Autor Thema: Selbstverwirklichung  (Gelesen 2140 mal)

Offline Asterix

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Selbstverwirklichung
« am: 19.02.2021 16:20 »
Damit wir nicht aneinander vorbeireden, hier mal das Modell auf das sich Micha bezieht:

Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.

(von Wikipedia.org)


Diese Darstellung finde ich aussagekräftiger:
https://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2016/02/Beduerfnispyramide-Maslow-Grafik-Selbstverwirklichung-650x434.jpg
(aus rechtlichen Gründen nur als Link)

Ich sehe alle Stufen dieser Pyramiden als Grundbedürfnisse, gleichwertig und gleich notwendig. Gruß

Edit: Abgetrennt von diesem Beitrag: https://www.rockmode.de/index.php?topic=7659.0 Matthias
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #1 am: 19.02.2021 16:24 »
Das heißt, lieber Asterix, es wäre für Dich gleich schlimm, egal welche davon nicht bedient würde?
Also wenn man Dir die Kehle zudrücken und Dich so am atmen hindern wurde, wäre für Dich nicht weniger schlimm, als wenn man Dir die Möglichkeit nehmen würde, Dich selbst oder Dein Selbst zu verwirklichen (wie auch immer das genau vor sich gehen mag)?

LG, Micha
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Offline Asterix

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #2 am: 19.02.2021 16:28 »
Das heißt, lieber Asterix, es wäre für Dich gleich schlimm, egal welche davon nicht bedient würde?
Also wenn man Dir die Kehle zudrücken und Dich so am atmen hindern wurde, wäre für Dich nicht weniger schlimm, als wenn man Dir die Möglichkeit nehmen würde, Dich selbst oder Dein Selbst zu verwirklichen (wie auch immer das genau vor sich gehen mag)?

LG, Micha

finde ich, ja
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #3 am: 19.02.2021 17:06 »
Das heißt, lieber Asterix, es wäre für Dich gleich schlimm, egal welche davon nicht bedient würde?
Also wenn man Dir die Kehle zudrücken und Dich so am atmen hindern wurde, wäre für Dich nicht weniger schlimm, als wenn man Dir die Möglichkeit nehmen würde, Dich selbst oder Dein Selbst zu verwirklichen (wie auch immer das genau vor sich gehen mag)?

LG, Micha

finde ich, ja

Interessant!

Also für mich kommt das Atmen an erster Stelle, denn ohne das, wäre mein Leben zu Ende und ich könnte nichts von all dem anderen mehr tun.
Um die letzte Selbstverwirklichung zu erreichen, muss man vor allem atmen können.

LG, Micha
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Online GregorM

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #4 am: 19.02.2021 17:26 »
Ach Nein, Doch nicht wieder?

Gruß
Gregor
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Offline Asterix

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #5 am: 19.02.2021 17:44 »
Zitat
Um die letzte Selbstverwirklichung zu erreichen, muss man vor allem atmen können.

Das stimmt auch wieder. Trotzdem ist der Mangel an der Möglichkeit der Selbstverwirklichung gefühlt wie wenn mir jemand die Luft zum (geistig)Atmen nimmt. Und Psyche, Geist und Körper sind für mich eine Einheit.

Gruß
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #6 am: 19.02.2021 20:35 »
Das verstehe ich voll und ganz, lieber Asterix.

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Offline DesigualHarry

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #7 am: 19.02.2021 23:08 »
Hallo!

Für mich ist eindeutig Selbstverwirklichung nicht nur das Wichtigste, sondern auch das was die anderen Punkte dieser Pyramide überhaupt erst möglich macht.

Die Atmung alleine bringt mir nichts, sie wird erst dann Gebraucht wenn ich etwas verwirklichen will. Mein Körper mit all seinen Funktionen ist das Ergebnis eines Selbstverwirklichungsprogramm s eines Bewusstseins. Jetzt kontrolliert mein Bewusstsein meinen Körper. Wer keinen Sinn im Leben findet, wird wahrscheinlich auch nicht mehr lange Leben, zumindest nicht mehr aktiv sein. Hingegen sind es auch wiederum Selbstverwirklichungsprogramm e die Positiv gelagert sind, die wiederum auch positive verbesserte Körperfunktionen hervorbringen.

