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Röcke und mehr... => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: cephalus am 09.12.2025 13:04
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An anderer Stelle, wohl vor ca. 1,5-2 Jahren hatte ich mal über meine Nägel, Nagelstudio und Gelnägel berichtet.
Mein Nagelproblem ist damit behoben, Nachteil bleibt der regelmäßige Besuch im Nagelstudio.
In meinem derzeitigen Studio kennen sie mich mittlerweile, vermutlich einer der wenigen, wenn nicht der einzige Stammkunde zwischen all den Kundinnen, und sie wissen, was ich will: Klar, kurz unauffällig.
Wenn habe ich bislang gelegentlich einen Kommentar für meine immer besonders gepflegten Nägel bekommen, nie für Gelnägel – das bemerkt kaum jemand.
Irgendwie kam es mir bisher immer komisch vor, als Mann in ein Nagelstudio zu gehen und dabei auch noch einen Rock zu tragen.
Nicht logisch, aber irgendwie für mich zu viel.
Heute saß mir der Schalk im Nacken, bzw. ich hatte keine Lust mich extra nochmal umzuziehen, und ich bin in einem Strickkleid ins EKZ gefahren und in mein Nagelstudio gegangen.
ALLE Nageldamen haben mich beim Reinkommen gemustert und begrüßt. In der Regel laufen die Termine sehr kommunikationsarm ab, heute war meine Nageltante von Anfang an sehr gesprächig, um innerhalb von 5 Minuten auf mein Kleid zu kommen:
Dass es mir stehen würde, gut aussähe, sehr ungewöhnlich sei, und ob ich öfters Kleider trüge.
Nach kurzer Zeit wurde die Kundin links von mir auf das Gespräch und mich aufmerksam und mischte sich zustimmend ein, während sie ihre Cateye-Nägel erhielt, die Kundin zu meiner Rechten wandte sich gefühlt entsetzt und angewidert ab.
Und trotzdem fand ich irgendwie Nägel und Kleid zusammen etwas viel für mein Selbstbild.
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Hm. Was war denn das "Zuviel" für Dein Selbstbild?
Dass Du zu tief in die "Damenwelt" eingedrungen bist?
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Und trotzdem fand ich irgendwie Nägel und Kleid zusammen etwas viel für mein Selbstbild.
Du könntest Dein Selbstbild überdenken. Ob da eventuell etwas mehr Platz für "Weibliches" sein könnte.
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Du könntest Dein Selbstbild überdenken. Ob da eventuell etwas mehr Platz für "Weibliches" sein könnte.
Könnte ich, heute war ja sogar genug Platz da ;)
Vor vielen Jahren, waren mir Rock und lange Haare schon zuviel.
Darüber bin ich weg, und es liegt nicht daran, dass jetzt nur noch ein Bruchteil der Haarmenge meinen Kopf ziert.
Aber, ich gebe zu, alles was sonst so an Ideen aus der entsprechenden Ecke aufkommt, bereitet mir als Extra erstmal Probleme, z.B. Schmuck.
Obwohl sich dadurch in meinen Augen oft ein stimmigeres Gesamtbild ergibt.
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Diese Gedanken des zu viels und das Abwägen, wie viel man anderen "zutraut", kenne ich auch.
Am konkreten Beispiel der (Finger-)Nägel:
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Rechts ist der Look, mit dem ich vor einigen Jahren angefangen habe. Nach einer Zeit reinem Klarlacks kam nur eine Schicht eines dezenten, creme-milchigen oder -rosè-farbenen Lacks wie z.B. Allure oder Mademoiselle dazu. Kenner erkennen es, die meisten nicht. Einmal kam in den Jahren nur ein "Warum glänzt dein Finger so. Hast du dich verletzt?"
Nur zweimal war ich mutiger, da auffälliger, und trug den hellgrauen Lack. Auch da sagte niemand was dazu. Weder Verwandte noch Ärzte noch sonst wer.
