Rockmode.de

Infothek => Begrüssungen und Glückwünsche => Thema gestartet von: Morle am 01.01.2026 01:11

Titel: 2026
Beitrag von: Morle am 01.01.2026 01:11
Liebe Foristen,
Euch allen ein gutes, gesundes 2026! Mögen Eure Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen, fast alle, damit noch etwas zu Wünschen für 2027 etc. übrigbleibt.
Nehmt Euch Zeit für Eure Lieben, seid achtsam zueinander, sie sind es wert und wenn sie Eure Wertschätzung erleben, bekommt Ihr sie mindestens in diesem Maß zurück! Glaubt mir: unter Umständen ist viel zu schnell die Zeit vorbei, in der Ihr es tun könnt und je mehr Ihr es tut, umso mehr erfahrt Ihr Liebe, im Geben wie im Nehmen. Das ist jedenfalls meine Erfahrung: seit über 45 Jahren ungeheuer geliebt zu werden, was meiner Meinung nach unserer sinnlosen Existenz etwas wie Sinn verleiht.
In diesem Sinne alles Gute für Euch!
Morle
Titel: Antw:2026
Beitrag von: ChrisBB am 01.01.2026 15:32
Lieber Morle, liebe Foristinnen und Foristen!

Danke dir, Morle, dass du uns an das Wesentliche erinnerst, und uns ermutigst, Widrigkeiten mit Liebe entgegen zu treten.

Das will ich in diesem Jahr auch mehr in den Vordergrund stellen. Das Wort zu diesem Jahr - "Siehe, ich mache alles neu" - kann da die nötige Hoffnung dazu geben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieses Beitrag ein gesundes und gesegnetes Jahr 2026.

Gruß,
ChrisBB
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Morle am 01.01.2026 17:24
Lieber ChrisBB,
erst einmal Danke für Deine Antwort. Mir ist dank Deiner Antwort aber aufgefallen, mich etwas unglücklich ausgedrückt zu haben: Es steht mir nicht zu, irgendjemanden an etwas zu erinnern bzw. erinnern zu dürfen. Ihr seid alle schlau genug! Meine Intention war lediglich eine Empfehlung, Anregung diesbezüglich, da nach meiner eigenen Erfahrung der oft hektische Alltag das in Vergessenheit zu bringen droht.
Gruß, Morle
Titel: Antw:2026
Beitrag von: high4all am 02.01.2026 11:04
Das will ich in diesem Jahr auch mehr in den Vordergrund stellen. Das Wort zu diesem Jahr - "Siehe, ich mache alles neu" - kann da die nötige Hoffnung dazu geben.
Was für eine Entlastung ist es für uns, dass nicht wir alles neu machen, sondern Gott ("ich" = Gott). Wir müssen nur das dazu beitragen, was in unseren (beschränkten) Kräften steht.

Ein freundliches Wort oder eine Geste der Zuwendung können schon helfen, eine kleinen Teil der Welt (= alles) zu erneuern. Heraus aus dem alten Trott.
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Skirtedman am 02.01.2026 12:40
Das erinnert mich an meine Gedanken, die ich heute morgen im Kopf hatte.

Denn während der Frühstückszubereitung fiel mein Blick auf eine Verpackungsdose, wo ein wohl für Kinder gedachtes Claim mir ins Auge fiel (vermutlich mit einer Handlungsanweisung, Internetadresse, QR-Code oder ähnlichem - darauf habe ich aber nicht mehr weiter geachtet), wo es hieß: "Willst Du wissen, was Kühe träumen?". Mit dieser Frage im Kopf widmeten sich meine Gedanken der Frage, ob Kühe überhaupt träumen können. Soweit ich weiß, und ich jetzt auch nochmals nachgelesen habe, ist der REM-Schlaf bei Säugetieren nachgewiesen. Und REM-Schlaf wird bei uns Menschen eng mit dem Traum-Erleben verknüpft. Und ich glaube mich zu erinnern, dass Forscher zumindest anhand von Versuchen schon meinen, herausgefunden zu haben, dass Hunde - oder waren es Ratten - auch tatsächlich träumen.

