Autor Thema: Was treibt eigentlich Leute, Staat, Politik und Gesellschaft so zu verleugnen  (Gelesen 3059 mal)

Waldi

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Dieses Forum sollte sich ja an sich um Rock am Mann drehen. Durch die aktuell immer weiter um sich greifende Separierung unserer Gesellschaft werden immer mehr Leute a la Attila Hildmann oder Michael Wendler mit Aussagen sichtbar, die einfach die Frage aufwirft, warum machen die das?

Was bewegt diese Leute, von denen auch hier im Forum einige unterwegs sind.

Dabei muss man bei "diesen Leuten" sehr weit differenzieren. Es gibt Leute wie den Querdenker Erfinder (oder Gründer) Michael Ballweg und wie Steve Bannon. Denen wird es im Grunde sicher um ganz andere Sachen gehen, wie es dann die Leute auf der Straße denken und die Motivationen unterscheiden sich doch wahrscheinlich ganz massiv.

Viele sind sicher mit guter Absicht und völlig verblendet durch eine Filterblase gar nicht mehr selber in der Lage zu erkennen, was Sie da genau machen. Die tun mir zum Teil einfach leid, zumal die sich und ihre Existenz an andere Leute ausliefern. Oft laufen die blind falsch verstandenen Meinungen hinterher und am Ende wechseln die einfach das Thema. Begreifen, dass sie komplett verarscht und benutzt wurde gelingt vielen nicht. Aber die sind gar nicht das, was mich so umtreibt.

Ganz weit oben in der ganzen Szene stehen dann Leute wie Ballweg, Trump, Bannon oder Politiker der AfD. Die Talk-Radios in den USA oder ein Brexit-Macher Farage oder die dahinter stehenden Leute wie Arron Banks.

Solche Leute blicken doch, das sie zum einen viele Tatsachen schlicht verdrehen, dass sie eine Gesellschaft konsequent schädigen und dass sie im Grunde für den kleinen Mitläufer a la Wendler nicht einmal Sympathie hegen. Die werden benutzt und gut ist.

Oder ein Trump. Der brüllt raus "I am your Voice". Jeder der sich angesprochen fühlt darf gerne in Mar el Lago klopfen und was zu essen haben wollen. Dann bekommt er eine Reaktion, die zeigt, was Trump wirklich über seine Follower denkt.

Ich wüsste mal gerne, was denn die Leue hier denken, wo die Motivation der Hintermänner im Grunde liegen mag. weil so einfach aus Lust an der Zerstörung der Umgangsformen und der Gesellschaft wird das doch kaum passieren.

Online Matthias

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Waldi, da sprichst du ein sehr interessantes Thema an.

Ich kann das sehr kurz fassen:
Letztendlich geht es dann um Macht...

Grüße Matthias
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Offline JoHa

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Waldi, ich fürchte, du kämpfst gegen Windmühlenflügel. Was uns so zu schaffen macht, ist nicht der Verstand, sondern das Ressentiment. Einige Leute haben nicht die Kraft, Ursachen zu ergründen, sondern sie brauchen Schuldige, und zwar sofort. Deshalb ist es so anstrengend, Emotionen zu respektieren, aber nicht dominieren zu lassen.

Offline culture skirt

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Oder ein Trump. Der brüllt raus "I am your Voice".
Trump brüllt auch raus We have peace to make peace. Total rächts und pöse. Mal sehen wie lange die USA unter Biden in Frieden lebt.

Gruß
Jule


Offline Asterix

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Mein Beitrag zu diesem Thema soll sich vorerst nur auf ein Zitat aus der Ukraine beschränken (übersetzt aus dem Russischen):

Zitat
"Experten sagen, dass das Leben für das Volk besser wurde."
"Aber die Menschen sagen, dass es ihnen  schlechter geht?!"
"Nunja, die Menschen sind doch keine Experten..."

Gruß
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

Offline MAS

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Lieber Waldi,

das Thema hier im Forum ist schwierig, weil keiner oder kaum einer hier neutral ist. Wir sind ein bisschen wie die amerikanische Gesellschaft - pro oder contra, wobei wer pro das eine ist, contra gegen das andere ist und umgekehrt.