Am Anfang braucht es immer zuerst einen Grund für eine körperliche Funktion. Das ist nur mit Selbstverwirklichung, also eigenständigem Denken und Fühlen möglich.

Es macht keinen Sinn zuerst die Atmung  erschaffen, ohne ihr eine Sinn zuweisen zu können. Aber wenn ich Das Leben auf einem Planeten erleben möchte, brauche ich so etwas was wir Menschen mit unseren Körpern besitzen.
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #8 am: 19.02.2021 23:54 »
Interessante Sichtweise, Harry.

Das erinnert mich an ein Gespräch mit einem Kollegen vor ca. 30 Jahren zum Thema, ob der Mensch lebt, um zu arbeiten oder arbeitet, um zu leben. Ich sagte, er arbeite, um zu leben, denn die Arbeit ermögliche das Leben. Er meinte, der Mensch lebe, um zu arbeite, denn es sei Gottes Auftrag an uns, die Erde zu bearbeiten, dazu habe Gott uns erschaffen.

Beide Sichtweissen sind teleologisch, meine ist kausal. Sie müssen sich so gesehen gar nicht widersprechen.

Ähnlich wie die Frage, was wichtiger sei beim Autofahren: der Motor oder das Fahrtziel.

LG, Micha
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Offline DesigualHarry

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #9 am: 20.02.2021 09:29 »
Hallo!

Auch hier wieder die Frage, lieber Micha: was bringt dir der Motor, wenn du kein Fahrziel hast?

Der Motor bekommt erst dann einen Sinn wenn ich weiß wofür ich ihn brauche... Ich brauche also zuerst immer einen Plan, eine Selbsterkenntnis, ein geistiges Konstrukt, damit überhaupt erst etwas zu fester Materie werden kann.
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #10 am: 20.02.2021 09:44 »
Ja, Harry, das sind oft auch meine Worte: Ohne Fahrziel hat der Motor keinen Sinn.

Deshalb argumentiere ich so vehemend für die Wichtigkeit von Religion, Philosophie usw., weil diese mir Fahrziele für das Leben vorschlagen, während die reine Wissenschaft solche Ziele nicht vorgeben kann. Sie kann nur erklären, warum Menschen Vorstellungen von Fahrzielen konstruieren und evtl. technische (nicht nur im engen Sinne, sondern auch soziologische, psychologische usw.) Hilfsmittel, das gesteckte Ziel auch zu erreichen.

Aber nochmal zurück zur Maslow'schen Bedürfnispyramide: Selbst wenn der Sinn der Grundbedürfnisdeckung die Selbstverwirklichung sein sollte, so ist im Zweifel, wenn es an Atemluft und an Selbstverwirklichung fehlt, zuerst die Atemluft zu geben. Denn atmend kann ich mich dann um die Selbstverwirklichung kümmern. Gibt man mir die Selbstverwirklichung ohne Atemluft, kann ich nur noch selbstverwirklicht sterben. Okay, das ist auch ein wertvolles Ziel. Muss aber trotzdem nicht sofort sein.

LG, Micha
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Offline DesigualHarry

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #11 am: 20.02.2021 16:11 »
Hallo!

Da scheint jetzt ein Missverständnis vorliegen, lieber Micha:

Ich bin nicht mein Körper - Ich bin der der meinen Körper kontrolliert. Das Ich ist losgelöst von meinem Körper auf einer höheren Ebene. Meine Atmung wird, wie alle übrigen Körperfunktionen auch, nicht von meinem Körper gesteuert sondern von meinem Ich aus kontrolliert. Der Körper ist  mit all seinen Funktionen ein Ergebnis eines denkenden und fühlenden Bewusstseins. Die Atmung kann nicht existieren ohne dem Bewusstsein. Wenn ein Bewusstsein einen Körper verlässt, er also stirbt, hören auch alle Körperfunktionen inklusive der Atmung auf.