Ich bin schon so jemand, der stärker darauf achtet, dass ich nicht zu feminin aus dem Haus gehe. Wie auch immer man das nun definieren will. Es kann sich innerhalb der nächsten Jahre freilich noch ändern, aber momentan würde ich nicht mit neonrosanen langen Gelnägeln, Minirock und High-Heels rausgehen. Einerseits, weil es mir nicht gefällt, andererseits, weil ich denke, dass es den Prozess des "Outings" erschweren würde.
Aber konkrete Ratschläge kann und will ich niemandem geben. Standardsatz: Das muss jeder für sich selbst herausfinden.
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Irgendwie sie die Grenzen, ab wo es Zuviel wird, sehr individuell.
Trage seit drei Jahren Gelnägel.
Erst auch sehr kurz und dezent, aber es war der Wunsch nach mehr da und selbst da ist die Frage: Was ist zu weiblich?
Habe mich bis jetzt eher an dunklere Töne und nicht viel Farbe gehalten, aber auch das habe ich mit dunklem Lila oder Hellblau jetzt schon übern Haufen geworfen.
Glitzer landet auch schonmal drauf und auch die länge ist gewachsen. Bin jetzt bei über einem cm Überstand.
Werde aber trotzdem als Mann war genommen und fühle mich auch so.
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Ich habe schon einen Hang dazu, mir als feminin empfundene Sachen anzueignen, aber nur die, die mir auch an Mädchen und Frauen gefallen. Von Schminke und Nagellack war ich noch nie so begeistert. Aber Röcke und Kleider, auch sonstige Kleidung, die in Farbe, Zartheit u.a. eher feminin anmuten, trage ich gerne, ohne mich damit aber weiblich zu verkleiden. Bisher war ich noch (fast) immer für jeden als klar männlich erkennbar, auch wenn ich es nicht gezielt darauf anlegte, vom Bart abgesehen.
LG, Micha
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Tja... zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!
Die eine mahnt mich zur Vernunft. Doch nicht übertreiben, nicht das erreichte in Frage stellen und bei den anderen dein Eindruck erwecken, jetzt will er wirklich eine Frau sein.
So ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht - irgendwo gibt es nach meiner Erfahrung tatsächlich eine Schwelle unterhalb derer man den Menschen interessant erscheint und sie gern ein Gespräch führen und mehr erfahren möchten. Überschreitet man diese Grenze, so wird man zum Spinner über den man nur mehr milde lächelt, den man lieber nicht mehr anspricht.
Dan wohnt da aber noch die andere Seele in meiner Brust, die einfach Freude daran hat, alles mögliche auszuprobieren, noch das eine oder andere weibliche Element "freizuschalten" und das Outfit noch ein bisschen perfekter zu machen.
Manchmal ist es mir dann auch zu viel und ich lasse doch eines bleiben. Das ist auch der Grund, warum ich mir "nicht zu viele Rock- und Kleid Tage in der Arbeit gönne". Natürlich mag ich nach wie vor Hosen und finde mich darin toll, aber ein wichtiger Grund für mich ist auch, dass ich in den Augen der anderen nicht nur mehr ins weibliche abdriften möchte.
Für die Themen Nagellack und Make Up konnte ich mich bisher nicht begeistern.
Ich würde es durchaus cool finden, zum Kleid auch noch den farblich passenden Nagellack zu tragen, aber zum einen könnte ich es vor meiner Frau schwer argumentieren und zum anderen überwiegt die Lust darauf nicht die Scheu vor dem Aufwand.
Und bei Make-Up, fehlt mir sowohl die Motivation, als auch das handwerkliche Geschick. Ein wenig glaube ich auch, der Zug ist zeitlich abgefahren. Ein junger Mann der mit einem tollen Make-Up einen androgynen Look erschafft, ist spannend anzuschauen. Bei mir als fast 50 jährigen Mann halte ich die Chance für sehr gering, dass ich etwas zusammengepinselt kriege das ich selber und jemand anderer als schön empfindet.
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Nee, Make-up scheidet für mich vollkommen aus. Wäre ich Frau, hätte ich vermutlich ebenso wenig Lust darauf.
