Autor Thema: Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?  (Gelesen 28821 mal)

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #75 am: Gestern um 10:33 »
Und doch noch mal zu Apollo.

Wie doppelrock schon feststellte, ist der Artikel recht neutral geschrieben. Ein bisschen stutzig hat er mich dann doch gemacht beim ersten Lesen, toll fand ich aber den Abschluss des Artikels, oftmals ja sowas wie das Fazit eines Berichtes, ich zitiere Apollo:

Zitat
Sie hoffe, dass Geschlechterrollen weniger starr würden. Sie erinnert gegenüber der Landeszeitung daran, dass Frauen einst das Recht erkämpfen mussten, Hosen zu tragen. „Heute sind es aber die Männer, die den Zwängen beim Thema Bekleidung viel stärker unterliegen.“

Das dortige Zitat stammt von der Aussage der Lüneburger Gleichstellungsbeauftragten Karin Fischer.

Und mit diesem Schluss-Statement des Artikels bin ich natürlich völlig d´accord.



Ich habe allerdings nach der Lektüre der ersten Kommentare nun den Artikel noch ein zweites Mal aufmerksamer durchgelesen.
Er ist schon ein wenig wirr. Naja, es ist schwierig, einen runden Artikel zu schreiben, wenn man verschiedene Aspekte hineinbringen möchte. Einen anderen Artikel - weiss nicht mehr welcher - fand ich auch schon etwas wirr aufgebaut.

Bei Apollo jedoch ist mir zunächst aufgefallen, dass das Bild - wie auch untertitelt ist - nur ein Symbolbild ist aus einer kostenlosen Bildplattform. Das Bild, das ja zudem fast nichts außer den Rock zeigt, hat also mit Lüneburg überhaupt nichts zu tun.

Kein Wunder, dass da bei den Leuten das Kopfkino angeht und sie sich alles Mögliche vorm inneren Auge imaginieren. Ein Bild irgendeines der dortigen Teilnehmer - oder ein Originalbild der gesamten Aktion - hätte vielleicht teilweise andere Kommentare hervorgerufen.

Die Verfasserin des Apollo-Artikels allerdings, das fiel mir erst bei der zweiten Lektüre so richtig auf, war ja selbst gar nicht bei der Aktion dabei gewesen. Also ist es ja eigentlich wirklich kein echter Bericht, sondern wirklich nur ein Artikel über etwas, was die Verfasserin sich von echten Berichten aus anderen Quellen zusammengetragen hat, inclusive der zahlreichen zitierten Wortbeiträge der Aktions-Beteiligten.

Und diese zusammengetragenen Info- und Zitat-Teile wurden recht neutral zusammengestellt, allerdings wohlwissend, dass damit durchaus auch Aufregungspotential geschürt werden soll, woran sich dann eben die Kommentatoren auch redlich abgearbeitet haben.

Ja, in diesen Kommentaren wird ein recht düsteres Stimmungsbild gezeichnet, was uns Rockträgern nicht so viel Hoffnung verbreitet. Allerdings ist dieses düstere Stimmungsbild auffällig unterschiedlich zu dem Stimmungsbild, das ich mir tagtäglich unter den Menschen in meinem Lebensalltag verschaffe. Ich denke, wie Gregor wohl auch schon darauf hinwies, hat das mit der Ausrichtung des Mediums Apollo zu tun, das eben Menschen anzieht, die sich gerne in ihrem Unbehagen mit Gott und der Welt bestätigt sehen möchten. Und Apollo bezeichnet sich wohl auch selbst als ein Gegenmedium, das sich also als Gegengewicht zu etablierten Medien sieht. Wer will, kann sich da noch ein bisschen schlauer drüber machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_News

Jedenfalls bilden die Kommentare, die ich inzwischen alle durchgelesen habe, nicht den Durchschnitt der "Straßenmeinung" ab, sondern nur einen spezifischen Teil davon. Und würden die Kommentatoren einem von uns in echt gegenüber stehen, würde so mancher Kommentar sicherlich auch anders, weniger drastisch ausfallen. Denn dann kommentieren sie nicht ein Bild im Kopf, sondern sind womöglich überrascht, dass das alles doch gar nicht so schlimm sein muss.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Online Skirt-Man

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #76 am: Gestern um 14:50 »
Die einzige richtige Zeitung, die darüber Berichten dürfte, war die LZ.
Die waren vor Ort und haben mit den Leuten gesprochen.