Es gibt keinen Menschlichen lebenden Körper ohne Bewusstsein. Die Selbstverwirklichung,  also irgend ein Ziel zu haben, ist das entscheidende um überhaupt in den Genuss eines Körpers inklusive Atmung zu kommen.

Die Selbstverwirklichung hört aber auch nicht irgendwann auf. Denn in dem Augenblick in dem man sagt "Ich bin jetzt am Ende meiner Selbstverwirklichung angekommen", endet auch schon das Leben als solches. Denn wo kein Sinn mehr da ist, braucht es auch kein Leben mehr dazu. Umgekehrt schafft also das erkennen irgendeines Sinnes erst das Menschliche  Leben.
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Offline Zwurg

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #12 am: 20.02.2021 18:34 »
Es gibt aber auch menscliches Leben ohne Bewußtsein. Zum Beispiel bei Koma Patienten, manchmal über viele Jahre.
Und es gibt auch Menschen die ohne Selbstverwirklichung leben, also von äusseren Zwängen bestimmt handeln müssen um zu (über)leben.
ich persönlich habe mir früher mein Leben andres vorgestellt, eigentlich wollte ich ja Schriftsteller sein. Und ich hab ja ein großes Werk geschaffen, auf dass ich immer noch stolz bin. Aber das war nicht das Ziel, sondern ich wollte von meinem Werk leben um, neue Werke zu schaffen. Immer dem äusseren Zwang unterworfen, habe ich die meiste wache Zeit meines Lebens damit verbracht, Dinge zu tun, die meinen Lebensunterhalt eingebracht haben.
Aber diese Dinge brachten mich nicht meinen eigentlichen Zielen näher.
Und wenn man älter wird, braucht dieses Lebensunterhalt verdienen immer mehr Kraft, so dass kaum noch Enegie übrigbleibt, um die Dinge zu tun, die man wirklich tun möchte.
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Offline MAS

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #13 am: 20.02.2021 23:55 »
Lieber Harry,

ich denke auch wie Zwurg, dass die Atmung auch ohne Bewusstsein funktioniert. Die Atmung gilt in vielen Medizinkulturen als Zeichen des Lebens, sein ausbleiben als Ende des Lebens.
Immerhin atmen ja auch Tiere, selbst ganz frühe Formen. Und auch Pflanzen atmen, ja alle aerobe Lebewesen.
Selbstverwirklichung bzw. der Wunsch danach ist dagegen uns Menschen vorbehalten und eigentlich gar Folge einer soziokulturellen Entwicklung der Moderne. Zumindest in der Form, wie Du sie formulierst. Selbstverwirklichung war bis dahin sehr stark damit verbunden, seine Rolle in der Gesellschaft gut zu erfüllen oder religiös in einem Leben, das in einen guten Tod mündet, nach dem dann die Nähe zu oder die Einheit mit dem geglaubten Absoluten wartete.

Deine Sichtweise scheint mir Ausdruck einer sehr oder post-modernen Spiritualität zu sein.

LG, Micha

PS: Aber wir haben das Threadthema verlassen.
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Online Skirtedman

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #14 am: 22.02.2021 02:20 »
PS: Aber wir haben das Threadthema verlassen.

Ach was, Micha! Doch nur unwesentlich!

Statt "Wovon leben wir in Deutschland`" behandelt Ihr "Wovon leben wir?"

Mit dieser nur kleinen Themabwandlung eröffnet sich aber ein fundamental anderes Themenspektrum, das zwar nicht an existenzielle Fragen anknüpft, aber das die Existenz betreffende Fragen aufwirft.

Mich irritert bisweilen die Unterschiedlichkeit der Denkkonzepte.