Zu viel Weibliches war ja lange Zeit für mich (und nicht nur, weil mir das die damalige Freundin eingeredet hat) zum Beispiel auch das Thema Kleid. Hat sich ja geändert, wie Ihr wisst. Aber auch die Schuhe, ich war lange Zeit quasi "stolz", dass ich immer Herrenschuhe dazu getragen hatte. Ja, offen sichtbare FSH waren mir auch lange Zeit zu weiblich außer bei tiefen Minustemperaturen.
Da hat sich vieles geändert. Kleid und sichtbare FSH fielen als "Zuviel" vor bald 10 Jahren. Anderes fiel nach und nach, z.B. Pastellfarben, explizit Pink und Rosa. Oder Blümchen. Und ja, ich habe kein Problem, wenn ich inzwischen komplett nur Sachen aus der Damenabteilung trage. Manches fällt ja auch gar nicht so sehr auf, dass es eigentlich Damensachen sind, bei einigen Schuhen zum Beispiel. Die letzte Bastion "weibliches" fiel bei mir mit Winterjacken. Da war ich bis zuletzt (so 3 Jahre vielleicht) noch immer "stolz", nur Männerjacken zu tragen.
Mit all diesen gefallenen Bastionen muss ich den Ausdruck mir dann doch schon gefallen lassen, wenn jemand sagen würde, ich täte mich kleiden wie eine Frau. Bis vor drei Jahren hatte ich ja noch mit Eifer versucht zu erklären, dass das Männerkleidung sei, wenn ich das an meinem Männerkörper trage - ganz im Sinne von unserem guten alten Ferdi, selig. Aber diesen Eifer hab ich gegen Gelassenheit getauscht, und akzeptiere unwidersprochen, wenn jemand meint, ich würde "Frauenkleidung" tragen. Dass ich mich anziehen würde wie eine Frau, das hat mir glaubich noch nie jemand in real ins Gesicht gesagt - aber ich müsste das jetzt mit Gelassenheit auch gelten lassen.
Und trotz ich mich "kleide wie eine Frau", ist mir unter Verwendung all dieser genannten gefallenen Bastionen doch wichtig, als Mann zu erscheinen. Also: ich kleide "mich wie eine Frau", aber ich "verkleide mich nicht als Frau". Und ja, da gibt es Dinge, die mir dann "zu viel weiblich" sind!
Kleiner Schlenker über die Schuhe. Auf Schuhkauf in die Damenabteilung kam ich auf der Suche nach Sommersandalen. Weil: leicht, vor allem luftig, weil wenig Material. Bei Sommerschuhen mit einem Hauch von "Nichts" darf es dann manchmal auch etwas dekorativer sein, ja, ich erlaube mir, dass Sommersandalen mitunter auch sowas wie kleine Schmuckstücke sein dürfen.
Hierzu erlaube ich mir auch Nagellack an den Zehen. Das sieht irgendwie neckisch aus. Dort auch Farbe und gerne auch Glitzer. (Glitzer hat sogar praktische Vorteile!)
Bei all den weiblichen Elementen meiner Kleidung darf es eben (besonders im Sommer) auch unten etwas adrett - "weiblich" gelesen - sein.
Alles andere ist mir dann zu weiblich. Also: keine langen Haare, kein Nagellack an den Fingern, keine Schminke, im Normalfall kein Schmuck.
Und Accessoires: weil praktisch, dürfen es Umhängetäschchen sein mit schmalem Riemen und lustigen Mustern, auch Rucksäcke dürfen etwas zierlicheres ausdrücken (Cityrucksäcke, Farbe darf mit leichtem Roséschimmer daherkommen), Sonnenbrillen dürfen recht feminin sein, aber Portemonnaie bleibt neutral bis männlich.
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Also: ich kleide "mich als Frau", aber ich "verkleide mich nicht als Frau".
M.E. noch treffender: "Ich kleide mich wie eine Frau."
