Autor Thema: Zufriedenheit  (Gelesen 644 mal)

Offline Matthias

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Zufriedenheit
« am: 22.01.2021 23:35 »
Was bedeutet eigentlich Zufriedenheit:

Ist das ein funktionierendes Umfeld?
Ist das eine funktionierende Familie?
Ist das einen vermeintlich sicheren Arbeitsplatz zu haben?
Ist das überall und wo man will als Mann einen Rock tragen zu dürfen?
Ist das mehr Geld und Güter als andere zu haben?
Ist das anders sein zu dürfen als der Durchschnitt?
Ist das anders sein als...

Grüße
Matthias
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Gewohnheiten zu verlassen bedeutet neue zu gewinnen.

Offline MAS

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #1 am: 22.01.2021 23:48 »
Lieber Matthias,

eine Wirtin im Bayerischen Wald. in deren Gasthof wir zweimal gewohnt haben (bzw. ich dreimal, denn auch als Kind war ich schon mal dort), meinte mal in einer E-Mail, wir seien so zufriedene Leute.

In eigene Worte gefasst, was macht mich zufrieden:

Die Grundbedürfnisse befriedigt zu haben und darüber hinaus auch Kompfort bis Luxus zu haben.
Mit einer lieben Frau verheiratet zu sein.
Derzeit nahezu meinem Traumberuf nachgehen zu können.
In einem freien Land zu leben.
In einem schönen Land zu leben mit vielen schönen Landschaften und vier Klimazonen, die einander überlappen.
An mir arbeiten zu können.
Schönen Hobbies nachgehen zu können.
Viele liebe Menschen zu kennen.
Die Gesellschaft mitgestalten zu können.
Röcke, Kleider u.a. genderuntypische tragen zu dürfen und zu können.

Bestimmt noch mehr.

Und was ich mir noch wünsche:
Zufrieden zu sterben, wenn es dann soweit ist.

LG, Micha
« Letzte Änderung: 22.01.2021 23:53 von MAS »
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Offline DesigualHarry

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #2 am: 23.01.2021 15:49 »
Hallo!

Zufriedenheit ist für mich eher negativ behaftet, weil es einem den Ansporn nimmt es sich glücklich zu machen.

Reichtum ist wohl auch so ein Wort das wohl eher negativ behaftet ist. Dabei ist erstmal Reichtum weder gut noch schlecht. Wenn man Reichtum darin anhäuft in dem man anderen etwas wegnimmt, ist Reichtum zwar negativ, aber ohne Reichlich an Liebe zu sein, kann ich diese auch nicht weitergeben. Reichtum ist für mich eigentlich ein positiver Aspekt des Lebens. Allein schon die Natur (dort wo vom Menschen positiv beeinflusst) geizt nicht mit Reichtum. Da blüht und gedeiht alles in seiner herrlichsten Pracht.

Reichtum ist natürlich auch von den kosmischen Gesetzten abhängig, wie sich Reichtum auf bestimmte Gebiete auswirkt. "Giebst du von dir, dann bekommst du etwas zurück. Nimmst du aber jemanden etwas weg, wird auch dir weggenommen". Das diese Worte nicht ohne Bedeutung bleiben, und keineswegs Esoterisches Halbwissen ist, kann man überall sehr gut erkennen. So hat ein Großkonzern mit dem bisher erreichten deswegen niemals genug, weil die Geschäftsführer dieses Konzerns innerlich  arm bleiben, weil sie die Energie des Ausbeuten, wegnehmen oder stehlen auffrisst. Sie haben zwar für aussenstehende Unglaublichen Reichtum, sie selber fühlen sich aber arm.

Hingegen sind Menschen die ihren Reichtum mit anderen Menschen teilen, wahrhaft glückliche und nette Zeitgenossen.