Jedenfalls hingen meine Gedanken bei der Zubereitung des Frühstücks dergestalt an diesem Thema, dass ich mir sagte, dass es uns Menschen mit Sicherheit leichter fällt, die Erinnerung an Träume einzuordnen, frei nach Wittgenstein, weil wir Erlebtes mit Worten assoziieren können, mit denen wir abstrakt darüber operieren können. Wie Kühe nun träumen oder die Dinge einordnen können, ist dann noch einmal eine andere Frage, aber sicher wird es ihnen auch gelingen. Es ist schon ein wenig überheblich, anderen Lebewesen geistige Fähigkeiten abzusprechen, nur weil sie sich nicht uns ausreichend mitteilen können, nur weil sie nicht über solche Denk-Werkzeuge wie die gesprochene und gedachte Sprache verfügen. Das Einordnen der Träume bei Kühen wird eben auf einer anderen Ebene sicherlich stattfinden. Wir Menschen benutzen eben unseren Wortschatz dafür.

Aber genau hier ist auch das schöne, was wir Menschen doch uns geschaffen haben. Nämlich eine Sprache, uns anderen sehr differenziert mitteilen zu können und damit auch uns selbst sehr differenziert mit uns selbst auseinanderzusetzen. Und das haben wir - im vermutlich deutlichen Gegensatz zu Kühen z.B. - nicht alles selbst ausgedacht, sondern wir haben das in einer frühen kindlichen Entwicklungsphase intensiv, aber auch weiter im Leben unaufhörlich fein, uns angeeignet. Wir haben das erlernt, weil etliche Generationen vor uns das auch erlernt haben, weiter verfeinert haben und uns dann als Werkzeug-Schatz lernend mitgegeben haben.

Natürlich gibt es auch immer wieder Schwierigkeiten, in den Worten, die ein anderer uns mitteilt, ziemlich genau das zu verstehen, was der andere uns mitteilen möchte. Da können Welten dazwischen liegen, trotz gemeinsamen Wortschatzes. Die Schwierigkeiten werden uns oft nicht sofort bewusst, sondern sie ergeben sich aus weiteren Handlungen oder ausgetauschten Worten. Dies sind allerdings Feinheiten, auch wenn sie mitunter gravierende Bedeutungen erlangen können.

Dennoch müssen wir uns nicht selbst einen Wortschatz erarbeiten, sondern wir nehmen den Wortschatz und die Verwendung desselben in sehr großen Teilen auf, den andere um uns herum und vor allem vor uns entwickelt haben. Das ist eine bedeutende Errungenschaft.

Und es macht keinen Sinn, alles neu zu denken. Denn dann versteht uns keiner mehr. Es ist nahezu unmöglich, alles neu zu machen, denn man ist behaftet in der Welt, in der wir uns gerade befinden. Ein Laptop wird auch morgen noch ein Laptop sein. Und für fließend Wasser werden wir auch noch in zwölf Wochen Geld bezahlen müssen, spätestens, wenn die nächste Abrechnung ins Haus flattert. Wir können also gar nicht alles neu erfinden, erschaffen, denken, wir sind gebunden an ein hohes Maß an Kontinuität, was in vielen Dingen auch große Vorteile hat, die uns wahrscheinlich oftmals gar nicht so bewusst sind.

Und dennoch, um es auf unser Denken und unseren Wortschatz, unsere Sprache, zu fokussieren, sind wir selbst auch Teil dieser Kontinuität, die wir selbst in unserem Dasein und Wirken (in unserem Leben) mit formen und gestalten können, oftmals zwar nur in Feinheiten, aber die Summe der Feinheiten macht die Entwicklung.

Doch auch wenn wir, jeder von uns, Teil dieser fluiden Kontinuität sind, so sind wir auf uns bezogen in einer Entwicklung, die wir durchlaufen. Wir lernen, wir verwenden und formen, und irgendwann werden wir da aktiv wieder ausscheiden. Genau, wie es seit Alters her in Philosophie und Kunst formuliert wurde:
"Werden", "Sein", "Vergehen".