LG, Micha
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Bemerkenswert, dass sich irgendwie niemand an Make-Up rantraut. Ich zwar auch noch nicht, aber nicht, weil es so super feminin ist, sondern weil ich es nicht kann.
Theoretisch kann man es sich wohl auch selbst beibringen wie mit dem Nagellack. Lieber wäre mir aber ein Anfänger-Kurs, die es anscheinend schon öfters in Großstädten gibt.
Make-Up heißt ja nicht zwingend, dass man erschlagen wird an Masse oder wie nach Botoxbehandlung aussieht, sondern frischer und wacher wirkt und dass die eigenen Stärken im Gesicht betont werden. Ganz nach dem Motto Weniger ist mehr.
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Also: ich kleide "mich als Frau", aber ich "verkleide mich nicht als Frau".
M.E. noch treffender: "Ich kleide mich wie eine Frau."
LG, Micha
Oh, ja, Danke! So war das auch gemeint. Ich werde das oben noch nachträglich ändern.
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Bemerkenswert, dass sich irgendwie niemand an Make-Up rantraut. Ich zwar auch noch nicht, aber nicht, weil es so super feminin ist, sondern weil ich es nicht kann.
Ich habe schon etwas Erfahrung mit Make-Up sammeln können. Auf dem diesjährigen CSD in Frankfurt bin ich komplett en femme hingegangen und habe dementsprechend im Vorfeld Schminken geübt. Das Ergebnis war für einen Anfänger recht gut gelungen und es hatte echt Spaß gemacht, sich mal so aufzubrezeln.
Make-Up kann prinzipiell jeder erlernen. Letztendlich ist es eine reine Übungssache. Workshops sind oft viel zu überteuert. Online-Tutorials reichen da meiner Meinung nach völlig aus. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Channels von Männern, die sich mit Make-Up beschäftigen und nichts mit Crossdressing zu tun haben.
Übrigens muss ein Make-Up nicht zwingend einen weiblichen Look erzeugen. Im Theater oder im Film gehen alle Schauspieler vorher in die Maske und werden geschminkt. Die Maskenbildner verstärken häufig noch den maskulin Look, indem sie männliche Konturen betonen. Ohne Make-Up würden viele Actionstars tatsächlich weniger stereotyp männlich aussehen, als sie es auf der Leinwand tun.
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Ja, in Diskussionsrunden oder für aufwändigere Dokumentationen haben wir die auftretenden Gäste auch zumeist mit Fernsehschminke oder zumindest Fernsehpuder etwas aufgehübscht.
Da waren dann mitunter Lokalgrößen wie Politiker oder aus dem örtlichen öffentlichen Leben dabei, die das nicht kannten und sich erstmal erheblich dagegen gewehrt hatten. Witzig war, wie einer trotz Gegenwehr alle 5 Minuten nachgepudert werden musste. Naja, wer eben unter ein paar kW aufgestellte Lichter noch mit seiner Rüstung "Krawatte, Kragen, Anzugsjacke" erscheinen will, gerät dann schon mal ins Transpirieren.
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Bemerkenswert, dass sich irgendwie niemand an Make-Up rantraut. Ich zwar auch noch nicht, aber nicht, weil es so super feminin ist, sondern weil ich es nicht kann.
Tages Make-Up verwende ich seit rund zehn Jahren. Hauptsächlich für die Augenpartie, dazu etwas Puder für Wangen, Kinn und Stirn. Zu besonderen Gelegenheiten darf es auch aufwändiger sein, zum Beispiel morgen für die Weihnachtsfeier meiner Firma.
Für das ganz normale Tages Make-up habe ich mal ein Kompliment bekommen. Kann also nicht so schlecht gewesen sein. 8)
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Ich meine mich zu erinnern, dass Du auch noch mit Permanent-Make-Up punkten kannst...
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Ich würde es durchaus cool finden, zum Kleid auch noch den farblich passenden Nagellack zu tragen, aber zum einen könnte ich es vor meiner Frau schwer argumentieren und zum anderen überwiegt die Lust darauf nicht die Scheu vor dem Aufwand.