Ich bin jedenfalls ganz klar parteiisch pro Demokratie, aber contra Populismus, pro globale Verantwortung, aber gegen neoliberale Globalisierung, pro Vielfalt der Völker und Kulturen, aber gegen Nationalismus, pro soziale Gerechtigkeit, aber gegen Parteisozialismus ... und noch manche Pros und Contras ließen sich da anfügen.

Und bei anderen hier ist es anders, aber die nötige Distanz, um unvoreingenommen an Deine Frage heranzugehen, ist keiner, oder zumindest fällt mir da hier keiner an.   

Ich persönlich, so aus dem Bauch heraus, us de la Meng, dät saare, würde sagen, dass es denen, nach denen Du fragst, einerseits saugut geht, so gut, dass sie sich Gedanken um solche Themen machen können, aber nicht so gut, wie sie es sich wünschen, dass es ihnen gehen könnte. Die globale Konkurrenz sägt an ihren Stühlen, und statt den globalistischen Liberalismus dafür verantwortlich zu zeichnen, beschuldigen sie die Armen aus den benachteiligen Gesellschaften, die ihre Chance in einem Umzug in die reichen Länder wittern, so wie früher man viele Europäer auswanderten, weil sie sich woanders mehr Freiheit und Wohlstand erhofften. Und dann gibt es eben Leute, die diese Stimmung für sich auszunutzen wissen, die negativen Gedanken und Gefühle der Menschen ausnutzen, aufstacheln und zu ihren eigenen Gunsten steuern.

Die eine wollen, die einen können nicht erkennen, dass wir global letztlich in einem Boot sitzen und dass es neben den Leuten, die nur an die eigene Macht und das eigene Einkommen denken, überall, in Politik, Wirtschaft, Religion usw. Menschen gibt, die ihr Bestes geben, gute Politik zu machen, gut zu wirtschaften, gute Religion zu praktizieren, gut im Sinne aller Beteiligten und Betroffenen, aber eben nicht alles im Griff haben. Und dass z.B. unsere Bundesrepublik Deutschland, Republik Österreich, Helvetische Konföderation, Französische Republik, Großherzogtum Luxemburg, Königreich Niederlande, Königreich Dänemark usw. einerseits auf der hohen Welle des Wohlstandes auch auf Kosten anderer leben, andererseits stabile Lebensverhlätnisse und große Freiheiten für ihre Staatsbürger bieten, wie man sie in der Geschichte der Menschheit selten oder gar nie gesehen hat.

Zudem ist die Welt komplex und komplziert, und wir werden von mehr Informationen überflutet, als wir verarbeiten können. Wir reduzieren diese Flut auf das Fassbare, wobei aber eben vieles verloren geht. Und dann machen viele von uns den Fehler, unsren Becher voller Wasser für den Ozean zu halten. So haschen wir dann nach leicht verständlichen Erklärungen. Und wenn diese dann unsere negativen Gedanken und Gefühle bestätigen, dann hat der gewonnen, der uns diese Erklärungen liefert, und diese Geschichten erzählt.

Ohne Lars oder sonst wen beschämen zu wollen, frage ich, ob meine Sätze verständlich sind, da ich ja schonmal dafür kritisiert wurde, meine Texte seien oft schwer verständlich.

LG, Micha
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Offline culture skirt

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aber gegen Nationalismus, pro soziale Gerechtigkeit,
Du bist also nicht auf deine Nationalität stolz und deine Heimat? Was ist denn für dich soziale Gerechtigkeit? Der mehr arbeitet, stärker zur Kasse bitten, um Geld an diejenigen zu verteilen, die jeden Tag ausschlafen, weils denen so sehr an "sozialer" Teilhabe fehlt?  Fun Fact,: Es gibt juristisch kein Menschenrecht auf Kino, Theater und Reisen. Jeder der arbeitet, muss sich auch die Eintrittskarte zum Kino zusammen sparen und ist nicht jedes Wochenende dauernd unterwegs, wie sich das viele vorstellen. Die meisten sind mit Arbeiten beschäftigt und fallen müde in die Koje.

Die globale Konkurrenz sägt an ihren Stühlen, und statt den globalistischen Liberalismus dafür verantwortlich zu zeichnen, beschuldigen sie die Armen aus den benachteiligen Gesellschaften, die ihre Chance in einem Umzug in die reichen Länder wittern, so wie früher man viele Europäer auswanderten, weil sie sich woanders mehr Freiheit und Wohlstand erhofften.
Europäer sind nach Afrika und Syrien ausgewandert? Es ist doch merkwürdig, dass Europäer es immer wieder schaffen, nach allen Krisen aus ihrem Land wieder was zu machen. Wäre der Großteil abgehauen, wie es die Schwarzen und wehrfähigen Syrier Männer machen, würde es hier auch anders aussehen.