Und wenn etwas vergeht, so ist das auch immer der Anfang von etwas neuem. Wir sind geworden (wurden geboren), wir sind (wir leben), wir vergehen (wir sterben), und machen Platz für neue Menschen, die uns folgen, so wie wir den alten Menschen gefolgt sind, die uns Platz gemacht haben. Wir kamen in die Zeit und wir gehen aus der Zeit. Andere kommen in die Zeit und gehen dann wieder aus der Zeit. So ist es ein immer wiederkehrender Kreislauf. Und solche Kreisläufe haben wir ganz viele. Jeden Tag beginnt ein neuer Kreislauf. Die Sonne kommt (macht zumindest ein bisschen hell), und die Sonne geht wieder. Wir werden aktiv, und wir enden mit Schlaf. Tag für Tag, Woche für Woche, und ja auch Jahr für Jahr.

Insofern stehen wir alle gemeinsam am Anfang von einem neuen Zyklus, nämlich am Anfang eines neuen Jahres. Auch hier ergeben sich die ähnlichen Rahmen wie die Jahre zuvor, aber auch neue Chancen, Jahr für Jahr, Tag für Tag.

Nutzen wir sie. Machen wir nicht alles neu. Lassen wir auch nicht alles neu machen. Egal, ob Gott uns die Sprache gegeben hat, oder ob all die Menschen vor uns sie langwierig entwickelt haben. Tag für Tag ist eine neue Chance, manches neu zu denken und zu machen. Ein ganzes Jahr lang bis zum nächsten Jahreswechsel.

Lasst uns die Zeit nutzen, uns unsere Welt zu halten und ein bisschen zu verbessern. Oder massiv, je nach Gusto, je nach Möglichkeiten. Lasst uns träumen, lasst uns aber nicht vergessen, was gewesen ist und was wir haben. Auch das Schlimmste ist immer begleitet mit etwas Gutem, und mit Chancen auf einen Neuanfang.

Darum wünsche ich ohne viel Worte:
Guten Start ins Jahr 2026!

Und lasst uns immer mal an die Kühe und ihre Träume denken!

Titel: Antw:2026
Beitrag von: doppelrock am 02.01.2026 15:05
Auch wenn wir nicht erfahren, was sie träumen, sind Kühe, Schweine, Hühner schlauer als wir ihnen per Schimpfwort zugestehen.

Deshalb mein Vorschlag fürs neue Jahr: Sich wieder mehr mit Natur und Natürlichkeit verbinden und komplett von Transhumanismus in allen Spielarten lösen.
Und Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und sich mehr selbst vertrauen statt an sogenannte Experten zu delegieren.
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 03.01.2026 23:27
Lieber Morle,

ich weiß, was Du meinst, und stimme Dir großenteils zu.

Ich habe auch bisher 30 Jahre eine Liebe erfahren, die mich dazu bringt zu sagen, meine Liebste sei an allem Schuld: daran dass die Sonne auf- und wieder untergehe usw., weil das alles ohne sie gar keinen Sinn habe. Vor 29 Jahren hat sie mich in Kairo besucht, wo ich vor ihrem Besuch zwei Monate war und nach ihrem Besuch noch einen Monat auszuhalten hatte. Nachdem sie abgeflogen war, war es mir ganz kalt. Ich blickte auf ein Thermometer: Ja klar, es war nur 28°C, also kühl im Vergleich zu den Tagen davor. Aber das war nicht der Grund, aus dem mit kalt war. Ich war mit 11 Mio Menschen zusammen in einer Stadt und fühlte mich dennoch einsam.

Nicht einverstanden bin ich mit "unserer sinnlosen Existenz". Wenngleich ich den Sinn unserer Existenz nicht restlos erklären oder gar beweisen kann, trägt mich doch der Glaube an ihn.

Alles Liebe Dir und Deiner Liebsten!
Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 03.01.2026 23:29
Darum wünsche ich ohne viel Worte:

 ;D

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: JJSW am 04.01.2026 11:54
....
Darum wünsche ich ohne viel Worte:
Guten Start ins Jahr 2026!