Ja, der Aufwand ist erheblich, gerade wenn es ordentlich aussehen soll.
Spass würde es mir schon machen, vor allem spannendere Designs. In der Praxis war ich so 3-4 Mal kreativ. Meist ist es mir zu doof und manchmal spielt etwas Feigheit mit.
Und bei Make-Up, fehlt mir sowohl die Motivation, als auch das handwerkliche Geschick. Ein wenig glaube ich auch, der Zug ist zeitlich abgefahren. Ein junger Mann der mit einem tollen Make-Up einen androgynen Look erschafft, ist spannend anzuschauen. Bei mir als fast 50 jährigen Mann halte ich die Chance für sehr gering, dass ich etwas zusammengepinselt kriege das ich selber und jemand anderer als schön empfindet.
Ich hab mich einmal an einem Augenmakeup versucht.
Selbst für Halloween wäre das nicht gegangen.
Meine Frau hat das dann übernommen.
Und wir waren beide der Meinung, dass es gut aussieht.
Trotz Alter.
Aber natürlich nicht ein bisschen androgyn, sondern eher sehr finster maskulin
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Hallo zusammen,
Ich habe gemerkt, das mich das Rock tragen feinfühliger und mutiger gemacht hat. Im Rock in der Öffentlichkeit zu bewegen, macht mir Spaß, auch wenn es Tage gibt, in dem es sich erst ein wenig komisch anfühlt. Wenn ich mich nicht so gut fühle, sehe ich davon ab.
Die Tage war ich aus kältetechnischen Gründen mit einer Hose und darunter einer Leggings unterwegs. Es fühlte sich toll an, die Enge der Leggings zu spüren mit dem Höschen darunter. Und niemand sah es. Ich fühlte mich total weiblich, auch wenn das manche aus dem Forum nicht nachvollziehen können, die Weiblichkeit an einem so trivialen Kleidungsstück wie der Leggings fest zu machen. Auf jeden Fall habe ich gemerkt, das es für mich stimmig ist, unten rum sog. weibliche Kleidung zu tragen.
Ich merkte auf jeden Fall die Veränderung an mir, das ich mutiger geworden bin. Ich hätte heute keine Schwierigkeiten mehr, unter der Hose eine transparente Strumpfhose zu tragen und Dritte die bestrumpften Füße sehen. Früher hätte ich das nicht gewagt.
Eine Alternative zum Rock an kalten Tagen.
So wieder ein Stück gewollte Weiblichkeit gefunden. Das lustige ist, das die Blicke dann der Umwelt noch verstohlener zu den bestrumpften Füßen schauen.
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Lieber Blumenrock,
mir wäre Dein Outfit in den letzten Tagen zu warm gewesen. Zweimal trug ich in der letzten Woche eine Leggins unterm langen Wollrock auf dem Weg zur Eisenbahn. Im Zug dann zog ich die Leggins schnell aus. Und seit über einer Woche genügt mir der lange Wollrock über nackten Beinen.
Interessant: Obwohl ich ich gerne von der hübschen und netten Verkäuferin beim Get Natural-Stand auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt inspirieren lasse, wie man die Röcke tragen kann, und sie damit sehr feminin aussieht, fühle ich ich damit kaum feminin, sondern zwischen genderless und maskulin. Und ich merke auch nicht, dass irgendjemand das als für mich als Mann als zu weiblich wahrnimmt.
LG, Micha
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@Blumenrock
Das ist ja das schöne an der Art wie wir diese Sachen tragen.
Man kann seinen Rock oder seine Hose so weiblich oder männlich kombinieren, wie es sich gut anfühlt. Diese Schwelle ist bei jedem anders und bestimmt sind auch die Gefühle unterschiedlich die das alles in uns hervorruft.
Schon alleine deshalb, weil man das gleiche Gefühl auch recht unterschiedlich beschreiben kann. Der eine sagt dazu, er fühle sich elegant, anmutig, schick, der andere fühlt sich weiblich.
Wichtig ist, dass es Freude ins Leben bringt!
