Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.Diese Tasche - nicht der Rock - spielt in der folgenden Geschichte eine wenngleich nur marginale Nebenrolle.
Diese Tasche war - nicht der Rock - an einer Begebenheit beteiligt. Nur das dazugehörige Bild - nicht das soeben gezeigte - zeigt ganz bewusst nicht diese Tasche, weil im Zuge einer Bilderserie mit verschiedenen Röcken ich ausgerechnet zu der nun folgenden Begebenheit diese Tasche nicht im Bild haben wollte.
Aber, diese Begebenheit nun so ziemlich der Reihe nach:
Ich habe ja draussen auf der Straße durchaus auch das Forum im Kopf. Wenn ich unterwegs Zeit habe, überlege ich mir im Vorfeld, wo und wann ich mal schnell ein Selfiechen von mir und meinem Outfit machen kann. So auch an diesem Tag zu dieser Begebenheit.
Ich hatte unter den betreffenden Umständen einen von wenigen Gelegenheiten geeigneten Ort für ein Selfie im Sinn: ein dicker, fetter Schaltkasten, wo ich mein Handy anlehnen kann, und die meisten der in der Nähe anwesenden paar Menschen gar nicht mitkriegen, was ich denn da gerade treibe, eben wegen des dicken, fetten Schaltkastens zwischen sowohl Straße und Gehsteig als auch einer davon abgesetzten kleinen Fahrbahn hinter diesem Schaltkasten.
Auf eben dieser kleinen selten befahrenen Fahrbahn wollte ich mich bewegen, was ich letztendlich auch machte, abgeschottet von diesem dicken, fetten Schaltkasten. Doch fast hätte ich es nicht gemacht. Denn auf den letzten Metern zu dieser Stelle bemerkte ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine größere Gruppe kleinerer Menschen. "Oh, wenn die jetzt kommen, will ich hier aber kein Selfie von mir machen", dachte ich so bei mir. Und Sekunden später war mein Eindruck: "Sie kommen nicht."
Also machte ich mich an mein Tagewerk, und richtete alles für ein schnelles Selfie von mir und meinem Tages-Outfit, hinter diesem Schaltkasten. Handy rausholen, Fotofunktion aufrufen, 10-Sekunden-Timer aktivieren, Handy positionieren, Tasche schnell absetzen, sieben Schritte zurück, versuchen zu lächeln, Klick!
Was mir dabei entging: die kleinen Menschen kamen plötzlich doch auf meine Straßenseite. Und zogen vor dem Schaltkasten - ich dahinter - auf dem Gehsteig am Schaltkasten vorbei.
Es war eine ganze Meute von - sagen wir - 21 Kindergartenkindern. Vorne eine Kindergartenkinderkindergärtn
erin, die ja inzwischen Erzieherin heisst, danach 21 Kindergartenkinder, die ja dann wohl Zuerziehende heissen müssten. Alle brav in Zweierreihe und Hand in Hand dahinschreitend.
Natürlich ist der dicke, fette Schaltkasten endlich. Zumindest hoch genug, um die Kindergartenkinder nicht dahinter blicken zu lassen, wo ja meinereiner gerade beschäftigt war, ein Outfit-des-Tages-Selfie von mir zu machen. Aber links und rechts vom Kasten kann man hinter diesen auf diese ruhige Nebenfahrbahn schauen. Die meisten 21 Kindergartenkinder aber machten das zum Glück nicht. Ein paar davon dann aber schon.
Ich will gar nicht sagen, dass es der Anblick dieses seltsam gekleideten Opas war, der manche Kinder gucken ließ. Ich denke eher, dass da überhaupt jemand war, der da irgendwelche komischen Sachen machte, ließ die Aufmerksamkeit der jungen Menschen wachsen. Zudem begleitete diesen komischen Opa ja auch noch so eine dicke fette, zerkrumpelte Großraum-Plastiktasche, die er gerade seitlich abgestellt hatte. Mit dieser Tasche war er höchst leicht mit dem eifrigen Gewerbe der Pfandflaschensammler zu verwechseln. Obwohl da ja manche inzwischen ganz andere Kaliber auffahren...
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.Zurück zum dicken, fetten Schaltkasten. Zurück zu diesem komischen Opa, der sich da irgendwie aufhielt, wo normale Menschen einfach nur schnell durchlaufen. Da müssen doch Leute draufkommen - auch wenn sie noch klein sind - da mal kurz genauer hinzuschauen. Von diesen 21 Kindergartenkindern schauten auch im Vorbeigehn noch so fünf, sechs, sieben zurück hinter den Schaltkasten, also zu mir, liefen aber weiter, ohne irgendwie weiter auf diesen seltsamen Opa zu reagieren.
Ich hatte gerade mein angelehntes Handy aufgehoben, meine Flaschensammler-Tasche in die Hand genommen und zwei Schritte meines weiteren Weges angetreten, da kam das letzte Paar der Hand-in-Hand-Gruppe gerade am Schaltkasten an: ein kleiner Junge, klein wie alle anderen kleinen Leute, außer der allerersten, eine Erzieherin, die aber auch nicht sonderlich größer war. Und Hand-in-Hand mit diesem Jungen abschließend zu dieser Gruppe die zweite Erzieherin, auch kaum größer als alle anderen, jedenfalls noch jung, kaum 30, wenn überhaupt.
Und ja, ausgerechnet sie reagierte auf mich: "Ich mag Ihren Rock!", sagte sie laut und deutlich im Vorbeigehn.
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.Auf diesem Bild nicht mit drauf, weil hinter dem Handy: der dicke fette Schaltkasten, der Gehsteig, 21 Kindergartenkinder, 2 Erzieherinnen, mit aber im Bild - aber hier weggeschnitten - mein
ziemlich angespannter Blick, weil ich gerade merkte, dass die Gruppe kleiner Menschen in mein Fotostudio reingelaufen ist - und einige das wunderte, was im Rückblick aber nicht weiter verwunderlich ist... ... ...