich diskutiert und unterstützt. Man glaubt, das überlegene politische System und eine überlegene Rasse dafür zu haben. Das sieht man auch am erfolgreichen Umgang mit dem Coronavirus. Davon ist der Präsident und die chinesischen Touristen in Taiwan überzeugt. Das erzählen sie voller Stolz und verstehen nicht, dass die Taiwaner nicht heim ins Reich wollen.

« Letzte Änderung: 05.12.2020 17:18 von Holger Haehle »

Offline high4all

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« Antwort #21 am: 05.12.2020 17:27 »
Ein besonderer Coup ist China kürzlich mit der Einrichtung einer "Frei"handelszone gelungen:

https://www.dw.com/de/weltgr%C3%B6%C3%9Fte-freihandelszone-unter-dach-und-fach/a-55606613

Die Australier haben die Handelsmacht Chinas schon zu spüren bekommen und fangen an zu kuschen. Die Demokratie in Hongkong ist schon fast plattgemacht und der Westen hat keine echten Möglichkeiten der Gegenwehr. Dazu ist die Abhängigkeit von Chinas Industrie und Rohstoffen (seltene Erden) schon zu groß geworden.

Gleichzeitig "erobern" chinesische Firmen Afrika und sichern so Chinas Einfluss in internationalen Gremien (UNO). Von der modernen Seidenstraße und dem zunehmenden Einfluss in Europa gar nicht zu reden. Über den Brexit freuen sich die Chinesen ungemein.

Ich fürchte, lieber Holger, dass Dir noch eine unruhige Zeit in Taiwan bevorsteht.

LG
Hajo
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Online DesigualHarry

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« Antwort #22 am: 05.12.2020 17:48 »
Hallo!

Ich verstehe schon das Bibelzitat "liebe deinen Nächsten wie dich selbst", verstehe aber nicht dass ich Menschen mit Unterschiedlichen Fähigkeiten gleich behandle soll.
Als Lehrer z.b. muss ich doch auf die Unterschiedliche Reife der Kinder eingehen können, also kann ich doch nicht jedes Kind gleich behandeln, oder wie?

Mit einem Sportler rede ich auch über andere Themen, als mit einem Mathematiker.
Dem  Dorf im Flachland nützt die Lawinengalerie nichts, während sie einem Alpendorf vielleicht das überleben sichert. Ich muss also von Situation zu Situation andere Entscheidungen treffen. Zu einem Baby verhalte ich mich doch auch anders, als zu einem Erwachsenen.

Oder ist hier die Rede zwischen negativer und positiver Behandlung? Aber wer schafft es bei einem Mörder das obige Bibelzitat umzusetzen? Oder China als Freund zu sehen?
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Offline high4all

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Antw:Herausforderung VR China
« Antwort #23 am: 05.12.2020 17:57 »
Aber wer schafft es bei einem Mörder das obige Bibelzitat umzusetzen? Oder China als Freund zu sehen?
Ich kenne die Geschichte einer Christin, die dem Mörder ihrer Tochter vergeben hat und ihm dieses in der Zelle gesagt hat. Wobei Vergebung nicht bedeutet, dass die Strafe für den Mörder aufgehoben ist.

China würde ich nicht als Ganzes sehen, sondern die einzelnen Menschen dort. Das gilt auch für die USA.
« Letzte Änderung: 05.12.2020 17:57 von high4all »
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

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Offline MAS

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« Antwort #24 am: 05.12.2020 18:10 »
Lieber Harry,

Holger meint, man solle nicht die einen gut und die andern schlecht behandeln, die einen gerecht bezahlen und andere unfair, denen einen die Rohstoffe der Erde zukommen lassen und anderen nicht usw.
Oder um bei Deinen Unterschieden zu bleiben: den einen Hochbegabten fördern und den andern nicht, nur weil der eine andere Hautfarbe, Religion, Nationalität oder was auch immer hat.

Oder, Holger?

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Offline MAS

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« Antwort #25 am: 05.12.2020 18:12 »
China würde ich nicht als Ganzes sehen, sondern die einzelnen Menschen dort. Das gilt auch für die USA.

Genau. Oder eben die Partei- und Regierungslinie. Es gibt ja auch Opponenten in China, die nur eben schnell im Gefängnis oder KZ landen.

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Online DesigualHarry

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« Antwort #26 am: 05.12.2020 19:16 »
Hallo!

Es geht wohl also viel mehr um ein Faires Behandeln von Mitmenschen. Aber warum dann wieder die Unterteilung in gutes und böses China? Hat der "schlechte" Mensch nicht auch mein faires Behandeln ihm gegenüber verdient?
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Offline MAS

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« Antwort #27 am: 05.12.2020 19:44 »
Doch natürlich. Es geht also darum, sich fair gegen eine Bevormudung durch die KPC zu wehren. Oder?

LG, Micha
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Offline MAS

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« Antwort #28 am: 11.12.2020 10:32 »
Gude zusammen,

ich finde Holgers Bericht über das, was er über vr-chinesische Medien erfährt, sehr interessant und erscheckend.
Auch dass im Grund die Weltöffentlichkeit dagegen genau so wenig unternimmt, wie gegen das, was die Nazis in Deutschland in den 1930ern fabriziert haben: KZs für Oppositionelle und ganze Volksgruppen, Überfälle auf Nachbarländer, Überheblichkeit gegenüber anderen Systemen. Wenn wir von der Herausforderung aufkommender Nationalismen weltweit reden, müssen wir an die VRC ganz vorne mitdenken, auch wenn sie sich als kommunistisch ausgibt.

Ich denke, es gibt derzeit drei große Probleme der Menschheit:
1. Klimawandel, Artensterben, Ökozid
2. Nationalismen und Religionismen
3. Epidemien (also nicht nur Corona, denn da kann noch einiges nachkommen)

Und die Politik der VRC würde ich unter 2. einordnen, wobei die 1. und 3. auch mit verursacht.

Ich bin absolut kein Fan von Trump, aber z.T. zumindest verstehe ich seine Chinapolitik. Allerdings leiden die USA ja selbst uner 2., und Trump ist da ein Hauptakteur. Ob es unter Biden besser wird? In Bezug auf China will er Entspannung. Das ist natürlich besser als ein Weltkrieg, aber der Krieg der KPC gegen Oppositionelle, Uiguren, Hongkonger und andere Gegner und Verdächtige geht ungebrochen weiter. Dagegen hat sich Trump aber auch nie positioniert, sondern das sogar z.T. gutgeheißen.

Und wohl gemerkt: Ich habe absolut nichts gegen China als Volk und Kultur, sondern bewundere beides. Nur die Machtpolitik der KP verabscheue ich.

LG, Micha

PS: Ich denke gerade, vielleicht als 4. Punkt Flucht und Migration vergessen zu haben, aber die sind ja meistens eine Folge von 1. und 2. Oder?
« Letzte Änderung: 11.12.2020 10:34 von MAS »
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