@MAS
nicht bei allen, aber bei vielen Röcken hängt es glaube ich auch sehr von der Person ab, wie sie wirken.
Du hast doch eine typisch männliche Ausstrahlung - wenn du einen langen Wollrock vielleicht mit Winterstiefeln und Pulli trägst, wirkt er sicher anders, als wenn den eine anmutige Grazie mit femininen Schuhen trägt und vielleicht noch einen enges Oberteil das die Weiblichkeit gar nicht verbergen kann.
Ich habe ein Strick-Ensemble aus leichtem Pullover und langem Rock. So etwas wirkt an Frauen total feminin, an mir hat es eher die gemütliche Ausstrahlung eines Jogginganzugs. (das muss nichts negatives sein!)
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@MAS
nicht bei allen, aber bei vielen Röcken hängt es glaube ich auch sehr von der Person ab, wie sie wirken.
Du hast doch eine typisch männliche Ausstrahlung - wenn du einen langen Wollrock vielleicht mit Winterstiefeln und Pulli trägst, wirkt er sicher anders, als wenn den eine anmutige Grazie mit femininen Schuhen trägt und vielleicht noch einen enges Oberteil das die Weiblichkeit gar nicht verbergen kann.
Ich habe ein Strick-Ensemble aus leichtem Pullover und langem Rock. So etwas wirkt an Frauen total feminin, an mir hat es eher die gemütliche Ausstrahlung eines Jogginganzugs. (das muss nichts negatives sein!)
Lustigerweise, lieber Hirti, trägt besagte Verkäuferin derbere Schuhe dazu als ich, der ich relativ schlanke Stiefeletten dazu trage. Das ändert an der unterschiedlichen Optik, die wir beide bieten, aber auch nichts.
LG, Micha
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Was sind denn derbere Schuhe? Meinst du vielleicht Boots? > https://www.darkstore.de/ASSAULT-218
Ja gut zugegeben Szene... aber derb und mit Plateau. Ähnliche Boots sehe ich öfter. Ab und zu mit Schnallen als Verzierung. Zb. https://www.abaddon-mysticstore.de/altercore-boots-kara-vegan?c=1158a21c8ee44451a702d64c7f1bcd4c
( Boots werden bald auch noch neue kommen. Wenn es sich ergibt. Bisschen stylischer vielleicht. Spätesten auf den Festivals wird es sich ergeben)
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Was sind denn derbere Schuhe? Meinst du vielleicht Boots? > https://www.darkstore.de/ASSAULT-218
Ja gut zugegeben Szene... aber derb und mit Plateau. Ähnliche Boots sehe ich öfter. Ab und zu mit Schnallen als Verzierung. Zb. https://www.abaddon-mysticstore.de/altercore-boots-kara-vegan?c=1158a21c8ee44451a702d64c7f1bcd4c
( Boots werden bald auch noch neue kommen. Wenn es sich ergibt. Bisschen stylischer vielleicht. Spätesten auf den Festivals wird es sich ergeben)
Wenn man bedenkt, dass das Frauenstiefel sind. Was ist dann noch als weiblich zu deklarieren.
Leider gibt es die nur in Kindergröße und so ist es für mich als Mitteleuropäer schwer schöne Boots in Größe 46-47 zu bekommen.
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Um nochmal auf die Nägel zu kommen.
Wenn ich sehe, wie wenig Frauen sich die Nägel machen.
Dann ist das wohl auch keine richtige Frauendomäne mehr.
Saisonal bedingt, sind meine also auch mal etwas auffälliger.
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Das Nageldesign ist richtig nice!
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Um nochmal auf die Nägel zu kommen.
Wenn ich sehe, wie wenig Frauen sich die Nägel machen.
Dann ist das wohl auch keine richtige Frauendomäne mehr.
