Ja, ich bin ganz bei Euch, besonders bei doppelrock, der das gut analysiert und weitergehende Deutungen hineingebracht hat.
Ich sehe den Wert der Studie auch leider eher als belanglos an, weil weder bahnbrechende Erkenntnisse in diesem Kurzabriss des Interviews zu erkennen sind, noch, dass das Studiendesign geeignet ist, umfassende relativ allgemeingültige Aussagen zu treffen.
Davon abgesehen mag es zudem ja noch so sein, dass unser Forum ja noch mit einer Reihe weiterer Faktoren aufwarten könnte, die eine weitgehende Weitläufigkeit von Studienergebnissen bei unserem Mikrokosmos eher außer Kraft setzen könnten.
Ich wollte Euch diesen Einblick in eine wissenschaftliche Untersuchung nicht vorenthalten. Im wesentlichen nehme ich zwei Botschaften aus dem Radiobeitrag mit (bevor ich sie wieder vergesse):
Auffällig zu sein schien:
Dass die "Wenigschreiber" (bis Nichtbeteiliger) dem allgemeinen Forumsklima oftmals eher ablehnend gegenüberstehen und sie somit von einer Beteiligung sich abhalten lassen,
dass aber dasselbe auch oft bei "Vielschreibern" so empfunden wird und sie sich genau deswegen motiviert sehen, sich verstärkt zu beteiligen.
Das war das eine, das zweite wesentliche, das ich mitgenommen habe, war: Dass Likes auf Beiträge anspornen, sich vermehrt zu beteiligen. Gut, den direkten Like-Button hat unsere Forumsleitung bewusst nicht ins Forum implementiert, wie es mal hieß. Hier wäre dann eventuell ein Äquivalent dazu, Folgebeiträge mit positiver Rückmeldung zu erhalten. - Aber auch hier zeigt die Erfahrung, dass herzlich begrüßte Hallo-Sager sich doch nicht selten nach ihrem ersten oder dritten Beitrag nicht mehr zurückmelden.
Ich glaube, da überwiegt dann doch wohl vor allem der individuelle Bedeutungswert unseres Forumsthemas, der bei jemandem mal phasenweise - bei Entdecken z.B. - hoch sein kann, aber dann wieder aufgrund persönlicher Umstände vielleicht abnimmt. So in diese Richtung hat ja doppelrock auch gedacht. Man könnte da in Bezug auf unser Forum noch viele mögliche Szenarien hineindeuten.
Jedenfalls mache ich mir bei der Präsentation von Studien immer so meine eigenen, wenig fundierten Gedanken. Aber ich hinterfrage aus meiner Position heraus, wie aussagekräftig wirklich die Ergebnisse sind für den oftmals resümierenden Folgeschluss und für die daraus resultierenden Botschaften (Überschriften) sind, welche Fehler sich vielleicht ganz schnell dabei einschleichen könnten, und ob da nicht auch ganz andere Zusammenhänge jenseits des Sichtfelds der jeweiligen Studie am mitwirken sind.
doppelrock jedenfalls hat ganz gut formuliert, mit welchen Gedanken auch ich die vorliegende Studie hinterfragt habe.