Hallo Yoshi,
Ich würde euch beiden widersprechen: Die Hürde als Mann einen Rock in seinen Alltag zu etablieren halte ich für bedeutend geringer als sich als Frau in den Männer dominierten Lebensbereichen durchzusetzen. Ihr vergleicht fehlenden Mut und mangelndes Durchsetzungsvermögen von vereinzelten Männern mit struktureller Diskriminierung der meisten Frauen.
Abgesehen davon halte ich deine Trennung von beruflicher und virtueller Welt für nicht mehr zeitgemäß. Diese Welten verschwimmen längst und beeinflussen sich gegenseitig in unserer alltäglichen Wahrnehmung.
der allgemeine Vergleich ist so einfach, in meinen Augen nicht möglich.
Für manche Männer ist es, wenn sie selbst, für sich dazu bereit sind, keinerlei Herausforderung einen Rock zu tragen.
Es ist schlicht eine Abängigkeit von deren Lebenssituaton, und ihren sozialen Kontakten. Zu diesen Glücklichen kann ich mich zählen.
Ich kann nicht sagen, ob es sich um eine Mehrheit oder Minderheit handelt, aber ich befürchte, dass die Mehrheit nichtmal den Gedanken daran zulässt, aufgrund der zu erwartenden Probleme.
Welche strukturelle Diskriminierung Frauen winderfährt kann ich als Mann natürlich kaum beurteilen, das dürfte aber ebenso von den Lebensumständen abhängig sein.
Betrachte ich die Frauen in meinem Umfeld, egal ob beruflich oder privat, kann ich nichts Negatives beobachten, auch die Wahrnemung der Frauen selbst ist tatsächlich nicht so.
Insofern weichen in beiden Fällen, Mann oder Frau, meine persönlichen Erfahrungen, deutlich von dem ab, was mir in verscheidenen Medien als Fakt angeboten wird.
Ich möchte beides nicht als falsch deklarieren, jedoch sollte man immer im Auge behalten, dass ALLES immer auf subjektiven Wahrheiten und Lebensumständen beruht.
Die Trennung virtueller und beruflicher/realer Welt ist wohl ein vor allem ein Generationen-Thema.
Davon ist mMn abhängig, was man als zeitgemäß empfindet.
Ich trenne strickt.
Auch wenn Du alle realen Informationen über mich hast, wirst Du im Netz nichts über meine Person finden.
Kein Zufall, sondern IT-ler der alten Generation.
Und immer wenn ich kurz darüber nachgedacht habe, offener zu sein, kamen immer wieder neue Systeme und Techniken auf, die mich wieder davon abhielten, in jüngerer Zeit z.B. Plantir.
Überspitzt würde ich es so formulieren:
Jüngere Menschen werden nur als real wahrgenommen, wenn sie sich ständig posten und online präsent sind.
Ältere sind für ihr Umfeld auch valide durch Existenz, Anruf oder Postkarte.