Bin schonmal gut reingekommen (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg205155#msg205155)
Aber ich hab noch eine Woche Schonfrist, bis am 12.01. richtig wieder losgeht mit früh raus und Arbeit und so.

Auch ich wünsche allen ebenfalls einen guten Start ins Neue Jahr 2026

Gruß
Jürgen
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Morle am 04.01.2026 17:43
Lieber Micha,
selbstverständlich kannst Du mit meiner Sichtweise bzg. unserer sinnlosen Existenz nicht einverstanden sein, sie wäre bzw. ist völlig konträr zu Deinem Glauben. Ich aber merke immer mehr, dass diese philosophische Richtung des Existentialismus meiner Sicht auf das Leben und die Welt entspricht. Vielleicht finden unsere so konträren Sichtweisen wenigstens in einem winzigen Punkt zueinander: es erfordert Mut, seinen Glauben zu leben, wenn Krisen entstehen und es erfordert Mut, auf dieses sinnlose Leben zu schauen und zu versuchen, ihm doch so etwas wie einen Sinn zu geben, indem wir die Absurdität unseres Lebens annehmen und durch die Schaffung von Bedeutung in unserem Handeln Freiheit gewinnen können, statt zu verzweifeln.  Mir fällt dazu Camus´ Beispiel von Sisyphos ein.
Liebe Grüße an Dich, Deine Lieben und alle anderen,
Morle
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Bernd am 04.01.2026 22:29
Ob mit oder ohne Glauben an Gott oder an einen Sinn unserer Existenz: Ich glaube jedenfalls fest daran, dass wir als Leute mit ungewöhnlichen Kleidungsvorlieben mit dazu beitragen, die Welt ein Stückchen bunter und vielfältiger zu machen. Und das entspricht auch ganz dem, was ich in unserer Welt angelegt vorfinde, die sich seit dem Urknall in unfassbar großen Dimensionen entwickelt hat und unvorstellbar verschwenderisch viel Kreativität an den Tag gelegt hat, was es im Universum alles so gibt an Galaxien, Sternen, schwarzen Löchern und anderen Gebilden. Da komme ich ins Staunen über den Reichtum und die Vielfalt unserer Welt - unabhängig davon, ob ich das nun einer schöpferischen Gottheit zuschreibe oder ob ich darin nur die Naturgesetze und kreative Zufälle am Werk sehe.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes neues Jahr 2026!
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 00:37
....
Darum wünsche ich ohne viel Worte:
Guten Start ins Jahr 2026!

Bin schonmal gut reingekommen (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg205155#msg205155)
Aber ich hab noch eine Woche Schonfrist, bis am 12.01. richtig wieder losgeht mit früh raus und Arbeit und so.

Auch ich wünsche allen ebenfalls einen guten Start ins Neue Jahr 2026

Gruß
Jürgen

Den 12.01.2019 haben wir schön zusammen verbracht, lieber Jürgen. Weißt Du noch?

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 00:38
Lieber Micha,
selbstverständlich kannst Du mit meiner Sichtweise bzg. unserer sinnlosen Existenz nicht einverstanden sein, sie wäre bzw. ist völlig konträr zu Deinem Glauben. Ich aber merke immer mehr, dass diese philosophische Richtung des Existentialismus meiner Sicht auf das Leben und die Welt entspricht. Vielleicht finden unsere so konträren Sichtweisen wenigstens in einem winzigen Punkt zueinander: es erfordert Mut, seinen Glauben zu leben, wenn Krisen entstehen und es erfordert Mut, auf dieses sinnlose Leben zu schauen und zu versuchen, ihm doch so etwas wie einen Sinn zu geben, indem wir die Absurdität unseres Lebens annehmen und durch die Schaffung von Bedeutung in unserem Handeln Freiheit gewinnen können, statt zu verzweifeln.  Mir fällt dazu Camus´ Beispiel von Sisyphos ein.
Liebe Grüße an Dich, Deine Lieben und alle anderen,
Morle

Lass uns gemeinsam mutig sein, lieber Morle!  :)