Deine Nägel gefallen mir, persönlich wären sie mir etwas deutlich zu auffällig, und das obwohl ich seit zwei Jahren durgängig Gelnägel trage (manchmal ist es schon fast anstrengen die Damen im Nagelstudio davon abzubringen kreativ zu werden ;) )
Eine Frauendomäne ist es aber mMn schon noch:
Im Nagelstudio habe ich ausser mir noch keinen Mann gesehen, und in der Firma tragen wohl fast 70% der Damen mehr oder weniger auffällige Gelnägel - eigentlich alle unter 30-35...
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Deine Nägel gefallen mir, persönlich wären sie mir etwas deutlich zu auffällig, und das obwohl ich seit zwei Jahren durgängig Gelnägel trage (manchmal ist es schon fast anstrengen die Damen im Nagelstudio davon abzubringen kreativ zu werden ;) )
Eine Frauendomäne ist es aber mMn schon noch:
Im Nagelstudio habe ich ausser mir noch keinen Mann gesehen, und in der Firma tragen wohl fast 70% der Damen mehr oder weniger auffällige Gelnägel - eigentlich alle unter 30-35...
Dankeschön.
Sind schon meine Sylvester Nägel.
Kenne keine Männer, die es auch haben. Aber auch nur ein paar Frauen die Ihre Nägel immer etwas auffälliger tragen.
Die kommen dann immer zu mir und wollen meine neuen sehen.
Habe auch mit einfach Klarlack angefangen. Aber irgendwann wollte ich mehr und habe es gemacht.
"Problem" ist, dass Du es nicht verstecken kannst und so Dich und Deine Umwelt sehr schnell dran gewöhnst.
Dadurch geht es recht zügig.
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Was sind denn derbere Schuhe? Meinst du vielleicht Boots? > https://www.darkstore.de/ASSAULT-218
Ja gut zugegeben Szene... aber derb und mit Plateau. Ähnliche Boots sehe ich öfter. Ab und zu mit Schnallen als Verzierung. Zb. https://www.abaddon-mysticstore.de/altercore-boots-kara-vegan?c=1158a21c8ee44451a702d64c7f1bcd4c
( Boots werden bald auch noch neue kommen. Wenn es sich ergibt. Bisschen stylischer vielleicht. Spätesten auf den Festivals wird es sich ergeben)
Wenn man bedenkt, dass das Frauenstiefel sind. Was ist dann noch als weiblich zu deklarieren.
Leider gibt es die nur in Kindergröße und so ist es für mich als Mitteleuropäer schwer schöne Boots in Größe 46-47 zu bekommen.
. Stimmt nur zum Teil denn diese Stiefel sind Szene typisch und sollen gezielt einen Bruch in dem Styling spielen. Ein Spiel mit den Gegensätzen. Meistens sind sie in den Punk Szene zusehen. Aber auch manchmal in der Gothic Szene. Beide hängen zusammen und gehören in gewisser Weise zur alternativen Subkultur. Ursprünglich stammen diese Stiefel aus der Arbeiterklasse der 60er Jahre und wurden von der aufkommenden Punkszene übernommen. Siehe Doc Martin. Richtig bekannt wurden sie durch die sich entwickelnde Punkmusik und den Bands. Und so haben sie sich verbreitet und sind auch heute beliebt. Mittlerweile haben sie sich im Stil weiterentwickelt und die Optik modifiziert.
In der bunten Mainstream Welt spielen sie kaum eine Rolle.
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Tja... zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!
Die eine mahnt mich zur Vernunft. Doch nicht übertreiben, nicht das erreichte in Frage stellen und bei den anderen dein Eindruck erwecken, jetzt will er wirklich eine Frau sein.
So ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht - irgendwo gibt es nach meiner Erfahrung tatsächlich eine Schwelle unterhalb derer man den Menschen interessant erscheint und sie gern ein Gespräch führen und mehr erfahren möchten. Überschreitet man diese Grenze, so wird man zum Spinner über den man nur mehr milde lächelt, den man lieber nicht mehr anspricht.
Dan wohnt da aber noch die andere Seele in meiner Brust, die einfach Freude daran hat, alles mögliche auszuprobieren, noch das eine oder andere weibliche Element "freizuschalten" und das Outfit noch ein bisschen perfekter zu machen.
