Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
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21. Juni 2019 00:16
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Autor Thema: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"  (Gelesen 2682 mal)
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high4all
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ΙΧΘΥΣ


« am: 01. Juli 2018 14:59 »

Mal anders herum:

https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/gender-klischees---sie-wirken-eben-wie-ein-mann--11218872.html?ga_noo=1
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Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,11)

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Rock-er
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« Antworten #1 am: 01. Juli 2018 17:02 »

Wenn ein Mann das im Umkehrschluß schreibt, würde man ihn als Weichei, Tunte, eines Mannes unwürdig, oder ähnliches titulieren.

Zitat:
Weg von klassischer Weiblichkeit - hin zu Androgynität
Im Umkehrschluß:
Weg von klassischer Männlichkeit - hin zu Androgynität......wurde schon in den 1970erJahren als unmöglich und "eines Mannes unwürdig" abqualifiziert. Wird auch heute noch als "Unmögliche" Mode diffamiert.

Zitat:
"wird in Deutschland immer noch heiß darüber diskutiert, ob man eine dritte Toilette für Menschen braucht, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen. Braucht man übrigens nicht. Ich jedenfalls könnte gut mit einer Unisex-Toilette leben."

Mit dem letzten Satz haben aber das Gross ihrer Geschlechtsgenossinnen riesige Probleme mit. Mann auf der Damentoilette.....fast schon ein Verbrechen!  Umgekehrt......halb so schlimm.....

Soll mir noch einmal einer sagen, Frauen hätten zu wenig Rechte.....

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high4all
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #2 am: 01. Juli 2018 17:22 »


Soll mir noch einmal einer sagen, Frauen hätten zu wenig Rechte.....



Was hat die Belehrung auf der Toilette mit Frauenrechten zu tun? Wieso dieser fast schon männertypische Verteidigungs-Reflex, bei dem Frauen gesagt wird, dass sie genug Rechte haben?

Derartige Toiletten-Hinweise von Geschlechtsgenossen kenne ich auch. Meistens gucken die Leute nicht richtig und lachen hinterher selbst darüber. Selten sind Wichtigtuer und Klugschnacker darunter, die ihr beschränktes Männerbild nicht gestört wiessen wollen.

Und nein, ich habe nicht das geringste Mitleid mit diesen Leuten.

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« Antworten #3 am: 01. Juli 2018 17:43 »

@high4all, kann es sein, daß du meinen Beitrag bzw. Kommentar zur BRIGITTE-Autorin Diana Huth, falsch verstanden hast?

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high4all
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #4 am: 01. Juli 2018 17:56 »

Die zentrale Aussage des Artikels ist diese hier:

Zitat
"Es gibt immer noch ein sogenanntes ‚sameness taboo‘: eine kulturelle Basisanforderung, dass Männer und Frauen sich in jedem Fall unterscheiden und keinesfalls als gleich wahrgenommen werden dürfen", sagt die Soziologin Prof. Dr. Paula-Irene Villa, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München auch Genderwissenschaften lehrt. "Das Geschlecht muss sofort erkennbar und verbindlich sein. Wenn Personen nicht eindeutig in ihrer Geschlechterrolle sind oder die eigenen Vorstellungen von Ordnung, Moral, von ‚So sollen die Dinge sein‘ herausfordern, dann ist das für viele Leute offensichtlich etwas, was sehr schwierig zu handhaben ist."


Der Vergleich von Männern und Frauen ist völlig unerheblich, weil beide Seiten unter "sameness taboos" zu leiden haben.
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Seravajan
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« Antworten #5 am: 01. Juli 2018 18:29 »

Nur sind Männer in so einem Vergleich immer noch stärker eingeschränkt.

Ich studiere gerade, ob Rock-er seinen Text oben als Kommentar bei dem Brigitteartikel hinterlegen könnte.

Was die Toilettenfrage betrifft, so ist der Kanton Luzern einen Schritt weiter und erlaubt effektiv Unisex-Toiletten.
« Letzte Änderung: 01. Juli 2018 18:30 von Seravajan » Gespeichert

Wenn Männer wirklich Männer wären, könnten sie auch ganz souverän Röcke und/oder Kleider tragen, anstatt sich durch das ausschließliche Tragen von Hosen beweisen zu müssen, daß sie Männer seien.
Nils Pickert
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« Antworten #6 am: 01. Juli 2018 18:43 »

Ich studiere gerade, ob Rock-er seinen Text oben als Kommentar bei dem Brigitteartikel hinterlegen könnte.

....die Zitate waren von der BRIGITTE-Autorin Diana Huth

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« Antworten #7 am: 01. Juli 2018 19:02 »

Nur sind Männer in so einem Vergleich immer noch stärker eingeschränkt.

Das wollte ich damit gesagt haben:
Soll mir noch einmal einer sagen, Frauen hätten zu wenig Rechte.....
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Seravajan
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« Antworten #8 am: 01. Juli 2018 20:31 »

Ich studiere gerade, ob Rock-er seinen Text oben als Kommentar bei dem Brigitteartikel hinterlegen könnte.

....die Zitate waren von der BRIGITTE-Autorin Diana Huth



Ich meine Deine Umkehrschlüsse.
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Wenn Männer wirklich Männer wären, könnten sie auch ganz souverän Röcke und/oder Kleider tragen, anstatt sich durch das ausschließliche Tragen von Hosen beweisen zu müssen, daß sie Männer seien.
Nils Pickert
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« Antworten #9 am: 01. Juli 2018 20:52 »

Ich meine Deine Umkehrschlüsse.