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 00:40
Ob mit oder ohne Glauben an Gott oder an einen Sinn unserer Existenz: Ich glaube jedenfalls fest daran, dass wir als Leute mit ungewöhnlichen Kleidungsvorlieben mit dazu beitragen, die Welt ein Stückchen bunter und vielfältiger zu machen. Und das entspricht auch ganz dem, was ich in unserer Welt angelegt vorfinde, die sich seit dem Urknall in unfassbar großen Dimensionen entwickelt hat und unvorstellbar verschwenderisch viel Kreativität an den Tag gelegt hat, was es im Universum alles so gibt an Galaxien, Sternen, schwarzen Löchern und anderen Gebilden. Da komme ich ins Staunen über den Reichtum und die Vielfalt unserer Welt - unabhängig davon, ob ich das nun einer schöpferischen Gottheit zuschreibe oder ob ich darin nur die Naturgesetze und kreative Zufälle am Werk sehe.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes neues Jahr 2026!

 :)

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: JJSW am 05.01.2026 01:32
Den 12.01.2019 haben wir schön zusammen verbracht, lieber Jürgen. Weißt Du noch?

LG, Micha

Hmm, entweder hatte ich da besonders lange Urlaub oder es war das Wochenende nach der ersten Arbeitswoche.
Ich weiß nur das wir am 13. 01. 2019 "ganz artig wie zwei Mädchen" auf einer Bank (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg108048#msg108048) saßen.
Hmm, ich war mal mit Dir bei einer wundervollen Irish Folk Session in Bonn. Ist das schon etwas sieben Jahre her?
Da müsste ich mal morgen in meinem Fotoarchiv kramen...

Aber jetzt wollte ich nicht weiter stören bei euren hochphilosophischen Erörterungen...

Oh schön so spät, gute Nacht und Gruß
Jürgen
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 08:37
Den 12.01.2019 haben wir schön zusammen verbracht, lieber Jürgen. Weißt Du noch?

LG, Micha

Hmm, entweder hatte ich da besonders lange Urlaub oder es war das Wochenende nach der ersten Arbeitswoche.
Ich weiß nur das wir am 13. 01. 2019 "ganz artig wie zwei Mädchen" auf einer Bank (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg108048#msg108048) saßen.
Hmm, ich war mal mit Dir bei einer wundervollen Irish Folk Session in Bonn. Ist das schon etwas sieben Jahre her?
Da müsste ich mal morgen in meinem Fotoarchiv kramen...

Aber jetzt wollte ich nicht weiter stören bei euren hochphilosophischen Erörterungen...

Oh schön so spät, gute Nacht und Gruß
Jürgen

Das war am 12.1., lieber Jürgen, denn da steht ja "vorgestern" vom 14.1. aus gesehen. Und abends waren wir im Fiddlers Irish Pub zu einer großen Session.

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Zwurg am 05.01.2026 08:59
Liebe Rock Männer,

Ich wünsche euch auch ein gutes neues Jahr. Mit viel Glück und Gesundheit, der Kraft und dem Mut Dinge anzupacken und dabei zu Leben und Freude daran zu haben.

So und nun zum Philosophischen: Als mein Vater starb hab ich ausgerechnet wieviele Tage er erlebt hat. Es waren etwas mehr als 30000 Tage.
Ich hab gerade nachgesehen, ich habe bereits 21 576 Tage erlebt. Es bleiben zu 30 000 Tagen noch gut 8400 Tage.

wenn man ein Maßband mit einen Meter hätte (bin schlecht in Mathe) bleiben vielleicht noch 32 cm übrig.

Hattet ihr vielleicht ein Maßband bei der Bundeswehr?

Da viele hier in meinem Alter sind, ja die Zeit die uns bleibt  ist begrenzt. Es ist ungefähr 8700 Tage her, das ich bei meinem ersten Männerrockstammtisch war. Theoretisch gesehen bleiben mir weniger Tage zum Rock tragen, als hinter mir liegen.
Natürlich könnte ich länger leben, aber auch kürzer, wenn ich bedenke, das ein fünftel meines Bundeswehrzuges nicht mehr am Leben ist. Und auch hier im Ort sind auch schon ein paar Wegbegleiter gestorben.