Das Motor-Ziel-Problem löst doch schnell auf, wenn man bedenkt, dass das Ziel auch ohne Motor gefasst werden kann. Denn der Motor ist nur ein Hilfsmittel, das Ziel schneller zu erreichen. Ohne Motor bräuchte man zwar ungleich länger, zum Ziel zu gelangen, aber es muss ohne Motor nicht unerreichbar bleiben. Ein Motor ermöglicht zwar, mehr Ziele zu erreichen in seiner endlichen Zeit. Der Motor aber weckt die Begehrlichkeiten, mehr Ziele zu erreichen, und ferne Ziele anzusteuern. Gleichzeitig macht er das ursprüngliche Ziel nahezu wertlos, weil es nun gilt, mehr Ziele und weitere Ziele zu erreichen. Ein Motor steigert die Begehrlichkeiten, aber nicht die Zufriedenheit.

Zwar spiele ich scheinbar der Weltsicht von DesigualHarry in die Hände, ich meine aber genau das Gegenteil. Ein Ziel kann nämlich nur dann gefasst werden, wenn Leben da ist. Ohne grundlegendes Funktionieren von Leben sind Ziele nutzlos. Erst durch Atmung, Nahrung, Erkenntnis und dazu befähigter Materie (Zelle, Zellenverbund, also Leben) lassen sich Ziele definieren.

Selbstverwirklichung ist etwas, was nur im kulturellen Miteinander einer Zellkultur oder anderer zusammen (inter)agierender Organismen zählen kann. Denn jedes Objekt mit Bewusstsein ist bereits vor seiner potentiellen Selbstverwirklichung ein Selbst und aufgrund seiner Existenz bereits verwirklicht. Was darüber hinaus als Selbstverwirklichung empfunden wird geht über die Zwänge des Miteinanders hinaus und kann erst dann eine Rolle spielen, wenn die Gemeinschaft die einzelnen schützt und nährt, die einen höheren Sinn über ihre Existenz hinaus anstreben (z.B. Selbstverwirklichung).

Es ist also ein gutes Zeichen, wenn man in der Lage ist, sich Ziele über sein Selbst und seine Existenz hinaus, Gedanken zu machen. Dann ist man eingebettet in ein Netz, das die grundlegenden Existenzzwänge absichert.

Insofern sind wir doch recht nah an "Wovon leben wir in Deutschland?", auch wenn die Frage nach dem "Wovon" damit noch nicht beantwortet ist. Jedenfalls diese mitschwingende Erkenntnis lässt sich fassen: "Wir leben so gut in Deutschland, dass wir die Chance haben, nach einer hehren Selbstverwirklichung zu streben".

Soweit meine Meinungssplitter. Achwas, längst noch nicht alle. Und: Achwas, was heißt irritert. Eigentlich nehme ich es gelassen, die unterschiedlichsten Weltbilder kennenlernen zu dürfen. Allerdings bin ich froh, dass hierzulande die Medizin überwiegend auf nachprüfbaren Erkenntnissen basiert und nicht preisgegeben ist verschiedenster Denkmodelle. Denn dann müsste ich fürchten, dass man mir das Atmen nehmen könnte, weil ich keine Ziele habe. Oder keine anerkannten Ziele.

Offline MAS

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« Antwort #15 am: 22.02.2021 08:35 »
Lieber Wolfgang,

wenn man "Motor" weiter fasst, kommt man zu dem, was Du weiter ausführst: Irgendeine Art von Motor, und sei es der eigene Körper mit seinem Blutkreislauf, seiner Atmung und schlieplich seinen Beinen, brauchen wir, um wohin auch immer zu kommen.

Ich würde für mich den Motor der Frage "Wovon leben wir?", und das Ziel der Frage "Wofür leben wir?" zuordnen.

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Offline Zwurg

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« Antwort #16 am: 22.02.2021 12:34 »
Rein theoretisch könnten wir unter Motor und Maschine auch etwas anderes verstehen, als unseren biologischen Körper. Eigentlich geht es ja nur um ein handlungsfähiges Vehikel für unser Bewusstsein. In SF Romanen, kann man sich die Form, Aussehen, verbunden mit sehr langer Lebensdauer aussuchen. Beispielsweise in Form eines nahezu unzerstörbaren Roboterkörpers. Der muss dann auch nicht atmen, wenn er nicht will.