Zitat
Deutschland, Republik Österreich, Helvetische Konföderation, Französische Republik, Großherzogtum Luxemburg, Königreich Niederlande, Königreich Dänemark usw. einerseits auf der hohen Welle des Wohlstandes auch auf Kosten anderer leben, andererseits stabile Lebensverhlätnisse und große Freiheiten für ihre Staatsbürger bieten, wie man sie in der Geschichte der Menschheit selten oder gar nie gesehen hat.
Wie kann es denn sein, dass ausgerechnet Länder, die auf den meisten Bodenschätze sitzen, zu nichts kommen? Bei denen müsste die Landschaft blühen und der Wohlstand. Die Menschen in Deutschland haben mit dem bissl Steinkohle und Silber mehr erreicht und ganze Indsutrien aufgebaut als die dort unten, wo gefühlt von allen Rohstoffen alles vorkommt.
Wenn ich mir die ganzen Entwicklungshilfen so anschaue wie viel da immer in an Gelder und Arbeit reingesteckt wird, wie bei Brunnenbohrungen etc und nach einem Jahr ist alles wieder zerfallen, weil die Einwohner sich nicht darum gekümmert haben. Die haben dort unten einen völlig anderen Lebensstil und Lebensinhalt. Die wollen zum Großteil gar nicht anders. Aber mit der Wahrheit kann man in solchen Menschen keine Opfer mehr statt eigenverantwortliche Menschen sehen, die was aus ihrem Land was machen könnten. Dubai bekommts doch auch hin. Dort leben die meisten Millionäre und Milliardäre. Die sind auch durch ihre eignen Rohstoffe reich geworden und lachen den bösen Weißen Europäer mit seinen paar Scheinen zehnmal aus. Mal ne Frage. Wieso nimmt Dubai eigentlich keine Migranten auf? Das Land ist sicher und dort herrscht auch Frieden und hat sogar eine größere Fläche als das kleine Germoney. Achso. die haben wohl keine Sozialkassen, die geplündert werden können.

Gruß
Jule
« Letzte Änderung: 21.01.2021 01:16 von culture skirt »

Online Skirtedman

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Waldi, da sprichst du ein sehr interessantes Thema an.

Ich kann das sehr kurz fassen:
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Grüße Matthias

Ja, sehr schön zusammengefasst. Wirklich. Man könnte noch Reichtum da mit reinbringen. Schön zusammengefasst.

Leider wirft das einen Haufen Fragen auf.

Was macht Macht mit einem, dass man sie haben will? Oder Reichtum?

Ist das rein Ich-bezogen? Geht es um egoistisches Geltungsbedürfnis? Geht es darum, dass man mit Macht/Reichtum sich seine kühnsten Wünsche erfüllen kann, sich somit richtig frei und unbegrenzt fühlt?

Welche Gründe kann es haben, dass man so nach der Erfüllung von materiellen und behaglichen Wünschen strebt? Was aus seiner Biographie muss damit kompensieren? Sind Gesinnungen, Ideologien nur der Vorwand, das Mittel zum Zweck, um vorgenannte Ziele zu erreichen? Geht es dabei darum, meinen Freunden und Gehilfsleuten etwas Gutes zu tun, damit ich in ihrem Ansehen steige?

Das sind eine Reihe, extrem unvollständige Reihe von Fragen, die ich als rhetorische Fragen von Euch verstanden haben möchte. Ich erwarte keine Antworten darauf.

Sie sind aber nur ein Seitenaspekt von dem, was Waldi hier beleuchtet haben möchte.

Vielleicht könnt Ihr später mal nochmal auf meinen rhetorischen Fragenkatalog eingehen, nachdem Ihr Eure Gedanken zu Waldis Gedankenanstoß geäußert habt.

Online Skirtedman

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Ohne Lars oder sonst wen beschämen zu wollen, frage ich, ob meine Sätze verständlich sind, da ich ja schonmal dafür kritisiert wurde, meine Texte seien oft schwer verständlich.