Nun ja, ich hoffe also, das wir unsere verbleibenden Tage angenehm verbringen. Uns wenig streiten, Freude an unseren Klamotten und dem Gefühl auf unseren Körpern haben. Das wir gut Essen und Trinken. Das wir gut schlafen und Freude an den Dingen haben, die wir tun. Das wir mit angenehemen netten Menschen zusammen sind. Das wir gesund und fidel bleiben, bis zu dem Tag an der Boandlkramer vor uns steht und sagt: "Geh weiter, deine Zeit ist um. Du musst nun mit mir gehen!"
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 09:18
Von Muhammad soll der Rat stammen: "Lebe so, dass Du immer bereit bist, jetzt zu sterben, aber auch, weitere 100 Jahre zu leben!"

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Zwurg am 05.01.2026 10:31
Von Muhammad soll der Rat stammen: "Lebe so, dass Du immer bereit bist, jetzt zu sterben, aber auch, weitere 100 Jahre zu leben!"

LG, Micha

So ganz genau weiß man es nicht. Aber Mohammed wurde ca. 70 Jahre alt.
Meine Großeltern wurden etwas älter. Meine Mutter wird bald 91 Jahre alt. Und ihr heutiger Zustand ist nicht erstrebenswert, dass heißt ich bin der Meinung ihr Tod wird eine Erlösung sein.

Vielleicht werde ich auch über 90 Jahre alt, das kann ich heute nicht wissen. Fakt ist aber unsere Körper verändern sich. Und es ist eine deutliche Veränderung zu bemerken, zu dem Zustand den ich vor 20 oder auch noch vor 10 Jahren hatte.
Leider ist es kein Zustand der Verbesserung.
Wir hatten erst das Ausscheiden eines Forumsmitglieds der mit seinem Körperzustand keine Freude mehr an Röcken und Strumpfhosen hat.

Deswegen ist ja jeder Tag so wertvoll.

Es kann aber sein, dass in der heutigen modernen Zeit der körperliche Verfall des Körpers während des Alterns aufgehalten werden kann,  vielleicht sogar zurückgedreht werden kann.

Es gibt da ja SF Filme und Romane in denen es so ist.

Allerdings sehe ich das momentan noch nicht.
Es gilt also immer noch:"S Lebn konn sie koana dakaufa!"
Also man kann sich keine Lebensjahre dazukaufen.

 




Titel: Antw:2026
Beitrag von: radix am 05.01.2026 13:30
Hallo zusammen,

erst heute komme ich dazu, mal wieder ins Forum zu schauen, dabei ist das neue Jahr schon 4,5 Tage alt. Ohne auf die interessanten, aber z.T. auch etwas demotivierenden philosophischen Betrachtungen meiner geschätzten Vorredner eingehen zu wollen, wünsche ich euch allen ein

Gutes und gesegnetes und vor allem gesundes neues Jahr 2026!

Carpe diem - nutze den Tag - und die Zeit, denn sie ist endlich. Keiner weiß, was das neue Jahr für uns an Herausforderungen mit sich bringen wird - und das ist vielleicht auch gut so. Aber eins ist auch klar: je älter man wird, desto nachdenklicher wird man. Die Unbeschwertheit der Jugend ist längst vorbei ...

In diesem Sinne herzliche Grüße aus dem Kreis Recklinghausen

Radix
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Morle am 05.01.2026 14:59
"Aber jetzt wollte ich nicht weiter stören bei euren hochphilosophischen Erörterungen...
Jürgen"

Lieber Jürgen,
bei hochphilosophischen Betrachtungen, so sie überhaupt diese Voraussetzung erfüllen, wirst Du nie fehl am Platze sein, schätze ich.
LG,
Morle
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 17:12
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens. Im Buddhismus wird das ganz deutlich ausgedrückt. Wobei nicht sie selbst es sind, die Leid erzeugen, sondern unser Wunsch, es möge anders sein. Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52 (https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52)

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Skirtedman am 05.01.2026 17:24

Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.