Ich habe mir die Kommentare von Apollo auch angetan und gedacht, was es nur für Kleingeistige Menschen gibt.
Wie gut, dass mir sowas mittlerweile am A... vorbei geht.

 
Mfg Andi

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Offline DesigualHarry

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #77 am: Gestern um 19:15 »
Hallo!

Fehlt jetzt nur noch dass man Männern die sich zu rechts bekennen verbietet Röcke zu tragen...

Merkt ihr eigentlich gar nicht wie sehr die Gesellschaft auseinander driftet? Nur wegen völlig nichtssagenden Begriffen wie rechts und links, die jeder gleich mit gut und böse Interpretiert. Ohne auch nur ein bisschen den Menschen dahinter in irgendeiner Weise zu kennen. Ihr mögt das eine, hasst aber das andere? Wie sehr zerstört doch die virtuelle Welt die Menschen. Man plappert einfach nur noch das nach, was man irgendwo liest, weil es die einzige erlaubte Meinung ist.

Die Wahrheit in der man sich in der realen Welt begegnet, liegt immer irgendwo zwischen den Extremen, aber ohne den Extremen verschwindet die Wahrheit weil nur mehr eine Meinung existiert.

Mir persönlich käme es niemals in den Sinn irgendein Mitglied hier wegen dieser politischen Haltung, links und rechts, in irgendeiner Weise anzugreifen. Das ist doch absurd.

Lg Harry!

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #78 am: Gestern um 20:23 »
Hallo!

Fehlt jetzt nur noch dass man Männern die sich zu rechts bekennen verbietet Röcke zu tragen...

Merkt ihr eigentlich gar nicht wie sehr die Gesellschaft auseinander driftet? Nur wegen völlig nichtssagenden Begriffen wie rechts und links, die jeder gleich mit gut und böse Interpretiert. Ohne auch nur ein bisschen den Menschen dahinter in irgendeiner Weise zu kennen. Ihr mögt das eine, hasst aber das andere? Wie sehr zerstört doch die virtuelle Welt die Menschen. Man plappert einfach nur noch das nach, was man irgendwo liest, weil es die einzige erlaubte Meinung ist.

Die Wahrheit in der man sich in der realen Welt begegnet, liegt immer irgendwo zwischen den Extremen, aber ohne den Extremen verschwindet die Wahrheit weil nur mehr eine Meinung existiert.

Mir persönlich käme es niemals in den Sinn irgendein Mitglied hier wegen dieser politischen Haltung, links und rechts, in irgendeiner Weise anzugreifen. Das ist doch absurd.

Lg Harry!

Bevor hier wieder ein Treat zerredet wird mit diesem absurden Rechts/Links Thema. Die Diskussion gab es schon zuviel und in irgendeinem Treat habe ich schon die gleiche Diakussion mit MAS und einigen anderen gehabt.

Hier hat keiner irgendjemand persönlich irgendwas betitelt.
Es wurde nur Bezug auf Apollo genommen und die haben nur nachgeplappert von der LZ.
Das kann ich sogar behaupten, weil ich Live dabei war.
Mfg Andi

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Offline MAS

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #79 am: Gestern um 23:30 »
Es geht, lieber Harry, ja auch nicht darum, jemandem das Rocktragen verbieten zu wollen, sondern darum, sich von niemandem das Rocktragen verbieten lassen zu wollen.

LG, Micha
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Online Skirtedman

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #80 am: Heute um 00:08 »
Mir persönlich käme es niemals in den Sinn irgendein Mitglied hier wegen dieser politischen Haltung, links und rechts, in irgendeiner Weise anzugreifen. Das ist doch absurd.

Lg Harry!