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« Antwort #17 am: 22.02.2021 12:52 »
Ach Nein, Doch nicht wieder?

Gruß
Gregor

Doch, immer wieder, lieber Gregor! :)

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« Antwort #18 am: 22.02.2021 12:53 »
Rein theoretisch könnten wir unter Motor und Maschine auch etwas anderes verstehen, als unseren biologischen Körper. Eigentlich geht es ja nur um ein handlungsfähiges Vehikel für unser Bewusstsein. In SF Romanen, kann man sich die Form, Aussehen, verbunden mit sehr langer Lebensdauer aussuchen. Beispielsweise in Form eines nahezu unzerstörbaren Roboterkörpers. Der muss dann auch nicht atmen, wenn er nicht will.

Ja, klar, Roboter sind keine aerobe Lebewesen. Aber sie brauchen z.B. Strom.

LG, Micha
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Offline Zwurg

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #19 am: 22.02.2021 17:22 »
Da wir uns im Bereich der Science Fiction befinden, braucht ein Roboterkörper nicht unbedingt täglich Strom, weil er er eine (steinzeitliche) Lithium Ionen Batterie aufladen muss,

Ich beziehe mich hier auf die Romane von Neal Asher um den ECS Agenten Ian Cormac. Auch die biologischen Menschen können dank moderner Technik nahezu unbegrenzt leben, oder ihr Ausshen verändern.
Ein Kollege von Neal wird während eines Einsatzes getötet und nur der Kopf bleibt übrig. Im 30. Jahrhundert ist es aber kein Problem ihm einen Roboter-Ersatzkörper zur Verfügung zu stellen, der aufs Haar seinem alten Körper gleicht. Auch von der Empfindungsfähigkeit, Geschmack, Sensorische Reize usw. unterscheidet sich der neue Körper nicht. Die Energiezelle hält ewig. Er kann Nahrung zu sich nehmen und auch verdauen.
Nur er muss nicht mehr atmen wenn er nicht will, er wesentlich schneller, ist kräftiger, sieht besser, hört besser. Und er ist nahezu unzerstörbar. Obwohl er über sein volles Gedächtnis verfügt, zweifelt er ständig an sich selbst, ob er noch er selbst ist.

Für was würdet ihr euch entscheiden?
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« Antwort #20 am: 22.02.2021 18:22 »
Lieber Zwurg,

danke, dass Du uns vor eine interessante Wahl stellst.

Der Unterschied zum Science-Fiction ist, dass das Phantasie ist und niemand heute sagen kann, ob die Bedingungen, die Du beschreibst, wirklich jemals zu realisieren sein werden. Es ist quasi ein Gleichnis zu einem "Was-wäre-wenn"-Konstrukt, also eine rein theoretische, ja philosophische Abhandlung, die bewusst auch Nebenbedingungen weglässt. Man kann sich zwar viel vorstellen, was die Zukunft erbringen wird (und nicht selten sind Voraus-Phantasien eingetroffen), aber vielleicht scheitern solche Konstrukte alleine daran, dass die weggelassenen Nebenbedingungen fundamental wichtig sind, ohne die das "Was-wäre-wenn"-Konstrukt gar nicht funktionieren könnte.

Drum ist Deine Frage für mich schwer zu beantworten. Im Grunde klingt ein langes, oder zeitlich unbegrenzt funktionierendes und agierendes Bewusstsein (in Form Deines Roboters) sehr verlockend für mich, ich würde mich aber bemühen, mein Selbst nicht zu bezweifeln. Und ich müsste gesichert wissen, dass bestimmte Reize, die ein heutiges biologisches Wesen erleben kann, in Deiner Roboter-Daseinsform in angemessener Weise weiterhin erlebbar wären oder durch Äquivalentreize und -gefühle ersetzt worden wären.

Trotzdem ist mir lieber, in der heutigen Daseinsform zu erleben, zu fühlen, zu agieren, zu genießen. Und drum ist mir auch lieber, das Leben in unserer jetzigen Wahrnehmung zu analysieren und daraus Erkenntnisse für die aktuelle Zeit und die direkt anschließenden Tage, Wochen, Monate, Jahre zu ziehen.