Diesen Gedanken könnte man versuchen, seiner Frau zu vermitteln, sofern sie sich unglücklich darüber fühlt, dass ihr Mann gerne Röcke tragen möchte.
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 17:29

Das sagte auch Epiktet: Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.


Diesen Gedanken könnte man versuchen, seiner Frau zu vermitteln, sofern sie sich unglücklich darüber fühlt, dass ihr Mann gerne Röcke tragen möchte.

Ja, aber genau so uns Männern, die wir unglücklich über den Hosenzwang sind oder glücklich darüber, diesen überwunden zu haben.

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: doppelrock am 05.01.2026 17:30
Es ist zwar anfangs schwer zu ertragen, aber nur durch die Endlichkeit des Lebens sind wir angetrieben, etwas zu bewegen. Wenn wir alle ewig leben würden und es dadurch egal wäre, ob, wann, was wir machen, würden wir einfach garnichts vor morgen tun. Also nie. Es gäbe keinen Fortschritt, keine Entwicklung, keine Veränderung.
Wir wären wie die Faultiere am Baum, die nach einem langen Schlaf den eigenen Arm ergreifen, den sie für einen Ast halten und dann in den Tod stürzen.
Dass wir altern oder reifen, ist natürlich und den Zyklus haben alle Tiere und Pflanzen. Es ist einfach der Lauf der Dinge und wird hoffentlich nie veränderbar sein, auch nicht durch den wiederaufkommenden Transhumanismus, der Menschen zu unmenschlichen Dingen gegen die Natürlichkeit und zum Schaden anderer verleitet. Und egal wie oft das Marketing etwas anderes behauptet, Altern ist keine Krankheit, sondern gehört wie Geburt und Tod zum Leben dazu. Es sollte jeder das ihm Mögliche tun, aktiv gesund zu bleiben, in Selbst-Verantwortung.

Nimm jeden Tag, wie er kommt. Wenn er Zitronen bietet, mach Limoncello draus.
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Zwurg am 05.01.2026 18:45
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens.....

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52 (https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52)

LG, Micha

Nun da ich ein großer Fan von Science Fiction und Fantasy Literatur bin und viele Romane gelesen und auch Filme gesehen habe, so habe ich auch viele fiktive Figuren kennengelernt. Angefangen bei den Elben aus Herr der Ringe von Tolkien, oder Lazarus Long von Robrt E. Heinlein, den Rekonzianten aus Clive Barkers Imagica, Roger Zelaznys Prinzen von Amber, oder die alten Kapitäne aus Neil Ashers Polis Universum, Ian Cormac Ashers Hauptheld ist ja auch wesntlich älter als heutige Menschen und so oft nach Einsätzen geheilt, zumTeil neu rekonstriert.  Oder filmisch der Highlander, the old Guard, oder der römische Soldat der jesus die Lanze in die Seite stieß.
Alles unsterbliche oder sehr langlebige Menschen, manche älter als ein Jahrtausend, und unterschiedlich leiden oder leiden sie nicht unter ihrem langen Leben, ebenso wie der Reiche in deinem Märchen.

Da wir aber gewöhnliche Menschen aus unserer Zeit sind, trifft das alles auf uns nicht zu, deswegen ist jeder unserer Tage so kostbar.

Und das wollte ich mit meinem vielleicht etwas depressiv klingenden Neujahrsgruß ausdrücken. Denn das Gegenteil ist der Fall.



Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 19:26
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

Zwurg, das hast Du schon des Öfteren geschrieben, dass Du am Altern Deines Körpers leidest. Alter, Krankheit und Tod sind Kontingenzen des Lebens.....

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
Oder stell Dir vor, nur Du wärest unsterblich. Darüber gibt es ein Märchen: https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52 (https://www.youtube.com/watch?v=YiexjX5dRqg&list=PLTRDyfRW6slXuSKf13kho86AehPzJXF3F&index=52)

LG, Micha

Da fehlt Dein Text, lieber Zwurg.