Lieber Micha,

Deine Gedankenwelt ist in vielen Dingen meiner recht ähnlich. Ich denke, ich habe verstanden, was Du insgesamt ausdrücken möchtest.

Kraft Deiner Worte kann ich aber im stringenten Aufbau Deiner Argumente und Schlussfolgerungen hier in Deinem Beitrag sehr oft nicht folgen. Mir kommt es vor, dass Du, um es nicht 'ausufern' zu lassen, sehr viele Zusammenhänge weggelassen hast. Sie wirken wie Gedankensprünge. Trotz gedanklicher Nähe fällt es mir schwer, diesen Sprüngen nachvollziehbar zu folgen.

Ich fürchte, jemand, der ganz andere Grundhaltungen in vielen Detailfragen im Sinn hat, wird Deinen Ausführungen noch schwerer folgen können. Ich hoffe zwar, dass ich mich täusche, jedenfalls für mich waren Deine Sätze in ihrer zusammenhängenden Logik schwer bis stellenweise nicht verständlich. Sorry.

P.S.: Kann sein, dass anderen das oft mit meinen Texten auch so geht... Manchmal verstehe ich meine Texte hinterher auch nicht mehr...
« Letzte Änderung: 21.01.2021 02:25 von Skirtedman »

Waldi

  • Gast

Du bist also nicht auf deine Nationalität stolz und deine Heimat?


Nationalität sind immer gleich gedanklich mit Strömungen konnotiert, die nie was gutes gebracht haben. Und Dich zähle ich leider dazu.
Da fängt man an, sich für seine Nationalität zu schämen.

Dazu ist Nationalität eine durch zufällige Geburt "erworbene" Eigenschaft. Darauf Stolz sein überlasse ich gerne den Menschen, die sonst nichts haben, auf dass sie stolz sein können. Menschlichkeit, Solidarität oder soziale Kompetenz muss man selber entwickeln. Wie das geht mag ich Dir hier nicht erklären, das würde wegen zu hohem Aufwand den Rahmen sprengen.


Wie kann es denn sein, dass ausgerechnet Länder, die auf den meisten Bodenschätze sitzen, zu nichts kommen?


https://blog.derbraunemob.info/2009/09/03/der-kolonialismus-und-seine-folgen/#:~:text=Millionen%20wurden%20ermordet%20oder%20verhungerten,allem%20zur%20Ausbeutung%20der%20Ressourcen.

Sorry, dass die Erklärung ausgerechnet von einer Seite unter dem Titel "der braune Mob" kommt. Anscheinend gab es wohl den größten Erklärungsbedarf.

Und so einen Müll wie "Duabai nimmt keine Migranten auf" entspringt auch einen WirrWarr im Schädel. Klingt wie das mit 0,05% der Bodenschätze ausgebeutet.
Dann würde ich Dir einen ganzen Quadratkilometer dort schenken. Und jedem anderen aus Deiner braunen Sauce auch. da finden sich tausende Quadratkilometer Wüste ohne alles. Hier wären die meisten froh, wenn Ihr alle geht.

Dazu noch was zum Selbstverständnis:  Trumps "I am your Voice" war Unfug. Er war einfach Prolet. Wer für mich oder die Mehrheit der Amerikaner spricht entscheidet das nicht selber. Und "Wir sind das Volk" ist er gleiche Unfug. Ihr seid eine Minderheit, zum Glück sogar wieder schrumpfend und versucht das durch Lautstärke zu kompensieren.

Ich finde es toll, dass sich ausgerechnet die, die den Messias in sich entdecken und mit machen wollen (Wendler) dann die ganze Sache so schön demaskieren und damit deklassieren. So werden wir die los. Trump hat den selben Weg gewählt, der ist leider unschöne Geschichte. Jede dieser Rechtsnationalen Parteien hat in DE irgendwann gezeigt, was die wirklich umtreibt: pure Gier nach Wichtigkeit und Macht. Und sobald der Kuchen schrumpft geht das Hauen und Stechen los. Ab da an zeigen die das wahre Gesicht. Zum einen häßlich, zum anderen so abschreckend, dass die nächste Wahl das auch entsprechend wertschätzt.

Vielleicht hat Ronald Schill in seiner Favela ja noch Platz für Dich, da könnt Ihr gemeinsam blühende Landschaften schaffen.

Offline MAS

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Morje zusammen!

