Autor Thema: Crossdressing-TG-Videos auf Youtube  (Gelesen 3333 mal)

Offline cephalus

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« Antwort #90 am: Gestern um 23:32 »
Hallo Yoshi,

Ich würde euch beiden widersprechen: Die Hürde als Mann einen Rock in seinen Alltag zu etablieren halte ich für bedeutend geringer als sich als Frau in den Männer dominierten Lebensbereichen durchzusetzen. Ihr vergleicht fehlenden Mut und mangelndes Durchsetzungsvermögen von vereinzelten Männern mit struktureller Diskriminierung der meisten Frauen.

Abgesehen davon halte ich deine Trennung von beruflicher und virtueller Welt für nicht mehr zeitgemäß. Diese Welten verschwimmen längst und beeinflussen sich gegenseitig in unserer alltäglichen Wahrnehmung.

der allgemeine Vergleich ist so einfach, in meinen Augen nicht möglich.
Für manche Männer ist es, wenn sie selbst, für sich dazu bereit sind, keinerlei Herausforderung einen Rock zu tragen.
Es ist schlicht eine Abängigkeit von deren Lebenssituaton, und ihren sozialen Kontakten. Zu diesen Glücklichen kann ich mich zählen.

Ich kann nicht sagen, ob es sich um eine Mehrheit oder Minderheit handelt, aber ich befürchte, dass die Mehrheit nichtmal den Gedanken daran zulässt, aufgrund der zu erwartenden Probleme.

Welche strukturelle Diskriminierung Frauen winderfährt kann ich als Mann natürlich kaum beurteilen, das dürfte aber ebenso von den Lebensumständen abhängig sein.
Betrachte ich die Frauen in meinem Umfeld, egal ob beruflich oder privat, kann ich nichts Negatives beobachten, auch die Wahrnemung der Frauen selbst ist tatsächlich nicht so.
Insofern weichen in beiden Fällen, Mann oder Frau, meine persönlichen Erfahrungen, deutlich von dem ab, was mir in verscheidenen Medien als Fakt angeboten wird.

Ich möchte beides nicht als falsch deklarieren, jedoch sollte man immer im Auge behalten, dass ALLES immer auf subjektiven Wahrheiten und Lebensumständen beruht.



Die Trennung virtueller und beruflicher/realer Welt ist wohl ein vor allem ein Generationen-Thema.
Davon ist mMn abhängig, was man als zeitgemäß empfindet.

Ich trenne strickt.
Auch wenn Du alle realen Informationen über mich hast, wirst Du im Netz nichts über meine Person finden.
Kein Zufall, sondern IT-ler der alten Generation.

Und immer wenn ich kurz darüber nachgedacht habe, offener zu sein, kamen immer wieder neue Systeme und Techniken auf, die mich wieder davon abhielten, in jüngerer Zeit z.B. Plantir.

Überspitzt würde ich es so formulieren:
Jüngere Menschen werden nur als real wahrgenommen, wenn sie sich ständig posten  und online präsent sind.
Ältere sind für ihr Umfeld auch valide durch Existenz, Anruf oder Postkarte.



Offline Yoshi

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« Antwort #91 am: Heute um 11:29 »
Danke Cephalus für deine differenzierte Antwort. Vielem aus deinem Beitrag kann ich vorbehaltlos zustimmen. Nur eines möchte ich ergänzen:

Ich möchte beides nicht als falsch deklarieren, jedoch sollte man immer im Auge behalten, dass ALLES immer auf subjektiven Wahrheiten und Lebensumständen beruht.

Ja, auch das stimmt. Allerdings soll es nicht so wirken, dass alles "subjektive Wahrnehmung" ist. Es gibt wissenschaftliche Studien, die objektiv belegen, in welchen Bereichen Frauen statistisch stärker benachteiligt sind oder sie statistisch häufiger Opfer werden. Inwiefern jede einzelne Frau betroffen ist, hängt wiederum von ihren Lebensumständen und ihrer subjektiven Wahrnehmung ab. Insofern behältst du jedenfalls Recht.  :)

Offline MAS

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Antw:Crossdressing-TG-Videos auf Youtube
« Antwort #92 am: Heute um 11:48 »
Gibt es auch Studien zur kleidungsmäßigen Benachteiligung von Männern?
Oder müssen wir uns da auf Äußerungen subjektiven Empfindens beschränken?

Ja, natürlich die Studie von Barbara Vinken. Und sonst? Das Buch vom Holger. Und sonst?

LG, Micha
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Offline Yoshi

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« Antwort #93 am: Heute um 11:52 »
Wieviele Frauen wollen überhaupt diesen Job machen? Wieviele wollen die Ausbildung, das Studium machen?