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Zwurg am 05.01.2026 19:32
Jetzt ist der Text da, siehe oben, ich war noch am Bearbeiten und hab noch das Märchen angeguckt.
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 05.01.2026 20:41
Ja, lieber Zwurg, jeder Tag und jede Nacht ist kostbar.
Demzufolge brauch ich weder Zeitvertreib noch die Zeit totzuschlagen. Lieber pflücken!

LG, Micha
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Skirtedman am 06.01.2026 01:52
Cooler Spruch...!   :)
Titel: Antw:2026
Beitrag von: Zwurg am 06.01.2026 12:28
Die Freundschaft zur Weisheit schließt niemanden aus, der sie in sich empfindet.

... Nicht die Dinge selbst machen uns glücklich oder unglücklich, sondern unsere Vorstellungen von ihnen.

Stell Dir mal vor, das Alterungsprozess könnte tatsächlich umgekehrt werden. Dann wären wir fast unsterblich, wenn nicht Krankheit, Unfall oder absichtliche Tötung uns das Leben nähmen. Und nimm man an, nicht nur die Reichen, sondern alle würden davon profitieren. Dürften wir dann noch Nachwuchs bekommen?
...

LG, Micha

Wenn es euch nicht stört, würde ich einfach das Thema der Unsterblichkeit noch etwas diskutieren. Ich weiß nicht ob jemand schon einmal Robert A. Heinlein gelesen hat. Es gab eine Zeit in meinem Leben da verschlang ich jedes Buch das ich von ihm finden konnte.

Oft behandelte er das Thema Zeitreisen und seine Helden wurden absichtlich oder zufällig in verschiedene Zeiten katapultiert.

Sehr faszinierend fand ich die "Leben des Lazarus Long"

"Die Handlung des Romans setzt im 43. Jahrhundert ein, während Lazarus Long, der am 11. November 1912 als Woodrow Wilson Smith geboren wurde, noch immer körperlich jung und der älteste Mensch der Welt ist."

Soweit ich mich noch erinnere ist sein Körper zu Beginn des Romans stark gealtert und er wünscht sich den Tod. Da über die lange Zeit die halbe Menschheit über Plantensysteme in der ganzen Galaxie vertreut, von ihm abstammt, wird immer wieder nach ihm gesucht. Sobald er sich zu erkennen gibt, wird er überredet sich noch einmal verjüngen zu lassen, um über sein Leben zu erzählen...

Und es waren spannende Zeitabschnitte in denen er hinauszog um das Weltall zu besiedeln...

Und er war sicher nicht  die ganze Zeit über unglücklich. Nach dem er wieder verjüngt wurde gewinnt er neuen Lebensmut und bricht zu neuen Abenteuern auf.

Das fand ich als junger Mann sehr erstrebenswert
Titel: Antw:2026
Beitrag von: MAS am 06.01.2026 19:05
Lieber Zwurg,

ich kenne den Roman nicht. Sicher las er sich ganz angenehm.

Die Phantasie vom Jungbrunnen ist alt. Und sicher wünscht man sich, immer wieder verjüngt zu werden oder gleich jung zu bleiben.

Ich sehe da aber zwei Probleme:
1.) Wenn nur ich unsterblich bin, verliere ich immer wieder liebe Menschen, weil sie sterben, so wie bei dem reichen Kaufmann in dem Märchen.
2.) Wenn alle unterblich sind, wird es schnell eng auf der Erde, denn Platz und Ressourcen sind nicht unendlich. Das Problem hat der Romanheld aber nicht, weil er sich im ganzen Weltall bewegt.

Auch kann man sich vorstellen, dass es ein Medikament oder  Therapie geben könnte, das bzw. die unsterblich macht, aber sehr teuer ist. Und schon können einige es sich leisten, viele aber nicht. Das wäre dann so eine Gesellschaft wie mit unsterblichen Göttern und sterblichen Menschen. Die würde ich mir nicht wünschen.

Ich versuche momentan lieber, mich mit meiner Sterblichkeit und meinem Altern anzufreunden. Das fiel mir aber früher leichter, wo noch beides weit weg war.

LG, Micha