Arm oder Reich sind ja keine Materiellen Zustände, sondern Gedankenkonstrukte im Gehirn. Seitdem ich das begriffen habe, hat sich auch mein Reichtum, was Geld anbelangt, Unglaublich verbessert. So verdiene ich heute um 40 Prozent mehr als noch vor 5 Jahren. Dabei habe ich jetzt weder eine bessere Schulische Ausbildung, noch habe ich diese Lohnsteigerung durch Kurse oder ähnliches erreicht. Ich habe einfach die Gesetze von Geld und Reichtum beachtet.

Ressourcen sind auch so ein Thema. Eigentlich gibt es Unendlich viele Ressourcen - oder auch nicht. Es hängt natürlich wieder von einem selber ab. Gibst du von dir, dann bekommst du auch etwas zurück. Der Kreislauf bleibt aufrecht. Nimmst du aber von jemandem etwas, wird gemäß dem Gesetz der Resonanz dir auch etwas weggenommen. Was folgt ist, dass der Kreislauf des freien Energieflusses Unterbrochen wird, was sich früher oder später darin zeigt, dass Ressourcen zur neige gehen.

Das Ziel ist für mich nicht irgendetwas zu erreichen, und dann damit zufrieden zu sein, sondern Glücklich in dem zu sein was immer wieder es an neuen Aufgaben zu erledigen gibt.

So ist auch die Aktuelle Situation eine Situation die ich gerne in Angriff nehme.  Ich nehme diese Situation heute nicht mehr wie ein Kind oder Lehrling in Angriff. Das machte ich noch als Kind, und dann später als ich in die Lehre ging. Nein heute nehme ich mich der Situation an wie ein Meister. Ob ich ein guter Meister inzwischen geworden bin, oder ob ich auch als Meister noch gewisse Dinge lernen muss, wird sich jetzt zeigen. Nur ich muss diese Eigenverantwortung für mich selber jetzt auch Wahrnehmen. Ich kann nicht ewig Kind bleiben, oder von anderen deren Meinung  Leben.

Genau das ist mein Ziel -  Glücklich in dem zu sein, in den niemals enden wollenden Aufgaben, ein immer besser werdender Meister zu sein.
Der einzige Sinn meines Daseins besteht in meiner Einzigartigkeit!

Wirklichkeit entsteht wenn ein Gedanke auf ein Gefühl trifft.

Gehe deinen eigenen Weg! Alles andere ist Irrweg!

Offline culture skirt

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #3 am: 23.01.2021 17:38 »
Reichtum ist wohl auch so ein Wort das wohl eher negativ behaftet ist. Dabei ist erstmal Reichtum weder gut noch schlecht. Wenn man Reichtum darin anhäuft in dem man anderen etwas wegnimmt
Wenn man mal den klassischen Verischerungsvertreter nimmt, auf den alle schimpfen, weil er mit seinen Geschäften reich geworden ist, haben denn die Leute nicht freiwiilig das Geld zu ihm gebracht?

Reichtum ist natürlich auch von den kosmischen Gesetzten abhängig, wie sich Reichtum auf bestimmte Gebiete auswirkt. "Giebst du von dir, dann bekommst du etwas zurück. Nimmst du aber jemanden etwas weg, wird auch dir weggenommen".

Das heißt. Menschen die immer reicher werden, werden reicher weil sie auch abgeben.?


So hat ein Großkonzern mit dem bisher erreichten deswegen niemals genug, weil die Geschäftsführer dieses Konzerns innerlich  arm bleiben, weil sie die Energie des Ausbeuten, wegnehmen oder stehlen auffrisst. Sie haben zwar für aussenstehende Unglaublichen Reichtum, sie selber fühlen sich aber arm.

Arm oder Reich sind ja keine Materiellen Zustände, sondern Gedankenkonstrukte im Gehirn. Seitdem ich das begriffen habe, hat sich auch mein Reichtum, was Geld anbelangt, Unglaublich verbessert.
klingt logisch.


Waldi

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #4 am: 23.01.2021 17:53 »
Zufriedenheit habe ich, wenn ich mal wirklich sehe, wo wir leben dürfen.