Liebe Jule,

Stolz erachte ich nicht unbedingt als eine Tugend, aber das kommt darauf an, wie man das Wort versteht. Buddhistisch gesehen gilt es eher als Störgefühl, mit dem man das Ego aufbläht.
Kulturchauvinismus ist mir fremd, und wo ich doch so etwas empfinden sollte, bewerte ich auch diesen als Störgefühl.

Gerechtigkeit ist ein schwieriges Thema. Geht es um Bedarfsgerechtigkeit, um Leistungsgerechtigkeit oder um noch eine andere Art von Gerechtigkeit. Mit sozialer Gerechtigkeit meine ich, dass nicht zwei Menschen für die gleiche Leistung unterschiedlich bezahlt werden. Dass nicht, wer auf Grund von Finanzspekulation zu mehr Geld gekommen ist, mehr Bodenschätze, Land, Wasser oder was auch immer erwerben darf. Dass generell Spekulationen an der Börse nicht Firmen zerstören dürfen, an denen Menschenleben hängen. Usw. usf. 


Lieber Wolfgang,

danke für Deine Kritik. Gedankensprünge, in denen ich Grundhaltungen voraussetze, mache ich sicher, wenn ich hier mal schnell was schreibe. Mir würde jetzt helfen zu wissen, welchen Gedankensprung Du nicht verstehst, wo ich etwas für das Verständnis Wichtiges weggelassen habe. Dann kann ich das ergänzen.

Lieber Wald,

d'accord!


LG, Micha


 
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Hallo Micha,

wollte ich ein gemeinsames Manifest mir Dir entwickeln, würde ich gerne Deinen Text redigieren und meinen Schliff in Wortwahl, Gedankengänge und Zusammenhänge mit einarbeiten.

Diese Absicht aber steht im Moment nicht im Raum.

Somit überlasse ich aber lieber es denjenigen, konkret nachzufragen, wo ihnen ums Nachfragen zumute ist.

Offline MAS

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Lieber Wolfgang,

okay, Du meinst ja auch so, es verstanden zu haben. Und es ist mir schon wichtig, dass verstanden wird, was ich schreibe, denn sonst kann ich es ja auch sein lassen.

Deshalb an alle:

Wer was nicht versteht, frage einfach nach.

LG,
Micha
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Mit sozialer Gerechtigkeit meine ich, dass nicht zwei Menschen für die gleiche Leistung unterschiedlich bezahlt werden.
Das hat mit sozial nix zu tun, sondern Wirtschaftlichkeit, Effektivität. Wenn eine Krankschwester in der Minute mehr Patienten abarbeitet als eine andere müsste sie mehr verdienen. Das ist aber nicht der Fall. Beide verdienen alle gleich. Und da es immer Überflieger gibt und welche, die nicht so durchbeißen, wird es automatisch immer Lohnunterschiede geben, wenn sie (und da ist wichtig) leistungsbezogen bezahlt werden. Wenn ich leistungsbezogen bezahlt würde, ohje, ich würde nur noch arbeiten, arbeiten ,arbeiten.

Zitat
Dass nicht, wer auf Grund von Finanzspekulation zu mehr Geld gekommen ist, mehr Bodenschätze, Land, Wasser oder was auch immer erwerben darf.
Das steht doch nun jeden frei. Also ist doch nicht auf Reiche imitiert. Du könntest auch zu der Million kommen, wenn du dein Vermögen in Aktien drückst und feste mit spekulierst. Das hat wieder was mit Risiko zu tun. Die, die voll ins Risiko gehen, gewinnen natürlich auch mehr Renditen, können aber auch mehr verlieren.

Gruß
Jule

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Jule,

eine Krankenschwester sollte nicht nach Zahl der Patienten bezaht werden, sondern so wenige Patiente versorgen müssen, dass jeder die Pflege bekommt, die er braucht. Und mancher braucht mehr, mancher weniger. Insofern ist hier eine Bezahlung nach Aufwand gerechter. Damit aber nicht dann Patienten mit mehr Aufwand teurer werden als solche mit weniger, ist es besser, einer Krankenschwester einfach ein festes Gehalt zu zahlen, damit alle Patienten unabhägnig von Kostenfaktoren behandelt werden.

Und nein, ich kann keine Firma aufkaufen, um die dann gewinnbringend kaputt zu machen. Und ich finde, niemand sollte das tun dürfen.

LG, Micha
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