-----

PS: Aber wir haben das Threadthema verlassen.

Ach was, Micha! Doch nur unwesentlich!

Statt "Wovon leben wir in Deutschland`" behandelt Ihr "Wovon leben wir?"
...
Insofern sind wir doch recht nah an "Wovon leben wir in Deutschland?", auch wenn ...

Oh nein! Inzwischen hat das Thema den Thread verlassen.
Matthias hat wohl dem Thema einen eigenen Thread spendiert. Na, da hätte ich nicht so mit der Lupe nach dem Bezug zum ureigentlichen Thread-Thema suchen müssen... ;)

Offline Matthias

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #21 am: 22.02.2021 18:39 »
Liebe Leute,

achtet doch bitte wenigstens ein bisschen auf das Board und Thema in dem ihr euch befindet!

Wenn eure Antwort gar nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat, eröffnet einen neuen Thread!
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Offline Zwurg

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #22 am: 22.02.2021 19:17 »
Lieber Zwurg,

danke, dass Du uns vor eine interessante Wahl stellst.

Der Unterschied zum Science-Fiction ist, dass das Phantasie ist und niemand heute sagen kann, ob die Bedingungen, die Du beschreibst, wirklich jemals zu realisieren sein werden. Es ist quasi ein Gleichnis zu einem "Was-wäre-wenn"-Konstrukt, also eine rein theoretische, ja philosophische Abhandlung, die bewusst auch Nebenbedingungen weglässt. Man kann sich zwar viel vorstellen, was die Zukunft erbringen wird (und nicht selten sind Voraus-Phantasien eingetroffen), aber vielleicht scheitern solche Konstrukte alleine daran, dass die weggelassenen Nebenbedingungen fundamental wichtig sind, ohne die das "Was-wäre-wenn"-Konstrukt gar nicht funktionieren könnte.

Drum ist Deine Frage für mich schwer zu beantworten. Im Grunde klingt ein langes, oder zeitlich unbegrenzt funktionierendes und agierendes Bewusstsein (in Form Deines Roboters) sehr verlockend für mich, ich würde mich aber bemühen, mein Selbst nicht zu bezweifeln. Und ich müsste gesichert wissen, dass bestimmte Reize, die ein heutiges biologisches Wesen erleben kann, in Deiner Roboter-Daseinsform in angemessener Weise weiterhin erlebbar wären oder durch Äquivalentreize und -gefühle ersetzt worden wären.

Um zum Thema der Selbstverwirklichung zurückzukommen. Oft ist ja Zeit und die Auswirkungen die sie auf unsere Körper hat, ein entscheidendes Problem bei der Selbstverwirklichung.
Wenn widrige Umstände herrschen ist man irgendwann einfach zu alt um gewisse Wünsche zu verwirklichen. Wenn man aber wesentlich mehr Zeit hat als 30 000 Tage (gut durchschnittliche Lebendauer eines Mannes in unserem Kulturkreis), dann könnte man seine Ziele auch später erreichen.
Manchmal wird ja gesagt "In meinem Alter kann ich nicht mehr..."

Aber realistisch betrachtet, wurde in unseren Gefilden keine menschliche Gesellschaft, so alt wie wir.
Im Mittelalter dürften die meisten wohl nur 15 000 Tage erlebt haben.

Allerdings, wenn alle unendlich lange leben würden, bräuchte die Menschheit sehr bald riesige Expansionflächen.
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Offline Matthias

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #23 am: 22.02.2021 20:05 »
Gehen wir doch ein bisschen auf die Selbstverwirklichung in Bezug auf Kleidung und das Aussehen ein.

Ich finde, es hat auch etwas mit Selbstverwirklichung zu, welche Kleidung man trägt oder wie man sein Aussehen und damit die Wirkung auf andere gestaltet.
Wenn man als Mann einen Rock oder ein Kleid trägt, ist das Bequeme natürlich die eine Sache. Anderseits will man, wie ich finde, sich gegenüber anderen, seien es fremde oder vertraute Leute etwas mitteilen.