In vielen Studienfächern sitzen meist mehr Frauen und machen oft sogar die besseren Abschlüsse. Am Interesse mangelt es den Frauen jedenfalls nicht. Ich denke, jede Frau kommt irgendwann an den Punkt, wo sie sich die Frage stellt: Karriere oder Familie? Viele entscheiden sich für die Familie und Hausfrau/Mutter ist auch ein harter Full-time Job, was viele Männer unterschätzen.

Und wo ist die Männerquote in Medizin, Lehramt und Psychologie?

Ich halte nicht viel von solchen Quoten. Der Job sollte an die bessere Fachkraft gehen, unabhängig davon was zwischen den Beinen ist. Es gibt ja Werbekampagnen und staatlich-geförderte Programme, wo gezielt Männer angeworben werden, zumindest ist das bei uns im Erzieherberuf so und beim Grundschullehramt ist das ähnlich. Halte ich jedenfalls für sinnvoller als Quoten.

Wieviele Frauen wollen denn Müll entsorgen und wieviele wollen Grünflächen pflegen? Wo sind da die Quoten?

Die Arbeit wollen auch die meisten Männer nicht machen. Ich würde sie, ehrlich gesagt, auch nicht machen wollen. Ich will die Berufe keineswegs abwerten und habe großen Respekt davor, aber es sind echte Knochenjobs, die sich die wenigsten antun wollen.

Nebenbei liegt es auch nicht an "den Männern" bei körperlicher oder häuslicher Gewalt gegen Frauen. Da gibt es schon Gruppen mit unterschiedlichen Verhaltensmustern. Diese müssen dabei auch klar benannt werden.

Ich bin mal so frei: Die eine Gruppe sind liebenswerte Ehemänner, die andere Gruppe sind toxische Arschlöcher.


Offline Yoshi

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« Antwort #94 am: Heute um 11:53 »
Gibt es auch Studien zur kleidungsmäßigen Benachteiligung von Männern?
Oder müssen wir uns da auf Äußerungen subjektiven Empfindens beschränken?

Ja, natürlich die Studie von Barbara Vinken. Und sonst? Das Buch vom Holger. Und sonst?

LG, Micha

Habe ich dir da etwa einen Impuls geliefert für ein neues Buchprojekt?  ;)

Offline MAS

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« Antwort #95 am: Heute um 13:45 »
Gibt es auch Studien zur kleidungsmäßigen Benachteiligung von Männern?
Oder müssen wir uns da auf Äußerungen subjektiven Empfindens beschränken?

Ja, natürlich die Studie von Barbara Vinken. Und sonst? Das Buch vom Holger. Und sonst?

LG, Micha

Habe ich dir da etwa einen Impuls geliefert für ein neues Buchprojekt?  ;)

Nee nee, das überlasse ich lieber Soziolog:innen.

LG, Micha
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Offline Forgotten Fashion

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« Antwort #96 am: Heute um 19:40 »
Zitat
In vielen Studienfächern sitzen meist mehr Frauen und machen oft sogar die besseren Abschlüsse. Am Interesse mangelt es den Frauen jedenfalls nicht. Ich denke, jede Frau kommt irgendwann an den Punkt, wo sie sich die Frage stellt: Karriere oder Familie? Viele entscheiden sich für die Familie und Hausfrau/Mutter ist auch ein harter Full-time Job, was viele Männer unterschätzen.

Ohje ....
In den MINT-Berufen (das sind die mit den extrem guten Jobaussichten und mit richtig hohen Löhnen und Gehältern) sind Frauen nach wie vor die absolute Ausnahme. Elektrotechnik hat einen Frauenanteil von unter 2%, im Maschinenbau sieht es nicht wesentlich besser aus. Diese Berufe sind sehr wohl auch in Teilzeit zu machen und Homeoffice ist da in den meisten Fällen auch kein Problem.

Und dafür gibt es keinerlei biologische Gründe, außer eben dem tradierten Verdacht, dass Frauen eben anders "verdrahtet" sind, und zumindest teilweise so ihre Probleme mit Logik haben könnten [man beachte den Konditionalis].

Mein Verdacht ist eher, dass die in Deutschland vorherrschende Erziehung Frauen systematisch von solchen Jobs abhält. Jedenfalls findet man in den "neuen Bundesländern" und anderen Ländern mit einer traditionell "polytechnischen" Erziehung immer noch sehr deutlich viel mehr Frauen in solchen Berufen.

Jedenfalls bekomme ich immer Fußpilz, wenn auf Plakaten "Frauen können es", Models zu sehen sind, die den Lötkolben an der Heizpatrone festhalten (schon mehr als einmal gesehen). Wäre jemandem mit (schulischem) Technikunterricht niemals passiert.


 

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