Hallo Harry,

was meinst Du? Habe ich irgendeinen Beitrag in diesem Thread verpasst, wo das geschehen ist?

Es ging um Kommentare von Menschen, die überwiegend nicht nett beklatscht haben, dass Männer Röcke tragen wollen, oder von Lesern, die den Aktionstag nicht gutgeheißen haben.

Solche gehäuften Kommentare finden wir Rockträger wohl überwiegend nicht so angenehm. Draussen im echten Leben begegnen mir solche Reaktionen eigentlich nie. Darum ist es eben auffällig, dass es auf den verlinkten Artikel dort so gehäuft ablehnende Kommentare gab. Es muss ja nicht jedem gefallen, wie ich mich kleide.

Auch unter uns fand diesen Aktionstag im Vorfeld nicht jeder unbedingt hilfreich. Einer schrieb mal irgendwie auf eine Frage, ob man solch einen Aktionstag brauche: "Nein, brauche ich nicht", zwar leider ohne weitere Begründung. Meinungen dazu driften eben aus unterschiedlichsten Gründen auseinander. Ich persönlich beurteile diesen Aktionstag eher positiv, aber man kann ja auch anderer Meinung sein.

Rocktragen wollte hier unter uns niemand irgendwem verbieten. Ich habe die Kommentare von dem Medium zwar alle gelesen, aber nicht mehr alle konkret im Sinn. Könnte sein, dass darunter auch welche Kommentatoren sind, die jenseits von "bescheuert" oder so vielleicht auch am liebsten hätten, wenn Männern das Rocktragen verboten werden würde. Aber ich glaube selbst die meisten Autoren dieser Kommentare - oder gar alle - wollten das Rocktragen niemandem verbieten. Nur, sie finden es halt nicht so toll.

Wie gesagt, draussen auf der Straße sind die Reaktionen auf mich als männlicher Rockträger ganz und gar nicht so ablehnend. Und vermutlich ist es den meisten, die kommentiert haben, eigentlich letzten Endes auch egal, wenn sie jemandem von uns auf der Straße begegnen würden. Halt den Artikel gelesen, sich mal aufgeregt. Und wie im Artikel ja auch richtig stand, auch Frauen stießen zunächst auf Ablehnung, als sie statt den naturgegebenen Röcken und Kleidern anfingen, Hosen zu tragen.
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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #81 am: Heute um 00:16 »
Es wurde nur Bezug auf Apollo genommen und die haben nur nachgeplappert von der LZ.

Was ja in dem Artikel ja auch mehrfach wiederholt erwähnt wurde. Und das Symbolbild wurde auch als ein solches untertitelt.
Also alles völlig in Ordnung.
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Offline Experimental

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #82 am: Heute um 07:16 »
Es geht halt um den Kulturkampf, alles was nicht in ihr Weltbild passt wird niedergemacht. Und weil man ja gefühlt online so Anonym ist, fallen da eben alle Hemmungen. Ist doch gut, wenn sich die meisten im echten Leben einigermaßen zurückhalten können.

Online Skirtedman

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Antw:Rethink Masculinity Day - Machen Hosen Männer?
« Antwort #83 am: Heute um 12:39 »
Ich beziehe mich nochmals auf den Original-Artikel der Landeszeitung aus Lüneburg.
https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/rethink-masculinity-day-in-lueneburg-maenner-tragen-rock-auf-dem-marktplatz-YZMFZSNYYVBKPOBOYLA562UVO4.html
und die Bilderstrecke mit Zitaten der abgebildeten Männer: https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/rethink-masculinity-day-E3EFMCOPNVHS5G4WXGJXTEZMMM.html

Im Artikel steht: "eine private Veranstaltung".
Wie aus der Lüneburger RMD-Seite hervorgeht, fand die Veranstaltung unter dem Dach des städtisch geförderten Lüneburger Zukunftsrats statt, eine Bündelung von verschiedensten Vereinen und Initiativen. Vermutlich wurde auch der RMD selbst mit einer kleinen städtischen Unterstützung zumindest ideologisch gefördert, was die Anwesenheit der Städtischen Gleichstellungsbeauftragten erklärt. Der Initiator des Lüneburger RMD arbeitet selbst zwar im sozialen Bereich bei der Stadt Lüneburg, und ist somit recht enger Kollege der Gleichstellungsbeauftragten, dennoch war die Aktion keine städtische Aktion, sondern eben eine private Aktion, die nämlich losgelöst von der hauptberuflichen Arbeit des Initiators stattfand. Das scheint wichtig zu sein zu betonen, jedenfalls auch mir, wenn ich über die Aktion bzw. den Artikel in der Landeszeitung nachdenke.