Mein erster "Umkehrschluß" bezieht sich auf den Brigitte Beitrag von Diana Huth

Den zweiten habe ich erklärt.....
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Skirtedman
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« Antworten #10 am: 02. Juli 2018 10:25 »

Wenn ein Mann das im Umkehrschluß schreibt, würde man ihn als Weichei, Tunte, eines Mannes unwürdig, oder ähnliches titulieren.

Ja, nicht ganz neu, diese Erkenntnis, man bekommt sie leider immer wieder sehr oft bestätigt. Gerade deswegen fand ich es interessant, eine Sicht aus der Unweiblichkeitsecke der Frauen zu bekommen. Doch andersherum, der Umkehrschluß, stände ein Artikel, den die meisten Männer nicht verstehen würden.

Soll mir noch einmal einer sagen, Frauen hätten zu wenig Rechte.....

Dieser Aussage kann ich mich auch immer wieder anschließen.

Mann auf der Damentoilette.....fast schon ein Verbrechen!  Umgekehrt......halb so schlimm.....

Na, das liegt daran, dass man bei uns, und vielleicht auch gerade im überregulierten Deutschland, noch immer davon ausgeht, dass der Man "allzeit bereit ist", und bei gemischten Toiletten Sodom und Gomorrha herrschen würde. Dabei verdankt so manch einer von uns sein Leben, dass es früher (im Bereich der Vorfahren) mit der Vermeidung von gesellschaftlich unkontrollierter Vereinigung nicht ganz so streng reguliert war. Vordergründig zwar auf Etikette und Regeln geachtet wurde, stillschweigend aber deren Verletzung als Selbstverständlichkeit in Kauf genommen wurde.
Heutzutage werden viele alte Werte zwar sehr lax gehandelt, und Sex ist in Bildern und sprachlich überall omnipräsent, aber der Ausübung sind da viele Schranken gesetzt - angefangen von unterbewussten Minderwertigkeitskomplexen wegen unzureichender körperlicher Ausstattung bis hin zu der Gefahr, später eine Anzeige am Hals zu haben.
Ich will den erreichten gesetzlichen Schutz von körperlicher Unversehrtheit (so drück ich es mal aus) keineswegs in Abrede stellen. Auch finde ich es vielleicht nicht sooo schlecht, wenn die Mädels ungestört den Lippenstift nachziehen wollen in der Damentoilette - der Grundgedanke, dass der allzeit bereite Mann aber der Böse ist, der sozialen Unfrieden stiftet, ist der, weshalb Männlein von den Weiblein weggesperrt wird, wenn er sich untenrum auspackt. Und ist auch der Grund, weshalb das männliche Gemächt in der Öffentlichkeit weggepackt werden muss - kaserniert in Hosen - andernfalls könnt´ja was passieren!
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Mac
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Mo bhean, mo chù agus mise


« Antworten #11 am: 02. Juli 2018 15:24 »

Männertoilette, Frauentoilette, so ein Humbug! Angry
Wir haben zu hause auch zwei Toiletten, die benutzen wir beide und die putzen wir beide.
Die, die sich am Meißten in solchen Fällen aufregen, haben eh nur einen Donnerbalken hinter dem Misthaufen. Grin

Wenn es mal "pressiert" hat, bin ich auch schon mal auf die "Frauentoilette" gegangen. Hätt ich besser draussen am Baum erledigen sollen.
Sowas von eklig und versifft, das hält keine Kuh aus.
Solche Diskusionen sind nach meiner Meinung überflüssig wie ein Kropf am Hals.

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Wer wegläuft, stirbt nur müde!
cephalus
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« Antworten #12 am: 02. Juli 2018 18:58 »

Männertoilette, Frauentoilette, so ein Humbug! Angry
[...]
Solche Diskusionen sind nach meiner Meinung überflüssig wie ein Kropf am Hals.

Sobald in einem Forum, das sich mit Kleidung und teilweise mit den Gesellschaftlichen Grundbedingungen dafür, die Toilettenfrage aufkommt, ist das Thema mMn tot.

Den Begriff  "sameness taboos" ind ich allerdings interessant.
Für Betroffene evtl. eine unangenehme Tatsache, aber auch eine Gesellschaftliche Grundnorm.
Würde diese nicht nur von einzelnen verletzt oder in Frage gestellt,würde sich die Gesellschaft als ganze sicher ändern. In welche Richtung wage ich nicht zu prophezeien weder in Bezug auf die Richtung, noch auf die Qualität.

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GregorM
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Die meisten nennen meine Röcke Kilts


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« Antworten #13 am: 06. Juli 2018 16:36 »

Männertoilette, Frauentoilette, so ein Humbug! Angry
Wir haben zu hause auch zwei Toiletten, die benutzen wir beide und die putzen wir beide.




Was im privaten Bereich gut und logisch vorkommt, lässt sich nicht automatisch zum öffentlichen Bereich überfführen.

Gruss
Gregor
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https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
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Ein Rock ist ein Rock, und ein Mann ist ein Mann. Ein Mann im Rock ist ein Mann im Rock.
MAS
Für ein großherziges Forum ohne Ausgrenzung!
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Toleranz ist gut, Respekt ist besser!


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« Antworten #14 am: 09. Juli 2018 17:11 »

Männertoilette, Frauentoilette, so ein Humbug! Angry
Wir haben zu hause auch zwei Toiletten, die benutzen wir beide und die putzen wir beide.




Was im privaten Bereich gut und logisch vorkommt, lässt sich nicht automatisch zum öffentlichen Bereich überfführen.

Gruss
Gregor

Ich bin gerade in einem öffentlichen Zug unterwegs. Hier gibt es auch keine getrennten Toiletten.

LG, Micha
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Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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