Manchmal ist es mir dann auch zu viel und ich lasse doch eines bleiben. Das ist auch der Grund, warum ich mir "nicht zu viele Rock- und Kleid Tage in der Arbeit gönne". Natürlich mag ich nach wie vor Hosen und finde mich darin toll, aber ein wichtiger Grund für mich ist auch, dass ich in den Augen der anderen nicht nur mehr ins weibliche abdriften möchte.
Für die Themen Nagellack und Make Up konnte ich mich bisher nicht begeistern.
Ich würde es durchaus cool finden, zum Kleid auch noch den farblich passenden Nagellack zu tragen, aber zum einen könnte ich es vor meiner Frau schwer argumentieren und zum anderen überwiegt die Lust darauf nicht die Scheu vor dem Aufwand.
Und bei Make-Up, fehlt mir sowohl die Motivation, als auch das handwerkliche Geschick. Ein wenig glaube ich auch, der Zug ist zeitlich abgefahren. Ein junger Mann der mit einem tollen Make-Up einen androgynen Look erschafft, ist spannend anzuschauen. Bei mir als fast 50 jährigen Mann halte ich die Chance für sehr gering, dass ich etwas zusammengepinselt kriege das ich selber und jemand anderer als schön empfindet.
Es gibt kein zu alt. Es ist ganz einfach- Haare aus dem Gesicht, Internet nutzen, shoppen gehen und üben.
Ich nutze jeden Tag Make up. Auch zum Job. Die kennen mich schon gar nicht mehr anders.
Und am Wochenende zu den Events Smokey Eyes. Ganz einfach.
20 min , fertig!
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Was sind denn derbere Schuhe? Meinst du vielleicht Boots? > https://www.darkstore.de/ASSAULT-218
Ich meine Bergschuhe.
LG, Micha
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Für ein solches Geläuf...
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brauchts Wanderstiefel
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Wenn dann schwüle 23 Grad sind, reicht ein kurzes Hängerchen.
Hinter der Kante
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Aufgenommen bei einer Wandertour in Norwegen vor einigen Jahren.
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Ja, solche meine ich.
Herrliche Landschaft, lieber Hajo!
LG, Micha
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Hajo,
Kleid und Deine Körperform an diesem Tag lässt aber dem Betrachter überhaupt nicht die Frage aufkommen, ob da irgendetwas zu viel Weibliches an Dir ist.
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Die Haltung sieht wirklich eher Männlich aus, aber der Brustbereich wirkt doch sehr Weiblich, finde ich.
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Tja... zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!
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Das kann ich gut nachvollziehen, hirti, insbesondere auch die Frage, ab wann man sich lächerlich macht. Diesbezüglich denke ich, dass die Schwelle auch bei jedem Betrachter anders liegt. Ich denke, wenn Du Dich in kleinen Schritten weiter voran tastest, hast Du gute Chancen, Dein Dir wichtiges Umfeld mitzunehmen.
Bei wird zunehmend zum Phänomen, dass ich, wenn ich auffällig mit langem Wallewalle-Rock und langer Perücke (auf Szeneveranstaltungen) unterwegs bin, ich nicht wenige Komplimente bekomme, letztens sogar von Männern, die meinen Mut bewundern. Meine Frau hingegen findet diese Outfits zunehmend lächerlich, weswegen ich die wirklich extravaganten Sachen vor allem trage, wenn ich ohne sie unterwegs bin. (Sie hat andere Spleens, die ich nicht verstehe, insofern akzeptieren und tolerieren wir uns gegenseitig). Insofern bin ich auch immer wieder am Überlegen, wie weit ich gehe.
Makeup würde ich ja grundsätzlich auch probieren, wenn ich meinen Lidschlussreflex unter Kontrolle bekäme. Einen Reiz, die Fingernägel zu bearbeiten, habe ich noch nicht verspürt. Und aufgrund meiner Figur würde ich ohnehin nicht als Frau durchgehen.
LG, Albis