Trotzdem finde ich schade, dass in der Lokalausgabe der Landeszeitung auf den insgesamt 7 Bildern der Initiator kein einziges Mal zu sehen ist. Schließlich ist er trotz seinen noch recht jungen Jahren als beruflicher Quartiersmanager sicherlich kein völlig Unbekannter in der lokalen Öffentlichkeit.

Wie in meinen neulich verlinkten Artikeln zu der RMD-Aktion in Eschwege bzw. Witzenhausen zu erkennen ist, ist die dortige Adaption von dem Schweizer RMD-Vorbild unter ein Motto gestellt worden, nämlich "Vater sein". Welche Schwerpunkte der Initiator des Lüneburger RMDs damit verbunden hat, lässt sich nur erahnen, wobei da ja seine RMD-Seite doch recht viel Auskunft gibt.

Klar scheint auch, dass die Aussage von ihm bzgl. Angst vor Männergruppen eine Anlehnung daran ist, die Angst von Frauen vor männlicher Gewalt, ausgehend von Männergrüppchen zu verstehen, also quasi eine Untermauerung dessen ist, was Frauen sich mehr wünschen: Weniger Angst vor sexualisierter Gewalt.

Wobei das Wort "Männergruppen" ich zunächst sehr missverständlich fand. Denn zumindest mit Wissen, dass er im sozialen Bereich tätig ist und auch eingehende Lebenserfahrungen mit sozialer Gruppendynamik hat, hatte ich zunächst im Sinn, mit "Männergruppen" würde er regelmäßige Treffen z.B. in Selbsthilfegruppen der Männerarbeit meinen. "Männergrüppchen" hätte ich als Bezeichnung eindeutiger gefunden, um zu kapieren, was er meint.

Etwas verwirrt mich auch, dass er eben die Angst vor Männergrüppchen so betont - aber wahrscheinlich eben, um feministischer Arbeit Unterstützung zu erweisen. Aber auch, um zum Ausdruck zu bringen, dass ein Mann im Rock doch noch sehr viele Fragezeichen auslösen kann. Auch die Zurückhaltung, dass er sich nun überlege, in welchen Laden er nun im Rock hineingehe oder in welchen nicht, hatte mich etwas verwirrt und erkläre mir das immer noch ein bisschen dadurch, dass es ein Wink auf die geistige Unterstützung der feministischen Anliegen ist. Vom Initiator des Lüneburger RMD hätte ich aber etwas mehr Forschheit gewünscht, um Männer zu animieren, stärker aus ihren Rollenklischees ausbrechen zu dürfen. Jedenfalls transportiert diese Forschheit der Artikel der LZ das nicht.

Stutzig macht mich aber auch seine Aussage, dass er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit Rock tragen würde. Das kann aber nicht sein. Denn der Lüneburger RMD fand wohl zum 3. Mal statt. Und von 2024 gibt es ein Bild von ihm im Rock auf dem Lüneburger Marktplatz. Und zwar mit Rock ohne lange (sichtbare) Hosen untendrunter.

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« Antwort #84 am: Heute um 13:10 »
Wenn ich mir die 7 Bilder anschaue - vor allem das Gruppenbild - so erkenne ich, dass der Rock hier noch weitgehend als Symbol fungiert. Als Symbol von unendlicher Weiblichkeit. Und dass dieses Symbol nur eher als extreme Überzeichnung von Rollenbildern dient.

