Danke für die sehr interessanten Einblicke in Deine Arbeit und die Analyse der Reaktionen auf Dein Rocktragen.
Ja, ich denke, da bist Du echt an einer Schlüsselposition, ein positives Beispiel vorleben zu können.
Ich denke, die Angst, wenn der Junge zu weiblichen Symbolen greift, dass er dadurch schwul wird oder trans oder dergleichen, ist sicherlich bei den Eltern und Großeltern noch verbreitet. Aber ich denke, die Angst ist nicht mehr so groß wie noch bei unserer Elterngeneration. Ausserdem ist die Abscheu vor Trans- und Homosexualität und dergleichen nicht mehr so groß, dass Eltern und Großeltern auch inzwischen eher damit leben können, wenn dies in der eigenen Familie "passiert". Auch die Angst davor, was dann die anderen Leute sagen, dass man so jemandem in der eigenen Familie hat, dürfte deutlich abgenommen haben inzwischen.
Ich höre auch immer häufiger, in Theorie oder aus der Praxis heraus, "Hauptsache, er, sie, es (das Kind) fühlt sich wohl."
Das ist wohl eine Geisteshaltung, die gesamtgesellschaftlich erst einmal erlernt werden musste (und noch weiter muss). Aber sie breitet sich weiter aus. Und das geht in meiner Beobachtung auch quer durch die politische Bandbreite, nahezu jedenfalls, und lässt sich nicht nur "links/grün" verorten.
Genauso auch Frauen, gleich welchen Alters, die mein Rock-/Kleidtragen toll (und bisweilen attraktiv) finden, sind auch nicht nur links/grün angesiedelt. Da sind auch konservative Lokalpolitikerinnen z.B. mit dabei, wo man auf Anhieb sagen kann, dass sie nicht aus dem links-grünen Lager kommen.