Autor Thema: Wird es das perfekte Männerkleid geben?  (Gelesen 3758 mal)

Offline Zareen

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Antw:Wird es das perfekte Männerkleid geben?
« Antwort #75 am: 29.06.2022 09:29 »
Hallo Skirtedman,

so ganz haben wir uns noch nicht getroffen.

Kleidung war bei mir als Kind auch immer der von meiner Mutter gedachte, aus iheer Sicht für einen Jungen passende, und von meiner Mutter gemochtes Kleidungsstück.
(das brachte dann schon als sich noch nicht artikulieren könnender kleiner Junge oft heftige Abwehrreaktionen gegen ein Kleidungsstück)
Sätze wie:
Das trägt man (Mann)
Du bist ein Junge
Da lachen ja die Hühner
zwangen mich oft in Kleidungsstücke, die ich nicht mochte und ließen in mir eine Sehnsucht nach den weichen, seidigen und glatten Stoffen der Kleidungsstücke meiner Mutter aufkommen.
Dies dann in den späteren Jahren durch Sätze wie:
wenn Du Röcke (und Kieider) tragen willst, lass' Dich doch umbauen
weiter unterdrückt wurde.

Meine Kleidung musste auch ein wenig mein Weltbild wiederspiegeln, das mir anerzogen war, da ich dieses angehalten war, zu kolportieren. und sa ging es nicht, "privat" komplett anders herum zu laufen, als "dienstlich".

Das Rock- und Kleidtragen wurde daher in sehr viel späteren Jahren von "nur heimlich zu Hause" zu "ganz ungeniert öffentlich" so etwas wie teilweiser Protest "seht Ihr, es geht doch! Ich trage Rock/Kleid und bleibe trotzdem der gleiche Mann wie vorher - nur daß ich mich jetzt wohl fühle".

Eine Vor-Vorstellung leiste ich mir nicht, denn da spielen andere Faktoren eine Rolle, und ich möchte mein Umfeld nicht ihren Reaktionen zu sehr beeinflussen.
Mann-sein hängt nicht vom Tragen einer Hose ab.
Warum dann nicht Rock tragen? Nur Mut....

Offline Skirtedman

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Antw:Wird es das perfekte Männerkleid geben?
« Antwort #76 am: 29.06.2022 11:06 »
Naja, wir müssen uns in unserer 'Herkunft' ja auch nicht wirklich treffen - also im Sinne von 'ähneln'.

Ich habe eher die Kleidung meiner Mutter abgelehnt, als dass ich sie geliebt hätte. Hatte aber vielleicht auch etwas damit zu tun, dass man Mutter nach vier Schwangerschaften - so die Auslegung - ordentlich an Leibesmaßen zugelegt hatte.

Dem hingegen hatte ich meine älteren Schwestern, um deren Bekleidung ich sie eher im Stillen beneidet habe. Später eher im Stillen habe ich mich dieser Bekleidung angenommen, was anfangs schon aus Gründen der unterschiedlichen Körpergrößen nur schwer möglich war.

Als das dann passte, habe ich die ersten selbstgewählten Momente darin verbracht. Irgendwann kamen dann die ersten selbstgewählten Röcke, die dann mir gehörten, ins Spiel.

Und ja, dann eigentlich auch Dein "seht Ihr, es geht doch! Ich trage Rock/Kleid und bleibe trotzdem der gleiche Mann wie vorher - nur daß ich mich jetzt wohl fühle".

Insofern treffen wir uns darin doch irgendwo.

Vielmehr würde mich aber interessieren, ob ich die Intention Deiner eigentlich eingebrachten Frage irgendwo im Ansatz getroffen habe.

 

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