Auf einem der Bilder ist der Kleiderständer zu sehen. Mitten auf dem Marktplatz. Wenn da Röcke draufhängen für Kurzentschlossene oder für interessierte Passanten, dann ist es klar, dass da einige Mitmacher bei der Aktion noch ihre normalen Hosen unter dem Rock tragen.

Ich schätze, dass einige aber den Rock geplant mitgebracht haben, und ihn auf dem Marktplatz sich übergestreift haben, wie z.B. der im Artikel genannte Rock von der Tochter. Nach der Aktion, vielleicht wenige Minuten später, ist der sicherlich wieder ausgezogen worden und in der Tasche nach Hause getragen worden. Zu viele Hemmungen stecken noch immer selbst in den von der Aktion begeisterten Männern, als dass sie sich trauten, von zuhause aus bereits hinter dem Zeichen dieser Aktion zu stehen und sich dieser "Herausforderung" mal mehr als nur symbolisch zu stellen.

Das gibt der ganzen Aktion leider noch immer den Touch, dass nur mit Symbolen gewunken wird, aber mehr als eine kurzfristige "Demonstration" dahinter nicht steckt. Wenn ich mir das Gruppenbild anschaue, so gibt das notwendigerweise ein recht unstimmiges Bild, was aber eben nur symbolisch, aber nicht demonstrativ die Tragbarkeit von Röcken an Männern unterstützt. Das finde ich persönlich etwas schade. Mindestens eine Frau sehe ich in der Gruppe, die Gleichstellungsbeauftragte. Die meisten anderen direkt sichtbaren verkörpern eher eine bunt-schrille Maskerade als ein Aufruf, beispielsweise mit freier Kleidungswahl alltagstauglich zu sein. Sorry für die harten Worte, die bei mir eben noch ein wenig drastischer ausfallen, weil ich faltenschlagende Trainingshosen (oder waren da auch Leggings dran beteiligt?) nicht als Beiwerk für echtes Rocktragen werten kann. Immerhin bilde ich mir ein, dass ich die tatsächlich geübten rocktragenden Männer auf Anhieb erkennen kann, die sehr wohl eine wohltuende Ausnahme in der Bilderstrecke bilden.

Auch wenn auf der Lüneburger RMD-Seite der Rock als ein absolut zentrales Mittel für die Aktion dargestellt wurde, so war der Kerninhalt der Aktion nicht, den Rock am Mann zu fördern. Sondern eben NAchdenken anzuregen über Rollenklischees für Männer. Das ist ja auch schon mal ein erster Schritt. Insofern begrüße ich diese Aktion. Es braucht aber wohl noch viele weitere Schritte, bis Männer als solche nennenswert sich trauen, mittels Rock die Rollenklischees im Alltag zu durchbrechen.
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« Antwort #85 am: Heute um 13:22 »
Wie habt Ihr, die Ihr dabei wart, Euch auf dem Marktplatz gefühlt?
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« Antwort #86 am: Heute um 15:20 »
Wie habt Ihr, die Ihr dabei wart, Euch auf dem Marktplatz gefühlt?

Erstmal vorweg.
Du flückst da schon wieder etwas zu sehr auseinander und interpretierst da hinein, ohne dabei gewesen zu sein.

Der Mann vorne auf dem Gruppenbild hatte den ganzen Tag dieses rote Kleid mit einem Sacko darüber an und hat dafür sogar ein Lob für seine Kleidung bekommen.
Im Hintergrund ist einer Barfuss, der auch direkt kam. Sowie die Drei Initiatoren. Welche ne Leggings darunter an hatten und mit dem Fahrrad angereist sind.

Der Rock wurde jetzt mal als Symbol genommen, weil es dem typischen Frauenbild zugeordnet wird.
Aber irgendwo muss man anfangen, um die Gedanken der Menschen auf das typische Männlichkeitsbild zu richten.

Das es noch nicht so passt wie bei einigen auch hier im Forum, weil man noch nicht sein eigenen Styl gefunden hat, ist ja nachzuvollziehen.
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« Antwort #87 am: Heute um 15:22 »
Ja, klar.

Danke für die Antwort.
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