In unserem Land haben wir weder Wüsten, noch haben wir extreme Naturkatastrophen. Wir haben wunderschöne Regionen. Wer schon mal an der Müritz war, der kann sich an nur in DE verlieben. Eine Radtour durchs Rheintal entlang der Burgenstraße und vielleicht an der Mosel weiter und man muss schon wirklich weit fliegen, um solche Landschaften genießen zu dürfen.

Wir haben Seen, wir haben Berge und Mittelgebirge. All das von fast überall gut erreichbar.

In DE kann man auch als Arbeitsloser nicht hungern, wenn man nicht zu unfähig ist einen Hartz4 Antrag auszufüllen. Hier hilft einem jeder Arzt und klärt im nachhinein, ob man zahlen kann. Natürlich nicht für Facelifting, aber bei Unfällen oder Notversorgung sehr wohl.

Hier mag ein Polizist mal unfreundlich sein, aber an sich muss hier niemand Angst vor staatlichem Übergriff haben. Es sei denn, man bildet sich das ein.
Hier hat man eine Justiz, die im Grunde funktioniert. Natürlich hat die Ihre Mankos und es gibt immer negative Beispiele, aber das ist nicht systematisch sondern individuelles versagen, was es unter Menschen immer gibt.

In unserem Land treffe ich zu 95% draussen nette fröhliche Menschen. wir haben sauberes Wasser überall, wir haben Sicherheit vor den allermeisten Bedrohungen und wenn es mal brennt kommt Hilfe.

In Summe bin ich mehr als zufrieden in einem Land zu leben, um das uns weit über 90% der Menschen auf diesem Planeten beneiden.

Und ich hab trotz an sich Niedriglohn mit einem Job genug zum Leben. Wo sonst auf der Welt bekommt man all das auf einmal geboten?

Tausend Gründe hier und mit diesem Leben zufrieden zu sein. Man muss es nur annehmen können.

Offline Peter

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #5 am: 23.01.2021 18:18 »
Tausend Gründe hier und mit diesem Leben zufrieden zu sein. Man muss es nur annehmen können.

Lieber Waldi,
dieser Beitrag ist schön geschrieben. Trifft alles zu.
LG
Peter
Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zuruecksehnen werden.

Offline culture skirt

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #6 am: 23.01.2021 18:18 »
Zufriedenheit habe ich, wenn ich mal wirklich sehe, wo wir leben dürfen.
Zufriedenheit wäre, wenn ich 1:1 das gleiche (tragen) dürfte wie Cis Frauen. Ohne dass ich Kompromisse eingehen muss, weil ich nicht weiblich bin und ohne dass es für andere unverständlich und abartig ist, so wie Frauen in Männersachen für die Menschen nicht abartig sind. Und dass Frauen hinterher pfeifen statt dumm zu gucken, so wie es sich Männer wünschen, dass Frauen sich wieder mehr weiblich anziehen und Weiblichkeit ausstrahlen. Derzeit sind Männer Menschen 3. Klasse was Gleichberechtigung betrifft.

Und ich hab trotz an sich Niedriglohn mit einem Job genug zum Leben.
Sag doch mal die ungefähre Zahl, was bei dir Niedriglohn ist, den du bekommst.

Gruß
Jule

Offline Albis

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Antw:Zufriedenheit
« Antwort #7 am: 24.01.2021 14:24 »
Es gibt die Maslowsche Bedürfnispyramide mit den Grundbedürfnissen unten und der Selbstverwirklichung ganz oben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie

Je höher man auf dieser Pyramide steht, desto glücklicher und zufriedener ist man. Zumindest mir geht das so, wenn ich an mein bisheriges Leben und die Gefühle, die ich in bestimmten Situationen hatte, zurückdenke. Und ich meine, die meisten von uns sind bereits in der Selbstverwirklichung.

Oder anders gesagt: Wer Hunger leidet und hört, dass es um die Ecke was zu essen gibt, stellt sich nicht erst 10 Minuten vor den Kleiderschrank, um zu überlegen, welchen Rock er denn zum Essenholen anzieht.

 

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