Grüße
Matthias
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Offline DesigualHarry

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #24 am: 22.02.2021 21:35 »
Hallo!

Unter Selbstverwirklichung verstehe ich nicht etwas was man nur macht, wenn man grad Lust dazu hat. Selbstverwirklichung ist für mich etwas grundlegendes, etwas was immer abläuft. Wenn ich sage: „Ich hab grad keine Zeit für Selbstverwirklichung, dann wird sich das Ergebnis darin wieder spiegeln, dass ich halt einfach nur mit der Masse mitlaufe. Es kommt so oder so immer zu einem Ergebnis...

Selbstverwirklichung ist für mich gleichbedeutend mit immer einen Plan, ein Ziel vor Augen  zu haben, weise handeln, irgendwann nicht mehr Schüler, sondern Meister meines eigenen Lebens zu sein.

Als Schüler in der Schule währe es meine größte Selbstverwirklichung gewesen, wenn ich der lässige Junge im Rock hätte sein können. Heute ist mir eher nach  der Weise Mann im Rock zumute als Selbstverwirklichung.
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Offline Zwurg

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #25 am: 22.02.2021 22:08 »
Selbstverwirklichung ist mehr als nur Kleidung zu tragen.
Natürlich wünsche ich  mir die Wunschkleidung immer tragen zu können. Was nicht heißt dass ich immer Rock und Kleid tragen möchte. Eine gut sitzende Hose hat auch etwas für sich.

Selbstverwirklichung hat aber noch mehr zu bedeuten.
Die Dinge zu tun, die einem Freude am Tun bereiten. In einer Kleidung die einem gefällt. Und dass in einer Umgebung, mit Menschen zusammen, dass einem das auch eine Freude ist. Und auch an einem Ort zu leben und zu ruhen an dem man gerne ist.

Das wäre Selbstverwirklichung.




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Offline Matthias

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« Antwort #26 am: 22.02.2021 22:47 »
Ich finde die Gedanken von DesigualHarry sehr spannend:

Vor allem nicht mehr Schüler seiner Selbst zu sein, sondern eher Meister seines Lebens. Da steckt sehr viel dahinter. Vor allem auch wenn man die eigenen Lebenslagen im Laufe des Lebens und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit betrachtet.

Die Sache mit dem Ort und der Umgebung und den Menschen die man sich wünscht ist aber, wie ich denke, für jeden Einzelnen mit dessen verschiedenen Wünschen und Bedürfnissen eine Illusion.
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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #27 am: 23.02.2021 00:08 »
Selbstverwirklichung kann auch bedeuten, die Selbstzentriertheit zu überwinden, das eigene Selbst nicht mehr als von anderen Selbsten getrennt wahrzunehmen, sondern als Verbindungspunkt vieler Zusammenhänge, dessen Sinn gerade in diesen Verbindungen liegt, ja, dessen innerestes Wesen aus diesen Verbindungen besteht.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Antw:Selbstverwirklichung
« Antwort #28 am: 23.02.2021 01:29 »
Das Streben nach Selbstverwirklichung hat auch immer etwas damit zu tun, Defizite an sich selbst wahrzunehmen.

Wenn man sich getrieben fühlt, Dinge zu tun, die einem widerstreben, oder die einem keine Zeit oder Raum lassen, sich auszuleben, dann wächst das Bedürfnis, sich "selbst zu verwirklichen".

Gleichzeitig birgt es aber auch die Gefahr, Wertvolles im jetzigen Leben nicht ausreichend wertzuschätzen. Der Ruf, sich selbstverwirklichen zu wollen/sollen, verhindert eventuell den Zugang zur Zufriedenheit, die im jetzigen Ist-Zustand vielleicht schon zu erreichen wäre.

Demnach kann, meiner Meinung nach, Selbstverwirklichung durchaus auch der eigenen Zufriedenheit im Wege stehen.

 

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